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Benutzername: Wolfszeichen
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Bewertungen

Insgesamt 8 Bewertungen
Bewertung vom 25.06.2009
Evernight
Gray, Claudia

Evernight


ausgezeichnet

"Romeo, oh Romeo, warum bist du nur Romeo?"

Nun gut. So steht der Satz natürlich nicht in dem Buch. Es geht hier ja aber auch nicht um Romeo und seine Julia. Und das Buch stammt natürlich auch nicht von Shakespeare. Evernight ist etwas Neues. Etwas Anderes. Etwas sehr, sehr Verblüffendes.
Aber es gibt doch gewisse Parallelen, die zwar perfekt zur Geschichte passen, perfekt eingeflochten wurden, aber die einem trotzdem auffallen.
Es ist schwierig, etwas über "Evernight" zu erzählen, ohne zu spoilern. Weil das Wesentliche nicht auf der ersten Seite steht. Weil das Wesentliche einen nicht anspringt. Weil das Wesentliche gar nicht so leicht zu erklären ist.
Das Wesentliche... das ist in diesem Buch versteckt und doch sichtbar. Wenn man einen wachen Blick hat. Und ein Gespür, für Bianca (alias Julia), ihre Nöte, Ängste, Sorgen und für ihre Welt. Ihre Welt, die düster ist, unheimlich, absonderlich.
"Evernight" ist vorallem eines: sehr, sehr überraschend. Wer nichts mit plötzlichen Wendungen anfangen kann, sollte von "Evernight" lieber die Finger lassen. Denn im Laufe der Geschichte ändert sich so einiges. Und zwar extrem (!!!) plötzlich. Auf den ersten Blick kann das verwirrend sein. Auf den zweiten ist es sehr fasziniernd, sehr gut eingefädelt, sehr genau durchdacht.
Diese eine plötzliche Wendung (keine leichte Kurve, sondern wirklich eine ausgewachsene 180° Wendung) hat mir besonders gut gefallen. Sie hat "Evernight" zu etwas Besonderem gemacht. Zu etwas, an das ich mich erinnern werde. An die Genialität mit der Claudia Gray das alles eingefädelt hat.

Nun doch noch kurz zum Inhalt (spoilerfrei, hoffe ich):
Bianca kommt auf eine neue Schule. Die "Evernight Acadamy". Eine alte Schule. Ehrwürdig. Und beängstigend. Dass an diesem Ort irgendetwas nicht stimmt, kündigt sich schon durch Biancas Ablträume an. Und so fasst sie einen Entschluss: Weg hier! Weg von diesem unheimlichen Ort, an dem sie sich nicht Zuhause fühlt! Auch wenn sie dadurch ihre Eltern verletzt, die sie als Lehrer an die Schule begleitet haben.
Doch dann begegnet sie Lucas ("Romeo, oh Romeo!") und sie sieht ein, dass Weglaufen nicht die Lösung des Problems ist. Und dass es gar nicht so schlimm ist, in Evernight - mit Lucas an ihrer Seite. Aber das beklemmende Gefühl bleibt. Das Gefühl, das irgendetwas Merkwürdiges an dieser alten Schule vorsichgeht...

8 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.05.2009
Morgenrot / Dämonen Bd.1
Heitmann, Tanja

Morgenrot / Dämonen Bd.1


gut

Morgenrot von Tanja Heitman ist außergewöhnlich. Manchmal ist es aber auch außergewöhnlich verwirrend.
Das Buch lässt sich gut in zwei Teile aufteilen:
Der erste spielt im Ausland (wo, erfährt man nicht, das tut man nie). Lea, eine muntere, fröhliche, kluge Studentin lernt bei einem Treffen im Haus ihres Professors den faszinierenden, düsteren Adam kennen. Vom ersten Augenblick an ist sie von ihm gebannt, bringt in seiner Gegenwart kaum einen vernünftigen Satz zu stande. Und auch Adam fühlt sich von Lea angezogen. Doch Adam hat ein Geheimnis und auch als Lea hinter dieses Geheimnis kommt, das Rätsel löst und akzeptiert, was Adam ist, ist noch kein Happy End in Sicht, denn die Ereignisse überstürzen sich und Lea muss fliehen. Nicht nur vor ihren Feinden - sondern auch vor Adam, der plötzlich eine ganz neue Seite von sich zeigt...
Der zweite Teil spielt wieder in Leas Heimatland (Deutschland?). Sie ist nicht mehr die naive, aufgeschlossene, lebenslustige Studentin von damals. Sie ist zurückhaltend und schüchtern geworden - aber wer könnte es ihr verübeln, bei allem was, was sie durchgemacht hat? Die Narben, die seit jener Nacht ihr Gesicht zieren, erinnern sie jeden Tag, an das, was damals geschah. Aber Lea findet sich zurecht, macht aus ihrem Leben und ihrer ungewöhnlichen Vergangenheit das Beste.
Doch dann taucht Adam wieder auf. Und nicht nur Lea hat sich verändert, nein, auch Adam scheint plötzlich ein ganz anderer zu sein...

Für mich bleibt das Schönste an Morgenrot das Cover, denn das ist wirklich wunderschön. Der Inhalt begeistert mich da schon weniger. Könnte ich die beiden Teile getrennt voneinander bewerten, würde ich dem ersten Teil vier Sterne und dem zweiten Teil einen Stern geben, denn den ersten Teil finde ich auf seine Weise eigentlich recht gut. Der zweite Teil gefällt mir nicht wirklich: zu verworren, zu abstrus, zu kurios. Es war nicht so, dass ich mich durch die zweite Hälfte quälen musste, aber gefallen hat sie mir nicht so richtig.
4 Sterne für Teil 1, 1 Stern für Teil 2 und einen Bonus für das großartige Cover, ergeben für mich letztenendes 3 Sterne. Empfehlen kann ich "Morgenrot" allerdings wirklich nur bedingt.

5 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.05.2009
Gut gegen Nordwind
Glattauer, Daniel

Gut gegen Nordwind


ausgezeichnet

Leo und Emmi lernen sich durch einen banalen Zufall kennen. Emmi will ihr Abonement bei einer lokalen Zeitung kündigen - per e-mail. Blöd nur, dass sie sich vertippt und statt des Verlages einem Mann schreibt. Einem Mann, den sie nicht kennt, den sie noch nie gesehen hat und der doch auf eine ganz bestimmte Art und Weise so ist wie sie: abenteuerlustig, witzig, schlagfertig. Und plötzlich ist das Versehen gar nicht mehr so blöd. Eigentlich ist es sogar das Beste, was den beiden hätte passieren können. Denn wo kann man sonst so offen sein, sich so fallen lassen wie bei einem vollkommen Fremden, den man nie gesehen hat - und wahrscheinlich auch nie sehen wird? Für Emmi und Leo geginnt etwas Wunderbares. Ihre ganz persönliche "Insel", auf die sie sich flüchten, wann immer der Schuh (in Größe 37 !!!) drückt, sie jemanden zum Lachen oder Weinen brauchen. Doch was, wenn in den e-mails plötzlich mehr steht, als scharfsinniges Geplänkel. Nähmlich Verlangen, Sehnsucht, wahre Gefühle? Können diese Gefühle einem Treffen in der realen Welt standhalten? Und was wenn ja - wo Emmi doch "glücklich verheiratet" ist...?

Mir hat "Gut gegen Nordwind" sehr, sehr gut gefallen. Es ist rasant und witzig und hat bei mir (fast) keine Wünsche offen gelassen. Nur das Ende, ja das Ende war herzzerreißend. Aber ehrlich und real - und das war dann irgendwie doch richtig, bei einem Buch, das in der so irrealen Welt des Internets spielt.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.05.2009
City of Bones / Chroniken der Unterwelt Bd.1
Clare, Cassandra

City of Bones / Chroniken der Unterwelt Bd.1


ausgezeichnet

Alles beginnt mit einem Mord. Einem Mord, der nur einen Splitter des riesigen Krieges darstellt, der mitten unter uns stattfindet. Einem Mord, der eigentlich unsichtbar stattfindet und der doch gesehen wird. Von einem Mädchen, in dem mehr steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Clary Fray dachte immer, sie wäre ein normaler Mensch, doch das ist sie nicht, denn sie ist weder normal. Noch ein Mensch. In ihren Adern fließt uraltes Blut, das sie zu einer Schattenjägerin macht, einer Kämpferin, für das Gute, für die Menschen und gegen die Dämonen, die unsere Welt zerstören wollen. Ohne Vorwarnung wird sie in die Welt hineingezogen, in die sie eigentlich gehört, die für sie jedoch fremd, bedrohlich und faszinierend zugleich ist und Clary muss erkennen, dass vieles nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist und dass diese fremdartige, außergewöhnliche Welt nicht in Schwarz und Weiß gemalt wurde.

Cassandra Clare zeichnet sowohl ihre Figuren, als auch ihre verborgene, geheime Welt mit einem einzigartigen Talent, das ich selten bei einem Autor gesehen habe. Die ersten Kapitel lesen sich nicht ganz so flüssig, aber nach den anfänglichen Startschwierigkeiten reißt einen ihre Geschichte einfach mit. Mich hat das Buch begeistert. Der (schwarze) Humor, die Spannung, die Irrungen und Wirrungen und sogar das Ende - obwohl es mir das Herz brach.
City of Bones ist der erstklassige Auftakt zu einer Trilogie, die bei mir keine Wünsche offen gelassen hat.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.05.2009
The Mortal Instruments - City of Bones
Clare, Cassandra

The Mortal Instruments - City of Bones


ausgezeichnet

Alles beginnt mit einem Mord. Einem Mord, der nur einen Splitter des riesigen Krieges darstellt, der mitten unter uns stattfindet. Einem Mord, der eigentlich unsichtbar stattfindet und der doch gesehen wird. Von einem Mädchen, in dem mehr steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Clary Fray dachte immer, sie wäre ein normaler Mensch, doch das ist sie nicht, denn sie ist weder normal. Noch ein Mensch. In ihren Adern fließt uraltes Blut, das sie zu einer Schattenjägerin macht, einer Kämpferin, für das Gute, für die Menschen und gegen die Dämonen, die unsere Welt zerstören wollen. Ohne Vorwarnung wird sie in die Welt hineingezogen, in die sie eigentlich gehört, die für sie jedoch fremd, bedrohlich und faszinierend zugleich ist und Clary muss erkennen, dass vieles nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist und dass diese fremdartige, außergewöhnliche Welt nicht in Schwarz und Weiß gemalt wurde.

Cassandra Clare zeichnet sowohl ihre Figuren, als auch ihre verborgene, geheime Welt mit einem einzigartigen Talent, das ich selten bei einem Autor gesehen habe. Die ersten Kapitel lesen sich nicht ganz so flüssig, aber nach den anfänglichen Startschwierigkeiten reißt einen ihre Geschichte einfach mit. Mich hat das Buch begeistert. Der (schwarze) Humor, die Spannung, die Irrungen und Wirrungen und sogar das Ende - obwohl es mir das Herz brach.
City of Bones ist der erstklassige Auftakt zu einer Trilogie, die bei mir keine Wünsche offen gelassen hat.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.04.2009
Nick & Norah's Infinite Playlist
Cohn, Rachel; Levithan, David

Nick & Norah's Infinite Playlist


ausgezeichnet

„I know this is going to sound strange, but would you mind being my girlfriend for the next five minutes?“
… mit diesem Satz endet das erste Kapitel – und beginnt etwas Neues. Etwas Großartiges.
Die beiden Autoren beschreiben eine einzige Nacht in New York. Eine Nacht, in der einfach alles passiert. Eine Nacht, die die beiden Teenager Nick und Norah nie vergessen werden. Eine Nacht, die sich um die Liebe und das Leben und um die Musik dreht.
„Nick & Norah's Infinite Playlist“ ist ein Buch, das einen mitreißt - wenn man sich auf das atemberaubende Tempo dieser Geschichte, die nicht selten fallenden Schimpfwörter und die ganz eigene Stimmung, die dieses Buch umgibt, einlässt.
Das Buch im englischen Original zu lesen, ist für alle, die es sich zutrauen, auf jeden Fall empfehlenswert. Man kann sich einfach besser in die Situation hineinversetzen. Besser in New Yorks Nachtleben eintauchen. Besser mit den beiden Protagonisten feiern, lachen und leiden.

Ein wunderschönes und wahnsinnig ehrliches Jugendbuch, das nicht nur Teenager sondern auch Junggebliebene begeistern kann.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.