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millis.books
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Karlsruhe

Bewertungen

Insgesamt 48 Bewertungen
Bewertung vom 24.11.2025
Richell, Hannah

Das Internat


sehr gut

Gut, dass ich nie auf ein Internat musste – und nach dieser Geschichte bin ich mir sicher: In diesem hätte ich mich bestimmt nicht wohl gefühlt. Geheimnisse, Intrigen und ein Mord, der alles ins Chaos stürzt – ne danke. Aber von Außen betrachtet fand ichs dann doch ganz unterhaltsam.

Die Figuren im Internat und drum herum stolpern in eine Geschichte, die mit einem Mord beginnt und sich dann wie ein Spinnennetz aus ausbreitet. Nicht nur ein Leben wird hier auf den Kopf gestellt, sondern gleich mehrere. Die Gefühle und Gedanken der Figuren erleben wir durch die unterschiedlichen Perspektiven mit. Das sorgte immer für eine gute Abwechslung und hat mir super gefallen. Der flüssige Schreibstil sorgt zusätzlich dafür, dass man schnell durchkommt. Durch kleine Wendungen setzte die Autorin immer wieder unterschiedliche Fährten – langweilig wird’s nicht, aber so eine richtige Spannung ist auch nicht aufgekommen. Insgesamt hätte die Atmosphäre für meinen Geschmack auch noch düsterer sein können. Das Setting mit dem unheimlichen Wald hat mir trotzdem gefallen.

Gut, dass ich nie auf ein Internat musste – und nach dieser Geschichte bin ich mir sicher: In diesem hätte ich mich bestimmt nicht wohl gefühlt. Geheimnisse, Intrigen und ein Mord, der alles ins Chaos stürzt – ne danke. Aber von Außen betrachtet fand ichs dann doch ganz unterhaltsam.

Die Figuren im Internat und drum herum stolpern in eine Geschichte, die mit einem Mord beginnt und sich dann wie ein Spinnennetz aus ausbreitet. Nicht nur ein Leben wird hier auf den Kopf gestellt, sondern gleich mehrere. Die Gefühle und Gedanken der Figuren erleben wir durch die unterschiedlichen Perspektiven mit. Das sorgte immer für eine gute Abwechslung und hat mir super gefallen. Der flüssige Schreibstil sorgt zusätzlich dafür, dass man schnell durchkommt. Durch kleine Wendungen setzte die Autorin immer wieder unterschiedliche Fährten – langweilig wird’s nicht, aber so eine richtige Spannung ist auch nicht aufgekommen. Insgesamt hätte die Atmosphäre für meinen Geschmack auch noch düsterer sein können. Das Setting mit dem unheimlichen Wald hat mir trotzdem gefallen.

Hochspannung und Gänsehaut sind hier eher fehl am Platz. Gepunktet wird aber mit einem Internat mit vielen Geheimnissen auf den Fluren, einem guten Lesefluss und strukturiertem Perspektivenwechsel. Wer Lust auf ein Drama mit Thriller-Anklängen im, kann zugreifen. Mir hats gut gefallen.

Bewertung vom 11.11.2025
Beckett, Simon

Knochenkälte / David Hunter Bd.7


ausgezeichnet

Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind, als der 7. Teil angekündigt wurde. Kein Wunder – David Hunter hab ich mit 12 Jahren kennengelernt. Er ist für mich nicht irgendeine Figur, sondern die Figur, die mich seit Jahren begleitet.

Große Erwartungen an die Story hatte ich gar nicht – ich wollte einfach nur David wiedersehen (klingt wie eine Romance-Geschichte). Aber schon die ersten Seiten haben mich positiv überrascht: Beckett startet wie gewohnt mit ruhigem Schreibstil, aber gleichzeitig passiert schon einiges. Keine großen Knalleffekte, sondern viele kleine, feine Details, die mich sofort wieder reingezogen haben. Vor allem die Atmosphäre (bitte lest dieses Buch im Winter!!!) mit dem abgeschnittenen Dorf, der klirrenden Kälte und den komischen Bewohnern gibt der Geschichte einfach den perfekten Rahmen.

Am besten hat mir wieder gefallen, dass Beckett nicht übertreibt: Kein unnötiges Drama, sondern ein klarer, ruhiger Stil, der genau die Spannung erzeugt, die ich liebe. Das findet man bei den heutigen modernen Thrillern nur noch selten. Früher hat sich Beckett gerne in pathologischen Details verloren. Hier ist er aber eher zurückhaltend. Dafür steht David als Mensch mehr im Mittelpunkt – und das hat mir richtig gut gefallen.

Bewertung vom 10.11.2025
Engels, Lars

Halloweenkind


gut

Was haben wir hier bitte für ein tolles Cover? Sorry aber allein das Cover war für mich ein Muss, das Buch unbedingt im Herbst zu lesen. In die Geschichte bin ich ganz gut gekommen, auch wenn durch die vielen Figuren alles sehr oberflächlich ist. Trotzdem hab ich die Storyline schnell und gut verstanden. Das erste Drittel hat mir auch insgesamt super gefallen, dann wurde es irgendwie langsam zäh – vor allem wegen der vielen Figuren. Das war wieder ein gedanklicher Kraftakt, die alle unterscheiden zu können. Auch kam die Atmosphäre beim Ermitteln der Freunde, die bei so einer Geschichte herrschen sollte, leider nicht rüber. Die Auflösung fand ich ok, hat jetzt aber auch keine Gefühle von mir getroffen.

Bewertung vom 04.11.2025
Fitzek, Sebastian

Der Nachbar


sehr gut

Auch wenn Sebastian Fitzek mich in der Vergangenheit nicht mehr komplett überzeugt konnte – irgendwie gehört Fitzek für mich einfach zum Herbst wie Janosch und Mailo aufs Sofa. Besonders gefreut hab ich mich dieses Mal über die Widmung im Buch – die ist wirklich was Besonderes.

Den Titel „Der Nachbar“ mag ich sehr, denn ich persönlich hab schon einige nachbarschaftliche Thriller-Momente erlebt und hätte da locker ein paar Ideen beisteuern können. In die Geschichte von Fitzek starten wir genauso rasant, wie ich auf den Balkon, wenn der Nachbar wieder nervt.

Mit Sarah als Hauptfigur gibt es Kapitel für Kapitel Fitzek pur: Cliffhanger über Cliffhanger, falsche Fährten, Nervenkitzel und ein Buch, das man nicht zuklappen will. Unterlegt mit dem lockeren und eingängigen Schreibstil bin ich in den ersten zwei Dritteln quasi durchgeflogen. Hin und wieder gab es aber ein paar inhaltliche fragliche Momente, damit konnte ich aber umgehen.

Beim Ende hat Fitzek mal wieder seinen typischen „Was zur Hölle passiert hier gerade?“-Move gebracht. Alles ging so schnell, war irgendwie wirr und ich musste die Sätze teilweise zweimal lesen. Leider verliefen für mich viele starke Nebenstränge ins Leere und ich fand es wieder zu konstruiert – das Problem, das ich schon bei seinen letzten Büchern hatte.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2025
Penning, Michael

All Hallows Eve


sehr gut

Wir begleiten Alice und Abigail durch eine rabenschwarze Halloween-Nacht in Salem – und die hat’s in sich. Hexen stehen hier ganz klar im Rampenlicht, und zwar nicht die mit Besen und Spitzhut, sondern die mit echten, tragischen Geschichten.

Der Einstieg war für mich etwas holprig - das lag vor allem an dem historischen Setting, in das ich erstmal reinfinden musste. Aber als das geklappt hat, konnte mich die Geschichte durchaus catchen.

Die Geschichte ist nicht nur unheimlich und an vielen Stellen makaber, sondern greift auch einige Aspekte der Hexenverfolgung auf sowie die damit einhergehenden tragischen Schicksale der Frauen und Kinder. Zudem fand ich das Setting mit der düsterem Dorf Salem, dem angrenzenden Wald und dem Friedhof rundherum sehr gelungen. An manchen Stellen gab es für mich ein paar unglückliche Längen, das ist aber schon alles an Kritik.

Bewertung vom 27.10.2025
Coates, Darcy

Where He Can't Find You


ausgezeichnet

Hätte ich mir vorstellen können, dass ein Treffen von Thriller und Horror so gut wird? Ne! Aber WOW, ich fand dieses Buch einfach nur sau geil.

Darcy Coates entführt uns dieses Mal in eine Kleinstadt, in der ein Sticher, der Leute abtrennt und dann wieder zusammennäht, sein Unwesen treibt. Hört sich krass an, ist es auch - und damit mein ich nicht nur sein Nähtalent. Vor allem aus Sicht der Jugendlichen Abby, aus der wir die Geschichte erleben, ist das Leben in der Kleinstadt schlimmer als jeder Lockdown. Die Atmosphäre hab ich hier sooo geliebt. Der Gruselfaktor, vor allem nach Anbruch der Dunkelheit, ist durchgehend richtig hoch. Auch die Storyline ist total außergewöhnlich, schockierend, und irgendwie eklig – aber trotzdem glaubhaft vermittelt. Auch haben wir hier klassische Horrorelemente, die für meinen Geschmack nicht zu viel waren, sondern einfach perfekt in diese Geschichte gepasst haben. Vom Schreibstil brauch ich nicht reden…wie immer abgeliefert.

Bewertung vom 13.10.2025
Garcia, Jessie

The Business Trip


sehr gut

Wenn mich in letzter Zeit ein Buch so richtig in den Leseflow getrieben hat – dann war’s definitiv dieses hier. Eigentlich hatte ich nach dem Klappentext nicht allzu große Erwartungen, aber wow, das Buch hat mich inhaltlich total überrascht.

Am Anfang der Geschichte lernen wir in den jeweiligen Perspektiven erstmal Stephanie und Jasmine kennen. Die Dynamik und die Storyline zwischen den beiden hat mir hier sehr gut gefallen: zwei Frauen, zwei komplett unterschiedliche Leben, beide verschwinden.

Am meisten begeistert hat mich der Aufbau der ganzen Geschichte. Nach dem Verschwinden wechseln wir ständig die Perspektive – Freunde, Bekannte, Menschen aus ihrem Umfeld – und diese Wechsel sind richtig klug gesetzt. Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil sehr flüssig und einfach gehalten. Zwar haben wir am Schluss viele Figuren, das hat mich aber gar nicht gestört. Im Gegenteil: Dadurch kam es zu einer hohen Spannung und ganz vielen Cliffhangern. Einziger kleiner Minuspunkt: Es gab in der zweiten Hälfte der Geschichte viele Wiederholungen, die man auch deutlich hätte kürzen können. Trotzdem ist das Buch wie eine Packung Choco Fresh – einmal angefangen, kann man nicht mehr damit aufhören.

Bewertung vom 10.10.2025
Seybolt, Bailey

Coram House


sehr gut

Der Klappentext hat mich hier sofort gepackt – und die Geschichte liefert endlich mal wieder genau das, was sie im Klappentext verspricht. Von der ersten Seite an konnte ich schnell in Alex’ Welt eintauchen: eine gescheiterte Karriere als Autorin, verwitwet und ziemlich verloren. Am liebsten hätte ich sie mal fest gedrückt.

Doch sie bekommt die Chance auf einen Neuanfang: als Ghostwriterin soll sie die mysteriösen Ereignisse der späten 60er im Waisenhaus Coram House aufarbeiten. Dabei stößt sie auf alte Zeugenprotokolle und befragt ehemalige Waisenkinder. Diese Mischung aus dokumentarischer und persönlicher Spurensuche und der Wechsel der Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt war die Geschichte durch den Erzählstil sehr lebendig. Je tiefer Alex gräbt, desto ungemütlicher wird ihr ihre Spurensuche.

Besonders mochte ich die Atmosphäre: Ich konnte die klirrende Kälte spüren, hatte das alte Waisenhaus und seine Bewohner deutlich vor Augen und konnte die Gefühle der Figuren nachempfinden. Zudem ist die Geschichte nicht so einfach gestrickt, wie man erst vermutet. Einziger Kritikpunkt: Manche Passagen wiederholen sich einen Ticken zu oft.

Ein düsteres winterliches Setting, eine abwechslungsreich erzählte Geschichte und eine sympathische Protagonistin - sehr empfehlenswert!

Bewertung vom 06.10.2025
Drvenkar, Zoran

Asa


ausgezeichnet

Sprachlich war das wirklich eine literarische Kunst, das muss man erstmal annähernd so hinbekommen. Ich hab mich dem Schreibstil total hingeben können und bin in der Welt von Asa versunken. Wir erleben mit ihr ganz viele unterschiedliche Situationen, aber es sind nicht nur diese Rache-Thriller-Aktionen, sondern es ist eine Erzählung ihrer ganzen Familiengeschichte. Die Kapitel erscheinen chronologisch manchmal willkürlich, es ist quasi unterteilt in Vor- und Nacherzählungen – insgeheim setzt der Autor diese aber sehr klug ein. Wenn man diesen außergewöhnlichen Erzählstil versteht, dann flowt es richtig. Man könnte dann auch noch tiefer gehen und überlegen, wieso der Autor denn solche Perspekriven und Erzählstile verwendet.

Zum Mittelteil wurden mir die Geschichten in die Vergangenheit manchmal zu Kriegs- und Geschichtslastig. Auch hätte ich mir Asa noch mehr im Fokus gewünscht. Das sind aber auch die einzigen Kritikpunkten. Mir ist trotz den fast 700 Seiten nie langweilig geworden, denn die Spannung war irgendwie auch immer da.

FAZIT: Kein Plan, wie man es schafft, sowas zu schreiben. Irgendwie literarisch so stark, die Geschichten voller Emotionen und Botschaften. Das sticht SEHR aus der Mainstream-Masse hervor. Werde ich bestimmt lang im Kopf behalten

Bewertung vom 29.09.2025
Elvedal, Anne

Station 22. Wo bist du sicher?


gut

Dieses Buch hat mich als Gesamtpaket einfach mega angesprochen – Titel, Klappentext, Aufmachung. Da stimmt auf den ersten Blick einfach alles. Doch wie sieht es mit dem Inhalt aus?

Ich mochte das Setting – eine psychiatrische Klinik – sehr. Vor allem Station 22 kann mit seinen mysteriösen Patienten und seiner beliebten Pflegerin Ida punkten. Als eine Patientin von Station 22 verschwindet, lässt Ida das keine Ruhe und sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei nimmt die Autorin uns vor allem mit in Idas wilde Gedankenwelt, die psychologisch eine schöne Tiefe bietet. Insgesamt konnte ich mit dem „etwas anderen Schreibstil“ auch etwas anfangen. Manche Sätze wirkten bei sensiblen Themen stilistisch aber eher leider eher wie der Zusammenstoß von meinem kleinen Zeh mit der Sofakante.

Das Setting war zwar beklemmend – hätte aber deutlich "dunkler" sein können. Stattdessen lag der Fokus dann doch mehr auf dem psychologischen Aspekt; beispielsweise auf dem Thema Hypnose.

Viele Passagen waren für mich leider in die Länge gezogen und zu vorhersehbar. Insgesamt darf man hier auch keinen spektakulär spannenden Thriller warten. er psychologische Themen mag und auf klassische Thriller-Szenen verzichten kann, kann sich hier aber mal versuchen.