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Herzchentante
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Jena

Bewertungen

Insgesamt 108 Bewertungen
Bewertung vom 31.12.2025
Winkelmann, Andreas

Entführung im Himmelreich / Mord auf Achse Bd.2


ausgezeichnet

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil ich auch ein großer Campingfan bin und wir auch schon allerhand skurrilen Typen begegnet sind bei unseren Campingurlauben. Ich habe das erste Buch bereits mit großer Begeisterung gelesen und habe auch den zweiten Band förmlich verschlungen. Das Cover ähnelt dem ersten Buch und hat Wiedererkennungswert. Der Hund Pinguin mit dem blutigen Schuh auf dem Cover und auf den Kapitelseiten ist sehr gelungen. Begeistert haben mich auch die Nu–Ma–Ko–Ecken, das Rezept gibt es zum Glück im Anhang und ich werde es gerne nachbacken. Ganz nebenbei erfährt man auch noch ein Mäusegift aus Mexiko. Die Kostüme auf der Halloweenparty waren ebenfalls sehr einfallsreich.
Der Schreibstil von Andreas Winkelmann gefällt mir sehr gut und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band mit Björn Kupernikus, Annabelle und Kommisar Fass.

Bewertung vom 22.12.2025
Woywod, Torsten

Mathilde und Marie


ausgezeichnet

"Mathilde und Marie" ist ein sehr besonderes Buch und zugleich eine Liebeserklärung an das Bücherdorf Redu mit seiner Möglichkeit zur Entschleunigung und dem freundlichen Miteinander: "Umso mehr genoss sie nun jeden wohlwollenden Gruß und jedes Lächeln als aufrichtige Geste des Willkommenseins. Ein simpler Akt der Freundlichkeit, im Zuge einer zufälligen Begegnung. Wie hatte ein solch elementarer Bestandteil des Miteinanders, jemals aus der Mode kommen können?" "Wenn sich ein jeder von uns vor Augen führte, wie wichtig Empathie im täglichen Miteinander ist, könnte ein Wandel, wie er in diesem Roman beschrieben wird, überall zu Stande kommen." Beim Lesen hatte ich sofort Lust nach Redu zu reisen. Die Handlung wird im Wechsel von Marie, Jónína und Mathilde erzählt. Außerdem enthält das Buch wunderschöne Briefe bzw. Nachrichten von Jaaps an Mathilde und umgekehrt. Die Labradorhündin Anneliese mit vielen witzigen Momenten habe ich auch sofort in mein Herz geschlossen. Ganz nebenbei habe ich noch etwas über die Ernte von Kräutern und über Eichelhäher gelernt.
Alles in Allem ein wirklich gelungener Roman. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Torsten Woywod.

Bewertung vom 04.12.2025
Johann, Petra

Wem du traust


ausgezeichnet

Es ist wieder ein sehr spannendes Buch von Petra Johann und keinesfalls januartrist, wie ein Wort gleich zu Beginn fällt. Es liest sich wieder sehr zügig. Ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Ich konnte mich gut in die beschriebenen Situationen, Beschreibungen und Charaktere einfinden. Der Schreibstil ist genauso wie ich ihn mag. Zahlreiche Wendungen garantieren anhaltende Spannung. Geschickt wird der Leser auf falsche Fährten geführt. Der bis zum Ende anhaltende Spannungsbogen gepaart mit den sympathischen Protagonisten sorgte für pures Lesevergnügen. Besonders liebevoll beschrieben fand ich die Beziehung zwischen Daniel und Eva: "Ich spüre seine Wärme und seine Kraft, und für eine Weile erlaube ich mir, alles loszulassen und auch die Kontrolle über meine Gedanken abzugeben. Daniel ist der einzige Mensch, bei dem mir das möglich ist." Auch das Wort: "Mamazauberhut" hat mir sehr gut gefallen. Ich warte begierig auf das nächste Buch von Petra Johann.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Krimi und Thrillerfans.

Bewertung vom 03.11.2025
Schäfer, Stephan

Jetzt gerade ist alles gut


ausgezeichnet

"Jetzt gerade ist alles gut" ist ein sehr besonderes Buch und zugleich eine Liebeserklärung an das Leben, denn man sollte jeden Tag genießen und viele schöne Momente sammeln. Die Ehrung der gesammelten Botschaften seiner Familie hat mich sehr gerührt: "Es handelte sich nicht um epische Geschichten, dramatische Erzählungen, nein es waren kurze, unscheinbare Zeilen, nicht für die Ewigkeit gemacht, sondern nur für den Moment, doch sie bedeuten mir mehr als berühmteste Roman." Das eingeflochtene Gedicht von Rilke und das eingeflochtene Lied von Herbert Grönemeyer haben mir sehr gut gefallen. Das Buch hat mich ab der ersten Seite gefesselt und begierig gemacht, der Schreibstil mich in seinen Bann gezogen und mir ein sehr angenehmes Gefühl vermittelt, ich konnte mich gut in die Charaktere einfühlen und fand sie alle sympathisch und liebenswert. Besonders die zarte Freundschaft zur Schwiegermutter und Jorges folgender Entschluss: "Ich wollte mich auf das konzentrieren, was mir wirklich wichtig war, und dazu gehörten die Bücher. Ich wusste genau, welche ich in meinem Leben noch lesen wollte." haben mich berührt.
Hier noch ein Satz, der mich absolut begeistert hat: "In den Liedern der Beatles taucht das Wort Liebe sechshundertdreizehnmal auf"
Alles in Allem ein wirklich gelungener Roman. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Stephan Schäfer.

Bewertung vom 27.10.2025
Ahern, Cecelia

Ein Herz aus Papier und Sternen


ausgezeichnet

"Ein Herz aus Papier und Sternen" ist ein sehr besonderes Buch und zugleich ein Liebeserklärung an die Origamikunst. Bereits ab dem ersten Kapitel hat mich die Geschichte gefesselt und begierig gemacht, der Schreibstil mich in seinen Bann gezogen und mir ein sehr angenehmes Gefühl vermittelt, aber auch teilweise schockiert, dass Pip mit 32 Jahren noch so unselbständig ist. Aber zum Glück, "ist sie dann bereit für das Abenteuer, für die Lektionen, die das Leben fortan für sie bereithält." Die Geschichte ist verknüpft mit Origamigedichten, was das Buch einmalig macht. Auch das Cover mit den Herzen hat mich sofort angesprochen. In der Geschichte lernt man ganz nebenbei etwas über das Torf stechen.

Insgesamt ist es eine wunderbare Geschichte, Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und bin ganz neugierig auf das nächste Buch der Autorin.

Bewertung vom 24.10.2025
Sandmann, Elisabeth

Wir dachten, das Leben kommt noch


ausgezeichnet

Das Cover mit dem Eiffelturm ist bereits ein Hingucker und schon während der ersten Minuten hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht aus den Händen legen.

Der Schreibstil von Elisabeth Sandmann ist wunderschön und ich werde gleich das erste Buch der Autorin lesen, weil mich die Geschichte so gefesselt hat. Ich habe viele Gefühle gehabt beim Lesen und auch Tränen vergossen.

Die Geschichte erzählt in zwei Zeitebenen und nimmt die Leserinnen unter anderen mit auf eine Zeitreise, die im Jahr 1942 beginnt.

Sehr anschaulich und authentisch wird unter anderem das Leben der jungen Pat geschildert. Aber auch in der heutigen Zeitebene habe ich die Lesezeit genossen und die Charaktere Gwen und ihre Tochter lieb gewonnen.

Insgesamt ein sehr berührendes Buch.

Aus meiner Sicht eine klare Kauf- und Leseempfehlung für Leserinnen, die bereit sind, sich in eine spannende Zeit entführen zu lassen, von deren Lebensumständen wir uns heute so wenig vorstellen können. Hier noch einer meiner Lieblingsstellen aus dem Buch:
"Sie erreichten den Wald, und Emma spürte prickelnde Lebensgeister in ihre Adern kriechen. Die klare Luft, der zarte Waldgeruch, die Geräusche von knackenden Ästen und die Warnlaute der Vögel – wie konnte sie vergessen haben, wie schön all das war und wie diese Waldwelt ohne Umwege ihre Sinne erreichte."

Bewertung vom 24.10.2025
Bhatter, Ina

Drei Tage im Schnee (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Endlich mal wieder ein Buch, das man nicht aus den Händen legen kann, wenn man einmal begonnen hat, es zu lesen. Ich habe den Zauber des Buches regelrecht verschlungen und war traurig, als es zu Ende war.

Das Buch ist zugleich eine Liebeserklärung an die Kindheit, die wir uns erhalten sollten.

Ich konnte mich wunderbar in Sophie und Hannah einfühlen und habe mich oft in den beiden wiedererkannt. "Und immer, wenn ich bei jemanden zu Besuch war, zogen mich Bücherregale an wie Magneten. Orte, an denen ich mich am wohlsten fühlte, die, an denen viele Bücher waren."

Mich hat das Lesen dieser Geschichte begeistert. Besonders magisch fand ich die Momente im Schnee mit Schneeengel und den Bau des Schneinhorn.

Der Schreibstil von Ina Bhatter und das Buchcover sind wunderschön.

Ein sehr schöner Wohlfühlroman…und sehr lesenswert und kaufwert.

Bewertung vom 13.10.2025
Levensohn, Melanie

Der Morgen nach dem Regen


ausgezeichnet

"Der Morgen nach dem Regen“ ist ein sehr besonderes Buch. Es wird unter anderem das schwierige Verhältnis zwischen Johanna und Elsa (Mutter und Tochter) erzählt. Bereits ab dem ersten Kapitel hat mich die Geschichte gefesselt und begierig gemacht, der Schreibstil mich in seinen Bann gezogen und mir ein sehr heimisches Gefühl vermittelt. Ich hatte eine starke Bindung zu den Charakteren, was sicherlich auch an der Länge des Buches lag und wollte sie ungern gehen lassen. Das Verbrennungsritual am Ende war eine sehr gute Idee für die Auflösung des Konflikts. Die Erzählungen aus mehreren Perspektive und Zeiten haben mir sehr gut gefallen. Auch die eingeflochtenen "Klänge der Stimme" von Tante Toni haben die Geschichte zu etwas besonderem gemacht.

Ich habe auch viele Mutmachsprüche aus dem Buch ziehen können, z.B.:
"Im Gegensatz zu mir schien er seine Einsamkeit wie eine gute Bekannte zu behandeln, die man ab und zu zum Brunch einlud."

"Lass diese kostbare Chance, nicht an dir vorüber ziehen."

"Nichts auf dieser Welt ist so fest und sicher wie dein Platz in meinem Herzen."

Insgesamt ist es eine wunderbare Geschichte, die auch Einblicke in politische Krisenregionen, Burnout und Depressionen gibt. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil liest sich dieses Buch einfach ganz hintereinander weg. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten – klare Kauf- und Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.10.2025
Lagerlöf, Ulrika

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)


ausgezeichnet

Die Moltebeeren auf dem Farbschnitt, die ich unbedingt einmal kosten möchte, genauso wie das Tunnbröd und das gemalte Cover sind sehr gelungen.

Der Schreibstil von Ulrika Lagerlöf ist wunderschön, ich konnte mir alles wunderbar vorstellen.

Die Geschichte erzählt in zwei Zeitebenen und nimmt die Leserinnen unter anderen mit auf eine Zeitreise, die im Jahr 1938 beginnt.
Sehr anschaulich und authentisch wird das Leben der jungen Ziv in der Waldhütte geschildert. Auch das zarte Begehren zwischen Nila und Ziv hat die Autorin wunderbar beschrieben. Aber auch in der heutigen Zeitebene habe ich die Lesezeit genossen und gleich gemerkt, dass Eva und Mathias zusammen gehören.

Aus meiner Sicht eine klare Kauf- und Leseempfehlung für Leserinnen, die bereit sind, sich in eine spannende Zeit entführen zu lassen, von deren Lebensumständen wir uns heute so wenig vorstellen können. Hier noch poetische Lieblingsstellen aus dem Buch, die mir sehr gefallen haben: „Das Kaleidoskop aus Erinnerung beginnt sich wieder zu drehen und bringt ihre Wangen zum Glühen.
Hört den Wind in den Zweigen der Fichten flüstern.
Sie spürt Johns Blicke, die über sie hinweg streichen wie eine leichte Sommerbrise.
Irgendeine Spur, denkt sie, muss geblieben sein – diese Berührung hat ihre Haut für immer gezeichnet.
Der Tau hat sich auf Spinnennetze und Gräser gelegt, die nun im Licht funkeln, als wären sie mit tausenden Kristallen bedeckt.
Vereinzelt tauchen Wolken über den schütteren Wipfeln der Kiefern auf, zart wie Federn, als wären sie mit dem feinsten Pinsel gemalt.“

Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Bewertung vom 06.10.2025
Szántó, Henrik

Treppe aus Papier


sehr gut

Von herzchentante
"Treppe aus Papier" ist ein sehr besonderes und poetisches Buch und zugleich eine Aufarbeitung einer sehr traurigen Zeit unserer Geschichte. Die Erzählweise aus Sicht des Hauses ist außergewöhnlich.
Das Buch hat mich ab der ersten Seite gefesselt und begierig gemacht. Der Schreibstil ist mir am Anfang jedoch etwas schwer gefallen zu lesen, aber dann hat der Autor es geschafft Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Außerdem möchte ich unbedingt auch ein "Wohnzimmerpicknick" machen, weil ich diese Idee super fand.
Hier noch Sätze, die mich absolut begeistert haben:
"Er betrachtet seine Frauen und sucht nach den richtigen Worten. Die Zahnräder der Kommunikation sind ihm regelmäßig Rätsel und Frust. Obwohl er blind die Feinheiten eines Uhrwerks lesen vermag, stockt das Verständnis beim Verbalen."
"Golda hat sie eingeschworen, diese Bücher gut zu verstecken, denn sie seien verboten. Also verbirgt Ruth sie in ihrer Erinnerung und zwischen unseren Dielen, bei den Figuren, mit denen sie Geschichten spinnt. Am Ende lassen wir zum Applaus die Dielen knarren oder die Ziegel schnattern. Wird ihr zum Lesen die Weile lang, macht Ruth uns zur Bühne. Sie bringt schwarze Tücher und legt sie auf kleine Kisten aus Papier. Die verhältnismäßig aufwändigen Theaterproduktionen, Ruth als Autorin, Regisseurin und Stimme aller Holzfiguren, gefallen uns besonders. Während dieser Jahre arbeitet sie sich vom Puppentheater zu mehrteiligen Dramen hoch.
Da sind die Dinge, die sie vermisst: die Ausflüge in den Zoo, das Bahnenziehen im Schwimmbad oder die unendlichen Regalreihen in der Bibliothek. Auch den Besuch bei Freunden vermisst sie und stellt tüchtig Szenen nach. Zwischen imaginierten Gehegen und buchbestückten Gängen oder beim Tauchen in einem See aus Decken. Bedeckt vom Feenstaub des Erfundenen verwandelt Ruth den Schmerz ihrer kleinen Tage in große Abenteuer."


Alles in Allem ein wirklich gelungener Roman zu dieser besonderen Thematik.