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Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 30.10.2016
Flawed - Wie perfekt willst du sein? / Perfekt Bd.1
Ahern, Cecelia

Flawed - Wie perfekt willst du sein? / Perfekt Bd.1


sehr gut

Klingt relativ platt und nach 0815 Jugendbuch? Ist es auch. Zumindest auf den ersten 100 Seiten. Aber was dann passiert, stellt alle Erwartungen in den Schatten...
Celestine, die perfekte Tochter und Freundin, wird plötzlich fehlerhaft. Weil sie Mitgefühl zeigt. Ein reines und aufrichtiges Gefühl, dass ihr Leben, wie sie es bisher kannte, ins Chaos stürzt. Ein Gefühl, dass eine Flutwelle an Ereignissen auslöst in dieser Welt, die auf den ersten Blick so perfekt ist. Doch wie perfekt ist sie wirklich? Das System beginnt zu wanken und Celestine ist unfreiwillig zum Gesicht der Bewegung geworden.
Cecelia Ahern geht nicht zimperlich mit ihren Figuren um und lässt vor allem Celestine die Hölle auf Erden erleben. Wer Cecelia Ahern nur von Liebe, Schnulz und Herzschmerz kennt, wird überrascht sein, wie skrupellos manche Szenen in diesem Buch sind. Grausam, schmerzhaft und so real geschrieben, dass einem kalte Schauer über den Rücken laufen und einem das Herz bis zum Hals klopft. Genau diese Szenen sind es, die mich für dieses Buch (nach einem eher lauen Start) eingenommen haben.
Was als naive, kindliche und vor allem oberflächliche Geschichte beginnt, entpuppt sich bald als erschütternder Roman, der einen komplett gefangen nimmt und nicht wieder loslässt. Vollkommen unvorhersehbar entwickelt sich die Geschichte rund um die Fehlerhaften stetig weiter. Jeder kann jeden verraten. Wem kann Celestine vertrauen? Sie weiß es nicht. Und ich kann eines garantieren: Auch als fleißig geübter Leser weiß man es nicht. Alles ist möglich.
Eine wahre Achterbahnfahrt voller Action, Spannung und schauriger Momenten, die den Leser in Atem halten. Gespickt mit vielseitigen Charakteren und rasanten Wendungen ist dies ein mehr als gelungener Auftakt der zweiteiligen Geschichte von Cecelia Ahern.

Bewertung vom 14.06.2016
Glück ist, wenn man trotzdem liebt / Hamburg-Reihe Bd.3
Hülsmann, Petra

Glück ist, wenn man trotzdem liebt / Hamburg-Reihe Bd.3


ausgezeichnet

Ein spritziger frischer Roman perfekt für den Sommer!
"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" überzeugt auf ganzer Linie, mit liebevollen Charakteren, humorvollen Dialogen und ganz viel Herz.
Protagonistin Isa kommt mit ihrem nahezu zwanghaft durchgeplanten Leben erst einmal sehr seltsam daher. Und das ist sie auch! Dienstags gehts zum schwimmen, Sonntags wird geputzt, heute dies, morgen jenes... Für sie ist es nahezu eine Katastrophe, als plötzlich das Restaurant schließt, in dem sie 11 Jahre lang zu Mittag gegessen hat. Und zwar immer Nudelsuppe. Zu allem Übel ist der neue Besitzer auch noch arrogant und unverschämt und auch seine diebische Schwester bringt Chaos in Isabelles so geordnetes Leben.
Was mit vielen Zankereien und beidseitiger Abneigung beginnt, entwickelt sich aber schon bald zu einer (mehr oder weniger) harmonischen Freundschaft, für die Isabelle (oft nicht sonderlich begeistert) auch mal ihre Pläne über den Haufen wirft. Doch damit nicht genug, kommt noch so manche Veränderung auf Isa zu. Ihr geliebter Blumenladen steckt in Schwierigkeiten und dann läuft sie auch noch ihrem Traummann über den Weg, der alles noch viel komplizierter macht. Und warum schleicht sich ausgerechnet ihr neuer Kumpel Jens immer wieder in ihre Gedanken?
Eine wahnsinnig schöne Geschichte, die mit so viel Herz und Liebe geschrieben ist, dass man einfach mittendrin sein muss. Die Figuren sind so real und greifbar, dass man sich wirklich vermisst, wenn man das Buch beendet und am liebsten wieder von vorne anfangen möchte. Auch die Nebenfiguren sind ein so wichtiger Teil dieses Buches, das es geradezu zum Leben erwacht. So viele schöne Szenen fließen in die Geschichte ein, man kann sich gar nicht festlegen, was einem am besten gefallen hat. Klar, das Happy End zeichnet sich von Beginn an ab, aber trotzdem ist dieses Buch unterhaltsam von Anfang bis Ende und jede Seite wert. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 15.07.2012
Das Herz einer Löwin
Scholes, Katherine

Das Herz einer Löwin


sehr gut

"Das Herz einer Löwin" überzeugt durch den wundervollen Schreibstil der Autorin, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Das Buch hat mich nicht mehr losgelassen und auch wenn ich einige kleine Kritikpunkte habe, kann ich doch sagen, dass ich sehr froh bin, dieses Buch gelesen zu haben.

Mir gefällt das Cover sehr gut, da es einen sofort dazu verleitet, das Buch zur Hand zu nehmen und zu lesen. Die Farbkombination macht es zu einem tollen Eyecatcher.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, restlos begeistert bin ich aber nicht.
Die Protagonistin Emma ist eine sehr sympathische Person, mit der ich mich schnell identifizieren konnte. Man kann von Anfang bis Ende mit ihr mitfühlen, auch wenn für mich ihre Entscheidungen und Handlungen nicht immer ganz nachvollziehbar waren. Ihre Gefühle werden sehr greifbar beschrieben, besonders ihre Vorsicht, was die afrikanische Umgebung angeht, denn Emma kommt aus Melbourne und ist eine makellos reine Wohnung gewohnt.
Besonders gefallen hat mir, wie Emma langsam klar wird, dass ihr Leben lange nicht so erfüllend ist, wie sie es sich eigentlich wünscht, und dass sie lernt, es endlich in die Hand zu nehmen und zu tun, was für sie richtig ist.
Daniel, der afrikanische Arzt, hat mir hingegen nicht so gut gefallen. Er war für mich nicht greifbar, ich hatte kein Bild von ihm im Kopf. Über seine Persönlichkeit war ich mir nie richtig im Klaren.
Angel ist ein 7-jähriges Mädchen, die auf dem Weg durch die Wüste ihre Mutter verliert. Sie ist sehr stark und reif für ihr Alter und eine absolut faszinierende Figur, die für mich das Highlight des Buches war.
Gut ausgearbeitet sind auch die zahlreichen Nebenfiguren, die alle ihren ganz eigenen Charme versprühen und sehr authentisch auf mich wirken.

Anfangs war ich sofort begeistert von der Geschichte von Angel und der von Emma, die beide im Laufe des Buches zusammenfließen.
Schon zu Beginn des Buches nimmt die Story einige ungeahnte Wendungen, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lassen.
Emma ist nach Tansania gereist, um zu sehen, wo ihre Mutter vor vielen Jahren gearbeitet hat und wo sie schließlich gestorben ist. Ihre Reise verläuft anders als erwartet und ihr Leben verändert sich von Grundauf.
Angel war mit ihrer Mutter unterwegs durch die Wüste, als diese von einer Schlange gebissen wird und stirbt. Das kleine Mädchen ist plötzlich auf sich allein gestellt und muss versuchen, in der Wüste zu überleben.
Zwar sind viele Dinge vorhersehbar, aber man muss trotzdem weiterlesen.
Zur Mitte hin hätte ich mir allerdings gewünscht, dass mal etwas mehr Spannung aufkommt, was aber nicht der Fall war. Die Story ist eher ruhig, aber trotzdem sehr gefühlvoll. Die Geschichte fließt bis zum Ende gleichmäßig dahin, und hält den Leser in der Strömung gefangen, auch ohne Turbulenzen.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, jedoch werden einige Handlungsstränge nicht zu Ende geführt, wodurch dem Leser ein gewisser Freiraum bleibt, um sich selbst vorzustellen, wie es wohl weitergegangen ist.


Durch den Schreibstil ist das Buch mitreißend und fesselnd und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Autorin beschreibt die Umgebung so gut, dass es fast schon magisch wirkt.
Man hat alles bildlich vor sich und fühlt sich, als würde man mitten im Geschehen stecken.