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Schnuppe1

Bewertungen

Insgesamt 142 Bewertungen
Bewertung vom 11.01.2026
Asher, Ivy;Kennedy, Raven

Rabid


gut

nicht meins

Auf dieses Buch war ich wegen des tollen Covers neugierig, außerdem wollte ich einmal in ein anderes Genre hineinschnuppern. Leider war das keine so gute Idee, mich konnte die Geschichte gar nicht abholen. Laut Klappentext war bei dem beschriebenen Plott klar worum es geht und das Ende vorhersehbar. Für ein paar entspannte Lesestunden ist das häufig das Richtige, dennoch fand ich die Umsetzung extrem schlecht. Die einzelnen Figuren fand ich schwach angelegt und eine wirkliche Entwicklung konnte ich nicht feststellen. Durch die dominante Wölfin nach dem schief gelaufenen Ritual, die Gruppen und Beziehungen wäre hier einiges möglich gewesen, doch das Ganze plätschert nur so vor sich hin, die Spannung fehlte. Dies sollte wohl mit viel Spice gerettet werden, doch auch diese Szenen wirkten so hölzern, dass ich sie ungern gelesen habe. Die Triggerwarnungen sind jedoch sehr berechtigt und sollten beachtet werden.
Von mir gibt es 2,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist.

Bewertung vom 11.01.2026
Stern, Anne

Die weiße Nacht


ausgezeichnet

Nachkriegskrimi

Anne Stern hat mit „Die weiße Nacht“ einen Reihenauftakt für ein interessantes Ermittler Duo vorgelegt. Das Setting ist der Hungerwinter 1946/47, Lou Faber ist eine junge Fotografin, die auf der Suche nach emotionalen Motiven eine Tote mit gefalteten Händen, in den Ruinen auffindet. Sie unterstützt den Kriminalkommissar Alfred König bei seinen Ermittlungen. Es bleibt nicht bei dieser einen Leiche, und die nahe Vergangenheit spielt mit in die Ermittlungsarbeit.
Die Zeit und ihre Ereignisse haben die Menschen geformt, so lernen wir hier Figuren kennen, die ihr Päckchen zu tragen haben und somit besondere Ecken und Kanten haben. Anne Stern ist es gelungen, ein authentisches Bild dieser schweren Zeit zu zeichnen und lebensnahe Figuren zu kreieren, auch die Nebenfiguren sind gut ausgestaltet und wirken realistisch. Der Konflikt zwischen richtig und falsch, Opfern und Tätern war in dieser Zeit besonders schwer, da die Vergangenheit die Gegenwart immer überschattet hat. Das Treiben auf dem Schwarzmarkt, die Polizeiarbeit und auch die Einmischung der Politik sind gut in die Handlung eingeworben worden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen

Bewertung vom 11.01.2026
Barron, Sylvia B.

Uns führt der Mut


ausgezeichnet

bewegende Familiengeschichte

Dieses Buch ist ein Reihenauftakt zu einer Trilogie. Die Familiengeschichte rankt sich um das Unternehmen Otto Kaiser AG, die 1932 in den roten Zahlen steckt. Eine Verbindung der jüngsten Tochter Emma mit dem Unternehmersohn Franz von Altrock könnte eine Wendung herbeiführen. Doch Franz steht der NSDAP nahe, die Emma nicht mag. Als Max Dietrich in der Kaiser AG anfängt, bringt er vielversprechende innovative Ideen mit, doch er verbirgt etwas.

Das Buch spiegelt sehr gut das Zeitgeschehen Dresdens in den 30erJahren wider. Die Familiengeschichte, die Not, die politische Entwicklung und schließlich auch die politische Bedrohung sind gut herausgearbeitet. Der christliche Glaube ist gut mit eingearbeitet, das Gottvertrauen und die Hilfsbereitschaft aus der christlichen Überzeugung heraus werden hier glaubhaft und selbstverständlich dargestellt, was mir gut gefällt.

Emma gerät zwischen die moralischen Fronten: Soll sie die Familie mit einer sicheren Verbindung retten oder ihrem Gefühl folgen? Das in der Familie jüdische Verwandtschaft vorkommt, die ihr lieb und teuer ist, erleichtert ihre Lage nicht. Damals mussten Äußerungen und Taten oft zur eigenen Sicherheit gut abgewogen werden. Denunzianten waren gefährlich und viele Menschen ließen sich in ihrer Verzweiflung über die Lebenssituation hinreißen der Propaganda zu folgen.

Ein spannender erster Teil, ich freue mich auf die Fortsetzungen, die hoffentlich genauso spannend und unterhaltsam Zeitgeschichte vermittelt und über das weitere Schicksal der Familie Kaiser erzählt.

Bewertung vom 13.12.2025
Neitz, Marika

Das Forsthaus


sehr gut

Mord in Mariensicht

Katharina wird von ihrem Mann vor vollendete Tatsachen gestellt. Er hat ihr Leben von Berlin in ein Dorf im Westerwald verlegt. Hier möchte der Architekt eine abgelegene Forsthausruine in ein Heim für sie verwandeln. Nach einigen Fehlgeburten ist Katharina psychisch und physisch ausgelaugt, den Job als freie Journalistin übt sie vorerst nicht aus. Die Ehe scheint mehr richtig zu funktionieren, schnell wird klar, dass die Ursachen nicht nur in Katharinas unverarbeitetem Leid liegen. Das Dorf Mariensicht wird sehr klischeehaft beschrieben, dennoch wirkt es mit seiner Enge, den Bewohnern und den allzeit offenen Augen und Ohren sehr authentisch. Katharina sucht Kontakte, doch das gestaltet sich schwierig. In der Ruine entdeckt sie Spuren der Vorbesitzer, die auch auf ein Verbrechen hinweisen. Der journalistische Instinkt wird bei Katharina sofort wach und sie beginnt den Spuren der Vergangenheit auf den Grund zu gehen. So entspinnt sich eine zweite Geschichte auf einer anderen Zeitebene, die ich noch spannender fand als die Gegenwart, die sich doch recht bald als vorhersehbar abzeichnete. Der Kriminalfall der Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart und überrascht mit ungeahnten Wendungen. Wie gut diese gemacht waren offenbarten die vielen falschen Vermutungen in einer Leserunde. Am Ende werden alle Fragen beantwortet. Katharinas neue Jobaussichten lassen vermuten, dass es hier Fortsetzungen geben könnte, ich wäre dann gerne wieder mit dabei.

Bewertung vom 28.11.2025

5 Minuten Gott und ich - Kleine Auszeiten im Advent


ausgezeichnet

5 Minuten Impulse

Das schlichte schöne kleine Büchlein ist ein Adventskalenderbuch, das erfrischend anders daher kommt. Es bietet eine Auszeit von der Hektik, die leider in der Adventszeit häufig vorherrschend ist. Da bieten die kleinen Besinnungspausen eine schöne Abwechslung und einen Gegenpol zum Stress. Eigentlich sollte die Vorfreude, das Warten und auch Stille einen Raum in der Adventszeit haben, doch davon sind wir weit entfernt. Das man für fünf Minuten eine kleine Pause eingelegt und etwas für sich selbst tut, ist aber definitiv machbar. Dieses Buch bietet dazu einen schönen Anreiz. Einmal kurz innehalten und sich auf ein ganz anderes Thema fern vom Alltag einlassen, sollte möglich sein. Die Impulse beginnen mit einem Bibelvers, dann folgen ein Gedanke und ein kurzes Gebet, abschließend gibt es eine Frage zum Weiterdenken. Die reine Lesezeit beträgt meist eine Minute, aber aus dieser ergibt sich eine Aufforderung über das Thema nachzudenken und kurz in sich zu gehen. Mir gefällt, das Themen aus der Alltagswirklichkeit aufgegriffen werden, die zu Freundlichkeit und Nähe führen.

Die schlichte edle Gestaltung trägt ebenfalls zur Ruhe bei. Das kleine Hardcoverbuch sieht sehr hochwertig aus und eignet sich gut als Geschenk. Empfehlenswert

Bewertung vom 28.11.2025
Löckenhoff, Ursula;Sombecki, Simone

Tierschutzhund Lieblingshund


ausgezeichnet

guter Ratgeber

Alles rund um die Adoption eines Tierschutzhundes, hier bleibt keine Frage unbeantwortet.
Das Thema wird wirklich sehr umfassend aufgearbeitet. Angefangen mit seriösen Tierschutzvereinen und wie man sie erkennt, über Pflegestellen, die Situation in Deutschland mit ihren Besonderheiten und Risiken. Warum sollte man überhaupt Tiere aus dem Ausland adoptieren u.v.m wird hier ausführlich diskutiert.
Auch der Hund mit seinen Lebensphasen im Allgemeinen wird vorgestellt und welche Besonderheiten es geben kann, je nachdem was der Hund erlebt hat. Ein Selbsttest und auch Fragen rund um die notwendige Ausstattung runden das Buch ab.
Selbst hinsichtlich der Erziehung gibt es Tipps, aber diese sind natürlich nicht so erschöpfend beantwortet, das würde den Umfang des Ratgebers sprengen, trotzdem finden sich hier viele wertvolle Tipps.
Ein rundum gelungener Ratgeber, der Allen, die an Tierschutzhunden interessiert sind, wirklich weiterhelfen kann.

Bewertung vom 28.11.2025
Perego, Carlotta

Carlottas vegane Küche


gut

zu simpel

Carlottas vegane Küche enthält rund 80 Rezepte, die alle recht schnell und einfach zuzubereiten sind.

Die Aufmachung ist sehr schön, die Bilder sind gut inszeniert und zeigen ansprechende Gerichte. Die Zubereitungsschritte sind gut beschrieben und klar gegliedert, so das nichts schief gehen kann. Die Zutatenlisten waren vollständig und nicht zu umfangreich. Tipps zur Aufbewahrung und Weiterverwendung von Resten runden die Rezepte ab.

Den Rezepten geht eine ausführliche Einleitung voran. Hier findet man Tipps zum Entrümpeln der Küche, Ordnungssysteme, Einkaufstipps u.ä., das hatte ich in der Form und Ausführlichkeit nicht erwartet und fand es überflüssig.

Das schönen Outfit konnte aber meine Kritikpunkte nicht ausbügeln. Mir fehlten Nährwertangaben und vor allem neue Ideen. Eine Doppelseite für gebackenen Rosenkohl ist mit zu schlicht. Ofengemüse ist altbekannt und mit nur einem Gemüse hat man noch keine vollständige Mahlzeit. Ich habe kaum etwas gefunden, was ich gerne nachmachen wollte.

Ich denke, dies ist ein Buch für Fans der Autorin und allenfalls Einsteigern ins Thema, wobei es da bessere Bücher gibt. Von gibt es gut gemeinte 2,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist.

Bewertung vom 28.11.2025
Hörner, Franziska

Und mir bleibt der hässliche Hund


ausgezeichnet

zurück ins Leben

Felix hat nur noch den hässlichen Hund seiner kleinen Schwester, alle anderen sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sein bisheriges Leben gibt es nicht mehr, er steht wie erstarrt vor einem Scherbenhaufen. Zum Glück hat er eine großartige Tante, die ihr Leben für ihn umkrempelt und versucht ihm seine gewohnte Umgebung zu erhalten. Doch der Weg zur Heilung und zurück ins Leben ist weit. Felix und Bolt, der Hund der Schwester, drohen in der gemeinsamen Trauer zu versinken.

"...ganz unabhängig davon sollte man seine Erfahrungen und die daraus entstehenden Emotionen nicht mit denen anderer vergleichen...Emotionen sind nicht relativ, Schmerz ist nicht relativ. Du kannst deine Gefühle nicht mir denen anderer messen oder vergleichen. Niemand führt dein Leben, niemand fühlt so, wie du fühlst..."

Felix lernt nur ganz allmählich seine Gefühle anzunehmen und zu verarbeiten. Eine tolle Therapeutin ist dabei eine große Hilfe. Lichtblicke ergeben sich, als er einen neuen Freund findet, mit dem ihn viel verbindet und der wohl ähnlich fühlt. Die Geschichten der Beiden scheinen sich auf den ersten Blick zu ähneln und sind doch so verschieden, ebenso wie die Wege, die sie gehen müssen. Als die immer gut gelaunte Marie zu den Beiden stößt, verändert sich nochmal einiges.

Diese Geschichte ist warmherzig geschrieben und trotz der Schwere des Themas in großen Teilen auch humorvoll. Bolt ist ein Türöffner, der immer wieder für tolle Momente sorgt. Die Jugendlichen werden erwachsen und stellen sich dem Leben, auch wenn es schwerfällt. Das dabei jeder seinen eigenen Weg und sein eigenes Tempo braucht, wird sensibel vermittelt. Die Trauer und ihre Auswirkungen werden authentisch beschrieben und sorgen beim Lesen durchaus für Tränen, das wird durch humorvolle Momente und andere Passagen immer wieder gut aufgefangen. Die Freundschaft der drei Protagonisten entwickelt sich glaubhaft und auch die unterschiedlichen Entwicklungen der Figuren gefallen mir gut.

Eine sehr emotionale aber auch sehr glaubhafte Geschichte für junge Menschen ab 13 Jahren und alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen mussten/müssen.

Bewertung vom 28.11.2025
Rohmann, Kathrin

Kater Klaus vermisst die Maus


ausgezeichnet

Ein besonderes Weihnachtsmärchen

Eine wundervolle Weihnachtsgeshichte in 24 Kapiteln, so dass sich das Buch auch als Adventskalender eignet. Die wunderschönen Illustrationen passen sehr gut zu der tollen Geschichte, die Freundschaft, Familie und Hilfsbereitschaft warmherzig in den Mittelpunkt rückt.

In einem Pinienwald lebt Großvater Vasilis zusammen mit Kater Klaus und der kleinen Maus. Sie haben es schön und gemütlich, aber leider kein Geld, um dem Enkel Niko in Deutschland ein Weihnachtspäckchen zu schicken. Doch eine Lösung ist schnell gefunden. Die Maus wird per Tierexpress das Päckchen zu Niko bringen. Kater Klaus sitzt zu Hause, sieht aus dem Fenster und denkt an seinen kleine Freund. Diese Grundstimmung ist auf dem Cover überzeugend dargestellt, es scheint man sieht gemeinsam mit dem Kater aus dem Fenster in die verschneite Landschaft. Die Pinienzweige und -zapfen haben einen besonderen Bezug zur Geschichte und die Lichterkette, die das Fenster einrahmt ist sehr schön weihnachtlich.

Die Maus erlebt allerlei Abenteuer und Überraschungen, bei denen viele verschiedene Tiere mit einbezogen werden. Das Ende ist dann eine Überraschung für alle Beteiligten.

Wie im echten Leben geht unterwegs auch mal unbemerkt etwas verloren, im Text wird auf diese kleinen Verluste explizit hingewiesen und man kann sich ausmalen, was wohl mit den Dingen geschehen wird.

Die Kinder können hier immer wieder in neue Szenen eintauchen und und neue Umgebungen entdecken. Viele unterschiedliche Tiere mit ihren besonderen Eigenschaften helfen der Maus auf ihrem Weg. Die Werte Freundschaft, Familie, Hilfsbereitschaft werden glaubwürdig vermittelt. Wir haben die kleine Maus auf ihrer Reise sehr gerne begleitet und auch mit dem Opa und dem Kater mitgefühlt. Außerdem lernt man einiges über die Weihnachtsgebräuche und -gerichte in Griechenland. Uns hat dieses Buch sehr gut gefallen.

Bewertung vom 28.11.2025
Funke, Cornelia

Gespensterjäger und der Weihnachtsspuk (Band 5) - Mit 8 illustrierten Farbseiten


ausgezeichnet

gespenstische Weihnachten

Cornelia Funke hat einen fünften Band zur ihrer Gespensterjäger-Reihe geschrieben, passend zur Jahreszeit geht es um Weihnachten und einen Weihnachtsbaumspuk. Nach all den Jahren hat es mir sehr viel Spaß gemacht Tom, Hedwig und Hugo wiederzutreffend.

Mein Lesekind war von allen Teilen begeistert, obwohl wir mit dem neuesten Fall begonnen haben.

Wir erfahren das Tom ein Weihnachtsmuffel ist, seine Familie hingegen liebt das Fest und die Vorbereitungen. Hedwig feiert mit Hugo und lässt sich nicht zu einem Arbeitsaufflug überreden. Bevor die Feierei so richtig los geht, beginnt aber ein Spukabenteuer bei Toms Familie. Der Weihnachtsbaum entpuppt sich als gruseliges Spukphänomen und hat ganz besondere Tricks auf Lager. Tom kann sich in letzter Sekunde zu Hedwig und Hugo retten.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, um Toms Familie aus den Fängen des spukenden Weihnachtsbaums zu retten. Tom, Hugo und Hedwig laufen zur Hochform auf. Es kommen neue Figuren ins Spiel und das Abenteuer liest sich äußerst spannend und kurzweilig. Der Humor kommt, insbesondere durch Hugo, nicht zu kurz und lockert so die gruseligen Stellen gekonnt auf.

Die vielen Gespensterjäger-Abkürzungen sind hinten alphabetisch aufgeführt, außerdem finden sich dort noch einige ganzseitige bunte Illustrationen zu besonderen Punkten der Geschichte, die dieses Mal von Franziska Blinde und nicht von der Autorin erstellt wurden. Im Buch finden sich gelegentlich auch einige unterstützenden schwarz-weiß Zeichnungen.

Uns hat dieses Buch sehr gut gefallen und wir empfehlen es gerne weiter. Besonders toll, in der richtigen Reihenfolge, es kann aber auch ohne Vorkenntnisse gut verstanden werden. Wer Lust auf eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte hat, ist hier genau richtig.