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Benutzername: karl
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Bewertungen

Insgesamt 18 Bewertungen
12
Bewertung vom 13.04.2021
Liberia - Paradies auf Abwegen
Kleffner, Doris

Liberia - Paradies auf Abwegen


ausgezeichnet

Dieses Buch ist absolut empfehlenswert.
Aber Vorsicht: für Menschen mit schwachen Nerven eher nicht geeignet!
Ich glaube, dass man die Intentionen der Autorin nur dann gänzlich nachvollziehen kann, wenn man selbst in solch einem oder einem ähnlichen Ambiente gearbeitet hat.
Es werden die Stolpersteine der Diplomatie dargestellt: mit wem kann, soll, muss man kooperieren, diskutieren; mit wem besser nicht?
Die wesentlichen Knackpunkte der „Entwicklungshilfe“ werden dargestellt: Geld steht zur Verfügung seitens der Donorgemeinschaften, nur wohin damit?
Allzu oft verschwindet das Geld in den Taschen der korrupten „Politiker“.
Nur: einer korrumpiert (das sind „wir“), ein anderer ist korrupt (das sind „die“).
Insgesamt ein vernichtendes Fazit: die Menschheit ist vor Verblödung nicht zu retten!

Bewertung vom 20.03.2021
Was COVID-19 mit der ökologischen Krise, mit dem Raubbau an der Natur und dem Agrobusiness zu tun hat
Wallace, Rob

Was COVID-19 mit der ökologischen Krise, mit dem Raubbau an der Natur und dem Agrobusiness zu tun hat


ausgezeichnet

Es ist uns seit Jahrzehnten bekannt: die agroindustrielle Massentierhaltung und -produktion bedarf dringend einer Revolution! Nicht nur, dass wir viel zu viel (ungesundes) Fleisch essen: wir provozieren die Virusmutanten. Das back to the roots ist kein grüngefärbtes Spinnen, es ist essentiell für das Überleben der Gattung Homo sapiens!

Bewertung vom 03.02.2021
... UND GOTT SCHUF DEN KRIEG
Quidu, Noël; Drouhet, Cyril

... UND GOTT SCHUF DEN KRIEG


ausgezeichnet

Kauft das Buch nicht!
Man kommt aus dem Heulen nicht heraus!
Eine phantastische Fotodokumentation über den Irrsinn in unserer Welt!
Ein Bildband für all jene, die diesem Grauen auch schon einmal ins Gesicht geschaut haben.
Vorsicht : Post traumatisches Belastungssyndrom!!!
Wenigstens wir hier in BRD sollten in der Lage sein Waffenproduktion und -Handel zu unterbinden!
Solche Bilder will ich nie, nie wieder sehen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.01.2021
Menschlichkeit in Zeiten der Angst
Leeb, Julia

Menschlichkeit in Zeiten der Angst


ausgezeichnet

Ja, man kann an der Menschheit verzweifeln!
Dennoch, es ist wichtig und wertvoll, dass sich unabhängige Journalist/innen zur aktuellen Berichterstattung in solche Gefahrengebiete begeben um zu berichten.
Chapeau, dass es gerade oft jüngere Frauen sind, die es in solche Situationen zieht und, wie berichtet, gelegentlich ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben opfern.
Vielleicht sollten wir, die testosterongeschwängerten männlichen Vollidioten, endlich einmal eingestehen, dass wir zu friedlicher Koexistenz nicht in der Lage sind.
Oder noch besser Groenemeyer, "Kinder an die Macht...!"

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.09.2020
Die Klimaschmutzlobby
Götze, Susanne;Joeres, Annika

Die Klimaschmutzlobby


sehr gut

Das, was wir bereits alle vermutet haben, wird durch exzellente Recherche vor Augen geführt.
Geld bestimmt die Welt;
Kohle, Öl und Gas sind durch Gott gegeben, kann also alles nicht so schlimm sein...
Und die Pflanzen dürsten ja nach CO2!
Und wer kann schon dem saturierten Bürger untersagen Kraft seiner Flatulenz den Methangasausstoß zu erhöhen? Da rülpst die Kuh...
Angesichts der Finanzkraft der Lobbyverbände, gestützt durch die entsprechenden Interessensverbände aus Industrie und Wirtschaft gibt es nur eine Schlussfolgerung:
was immer "Otto-Normal-Verbraucher" auch tut, es ist Wurst!
Lasst uns also Auto fahren, je schneller, desto schöner, je größer, desto besser (wir sind eine der glücklichen Nationen, es sollen weltweit noch 6 sein, die sich keinem Tempolimit zu unterwerfen haben). "Freie Fahrt für freie Bürger!"
Lasst uns der Askese widmen mit Happy Mac , Pommes, Majo und 1 Liter Cola, lasst uns Fleisch fressen, Soja aus umgepflügtem Regenwald, Schweinemast in Vechta, Gülle, wohin die Nase riecht, Schlachtung in BRD um dann die Schweinehälften, die wir nicht fressen können, nach China zu verschiffen.
Lasst uns also weitermachen, wie bisher!

Die Lobbykartelle müssen kontrolliert werden, klare Ansage dieses Buches.
Danke!

Bewertung vom 29.04.2020
Poor Economics
Banerjee, Abhijit V.; Duflo, Esther

Poor Economics


gut

Naja, so toll ist das Buch auch wieder nicht. Viel Statistik, viele randomisierte Studien.
Die Frage für mich: was kann ICH tun, bleibt eigentlich unbeantwortet.
Dennoch interessant, wie denkt „der Arme“ über sich selbst und welche Verhaltensmerkmale hat er/sie bezgl. dessen, was zu implementieren wäre.
Die Kritik an von internationalen Geldgebern / Entwicklungshilfeorganisationen eingeleiteten Maßnahmen ist gerechtfertigt.
Wir schießen an „den Armen“ vorbei.
Partizipation ist das Ein und Alles für die Entwicklung. Hier stimme ich den Autoren zu 100% zu.
Solange wir hier in der BRD billige Arbeitskräfte aus Rumänien / Bulgarien zur Ernte unserer künstlich beheizten Spargel- oder Erdbeerenfelder einfliegen lassen, die dann unter erbärmlichen Bedingungen hier hausen müssen, solange werden wir uns über eine moderne Sklavenhaltung nicht hinwegtäuschen können.
Es gäbe genügend Alternativen.
Eine Landwirtschaftsministerin, die hinter dem Imperium einer Agrarindustrie kuscht, ist wenig hilfreich.
Wir MÜSSEN dem Neokolonialismus mit moderner Sklavenhaltung Einhalt gebieten!
Lasst uns Geld (von dem wir reichlich haben) in die Hand nehmen um in einem diktatorischen Ansatz Arme aus der Armut zu befreien. Warum diktatorisch? Ich will, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird und nicht in den Taschen von Blabla-Politikern!

Bewertung vom 11.04.2020
Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit
Blühdorn, Ingolfur

Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit


weniger gut

Eine ausgezeichnete Analyse des hier und jetzt. Fokussierend auf den bilateralen kantinschen Impressionen ist dieses Buch sozialwissenschaftlichen Forschungsergebnissen immanent! (Analbert, 1728)
Kryptische Analysen, paradigmatische Hinweise, all dies führt die Leser*innen in nie dagesehener Leichtigkeit zu einer ungeahnten Influenz hyperemetischer Exorzismen. (Betobarth ,1862 et al.)
Nie hat Sozialwissenschaft und Gesellschaftstheorie so klar umrissen, dass Hinz und Kunz keine Ahnung haben (Caesiumsdideldum, 2002).
Dennoch, sollten wir nicht den Tatbestand kinesiologisch-altruistisch behandeln statt neoliberal-aufgeklärt und reaktionär? (Daedalus 1546, Elemia 1824)-
Wir sind bipolar aufgewachsen und leben borderline (Franziskus 1995), wir sind paradigmatisch -implulsiv und wesensoffen-neutral (Gustavson2012).
Lasst uns dem Narrativ des Kaufens- bis- der Arzt -kommt hingeben, die Reanimation mit cardio-pulmonaler Beachtung schenkt uns der Himmel (Hilbert 2007)

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.02.2020
Warum schweigen die Lämmer?
Mausfeld, Rainer

Warum schweigen die Lämmer?


ausgezeichnet

Seit Jahren gleite ich in die "Politikverdrossenheit" mehr und mehr ab.
Die jüngsten Ereignisse im Thüringer Landtag konnten mich nicht von dieser Tendenz wegbringen.
"Moralische Apathie": ja, die hat sich breit gemacht!
Alle paar Jahre zu einer Wahlurne zu gehen und dann so zu tun, als hätte man die Politik mitbestimmt: was für ein Selbstbetrug.
Man muss sich aus der Saturiertheit an den Haaren herausziehen und sich bewegen. Das hat mir das Buch eindrücklich gezeigt.
Eine phantastische, präzise, schmerzhafte Analyse dessen, was wir seit Jahren unter "Demokratie" verstehen. Ein Weckruf!
Selten hat mich ein Buch so tief bewegt, wie dieses.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.12.2019
Frei, fair und lebendig - Die Macht der Commons
Helfrich, Silke; Bollier, David

Frei, fair und lebendig - Die Macht der Commons


schlecht

Ich habe mir eingebildet halbwegs intelligent zu sein, habe ein Hochschulstudium absolviert, habe Jahre als "Akademiker" gearbeitet: dieses Buch verstehe ich nicht, kann der Diktion nicht folgen, nicht der Argumentation, nicht den aufgezeigten Phantasmen.
Seid mir nicht böse: dies ist für mich esoterisches Geplapper!
Man hat den Eindruck der Predigerin einer amerikanischen Freikirche ausgesetzt zu sein: alleine die graphisch-mystischen Darstellungen und ihre Erläuterungen in einem - gewollt- sozialen Kontext: ich begreife sie nicht.
Glaubt es mir, ich habe mich wirklich bemüht mich durch dieses Buch zu beißen, ich habe kläglich versagt. Religion ist Opium fürs Volk...Oder?

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.11.2019
Realitätsschock
Lobo, Sascha

Realitätsschock


ausgezeichnet

Geht`s noch?
"Social media" , Fazebook und Co.: wer sagt denn, dass ich mich daran beteiligen muss?
KI= künstliche Intelligenz: na super, streichelt mir im Pflegeheim der Roboter grinsend über den Bauch und Alexa grunzt sanfte Töne!
Wenn ich ins Puff gehe, will ich bar bezahlen! Keiner muss auf meinen Kontoauszügen den Puffbesuch nachvollziehen können!
Nein, Sascha Lobo, ich teile das nicht: sicher sind wir mittlerweile digital erfasst und analysiert. Aber wir können uns dem entziehen. Der Shitstorm, der über mich hereinbricht, kann mir leidlich egal sein. Ich bekomme ihn nicht mit. Bin nicht bei Fazebook, auch nicht bei Twitter usw.
Finde es schön, wenn ich eine kostenlose Nachricht von Freunden aus Afrika erhalte über WhatsApp.. Mein Vater war Funkamateur, hatte per Kurzwelle die Welt im Blick: Schnee von gestern!
Jeder ist selber schuld, wenn er / sie bei Amazon et al. bestellt und sich die Pizza ins Haus liefern lässt,
Nein, ich sehe die Welt mittlerweile ins digitale Desaster sausen: auch die Chinesen werde früher oder später kapieren, dass ihre Ein-Kind-Helikopter-Eltern-Betriebsamkeit nur zum zunehmenden Suizid ihrer Ein-Kinder führen wird.
Ich gebe der Menschheit noch 100 Jahre, danach: Ende der Fahnenstange! Und dem Planeten wünsche ich ein erholsames Durchatmen!
Die Erklärung, dass Politikverdrossenheit durch Digitalisierung und Globalisierung zu verstehen ist, scheint mir zu kurz gegriffen. Sicher auch, aber nicht nur. Nein, Machtgeilheit und Machterhaltsgelüste unserer Politiker/innen fördern unseren Frust. Jemand, der wie ich, tagtäglich seiner Arbeit nachgeht, manchmal 10, manchmal 12 Stunden, begreift nicht deren Intentionen. Wählen? Warum sollte ich?
Ob KI dieses Problem wird lösen können, ich zweifle heftigst!

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

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