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Benutzername: Starocotes von nerdenthum.de
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Bewertungen

Insgesamt 263 Bewertungen
Bewertung vom 07.06.2021
Der Orden
Burns, John;Kek-W

Der Orden


gut

Der Kampf gegen die „Würmer“ geht weiter und diesmal geht es nach England wo wir auf Sir Francis Bacon treffen, einen der Vorreiter der modernen Wissenschaft. Dummerweise verstehen die Vertreter der Krone so einiges falsch und so müssen unsere Helden eben nicht nur gegen die Wurmmonster aus einer anderen Dimension kämpfen sondern auch gegen die Hüter von Recht und Gesetzt.

Auch Anna Kohl und Ritterstahl sind wieder mit von der Partie womit dann auch die Idee von künstlicher Intelligenz und deren Synergie mit den Würmern eine Rolle spielt. Doch diesmal ist es alles ein wenig undurchsichtiger und man verliert hier und da den Überblick wer denn nun wer ist und auf welcher Seite steht.

Die Zeichnungen sind aber immer noch gewohnt genial. Diesmal gibt es eben weniger Landschaft als viel mehr das London des ausgehenden 16. Jahrhunderts und natürlich wieder den Horror der Würmer.

Bewertung vom 07.06.2021
Button Man
Wagner, John;Ranson, Arthur

Button Man


sehr gut

Harry Exton dachte er wäre aus dem „Spiel“ ausgestiegen aber das lassen die „Stimmen“ natürlich nicht zu. Er wird entführt und nach Amerika gebracht wo er für einen Senator weiter kämpfen soll. Ihm zur Seite steht seine „Frau“ die Kämpfe organsiert und ihn bei Laune halten soll.

Doch schnell wird klar das Harry viel zu viel Freude am Töten hat und er selbst seine Brutalität nicht mehr kontrollieren kann, geschweige den sich von anderen kontrollieren lässt.

Wie schon im ersten Band ist die Geschichte mit Wendungen verstehen die zwar nicht vollkommen überraschend kommen, aber den Leser dennoch fesseln. Der Höhepunkt am Schluss kann nicht nur durch geschickte Dramaturgie brillieren sondern auch durch die Zeichnungen, die die Sümpfe in Florida geschickt nutzen um den Showdown angemessen zu präsentieren. Es sind auch grundsätzlich die Landschaftsaufnahmen die den Band so lesenswert machen. Seien es die oben erwähnten Sümpfe, eine alte Westernstadt oder ein Museum.

Das Ende erinnert an den ersten Band, doch Harry hat dazugelernt. Es wird aber klar dass das Spiel brutaler und unerbittlicher wird.

Bewertung vom 25.05.2021
Die Flüsse von London - Graphic Novel
Aaronovitch, Ben;Cartmel, Andrew;Williamson, Brian

Die Flüsse von London - Graphic Novel


gut

Wir machen einen Sprung zurück zu der Zeit als Peter Grant noch neu Folly war und sich näher mit der Geschichte und den Fähigkeiten von Nightingale beschäftigte. Dabei geht es auch um dessen Einsatz im 2. Weltkrieg und die Nachwirkungen dessen.

Die Geschichte zeigt Nightingale mal alleine und mehr im Zentrum sowie nicht immer als Herr der Lage. Es wird zudem politisch und das mit sehr deutlicher Kritik im Umgang mit Nazis nach dem 2. Weltkrieg. Leider sind die Zeichnungen diesmal nicht ganz so gelungen wie in den voran gegangenen Bänden und die Geschichte an sich ist auch recht einfach gestrickt.

Es ist eine recht einfache Krimigeschichte die sich leider an einigen Stellen wiederholt und auch keine großen Überraschungen bietet und trotzdem witzig zu lesen ist, vor allem aber ein wenig mehr interessanten Hintergrund zu Nightingale.

Bewertung vom 25.05.2021
Flash
Williamsons, Joshua;Porter, Howard;Sandoval, Rafa

Flash


sehr gut

Im letzten Band sah sich Barry gezwungen beim Kampf gegen Paradox die Hilfe von Eobard „Reverse Flash / Zoom“ Thawne in Anspruch zu nehmen und musste ihn dafür quasi zurück bringen. Doch er hat nicht damit gerechnet wie sehr Thawne Flash hasst und so kommt es mal wieder zu einer entscheidenden Konfrontation wo diesmal nicht nur die ganze Flash Familie beteiligt ist sondern auch Zoom ein eigenes Team zusammen stellt.

Leider sieht das ganze nicht mehr so gut aus wie die Bände zuvor. Die Farben und Effekte sind noch immer gelungen aber die Vielzahl an Zeichnern macht sich leider bemerkbar, auch wenn das grundsätzlich Veteranen sind die ansonsten gute Arbeit abliefern, hier wirken Gesichter und Posen ab und an doch etwas schräg, so als wäre nicht genug Zeit für die Fertigstellung gewesen.

Das alles macht die Story aber mehr als wett. Williamson liefert mit einem Abschuss auch den absoluten Höhepunkt was die Erzählung rund um die Speedster und seine Freunde angeht. Vor allem aber ist es Zoom dessen Plan sehr viel weitreichender ist als vermutet. Er ist ein Schurke der eine verständliche Motivation hat und dessen Schwäche ebenso glaubhaft wie furchteinflößend ist.

Der Abschluss zeigt dann die wahre Stärke dessen was Williamson aufgebaut hat. Es ist eine Lösung die zeigt was einen wahren Helden ausmacht.

Insgesamt hat Williamson über die letzten Jahre definiert was Flash ausmacht, hat alte und neue Verbündete und Schurken auftreten lassen und eine Geschichte erzählt dessen Abschluss zeigt das er von Anfang an so grob wusste was er vor hatte. So muss Flash sein.

Bewertung vom 25.05.2021
Der Schatz der Templer

Der Schatz der Templer


sehr gut

Auch Panini ist jetzt in den scheinbar recht lukrativen Markt der Escape – Games eingestiegen. „Schatz der Templer“ entführt und in die Welt der Geheimnisse rund um den Orden der Tempelritter. Wie bei solchen Spielen üblich gibt es Hefte, die hier sowohl als Hintergrund für die Rätsel dienen, als auch Tipps und Lösungen enthalten. Auch die Rätselkarten, die man aus anderen Escape Spielen kennt und über die man ermittelt ob man die Rätsel richtig gelöst hat, sind natürlich vorhanden. Zusätzlich gibt es eine Landkarte inkl. Winkelmesser und Lineal mit dem der Fortschritt der Geschichte kontrolliert wird.

Bei der Geschichte selbst kann das Spiel brillieren. Man fühlt sich durchaus ein wenig wir Robert Langdon auf der Suche nach Geheimnissen. Man dechiffriert Codes, sucht Hinweise und muss zum Teil ganz schon knobeln um weiter zu kommen. Leider haben sich bei der Übersetzung aus dem Französischen hier und da Fehler eingeschlichen so wird an einer Stelle Ost und West verwechselt und an einer anderen wird nicht ganz klar wie man den nun zu einer Reihenfolge von Buchstaben kommen soll. Auch das Messen des Weges zum nächsten Ort ist nicht ganz einfach. Die Papp-Vorlagen sind sehr schwer zu handhaben, transparente Versionen würden schonmal helfen, aber das würde den Preis nach oben treiben.

Großer Vorteil ist die Tatsache das man das Spiel wieder verwenden kann, nicht von den selben Spielern, aber man kann es weiter geben und andere können dann selbst dem Geheimnis auf die Spur kommen. Man muss nicht – wie bei anderen Escape Games üblich – Schachtel oder Karten zerstören.

Insgesamt ein spannender Spaß der ein nette Abwechslung zu den anderen Spieler ähnlicher Art bietet wo es tatsächlich nur um das Entkommen aus einem Raum geht. Die Geschichte ist spanned gehalten und bietet sogar einige witzige Überraschungen. Die Fehler trüben den Spielspaß nur wenig.

Bewertung vom 11.05.2021
Aquaman - Held von Atlantis
DeConnick, Kelly Sue;Rocha, Robson;Mendonça, Miguel

Aquaman - Held von Atlantis


gut

Arthur kümmert sich um seine Tochter, hat aber auch ein Auge auf Atlantis und Mera die noch im Koma liegt. Die dort grassierende Pandemie hat immer schlimmere Auswirkungen und gerade Arthurs Bruder „Ocean Master“ Orm bietet seine Hilfe an.

Doch bevor sich Aquaman darum kümmern kann muss er erstmal damit zurecht kommen das seine Tochter Andrina Kräfte hat und gleichzeitig Ziel seiner Feinde ist. Dann ist da noch Aqualad der auch Sohn von Black Manta ist und seinen eigenen Weg finden muss damit zurecht zu kommen und dabei dann vielleicht auch noch die Liebe seines Lebens findet.

Hier trifft eine doch recht vielschichtige Familiengeschichte auf eine nicht ganz so gelungene Story rund um den Machtkampf in Atlantis. Die Seiten sind doch recht offensichtlich besetzt und auch die Handlungen und Motivationen sind nichts neues. Er wird viel mit Klischees gearbeitet die man nun aus diversen Superhelden Geschichten kennt und diese werden leider auch ohne viel Spannung präsentiert. So ist auch das Ende alles andere als überraschend.

Zeichnerisch insgesamt gelungen und, obwohl 3 Teams daran gearbeitet haben, doch zumindest grob, einheitlich gestaltet. Gerade die Interaktion der Familie und Freunde von Arthur sind sehr schön dargestellt, allerdings hat Dolphin ein wenig von ihrer Anziehungskraft verloren seit Sejic sie nicht mehr zeichnet.

Bewertung vom 11.05.2021
Miles Morales: Spider-Man
Bendis, Brian Michael;Larraz, Pepe;Marquez, David

Miles Morales: Spider-Man


ausgezeichnet

In 2011 passierte im Ultimativen Universum das undenkbare: Spider-Man starb und ein neue Spider-Man nahm seinen Platz ein. Brian Bendis, das den Ultimativen Peter Parker zu diesem Zeitpunkt bereits seit 11 Jahren schrieb ging ein großes Wagnis ein indem er den bekannten Charakter durch einen ersetzte, der einen schwarzen Vater und eine puerto-ricanische Mutter hat. Hier präsentiert Panini nun die ersten Schritte des neuen Charakters in einem handlich, kompakten Format.

Miles will ein Held sein, doch muss feststellen das mit großer Kraft nicht nur große Verantwortung kommt, sondern eben auch große Gefahr. Die Welt in der das spielt unterscheidet sich signifikant von der normalen Marvel Welt. Die USA sind gespalten, Hydra versucht einen Umsturz gegen die Regierung und die Helden sind eher in einer Armee organisiert als in den unabhängigen Gruppen und der Captain America ist auch nicht ganz der Steve Rogers den wir kennen. In all dem versucht Miles sich zu behaupten doch das ist für einen 13jährigen Teenager nicht so einfach, besonders da seine Eltern natürlich nichts wissen dürfen und sein Onkel der Schurke Prowler ist der ganz eigene Pläne für Miles hat.

Gerade die Tatsache das Miles NICHT Peter Parker ist, das er zwar auch viele Probleme eines Teenager hat, aber dann auch andere, die durch seine Herkunft bestimmt sind und seine Verwicklungen in die Machenschaften seines Onkels, macht den Band erfrischend anders. Es ist eine klare Botschaft an alle Teenager die eben nicht weiß sind, da auch sie repräsentiert sind, aber nicht nur für diese ist der Band interessant. Durch die Ablösung vom allgemeinen Marvel Universum hat der Autor sehr viel mehr Freiheiten und die teilweise nachhaltigen Auswirkungen auf die Welt tragen zur Spannung bei.

Auch die Zeichnungen sind auf extrem hohen Niveau. Larraz, Marquez und natürlich Sara Pichelli die mit Bendis zusammen Miles Morales erschaffen hat liefern hier hervorragende Arbeit ab, wobei es der viel zu früh verstorbene Justin Ponsor mit seinen Farben ist der dem ganzen den wahren Glanz verleiht.

Bewertung vom 11.05.2021
Wonder Woman: Dead Earth
Johnson, Daniel Warren

Wonder Woman: Dead Earth


weniger gut

Nun weiß Diana das sie für die Vernichtung der Menschheit und der Helden verantwortlich ist, das aber auch nur Sie es in der Hand hat die Menschen zu retten. Doch auch Dee hat noch eine wichtige Rolle zu spielen, denn nur wer würdig ist darf die volle Macht von Wonder Woman besitzen.

Johnson verfällt leider hier in das alte Klischee das der Kampf gerechtfertigt ist und das Vergebung nur erreicht werden kann indem noch mehr Gewalt ausgeübt werden kann. Die Geschichte weis somit nicht zu überzeuge weil man das so oder ähnlich schon oft gelesen hat. Also bleibt nur das Artwork was – wie schon in den ersten drei Bänden – stark Horrormäßig angehaucht ist und so die Endzeit passend dar stellt. Dennoch fehlt das heroische und auch ein Stück weit die eher positiven Emotionen. Es wird alles sehr verzweifelt, auch alles am Ende um Hoffnung gehen soll.

Es ist ein brutales Ende einer brutalen Miniserie und daher sicher passend, etwas mehr Sinn hinter dem Ganzen hätte man sich aber schon wünschen können.

Bewertung vom 19.04.2021
Die Löwen von Bagdad Deluxe
Vaughan, Brian K.;Henrichon, Niko

Die Löwen von Bagdad Deluxe


ausgezeichnet

Im Jahr 2003 wurde durch die amerikanische Bombardierung wärend des Irakkrieges und die anschließenden Plünderungen der Zoo in Bagdad stark beschädigt. Viele Tiere kamen ums Leben. Eine Gruppe von Löwen konnte jedoch entkommen und streifte durch die Stadt bis sie schließlich von US Soldaten zusammen getrieben wurden.

Diese Geschichte hat der Autor Brian K. Vaughan zum Anlass genommen um eine moderne Fabel über den Sinn und Unsinn des Krieges und die Frage nach der Balance zwischen Freiheit, Frieden und Sicherheit zu schreiben. Oftmals sind tiefsinnige Comics nur schwer zu verstehen und bedürfen des mehrmaligen Lesens doch das ist hier nicht der Fall. Vaughan und Henrichon stellen klar und deutlich ihre Geschichte dar und dennoch gibt es keine einfache Antwort auf die vielen Fragen die aufgeworfen werden.

Die Löwen werden „vermenschlicht“ und jeder bekommt eine eigene Stimme die den unterschiedlichen Blickwinkel auf den Krieg, aber auch auf das Regime von Saddam Hussein darstellt. Ist die Sicherheit des Zoos und die Fütterung durch die Wärter der unbegrenzten Freiheit vorzuziehen? Welche Gefahren birgt die Freiheit und ist ein Kampf (und somit Krieg) um diese zu erlangen gerechtfertigt oder nicht?

„Die Löwen von Bagdad“ liefert keine Antworten auf diese Fragen, wie könnte es auch? Es zeigt sie aber sehr deutlich und erfrischend wertfrei auf ohne die Greul zu beschönigen die bei allem Menschen wie Tiere treffen.

Die hier vorliegende Deluxausgabe zeigt nicht der den Comic an sich sowie diverse Entwürfe von Henrichon für die Geschichte sondern eben auch die Entstehung und die erste Kommunikation von Vaughan mit seinen Mitstreitern.

Die Geschichte an sich gehört einfach in jedes Comicregel und wenn es auch noch etwas netter aussehen soll kommt man über diese schicke neue Ausgabe nicht herum.

Bewertung vom 19.04.2021
Sentient - Kinder der K.I. (eBook, ePUB)
Lemire, Jeff

Sentient - Kinder der K.I. (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Jahr 2105. Die Erde ist nahezu nicht mehr bewohnbar und so hat die Menschheit entschieden Raumschiffe zu einer neuen Kolonie zu entsenden. Doch dort ist nicht alles so rosig wie vermutet und eine Fraktion von Rebellen möchte einen Neuanfang,

Die U.S.S. Montgomery ist auf dem Weg zu Kolonie und gerade als das Schiff in einen Bereich kommt wo keine Kommunikation möglich ist sorgt ein Anschlag der Rebellen dafür das kein Erwachsener überlebt. So ist die K.I. des Schiffes, VALARIE plötzlich damit konfrontiert als „Mutter“ fungieren zu müssen.

Gerade Eltern werden viel von dem was hier passiert nachvollziehen können, weil sowohl die Tatsache das Kinder eben nicht NUR ein Geschenk sind, sondern auch eine herausfordernde Aufgabe in den Fokus gerät als auch die Idee das diese Verantwortung auch sehr lohnend sein kann.

Bei all dem ist aber auch der Horror nie weit entfernt das sich eben ergibt wenn Kinder mit der harten Realität des Überlebens im All konfrontiert sind und man auch nie genau weiß wer was warum tut. Gepaart mit den Zeichnungen und sehr zurückhaltenden Farben von Walta ergibt sich eine Erzählung die nicht immer positiv oder leicht zu verarbeiten ist, aber immer spannend und herausfordernd.