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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Elaine
Wohnort: 
Horn-Bad Meinberg

Bewertungen

Insgesamt 700 Bewertungen
Bewertung vom 09.06.2024
Aufbruch in eine neue Welt / Savannah Bd.1
Wilke, Malou

Aufbruch in eine neue Welt / Savannah Bd.1


sehr gut

Auf zu neuen Welten

Ich liebe historische Romane, die reale Gegebenheiten so mit Fiktion verknüpfen, dass mensch einerseits ganz tief in die Geschichte der Charaktere eintauchen kann, andererseits aber zusätzlich auch die Möglichkeit hat, weiter zum historischen Kontext zu recherchieren. Genau dies ist bei dem hier vorliegenden Buch "Aufbruch in eine neue Welt" der Fall. Als Leser*innen können wir uns stark mit dem Hauptcharakter Nellie verbinden, die von ihrem Vater nach einer Vergewaltigung verstoßen wird und sich nach einigen Umwegen auf den Weg nach Amerika macht, wo sie dann zu den Gründungssiedler*innen der Ortschaft Savannah gehörte, die zur ersten Siedlung in der britischen Kolonie Georgia wurde. Wir erleben hautnah mit, welchen Witterungsbedingungen die Siedler*innen ausgesetzt waren, welche Hilfe sie von den indigenen Yamacraw erhielten und wie diese Hilfe vergolten wurde. Dieser Aspekt des Landraubs durch die weißen Koloniallist*innen und ihres brutalen Umgangs mit den indigen Völkern hätte meines Erachtens noch noch weiter heraus gearbeitet werden können. Ansonsten ist die Schreibweise aber lebendig und spannend. Wie es wohl in Band Zwei weiter geht?

Bewertung vom 04.06.2024
Der Wind kennt meinen Namen
Allende, Isabel

Der Wind kennt meinen Namen


ausgezeichnet

Ein sehr intensives Buch

Mit "Der Wind kennt meinen Namen" liegt das nächste Wunderwerk der Literatur von Isabel Allende vor, das vom ersten Moment an unter die Haut geht und die Leser*innen so schnell nicht wieder los lässt. Im Mittelpunkt stehen die Schicksale von drei Menschen, drei Generationen, die aber mit dem Thema Flucht viele Gemeinsamkeiten haben. Als Leser*innen lernen wir mit Samuel Adler einen Jungen kennen, der vor den Nationalsozialist*innen Ende der 1930er Jahre nach Großbritannien fliehen musste. Mit Letizia Cordero eine junge Frau, die 1982 nach einem Massaker in ihrem Heimatort El Mozote in El Salvador in die USA floh. Und mit Anita ein kleines Mädchen, dass den Trennungen von Eltern und Kindern nach dem Grenzübetritt in die USA zum Opfer viel. Drei Schicksale, drei starke Persönlichkeiten und drei Blickwinkel auf die Grausamkeit dieser Welt. Es gibt wenige Bücher, die ich so oft unterbrechen musste wie dieses hier, da ich Zeit brauchte, das Gelesene zu verarbeiten. Die Charaktere werden sehr detailiert herausgearbeit und ihre Menschlichkeit kommt trotz ihrer jeweiligen Traumata gut zur Geltung. Das Buch ist auch ein Aufruf nicht weg zu schauen und zu helfen, wo es nötig ist.

Bewertung vom 04.06.2024
Das falsche Blut / Ishikli Caner Bd.2
Gravenbach, Philipp

Das falsche Blut / Ishikli Caner Bd.2


ausgezeichnet

Familie über alles

Mit "Falsches Blut" liegt bereists der zweite Band rund um die ehemalige Auftragskillerin und heutige Agentin Ishikli Caner vor. Diesmal geht es um verschwundene und getötete Frauen und Kinder, einen Pharmakonzern, der scheinbar vor nichts zurückschreckt und die Becdeutung und Wichtigkeit von Familie. Die Geschichte wird vom Autor Philipp Gravenbach sehr lebendig, spannend und voller Actionszenen erzählt, so dass mensch beim Lesen nicht so schnell wieder zum durchatmen kommt. Es tauchen lieb gewordenen Charaktere von Band Eins wieder auf, es kommen aber auch viele neue hinzu, so dass sich das Buch mit ein paar wenigen Abstrichen auch ohne Vorkenntnisse lesen lässt. Wer Spionage- und Krimibücher voller Action, Abenteuer und mit wenig drum herum mag, ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig. Aber Achtung, wer einmal beginnt, hört so schnell nicht wieder auf.

Bewertung vom 26.05.2024
Sturmmädchen / Die Seelenpferde von Ventusia Bd.3
Benkau, Jennifer

Sturmmädchen / Die Seelenpferde von Ventusia Bd.3


ausgezeichnet

Das Mädchen mit den lila Haaren

Mit "Sturmmädchen" liegt der lang erwartete dritte Band der "Seelenpferde von Ventusia" Reihe vor. Wieder geht es darum, dass eines der exilierten Mädchern Ventusias von der Erde heimgeholt werden soll, um die Bedingungen für das, von der Göttertrochter gewünschte, Pferderennen erfüllen zu können. Diesmal geht es um Sophie mit den lila Haaren, die auf der Erde immer nur aneckt und froh ist, diese verlassen zu können. Wird es ihr in Ventusia besser gelingen Anschluss zu finden, oder wird sie auch hier in der Rolle der Außenseiterin verbleiben? Und welche Veränderungen wird ihr Auftauchen herbeiführen?
Dieses Buch ist, wie üblich bei der Autorin Jennifer Benkau, voll Gefühl, Spannung, Liebe für die Pferde und auch jugendgerecht verfasst, so dass junge und ältere Fantasyfreund*innen ihre Freude mit dem Buch haben werden. Generell ist es möglich, diesen Band ohne die Kenntnis der früheren Bücher zu lesen, es fehlen aber viele Hintergründe, so dass ich empfehlen würde, mit Buch Eins zu beginnen.

Bewertung vom 13.05.2024
Die Blumentöchter Bd.1
Collins, Tessa

Die Blumentöchter Bd.1


sehr gut

Auf Spurensuche

Das Buch "Die Blumentöchter" ist der Auftakt einer ganzen Serie über fünf Frauen, fünf Kontinente und ein großes Geheimnis. Im Mittelpunkt des hier vorliegenden ersten Bandes steht die junge Dalia, die nach dem Tod ihrer Großmutter Hinweise auf ihren Vater findet, den sie nie kennen gelernt hat. So reist sie von England nach Mexiko, mit wenig mehr als einen Vornamen, zwei Schmuckstücken und einen Brief in der Hand. Doch in Mexiko wartet auf sie nicht nur ein Stück Familiengeschichte, sondern auch jemand, der ihr Herz berührt.
"Die Blumentöchter" von Tessa Collins ist ein Roman, der die Beschäftigung mit der Familiengeschichte, eine romantische Begegnung und die Kultur der Maya so miteinander verbindet, dass mensch einerseits gut unterhalten wird, aber auch bildungsmäßig etwas dazu lernen kann. Der Schtreibstil ist leicht und voller Gefühl, so dass sich das Buch für Tage am Strand oder laue Sommerabende eignet.

Bewertung vom 18.04.2024
Der Vertraute
Bardugo, Leigh

Der Vertraute


ausgezeichnet

Ein sehr wichtiges Buch

Mit "Der Vertraute" liegt ein richtig spannendes Buch der Autorin Leigh Bardugo vor, dass die geneigten Leser*innen ins Spanien zur Zeit der Inquisition zurück katapultiert.
Im Mittelpunkt stehen die junge Luzia, die von ihrer jüdischen Familie magische Zaubersprüche gelernt hat, und der von einem Fluch gefesselte Santangel, der schon mehrere Jahrhunderte den Männern der Familie Pérez dient. Als Luzias Gabe offensichtlich wird, gerät sie in große Gefahr und Santangel muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Leigh Bardugo entwickelt einen historischen Roman mit Magieelementen, der von der ersten Seite an unter die Haut geht. Dies liegt sowohl an der spannenden und berührenden Schreibweise, als auch an der Detailiertheit der Darstellung der damaligen Zeit, die vor den Augen der Leser*innen in all ihrer Farbenfülle lebendig wird.
Der Terror durch die Inquisition und die verbrecherische katholische Kirche ist leider immer noch zu wenig in den Köpfen vieler Menschen präsent. Darum auch dafür Danke für dieses besondere Buch.

Bewertung vom 07.04.2024
Der Kuss der Nixe / School of Myth & Magic Bd.1
Jager, Jennifer Alice

Der Kuss der Nixe / School of Myth & Magic Bd.1


sehr gut

Die Welt der Nixen

Mit "School of Myth and Magic" dürfen wir als geneigte Leser*innen in die magische Welt der Nixen und anderer Fabelwesen eintauchen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Devin, deren Nixenkräfte sich urplötzlich destruktiv Bahn brechen, so dass keine andere Möglichkeit bleibt, als sie an die Schule of Myth und Magic zu schicken, damit sie lernt, ihre Kräfte zukünftig besser zu kontrollieren. Doch in ihrem neuern Zuhause wird sie nicht von allen freundlich aufgenommen und ein Dämon treibt sein Unwesen. Hinzu kommt ein Faun, der ihr sehr schnell den Kopf verdreht, so dass die romantische Bene auch nicht zu kurz kommt.
Die Gescbhichte wird lebendig und spannend erzählt, so dass mensch sich schnell mit der Welt der Nixen verbinden kann. Auch treten Charaktere auch, die Liebhaber*innen der Autorin schon aus anderen Büchern von ihr kennen.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und freue mich jetzt schon auf Band Zwei.

Bewertung vom 24.03.2024
Der Rabengott
Leckie, Ann

Der Rabengott


ausgezeichnet

Ein besonderes Buch

"Der Rabengott" von Ann Leckie ist ein Werk, dass sehr vielschichtig daher kommt und sich nicht so schnell in die ein oder andere Schublade stecken lässt. Es finden sich zwei Erzählstränge, die sich erst nach und nach und nach einander annähern und dann am Ende miteinander verknüpft werden: Einmal in Form eines Erzählers, dessen Identität erst nach und nach klar wird und von dem die Lesenden Geschichten, Mythen und Sagen über die Entstehung der Welt, Götterwirken und unterschiedliche Formen von spirituellen Glaubensvorstellungen. erhalten. Hier fühlte ich mich stark an Geschichten der keltischen oder nordisch-germanischen Mythologie erinnert.
Und dann findet sich der Erzählstrang über Mawat und seinen Begleiter Eolo, die dafür kämpfen, dass Mawat seinen Platz als Statthalter von Iraden einnehmen kann, der ihn von seinem Onkel verwehrt wird.
Die Schreibweise ist lebendig und spannend, mal philosophisch und oft voller Details, die zeigen, mit welcher Akribie die Autorin vorgegangen ist. Abenteuer und Spiritualität stehen im Vordergrund und nicht - wie sonst sehr häufig - Liebesbeziehungen und das damit verbundene emotionale hin und her.
Danke für dieses wundervolle Buch, gerne würde ich noch mehr erfahren.

Bewertung vom 16.03.2024
Eine leise Ahnung von Glück
Lange, Kerstin

Eine leise Ahnung von Glück


ausgezeichnet

Reise in die Vergangenheit

In diesem Buch werden zwei Geschichten so miteinander verknüpft, dass am Ende das verbindende und gemeinsame sichtbar wird. Einmal die Erfahrungen der jungen Carole, die sich 1940 im von Deutschen besetzen Frankreich in einen deutschen Besatzungssoldaten verliebt, und dann, 80 Jahre später, die Suche der Hörsprecherin Louisa nach ihren Wurzeln, als sie erfährt, dass ihr Vater adoptiert wurde. Berührend, spannend und voller historischer Details entwirft die Autorin Kerstin Lange eine Geschichte, die die Leser*innen vom ersten Moment an berühren kann und nicht so schnell wieder los lässt. Als Lesende erfahren wir viel über die Zustande in Vichy-Frankreich, den Umgang mit Frauen im Nackriegsfrankreich, die sich mit den Besatzern eingelassen hatte und was die daraus resultierenden Kinder erdulden mussten. Es ist aber auch ein Buch über den Mut, den eigenen Weg zu gehen und sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen. Danke für dieses besondere Buch.

Bewertung vom 10.03.2024
Ein Zuhause für deinen Drachen
Felber, Ulrike

Ein Zuhause für deinen Drachen


ausgezeichnet

Herzallerliebst

Dieses Buch über eine uraltejunge Frau, das kleine Mädchen Mari und ihren Drachen ist wirklich herzallerliebst und hat mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die kleine Marie, die ihren Drachen bewachen muss, der mal traurig, mal wütend, mal einsam und auch mal freudig und glücklich ist. Im Gerspräch mit der uralten Frau merkt Marie, dass dieser Drachen eigentlich ihre Gefühle sind und sie diese integrieren kann, indem sie den Drachen in ihr Herz aufnimmt. Der Text von Ulli Felber ist interessant und stimmig, erscheint mir aber als extwas zu viel und zu komplex für kleine Kinder ab 4 Jahre. Die wundervoll gestalteten Bilder von Meike Schneider machen dieses kleine Manko aber ganz schnell wieder wett und laden zum Betrachten, Staunen und Einfühlen ein. Allein dafür würde ich schon 10 von 10 Sternen geben, wenn diese denn verteilt werden könnten.