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Benutzername: MeRei
Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 74 Bewertungen
Bewertung vom 21.09.2021
Die erste Frau
Russ, Rebecca

Die erste Frau


ausgezeichnet

Toller Plot, überraschende Wendungen und spannend geschrieben!

Bisher kannte ich noch kein Buch der Autorin, war aber vom Cover und dem Klappentext direkt angesprochen, so dass ich auf die Umsetzung dieser Geschichte sehr gespannt war.

Und ich muss sagen, die Autorin hat mich wirklich von der ersten Seite an die Story gefesselt. Der flüssige und spannende Schreibstil unterstützt zusätzlich den Lesefluss.
Man kann direkt in die Geschichte eintauchen und lernt die Protagonisten schnell kennen.
Tatsächlich stellen sich schnell die ersten Fragen ein und man wird misstrauisch, wer hier vielleicht ein falsches Spiel spielt oder wer hier die Wahrheit sagt.

Überrascht und zusätzlich verwirrt wird man durch die immer neuen Wendungen. Diese Undurchsichtigkeit verleiht der Geschichte zusätzliche Spannungselemente und lässt den Leser fleißig miträtseln und das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Sehr positiv ist mir außerdem aufgefallen, dass die Autorin eine Vielfalt an unterschiedlichen Charakteren geschaffen hat. Von klein und zerbrechlich, unnahbar, recht unsympathisch und undurchschaubar über leichtgläubig und sympathisch wird dem Leser sehr viel geboten.

Desweiteren haben mir die Orts-und Umgebungsbeschreibungen richtig gut gefallen. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen.
Die teilweise düstere und beklemmende Atmosphäre war deutlich spürbar.

Das Ende war dann ein richtiger Showdown, den ich so wirklich nicht erwartet hatte. Es hat mir wirklich super gefallen und die Auflösung war nachvollziehbar und ließ keine Fragen offen.

Ich hoffe sehr, dass es bald weitere Werke der Autorin geben wird und empfehle "Die erste Frau" sehr gerne weiter.

Für alle, die gerne miträtseln und sich von packenden Wendungen begeistern lassen, sollten diesen spannenden Thriller keinesfalls verpassen. Von mir erhält das Buch 5 Sterne.

Bewertung vom 16.08.2021
Mohnblumentod / Charlie Lager Bd.3
Bengtsdotter, Lina

Mohnblumentod / Charlie Lager Bd.3


sehr gut

Fesselnder, eher ruhiger Thriller!

Mohnblumentod ist für mich das erste Buch der Autorin Lina Bengtsdotter. Das Cover sowie der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover spiegelt die Stimmung des Buches ganz gut wieder, eher ruhig und doch spannend und fesselnd.

Was für eine grauenhafte Vorstellung, ein kleines Kind verschwindet und die Eltern bangen, denn es gibt weder eine Spur noch eine Lösegeldforderung. Wie gut, dass Charlie Lager, eine erfolgreiche Kommissarin, mit dem Fall betraut wird.

Die Geschichte wird langsam aufgebaut und die Spannung steigt langsam an.

Als Leser kann man jeden kleinen Ermittlungsschritt mitverfolgen. Das muss man natürlich mögen und kann ggf. etwas langweilig werden, sollte man auf die schrittweise Ermittlungsarbeit keinen großen Wert legen. Für mich waren diese Schilderungen jedenfalls nicht langweilig, sondern haben mir eher ein umfassendes Bild vermittelt und mich mitten ins Geschehen gebracht.

Die Protagonisten sind authentisch und mit einer gewissen Tiefe beschrieben. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass Charlie eine tolle Ermittlerin ist, aber ein paar persönliche Schwächen hat, die auf die eigene Vergangenheit zurückzuführen sind.
Manche Reaktionen der Protagonisten und die Zurückhaltung von Informationen haben mich zunächst irritiert, erklären sich aber zum Ende hin.

Obwohl Mohnblumentod bereits der dritte Band der Charlie Lager Reihe ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlen.

Die zwei Handlungsstränge, die die Story aufweist werden geschickt miteinander verflochten. Der Fall ist schon recht verzwickt und ist nicht direkt durchschaubar. Ich habe das Ende jedenfalls so gar nicht kommen sehen und wurde dazu noch überrascht. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Den Schreibstil der Autorin habe ich als wirklich angenehm empfunden, sehr fließend und leicht zu lesen. Ich habe immer gerne weitergelesen und jede freie Minute genutzt.

Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an alle, die es gerne etwas ruhiger, dennoch spannend und fesselnd mögen. Die Story sowie deren Umsetzung haben mir sehr gut gefallen und machen Lust auf die Vorgängerbände, die jetzt bereits auf meiner Wunschliste stehen. ;-)

Bewertung vom 25.07.2021
Böse Seele
Lambert, Ariana

Böse Seele


sehr gut

Spannend bis zum Schluß

Nicht nur der Klappentext, auch das Cover haben mich direkt angesprochen und Frage aufgeworfen.
Ein Kommissar, der einen Serienmörder als Vater hat und diesen in aktuelle Fälle einbindet, klingt nicht nur spannend, es ist auch so.

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich wurde nicht enttäuscht.
Durch einen aufreibenden Prolog wird man direkt ins Geschehen gezogen und hat kaum Zeit durchzuatmen. Denn es bleibt nicht nur bei einer Leiche....

Milla Rostow und ihr Kollege Martyn Becker haben mir sehr gut gefallen. Sie sind realistisch beschrieben und haben jeder für sich eine eigene dunkle Vergangenheit, die die Charaktere noch interessanter macht.
Ich hätte mir zwar teilweise gewünscht, noch mehr über ihre Geheimnisse zu erfahren und etwas mehr Hintergrundwissen zu Martyn´s Vater, dem Serienkiller zu bekommen, aber das ist nur mein Empfinden, tut der Story an sich aber keinen Abbruch.

Den Schreibstil habe ich als sehr flüssig und leicht verständlich empfunden. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und schließen des öfteren mit einem Cliffhanger ab, der einen natürlich zum Weiterlesen animiert.

Das Ende hat mich überrascht und war m.M. nach nicht vorhersehbar. Es war schlüssig und die entscheidenden Fragen wurde beantwortet.

Ich hätte Lust, weitere Fälle mit Milla und Martyn zu lesen und empfehlen "Böse Seele" gerne weiter. Das Buch bekommt 4 Sterne von mir.

Bewertung vom 18.07.2021
Der böse Mann: Thriller
Shepherd, Catherine

Der böse Mann: Thriller


ausgezeichnet

Grandioser Schreibstil & Spannung pur!

Catherine Shepherd entwickelt sich mehr und mehr zu einer Lieblingsautorin von mir.

Sie hat wirklich einen grandiosen Schreibstil, der mich direkt von der ersten Seite an packt. Fast unbemerkt baut sich eine kontinuierliche Spannung, die durch "gemeine" Cliffhanger am Ende der Kapitel noch verstärkt wird.

Das Ermittlerteam, Laura und Max wirken wahnsinnig realistisch. Sehr menschlich beschrieben empfinde ich u.a. die Beziehungen-/probleme, die mit diesem Job einhergehen.
Die Situationsbeschreibungen sind ebenso gelungen wie die Schilderungen der Ermittlungsarbeit. Als LeserIn kann man mitfiebern und ermitteln, obwohl, soviel sei gesagt, sich die Autorin geschickt nicht in die Karten schauen lässt. ;-)
Es werden diverse Fährten gelegt und man ist hin und hergerissen, welche wohl die alles Entscheidende ist.

Das Ende hat mich auf jeden Fall überrascht und ich bin mit dem Ausgang sehr zufrieden. Ich hoffe, dass es weitere Fälle mit Laura und Max geben wird. Sie sind immer wieder ein Genuß.

Für mich haben die Thriller und auch gerade "Der böse Mann" wirklich Potenzial verfilmt zu werden. Ganz klare Bewertung: 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans.

Bewertung vom 06.07.2021
Die Karte / Kerner und Oswald Bd.4
Winkelmann, Andreas

Die Karte / Kerner und Oswald Bd.4


ausgezeichnet

Ein gelungener Thriller, der mit verschiedenen Handlungssträngen und Sichtweisen besticht.

Wer kennt sie nicht, die Fitnesstracker, die gerne von Joggern genutzt werden. Doch wie sinnvoll oder eben nicht sinnvoll es ist, diese zu verwenden und ständig seine Daten zu posten, sei dahin gestellt und wird hier zu einem elementaren Thema im neusten Thriller von Andreas Winkelmann.

Die Ermittler sind mir bereits aus den vorherigen Bänden der Kerner/Oswald Reihe bekannt. Das macht es einem leicht, in die Gegebenheiten einzusteigen.
Aber auch LeserInnen, die noch keinen Teil der Reihe kennen, sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Realistisch dargestellt fand ich die Ermittlungsarbeiten, hier und da eine Sackgasse und auch mal eine Fehlentscheidung oder Einschätzung.

Die Karte konnte mich von Beginn an fesseln, die Spannung wurde durchgängig aufrecht erhalten und ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen.
Andreas Winkelmann beendet die Kapitel gerne mal mit einem Cliffhanger, was einen natürlich zum weiterlesen animiert. Einfach ein super flüssiger und in sich stimmiger Schreibstil.

Wer Hamburg als Stadt kennt, wird die Orte sicherlich erkennen bzw. bildlich vor Augen haben. Die Umgebung wird gut beschrieben, der Autor verliert sich glücklicherweise nicht im Detail.

Begeistert haben mich außerdem die verschiedenen Handlungsstränge und Sichtweisen, die der Autor nach und nach in die Geschichte einfließen lässt. Als LeserIn bekommt man ein gutes Gesamtbild, was sich aber erst später wie ein Puzzle zusammensetzt.

Das Ende hat mich zum Einen überrascht, zum Anderen gibt es einen kleine Kritikpunkt. Leider wurden für mich zum Ende hin, einzelne Fragen/offene Punkte leider nicht beantwortet bzw. einfach nicht deutlich genug dargestellt.

Ansonsten bin ich aber absolut begeistert, wurde sehr gut unterhalten und verwirrt. ;-) Hatte Spaß beim Rätseln und verbinden der einzelnen Handlungsstränge.

Das Cover ist natürlich perfekt auf die Story abgestimmt und passt auch von der Farbgebung und dem Layout zu den Vorgängerbänden.

Ich vergebe 4,5 Sterne und empfehle "Die Karte" sehr gerne weiter. Hoffentlich wird es weitere Fälle mit Kerner und Oswald geben.

Bewertung vom 30.05.2021
Die Farbe des Vergessens
Resch, Ina

Die Farbe des Vergessens


ausgezeichnet

Gelungener Plot - Welche Farbe trägt das Vergessene?

Die Farbe des Vergessens... ist ...? Rot, gelb, blau oder vielleicht lila?...

Was mich neben dem vielversprechenden Klappentext sofort angesprochen hat, ist das wirklich schöne Cover. Es wirkt auf mich schlicht und edel, was sich auch in der Innenaufmachung wiederspiegelt. Diese phänomenal grünen Augen und die vielen Sommersprossen der jungen Frau sind ein Hingucker und machen neugierig. Welche Geschichte hat sie zu erzählen?

Zu Beginn des Buches musste ich kurz schlucken, denn der Leser wird direkt Zeuge einer recht detailreich beschriebenen Sektion einer toten Frau. Die, wie die Präparatorin Juli mit Erschrecken feststellen muss, ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht. Doch wer ist die Frau? Sieht niemand der Anwesenden die Ähnlichkeit? Spielt Juli´s Fantasie ihr einen Streich oder kehren lang verdrängte Erinnerungen zurück?

Schnell wird man in den Sog der Geschichte gezogen, erlebt Juli´s Gefühls-und Gedankenchaos hautnah mit und fragt sich ständig, was ist Wahn und was Realität ist?!

Die Autorin hat die unterschiedlichen Charaktere sehr detailreich und vielschichtig gezeichnet. Nicht nur die Protagonisten reißen den Leser emotional mit und lassen diesen miträtseln. Nein, auch Nebencharaktere bekommen direkt ein Gesicht und haben trotz der eher kurzen Auftritte ihren Platz in der Geschichte fest verankert.

Durch die vielen unvorhersehbaren Wendungen ergibt sich eine konstante Spannung, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Dieses Buch ist gleichzeitig verwirrend, spannend und emotional. Wirklich mitreißend und mit gelungenem Plot!

"Die Farbe des Vergessens" wird mir noch lange im Kopf bleiben und gehört auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights, die ich natürlich gerne weiterempfehle.

Hätte ich mehr als 5 Sterne zu vergeben, würde ich sie diesem gelungenen Buch sehr gerne geben.

Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Bücher der Autorin.

Bewertung vom 02.05.2021
Heideopfer
Hanke, Kathrin

Heideopfer


ausgezeichnet

Alles in allem ein gelungener, fesselnder Krimi!

Obwohl es schon der 8. Band mit dem sympathischen Ermittlerteam ist und ich bisher kein Buch der Reihe gelesen habe, hatte ich überhaupt kein Problem in die Reihe einzusteigen.
Ganz im Gegenteil, ich bin direkt gut in die Geschichte gestartet und fand Katharina von Hagemann und Benjamin Rehder direkt sympathisch und authentisch. Das ausgerechnet Katharina´s Chef der Zwillingsbruder ihres Freundes ist, fand ich recht interessant. Zumal die Konstellation nicht unbedingt einfach zu sein scheint... .

Der Fall spielt in Lüneburg und wer schon mal in Lüneburg war, hat schnell ein gutes Bild der Szenerie vor Augen. Das Cover ist natürlich absolut treffend gewählt und war für mich sofort ein Hingucker.

Mir gefiel der Schreibstil super. Das Buch liest sich angenehm flüssig und auch die Kapitellänge animierte mich stets weiterzulesen, so dass ich "Heideopfer" in einem Rutsch gelesen habe.

Die Spannung wurde kontinuierlich aufgebaut und konstant gehalten. Es hat wirklich Spaß gemacht, den Ermittlern über die Schulter zu schauen.Tatsächlich wird auch viel vom Privatleben der Ermittler preisgegeben, was für mich als Neueinsteiger in die Reihe natürlich sehr unterhaltsam und interessant war.

Die Verknüpfung vom Cold Case und der heutigen Realität hat super funktioniert und man erfährt nur stückenweise mehr über die Zusammenhänge.

Ich habe lange nicht gewußt, in welche Richtung sich der Fall entwickeln wird, fand aber, dass schlussendlich alles nachvollziehbar aufgelöst wurde.

Das Ende kam nach der detailreichen vorangegangenen Erzählung leider sehr abrupt, was ich schon etwas schade fand. Ausserdem bleibt eine Frage zum Privatleben von Katharina von Hagemann unbeantwortet. Da die Thematik mehrfach, gerade zum Ende hin, angesprochen wurde, fand ich es dann doch enttäuschend, dass der Leser keine Antwort erhält. Vielleicht ist es aber auch als "Cliffhanger" anzusehen und wird im 9. Band beantwortet?!

Alles in allem ein gelungener Krimi, der fesselnd war und den ich gerne weiterempfehle, weil er mich sehr gut unterhalten hat.
Einen halben Stern ziehe ich für das Ende und die nicht beantwortete Frage ab, also 4,5 Sterne.

Bewertung vom 02.05.2021
Der Preis der Rache / Lupe Svensson und Otto Hagedorn Bd.1
Berg, Mathias

Der Preis der Rache / Lupe Svensson und Otto Hagedorn Bd.1


ausgezeichnet

Super Auftakt, spannend und vielseitig!

Das Cover ist ansprechend gestaltet, gibt aber nichts von dem Inhalt des Buches preis.

Nachdem ich den Klappentext schon als sehr interessant fand, war ich total gespannt, wie die Geschichte wohl umgesetzt wurde und ich kann direkt sagen, dass Mathias Berg mit "Der Preis der Rache" wirklich ein super Auftakt zu einer neuen Krimireihe gelungen ist.

Ich bin sofort gut in die Geschichte gestartet, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch die eher kurzen Kapitel unterstützen den Lesefluss zusätzlich.

Der Autor beschreibt detailreich und bildlich und ermöglicht dem Leser somit die Umgebungen, Situationen und Protagonisten noch besser kennenzulernen.
Das Ermittlerduo hat mir ausgesprochen gut gefallen. Lupe, die junge forensische Psychologin und Otto, der ältere, kuriose Kommissar. Ein ungleiches Team, das aber toll zusammenarbeiten kann und schnell merkt, dass sie voneinander profitieren können. Die Charakterisierung wirkt schon sehr realistisch und das Handeln ist nachvollziehbar.

Der Kriminalfall ist richtig spannend geschrieben und verliert auch nicht an Spannung. Durch einen zweiten Handlungsstrang, welcher in der Vergangenheit angesiedelt ist, erfährt man nach und nach mehr und das Puzzle setzt sich stückweise zusammen.
Was mich zusätzlich begeistert hat, dass man viel über die Ermittlungen erfährt und so noch tiefer in den Fall einsteigen kann.

Das Ende hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, immer wichtig bei Krimis ist für mich, dass alle offenen Fragen aufgeklärt werden und das wurde sie in diesem Buch umgesetzt.

Mathias Berg hat hier wirklich einen fesselnden und vielseitigen Krimi geschrieben, der definitv neugierig auf den nächsten Teil macht.

Ich vergebe 5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung an alle Krimifans.

Bewertung vom 27.04.2021
Der Kryptologe
Haller, Elias

Der Kryptologe


ausgezeichnet

Spannender Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe mit außergewöhnlichem Ermittler, kryptischen Zahlenkombis und tollem Setting!

"Der Kryptologe" ist das zweite Buch, das ich vom Autor Elias Haller gelesen habe und ich kann direkt zu Beginn schon sagen, dass ich wieder total begeistert bin und der Autor wirklich versteht, seine LeserInnen sehr lange im Dunkeln tappen und miträtseln zu lassen. :-)

Ich bin also direkt super in das Buch gestartet, der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und ich war sofort mitten in der Geschichte.

Der Kryptologe Arne Stiller gefällt mir extrem gut, gerade weil er nicht die makellose Personalakte vorweisen kann, die man oftmals von Ermittlern kennt. Bis kurz vor seinem neuen Fall war er nämlich suspendiert.
Arne Stiller hat schon eine eher raue Art, auch im Umgang mit seinem Chef, was mich aber durchaus auch zum schmunzeln gebracht hat.
Auch seine neue Kollegin, Inge Allhammer ist kein unbeschriebenes Blatt und hat eine entsprechende Vorgeschichte. Sie sind also ein eher unkonventionelles Team, was sich erstmal zusammenraufen muss und die Art des Anderen zu schätzen lernen muss.

Total interessant fand ich auch, mehr über die Arbeit eines Kryptologen zu erfahren. Wahnsinn, was man alles anhand von Zahlenkombinationen herausfinden kann...
Ausserdem möchte ich noch das tolle Setting hervorheben, der Thriller spielt in Dresden, vornehmlich in und an der Oper. Obwohl ich noch nie dort war, hatte ich eine gute Vorstellung der Locations.

Elias Haller schafft es problemlos die Spannung durchweg zu halten und den Leser immer weiter in die Geschichte hineinzuziehen. Man wird regelrecht zum Miträtseln animiert und natürlich ist nichts wie es scheint... das wäre zu einfach für einen super Thriller, wie diesen hier.

Ich habe das Buch unheimlich gerne gelesen und bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil mit Arne Stiller und Inge Allhammer. Die Entwicklung der Beiden interessiert mich wirklich sehr und ich bin mir sicher, auch der zweite Teil der Reihe wird wieder so richtig schön spannend.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für aller Thrillerfans und natürlich 5 Sterne! :-)

Bewertung vom 20.04.2021
Imkersterben
Brandt, Patricia

Imkersterben


ausgezeichnet

Wer ist schuld, dass die Imker vor den Bienen sterben?

Patricia Brandt ist mit ihrem zweiten Krimi um den Kommissar Oke Oltmann wieder eine richtig tolle Mischung aus Spannung, Humor und wissenswerten Naturdetails, hier Rund um das Thema Bienen, gelungen.

Der lockere, humorvolle Schreibstil der Autorin ist einfach super, schafft direkt eine ganz eigene Wohlfühlatmosphäre und zaubert dem Leser das ein oder andere Lächeln ins Gesicht. :-)

Man trifft nicht nur "alte Bekannte" (aus "Krabben-Connection) wieder, sondern auch neue Personen, die charakterlich toll gezeichnet und realistisch beschrieben sind.
Aber auch die Naturbeschreibungen sind ansprechend, klar und gut vorstellbar beschrieben.

Der Kriminalfall bleibt bis zuletzt spannend und unterhaltsam.
Gerade auch die abwechslungsreichen Passagen, der Wechsel zwischen dem Kriminalfall der toten Imker, dem Thema Bienen und Imkerei sowie den Lebensgeschichten der unterschiedlichen Charaktere, gestalten das Buch interessant und runden es ab.
Durch unterschiedliche Dialekte wird die Geschichte zusätzlich aufgelockert.

Was mir außerdem wirklich positiv aufgefallen ist, sind die vielen Informationen und Details zum Thema Bienen, die so lebendig in die Geschichte eingebunden sind, dass ich am Ende wirklich das Gefühl hatte, einiges dazu gelernt zu haben. Da die Autorin selbst imkert, gibt es dem Ganzen in meinen Augen nochmal eine besondere, authentische Note.

Ich vergebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle Krimifans.