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Benutzername: Starocotes von nerdenthum.de
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Bewertungen

Insgesamt 210 Bewertungen
Bewertung vom 22.07.2020
Chrononauts: Zukunftsschock
Millar, Mark; Canete, Eric

Chrononauts: Zukunftsschock


sehr gut

Bisher sind die beiden Zeitreisenden Corbin Quinn und Danny Reilly immer nur in die Vergangenheit gereist, doch nun wollen sie es wagen die Zukunft zu besuchen. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Irgendwas hält sie davon ab in der Zeit vorwärts zu kommen. Als sie schließlich heraus finden woran das liegt eröffnet sich eine völlig neue Welt.

Die Idee das Zeitreisen auch immer der Zeitstrom ändern wird hier auf eine interessante Weise neu interpretiert. Natürlich ist es immer noch primär ein Action Comic und die Zeitreisesache ist alles andere als konsistent, aber es macht Spass und das was in der Vergangenheit geändert wird ist gar nicht mal so dumm.

Zudem gibt es ein Geheimnis zu ergründen, einige emotionale Momente und wie immer wilde Geschichten in der Geschichte.

Leider zeichnet Sean Murphy nicht mehr was sich bemerkbar macht. Canete kann nicht ganz an den genialen Stil Murphys heran reichen und so wirken einige Panels einfach hilflos überladen ohne das die Details noch Sinn ergeben. Sein Stil ist jedoch nahe genug an dem des Zeichners des ersten Bandes das eine gewisse Kontinuität gewahrt bleibt.

Bewertung vom 22.07.2020
Miles Morales: Spider-Man - Neustart
Ahmed, Saladin; Garron, Javier; Ackins, Ron; Taylor, Tom; Del Rey, Vanesa R.; Martinez, Alitha E.; Smith, Cory; Wu, Annie

Miles Morales: Spider-Man - Neustart


sehr gut

Miles muss sich immer noch mit der Erkenntnis rum schlagen das sein Onkel Aaron mal als Prowler Verbrechen begangen hat. Zudem bahnt sich das was mit Bombshell an von dem er noch nicht weiß was genau das ist. Doch dann wird er von „Agent Quantum“ entführt und es werden im Aufrag des „Assessors“ Experimente an ihm durch geführt. Wer kann ihn retten?

Das Geheimnis um die Entführung, das Familienleben von Miles, das sie so sehr von Peter unterscheidet, und die Befreiung sind spannend und interessant. Hier wird zudem einiges aufgebaut was zurück geht auf die Anfänge von Miles als Spider-Man und auch auf das Spider-Men Crossover mit Peter Parker.

Ahmed kann den Spider-Man Charme neu erfinden. Es hat viel von dem „junger Held versucht sein Erwachsen werden mit dem Superhelden Dasein zu verbinden“ das früher auch Peter auszeichnete, ohne genau diese alten Geschichten zu wiederholen. Es ist neu und erfrischend, jugendlich ohne albern zu wirken.

Wieder zeichnet Garrón mit ein wenig Unterstützung und das sieht in Summe sehr gut aus. Die Entführung und die Tests mit der immer größer werdenden Verzweiflung zeichnen sich auf Miles Gesicht ab.

Dazu gibt’s dann noch eine Kurzgeschichte über Starling, die wir im letzten Band näher kennen lernen durften. Hier erfahren wir wie die Enkeling des Vultures zu ihren Flügeln kam. Auch diese Beziehung zwischen „Opa“ und junger Frau ist emotional auf den Punkt. Es ist weit weg von dem Bösewicht Klischee das man sonst schon mal kennt. Hier ist Annie Wu für die Zeichnungen verantwortlich die dem ganzen eine eher jugendliche Leichtigkeit verleiht.

Den Abschluss macht eine Geschichte aus dem FCBD Comics aus 2019 in dem es um die beste Pizza New York geht, augenzwinkernd erzählt von Tom Taylor, Cory Smith, Jay Leisten und David Curiel.

Insgesamt ein gelungener Band der den Spagat zwischen jungem Held und Familie toll dar stellt, dabei aber auch eine längerfristige Story weiter führt.

Bewertung vom 13.07.2020
World of Warcraft - Graphic Novel
Costa, Mike; Googe, Neil

World of Warcraft - Graphic Novel


sehr gut

Mardigan, der Sohn des Magiers Karlain hat Probleme seine Gefühle im Zaum zu halten. Bei einem Botengang für seinen Vater gerät er mit einem Fremden in Streit der schon bald darauf tot aufgefunden wird. Natürlich fällt der Verdacht sofort auf den jähzornigen jungen Mann und auch sein Vater ist nicht unbedingt von seiner Unschuld überzeugt, auch weil die Tatsache das Mardigan nicht aufzufinden ist nicht gerade hilfreich ist.

Doch auf der Suche nach der Wahrheit wird dann alles komplizierter. Da ist das Verschwinden eines Artefaktes aus dem Turm von Azora, der seltsame Priester der sich weigert Leute zu heilen, ein Kult in Dunkelwald der mit dem Tod etwas zu tun hat und natürlich die geheimnisvollen Dunklen Reiter.

Das hier ein Tannos vorkommt der einen magischen Handschuh trägt wirkt verwunderlich, allerdings ist er nicht der Böse und hat auch nur ne Nebenrolle. Die eigentliche Handlung ist tatsächlich komplexer als zunächst vermutet und hat einige recht interessante Protagonisten, vor allem weil sie so gar nicht dem Standard entsprechen. Dazu kommt das es nicht einfach eine Bedrohung ist sondern das geschickt verschiedene Dinge miteinander verwoben werden und das alles aber fest in die World of Warcraft Welt eingebunden ist.

Die Zeichnungen sind ebenfalls gelungen. Der Mange Stil, der ja schon so ein wenig zu WoW passt, ist hier nur dezent vorhanden dafür sind alle Charaktere, die Waffen und Örtlichkeiten schnell wieder zu erkennen. Es mag keine große Geschichte sein, aber Spieler von WoW fühlen sich schnell zu Hause und bekommen zudem noch ein wenig mehr Infos zu diversen Örtlichkeiten.

Bewertung vom 13.07.2020
Nekropolis / Insexts Bd.2
Bennett, Marguerite; Kristantina, Ariela

Nekropolis / Insexts Bd.2


sehr gut

Die beiden Damen Lady Bertram und ihre „Zofe“ Mariah haben sich zwar in London erfolgreich gegen Lord Bertram gewehrt, der ein äußerst deutliches Zeichen überzogenen männlichen Egos war, doch in England wurde es zu gefährlich für sie, also kamen sie nach Paris um dort nun Ruhe vor Männern zu haben die Frauen als Beute und Besitz ansehen.

Doch natürlich kommt es anders. Auch in Frankreich gibt es Männer die die sich für die Krone der Schöpfung halten, doch eigentlich nur arme Würstchen sind. Doch Lady Bertram die sich „entpuppt“ hat ist nicht das einzige Grauen dessen sich diese Männer gegenüberstehen, sie selbst haben in ihrer Gier einen noch bedrohlicheren Feind herauf beschworen.

Das Thema des ersten Bandes wird hier geschickt fortgesetzt wobei sich aber die neue Bedrohung als etwas geheimnisvoller heraus stellt und der Horror diesmal nicht nur von diversen insektischen Verwandlungen kommt, es aber immer noch über den Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper geht.

Man könnte dies alles unter „netter Horror-Fantasy“ abtun wenn das Thema nicht so aktuell wäre. Einige Passagen lesen sich wie moderne Anschuldigungen über sexuelle Belästigung die ja gerade auch in der Comicszene wieder hoch kocht.

Zeichnerisch ist es wieder eine gelungene Mischung aus Insekten-Horror, Erotik und einer guten Erzählung. Klare und dennoch skizzenhafte Linienführung und eine dezent gehaltene Kolorierung machen den Band durchaus sehenswert.

Bewertung vom 02.07.2020
Batman und die Outsiders, Band 1 - Niedere Götter (eBook, ePUB)
Hill, Brian

Batman und die Outsiders, Band 1 - Niedere Götter (eBook, ePUB)


sehr gut

Batman hat Jefferson „Black Lightning“ Pierce gebeten als Lehrer für Duke und Cassandra zu fungieren. Ihm zur Seite stellt er Katana die noch vor kurzem für Amanda Wallers „Suicide Squad“ unterwegs war. Der Schullehrer und Superheld soll einen positiven Einfluss haben und das Team zusammen schweißen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Da ist zum Einen die Tatsache das Duke noch immer noch über das Trauma der Explosion hinweg gekommen ist welche ihn fast getötet hätte. Zum Anderen tut sich eine neue Gefahr auf. Von einem Projekt das Metawesen erschaffen sollte und von Batman vernichtet wurde, gibt es noch Überlebende und nun sind Leute auf der Jagd nach ihnen.

Die Geschichte wird schnell komplizierter als vermutet, es gibt neue Freunde und alte Feinde und das ist durchaus überraschend weil diese „Nebenserie“ doch durchaus wichtige Dinge erzählt. Es sind eben nicht nur die Outsiders die im Fokus stehen sondern auch Batman und ein prominenter Gegner.

Dann ist da noch Bruce Wayne, der hier tatsächlich mal etwas witziger dargestellt wird, so witzig jedenfalls das es Black Lightning auf den Geist geht.

Zeichnerisch kann man mit Dexter Soy nicht viel falsch machen wenn es um Action geht. Die Kämpfe sind gelungen und gerade die eher „Martial Arts“ Sequenzen sehen richtig gut aus. Auch das Design der neuen Charaktere weis zu gefallen.

Bewertung vom 02.07.2020
Aquaman - Held von Atlantis
DeConnick, Kelly Sue; Rocha, Robson; Bogdanovic, Viktor

Aquaman - Held von Atlantis


sehr gut

Noch immer sitzt Aquaman auf der fremden Insel fest wo alte Meeresgötter ihr Dasein fristen. Doch die Bedrohung dort hat er besiegt und nun will er seine Erinnerungen wieder haben. Das alles führt ihn zurück nach Amnesty Bay, nur eine Versöhnung mit Mera steht noch aus weil das was zwischen ihnen passiert ist sehr viel problematischer ist.

Es wird endlich geklärt warum Arthur da war wo er war und das ist schon sehr heftig. Zudem wird Black Manta noch von Lex Luthor unterstützt und mit einem modernen U-Boot ausgestattet, doch das ist aktuell noch Vorbereitung auf einen späteren Konflikt.

Zunächst geht es um das was zwischen Arthur und Mera vorgefallen ist aber auch die Tatsache das die alten Götter Arthur nach Amnesty Bay begleitet haben und dort nun eine neu Heimat finden möchten ist Thema. Es geht darum wie Fremde aufgenommen werden und wie sie sich einfügen wollen. Sowohl sehr persönliche Erfahrungen werden hier erörtert (auch mit Wonder Woman, die hier einen Gastauftritt hat) als auch gesellschaftliche Probleme.

Diese Kombination zusammen mit dem eher mystischen Einstieg und den wirklich gelungen Artwork machen den Band mehr als nur lesenswert und die Spannung wie es denn nun weiter gehen wird ist groß.

Bewertung vom 22.06.2020
Wonder Woman: Dead Earth
Johnson, Daniel Warren

Wonder Woman: Dead Earth


sehr gut

Diana wacht in einer apokalyptischen Welt auf wo der Kampf ums Überleben alles andere in den Hintergrund gedrängt hat. Liebe und Mitgefühl dürfen keine Rolle mehr spielen weil man damit das eigene Lebens auf Spiel setzt.

Ohne zu wissen wie es genau dazu gekommen ist und was mit ihr selbst passiert ist muss sie sich in der neuen Welt behaupten ohne die selbe Rücksichtslosigkeit an den Tag zu legen die dort vor herrscht.

Johnson präsentiert hier unter dem „Black Label“ einen Geschichte die viele Parallelen zu der Prophet Neuauflage von Brandon Graham und Simon Roy erkennen lässt. Wie auch er muss sich Diana in einer Zukunft zurecht finden die für sie neu ist, doch bis auf das, die Tatsache das auch Diana in einer Röhre „schlief“ und ein wenig der Zeichenstil geht dieser Band einen anderen Weg. Es wird viel gekämpft aber das steht nur oberflächlich im Vordergrund, viel wichtiger ist die Motivation hinter Dianas Handeln die auch immer wieder in Rückblenden behandelt wird.

Der Zeichenstil von Johnson passt hervorragend zum Endzeit Szenarion. Seine mutierten Monster sehen schrecklich aus und den Menschen die ums Überleben kämpfen sieht man die Verzeiflung an und selbst der „Böse“ der Geschichte ist eher bedauernswert als wirklich gemein.

Wie auch bei den anderen „Black Label“ Titeln profitiert der Band stark davon das er einen etablierten Charakter doch recht frei neu interpretieren darf.

Bewertung vom 17.06.2020
Jimmys Bastarde, Band 2 -Wie war das?! (eBook, ePUB)
Ennis, Garth

Jimmys Bastarde, Band 2 -Wie war das?! (eBook, ePUB)


gut

Wo der erste Band noch eine deutliche Persiflage auf James Bond war eskaliert es jetzt vollends. Der Geschlechtsstaft bedroht nicht nur das Königreich sondern die ganze Welt und Jimmy Regent ist nur noch ein in sich zusammen gekugelter Ball in einem Irrenhaus.

Es werden einige Fragen beantwortet die eigentlich offensichtlich sind (Warum z.B. seine Kollegin Nancy vom Geschlechtssaft nicht betroffen ist) und ansonsten gibt es total überzogene Action, Schurken die vor nichts, aber auch NICHTS zurück schrecken und immer noch kleine Seitenhiebe z.B. auf Sean Connery. Es ist ein typisches Ennis Comic das besonders zum Ende auch mit spritzenden Gedärmen nicht spart.

Dementsprechend sind auch die Zeichnungen, die sexuellen Anspielungen sind eher abschreckend und dann gibt es halt noch das wirklich eklige Zeug. Dafür stimmen aber auch die Anspielungen auf James Bond oder auch aktuelle Medien und Angewohnheiten.

Nicht für jeden Geschmack geeignet weil es doch extrem abgedreht ist und mit abstoßenden dingen nicht geizt.

Bewertung vom 17.06.2020
The Dreaming Bd.2
Gaiman, Neil; Spurrier, Simon; Evely, Bilquis; Larson, Abigail

The Dreaming Bd.2


sehr gut

Endlich erfahren wir was mit Daniel, dem neuen Herren der Träume passiert ist. Es gibt viele Verweise auf Geschichten von Morpheus, die noch Gaiman geschrieben hat, aber so das es auch für sich gesehen Sinn ergibt. Es ist zum Teil eine Wiederholung der Bedrohung, diesmal jedoch mit anderen Mitteln und einem anderen Ausgang.

Auch begleiten wir Dora auf ihrer Suche nach Daniel um das Reich des Träumens zu retten. Dabei trifft sie nicht nur auf Bekannte Orte und Charaktere, sie erfährt auch welche Macht Geschichten haben.

In klassischer Gaiman Manier werden hier viele Mythen miteinander verwoben, die Kraft der Geschichten thematisiert, aber auch neue Elemente eingebunden. Die Frage nach dem würdevollen Sterben, Liebe, Verlangen, Verrat und den eigenen Platz im großen Ganzen wird hier Raum gegeben.

Spurrier schreckt nicht davor zurück viel am Status Quo zu ändern, er erzählt seine Geschichte die eben nicht einfach irgendwann alles auf Anfrag dreht, so wie es bei Superhelden doch öfter vor kommt.

Zeichnerisch ist wieder das Team des ersten Bandes am Start. Da wir zwei unterschiedliche Geschichten haben passt das sehr gut. Besonders gelungen sind die Geschichten in der Geschichte die jeweils einen ganz eigenen Stil haben.

Bewertung vom 05.06.2020
Im Netz von Black Widow
Houser, Jody; Mooney, Stephen

Im Netz von Black Widow


sehr gut

Natasha ist in einem Klonkörper zurück gekehrt doch dabei hat sie sich auch an Taten erinnert auf die sie nicht stolz ist. Damals im „Red Room“ der Ausbildungsabteilung des KGB aus der noch mehr „Black Widows“ hervor gegangen sind hat sie Aufträge ausgeführt die nicht immer nur politischer Natur waren. Nun möchte sie sie diejenigen bestrafen die davon profitieren. Dabei kommt sie nicht nur mit dem Gesetzt sondern vor allem mit Kameraden ehemaligen Weggefährten, auch von den Avengers, in Konflikt.

Houser zeigt wie man Natasha glaubwürdig schreibt ohne das sie sich brutal durch Menschen meucheln muss. Sie ist getrieben und vielleicht auch ein wenig außer Kontrolle, aber irgendwie immer noch die Natasha die wir kennnen.

Die Geschichte ist komplex und die Rückblicke sind ein zentraler Bestandteil dessen was passiert. Der Kniff hier mit Dummys zu Arbeiten und das alles etwas unfertig aussehen zu lassen erklärt sich im Laufe der Geschichte. Der Rest sieht recht nett aus, wenn auch die Zeichnungen nicht mit den Covern mithalten können.