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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Steffi1611
Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 36 Bewertungen
Bewertung vom 07.09.2020
Die verstummte Frau / Georgia Bd.8
Slaughter, Karin

Die verstummte Frau / Georgia Bd.8


ausgezeichnet

Karin Slaughter nimmt den Leser in ihrem neuen Werk mit in die Vergangenheit. Durch einen aktuellen Fall werden Will Trent und Faith Mitchell auf ein Verbrechen von vor 8 Jahren hingewiesen. Es handelt sich um die Vergewaltigung einer Frau, welche zum Sterben im Wald zurückgelassen wurde. Sara Linton war bei diesem Fall damals dabei und ihr Ehemann Chief Tolliver hat ermittelt. Lief damals alles korrekt? Ist wirklich der richtige für dieses Verbrechen im Gefängnis? Wurde bei den Ermittlungen etwas unterschlagen oder übersehen? Gibt es noch mehr solcher Verbrechen, wird ein Serienmörder gesucht?

Wie von der Autorin gewohnt, ist der Schreibstil flüssig und fesselnd zu lesen. Die Sprünge zwischen den Erzählzeiten und Perspektiven gelingt ihr toll. Ebenso die Darstellung neben den Ermittlungen auch noch das Privatleben von Will und Sara so detailliert und sinnvoll einfließen zu lassen.
Da es sich nach wie vor um einen Thriller handelt, ist auch dieser hier gespickt mit sehr genauen Beschreibungen von Autopsien und Verbrechen. Somit nichts für schwache Nerven, aber wer Fan von Frau Slaughters Werken ist, weiß worauf er sich einlässt.
Die Geschichte ist in sie geschlossen und lässt sich unabhängig von den anderen Büchern lesen. Für mich war es eine gelungene Fortsetzung der Reihe und eine Freude Chief Tolliver wieder zu begegnen.

Klare Leseempfehlungen für jeden Thriller-Fan. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin.

Bewertung vom 14.08.2020
Für eine Nacht sind wir unendlich
Coplin, Lea

Für eine Nacht sind wir unendlich


sehr gut

Glastonbury in England... Ein riesiges Festival und mitten drin, Liv und Jonah. Beide kennen sich nicht und sind aus unterschiedlichen Gründen auf dem Festival. So unterschiedlich die Gründe, so unterschiedlich sind die beiden Protagonisten. Jonah der Frauenschwarm und Liv die ewig Zweifelnde. Aber der Schein trügt hier. Sie begegnen sich zufällig und verbringen eine Nacht zusammen. Beide spüren etwas aber können nicht wirklich greifen, was das zwischen ihnen ist. Aber wie vereinbart, ist es nur für eine Nacht oder nicht??

Erzählt wird abwechselnd aus beiden Perspektiven. Dies fand ich sehr angenehm, da man so erfährt, wie es beiden geht. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Außerdem haben mir die Anspielungen gefallen unter anderem auf Harry Potter und Panem. Die Beschreibungen vom Festival fand ich passend. Ich war schon auf einigen, aber dieses hier ist riesig. Die Künstlerauswahl ist Geschmackssache und sehr weit gefächert für ein Festival. Aber dies ist wohl der künstlerischen Freiheit der Autorin geschuldet.

Es werden viele Themen angesprochen, welche bei der Zielgruppe vorkommen. Für ein Jugendbuch hat es eine gute Mischung aus Spaß und Ernst. Wichtige Themen werden ebenso angesprochen, wie lustige. Wenn man nach dem Lesen die einzelnen Szenen und Gespräche reflektiert, fällt einem erst wirklich auf, was dort alles vorkommt. Oberflächlich betrachtet ist es eine Nacht, welche Spaß macht und alles bietet, was man sich in dem Alter wünscht. Aber tiefgründiger wird es erst danach. Der Leser sollte sich die Zeit nehmen und Szene nachträglich überdenken. Mir fällt sofort die Szene mit dem Betrunkenen ein, wo keiner wirklich einschreitet. Dies ist nicht erfunden, dies gibt es wirklich. Zivilcourage muss auch auf einem Festival vorhanden sein!

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Lea Coplin ist hier ein Spagat gelungen, welcher nicht leicht ist. Das Cover überzeugt mich leider gar nicht, da hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Aber der Titel passt dafür super.

Bewertung vom 02.07.2020
City of Girls, 2 MP3-CD
Gilbert, Elizabeth

City of Girls, 2 MP3-CD


gut

Der Hauptcharakter Vivian Morris erzählt von ihrem Leben ab dem 19. Lebensjahr. Es ist Anfang der 40iger Jahre und sie kommt nach New York. Am College hat sie versagt und ihre Eltern schicken sie jetzt zu Tante Pegg. Diese führt ein kleines Theater das Lily Playhouse. Die Welt des Theaters und New York ist eine ganz andere, als alles was Vivian bisher kannte. Sie ist aufregend, schillernd und glänzend. Vivi´s größtes Talent ist das Nähen und so hilft sie im Theater mit den Kostümen. Bis sie eines Tages einen großen Fehler begeht und die Stadt verlässt.

Die Autorin Elizabeth Gilbert schildert in der ersten Hälfte der Geschichte sehr detailliert was Vivi alles erlebt. Dies sind hauptsächlich Party´s, Alkoholexzesse und Männergeschichten. Nachdem New York der Rücken gekehrt wurde, wird die Erzählweise eine andere und der Erzählzeitraum wird größer. Schade das ein bzw. zwei Lebensjahre so viel Erzählzeit einnehmen, wie die restlichen 40/50 Jahre der Hauptperson. Grade nach der Rückkehr nach New York und dem Ende des Krieges hätte ich mir ebenfalls mehr Details gewünscht. Leider wird vieles übersprungen und liebgewonnene Nebencharaktere treten nur noch begrenzt auf. Positiv muss hier erwähnt werden, dass zumindest bei fast allen Charakteren ein Abschluss gefunden wurde, so muss man nicht nachgrübeln, was aus ihnen geworden ist.

Während der ganzen Geschichte ist es mir nicht gelungen, die Hauptperson zu mögen. Vivian ist verwöhnt, oberflächlich und naiv. Sie musste nie wirkliche Konsequenzen für ihr Leben tragen, es gab immer ein Sicherheitsnetz. Außerdem war ihr Leben absolut fremdbestimmt, was sie überhaupt nicht stört. Sie selbst ist mit sich im Reinen.

Deshalb schreibt Vivian wohl auch einen Brief an eine ihr fast vollkommen fremde Frau. Der Zuhörer/Leser muss bis fast zum Ende warten um zu erfahren, wer die Empfängerin überhaupt ist. Die Auflösung ist dann aber nicht weiter interessant.

Cathlen Gawlich, die Sprecherin des Hörbuchs, macht ihre Sache sehr gut. Ich habe ihr gerne zugehört.

Das Cover, der Titel und der Klappentext der Story haben mich etwas anderes erwarten lassen, aber alles in allem eine Geschichte, welche man lesen/hören kann. Nur sollte man nicht erwarten, dass einem danach viel davon im Gedächtnis bleibt oder man etwas daraus mitnehmen kann.

Außer vielleicht der unglaubliche Patriotismus der Amerikaner…

Bewertung vom 01.07.2020
Das Dorf / Finsterzeit Bd.1
Toth, Sandra

Das Dorf / Finsterzeit Bd.1


sehr gut

Die Welt ist nicht mehr wie sie war und sie ist auf keinen Fall mehr sicher. Dies erfährt der Leser gleich ganz zu Beginn der Geschichte. Der Start ins Buch beginnt mit einer Verfolgungsjagd, wo wir Lara und Thomas kennen lernen und ebenso die Grausamkeit der neuen Welt.
Die Autorin erzählt die Geschichte aus 3 unterschiedlichen Perspektiven. Eine von diesen ist Lara, eine junge Frau ohne Familie, welche ihr geliebtes Haus verloren hat und sich mit Kräutern auskennt. An ihrer Seite ist Thomas, welcher Beschützer, Freund und Liebster in einem ist.
Im Laufe der Geschichte lernen wir noch Walter und Viktor als Erzähler kennen. Beide haben das Herz am rechten Fleck, was in dieser Zeit ein Luxus ist.
Aber alle haben das gleiche Ziel. Die Festung... Aus unterschiedlichen Gründen der Ort, wo alle hin möchten.
Momentan spielt sich das Hauptgeschehen im Dorf ab, welches dem ersten Band seinen Titel gibt.
Bei dieser 3 teiligen Dystopie in der Finsterzeit gelingt es der Autorin ein Szenario zu beschreiben, welches vorstellbar ist. Gemischt zwischen Liebe, Freundschaft, Hilfsbereitschaft gibt es auch immer wieder Gewalt, Mord und Leid. Die Menschlichkeit wird durch die Finsternis auf eine harte Probe gestellt und ist in einigen Teilen sicherlich komplett verloren. Aber die Hauptcharaktere der Geschichte haben sich ihre bewahrt.
Bisher hat es kein Charakter geschafft, dass mir dieser nahe geht. Beim Lesen sind die Perspektiven interessant, aber die Personen vollkommen blas.
Vielleicht ist dies gewollt, da es im zweiten Teil andere Erzählcharaktere gibt?
Das Cover stellt die Finsternis und Hoffnung in einem sehr gut dar. Die Welt ist dunkel und der Strommast nicht mehr angeschlossen, aber das Pärchen strahlt ein Licht aus. Sie beide strahlen durch ihre Verbindung, weil Liebe ein Licht entfesseln kann.
Die 280 Seiten lassen sich wahnsinnig schnell lesen, da der Schreibstil und die Wortwahl einen immer dazu anhalten mehr erfahren zu wollen.
So bin ich nach dem Ende des Teils schon auf den zweiten gespannt.

Bewertung vom 15.06.2020
Der Gepäckträger
Rawlings, David

Der Gepäckträger


gut

Wie schnell kann es passieren, dass man am Flughafen den falschen Koffer greift? Jeder kennt sicherlich die kleine Stimme in seinem Kopf, welche einem nach der Landung sagt, dein Koffer ist vielleicht weg oder jemand anderes hat ihn genommen.
Genau so ergeht es den 3en in dieser Erzählung. Leider merken diese es erst als sie den Inhalt des Koffers benötigen. Jetzt beginnt für jeden eine eigene Reise. Einige nehmen diese an und andere nicht. Im Mittelpunkt steht jetzt noch zusätzlich der Gepäckträger. Schon am Flughafen erschien dieser Mann allen, aber jetzt ist er für jeden persönlich da und will mit dem Gepäck helfen.
Aber will man sich überhaupt helfen lassen? Springt man über seinen eigenen Schatten? Hat man sich nicht schon so sehr an das Gepäck gewöhnt, dass man es nicht mehr weggeben möchte?
Um zu erfahren, wie die 3 sich entschieden haben und was deren Gepäck ist, muss die Geschichte selber gelesen werden.

Als Leser war es für mich für 3 Personen relativ leicht ihr Gepäck zu klären oder halt nicht. Der Gepäckträger wurde als junger Mann mit Locken dargestellt. Was hat es mit den Locken auf sich, welche immer wieder erwähnt wurden? Weisheit kann man nicht am Alter messen und somit kann der Träger auch jung sein, aber macht es ihn so glaubwürdig?

Das Gepäck an sich ist allgemein gehalten, so dass sich vielleicht jeder Leser in einer der Personen wiederfindet und selber reflektiert, wie er gehandelt hätte oder hat.

Auf jeden Fall eine Geschichte die zum Nachdenken anregt, aber ich hätte es mir ausführlicher gewünscht.

Cover und Titel sind sehr passend gewählt. Der Schreibstil des Autors lässt sich flüssig lesen, auch wenn grade der Gepäckträger doch öfter die gleichen Sätze von sich gibt und es so zu vielen Wiederholungen kommt.

Gelungen sind die am Ende enthaltenen Fragen, wo man sich mit seinem eigenen Gepäck auseinander setzen kann. Aber möchte man das wirklich?

Bewertung vom 15.06.2020
Ein Sommer auf Sylt
Wolf, Lena

Ein Sommer auf Sylt


gut

Julia reist mit ihrer Mutter und deren Schwestern nach Sylt, da ihr Vater gestorben ist und ihr dort ein Haus vererbt hat. Nur wusste Julia gar nichts von diesem Haus und bewohnt ist es auch... Warum wurde ihr das Haus vererbt?

Hauptcharakter der Geschichte ist Julia, aber sie wirkt bei der Erzählung sehr lange einfach nur als naiv, egoistisch und zickig. Die Nebencharaktere sind da leider nicht viel besser. Die Mutter und deren zwei Schwestern gehen gar nicht schlimmer! Immerhin sind diese um die 60 und benehmen sich wie 12. Zwischenzeitlich eher anstrengend denen zu folgen.

Einziger Lichtblick ist der Besitzer der Pension, wo die 4 unterkommen. Er ist ein wirklich interessanter Charakter und typisch Sylter. Hier werden dem Leser auch gleich noch Umweltschutz und Dünnenschutz näher gebracht, ebenso wie die Immobilienlage auf Sylt.

"Ein Sommer auf Sylt" ist ein leichter Sommerroman, welcher sich schön hören lässt. Während einer Autoreise von der Stimme Sandra Voss begleitet zu werden, entspannt auf jeden Fall. Die Sprecherin der Geschichte hat eine so angenehme Erzählweise, dass man einfach abschalten muss.

Das Cover und der Titel passen super zum Inhalt. Außerdem hat die Autorin Lena Wolf es geschafft auch noch eine gewisse Prise Humor mit einzubauen, so dass es unterhaltsam bleibt.

Alles in Allem eine gelungene Geschichte, welche für mich aber grade im Mittelteil zu lang gezogen war. Das Ende wurde im Epilog kurz zusammen gefasst, da hätte ich mir mehr gewünscht.

Bewertung vom 28.05.2020
Denn Geister vergessen nie
Koch, Jessica

Denn Geister vergessen nie


sehr gut

Die Geschichte wird aus unterschieldichen Perspektiven erzählt. So erhält Amy einen relativ hohen Anteil um zu berichten. Amy lernt man als gebrochenen Menschen kennen. So jung und doch so voller Schmerz und Trauer.
Aus Mian´s Sicht wird auch viel erzählt, was es beim Lesen einfacher macht nachzuvollziehen, warum er jetzt so reagiert. Hier wird sofort klar, dass er anders ist. Er ist besonders. Außerdem drehen sich alle "Damals" Kapitel um Mian und seine Familie. Mian war als Kind sehr krank und wurde durch eine Magie geheilt, welche nicht von dieser Welt ist. Dies rächt sich vielleicht im Laufe der Geschichte. "Denn Geister vergessen nie"...
Einen weiteren Erzählpart erhält Marie, obwohl sie eigentlich in diesem Buch nur eine Nebenrolle spielt. Ebenso erhält Jano einen kleinen Part. Er ist ebenso wie Mian besonders, aber anders besonders und die Beziehung der Brüder lässt sich nicht in Worte fassen. Sie sind miteinander verbunden.

Das Buch spielt in Amerika und beginnt eigentlich erst, als Amy und Mian zufällig aufeinander treffen. Bei dieser Party und in den wenigen Kapiteln davor, lernt man Jayden, Marie, Collin und Ben kennen. Alle 4 spielen eine Rolle in diesem Buch aber keine große. Die Hauptcharaktere sind Amy und Mian. Zeitweise Jano...

Wenn man sich nach den ersten Kapiteln an den Schreibstil gewöhnt und sich auf die Geschichte eingelassen hat, lässt es sich sehr zügig und flüssig lesen. Die Seiten flogen nur so dahin, da man immer wissen wollte, wie es jetzt weitergeht und was als nächstes passiert und und und.

Einzig den ganzen Segelausflug welcher mit im Mittelpunkt der Geschichte steht, fand ich eigenartig. Welche normale Frau mit Anfang 20 geht mit 4 ihr fast fremden Männern für zwei Wochen auf ein Segelschiff?

Den Titel findet man im Verlauf des Buches öfter wieder. Das Cover könnte eine Schlussszene der Geschichte darstellen. Somit passt beides sehr gut und wirkt stimmig.

Das Buch kann nur weiterempfohlen werden an jeden, der gerne eine etwas anderes Liebesgeschichte mit einem besonderen männlichen Hauptcharakter lesen möchte.

Bewertung vom 29.08.2019
Die letzte Witwe / Georgia Bd.7
Slaughter, Karin

Die letzte Witwe / Georgia Bd.7


sehr gut

Gestartet wird mit einer Entführung. Michelle wird vor den Augen ihrer 12-jährigen Tochter in einen Transporter gezerrt.
Ca. eine Woche später verbringen Will Trent und Sara Linton einen Nachmittag bei ihrer Tante. Von dem Haus aus hören sie zwei Explosionen und brechen sofort zum Helfen auf.
Weit kommen sie nicht, da ein Autounfall die Straße blockiert, aber der Unfall endet anders als erwartet. Sara wird entführt und Will kann nichts dagegen tun.
Es stellt sich raus, dass Extremisten mit rechtem Gedankengut Sara entführt haben. Aber was wollen sie von ihr und wird Will sie finden?

Der Autorin gelingt es schon auf den ersten Seiten mich als Leser zu fesseln. Der Cut nach der Entführung und die dann anschließenden Kapitel mit immer weiteren Perspektivwechseln und Blickpunkten machte das Lesen wirklich spannend. Zu Beginn ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, dass die gleichen Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven wiedergegeben werden und man zeitlich gesehen nicht vorwärtskommt, aber komplett betrachtet, erfährt man so einfach mehr.
Diese Erzählweise sowie der Schreibstil von Karin Slaughter lassen die Seiten des Buches nur so dahinfliegen. Ebenfalls kann sie die Gefühle zwischen Will und Sara sehr gut ausdrücken, grade während der Entführungszeit merkt man die Liebe zueinander ebenso wie die Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Das Cover wirkt unheimlich und passt für mich gut zur Story. In einem Netz gefangen und keine Möglichkeit alleine zu entkommen.

Die Thematik der rassistischen Ziele der Gruppe wurden wirklich sehr anschaulich beschrieben. Für mich beim Lesen sehr erschreckend, wie jemand überhaupt so denken kann. Aber leider ist es grade in der heutigen Zeit immer öfter ein Thema.

Da ich schon einige Jahre Leserin von Katrin Slaughter bin, kann ich auch diesen Thriller nur empfehlen.

Bewertung vom 07.03.2018
Save Me / Maxton Hall Bd.1
Kasten, Mona

Save Me / Maxton Hall Bd.1


sehr gut

Die Autorin Mona Kasten nimmt den Leser dieses Mal mit nach England und öffnet die Tore zum Maxton Hall College. Die Schule ist eine der angesehensten des Landes und alles von Rang und Namen schickt ihren Nachwuchs dorthin.
Unter ihnen befindet sich auch Ruby, aber sie ist anders. Sie kommt aus einer normalen Familie und hat mit dem Glamour und Luxus nichts am Hut. Aber Ruby ist intelligent und verfolgt das Ziel nach Oxford zukommen und der erste Schritt ist ein Abschluss von der Maxton Hall. Durch ein Stipendium ist es ihr möglich die Schule zu besuchen. Durch einen Zufall erfährt Ruby etwas, was sie ins Blickfeld von James Beaufort geraten lässt. Er ist der Sprössling eines Herrenausstatterimperiums und der heimliche Anführer der Maxton Hall. Alle in seinem Umfeld sind ebenso reich und sie leben nur für ihren eigenen Spaß. Schule ist nicht so wichtig und so wird sich von einer Party mit Alkohol, Drogen und zwanglosen Affären zur nächsten gehangelt.
Diese beiden unterschiedlichen Welten treffen auf einander und sorgen im Verlauf der Story für viele lustige, gefühlvolle sowie unverständliche Momente.

Die beiden Hauptcharaktere sind charakteristisch sehr verschieden und entwickeln sich im Laufe der Geschichte langsam aber stetig. Nach und nach erlebt der Leser, wie die beiden Gefühle für einander entwickeln. Aus einem einzigen kleinen Samen wächst die Liebe hervor. Diese Darstellung ist der Autorin sehr gelungen und ich glaube beiden Charakteren, dass diese Liebe echt ist.
Ebenfalls gibt es liebenswerte sowie abstoßende Nebencharaktere. Hier wird bei vielen nicht so sehr ins Detail gegangen, was man sich als Leser aber wünschen würde. Aber es gibt noch 2 Teile und dort entwickeln diese sich sicherlich ebenfalls weiter.

Das Buch greift viele unterschiedliche Themen auf, wie Homosexualität, Erfolgsdruck, Gewalt, nicht geliebt werden, sozialer Abstieg sowie Harmonie in der Familie, Freundschaft, Schwangerschaft. Es sind wirklich sehr viele. Einige werden nur nebenbei erwähnt, aber im Hinterkopf hat man diese nach einmaligen Lesen sofort und kann viele Handlungen der Beteiligten besser nachvollziehen.

Erzählt wird aus der Sichtweise von Ruby und James. Diesen Punkt finde ich super, da man so auch mal weiß, wie der andere die Situation erlebt hat. Zum Ende der Geschichte sind Rubys Erzählanteile aber überwiegend. Die Schreibweise ist leicht und locker. Das Lesen geht zügig voran und man ist im Nu durch das Buch durch.
Das Cover lässt sich sicherlich auf unterschiedliche Weisen interpretieren, aber für mich steht es für die Vermischung der beiden Welten. Gold für James und Beige für Ruby.
Der Titel überzeugt mich dahingegen gar nicht. Aber er passt zu den noch 2 folgenden Büchern der Reihe.

Rund um ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe und lesenswert für jeden Fan von Mona Kasten und alle, welche sich gerne in einer Geschichte verlieren möchten.
Der Cliffhanger am Ende des Buches war für mich einen Tick zu viel, aber ich bin gespannt, wie dies im zweiten Teil gekittet werden soll und freue mich auf die Veröffentlichung von „Save You“.

Bewertung vom 04.01.2018
TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
Miranda, Megan

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?


weniger gut

Nic kehrt in ihre Heimatstadt zurück um ihren Bruder beim Verkauf des Elternhauses zu helfen. Der Vater der beiden leidet an Demenz und lebt im Heim. Vor 10 Jahren verließ Nic das kleine Städtchen und ließ alles hinter sich. Sie find neu an in Philadelphia und hat sich dort ein Leben aufgebaut.
Aber durch ihre Rückkehr kommen die Erinnerungen ebenfalls zurück. Ihre beste Freundin Corinne ist hier vor 10 Jahren verschwunden und wurde nie gefunden. Kaum ist Nic zurück verschwindet wieder ein Mädchen. Wir hängen diese Fälle zusammen und was hat Nic damit zu tun?

Megan Miranda wählt für ihren Thriller eine besondere Erzählweise. Sie lässt die Geschichte rückwärts ablaufen. Zu Beginn befindet man sich noch in der normalen Erzählweise, welche sich dann ändert und mit Tag 15 beginnt. Dieser Versuch etwas Neues auszuprobieren, hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Leider konnte mich der Versuch nicht überzeugen. Ob es jetzt wirklich an der Rückwärtserzählung lag, weiß ich nicht. Aber fast zwei Drittel des Buches kommt gar keine Spannung auf und die Geschichte plätschert nur so vor sich hin. Zum Ende hin wurde es dann auch endlich ein wenig spannend, aber dies reicht nicht aus um diese Geschichte einen Thriller zu nennen.
Erzählt wird aus der Sichtweise von Nic, welche mir das ganze Buch über ein Rätsel bleibt. Weder kann ich alles nachvollziehen noch verstehen, was sie macht. Leider verhält es sich mit den übrigen Charakteren nicht viel anders. Alle bleiben sehr blass und niemand wird mir nachdem Ende des Buches in Erinnerung bleiben.
Gut gelungen ist die Auflösung zum Schluss. Alle Fragen wurden geklärt und für mich blieb nichts offen.

Das Cover wirkt sehr ansprechend und dient als Blickfang. Der Titel ist einprägsam, aber grade das „Tick Tack“ wird im Buch so oft wiederholt, dass es zeitweise schon nervig war.

Mich konnte die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen und ebenfalls nicht überzeugen. Eher ein durchschnittliches Buch, welches man nicht lesen muss.