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Elaine
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Horn-Bad Meinberg

Bewertungen

Insgesamt 869 Bewertungen
Bewertung vom 15.01.2026
Ohlsson, Kristina

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab


ausgezeichnet

Echt gruselig

Mit "Sternengrab" liegt der zweitew Band der "Gänsehaut in Hovenäset" Reihe von Kristina Ohlsson vor. Angesiedelt in Schweden im Bezirk Askum wird der beschauliche Ort Hovenäset erneut Schauplatz eines Kriminalfalls. Diesmal geht es um die junge Alva, deren Vater vor drei Jahren unter tragischen Umständen ums Leben kam. Sie konnte nicht wirklich abschließen, sammelt Zeitungsberichte und hört des Nachts seine Schritte. Gemeinsam mit zwei Freund*innen darf Alva aber noch einen anderen Fall lösen, der etwas mit einer Katze, einen einsamen Mädchen und einen Gefängnis in der Erde zu tun hat. Die Geschichte wird lebendig, jugendgerecht und spannend erzählt, so dass es leicht fällt das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Angedacht ist das Buch für Jugendliche ab 11 Jahren, ich denke aber, dass das Alter etwas hochgesetzt werden sollte, da die Geschichte dann doch einige gruselige Momente enthält. Auch das Cover des Buches hat es mir direkt angetan und ich erlebe es als stimmig übereinstimmend mit der Geschichte.

Bewertung vom 14.01.2026
Neumeier, Moritz

Papa ist kaputt


sehr gut

Mit "Papa ist kaputt" liegt ein Bilderbuch mit kleinen Texten über den Alltag eines Vaters mit kleinen Kindern vor. Moritz Neumeier als Texter und Timo Zett als Illustrator ergänzen sich bei diesem Werk, so dass ein stimmiges Ganzes entstehen darf. Im Mittelpunkt der 16 Seiten steht ein müder Vater, der einschläft, statt den Kindern etwas vorzulesen. Entsprechend sind die Kinder natürlich in Sorge, denken, das sie Papa kaputt gemacht haben und suchen Orte, wo sie den kaputt gemachten Papa vor der bestimmt zornig werdenden Mutter verstecken können. Die Geschichte wird kindgerecht und lustig erzählt, so dass sich ein Schmunzeln auf den Lippen schnell einstellen kann. Aber auch der ernste Hintergrund wird nicht komplett negiert und außer Acht gelassen. Dieses Bilderbuch ist so gestaltet, dass schon Kinder ab 3 Jahren sich mit ihm beschäftigen können und es nicht direkt schon nach fünf Minuten kaputt geht. Es eignet sich zum reinen Betrachten, aber definitiv auch zum Vorlesen. Für Väter, und alle, die es werden wollen.

Bewertung vom 14.01.2026
Maar, Paul;Maar, Anne

Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank


ausgezeichnet

Demenz gehört mit zu den häufigsten organischen Erkrankungen im hohen Alter und zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass das Gedächtnis nachlässt, kognitive Fähigkeiten verloren gehen und ehemals vertraute Menschen nicht mehr erkannt werden. Vor allem für Angehörige können diese Veränderungen belastend sein und es besteht die Gefahr, dass mit Unverständnis darauf reagiert wird. Im vorliegenden Buch "Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank" von Anne und Paul Maar wird das Thema Demenz spielerisch und kindgerecht aufgearbeitet und so den jungen Lesenden und Betrachtenden näher gebracht. Die Kinder können erleben, wie liebevoll der junge Benny mit der Demenz seines Opas umgeht und welche Auswirkungen diese Erkrankung haben kann. Die kurzen Texte werden mit lebendig gestalteten Illustrationen kombiniert, so dass direkt verschiedene Vorstellungsebenen angesprochen werden. Das Buchg kann gut zum Vorlesen, reinen Betrachten oder auch als Türöffner genutzt werden, um über Demenz ins Gespräch zu kommen.

Bewertung vom 14.01.2026
Heitz, Markus

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine


ausgezeichnet

Die Fortsetzung

Mit "Irida und das Rätsel der Ruine" liegt die lang erwartete Fortsetzung der Irida-Buchreihe von Markus Heitz vor. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen wieder die "Furchtlosen" rund um Irida, Cedric, Jinjin und Jeremy, die es weiterhin mit den gefährlichen Troll-Gestaltwandler*innen zu tun haben. Das Buch beginnt genau da, wo Band Eins endete und es ist zwingend, diesen zuerst zu lesen, um gut in die Geschichte herein zu kommen, da enorm viel Vorwissen voraus gesetzt wird. Schauplatrz der Ereignisse in der Gegenwart und unserer "Realität" ist das Städtchen Hohenburg, in dem sich eine alte Ruine, aber auch ein vermuteter Zugang in die "Anderswelt" befindet. Die Troll-Gestaltwandler*innen wollen genau diesen Zugang finden, um die "Anderswelt" zu unterjochen, die "Furchtlosen" wollen genau das verhindern. Ein anderer Schauplatz spielt in einer Trollwelt, wo entführte Menschenkinder gefangen gehalten werden. Die Geschichte wird vom Autor spannend und jugendgerecht erzählt, so das Lesende ab 11 Jahren sich angesprochen fühlen können. Die Illustrationen stammen von Max Meinzhold und passen gut zu den Geschehnissen.

Bewertung vom 10.01.2026
Froböse, Ingo

Die Stimme unseres Körpers


sehr gut

Hätte etwas anderes erwartet

Mit "Die Stimme unseres Körpers - Wie wir sie besser wahrnehmen und verstehen, um unsere Gesundheit zu schützen" liegt das neue Fachbuch des Beststeller Autors Ingo Froböse vor. In insgesamt sechs Kapiteln stellt er acht Körpersysteme vor, die miteinander vernetzt sind und versuchen, eine Balance im Körper zu erreichen. Der Autor geht sehr detailliert mit vielen Fachbegriffen auf die verschiedenen biologischen Funktionsweisen ein, so dass ich mich teilweise an eine Biologie-Vorlesung erinnert habe. Gleichzeitig gibt es vom Autor verschiedene Tipps, wie wir die Signale des Körpers erkennen können und wie wir selber zur eigenen Gesundung beitragen können. Gerade der letztere Punkt war der, weshalb mich das Buch direkt angesprochen hat zund wo ich mir viele Übungen und konkrete Anwendungen versprochen hatte. Der Titel des Buches hat diese Erwartung bei mir geweckt. Es gibt zwar einige Tipps und Ideen, diese stehen aber hinter der "Biologie-Vorlesung" etwas zurück, so dass das Buch nicht ganz das ist, was ich erwartet hätte.

Bewertung vom 09.01.2026
Stern, Anne

Die weiße Nacht


ausgezeichnet

Schatten der Vergangenheit

Mit "Die weiße Nacht" liegt der Auftaktband einer neuen Reihe der Beststeller Autorin Anne Stern vor, der die geneigten Leser*innen in das Berlin der ersten Nachkriegsjahre entführt. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen der Kriminalkomissar Alfred König und die Fotografin Lou Faber, die es mit mehreren Mordfällen mit ähnlichen Mustern zu tun bekommen. Die Verstorbenen werden mit gefalteten Händen drapiert, so dass der Eindruck entstehen kann, als würden sie schlafen gelegt. Bei den Ermittlungen wird recht bald deutlich, das mehr dahinter steckt als ein reines Kapitalverbrechen. Der Autorin gelingt es auf besondere Art und Weise die Lebensbedingungen der Menschen im Hungerwinter 1946/47 einzufangen und deutlich zu machen, welche Drangsal sie erdulden mussten. Es geht aber auch um Zusammenhalt, das Suchen nach Lösungen und das Leugnen der eigenen Schuld. Neben dem Hauptstrang der Geschichte in Berlin wird auch das Leben in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern thematisiert, so dass ich gespannt bin, wie diese beiden Stränge in nächsten Büchern zusammengeführt werden.

Bewertung vom 08.01.2026
El-Arifi, Saara

Kleopatra


ausgezeichnet

Aus Sicht der Pharaonin

Mit "Kleopatra" liegt das nächste umfassende Werk der Autorin Saara El-Arifi vor. In diesem erzählt Kleopatra selbst aus der Ich-Perspektive aus ihren Leben und lässt die interessierten Leser*innen daran teilhaben. Entstanden ist ein feministischer Roman, der sich zwar grob an historischen Ereignissen orientiert, aber auch ganz bewusst mit herrschenden Klischees bricht und den Menschen Kleopatra in seiner Vielschichtigkeit und Verletzlichkeit und auch Stärke in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Neben dem Menschen Kleopatra geht es auch viel um ihre Familie und die Lebensbedingungen der Menschen in Ägypten und Rom. Besonders spannend fand ich die Idee der Segnungen bzw. Verfluchungen der Pharaon*innen und Kleopatras besondere Rolle als Heilerin der "einfachen" Leute. Die Schreidweise des Buches ist sehr lebendig, berührend und oft auch detailreich, so dass es nicht schwer fällt in die Geschichte einzutauchen und gefühlt ein beobachtender Teil von ihr zu werden. Wer sich für Kleopatra und ihre Zeit interessiert, ist hier genau richtig.

Bewertung vom 07.01.2026
Hong Gyun, Yoon

Deinen Selbstwert bestimmst nur du


sehr gut

Zu sich selbst finden

Mit "Deinen Selbstwert bestimmst nur du" liegt ein Sachbuch und Ratgeber des koreanischen Psychiaters Yoon Hong Gyun vor. Auf etwas über 340 Seiten und in sieben Teilen geht es um so zentrale Themen wie warum Selbstwert wichtig ist, welchen Stellenwert Selbstwert in Liebesbeziehungen hat, die Bedeutung vom Selbstwert im sozialen Miteinander, die emotionalen Hürden auf dem Weg zu einem gesunden Selbstwert, Gewohnheiten, die den Aufbau von Selbstwert sabotieren, Hindernisse beim Wiederaufbau des Selbstwertes und fünf Methoden zur Stärkung des Selbstwertes. Die Schreibweise des Buches ist einfach gehalten, so dass auch Einsteiger*innen in das Thema sich schnell zurecht finden. Der Autor kombiniert wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen aus der Abeit als Psychiater und eigene Lebenserfahrungen, so dass in diesem Buch eine Vielfalt von Dimensionen aufeinander trifft. Viele der Hinweise waren mir bekannt, einiges neu und wieder anderes stand konträr zu dem, was ich bisher gelernt habe. Wer sich für das Thema interessiert, könnte hier gut fündig werden.

Bewertung vom 29.12.2025
Ware, Ruth

The Woman in Suite 11


ausgezeichnet

Spannend bis zur letzten Minute

Mit "The Woman in Suite 11" liegt bereits der zweite Band rund um die Reisejournalistin Lo und die Lebenskünstlerin Carrie vor. Das Buch nimmt sehr oft Bezug auf den Vorgängerband und knüpft inhaltlich an ihn an, so dass es vernünftig erscheint diesen zuerst zu lesen, bevor dann der Fokus auf das hier vorliegende zweite Buch gelegt werden kann.Start der Geschehnisse des Buches ist, das Lo und Carrie einander in einem Luxushotel erneut begegnen und erlebte Traumata wieder aufbrechen. Damit nicht genug wird Lo recht schnell Hauptverdächtige in einem Mordfall und muss einiges tun, um ihre Unschuld zu beweisen. Die Autorin Ruth Ware entführt die geneigten Leser*innen in eine Welt voller Geld, Intrigen, Verrat und gefährlicher Abentewuer. Anderen zu vertrauen kann die eigene Situation umso gefährlicher machen. Und doch... Die Geschichte wird sehr spannend und lebendig erzählt, so dass er nicht schwer fällt, in diese einzutauchen und mitzufiebern. Ob es in Zukunft wohl mirgendwannn einmal noch einen dritten Band geben wird?

Bewertung vom 27.12.2025
Riedel, Sabine

Ein Pakt aus Asche und Blut


sehr gut

Zwischen gestern und heute

Mit "Ein Pakt aus Asche und Blut" liegt ein Werk vor, das irgendwo zwischen Historischen Roman, Krimi und Fantasy einzuordnen ist. Es erscheint pünktlich zur 750 Jahr Feier von Ratingen, der Stadt, wo die Geschehnisse dleses Buches stattfinden. Dabei lassen sich zwei Zeitebenen unterscheiden, deren Verbindung erst nach und nach sichtbar wird: Einmal die Gegenwart, wo wir als Leser*innen unterschiedliche Charaktere wie z.B. Mark, Cat oder Melanie kennen lernen und dann das Jahr 1460, wo eine Helene versucht ihre Schwester vor dem Tod durch den Scheiterhaufen zu retten. Auch wenn die einzelnen Erlebnisse der Charaktere erst für sich stehen, wird nach und nach ein Gesamtbild sichtbar, womit wahrscheinlich niemand zu Beginn gerechnet hätte. Die Schreibweise der Autorin Sabine Riedel ist auf jeden Fall interessant und ich finde es gelungen, wie die verschiedenen Genres mit einander verknüpft wurden, mich konnte die Geschichte aber nicht komplett mitreißen. Für Ratinger*innen ist das Buch aber bestimmt ein Muss.