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Der Blog von Medizinstudenten für Medizinstudenten - eine bunte Mischung aus Lerntipps, Rezensionen und Erfahrungsberichten, die einem das Medizinstudium erleichtern.

Bewertungen

Insgesamt 165 Bewertungen
Bewertung vom 08.05.2022
Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie
Niethard, Fritz Uwe;Biberthaler, Peter;Pfeil, Joachim

Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie


sehr gut

Zielgruppe

Das Buch kann sowohl von Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt als auch von jungen Weiterbildungsassistenten sinnvoll verwendet werden.

Aufbau / Didaktik

Das Buch gliedert sich in einen allgemeinen Teil A, in dem Grundlagen für die Diagnostik und Therapie behandelt werden. In Teil B geht es um grundlegende Inhalte der Orthopädie und Unfallchirurgie, als beispielsweise Fehlbildungen, Wachstumsstörungen, Knochen- und Gelenkerkrankungen sowie entsprechende Tumoren und Infektionen. Im finalen Teil C wird in 13 verschiedenen Kapiteln auf die spezielle Orthopädie und Unfallchirurgie der verschiedenen Körperregionen (von Kopf bis Fuß) eingegangen. Natürlich ist die Duale Reihe im klassischen Zwitter-Format mit dem zentralen ausführlichen Text und dem Kurzlehrbuch am Seitenrand gehalten.

Inhalt

Die Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie beinhaltet alle wichtigen Themen, die im Studium und dann auch im Examen abgefragt werden können. Auch als Berufsanfänger kann man hier noch das ein oder andere nachlesen. Die Texte sind eingängig geschrieben und das Buch besticht durch die vielen guten Abbildungen und Tabellen, die das Buch anschaulich gestalten. Selbst wenn man für das Fach nicht mehr als das Grundinteresse aufbringen kann, kommt man durch die Zusammenfassungen am Seitenrand gut zurecht und kann so die wichtigsten Inhalte in kurzer Zeit abgreifen.

Fazit

Auch in der 9. Auflage bleibt die Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie ein tolles Buch, das entsprechend interessierte Studenten lange begleiten kann. Es besticht durch ein umfassendes Konzept mit vielen guten Abbildungen. Die Inhalte sind auch online über eRef verfügbar. Leider wurde der Preis im Vergleich zu den Vorauflagen erhöht und der Einband ist für die Seitenanzahl leider wenig stabil gestaltet. Trotzdem ist das Buch eine gute Investition im klinischen Studienabschnitt.

Bewertung vom 24.02.2022
Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie


sehr gut

Zielgruppe:

Die Duale Reihe wurde für Medizinstudenten des klinischen Studienabschnitts, Psychologiestudenten und Assistenzärzte der Psychiatrie geschrieben, die sich am Anfang ihrer Ausbildung befinden.

Aufbau / Didaktik:

Grob ist das Buch in insgesamt 4 verschiedene Teile untergliedert. Nach den Grundlagen mit Untersuchungsmethoden, Symptomen und der Klassifikation (inkl. ICD-11-Codierung) folgt der größte Teil, die Krankheitslehre: Hier werden auf ca. 430 Seiten die häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder beschrieben. Nach den Grundpfeilern der Therapie schließt das Buch mit einem kleinen Teil zu den juristischen Aspekten, die ja in der Psychiatrie nicht ganz unwichtig sind. Klassischerweise ist das Buch im Duale-Reihe-Stil gehalten und beinhaltet also auch wieder das sogenannte „Kurzlehrbuch“ an den äußeren Seitenenden. Definitionskästen, Tabellen und die Rubrik „Patientensicht“, also eine Schilderung aus Patientenperspektive runden das Textbild ab und bringen didaktische Abwechslung.

Inhalt:

Die Texte sind gut verständlich geschrieben und eingängig. Inhaltlich holt das Buch den Leser auf studentischem Wissensstand ab und ist deshalb geeignet zur Vorbereitung / dem Nacharbeiten im Rahmen einer Famulatur oder dem entsprechenden PJ-Tertial. Für weitergehende praxisrelevante Inhalte im Rahmen der Facharztausbildung dürfte das Buch an manchen Stellen etwas knapp sein.

Fazit:

Wie so häufig liefert der Thieme Verlag mit der Dualen Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie ein designtechnisch ansprechendes Buch mit modernem Textbild und eingängigen Texten. Natürlich gibt es wieder einen Code für eRef im Buch, wodurch man auf die Inhalte dann auch per App oder im Internet zugreifen kann. Ein mittlerweile schon alter Kritikpunkt der Dualen Reihe-Bücher ist wie immer der Einband, der leider nicht so stabil konzipiert wurde, wie man sich ihn für ein fast 700 Seiten starkes Buch wünschen würde. Der Inhalt des Buches orientiert sich von der Tiefe her an manchen Stellen eher am studentischen als am assistenzärztlichen Wissensstand.

Bewertung vom 24.01.2022
Kurzlehrbuch Innere Medizin
Baenkler, Hanns-Wolf; Bals, Robert; Goldschmidt, Hartmut; Hahn, Johannes-Martin; Hinterseer, Martin

Kurzlehrbuch Innere Medizin


sehr gut

Zielgruppe

Auch die 4. Auflage des Kurzlehrbuchs Innere Medizin richtet sich an Medizinstudenten des klinischen Studienabschnitts, die einen guten Überblick über das große Feld der Inneren Medizin bekommen oder vor / während der Famulatur oder dem PJ-Tertial nochmal etwas nachlesen möchten. Auch zur Prüfungsvorbereitung oder vorlesungsbegleitend kann das Kurzlehrbuch eingesetzt werden.


Aufbau / Didaktik

An der Kapiteleinteilung hat sich im Grunde nicht viel geändert: Das "Kurzlehrbuch Innere Medizin" gliedert sich in 12 Kapitel, die die einzelnen Gebiete des großen Faches behandeln. So umfasst das Buch von der Kardiologie, Angiologie, Hämatologie, Pneumologie, Gastroenterologie über die Endokrinologie, Nephrologie und Immunologie bis hin zur Rheumatologie, Infektiologie und internistischen Intensivmedizin ein breites Spektrum auf den 696 Seiten. In jedem Kapitel wird erst einmal auf die jeweiligen Leitsymptome und die diagnostischen Methoden hingewiesen, bevor spezifische Krankheitsbilder erklärt werden.

In der neuen Auflage wurden tatsächlich ein paar Abbildungen weniger verwendet, obwohl das Buch ca. 30 Seiten länger ist. Auf diesen zusätzlichen Seiten wurden einige Fakten hinzugefügt wie beispielsweise auch etwas zu Covid-19. Weiterhin sind Fallbeispiele optisch hervorgehoben und leiten jedes Kapitel ein. An den  sogenannten "Key Points", Merke-Kästen, Tabellen und Praxistipps hat sich seit der letzten Auflage nicht viel getan.


Inhalt

Wie der Name schon erahnen lässt, gibt das Kurzlehrbuch einen Überblick über die meisten Bereiche der Inneren Medizin. Das gibt einem eine solide Grundlage für die praktische Anwendung in Famulatur, PJ oder am Anfang des Berufslebens. Detailwissen muss man sich erwartungsgemäß aus dickeren Büchern holen

Fazit

Nach mehr als 6 Jahren wurde das Kurzlehrbuch Innere Medizin auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht und um ca. 30 Seiten erweitert. Das zuletzt aktualisierte modernere Design ist vom Grundsatz her geblieben und auch die Grundausrichtung des Kurzlehrbuchs hat sich nicht geändert, was aber ja bei einem guten Buch auch nicht sein muss. Wie üblich wurde auch der Preis der 4. Auflage wieder erhöht, diesmal um 10 Euro, was einer jährlichen Verteuerungsrate von ungefähr immerhin 3,8 Prozent entspricht. Wer auf die allerneuesten Daten der Wissenschaft verzichten kann, fährt also auch mit der guten alten Vorauflage sicher. Wer trotzdem lieber die neue Auflage kaufen möchte, macht auch nichts falsch.

Bewertung vom 28.11.2021
MedAT Zahnmedizin - Bd. 2
Barus, Sinan;Tafrali, Deniz

MedAT Zahnmedizin - Bd. 2


ausgezeichnet

Zielgruppe

Zur Zielgruppe gehören ganz klar angehende Zahnmedizinstudenten, die gerne in Wien, Innsbruck, Graz oder Linz studieren möchten.

Aufbau / Didaktik

Das Lernskript MedAT-Z gliedert sich in insgesamt fünf Teile. Nach einer circa 20 Seiten umfassenden Einführung mit allgemeinen Infos zum Zahnmedizinstudium in Österreich, Deutschland und Europa sowie Grundlagen zur Vorbereitung auf den MedAT, werden auf den darauffolgenden Seiten die manuellen Fertigkeiten (MF), die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die sozial-emotionalen Kompetenzen (SEK) mit der immer gleichbleibenden Gliederung besprochen. Am Ende eines jeden Unterkapitels gibt es Beispielaufgaben, die anschließend aufgelöst werden. Im fünften und letzten Teil des Buches findet man 3 verschiedene Testsimulationen, um das Gelernte zu prüfen und um den Testmodus kennenzulernen. Außerdem gibt es noch einen 20-Tage-Lernplan auf der Innenseite des Einbandes, um sich strukturiert auf den MedAT-Z vorzubereiten.

Inhalt

Das Lernskript ist einfach, aber prägnant geschrieben. Die Flut an Informationen auf den über 300 Seiten ist perfekt aufgearbeitet und sinnvoll strukturiert. Der Text ist zwar relativ klein geschrieben, durch die vielen farblich hervorgehobenen Kästen, (Unter-) Überschriften und Absätze überzeugt das Textbild aber auf ganzer Linie. Am Rand jeder Seite hat man Platz für Notizen, die einem bei der Bearbeitung des Lernskriptes weiterhelfen können. Außerdem hat man mit einem Code im Buch die Möglichkeit sich die MedAT-Lernplattform get-to-med.com für 9,99 Euro freizuschalten, um auf weitere Inhalte für die Testvorbereitung zuzugreifen.

Fazit

Das Lernskript „MedAT-Z Band 2“ beinhaltet alle Prüfungsinhalte zu den KFF (kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten), den MF (manuelle Fertigkeiten) sowie zu den SEK (sozial-emotionale Kompetenzen) und ergänzt somit folgerichtig den ersten Band der Vorbereitungsreihe von Elsevier. Wenn man dieses Lernskript anhand des mitgelieferten 20-Tage-Lernplan durcharbeitet und seine Fähigkeiten anschließend mit den 3 Testsimulationen prüft, kann man ziemlich gestärkt und selbstbewusst den MedAT ablegen, weil man mit einem sehr guten Ergebnis rechnen darf. Wie schon beim ersten Band, gibt es das Buch leider nur als Ringbuch, wodurch die Stabilität etwas leidet.

Bewertung vom 02.10.2021
BASICS Psychosomatik und Psychotherapie
Davis, Svenja

BASICS Psychosomatik und Psychotherapie


ausgezeichnet

Zielgruppe

Das BASICS eignet sich vor allem für Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt, die sich auf die Psychosomatik-Prüfung vorbereiten wollen oder ergänzend zur Vorlesung gerne etwas zu den Themen nachlesen möchten. Auch Psychologiestudenten, die sich für die Psychotherapie interessieren, können das Buch zur Wiederholung nutzen. Ansonsten dürfte das Spektrum des Kurzlehrbuchs für diese Gruppe aber etwas knapp sein.

Aufbau / Didaktik

Das BASICS teilt sich natürlich in einen allgemeinen (Grundlagen der Psychosomatik) und einen speziellen Teil (Übersicht Diagnosen, Psychosomatik, Psychotherapie) auf. Wie ebenfalls in den BASICS so üblich, gibt es abschließend 3 Fallbeispiele, wodurch das Erlernte angewendet werden kann. Im Psychosomatik-Teil des Buches werden verschiedene klinische Fachrichtungen (Gastroenterologie, Kardiologie, Urologie und Nephrologie, Gynäkologie, Dermatologie, Orthopädie, HNO, Augenheilkunde, Kinderheilkunde, Psychoonkologie und Transplantation) und deren psychosomatisches Potential im Einzelnen beleuchtet. Allein dadurch wird dem Leser schon klar, wie wichtig und omnipräsent die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele in der Medizin sind. Wie bei der BASICS-Reihe üblich, werden die meisten Kapitel auf einer Doppelseite behandelt, der traditionelle Zusammenfassungs-Kasten rechts unten auf der Doppelseite darf natürlich auch nicht fehlen.

Inhalt

Inhaltsmäßig gesellt sich das BASICS Psychosomatik und Psychotherapie nahtlos zu den anderen BASICS-Ausgaben: Die Texte sind leicht zu lesen und man kann schnell nochmal die wichtigsten Themen für die entsprechende Klausur wiederholen. Designtechnisch bleibt wie immer der nicht ganz so stabile Buchdeckel erwähnt, wodurch das BASICS bei dem DIN-A4-Format schon mal etwas ins Knicken kommen kann. Die eBook-Version ist leider nur einen Cent billiger als die gedruckte Version.

Fazit

Mit dem BASICS Psychosomatik und Psychotherapie können Medizinstudenten nichts falsch machen. Das Buch ist eine solide Zusammenfassung für dieses Fach und ist somit prädestiniert zum Wiederholen vor der Klausur oder zum vorlesungsbegleitenden Lernen.

Bewertung vom 27.07.2021
Lehrbuch Orthopädie

Lehrbuch Orthopädie


ausgezeichnet

Zielgruppe

Das Lehrbuch Orthopädie richten sich an Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt (vornehmlich im 5. und 6. Jahr oder im PJ). Aber auch für Weiterbildungsassistenten der Allgemeinmedizin kann sich ein Blick ins Buch lohnen.

Aufbau / Didaktik

Das Buch ist in 12 verschiedene Kapitel aufgeteilt: Gelenkübergreifende "Must knows" legen im ersten Kapitel Grundlagen fest, in den weiteren Kapiteln werden die orthopädischen und unfallchirurgischen Pathologien und die entsprechenden Therapieoptionen verschiedener Körperteile (Wirbelsäule, Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß) besprochen. Das 9. Kapitel widmet sich kurz häufiger Krankheitsbilder der Kinderorthopädie (Hüftdysplasie, M. Perthes, Fußfehlstellungen), bevor in den letzten 3 Kapiteln die technische Orthopädie, die häufigsten Tumoren des Bewegungsapparates sowie Infektionen in der Orthopädie besprochen werden.

Inhalt

Das Buch ist eigentlich kein Lehrbuch im klassischen Sinn, denn es ist in Form eines Skriptes konzipiert und enthält deshalb keine echten Fließtexte. Stattdessen werden die Krankheitsbilder anhand des immer gleichen Schemas "Definition - Pathogenese - Ätiologie - Klinik - Diagnose - Therapie" behandelt. Cave- und Merke-Kästen betonen immer wieder besonders wichtige Fakten. Außerdem gibt es einige Tabellen, die den Skript-Charakter unterstreichen. Auffallend sind die vielen guten, teils farbigen Abbildungen, die dem Leser vor allem die Untersuchungstechniken näherbringen sowie die Röntgenbilder.

Fazit

Das Lehrbuch Orthopädie des Springer-Verlags ist ein kompaktes, effektiv gehaltenes Skript für die Orthopädie und Unfallchirurgie und eignet sich zum gezielten Nachlesen und Nachschlagen im Rahmen einer Famulatur oder im Praktischen Jahr (PJ). Die Inhalte decken die wichtigsten Krankheitsbilder dieses Faches ab und außerdem wird Wert auf die verschiedenen Untersuchungstechniken gelegt. Für Detailwissen, welches man im Studium oder als Allgemeinmediziner sowieso nur selten benötigt, muss man auf ausführlichere Literatur zurückgreifen, aber das dürfte dem Käufer dieses Buches beim Blick auf die Seitenanzahl und den Preis auch klar sein.

Bewertung vom 09.06.2021
BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe
Weber, Stefanie

BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe


sehr gut

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Medizinstudenten des klinischen Studienabschnitts, die sich vorlesungsbegleitend auf die schriftliche Prüfung des Fachs vorbereiten möchten. Auch um einen Überblick für Famulaturen oder zu Beginn des Wahltertials in der Frauenklinik zu bekommen, kann das Buch verwendet werden.

Aufbau / Didaktik

Wie das bei den Kurzlehrbüchern der BASICS-Reihe so üblich ist, teilt sich das Buch auf in einen allgemeinen (Grundlagen und Diagnostik) und speziellen Teil (nochmal unterteilt in Gynäkologie, Geburtshilfe und Sonderfälle/Notfälle). Abgerundet wird das Konzept wie immer mit drei Fallbeispielen zu den Themen "Fluor", "Knoten in der Brust" und "akutes Abdomen", die sich nochmals in jeweils drei Fälle aufteilen. Im Anhang befinden sich auf einer Doppelseite Tabellen und Diagramme mit Normwerten. Die meisten Kapitel werden auf einer Doppelseite behandelt und wie immer in den BASICS-Reihen gibt es am Ende einen Zusammenfassungs-Kasten.

Inhalt

Die Inhalte sind, wie sich das bei den BASICS von Elsevier ja mittlerweile eingebürgert hat, sehr übersichtlich aufgearbeitet und die Texte lassen sich leicht lesen und verstehen. Bei Betrachtung des Inhaltsverzeichnisses wird schon klar, dass der Fokus des BASICS relativ gesehen auf der Geburtshilfe liegt. Dieser wird sich auf ca. 90 Seiten gewidmet, während die Gynäkologie auf ca. 50 Seiten abgehandelt wird. Gerade bei den gynäkologischen Tumoren und der Senologie hätte man sicher auch in einem Kurzlehrbuch etwas mehr ins Detail gehen können. Die wichtigsten Inhalte findet man aber natürlich auch in diesen Bereichen (zum Beispiel wurde das Buch im Kapitel Zervixkarzinom an die aktuellen Therapiestandards angepasst). Designtechnisch bleibt wie immer der nicht ganz so stabile Buchdeckel erwähnt, wodurch das BASICS bei dem DIN-A4-Format schon mal etwas ins Knicken kommen kann. Die eBook-Version ist leider nur einen Cent billiger als die gedruckte Version.

Fazit

Das BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe basiert auf einem runden Kurzlehrbuch-Konzept und beinhaltet die wichtigsten Informationen dieser beiden Fächer. Gerade die Senologie kommt unserer Meinung nach leider etwas zu kurz. Trotzdem kann man mit dem BASICS einen guten Wissensgrundstein bei einer Famulatur oder zu Beginn des PJ-Tertials legen. Leider kostet die Printversion und das eBook nahezu gleichviel (ein Cent Unterschied).

Bewertung vom 06.06.2021
Sobotta Lernkarten Knochen, Bänder und Gelenke
Sobotta, Johannes

Sobotta Lernkarten Knochen, Bänder und Gelenke


ausgezeichnet

Zielgruppe

Klassisch sprechen die Lernkarten medizinische und zahnmedizinische Studenten der Vorklinik an, die sich auf eine mündliche oder schriftliche Anatomieprüfung vorbereiten wollen.


Aufbau / Didaktik

Insgesamt besteht das Paket aus 125 Lernkarten, die nummeriert und in einem Inhaltsverzeichnis aufgeführt sind. Diese teilen sich in 6 Kapitel (Allgemeine Knochenlehre, Kopf und Hals, obere Extremitäten, Rumpf, untere Extremitäten, Bänder und Gelenke) auf. Dabei findet man auf der Vorderseite meistens eine Abbildung, die den Sobotta-Atlanten entstammt. Zudem gibt es vorne eine passende Frage, deren Antwort mit Erläuterung auf der Rückseite der Karte steht. Teilweise wird auf den Abbildungen auch die bloße Anatomie abgefragt, indem man die entsprechend nummerierten Strukturen benennen sollte, was wiederum auf der Rückseite aufgelöst wird. Info-Kästen beinhalten zusätzliche Informationen, Eselsbrücken oder passende klinische Aspekte.


Inhalt

Thematisch passen die Lernkarten Knochen, Bänder und Gelenke zu den an den meisten Unis im ersten Anatomie-Kurs vermittelten, grundlegenden Inhalten. Die Fragen auf den Vorderseiten entsprechen möglichen Prüfungsfragen in Testaten. Das Design entspricht dem der gesamten Sobotta-Reihe und würde unserer Meinung nach etwas von einer größeren Schrift profitieren, aber das ist natürlich Geschmackssache. Ansonsten gefällt uns, dass die Karten nummeriert sind, wodurch man sie immer wieder in die ursprüngliche Reihenfolge bringen kann.

Fazit

Die Sobotta Lernkarten Knochen, Bänder und Gelenke dürften für viele Studenten eine willkommene Abwechslung zum Lernen und Wiederholen der entsprechenden anatomischen Inhalte aus dem Buch darstellen. Ob zuhause oder unterwegs - die Karten vermitteln im praktischen Format jede Menge Wissen und eignen sich hervorragend als Ergänzung zum Sobotta-Atlas und -Lehrbuch. Preislich ist das Paket absolut in Ordnung. Punktabzüge gibt es für das unserer Meinung nach etwas in die Jahre gekommene Design und die oft sehr kleine Schrift. Ein weiterer Verbesserungsvorschlag wäre eine entsprechende App-Unterstützung, um die Karten auch auf dem Smartphone oder Tablet zu lernen.

Bewertung vom 09.02.2021
Chemie für Mediziner
Grond, Stephanie;Zeeck, Sabine Cécile

Chemie für Mediziner


sehr gut

Zielgruppe:
Das Buch ist weiterhin für Mediziner und Zahnmediziner der Vorklinik konzipiert und setzt auch in der 10. Auflage wenig chemisches Grundverständnis beim Leser voraus, was Studenten zu Gute kommt, die das Fach entweder abgewählt haben oder deren Abi schon ein paar Jahre her ist.

Aufbau / Didaktik:
Die Neuauflage ist sowohl ähnlich lang und besteht auch weiterhin aus 23 Kapiteln, die grob in allgemeine, anorganische und organische Chemie unterteilt sind. Auch die Aufteilung der einzelnen Kapitel mit Orientierungskästchen, Tabellen, Checklisten und Übungsaufgaben entspricht dem der 9. Auflage von Chemie für Mediziner. Die medizinischen Bezüge wurden im Vergleich nochmal ausgebaut und am Ende des Buches werden die wichtigsten funktionellen Gruppen nun in einer Übersicht dargestellt. Außerdem können über QR-Codes neue digitale Inhalte abgerufen werden.

Inhalt:
Bei diesen Inhalten handelt es sich um insgesamt 20 Youtube-Videos, in denen mittels Grafiken Erklärungen zu bestimmten chemischen Vorgängen und Prozessen geliefert werden (sog. audiovisuelle Lernhilfen). Neben dem Text findet man immer wieder auch weitere QR-Codes, über die man kurze Animationen kleiner Maskottchen abrufen kann, wobei uns zur Wertschätzung dieser „Neuerung“ leider der kindliche Humor zu fehlen scheint. Ansonsten wurden die Texte komplett überarbeitet, das fällt dem Leser aber nicht direkt auf.

Fazit:
Als „Klassiker der Vorklinik“ ist der Zeeck auch in der 10. Auflage absolut empfehlenswert, um keine Probleme mit den Kurs- und Klausurinhalten zu bekommen und somit eine solide Grundlage für die Biochemie und das Physikum zu haben. Die überarbeiteten Texte, weitere klinische Bezüge sowie die neuen digital abrufbaren Erklärungen sind alles schöne kleine Gimmick, wer jedoch bereits die 9. Auflage besitzt oder sie günstig gebraucht erwerben kann, wird deshalb mit dem Zeeck nicht weniger gut lernen können. 3 Euro Preisaufschlag für die Neuauflage sind übrigens im Vergleich zu anderen Büchern unterdurchschnittlich und tut dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis keinen Abbruch.

Bewertung vom 18.01.2021
Medizinische Terminologie
Caspar, Wolfgang

Medizinische Terminologie


sehr gut

Zielgruppe

Das Buch „Medizinische Terminologie“ wurde hauptsächlich für Medizin- und Zahnmedizinstudenten im ersten Semester geschrieben.
Aufbau / Didaktik

Anfangs werden die Grundlagen medizinischer Termini (Schreibweise, Aussprache, grundlegende Vokabeln sowie Grammatik) erklärt. Die folgenden Kapitel sind nach Körperregionen bzw. verschiedenen medizinischen Fachbereichen gegliedert und nennen nach einer kurzen Einleitung jeweils die dafür wichtigsten Vokabeln in Tabellen mit deutscher und englischer Übersetzung. Außerdem gibt es in jedem Kapitel Übungsaufgaben, wodurch man testen kann, ob man die Vokabeln verstanden hat. Abschließend bietet das Buch ein Vokabelverzeichnis zum schnellen Nachschlagen.

Inhalt

Schon im Grundlagenteil des 224 Seiten langen Buches bekommt man schnell ein Gefühl für die medizinischen Fachbegriffe mit ihrem vorwiegend lateinischen (aber teilweise auch griechischen) Ursprung. Der Autor verliert sich nicht in langen Texten, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche, nämlich die Vokabeln und das Erlernen dieser durch die Übungsaufgaben. Das Design ist übersichtlich gehalten und das Vokabelverzeichnis erlaubt auch das Aufsuchen bestimmter Begriffe.
Fazit

Insgesamt ist das Buch übersichtlich und kompakt gestaltet und beschränkt sich auf das Wesentliche. Durch die Übungsaufgaben kommt man schnell in die Materie, die einem nach ein paar Jahren dann komplett in Fleisch und Blut übergehen. Was bleibt, ist die Frage, ob man für die medizinische Terminologie wirklich ein eigenes Lehrbuch braucht. Die meisten Termi-Kurse stellen an den Unis sowieso Lernmaterialien und bestimmte Begriffe lassen sich ja sowieso extrem einfach im Internet nachschlagen. Unserer Meinung nach lohnt sich dieses Buch deshalb hauptsächlich für das Erlernen der englischen Vokabeln, die man dann zusätzlich durch medizinische TV-Serien wie „Grey’s Anatomy“ oder „Dr. House“ festigen kann, bevor man für eine Famulatur oder ein PJ-Tertial ins Ausland geht.