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Benutzername: Bücherwürmchenswelt
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Bewertungen

Insgesamt 449 Bewertungen
Bewertung vom 18.05.2018
Der Teufel im Bunde
Green, Felicity

Der Teufel im Bunde


ausgezeichnet

"Der Teufel im Bunde" ist der vierte Band der "Highland-Hexen-Krimis" von Felicity Green.

Diese Mischung aus spannender Geschichte, schottischem Flair sowie übersinnlichen Elementen gehört definitiv zu meinen Lieblingsreihen. Bereits die Bände vorher habe ich begeistert verschlungen und war nun gespannt auf die Geschichte der Oberhexe. Auch dieses Mal hat Felicity Green wieder einiges aufgeboten, um ihren Lesern ein aufregendes Abenteuer zu bereiten, bei dem Lesespaß vorprogrammiert ist. Besonders gelungen ist dabei die Erzählweise aus verschiedenen Zeiten und Perspektiven, diese beschert ein umfangreiches Gesamtbild, dem man schon auf den ersten Seiten verfällt und das einen so schnell nicht wieder loslässt. Ich habe mich direkt wieder wohl gefühlt in dem kleinen schottischen Örtchen Tarbet und konnte mich in eine magische Welt entführen lassen, die so einiges mehr bereithält, als es auf den ersten Blick anmutet.

Dabei geht es den gesamten Roman hindurch spannend einher, sodass man schon allein deswegen das Buch absolut gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es finden sich hier so viele Geheimnisse und Überraschungen, die nicht nur die Spannung anheizen, sondern auch viel Potential zum Miträtseln bieten. Dementsprechend ist auch das Tempo angelegt, dass mich regelrecht durch die Geschichte gezogen und mich atemlos zurückgelassen hat. "Der Teufel im Bunde" bietet großes Lesevergnügen mit allem, was ein gutes Buch benötigt, um zu fesseln und mitzureißen.

Atmosphärisch lässt sich auch dieses Mal wieder sagen, dass die Autorin trotz aller kriminalistischen und bedrohlichen Elemente, eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen hat, die im Leser den Wunsch erweckt, auch zu dieser Gemeinde in dem beschaulichen schottischen Örtchen zu gehören. Diese Kombination aus diesen unterschiedlichen Atmosphären ist mehr als gelungen und sorgt für tiefgründige und vielschichtige Lesestunden vor einzigartiger Kulisse.

Das Ende bietet wieder den einen oder anderen offenen Handlungsstrang, der hoffentlich mindestens genauso spannend im nächsten, dem nunmehr fünften Band, fortgeführt wird. Ich kann es kaum erwarten, in ein neues Abenteuer gezogen werden und freue mich auf weitere unnachahmliche und spannende Stunden voller Magie in Tarbet.

Fazit: Auch im vierten Band der "Highland-Hexen-Krimis" legt die Autorin noch einmal eine ordentliche Schippe drauf und bietet ihren Lesern erneut ein spannendes und unvergleichliches Lesevergnügen.

Bewertung vom 26.04.2018
Palace of Glass - Die Wächterin / Palace-Saga Bd.1
Bernard, C. E.

Palace of Glass - Die Wächterin / Palace-Saga Bd.1


ausgezeichnet

"Palace of Glass- Die Wächterin" ist der erste Band einer Trilogie von C.E. Bernard.

Im ersten Moment mutet das Setting dieser Geschichte wie das einer Parallelwelt an, doch bereits nach kurzer Zeit offenbart sich, dass es sich bei diesem Auftaktband um eine Mischung aus Dystopie und Fantasy handelt, dessen Vereinigung einfach nur als genial zu bezeichnen ist. Ich war überaus gespannt, was mich erwarten sollte und ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch steckt nämlich voller einzigartiger Ideen, die ebenso perfekt ausgeklügelt umgesetzt wie erdacht wurden. Hier hat die Autorin wirklich jede Menge Fantasie bewiesen und eine Geschichte erschaffen, die ich so oder so ähnlich noch nie lesen durfte.

Dabei ist der Roman nicht nur aufgrund der Geheimnisse und der nicht immer nur unterschwelligen Bedrohung überaus packend zu lesen. Die Spannung ist so extrem hoch angelegt, dass man eigentlich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann. Man fiebert und leidet als Leser stets mit und ist praktisch mit auf der Hut, wenn die Protagonistin vehement versucht, ihr Geheimnis zu bewahren. Nichts ist wie es scheint. Absolut mitreißend und einzigartig. Spannende und eingängige Lesestunden sind bei diesem Buch gewiss. Ein wahrer Pageturner, der den Leser stets in Atem hält.

Auch atmosphärisch bleiben bei diesem Roman keinerlei Wünsche offen. Alles wirkt so authentisch und lebendig, dass es schon fast scheint, als wäre man höchstselbst die Hauptprotagonistin und würde sich durch diese etwas andere Schlangengrube mit all ihren Gefahren kämpfen. Absolut realistisch und tiefgründig. Diese atmosphärische Dichte sorgt dafür, dass man diesen ersten Teil in Nullkommanix durchschmökert und direkt nach mehr lechzt.

Der Schluss ist dabei noch einmal ordentlich spektakulär und ich bin überaus gespannt, wie es in Band zwei dieser originellen Trilogie weitergehen wird und hoffe, dass dieser mich ebenso in Atem halten lassen kann.

Fazit: Spektakulärer Auftaktband, bei dem keinerlei Wünsche offen bleiben und der alles besitzt, was das fantasybegeisterte Herz höher schlagen lässt.

Bewertung vom 20.04.2018
Das erste Jahr / Magic Academy Bd.1
Carter, Rachel E.

Das erste Jahr / Magic Academy Bd.1


sehr gut

"Das erste Jahr" ist der erste Band der "Magic Academy"-Reihe von Rachel E. Carter.

Beim Lesen des Klappentextes zieht man womöglich einen Vergleich mit "Harry Potter" oder anderen Romanen, die in einer Zauberschule beheimatet sind. Doch schon nach kürzester Zeit kristallisiert sich das Gegenteil heraus, denn "Magic Academy" ist um Längen härter und legt den Fokus nicht nur auf die Magie, sondern auch auf das Kämpfen sowie dafür, dass man für sich und seine Belange einsteht und seine Ziele niemals aus den Augen verliert.
Dabei ist man auf den ersten Seiten direkt drin in der Geschichte und muss sich nicht durch eine seitenlange Einführung "quälen". So wird die Neugierde sofort geweckt und man macht sich begeistert an das Schmökern, bei dem es so einiges zu entdecken gilt.

Dem zugrunde liegt auch die Spannung, welche durchgängig hoch ausgerichtet ist. In jedem Kapitel erlebt man als Leser viele mitreißende Ereignisse, die es nahezu unmöglich machen, das Buch aus der Hand legen zu wollen. Auch etliche Geheimnisse und Überraschungen säumen den Weg, sodass "Magic Academy" zu einem magischen Abenteuer wird, bei dem der Lesespaß hoch im Kurs steht. Ich konnte mich jedenfalls wunderbar gefangen nehmen lassen und habe die etwa 410 Seiten durchweg genossen. Durch das Tempo fliegt man förmlich durch die Seiten und möchte am Ende am liebsten direkt zu Band zwei greifen.

Ein weiterer Pluspunkt dieses Romans ist in jedem Fall seine Atmosphäre. Diese besticht mit unterschiedlichen Grauschattierungen, die immer wieder von hellen Sequenzen abgelöst wird. Dabei strotzt alles so richtig mit Lebendigkeit und man ist als Leser regelrecht mittendrin.

Das Ende kommt dann noch einmal mit einem kleinen Knalleffekt, der diesen ersten Band sehr gut abschließt, aber schon einmal mehr als neugierig auf die Fortsetzung macht. Ich kann es kaum erwarten endlich weiterlesen zu können und freue mich auf ein neues Jahr in der magischen Akademie.

Fazit: Mehr als gelungener Auftakt einer etwas anderen magischen Reihe, die so einiges zu bieten hat und zum Durchschmökern einlädt.

Bewertung vom 25.03.2018
Everless. Zeit der Liebe
Holland, Sara

Everless. Zeit der Liebe


ausgezeichnet

"Zeit der Liebe" ist der erste Band der "Everless"-Reihe von Sara Holland.

Besonders fasziniert hat mich bei diesem Buch als erstes das Cover. Danach war es gar keine Frage, ob ich mir auch den Klappentext genauer ansehen sollte oder nicht. Als mich dieser ebenso ansprach, musste diese Geschichte unbedingt gelesen werden. Immerhin hält dieses Buch so einiges bereit, was nicht nur das Herz eines jeden Fantasyfans höher schlagen lässt. Beim Lesen stößt man sofort auf eine innovative Geschichte voller aufregender neuer Ideen, die sich zu einem besonderen Großen und Ganzen verweben. Die Autorin hat sich hier so einiges Neues einfallen lassen, um ihrem Roman eine eigene und vor allem einzigartige Richtung zu geben. Sofort ist man mittendrin in einer Welt, die unter ihrer doch recht grausamen Oberfläche mit allerhand aufzuwarten weiß.

Durch die Spannung kann man natürlich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Stets passiert etwas, das der Geschichte eine völlig neue Richtung gibt und den Leser immer wieder zu überraschen weiß. Diese Überraschungen sorgen für aufregende Twists und ein überaus tolles Tempo, sodass man das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch Langeweile sucht man vergeblich, denn die Autorin hat alles überaus ausgeklügelt konzipiert und jedes noch so kleine Detail kann bahnbrechend für den weiteren Verlauf sein. Ich konnte mich in jedem Fall von diesem Werk uneingeschränkt mitreißen und fesseln lassen und genoss diesen Pageturner über alle Maßen.

Atmosphärisch erscheint diese Geschichte auf den ersten Blick doch recht grausam, doch unter der Oberfläche verbirgt sich ein wahres Potpourri an Emotionen, Vielschichtigkeiten und Besonderheiten. Es wirkt überaus lebendig, sodass man hervorragend in diese Welt eintauchen und ihre Geheimnisse ergründen kann. Nicht immer ist alles wie es scheint, weshalb man wirklich gut mit Jules mitfiebern kann und die eine oder andere kleinere und auch größere Überraschung erlebt.

Das Ende ist nach einem recht spektakulären Finale doch recht offen gehalten und bietet erste Hinweise auf den folgenden Band. Ich hoffe, dass dieser "Zeit der Liebe" in nichts nachsteht und freue mich schon, wenn diese packende Geschichte endlich weitergeht.

Fazit: Innovativ, spannend und wunderbar durchdacht; ein Leseabenteuer, das seinesgleichen sucht!

Bewertung vom 21.03.2018
Mitra
Beermann, Björn

Mitra


sehr gut

"Magisches Erbe" ist der erste Band der "Mitra"-Trilogie aus der Feder von Björn Beermann.

Mit diesem Klappentext hat mich der Auftaktband direkt angesprochen. Es war wie eine innere Stimme, die mir sagte, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen muss. Gesagt, getan; und ich wurde nicht enttäuscht. Schon auf den ersten Seiten wusste ich, dass das etwas ganz Besonderes wird und ich unbedingt erfahren muss, wie es weitergeht. Sofort war ich mittendrin und war äußerst angetan von den vielen tollen Ideen zum Thema Magie und dessen Umsetzung in der Hansestadt. Hamburg ist wie gemacht für diesen Roman, sodass sich hierbei alles ganz hervorragend ineinander fügt.

Auch die Umsetzung der Spannung empfand ich sehr, sehr angenehm. Diese ist keinesfalls zu gewollt angelegt, sondern besticht mit einer tollen Dosierung, die auch unterschwellig den Leser zu begeistern weiß. Hinzu kommt noch ein schönes Tempo, mit dem man regelrecht durch die Seiten gleitet und niemals die Lust verspürt, das Buch zur Seite zu legen. Diese magische Geschichte hat es in sich und man kann sich ganz hervorragend von ihr mitreißen und fesseln lassen. Ein echter Geheimtipp für Fantasyfans!

Atmosphärisch ist "Magisches Erbe" ebenfalls als mehr als gelungen zu bezeichnen. Alles wirkt sehr lebendig und vor allem die magischen Elemente in Mitras neuem Zuhause wirken sehr anheimelnd, während die außerhalb sehr bedrohlich daherkommen. Ich habe mich direkt wohlgefühlt und war stets am mitfiebern. Zwar fehlte mir an der einen oder anderen Stelle noch das gewisse Etwas, doch im Großen und Ganzen hat mich dieser erste Teil rundum überzeugt und mir aufregende Lesestunden geboten, die viel zu schnell zu Ende gegangen sind.

Dieses Ende wartet noch einmal mit einem ordentlichen Showdown auf, der zwar keinen Cliffhanger aufweist, dennoch aber extrem neugierig auf die Fortsetzung macht. Ich hoffe, es dauert nicht allzu lange bis es mit "Mitra" weitergeht und freue mich schon auf ein weiteres magisches Abenteuer in Hamburg.

Fazit: Atmosphärisches Auftakt mit jeder Menge Magie, toller Atmosphäre und einer spannenden Geschichte, die wunderbar erzählt wird. Großer Lesespaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bewertung vom 12.03.2018
Über das tiefe Meer / Die drei Opale Bd.1
Driver, Sarah

Über das tiefe Meer / Die drei Opale Bd.1


sehr gut

"Über das tiefe Meer" ist der erste Band der Trilogie um "Die drei Opale" von Sarah Driver.

Auf Anhieb gefielen mir sofort das Cover und der Klappentext: ein spannendes phantastisches Abenteuer auf dem Meer? Immer her damit. Beim Lesen wird dann schnell klar, dass sich die Autorin hier so einiges Neues hat einfallen lassen, um ihre ganz eigene und phantasievolle Geschichte zu erschaffen. Es macht jede Menge Spaß, diesen Besonderheiten auf den Grund zu gehen und sich gemeinsam mit Maus auf eine abenteuerliche und vor allem gefährliche Reise zu begeben, bei der man sich auf die eine oder andere Überraschung freuen darf.

Spannend ist diese Geschichte in jedem Fall. Es passiert eigentlich immer etwas, das in einer Gefahr oder etwas Waghalsigem endet. Schon zum Einstieg findet man sich direkt in einer packenden Szene wieder, die dem Leser eigentlich schon einmal alles Wichtige näherbringt, ohne Langeweile durch große Erklärungen aufzubringen. Auch der Rest dieses Buches besticht mit jeder Menge Spannung und aufregenden Szenen, die immer wieder etwas Neues bereithalten. So vergeht die Lesezeit wie im Fluge und man ist leider viel zu schnell am Ende dieser temporeichen Geschichte angelangt.

Auch atmosphärisch gibt es bei "Über das tiefe Meer" so einiges zu erleben. Alles wirkt überaus lebendig und liebevoll konstruiert, sodass man sich jede Szene wunderbar vor dem geistigen Auge vorstellen und wie einen Kinofilm ablaufen lassen kann. Mit Liebe zum Detail hat die Autorin hier wirklich eine schöne Welt erschaffen, in die man trotz aller Gefahren liebend gern eintauchen mag.

Das Ende ist an sich für diesen ersten Teil abgeschlossen, auch wenn bereits der eine oder andere Grundstock für den zweiten Band gelegt wurde. Auf diesen freue ich mich nun sehr und hoffe, dass ich mich in nicht allzu ferner Zukunft bald wieder in ein Abenteuer mit Maus stürzen kann.

Fazit: Aufregender erster Band, der mit vielen spannenden Ideen sowie einer mitreißenden Geschichte zu punkten weiß.

Bewertung vom 25.02.2018
Eine unverhoffte Zeitreise
Keller, Britta

Eine unverhoffte Zeitreise


gut

"Eine unverhoffte Zeitreise: Rachels Tagebuch" ist ein Roman aus der Feder von Britta Keller.

Die Grundidee dieses Romans gefiel mir auf Anhieb; Schottland, Zeitreise und eine angenehme Portion Mystery. Dementsprechend neugierig begann ich die Lektüre und wurde dann leider doch ein Stück weit enttäuscht. Es fiel mir doch recht schwer in die Geschichte hineinzufinden, sodass ich immer mal wieder Anlauf nehmen musste, um mich wieder weiter damit zu befassen. Der Roman ist keinesfalls schlecht, doch wurden viele Ansätze mit hohem Potential nicht in dem Maße umgesetzt, wie ich es mir für die Geschichte gewünscht hätte.

Dies beginnt bereits bei der Spannung. Vor allem in der ersten Hälfte erschien sie mir praktisch gar nicht existent, was wirklich schade ist, denn gerade hier verbirgt sich so viel Potential. Doch nach der Hälfte wurde ich für mein Durchhaltevermögen belohnt. Jetzt nahm die Spannungskurve ihren Lauf und ich konnte endlich so richtig in dem Roman abtauchen. Ab hier wurde ich durchaus gefesselt und auch mitgerissen und wurde so für den etwas mauen Start entschädigt.

Auch bei der Atmosphäre ist diese Geschichte recht zweigeteilt. Während die erste Hälfte doch sehr leblos und wenig tiefgründig erscheint, so konnte ich mir in der zweiten Hälfte die Begebenheiten doch etwas besser vorstellen. Dennoch hätte man auch hier noch weit aus mehr herausholen können. Mit etwas mehr Tiefe und Vielschichtigkeit hätte dieses Buch zu einem wahrlichen Schmöker werden können, dem man sich nicht entziehen kann. So wurden die Ereignisse einfach viel zu schnell abgehakt, ohne ihnen den Raum zu geben, den sie benötigt hätten.

Zudem erschien mir auch die Sprache größtenteils nicht rund genug und auch der Fehlerteufel hat sich an der einen oder anderen Stelle eingeschlichen, was das Lesen oftmals ein Stück weit erschwerte. Zusätzlich würden ein paar weitere Absätze hier und da das Lesen durchaus erleichtern.

Das Ende gefiel mir hingegen wieder sehr gut. Besonders die Liebesgeschichte, die sich irgendwann dazu begab, sorgte für etwas mehr Lebendigkeit und auch Dramatik. Auch mit der Aufklärung des Ganzen bin ich durchaus zufrieden und konnte das Buch wunderbar wieder zuklappen.

Fazit: Eine Geschichte mit jeder Menge Potential, das man noch hätte besser nutzen können sowie einer schwachen ersten und einer stärkeren zweiten Hälfte.

Bewertung vom 18.02.2018
Die verschwundenen Knochen / Jackaby Bd.2
Ritter, William

Die verschwundenen Knochen / Jackaby Bd.2


sehr gut

"Die verschwundenen Knochen ist der zweite Band der "Jackaby"-Reihe von William Ritter.

Man nehme einen Ermittler, der wie Sherlock Holmes anmutet, eine weibliche Protagonistin, die ihrer Zeit weit voraus ist sowie eine ordentliche Portion Übersinnliches und man erhält "Jackaby". Ein großer Lesespaß für Jung und Alt, der neue Wege geht. Sofort war ich wieder mittendrin in dem neuen Abenteuer von Abigail und Jackaby und tauchte einmal mehr in eine spannende Zeit voller paranormaler Gefahren ein. William Ritter hat hier wirklich etwas Tolles geschaffen, auf dessen Lektüre man sich ein jedes Mal freut.

Dabei sorgen nicht nur die vielen einzigartigen Ideen für aufregendes Lesevergnügen. Auch die Spannung, die nicht immer ganz greifbar ist, bahnt sich gemeinsam mit einem wunderbaren Tempo den Weg zu einem bahnbrechenden Abenteuer, bei dem nichts ist, wie es scheint. Zahlreiche Überraschungen pflastern den Weg uns bieten mitreißende Spannung und fesselnde Momente, derer man sich keineswegs entziehen kann. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz, der alle etwas düsteren Facetten perfekt aufzulockern weiß und eine mehr als gelungene Kombination ergibt.

Auch atmosphärisch gibt es bei diesem zweiten Abenteuer nichts auszusetzen und man fühlt sich als Leser direkt in das Jahr sowie das Setting hineinversetzt. Alles wirkt überaus lebendig und vielschichtig durchdacht, sodass es scheint, als wäre man mittendrin und würde sich auf die Jagd nach einem großen Geheimnis machen. Großes Kino!

Leider kam das Ende viel zu schnell und ich hätte mir hier und da noch eine kleine Ausführung mehr gewünscht, doch war ich letzten Endes dennoch von diesem Abenteuer mehr als überzeugt. Ich freue mich schon jetzt auf Band drei, denn die Anspielungen verheißen so einiges und genug von dieser Reihe bekomme ich sowieso nicht.

Fazit: Ausgeklügelter zweiter Band, der keinerlei Wünsche offen lässt und tollen Lesespaß garantiert.

Bewertung vom 26.12.2017
Er fand sie im Licht / Léon & Claire Bd.2
Schweikert, Ulrike

Er fand sie im Licht / Léon & Claire Bd.2


ausgezeichnet

"Er fand sie im Licht" ist der zweite Teil des "Léon & Claire"-Zweiteilers von Ulrike Schweikert.

Schon der erste Band dieser Reihe bescherte mir aufgrund seiner tollen Ideen und seines besonderen Settings wunderbaren Lesespaß. Auch der Schluss trug seinen Teil dazu bei, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Erneut wusste mich diese Geschichte in ihren Bann zu ziehen und vermittelte mir aufregende Vielschichtigkeit auf mehreren Zeitebenen. Es war spannend zu erfahren, wie diese zu einem großen Ganzen zusammengesetzt und mit vielen weiteren facettenreichen Highlights ergänzt wurden. Dabei erfährt man als Leser nicht nur so einiges über die Protagonisten, auch Paris und seine Geschichte wird auf spannende Art und Weise uns näher gebracht.

Diese Spannung zieht sich durch die gesamten knapp 450 Seiten, die gefüllt sind mit packenden Gegebenheiten, jeder Menge Dramatik und allerhand Emotionen. Auf jeder Seite gibt es was zu entdecken, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt und sich viel zu schnell dem Ende entgegensieht. Doch davor erlebt man ein tolles Abenteuer in und unter Paris, das seine mannigfaltigen Facetten gekonnt auszuspielen weiß. Zwar hätte ich mir hier und da noch etwas gewünscht, das man aus den Szenen herausholen hätte können, doch insgesamt ist "Er fand sie im Licht" doch ein wunderschönes Buch, das viel Lesefreude bereitet.

Dies liegt gewiss auch an der wunderbar ausgearbeiteten Atmosphäre, die nicht nur die Emotionen perfekt herüberbringt, sondern auch wunderbar zu der Geschichte und zu dem Setting passt. Alles erscheint sehr lebendig und gut durchdacht, sodass ich mich beim Lesen sehr gut habe in die Handlung habe hineinziehen lassen können.

Das Ende erscheint in meinen Augen sehr passend, auch wenn es mir zum einen etwas knapp abgehandelt wurde und zum anderen noch etwas Spielraum für mehr bietet. Immerhin bleiben ein paar Fragen offen, auf die ich gerne eine Antwort hätte haben wollen. Aus diesem und aus vielen weiteren Gründen, würde ich mich freuen, wenn es ein Wiedersehen mit Léon und Claire geben würde.

Fazit: Schöne Geschichte, schönes Setting und schöne Lesestunden werden bei dieser Reihe erneut miteinander vereint. So muss ein packender Schmöker sein.

Bewertung vom 22.12.2017
Das göttliche Mädchen
Carter, Aimée

Das göttliche Mädchen


sehr gut

"Das göttliche Mädchen" ist der Auftakt zu einer Trilogie von Aimée Carter um die griechische Mythologie, die hier mal etwas anders behandelt wird.

Die Idee dazu ist sehr interessant und wird auch gut umgesetzt.
Allerdings ist die Handlung durch den Prolog ein wenig vorhersehbar, dafür aber sehr gut durchdacht und weißt keinerlei Unschlüssigkeiten auf.
Das ein oder andere Element in "Das göttliche Mädchen" wirkt schon ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, wird aber durch die schöne Liebesgeschichte, die sich langsam aber stetig entwickelt, wieder wett gemacht.

An sich ist die Geschichte schon spannend, auch wenn es natürlich die eine oder andere Länge gibt, trotzdem macht es viel Freude dieses Buch zu lesen, da es auch ein paar Überraschungen bereithält.

Das Ende weißt keinen Cliffhanger auf, macht aber dennoch viel Lust auf die nächsten beiden Bände, die hoffentlich die kleineren Makel dieses ersten Bandes nicht mehr besitzen und stattdessen zu einzigartigen Pageturner mutieren.

Kate ist ein eigentlich sehr sympathischer Charakter, dessen Melancholie sich langsam auflöst, wobei am Ende immer noch ein wenig vorhanden ist. Henry ist meiner Ansicht nach, der interessanteste Charakter des Buches, da er seine geheimnisvolle Art stets beibehält, auch wenn er sich innerhalb des Buches ein Stück weit offenbart.
Die Nebencharaktere sind sehr facettenreich und machen vielerlei Makel von "Das göttliche Mädchen" wieder wett.

Aimée Carter schreibt sehr angenehm und flüssig und kann durch ihren schönen Schreibstil vieles von dem ungenutzen Potential ausbügeln. Somit entsteht ein tolles Buch, das zwar nicht ganz perfekt ist, vom Potential her, aber in die richtige Richtung weißt. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird und freue mich auf weitere Abenteuer aus dieser spannenden mythologischen Welt.

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen eine tolle Geschichte mit aufregenden Facetten der griechischen Mythologie.