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Uli
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86637 Wertingen

Bewertungen

Insgesamt 565 Bewertungen
Bewertung vom 06.01.2026
Schmelzenbart, Adrian

Lilly Red Corvette


ausgezeichnet

Ein Krimi, der noch lange in mir nachhallen wird, außerordentlich gut geschrieben, spannend, obwohl von Anfang an bekannt ist, wer hier mordet. In Wien kommt es zu Serienmorden. Es werden nur Männer getötet, die ihre Frauen mißhandelt und gedemütigt haben. Die Wiener Polizei fahndet mit Hochdruck, doch der Täter wird nie gefaßt, selbst in Anwesenheit der Polizei in einem Beisl wird ein Mann getötet. Und dann dürfen wird das Leben eben dieser Täterin mitverfolgen. Als Kind bei der ungeliebten Großmutter in einem Bauernhof aufgewachsen, die Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen und nach dem Tod des Großvaters nimmt sie ihre Tante Sissy mit nach Wien. Wir erfahren das weitere Leben von Lilly, eine bildhübsche und sehr intelligente Frau. Chefinspektorin Betty ermittelt mit ihren Kollegen, aber die Mörderin ist immer einen Schritt voraus. Doch dann treffen die Chefinspektorin und Lilly auch privat aufeinander. Wird Lilly erkannt? Handelt sie im Auftrag oder aus sich selbst heraus? Ihre Raffinesse kann niemand durchbrechen. Das Ende ist bahnbrechend aber auch traurig zugleich. Der Autor erspart es dem Leser nicht, die Grausamkeiten genau darzustellen und man staunt, wie kalt und abgebrüht Menschen sein können. Adrian Schmelzenbart drückt sich sehr gekonnt aus, klare und prägnante Sätze. Die einzelnen Kapitel sind mit Überschriften und Datum versehen. Der Spannungsbogen steigt von Seite zu Seite und man erwartet bei jeder Begegnung die Entlarvung und die Festnahme. Am Ende des Buches werden uns die wienerischen Ausdrücke erklärt. Besonders hervorzuheben ist der Wiener Schmäh, der sich durch das ganze Buch zieht und auch die Gespräche und die Frotzeleien zwischen den Beamten. Das Cover zeigt eine Episode am Schluß des Krimis. Ein Buch, das mich mehr als gefesselt hat,und ich es aus lauter Neugierde und Sensationsgier nicht aus der Hand legen konnte. Wirklich ein Wiener-Krimi voller Charm und Kaltblütigkeit,.

Bewertung vom 05.01.2026
te Marveld, Saskia

Blutwild


ausgezeichnet

Ein Thriller, wie er grausamer und boshafter nicht sein kann. Kalt, düster, grauenvoll, unmenschlich und wir schauen ganz tief in die schwarze Seele eines Menschen. Allein schon der Prolog läßt einem das Blut in den Adern gefrieren. Anka hat noch einer sadistischen Entführung, bei dem sie ihren Unterschenkel verlor, den Polizeidienst quittiert und arbeitet nun als Resilienztrainerin. Als sie an einem frühen Morgen eine SMS mit GPS Daten bekommt und das Wort Hilfe, geht sie dieser Nachricht nach und kommt in eine Hütte mitten im Wald, in der verschiedene Leichenteile in Gefäße schwimmen. Sofort denkt sie an die Handschrift ihrer Peinigers, aber dieser sitzt seitdem in Haft. Und von nun an geschehen merkwürdige Dinge. Ihr alter Bär wird ihr vor das Auto geworfen, sie wird in einer Toilette eingesperrt und ihr wird nach dem Leben getrachtet, wodurch sie immer wieder Angstzustände und Flashbacks bekommt. Einziger Trost und Halt ist ihre Freundin Izzy. Und dann schlägt der Entführer abermals zu. Und Anka kann nicht mehr unterscheiden, wer Freund und wer Feind ist. Die Autorin beschreibt diese dunklen und schrecklichen Momente derart realitätsnah, so dass man beim Lesen unwillkürlich zusammenzuckt. Besonders der Rückblick des Entführers auf sein früheres Leben macht das ganze noch authentischer. Die Ausdrucksweise und der Stil sind kurz und prägnant, ganz hervorragende Schreibweise für einen Thriller. Die Kapitel sind kurz gehalten und was mir besonders zusagt, ist die etwas größere Schrift. Von der ersten bis zur letzten Seite wird der Leser in Hochspannung versetzt und die Auflösung dieses Falles läßt uns mehr als nachdenklich zurück, denn kann man sich so in einem Menschen täuschen? Das Cover ist noch besonders hervorzuheben, Ein sehr plastisch wirkendes Beil zerschlägt dIe Buchstaben. Ich hoffe, von der Autorin noch mehr zu hören.

Bewertung vom 03.01.2026
Stern, Anne

Der Preis der Freiheit / Fräulein Gold Bd.8


ausgezeichnet

Dies ist bereits der achte Band um die Hebamme Hulda Gold und für mich war es wie ein Wiedersehen mit den vielen alten Bekannten: Meta, Max, Benjamin Gold, Frau Wunderlich, Bert, die Winters, Monsieur Ferdinand, Kommissarin Irma, die rote Burg, der Winterfeldtplatz mit all seinen Händlern. Man fühlte sich nach den ersten Seiten sofort wieder sehr heimisch. Max und Hulda sind verheiratet, Hulda fängt nun im Frauengefängnis in der Barnimstaße als Hebamme und Arzthelferin an. Ihre erste Patientin ist die hochschwangere Anna, eine Mörderin. Doch dann wird in der Haftanstalt eine andere Frau ermordet und der Verdacht fällt sofort auf Anna. Die Kommissarin Irma merkt, dass irgendetwas nicht stimmt und sie beginn mit aller Akribie zu eruieren. Die politische Lage in Berlin wird immer schlimmer, die Juden werden immer mehr ausgegrenzt. Da bekommt Max ein Angebot, in Dänemark zu arbeiten. Hier in Berlin müßte dann die kleine Familie ihre Zelte abbrechen. Hulda möchte dies aber auf keinen Fall und die ersten Unstimmigkeiten zwischen den Eheleuten kommen dadurch auf. Man merkt, dass die Autorin sich sehr genau informiert hat über das Berlin im Jahr 1932. Sie vermischt wahre Schauplätze und Gegebenheiten gekonnt mit Fiktion, wie z.B, die Wahl des Reichspräsidenten Hindenburg, das Frauengefängnis in der Barnimstraße, der Kurfürstendam, der Film der Kongreß tanzt und viele andere Gegebenheiten. Der Schreibstil von Anne Stern ist sehr gut zu lesen, die Kapitel sind nicht all zu lang und sie kann wie keine andere uns das tägliche Leben damals zeigen und verinnerlichen. Es ist einfach großartig mitzuerleben, wie sich Hulda im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Auch der Stadtplan Berlins um 1932 ist sehr aufschlußreich.

Bewertung vom 31.12.2025
Jensen, Jens Henrik

Oxen. Interregnum


ausgezeichnet

Interregnum - Zwischenherrschaft. Ein politisch sehr gut durchdachter Thriller, bei dem es nicht um sinnloses Töten geht, sondern eben stark motiviert und professionell über Machtgefüge geordert. Danehof, ein Geheimbund, er seit Jahren nicht mehr existiert, wird wieder zum Leben erweckt. Einer der führenden Kräfte, ein Generalstaatsanwalt, wird ertrunken in einem See aufgefunden, ermordet. Gleichzeitig werden auch zwei chinesische IT-Studenten ermordet, zwei weitere sind auf der Flucht und man trachtet ihnen nach dem Leben. Der Geheimdienstchef Mossmann, der vorübergehend diesen Posten wieder aufnehmen muß, bittet seine beiden besten Agenten Franck und Oxen, diesen Fall zu übernehmen. Doch nach und nach stechen sie in ein Wespennetz mit einer unbandigen Kettenreaktion und einige politische Köpfe sind mit involviert. Was hat die Justizministerin in diesem dubiosen Spiel zu tun? Dies ist der siebte Teil in der Oxen-Reihe. Allerdings liest sich das Buch nicht leicht, man braucht seine volle Konzentration, um diesen Machtkämpfen folgen zu können. Es ist sehr schwer zu unterscheiden, wer für welche Seite sich einsetzt. Der Autor schreibt seine Kapitel kühl und präzise, er braucht kein Wortgeplänkel, seine Ausdrucksweise ist anspruchsvoll und teilweise emotionslos. Franck und Oxen sind keine Superhelden und haben beide mir ihren persönlichen Problemen zu kämpfen, insbesondere Oxens Sohn wurde bei einem Überfall sehr schwer verletzt. Bis zum Schluß bleibt die Spannung aufrechterhalten und man sieht sich in die Intrigen und Machtkämpfe mit verwickelt. Auch das Cover sieht sehr bedrohlich aus, schwarz mit flammender roter Schrift und einem alten Gemäuer. Eine Unterhaltung der Spitzenklasse.

Bewertung vom 30.12.2025
Pilckmann, Nina

Die Menschenfängerin


ausgezeichnet

Die 28jahrige Ilaria fährt nach Italien zur Beerdigung ihrer Nonna. Mt dieser hatte sie im Gegensatz zu ihrem Nonno nicht das beste Verhältnis, sie hatte immer das Gefühl, von ihrer Großmutter abgelehnt zu werden. Auf dem Dachboden findet sie die Tagebücher ihrer Nonna und beginnt darin zu lesen. Die junge Clelia hatte eine sehr schwere Jugend, der Vater prügelte sie, Ihr Hobby war das Fotografieren. Doch dann verließ sie ihre Heimat, ging nach Florenz und verliebte sich in einen älteren Mann, um später nach einem unglücklichen Ereignis wieder in ihre Dorf zurückzukehren. Clelia konnte in den Menschen lesen und Menschen für sich beeindrucken, man nannte sie eine Menschenfängerin. Aber auch ihre Enkelin Ilaria besitzt diese Gabe. als diese bei einer beruflichen Veranstaltung auf den charismatischen Hendrik trifft, scheint er dagegen immun zu sein, doch sie setzt alles daran, Hendrik für sich zu gewinnen, trotz aller Warnungen ihres besten Freundes Nils. Die Autorin verteht es gekonnt, den Leser voll in ihren Bann zu ziehen. Ihre Geschichten sind stets sehr emotional, ich möchte sagen, fast poetisch angehaucht. In gefühlvoller Weise versteht sie es, ihren Romanfiguren Leben einzuhauchen, so dass man beim Lesen voll in eine andere Welt eintauchen kann und man kann erkennen, dass sie eine psychotherapeutische Ausbildung genossen hat. In ihren Büchern durchleben die Protagonisten eine schwere seelische Erschütterung. Ilarias Aufenthalt in Italien wird derart detailgetreu beschrieben, man meint die Sonne zu fühlen, den Geruch des Grases und die ganze Magie Italiens. Das Cover ist sehr eindrucksvoll gestaltet. Es zeigt eine junge Italienerin mit großen, braunen, traurigen Augen.

Bewertung vom 28.12.2025
Lynn, Anna

Die FeuchtOasen der Geilheit Erotische Bekenntnisse


ausgezeichnet

Die Autorin schreibt immer wieder Bücher, bei denen es Spaß macht, sie zu lesen. Einfach toll, wie sie die Sexspiele beschreibt, offen und ohne Tabus, aber nicht obszön oder abstoßend. Man kann die Geschichten lesen und das Kopfkino beginnt zu arbeiten und jeder kann sich etwas anderes vorstellen. Anna besitzt eine Luxusjacht. Um die erste Fahrt genügend einzuweihen, lädt sie Freunde und Bekannte zu einer Torn ein. Und in den Kabinen bleiben keine Wünsche unerfüllt. Das Sexleben blüht in höchsten Tönen auf, verschiedene Spielarten, jeder mit jedem, zu zweit oder zu dritt, jeder kommt auf seine Kosten und schwellt in der höchsten Ekstase. Sehr genau und ohne Scheu und Scham erzählt uns die Autorin die einzelnen Sexpraktiken und die Jacht schwankt nicht nur wegen des hohen Wellengangs und die Seekrankheit hat überhaupt keine Chance, zumal auch genügend Alkohol fließt. Das Cover zeigt eine bildhübsche Frau in mehr aus aufregenden Dessous.

Bewertung vom 27.12.2025
Shepherd, Catherine

Verstummte Narben: Thriller


ausgezeichnet

Und wieder ein fulminanter Thriller von Catherine Shepherd. Eine Frau wird nur mit einem Nachthemd bekleidet tot auf dem Friedhof vor einem Grab gefunden. Unter ihr ein Foto einer anderen Frau mit aufgerissenen Augen und ein Hinweis darauf, dass auch sie bald sterben wird. Bei der Obduktion der Leiche wird auf ihrer Leiste eine dreistrichlige Wunde gefunden, genau die gleiche, die bei dem getöteten Bruder der Rechtsmedizinerin Julia Schwarz gefunden wurde. Es kann sich also nur um einen Nachahmer handeln, da der Mörder schon lange inhaftiert ist. Auch die zweite Frau konnte nicht gerettet werden und das Morden geht weiter. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Es kommen mehrere Verdächtige in Betracht und auch verschiedene Tötungsarten. Julia und ihre Familie werden auch bedroht und jedes gefundene Indiz erweist sich als unbrauchbar. Schon allein der Prolog ist sehr nervenaufreibend und die kurzen Kapitel übertreffen sich an Spannung. Bis zuletzt ist nicht bekannt, wer hier mordet. Julia spricht auch mit dem Mörder ihres Bruders, der ihr rätselhafte Hinweise hinterläßt. Ein Puzzlespiel, das die Ermittler in die Irre führt. Die Sprache der Autorin ist kurz und prägnant und die kriminalistischen Vorgehensweise und die Jagd auf den Mörder lassen uns oftmals den Atmen anhalten. Sie führt uns ganz intensiv auf verdächtige Personen hin und wenn man meint, nun endlich die Lösung gefunden zu haben, steht ein anderer Verdächtiger wieder auf dem Plan. Gekonnt und sehr unterhaltsam wird hier die Spannung auf den Höhepunkt getrieben. Trotz der vielen Thriller gehen der Autorin die Ideen nicht aus und das Vorgehen der Täter wird immer grausamer. Auch das Cover, gewohnt wie immer in roter Schrift, zeigt eine Frau und darum ist ein Rahmen aus lauter Glasscherben. oder soll es zersplitterendes Eis darstellen. Glasklar und eiskalt und man darf sich auf den nächsten Thriller freuen.

Bewertung vom 23.12.2025
Boehler, Arne M.

... und war tot.


ausgezeichnet

Ein Thriller mit sehr vielen Facetten und für mich um so interessanter, da er ein Heimspiel ist, in Augsburg und Umgebung. Svenja Paulus, Kommissarin, ist vom Dienst beurlaubt.. Sie steht unter Verdacht, ihren früheren Freund ermordet zu haben. Man sah sie in der Nähe des Tatorts mit ihrem Motorrad und ihrer Kleidung. Svenja bestreitet die Tat, da sie zur Tatzeit zuhause auf der Couch lag. Außerdem ist sie noch schwer traumatisiert, da ihr jetziger Lebensgefährte bei einem Brand ums Leben kam. Und zu all ihren ihrem Übel taucht bei ihr zuhause noch Iska auf, eine Jugendliche auf, die vom Heim, wo Svenja sie einst untergebracht hat, geflüchtet ist. Sie erzählt, als sie das Heim verlassen hat, sei ihr vom Fenster ein anderes Mädchen vor die Füße gefallen, ermordet. Niemand glaubt Iska, da sie es mit er Wahrheit nie so genau genommen hat. Doch in beiden Fällen gibt es viele Unstimmigkeiten, nach und nach kommen sowohl Svenja wie auch Iska merkwürdige Dinge auf die Spur, Und die Beiden kommen in ihren Ermittlungen selbst in große Gefahr. Das Buch ist von der ersten Seite an sehr spannend gemacht, man spürt, wie sich der Spanungsbogen von Kapitel zu Kapitel erhöht, es kommen Menschen und Geschehnisse ins Bild, die immer wieder andere Sichtweisen auf die Verbrechen darstellen. Die Ausdruckweise des Autors ist klar und prägnant. In kurzen Sätzen bringt er uns das Grauen und Untaten näher, er braucht dazu keine Beschönigungen und das Buch liest sich sehr gut, auch, weil ein jedes Kapitel eine andere interessante Darstellung hat. Der letzte Satz des Thrillers löst bei mir einen wirklich sehr spannenden Cliffhanger aus, ich weiß wirklich nicht, wie ich dies verarbeiten kann und wie die Sache zu lösen ist. Ich darf hoffen, dass der nächste Thriller diese Sache weiterverfolgt. Der düstere Einband und die große Schrift, wie mit Kreide geschrieben, weisen sofort darauf hin, dass dies ein Thriller mit besonders vile Grauen ist.

Bewertung vom 22.12.2025
Heinrich, Maria

TÖDLICHE FAHRT - KEIN NORMALER ARBEITSTAG


ausgezeichnet

Dies ist bereits der vierte Band um den Bereich "Kein normaler Arbeitstag" und ich war wie immer mehr als begeistert, in dem Buch steckt so viel Elan, Kriminalität und Wissen und die Spannung steigt und man kommt gar nicht mehr zum Nachdenken, so überschlagen sich die Ereignisse und die Verdächtigten werden immer mehr und hinter jeder Person vermutet man Inrtrigen. Wieder ein Meisterwert, sprachlich, fachlich, spannungsgeladen. Die IT-Spezialistin Ana Rubin nimmt einen weiteren Auftrag an. Die 70jährige Firmenchefin der Fa. Fiala & Sohn bittet sie die EDV bezüglich der ISO Zertifizierung zu übernehmen und fertigzustellen, die bisher ihr tödlich verunglückter Sohn inne hatte. Doch bald schon stößt Ana bei den anderen Mitarbeitern auf eine Mauer des Schweigen, feindselig begegnet ihr so mancher Kollege und es geschehen makabere Dinge. Schließlich wird sie noch beschuldigt, wichtige Daten gelöscht zu haben. Der 12jährige Enkel der Firmeninhaberin glaubt nicht an einen normalen Tod seines Vaters und sucht dessen Testament, Zudem ist ein frühere Mitarbeiter der Firma spurlos verschwunden. Luis beherrscht die EDV perfekt und kommt einigen Ungereimtheiten auf der Spur und dann ist der Junge plötzlich verschwunden. Ana setzt alles daran Luis zu finden und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Das Ende des Buches ist dann so suspekt, man kann es gar nicht glauben, wieviel Böses in den Menschen steckt, wenn die Gier überhand nimmt, Hier merkt man ganz genau, dass Marie Heinrich die IT Branche total beherrscht und wir es mit ihr mit einer Expertin zu tun haben. Sie schreibt sie realitätsnah, wie eben heute in den Büros mit EDV, IT und KI gearbeitet wird. Ich freue mich schon, wenn ein weiterer Band erscheint. Durch das Cover erkennt man sofort, dass es wieder ein Buch Kein normaler Arbeitstag ist. Auf dem schwarzen Cover ein leuchtender Scheinwerfer.

Bewertung vom 20.12.2025
Klementovic, Roman

Dunkelnah


ausgezeichnet

Ein Buch, das einem die Schauer über den Rücken jagen läßt. Simon möchte mit seinem alten Leben abschielßen und tritt eine Stelle in einem alten Kurhotel mitten im Wald an. Es ist seit Jahren ungenutzt und sehr heruntergekommen. Auch die Besitzer sind seltsame Leute, Herr Reiter läuft immer mit einem Gewehr durch die Gegend, sein Begleiter ist ein bissiger Rottweiler. Frau Reiter frönt dem Alkohol und träumt von einer baldigen Eröffnung des Hotels. Auch die Dorfbewohner verhalten sich Simon gegenüber sehr abweisend. Dann erfährt er, dass zwei Frauen im Zusammenhang mit dem Hotel verschwunden sind. Simon möchte das nun genauer wissen, aber er fühlt sich immer verfolgt und da gibt es auch noch ein Mädchen, die Tochter der Besitzer, die sich sehr seltsam verhält. In dem großen Haus irrt er herum, immer auf der Suche und es geschehen recht eigenartige Dinge. Schließlich muß er um sein Leben bangen, denn nicht nur die die Reiters haben es auf ihn abgesehen. Und als er ein Foto sieht, kommt ihm die junge Frau bekannt vor, aber dann ist auch das Foto nicht mehr da. Der Thriller wird von Simon in der Ich-Form erzählt. Dies geschieht so realistisch, man kann sich das alte Gemäuer, das Geknarre und die Muffigkeit so richtig vorstellen. Jeder der Protagonisten hat etwas zu verbergen und stellt sich anders dar, als er ist. Die Spannung erhöht sich von Kapitel zu Kapitel, oftmals mußte ich beim Lesen innehalten, denn es war derart gespenstisch, mystisch, man mußte erst wieder zu Atem kommen. Schon der Prolog war an Grausamkeit nicht zu überbieten. Der Autor versteht es total, einen in eine dunkle, verborgene Welt schauen zu lassen. Die Sprache ist klar und prägnant, die Kapitel sind kurz und das Lesen schreitet schnell voran, nicht zuletzt, weil man Angst mit und im Simon hat. Das Cover zeigt eine Treppe, die in einen alten schimmligen Keller führt und die Schrift darauf ist blutrot.