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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Angie
Wohnort: Unterhaching
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 16 Bewertungen
12
Bewertung vom 12.02.2019
Stella
Würger, Takis

Stella


ausgezeichnet

Inhalt:
Berlin, 1942. Der junge und ruhige Friedrich trifft in einer Kunstschule auf Kristin. Sie nimmt ihn mit in die geheimen Jazzclubs der Stadt. Mit ihr vergisst er die dunklen Seiten des Krieges. Kristin ist aber in Wahrheit Stella und eine Jüdin. Als sie von der Gestapo enttarnt wird, soll sie um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden verraten.

Meinung:
In diesem Buch wird eine reale Person, Stella Goldschlag, mit eingebunden. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich sehr gut. Die damalige Zeit und Atmosphäre wurden richtig gut wiedergegeben. Immer wieder werden Auszüge aus Gerichtsprotokollen und Tagesmeldungen in die Geschichte integriert. Das Zusammenspiel von Fakten und Fiktion ist dem Autor richtig gut gelungen. Die Charaktere waren wirklich gut herausgearbeitet und kamen authentisch rüber. Ich wüsste nicht, wie ich mich an Stellas Stelle entschieden hätte. Die Spannung war von Anfang an vorhanden und lies auch bis zum Schluß nicht nach.

Mich hat dieses Buch emotional berührt und fand es absolut lesenswert.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2018
Hybris / Lene Jensen & Michael Sander Bd.4
Jacobsen, Steffen

Hybris / Lene Jensen & Michael Sander Bd.4


sehr gut

Inhalt:
In Kalunborg wird eine weibliche Leiche gefunden und Kommissarin Lene Jensen übernimmt den Fall. Zur gleichen Zeit wird Ermittler Michael Sander, Noch-Ehemann von Lene, mit der Suche einer verschwundenen Musikerin betraut. Die Wege von Jensen und Sander kreuzen sich, und sie kommen einem grauenvollem Verbrechen auf die Spur.
Meinung:
Hybris ist der vierte Fall um die Ermittler Lene Jensen und Michael Sander. Für mich ist dies das erste Buch von dieser Reihe. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich sehr gut. Die Handlung ist sehr spannend und fesselt einen gleich von Anfang an. Die Eheprobleme von Lene und Michael geben dieser Geschichte noch mehr Pep. Die Charaktere sind facettenreich und authentisch gestaltet. Vor allem zum Schluss hin ist die Spannung so hoch, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte. Die ganze Geschichte ist sehr gut durchdacht und am Ende bleiben auch keine Fragen offen.
Ein super Thriller, der mir sehr spannende Lesestunden bereitet hat.

Bewertung vom 15.08.2018
Vox
Dalcher, Christina

Vox


ausgezeichnet

Inhalt:
Die neue Regierung ordnet an, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen. Jean McClellan kann ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Jean will das nicht hinnehmen und will sich ihre Stimme zurück erkämpfen.
Meinung:
Bereits am Anfang kann man die düstere Stimmung regelrecht spüren. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich sehr gut. Man kann sich das fast nicht vorstellen, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag reden dürfen. Es wird langsam erzählt, wie es zu dieser Situation gekommen ist. Eine radikale konservative Partei will die alte Rollenverteilung – der Mann ist das Oberhaupt und die Frau soll sich unterordnen. Jean ist ein sehr starker Charakter, die sich gegen die Regierung stellt. Da gehört sehr viel Mut dazu und macht sie sehr sympathisch. Das gesamte Buch über hatte ich Schnapp-Atmung und musste oft den Kopf schütteln. Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und lässt auch bis zum Schluss nicht nach. So weit weg von der Realität ist diese Story nicht und es könnte genau so passieren. Es ist zu hoffen, dass es nur Fiktion bleibt.
Dieses Buch hat mich gefesselt und auch zwei Tage nach dem beenden, wirkt diese Story bei mir noch nach. Sehr zu empfehlen.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.07.2018
Wenn die Sterne Schleier tragen
Nigra, Anna

Wenn die Sterne Schleier tragen


ausgezeichnet

Inhalt:
Cecilia ist 18 Jahre alt und ihr Vater will sie mit dem Kronprinz von Europa verheiraten. Nur widerwillig reist Cecilia mit ihrer Familie in den Königspalast, um ihren zukünftigen Ehemann kennenzulernen. Zu ihrer Erleichterung ist Prinz Noran nicht nur gutaussehend, sondern auch charmant und liebevoll. Auch sein temperamentvoller Bruder Elias findet Cecilia anziehend. Zwei Brüder, eine eifersüchtige Schwester und jede Menge Intrigen kommen auf Cecilia zu.
Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich liebe moderne Märchen. Hier wurde ich auch nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich super. Bereits nach den ersten Seiten hat mich diese Geschichte in seinen Bann gezogen. Cecilia ist ein toller Charakter und mochte sie gleich von Anfang an. Sie zeigt Eigeninitiative und möchte sich nicht vorschreiben lassen, wen sie heiraten wird. Es gibt viel Spannung und ganz viel Emotionen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.
Eine wundervolle Geschichte, die nicht nur Jugendliche lesen können. Leider steht das Erscheinungsdatum vom Nachfolgeband noch nicht fest. Ich werde es aber sofort lesen, sobald es verfügbar ist. Top!

Bewertung vom 04.06.2018
Die letzte Stunde
Walters, Minette

Die letzte Stunde


sehr gut

Klappentext:
Anno 1348. Im südenglischen Dorseteshire ist die Pest an Land gekommen. Mit rasender Geschwindigkeit verbreitet sich die Seuche, Tausende sterben, der Rest lebt in panischer Angst vor der Strafe Gottes. Nur Lady Anne, die im Kloster erzogen und in Heilkunde unterwiesen wurde, stellt sich der Krankheit entgegen. Sie versammelt kurz entschlossen all ihre Schutzbefohlenen im Herrenhaus von Develish und lässt danach niemanden mehr ein. Nicht einmal ihren Ehemann, der von einer Reise zurückkehrt. In ihrem kleinen Reich zählen fortan nicht mehr gesellschaftliche Konvention und Rang, sondern Einsatz für die Gemeinschaft. Als neuen Verwalter setzt Anne Thaddeus ein, den niedrigsten, aber klügsten ihrer Gefolgsleute. Das sorgt für enorme Spannungen, nicht zuletzt zwischen Lady Anne und ihrer Tochter Eleanor, die sie mit Hass verfolgt. Dennoch scheint das Anwesen von Develish ein Hort des Lebens in einer sterbenden Welt zu sein – bis ein Mord geschieht.
Meinung:
Ich muss gestehen, ich habe bisher noch kein einziges Buch von Minette Walters gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich super. Das damalige England wird sehr bildhaft wiedergegeben und man fühlt sich sofort in diese Zeit zurückversetzt. Zur genaueren Vorstellung findet man am Anfang des Buches zwei Karten von der Gegend. Anne ist ein starker Charakter und durch ihre Art war sie mir gleich sehr sympathisch. Alle Charaktere sind sehr facettenreich und kommen authentisch rüber. Jeder Einzelne hat so seine Geheimnisse und es macht richtig Spaß, diese zu lüften. Die Spannung ist vorhanden, aber das Buch ist sehr dick und dadurch lässt diese immer wieder etwas nach. Nimmt dann aber wieder zu und ist ein auf und ab. Am Ende bleiben natürlich noch einige Fragen offen, denn es gibt einen zweiten Teil.
Ein gut recherchiertes Buch, was mir gut gefallen hat. Jetzt heißt es warten bis zu Band Nummer 2. Ich kann das Buch weiterempfehlen.

Bewertung vom 30.04.2018
Wahrheit gegen Wahrheit
Cleveland, Karen

Wahrheit gegen Wahrheit


gut

Inhalt:
Vivian Miller arbeitet beim CIA in der Abteilung für Spionageabwehr. Sie ist kurz davor eine Schläferzelle zu enttarnen. Mithilfe eines speziellen Algorithmus gelingt ihr der Zugriff zu einem Computer eines russischen Agentenbetreuers. Eines der Fotos zeigt ihren Mann Matt. Als sie ihren Ehemann daraufhin anspricht, gesteht er ihr, dass er auf sie angesetzt wurde. Er liebt sie und sollte ihn melden. Aber was ist mit den gemeinsamen Kindern?
Meinung:
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da mich die Leseprobe sofort gefesselt hat. Die ersten Kapitel waren auch sehr spannend, leider lies dies nach und der Mittelteil war nicht sehr spannend und auch etwas zu langatmig. Am Ende wurde es dann doch wieder sehr spannend. Die Rückblenden waren mir viel zu detailliert beschrieben und dadurch ging die Spannung leider etwas verloren. Interessant fand die Erklärungen rund um das Thema „Spionage“. Hier gab es doch einen Einblick, den ich sehr gerne gelesen habe. Vivian ist ein Charakter, der mir sympathisch war und authentisch rüberkam. Ich hätte nicht mir ihr tauschen wollen und wüsste auch nicht, was ich an ihrer Stelle gemacht hätte.
Die Idee zum Buch ist sehr gut, nur hätte ich etwas mehr Spannung erwartet.

Bewertung vom 02.03.2018
Fanatisch
Schröder, Patricia

Fanatisch


ausgezeichnet

Inhalt:
Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen. Mit dieser Nachricht beginnt für Nara ein Alptraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Wer steckt hinter dieser Nachricht und bedrängt sie mit weiteren SMS? Kurze Zeit später findet sie sich in einem Verlies wieder: gefesselt, ohne Licht, die Einsamkeit nur unterbrochen von merkwürdigen Ritualen. Sechs Tage dauert ihre Tortur, dann ist sie frei. Doch der Täter hat sie weiterhin in der Hand. Ein Wort zu ihrer Familie und ihrem kleinen Bruder werden schreckliche Dinge zustoßen.

Meinung:
Der Einstieg ist recht einfach und man lernt die siebzehnjährige Nara kennen. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich sehr gut. Als Nara dann Drohungen erhält und der Hund weg ist, steigt auch die Spannung. Die Zeit in der Gefangenschaft wird sehr bildhaft und manchmal etwas brutal wiedergegeben. Nara ist ein sehr mutiges Mädchen und sie war mir sehr sympathisch. Die Spannung war immer sehr hoch und ich habe regelrecht mit Nara mitgelitten und gebangt. Im laufe der Story meinte man bereits zu wissen, wie die Geschichte endet. Aber man wurde zum Schluss hin mit einem nicht vorhersehbaren Ende überrascht.

Dieses Buch hat mich mit einem sehr aktuellen Thema gefesselt und kann ich nur empfehlen.

Bewertung vom 02.02.2018
Die Vergessenen
Sandberg, Ellen

Die Vergessenen


ausgezeichnet

Inhalt:
Die Journalistin Vera Mändler entdeckt ein Familiengeheimnis und versucht dieses aufzudecken. Ihre Tante Kathrin arbeitete von 1944 an in einer Heilanstalt in München als Krankenschwester. In dieser Klinik wurden damals behinderte Kinder systematisch entsorgt. Vera kommt an Akten, die ganz klar mehrere Morde dokumentieren und begibt sich in große Gefahr.
Manolis Lefteris ist ein Mann für besondere Aufträge. Er soll Akten aufspüren, die im Besitz einer alten Dame sind.

Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Charaktere sind alle facettenreich und authentisch dargestellt. Die Spuren des Nationalsozialismus sind greifbar nah und die grausamen Taten werden sehr bildhaft und erschreckend wiedergegeben. Noch heute sind Familien von dieser Zeit betroffen und leiden unter den Geschehnissen von damals. Dies hat die Autorin in dieser Geschichte sehr gut vermittelt. Diese Story ist nicht nur fiktiv, sondern greift auch auf reale Ereignisse zurück. Beim lesen sind Tränen gekullert und Taschentücher mussten immer griffbereit sein. Sehr gelungen fand ich den Informationsgehalt zu den geschichtlichen Hintergründen und dem Thema Euthanasie. Ich habe das bereits mal gehört, aber genaues wusste ich jetzt nichts darüber.

Ein spannendes Buch, was mich berührt hat und absolut lesenswert ist.

Bewertung vom 15.11.2017
Dann schlaf auch du
Slimani, Leïla

Dann schlaf auch du


ausgezeichnet

Inhalt:
Myriam und Paul stellen Louise als Nanny ein, damit sie sich mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können. In wenigen Wochen ist Louise unentbehrlich geworden. Doch wie gut kennen sie ihr Kindermädchen und wie sehr können sie ihr vertrauen?
Meinung:
Bereits der Prolog ist sehr brutal beschrieben und für Mütter mit Kleinkinder nicht leicht zu lesen. Die Kinder tot und nur die Nanny kann dafür verantwortlich sein. Was? Ist die Geschichte schon zu Ende? Nein, denn jetzt erfährt der Leser nach und nach, wie es soweit kommen konnte. Myriam möchte unbedingt wieder arbeiten und so wird Louise, eine Frau um die 50, als Kinderfrau eingestellt. Louise versteht sich super mit den Kindern, kocht und hält die Wohnung sauber. Sie wird unentbehrlich und das ist genau das, was sie will. Beim lesen spürt man richtig die Einsamkeit, die Louise umgibt. Obwohl ich wusste, was sie getan hat, tat sie mir irgendwie leid. Myriam hingegen war mir nicht wirklich sympathisch. Sie kam sehr egoistisch rüber. Mutter ist man voll und ganz und nicht, wenn es einem gerade passt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und es fällt einem sehr schwer, das Buch aus den Händen zu legen.

Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und kann ich nur empfehlen. Eins der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.

Bewertung vom 22.10.2017
Fremde Tochter
Bussi, Michel

Fremde Tochter


sehr gut

Inhalt:
Nach 27 Jahren verbringt Clotilde mit ihrem Mann und ihrer Tochter die Ferien auf Korsika. Damals verlor sie ihre Eltern und ihren Bruder durch einen tragischen Unfall. Clotilde trifft auf Korsika ihre Großeltern und ihre Jugendliebe wieder. Plötzlich erhält sie Briefe, die nur von ihrer Mutter stammen können. Mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie glauben soll. Als sie auf der Suche nach der Wahrheit auf Geheimnisse stößt, gerät ihre Familie erneut in Gefahr.

Meinung:
Michel Bussi führt uns auf die wundervolle Insel Korsika. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich war sofort in der Geschichte drin. Der Roman wechselt in den Kapiteln immer wieder zwischen den Jahren 1989 und 2016. Die Beschreibungen von Korsika sind sehr detailliert und bildhaft wiedergegeben. Dieses Buch könnte auch glatt als kleiner Reiseführer durchgehen. Die Charaktere sind alle sehr facettenreich und authentisch. Vor allem Clothilde war mir mit ihrer Art sehr sympathisch. Sie ist eine zurückhaltende Person, die sich ihren Angsten stellt und Nachforschungen anstellt. Spannung ist bereits Am Anfang vorhanden. Diese lässt zwar zwischendurch etwas nach, aber wird durch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen wettgemacht. Am Ende wird es dann so richtig spannend und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Dies war mein erstes Buch von Michel Bussi und bestimmt nicht mein letztes. Es hat mir sehr gefallen und kann ich nur empfehlen.

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