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mellidiezahnfee
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Upgant - Schott

Bewertungen

Insgesamt 450 Bewertungen
Bewertung vom 01.01.2026
Johannsen, Anna

Enna Andersen und die dunklen Tage


ausgezeichnet

Ich habe den neuen Band von Enna Andersen regelrecht verschlungen.
Für mich stimmt in diesem Buch einfach alles, angefangen mit den Charakteren des Ermittlerteams. Sie werden beruflich als ambitioniert, gesetzestreu, schlau, um die Ecke denkend und routiniert beschrieben. Hinzu kommt eine private Bodenständigkeit, die den Alltag beschreibt und sich perfekt in den Handlungsbogen integriert. Dadurch wirkt das Buch absolut rund und stimmig.
Der Fall ist wie so oft in dieser Serie zuerst ein großes Fragezeichen oder eine Einbahnstraße ohne Wendemöglichkeit. Als jedoch Mordmerkmale auftauchen, verwandeln sich die Ermittlungen sehr schnell in eine Autobahn, auf der die Ermittler auf der Überholspur fahren müssen, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Klasse fand ich auch die Thematik Depressionen und wie man als Betroffener lernt, damit mehr oder weniger zu leben.
Die Auflösung war großartig und überhaupt nicht vorhersehbar.
Fazit: Eine meiner Lieblingsreihen.

Bewertung vom 01.01.2026
Bott, Ingo

Doppeltes Spiel / Strafverteidiger Pirlo Bd.4


ausgezeichnet

Der neue Fall für Pirlo und Sophie verschlägt beide „aus Gründen” ins Fußballmilieu.
Gewohnt unterhaltsam stolpern die beiden Protagonisten von einem Chaos ins nächste, und irgendwie kommt doch immer etwas Produktives dabei heraus. Diesmal kommt jedoch nicht so recht Spannung bezüglich der Morde auf, da die Hintergründe zu wenig besprochen werden und der Leser keinerlei Ermittlungen mitbekommt. Es dreht sich hauptsächlich um die Nebenprotagonisten des Fußballs.
Das Buch ist definitiv durchgestylt, jede Pointe sitzt. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass man den Schreibstil des Autors mögen muss, um Spaß zu haben. Es ist ein wenig fußballlastig, aber dennoch auch für Fußballnichtinteressierte spannend, da Herr Bott es wahnsinnig gut versteht, dem Leser juristische Feinheiten auf humorvolle Weise zu vermitteln.
Das Buch und der gesamte Kontext stehen und fallen mit Pirlo, wodurch dem Buch trotz durchgängig guter Spannung ein wenig der Krimicharakter genommen wird. Es ist eher eine Pirlo-One-Man-Show. Jeder einzelne Charakter bleibt sich treu, was ich super finde und der Reihe einen hohen Wiedererkennungswert gibt. Schade finde ich jedoch, dass Pirlo ein unsinniges Geheimnis um seine Abstammung macht.
Es gibt in diesem Buch keine gradlinigen Ermittlungen, sondern ein Wirrwarr an Aktionen, die nicht wirklich zielführend sind, aber dennoch irgendwie zum Erfolg führen. Es gibt einige kleine Spitzen gegen Max Bischoff, die ich niedlich und irgendwie passend fand. Der private Anteil überwiegt den kriminalistischen, was manchmal ein wenig ins Klischeehafte abdriftet, aber nicht wirklich nervt.
Fazit: Man muss den Schreibstil des Autors mögen. Ich mag ihn und freue mich schon auf den nächsten Band. Diese Reihe macht definitiv Spaß.

Bewertung vom 01.01.2026
Strobel, Arno

Das Muster des Bösen / Max Bischoff - Mörderfinder Bd.5 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Mörderfinder – Das Muster des Bösen” hat mich, wie die anderen Bände zuvor, auch wieder blendend unterhalten. In diesem Buch befördert Herr Strobel den ehemaligen Nebenprotagonisten Marvin Wagner alias Wa von WABI Investigation zum Hauptcharakter.
Das tut dem Buch sehr gut, denn es bringt eine gewisse Frische und Andersartigkeit hinein. Bisweilen ist Marvin auch erfrischend unartig, denn er hält selten mit seiner Meinung hinter dem Berg. Die Eröffnung der Detektei steht bevor, und noch vor der Eröffnung meldet sich ein Kunde und bittet um Hilfe. Der Fall ist klar strukturiert: Es geht um die Bestrafung von Justizpersonen, die Urteile gefällt haben, durch die der Täter mit einem Klaps davonkam und die Opfer sich verhöhnt und nicht ernst genommen fühlen.
Die Suche nach dem Täter gestaltet sich jedoch aufwändig, da es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Erst ein Hinweis aus dem Darknet führt die Ermittler auf die richtige Spur. Hier zeigt sich wieder das großartige Talent von Arno Strobel, alle Mitwirkenden des Buches zugleich liebenswert und dennoch höchst verdächtig erscheinen zu lassen. Sowohl Max als auch Marvin sind gut gezeichnete Charaktere, die sich hervorragend ergänzen und dem Buch einen ganz eigenen Charme verleihen. Positiv ist auch, dass die Leser durch den Bezug zu Horst Böhmer immer auf dem gleichen Informationsstand wie die Ermittler sind.
Bis zum Ende war mir nicht klar, wer der Täter sein könnte, und ich habe eifrig mitgerätselt. Ich habe das Buch an einem Tag komplett verschlungen, weil mich der Schreibstil so in seinen Bann gezogen hat.
Fazit: Wieder ein tolles Buch von Arne Strobel – und schön, dass Marvin jetzt ein Hauptcharakter ist. :)

Bewertung vom 28.12.2025
Carver, Caro

Bad Tourists


ausgezeichnet

Dieses Buch hat mich begeistert.
Kate ist die einzige Überlebende eines grausamen Verbrechens. Sie führt ein zurückgezogenes Leben und hat mit Darcy und Camille zwei Freundinnen, die sie über Social Media kennengelernt hat. Auf dieser Social - Media Seite wird das damalige Verbrechen thematisiert. Die drei Frauen fliegen auf die Malediven, um Darcys Scheidung zu feiern. Dort verschwindet eine Person und es ergeben sich einige Fragen und Ungereimtheiten.
Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Am besten charakterisiert ist Kate, da sie als einzige Überlebende des damaligen Massakers eine Sonderstellung innehat. Sie ist traumatisiert und sucht bis heute nach dem Grund ihres Überlebens. Die Tat an sich wird bis zum Ende sehr nebulös thematisiert, doch nach und nach klärt sich alles auf. Besonders gut fand ich den Aufbau, der bis zum furiosen Ende mit allen Fragen aufwartet, die sich ein Leser gerne stellt. Es gibt auch einige Nebencharaktere auf den Malediven und in England, die nicht so ausführlich charakterisiert sind, aber dennoch wichtige Rollen spielen. Der Schreibstil ist beschreibend, aber nie langweilig. Alle Aspekte sind genau dort, wo sie hingehören. Auch wenn zum Ende hin ein wenig dick aufgetragen wird, ist alles insgesamt stimmig. Der Beginn ist etwas behäbig, was aber in Ordnung ist, da man als Leser erst einmal alle Informationen über die Personen und ihre Vergangenheit benötigt. Auf den Malediven wird das Buch dann zu einem echten Pageturner, der mir mehr Fragezeichen ins Gesicht gezaubert hat, als ich abarbeiten konnte.
Toll fand ich, dass trotz all dieser Irrungen und Wirrungen jeder einzelne Faden aufgelöst wurde und mich der Epilog letztendlich auch noch mit allem versöhnen konnte.

Fazit: Ein perfekter Thriller in ungewöhnlicher Kulisse. Traumhafte Strände und alptraumhafte menschliche Abgründe.

Bewertung vom 28.12.2025
Schneider, Anna

Grenzfall - Ihre Spur in den Flammen / Jahn und Krammer ermitteln Bd.5


ausgezeichnet

Im fünften Band der Ermittlerserie geht es um Brandstiftung. Bis diese Tatsache länderübergreifend feststeht, dauert es einige Zeit, und da dieses Buch nahtlos an den Vorgängerband anknüpft, war ich froh, die Reihe insgesamt zu kennen, so ist das Leseerlebnis flüssiger.
Auch in diesem Buch ist die Mischung aus Kriminalfall, Umgebungsbeschreibung, und persönlicher Entwicklung der Protagonisten ausgewogen und gut in die Handlung eingewoben.
Krammer und Alexa finden etwas besser zueinander, was für die Ermittlungen recht hilfreich ist.
Der Schreibstil ist plastisch, dennoch spannend und gewohnt humorig durchsetzt, besonders mit Krammers besonderem Ermittlungsstil.
Ein Buch, welches sich leicht lesen lässt, trotzdem aber eine gewisse Tiefe der Charaktere präsentiert, die das Gesamtbild anschaulich im Kopf entstehen lassen. Die spezielle grenzübergreifende Ermittlungsarbeit macht dieses Buch durchaus besonders und man erinnert sich gerne an die Protagonisten.
Zudem ist der Fall routiniert aufbereitet und birgt einige spannende Wendungen. Durch die wechselnden Perspektiven, zu denen auch eine anonyme Täterperspektive gehört, bleibt die Spannung hoch und man ist als Leser immer genauso schlau wie die Ermittler. Zudem mag ich an dieser Serie die Bodenständigkeit der Protagonisten und die Alltäglichkeit der Lebensumstände und Beschreibungen.
Fazit: Wieder ein toller Teil dieser besonderen Reihe.

Bewertung vom 28.12.2025
Sargent, Sonya;Strong, A.M.

Wo der Tod wartet


ausgezeichnet

„Wo der Tod wartet“ beginnt recht sanft mit dem Leben von Tessa Chamberlain, der einzigen Überlebenden eines Massakers, bei dem all ihre Freundinnen starben. Sie ist schwer traumatisiert und schafft es nicht, ihr Leben zu meistern. Als sie dringend Geld benötigt, schließt sie mit einem Verlag einen Vertrag über ihre Geschichte. Sie reist auf die Insel Cassadaga, um sich ihren Ängsten zu stellen.
Das Haus, in dem alles geschah, löst starke Reaktionen bei ihr aus und ihre Vergangenheit überrollt sie nahezu. Aber entspringen all ihre Ängste wirklich nur ihrer Fantasie?

Das ist hier die zentrale Frage. Was geschieht wirklich und was ist nur Einbildung? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Buch lange, bis sich Indizien häufen, dass auf der Insel doch einiges anders ist, als es scheint. Sie findet eine Freundin und versucht, das Buch zu schreiben.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Tessa ist natürlich, bei dem, was ihr widerfahren ist, recht kaputt und angstbehaftet. Dies macht es dem Leser schwer, sie ernst zu nehmen, was dem Spannungsaufbau jedoch sehr guttut. Die Leser werden mitgenommen in eine ganz spezielle Inselwelt, in der jeder jeden kennt und das Leben eine eigene Gangart hat. Auch die Umgebungsbeschreibungen fügen sich sehr gut ein und sorgen für kleine Pausen im Spannungsaufbau.
Die Wendungen sind gut konstruiert und für den Leser nur erahnbar, aber nicht beweisbar. Das sorgt für konsequente Spannung. Zudem leidet man als Leser ein wenig mit der Protagonistin mit und wünscht ihr gutes Gelingen, da sie trotz all ihrer Ängste sehr charakterstark beschrieben ist.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist spannend und beschreibt ein ganz besonderes Inselflair sowie das, was ein Mensch auf der Suche nach Wahrheit und sich selbst auszuhalten vermag.

Bewertung vom 28.12.2025
Sünderwald, Christian

Die Spur der Ratten


ausgezeichnet

„Die Spur der Ratten” ist ein ausgesprochen spannendes Buch. Zwar habe ich etwas gebraucht, um hineinzufinden, da es nur so von Charakteren wimmelt, die ich erst alle zuordnen musste, doch dann hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Aber sehr schnell nimmt die Spannung zu und bleibt bis zum Ende hoch. Dem Leser werden unglaubliche geschichtliche Wendungen präsentiert, die so akkurat beschrieben sind und zudem geradlinig und „dicht an der Wahrheit” angelegt sind, dass man als Leser staunend vor diesem Buch sitzt und denkt: „Okay, es könnte wirklich so gewesen sein.” Dadurch hat mich dieses Buch sehr in seinen Bann gezogen. Zum Inhalt möchte ich nichts schreiben, da die Geschichte so komplex ist, dass man Zusammenhänge erst spät erkennt und jede Erwähnung in einer Rezension ein Spoiler wäre.
Alle Charaktere sind mit ihren Werdegängen und Eigenheiten sehr gut beschrieben. Durch die Rückblicke kann man der Geschichte und den Zusammenhängen wunderbar folgen.
Besonders spannend und ansprechend aufbereitet fand ich die Zusammenhänge gerade in Verbindung mit dem Vatikan. Diese Institution birgt wahrscheinlich tatsächlich eine Menge Geheimnisse.
Fazit: Ein unfassbar spannender Thriller, der durch seine geschichtliche Nähe skurrile, aber sehr spannende Verbindungen knüpft, die es dem Leser erlauben, in eine düstere Welt voller Misstrauen und Geheimnisse einzutauchen.

Bewertung vom 12.10.2025
Krüger, Martin

Der Mann aus der Flut


ausgezeichnet

Mit „Der Mann aus der Flut” hält der Leser einen äußerst mystischen Krimi in den Händen.
Fria bezieht ein geerbtes Haus auf Sylt und wird sofort zu einem Mordfall gerufen. Noch bevor sie ihre Kollegen kennenlernen kann, müssen sie gemeinsam ermitteln.
Sylt ist, finde ich, eine Insel der Gegensätze. Einerseits ist sie reich und mondän, andererseits recht ursprünglich und teilweise auch sehr mystisch. Der Autor bringt alle Aspekte des Insellebens auf sehr spannende Weise unter einen Hut. Besonders gut hat mir die gewisse Andersartigkeit der Geschichte gefallen. Fast alle Hauptcharaktere werden charakterisiert, ihr vorheriges Leben bleibt jedoch völlig im Dunkeln.
Das erhöht einerseits die Spannung immens, andererseits war es manchmal ein wenig zu mystisch. Der Mann aus der Flut zB ist zwar sehr präsent, doch erfährt man nicht viel über ihn. Dadurch erhält das Buch einen hohen Wiedererkennungswert und macht Lust auf die Fortsetzung. Die Kriminalhandlung ist mit Thrillerelementen angereichert, dennoch ist sie charakterlich gut geschrieben und durchaus nachvollziehbar. Fazit: Ja, ich habe Lust auf Teil 2. :)

Bewertung vom 13.07.2025
Naess, Sven Petter

Schuld / Team Oslo ermittelt Bd.3


ausgezeichnet

Harinder ist noch nicht wieder offiziell im Dienst nach seiner Verletzung. Strafverteidigerin Christine Sandberg bittet ihn inoffiziell um Hilfe.
Er möge sich in seiner alten Heimat ein wenig umsehen.
Helene Waaler saß 18 Jahre im Gefängnis, weil sie ihre Mutter und ihren Stiefvater ermordet haben soll. Harinder geht diesen 20 Jahre alten Spuren nach und findet mehrere Ungereimtheiten.
Jetzt kann er nicht mehr anders, er muss weiter ermitteln, die Wahrheit suchen und finden.

Wie immer sind die Protagonisten sehr fein ausgearbeitet, mit allen Nuancen des Recht- und Unrechtbewusstseins. Auch die persönlichen Komponenten kommen nicht zu kurz und sind gut in die Geschichte eingebettet. Der Schreibstil ist skandinavisch kühl, aber trotzdem erreicht der Autor seine Leser mit spannenden Wendungen und fein gezeichneten Ermittlungen.
Harinder ist kein Mann für Action. Er ermittelt leise und bedacht. Überlegt und kombiniert, und vertraut dabei zusätzlich auf seine Menschenkenntnis.
Auch wieder gut eingefangen sind die Abgründe, die hinter Haustüten lauern können. Niemals gesehen, nicht bedacht oder nur vom Hörensagen weitergetratscht. Gibt es für Außenseiter eine andere Gerechtigkeit? Auch diese Nuancen fließen gut in die Geschichte ein und machen das Buch zu einem runden Krimigenuss.

Bewertung vom 13.07.2025
Sußebach, Henning

Anna oder: Was von einem Leben bleibt


ausgezeichnet

In seinem Buch „Anna, oder was vom Leben bleibt” beschreibt Henning Sußebach das Leben einer Frau. Genauer gesagt das Leben seiner Urgroßmutter. Wie anders war doch diese Zeit! Selbst für mich, die ich altersmäßig mit dem Autor gleichauf liege, ist sie unvorstellbar.

Anna strandet in Cobbenrode und beginnt dort als Lehrerin zu arbeiten. Aus jener Zeit ist nicht viel erhalten: ein Ring, einige Postkarten, ein Kaffeeservice und einige Anekdoten.
Die Lücken dazwischen sind gefüllt mit Mutmaßungen, Emotionen und leisen, emotionalen Fragen: Was könnte geschehen sein? Die Antworten darauf sind ebenso leise wie manchmal laut, denn niemand kennt Anna noch. War sie wirklich die beherrschende Herrscherin über Schüler, Ehemänner und den Gutshof? Oder war sie eher die stille, leidende Kämpferin? Fest steht: Sie hat ein Leben gelebt. Der Autor hat es auf eine Weise beschrieben, die zeigt, dass auch ein unbedeutendes Leben bedeutsam sein kann.
Mich hat die Liebesgeschichte mit Clemens immens beeindruckt. 12 Jahre aufeinander zu warten und dann nach 90 Tagen Witwe zu werden, ist ein herber Schicksalsschlag. Natürlich fehlen dem Buch ein wenig die Emotionen. Wie sollte der Autor sie auch ohne Nachweis hineininterpretieren? Trotzdem ist das gesamte Buch sehr berührend geschrieben. Auch wenn es indirekte Emotionen sind. Das Buch hat mich tatsächlich sehr berührt. Anna lebte in einer Zeit, in der die Glühbirne gerade erst erfunden wurde. Auf dem Dorf war man auf sich allein gestellt und der Umwelt ausgesetzt. Es war mutig von Anna, trotzdem ihren Weg zu gehen.
Phänomenal finde ich auch die Einschübe, die das jeweilige Jahr aus globaler Sicht beleuchten. Es ist erschreckend, wie viel ich davon schon vergessen hatte.

Bleibt die Frage: „Früher war alles besser?”
Könnten wir in einer Welt ohne Internet noch bestehen? Ohne Globalisierung? Fraglich ...
Jedenfalls ist dieses Buch eine berührende, zauberhafte Zeitreise in ein ganz normales, unkonventionell gelebtes Leben, das durch dieses Buch wieder in Erinnerung gerufen wird.
Hut ab vor dieser sprachlichen Meisterleistung! Es ist grandios, so viele Zwischentöne und Emotionen aus einigen wenigen Zeitzeugnissen hervorzuzaubern.