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Benutzername: silver111


Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 29.08.2017
Wildeule / Gesine Cordes Bd.3
Wieners, Annette

Wildeule / Gesine Cordes Bd.3


ausgezeichnet

Nach "Kaninchenherz" und "Fuchskind" ist mit "Wildeule" der dritte Teil der Reihe um die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes erschienen. Wenn man alle Teile der Reihe nach liest, lernt man Gesine und ihre Vergangenheit kennen, eine sympathische Frau die im Leben nach dem Tod ihres Sohnes nochmals neu durchgestartet ist. Als Friedhofsgärtnerin bleibt das Leben spannend für sie, denn immer wieder wird ihr Ermittlerinstinkt wach. So auch in diesem Fall, als sie bei einer Bestattung den nicht verschlossenen Sarg bemerkt. Klar dass Gesines Spürsinn sie einschreiten lässt. Umso überraschter ist die Trauergemeinschaft, als im Sarg anstatt der verblichenen Frau ein Mann liegt. Ein Mann der einigen gut bekannt ist, handelt es sich doch um einen Bestatter. Schellhorn ist mausetot und Gesine folgert, dass sein Tod nicht auf natürlichem Weg erfolgte. Denn wieso sonst sollte ihn jemand in einen fremden Sarg legen um ihn heimlich unter die Erde zu bringen?

Wer gerne ruhige Krimis liest, ist bei der Reihe aus der Feder von Annette Wieners goldrichtig. Die Autorin schreibt mit viel Fingerspitzengefühl, vermittelt Stimmungen und weiß Atmosphäre zu schaffen. Sie punktet mit leisen Tönen, braucht nicht viel Action oder Spannung. Das tut ihren Krimis aber keinen Abbruch. Da ich alle Teile gelesen habe waren mir viele Protagonisten bekannt, es fühlt sich an als träfe man alte Bekannte. Ein Pluspunkt sind auch die wenigen Figuren, die gut skizziert sind. Oft verliere ich bei Krimis den Überblick, wenn zu viele Protagonisten mitmischen, das ist hier nicht der Fall. Die Handlung ist durchweg fesselnd, "Wildeule" ist ein Krimi der mich bestens unterhalten hat.

Bewertung vom 18.07.2017
Murder Park
Winner, Jonas

Murder Park


ausgezeichnet

Murder Park muss ich lesen, das stand für mich fest als ich das Cover gesehen und den Klappentext gelesen hatte. Mich faszinierte die Idee total. Mit einem Vergnügungspark verbindet man normalerweise etwas Positives, der Murder Park ist das krasse Gegenteil.

Vor ungefähr 20 Jahren musste der Vergnügungspark auf Zodiac Island schließen, da kurz hintereinander drei junge Frauen bestialisch ermordet wurden. Jetzt wurde die Insel von einem Investor gekauft, der daraus einen Park mit ganz anderem Konzept errichten möchte. Den Murder Park, in dem sich Singles beim inszenierten Grusel näher kommen sollen. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen, kurz vor der Eröffnung lädt der Eigentümer Rupert Levin Vertreter der Presse auf seine Insel ein, um schon im Vorfeld positive Berichte in den Medien zu haben. An diesem verlängerten Wochenende befinden sich zwölf Personen auf der Insel, ein jeder wurde sorgsam von der Park Managerin Beth Hoffman und dem Psychologen Sheldon Lazarus in vorherigen Gespräche ausgewählt. Auch Paul Greenblatt ist in diesem illustren Kreis, seine Mutter war das dritte Opfer des Zodiac Killers Jeff Bohner. Anfangs scheint alles nach Plan zu laufen, doch dann eskaliert die Situation als die erste aus der Runde ermordet wird. Wem kann Paul noch vertrauen?

Der Autor spielt mit dem Leser ein ausgeklügeltes Psychospiel, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Zum einen ist das Setting genau richtig für einen Psychothriller, die abgelegene Insel mit dem noch nicht komplett erbauten Park, die Ausstellung über Jeff Bohner in den ehemaligen Bungalows. Geheimgänge, Geheimtüren, eine Achterbahn, die teils in den Berg gebaut ist, das volle Programm. Nach und nach lernt man die einzelnen Akteure kennen und erfährt mehr über die damaligen Morde, wie brutal die drei jungen Frauen ermordet wurden. Jede von ihnen war alleinerziehende Mutter und jedes ihrer Kinder war bei dem Verbrechen hautnah dabei.

Als die Morde beginnen wusste ich nicht, wem ich noch trauen konnte. Wer die Wahrheit sag, wer lügt. Bis auf Paul war mir fast jeder verdächtig, und doch war ich letztlich auf der falschen Spur. Die Wendung am Ende ist hammerhart, damit hätte ich wirklich nie gerechnet. Toller Schreibstil, super viel Spannung, genau das was ich von diesem Thriller erwartet hatte. Sehr gelungen fand ich die eingeschobenen Interviews mit den einzelnen Teilnehmern, in denen man mehr über deren Vergangenheit erfährt, das bringt zusätzliche Spannung.

Fazit: Unbedingt Leseempfehlung für Thriller Fans und der richtige Stoff um verfilmt zu werden. Nervenkitzel pur!

Bewertung vom 31.03.2017
Sie werden dich finden
Rayburn, James

Sie werden dich finden


sehr gut

Nach der Leseprobe war mir klar dass mich hier ein temporeicher und spannender Thriller erwartet, und genau das habe ich auch bekommen. Es geht um die ehemalige Agentin und Whistleblowerin Kate Swift, die brisante Informationen über den CIA veröffentlichte. Jetzt ist sie mit ihrer Tochter Suzie untergetaucht, doch die CIA ist ihr dicht auf den Fersen. Sie lotet alle ihre verlässlichen Kontakte aus um irgendwo eine sichere Zuflucht zu finden, flieht mit ihrer Tochter sogar bis nach Thailand zu ihrem ehemaligen Mentor Harry Hook. Leider kann sie von seiner Seite keine Hilfe erwarten, doch dann tut sich durch einen Flugzeugabsturz eine brillante Chance für sie auf.

Ich fand den Thriller klasse, er ist temporeich, spielt im Geheimdienstmilieu und es gibt immer wieder Ortswechsel, wodurch die Handlung abwechslungsreich bleibt. Die Handlung ist turbulent, die Blutspur zieht sich durch die gesamte Handlung, kein Stoff für Leser mit schwachen Nerven. Nachdem ich angefangen hatte war es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die kurzen Kapitel haben mir gefallen, sie verleiten aber auch dazu immer mehr zu lesen, noch ein Kapitel und noch eines. Ich konnte mit Kate und ihrer Tochter Suzie mitfiebern und habe gehofft, dass am Ende alles gut ausgeht. Auch wenn die Handlung vielleicht ein klein wenig überzogen war hat mir der Thriller gut gefallen. Ein Buch das ich gerne weiter empfehle.

Bewertung vom 31.03.2017
DEMUT / Harry Svensson Bd.1
Olsson, Mats

DEMUT / Harry Svensson Bd.1


ausgezeichnet

"Demut" von Mats Olsen ist ein spannender Schwedenkrimi. Schauplatz Schweden. Der ehemalige Reporter der Stockholmer Zeitung Harry Svensson versucht sich als Kneipenwirt. Sein Date in Malmö mit der Weinhändlerin Ulrika verläuft nicht wie erwartet, Harry findet sich schneller als erwartet wieder in seinem Hotelzimmer. Er bemerkt, dass die Tür des Nachbarzimmers nicht verschlossen ist und wirft einen Blick hinein. Was er sieht, kann er nicht glauben. Er findet den Blues-Sänger Tommy Sandell friedlich schlafend vor, neben ihm die Leiche einer Frau. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht wirklich weiter, aber Sandell scheidet als Täter aus. Dann kommt es zu einem weiteren Mord und die Angst vor einem Serienkiller geht um.

Harry Svensson ist ein interessanter Typ, der aus der Ich-Perspektive erzählt und einen sarkastischen Humor hat. Ich empfand den Erzählstil aus der Ich-Perspektive als schöne Abwechslung, so konnte ich für Harry schnell ein Gespür entwickeln und seine Gedanken nachvollziehen. Den Plot fand ich fesselnd, die Themen die der Autor streift waren der richtige Rahmen für die Hadnlung. Trotz einiger Längen war die Geschichte insgesamt spannend, es ist auch schwierig auf über 700 Seiten eine permanente Spannung aufzubauen. Das Debüt hat mich überzeugt, ich freue mich auf weitere Bücher aus der Feder von Mats Olsen.