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Herbi.G
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Hessen

Bewertungen

Insgesamt 84 Bewertungen
Bewertung vom 29.08.2025
September, Wolf

Sirmione & Mord - Pizza, Pasta, Tod


ausgezeichnet

Willkommen in Sirmione am Gardasee.

Der Autor Wolf September hat hier ein Cosykrimi geschrieben, der nicht nur eine spannende Handlung hat, sondern auch eine liebevoll Geschichte über die Hauptfiguren, die Geschwister Sofia und Nils erzählt. Beide sind eigentlich nur an den wunderschönen Gardasee gekommen um ein geerbtes Restaurant zu verkaufen. Aber es läuft alles anders. Nils verliebt sich in den Gemüsehändler Domenico. Für Sofia interessiert sich sein Bruder Luca. Doch dann passiert ein Mord, und Nils wird verdächtigt. Auch sein Onkel, der Polizeichef ist, nimmt ihn ins Visir. Der Ausflug nach Italien hat sich anders entwickelt als gedacht..

Der Autor beschreibt die Gegend sehr schön und bringt die Atmosphäre des tiefblauen Sees mit seinen Sehenswürdigkeiten eindrucksvoll herüber. Der Schreibstiel ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Charaktere werden gut dargestellt. Die kurzen Kapitel unterstützen den Lesefluß.

Sirmione & Mord ist ein Kriminalroman mit sehr viel Italien-Flayr aus Pizza, Pasta, Vino, Espresso, Zitronen und vieles mehr, der jetzt im Sommer gut zu lesen ist

Bewertung vom 20.08.2025
Menger, Ivar Leon

Der Tower


ausgezeichnet

Nova wurde von ihrem Freund verlassen, hat ihren Job verloren, und jetzt wurde ihr auch noch die Wohnung gekündigt. Die Situation ist ausweglos. Doch was ist das? Sie kann ein Jahr kostenlos im hochmodernen Pramtower, mitten in Berlin wohnen. Das lässt sie sich nicht zweimal bitten, und zieht direkt ein. Der Pramtower ist nicht nur ein aktuelles Bauprojekt, sondern zeigt er die Welt in der Zukunft. Total mit KI ausgestattet, wird den Bewohnern jeder Wünsch erfüllt. Ein Leben im Paradies. Doch irgendwas stimmt hier nicht. Bei Nova wächst das Unbehagen. Die Nachbarn wirken seltsam. Und als sie dann erfährt, das ihre Vormieterin tot ist, läuten bei ihr die Alarmglocken.
Doch es kann schon zu spät sein.

Ivar Leon Menger hat einen beklemmenden Thriller über die Möglichkeit der KI-Zukuft geschrieben.
Sind wir schon bereit, der Bequemlichkeit zuliebe, uns von einer KI steuern zu lassen.
Wir leben im Luxus und die Künstliche Intelligenz plant unser Leben, und plötzlich sind wir ihre Gefangenen.

Nova ist eine liebenswerte, enthusiastische Person, doch auch manchmal naiv. Für sie fängt alles sehr zuversichtlich an, trotz alles Bevormundung der KI, hat das Leben sehr viele Vorteile für sie.
Als mich eine Szene an "Rosemaries Baby "erinnerte, nahm die Geschichte eine Wendung für mich. Doch dieses Gefühl blieb nicht lange und die Story nahm eine andere Richtung. Ich war hin und hergerissen und musste Kapitel für Kapitel lesen. Der flüssige Schreibstiel und die kurzen Kapitel machen es leicht, das Buch voller Spannung bis zum nicht erwarteten Ende zu lesen.

Der A/B-Test zum Schluß war neu für mich, und ich konnte mich nicht entscheiden.
Das neue Buch von Ivar Leon Menger ist ein Locket-Room-Thriller , da die Handlung fast ausschließlich im Tower spielt, und die Personen von der KI an das Gebäude gebunden werden.

Ich war begeistert, und kann es sehr empfehlen

Bewertung vom 16.08.2025
Ehrensberger, Martin

Kommissar Aiwanger


ausgezeichnet

Als auf einem Volksfest ein Mann tot zusammenbricht, geht man von einer natürlichen Ursache aus. Kriminal- hauptkommissar Hubert Aiwanger , der sich noch im Krankheitsstand befindet, juckt es hinter dem Ohr, und das bedeutet nichts gutes. Seine Kollegin Frida Karlsson-Konrad stößt bei Recherchen auf eine Reihe mysteriöse Todesfälle auf Volksfesten. Aiwanger und seine Kollegin stürzen sich sofort an die Arbeit.
Den in der Oberpfalz stirbt man nicht ohne Grund.

Der Autor Martin Ehrensberger hat hier einen Regionalkrimi geschrieben, für alle Liebhaber des bayrischen Lebensgefühl, und für alle die es werden wollen.
Die Geschichte hat Spannung und Humor.
Aiwanger ist ein schrulliger Kommissar, mit einer Vorliebe für bayrische Speisen.
Die Charaktere des Ermittlerduos hat Ecken und Kanten, und sind liebevoll und sympathisch dargestellt. Auch die Nebenfiguren zeigen auf bayrische Lebensart hin.
Der Schreibstiel ist flüssig und gut zu lesen.

Prost, du Sack ist der Auftakt einer Krimiserie um Kriminalhauptkommissar Aiwanger.
Dieser 1. Teil hat Spaß gemacht und Lust auf weitere Kriminalromane aus der Oberpfalz, auch für Leser die nicht aus Bayern kommen

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.04.2025
Ruthardt, Ralf M.

Untergang der "GREEN"


ausgezeichnet

Dennis Jung ist Chef einer NGO, also einer Nichtregierungsorganisation. Ein Verband der gemeinsames Interessen vertritt und nicht gewinnorientiert ist , und nicht von staatlichen Stellen abhängig. Doch er muss seine Mitgliedsstatistik erhöhen. Hierzu will er mit anderen NGO's und einem Politiker ein Workshop auf hoher See organisieren. Ziele und Vorgehensweisen werden diskutiert, doch das Schiff gerät in Not, und jetzt zählt nur noch das Überleben.

Das Buch von Ralf Ruthardt greift das aktuelle Thema der Klimakrise und ihre Auswirkungen auf. Auch in Verbindung mit der Aktion "Gegen Rechts" In den Diskussionen werden Narrative aufgezeigt. Also die Form der Darstellung, wie das Erzählte verstanden wird und beim Zuhörer wirkt. Der Autor hat sehr gut recherchiert und mit dem "Untergang der GREEN" auch einen spannenden Roman geschrieben. Ich kann es sehr empfehlen.

Bewertung vom 31.03.2025
Beser, Daniila;Mackenrodt, Richard

Sonnenvögel


ausgezeichnet

Man beginnt ein Buch zu lesen, das man nicht kennt.
Eine Geschichte von der man noch nichts gehört hat.
Und beim lesen merkt man, wie intensiv und spannend der Roman ist, und man kann nicht mehr aufhören zu lesen bis zum Ende.
So ist es mir passiert mit dem Roman von D. Beser und R. Mackenroth.

Es ist die Familiengeschichte der Familien Beser und Tresckow. Beginnend im Jahre 1868 bis in Jahre 2023. Es beschreibt das Leben von Franz, Viktoria und Daniila Beser , deren Geschichte brandaktuell den Leser in die Ukraine der Neuzeit führt.
Außerdem wird das außergewöhnliche Leben von Henning von Tresckow beschrieben, der als Soldat seinem Heimatland dient, bis die Nationalsozialisten an die Macht kommen, und sein Gewissen in faßt zerreißt. Er muß handeln, egal was aus ihm wird. Er will diesen Wahnsinn stoppen, und es gibt nur eine Möglichkeit.

Alle Personen kommen in ihrem Leben in eine Situation, in der sie entscheiden müssen wie es weiter geht. Wollen sie weiter in Freiheit leben, müssen sie Wiederstand leisten und sich gegen Gewalt und Herrschaft wehren.
Es sind vier ganz verschiedene Lebenswege, die aber alles gemeinsam haben, sich nicht unterdrücken lassen, die Sehnsucht nach Freiheit und unaufhaltsame Willenskraft.

So wie ich die 460 Seiten in kurze Zeit gelesen habe, werden auch andere Leser, die sich für diese Themen interessieren, dieses Buch lieben.
Für mich ist es jetzt schon ein Jahreshighlite in meinem Bücherregal. Ich kann es sehr empfehlen. ✴️✴️✴️✴️✴️

Bewertung vom 14.03.2025
Brodesser-Akner, Taffy

Die Fletchers von Long Island


ausgezeichnet

Carl Fletcher ein reicher Fabrikant, wird vor seinem Haus in Long Island gekidnappt. Nach Zahlung des Lösegelds wird er nach 5 Tagen freigelassen. Carl und seine Familie versuchen den Vorfall zu vergessen, doch die Entführung hat Spuren hinterlassen. Und das bei der ganzen Familien.
Als sie sich 40 Jahre danach zu einem Familienfeier trifft, werden die Auswirkungen sichtbar.

Die Fletchers von Long Island ist eine jüdisch- amerikanische Familiengeschichte.
Eine Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Taffy Brodesser Akner beschreibt in diesen Roman das Leben von Carl, Ruth, Nathan, Bernard genannt Beamer und Jenny. Sie alle leben im muffigen Vorort Middle Rock, in einer luxuriösen Villa, und gelten als die Reichsten der Stadt. Doch schaut die Autorin hinter die Fassade und zeigt das Leben der einzelnen Personen auf, und der Leser erkennt sofort, die Entführung hat bei jedem ein Trauma hinterlassen, das jeder auf seine Weise zu bewältigen versucht. Was meistens nicht gelingt.
Auch der Leser wird davon angesteckt, und durch den grandiosen Schreibstiel fliegt man nur so über die 571 Seiten, und ist am Ende mancher Kapitel genauso geschafft wie die Fletchers. Die Geschichte ist tramatisch, verstörend aber auch amüsant und witzig zugleich.
Ruth stellt die Frage: "Warum besteht diese Familie nur aus Verrückten "
Und ihr Schlußwort lautet: "So sind die Reichen. Was willst du mehr"

Die Fletchers von Long Island ist ein großartiger Roman, der mir Spaß gemacht hat, ihn zu lesen. Hier blickt man in das Leben der Reichen, die sich selbst zerstören und doch immer wieder durch Glück obenauf bleiben.
Dieses Lesevergnügen kann ich sehr empfehlen, für alle die staunen, mitleiden und laut lachen wollen.

Bewertung vom 11.03.2025
Fromm, Christoph

THOR und der Gott des Wassers


ausgezeichnet

Thor und der Gott des Wassers ist das 2. Buch um die Bikergang "Thor".
Nach der atomaren Apokalypse sieht Cee nur eine Chance die Schreckensherrschaft von Zeno zu beenden, in dem er Zenos Herkunft lüftet und sich in die geheimnisvolle Eiswüste der Nanos begibt.
Hierbei soll ihm die intelligente Ärztin Eve helfen.

Der Autor beschreibt hier eine postapokaliptische Welt, die an uralte Mythen erinnert und in einem Kampf in der Eiswüste mündet.
Auch wird hier der uralte Brüderkampf von Kain und Abel ausgefochten.
Die Charaktere von Cee und Zeno sind sehr gut ausgearbeitet und haben eine mythische Wirkung auf den Leser. Der Schreibstiel ist flüssig und lässt einem nur so über die Seiten gleiten.

Thor ist ein spannender SF-Roman, den ich so noch nicht gelesen habe. Er zeigt eine Welt, in einer noch nie dagewesenen Zukunft, die trotz aller aktuellen Krisen nicht unsere Zukunft sein darf.
Dieser Roman ist ein Muß für alle Science-Fiction Leser von Dystopischen Bücher, den ich sehr empfehlen kann.

Bewertung vom 27.02.2025
Jansen, Lea

KRIPO SYLT - Gefährliche Gezeiten


ausgezeichnet

Im neuen Band Tatort Sylt , Petersen und Schiller ermitteln 2 , geht es dieses Mal um ein Jahrhundert Jahre alten Artefakt aus der Wikingerzeit.
Die Inschrift eines Runenstreins warnt vor einem Fluch, der jeden trifft, der nicht der Auserwählte ist.
Als die Archäologin Feldhusen während der Ausgrabung tot neben dem Stein gefunden wird, ermittelt das Duo tief in der mysteriösen Vergangenheit von Sylt und gegen Aberglauben und Intrigen.

Durch die detaillierte Beschreibung der Insel Sylt und der rauhen Nordsee, ist es ein authentischer Nordseekrimi.
Wie immer ist der Schreibstiel flüssig. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet . Ole Schiller bleibt rätselhaft und was ein immer wieder auftauchender Fremde will, bleibt geheimnisvoll und wird als Gliffhanger im nächsten Teil zu klären sein.

Gefährliche Gezeiten ist spannend geschrieben, und hat alles was ein Küstenkrimi braucht.
Ich kann diesen Nordseekrimi von Lea Jansen sehr empfehlen.

Bewertung vom 17.02.2025
Neumüller, Ralph Alexander

Das zweigeteilte All


ausgezeichnet

Von Milliarde Menschen leben nur noch wenige Tausend in Dörfern, behütet von Maschinen, frei von Krankheiten. Die großen Städte sind leer. Die Maschinen sind auf dem Vormarsch ins Weltall.
In einem dieser Dörfer lebt Nora. Sie will sich nicht mit der Situation zufrieden geben, und sucht Auswege. Als sie eines Tages die Grenzen des Dorfes überschreitet, erkennt sie das ihr Leben , und das alles Dorfbewohner Teil eines großen Experiments ist. Sie findet ein Buch aus der Vergangenheit, das viele Fragen beantwortet. Der einzige Weg in die Freiheit ist die Flucht vor ihren Beschützer. Doch das ist fast unmöglich.

Der Roman von Neumüller ist ein spannender SF-Roman, der sich die Themen, Künstliche Intelligenz, ihre Entwicklung und die Auswirkungen auf die Menschen befasst. Können Maschinen die Herrschaft auf der Erde übernehmen.
Das Buch ist eine phantastischen Darstellung der Welt von morgen. Es vereint idyllische Landschaften mit den neusten maschinellen Errungenschaften.
Der Schreibstiel ist flüssig zu lesen, trotz wissenschaftlichen Beschreibung.
Ralph Alexander Neumüller, der Gewinner des deutschen Science-Fiction Preises 2024, legt mit Das zweigeteilte All sein neustes Buch vor, das ich sehr empfehlen kann.

Bewertung vom 12.02.2025
Kalpenstein, Friedrich

Salute - Die letzte Fahrt


ausgezeichnet

Paul Zeitler, ehemaliger Kommissar und jetziger Besitzer eines Cafés in Bardolino am Gardasee, sieht beim spazieren an der Uferpromenade, wie ein Mann versucht einen leblosen Körper aus dem See zu ziehen. Zeitler springt ins Wasser und hilft den Mann rauszuziehen., jedoch kommt für den Bootsbauer Vicenzo Morelli jede Hilfe zu spät. Der bald eintreffende Commissario Lanza ist sich sicher, daß das kein Unfall war. Als man bei Morelli eine große Summe Bargeld findet, ist man verwundert. Der Bootsbauer galt als hoch verschuldet. Salute, Die letzte Fahrt ist Band 2 der Gardasee Krimiserie.

Auch in diesem Roman beschreibt Friedrich Kalpenstein die außergewöhnlich schöne Region rund um den Gardasee. Der Urlaubsflair lädt den Leser/in ein, eine herrliche Zeit in Bella Italia zu verbringen. Doch hat der Krimi auch von Anfang an eine spannende Handlung um den Barista Zeitler, Commissario Lanza und die Journalistin Antonia Romana.

Der Schreibstiel ist flüssig und bildhaft. Trotz des ernsten Themas, hat der Autor auch witzige Phasen eingearbeitet.
Am Ende weiß der Leser: " MANCHE SCHULD LÄSST SICH NICHT MIT GELD BEGLEICHEN"

Ich kann diesen Krimmi sehr empfehlen, weil mir Band 2 sehr gut gefallen hat, und freue mich schon auf Band 3 der Gardasee-Krimiserie.