Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Starocotes von nerdenthum.de
Wohnort: Herborn
Über mich: Comicleser, Baseballfan, Gamer
Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 155 Bewertungen
Bewertung vom 12.08.2019
The Witcher
Motyka, Aleksandra; Strychowska, Marianna

The Witcher


sehr gut

Geralt wird hinzu gezogen als die Tochter eines alten Bekannten nächtliche Besuche empfängt und der Vater nicht weiß wer da ein uns aus geht und vor allem wie. Das Problem ist schnell gelöst, doch dann eskaliert alles und er befindet sich zusammen mit Rittersporn in Ofir und wird dort in eine Intrige um Liebe, Tod und den Thron gezogen.

Das hier eine der Autorinnen für das Computerspiel am Werk war merkt man. Die Bezüge sind passend, die Charakterisierung stimmig und der trockene Humor auf den Punkt. Die Geschichte fügt sich nahtlos in den Computerspielzyklus ein und hat alles was man vom „Witcher“ Franchise erwartet. Monster, schöne Frauen, Geheimnisse und Verrat.

Dabei fällt ihr auch die Übertragung in das Medium Comic nicht schwer, weil auch hier Bildkomposition und Übergänge gut gewählt sind. Die Zeichnerin bringt hier die bekannten Figuren auf eine Art zu Papier die das Wiederkennen sehr leicht macht. Nicht nur Geralt und Rittersporn scheinen direkt dem Bildschirm entsprungen zu sein, auch der Rest der Figuren passen zu dem was man kennt, inkl. der Monster. Das mit Ofir ein Setting gewählt wurde das man bisher noch nicht kennt tut dem ganzen keinen Abbruch.

Bewertung vom 12.08.2019
Batman und die Justice League
Teshirogi, Shiori

Batman und die Justice League


gut

Aquamans Bruder Orm startet seinen Angriff auf Gotham, getrieben von der Macht der Ley Linien und den Versprechungen des Jokers. Arthur versucht ihn aufzuhalten doch Batman möchte niemand sonst in seiner Stadt haben und lehnt sogar zunächst die Hilfe von Superman und Wonder Woman ab.

Der Band besteht primär aus einem ausgedehnten Kampf zwischen Orm und Arthur und der Diskussion um ihre Herkunft und das Verhältnis zwischen den Bewohnern das Meeres und des Landes. Dazu ein wenig Überzeugungsarbeit an Batman und dann kommt endlich ein wenig mehr über die Ley Linien und zumindest eine Andeutung was Rui und seine Familie damit zu tun haben könnten.

Leider wird der Kampf zu lange ausgebreitet und die Diskussion dreht sich um Kreis. Die Argumente werden mehrfach von beiden Seiten wiederholt und die Handlung stockt eine Zeit lang.

Die visuelle Präsentation ist, wie für einen Manga üblich, stark auf Action ausgelegt. An das Design der Charaktere muss man sich gewöhnen, hier ist es nur der Joker der vom Gesicht einen gewissen Wiedererkennungswert hat. Bei allen anderen geschieht das nur über das Kostüm.

Bewertung vom 12.08.2019
Ben Reilly: Scarlet Spider
David, Peter; Sliney, Will; Oliveira, Bruno

Ben Reilly: Scarlet Spider


gut

Für Ben ist die Suche nach einem Heilmittel für Abigail zum einzigen Lebenszweck geworden. Doch dabei kommen ihm sowohl Helden als auch Schurken in die Quere. Zudem stellt sich die Frage ob er überhaupt „gut“ sein kann. Dann ist da auch noch Kaine der in das alles ebenfalls verwickelt wird.

Ist Ben nun ein Held oder nicht? David scheint sich nicht mehr sicher zu sein was er mit dem Klon von Peter Parker anfangen soll. Er wirft ein paar Charaktere aus anderen Serien rein, mischt das mit Action und ein paar Witzen und versucht dann einen mehr oder weniger interessanten Gegenpol zu Mephisto zu schaffen, der schon seit einiger Zeit Bens Leben erschwert. Was dabei heraus kommt ist besseres Mittelmaß. Nette Unterhaltung für zwischendurch ohne viel Tiefgang.

Das am Ende des Bandes die doch recht ansehnlichen Zeichnungen von Sliney plötzlich in die nicht mehr ganz so tollen von Oliveira über geben hilft auch nicht unbedingt weiter. Sliney erinnert wenigstens noch ein Stück weit an Bagley, der die Serie ja begonnen hat, doch Oliveira ist hier zu wild, arbeitet mit zu vielen Schraffuren und auch seine Anatomie stimmt nicht immer.

Bewertung vom 05.08.2019
Aquaman vs. Suicide Squad: Mission Atlantis
Williams, Rob; Abnett, Dan; Luis, Jose; Bennett, Joe

Aquaman vs. Suicide Squad: Mission Atlantis


sehr gut

Corum Rath ist besiegt und Mera soll die neue Königin von Atlantis werden. Doch in der Zwischenzeit hat im Event „Metal“ Aquaman durch einen unterbewussten Wunsch dafür gesorgt das das Unterwasserkönigreich wieder aus den Fluten auftauchte und nun bedrohlich nahe an der US Küste steht. Zudem gab es eine Flutwelle die dortige Küstenregionen bedrohte.

Die US Regierung ist sich nicht ganz einig wie man darauf reagieren solle und so wird über einige Umwege die Task Force X damit beauftragt Atlantis wieder dort hin zu schicken wo es her kam. Natürlich ist das alles nicht so einfach.

Mit Master Jailer und Lord Satanis gibt es zwei neue Mitglieder der Squad die unterschiedlicher nicht sein könnten. Master Jailer hat zwar ein Aussehen das an BDSM bzw. an den Batman der Lacht erinnert, aber er ist nicht wirklich der harte Typ und auch seine Superkraft passt nicht wirklich zu seinem Namen. Lord Satanis dagegen ist in vielen Punkten eine Kopie der Enchantress weil er nur nach Macht strebt.

Wirklich interessant ist hier aber wie Waller mit Politikern umspringt und das Verhältnis zwischen Aquaman und Mera das sich natürlich verändert hat. Die Politik hinter allem spiegelt auch ein wenig die Wirklichkeit wieder wo viel von Misstrauen und Angst geprägt ist. Das hier gerade Waller eine eher positive Rolle einnimmt, ist fast schon beängstigend.

Zeichnerisch durchaus gelungen mit einem Problem das militäraffine Leute betrifft. Immer wenn Luís zeichnet fliegen F-22 Raptors um Atlantis und bei Bennett sind es F-15 Eagles. Ansonsten sieht das sehr gut aus, von der Mimik von Mera bis zu den Unterwassermonstern ist alles gut getroffen.

Bewertung vom 05.08.2019
Wonder Woman: Erde Eins
Morrison, Grant; Paquette, Yanick; Fairbairn, Nathan

Wonder Woman: Erde Eins


gut

Wonder Woman ist die Sensation rund um die Welt der Erde Eins. Sie wird eingeladen Vorträge zu halten und versucht alle Frauen mit ihrer Botschaft der Unterwerfung unter liebende Autorität zu erreichen. Doch in ihrer Heimat, der Insel der Amazonen, braut sich altes Ungemacht zusammen. Die „Überfrau“ ein genetisches Experiment aus Nazi-Deutschland wurde zur Zeit des zweiten Weltkriegs gefangen und soll „umerzogen“ werden, was wohl nicht ganz von Erfolg gekrönt ist.

Auch in der Welt der „Männer“ ist es für Diana nicht leicht. Nicht nur das sie sich mit den üblichen Vorurteilen rumschlagen muss, es gibt auch Angriffe aus der „eigenen“ Ecke die sich um fehlgeleiteten Feminismus, das dargestellte Frauenbild und ähnliches drehen.

Dann ist da noch das tatsächliche Patriarchat das im Hintergrund agiert und noch bösere Pläne mit Diana hat. Hier finden wir nach und nach einiges an bekannten Namen nur eben jeweils ein wenig für die Erde Eins angepasst.

Morrison kann zwar seine durchaus sehr feministische Geschichte erzählen UND dabei einige deutliche Andeutungen an die BDSM Neigungen des Wonder Woman Schöpfers William Moulton Marston einbringen (was sich in keinster Weise widerspricht), lässt Diana aber an einigen Stellen recht schwach aussehen. Es ist dummerweise keine Naivität die mit der Mangelnden Kenntnis der „Welt“ zu tun hat sondern eher Männer oft Frauen unterstellen und damit macht der Autor wieder viel von dem Kaput was er aufbaut.

Zeichnerisch wieder extrem gut gelungen. Natürlich sind die Amazonen sexy, aber Paquette zeigt das er mehr kann als lange Beine und Rundungen. Bis him zu einem Design für Wonder Womans Einsatz im Mittleren Osten ist hier alles durchdacht und gelungen.

Bewertung vom 01.08.2019
Batman: König der Angst
Jones, Kelley; Peterson, Scott

Batman: König der Angst


gut

Scarecrow entkommt und will Batman endlich so richtig tiefen-psychologisch analysieren. Er führt ihm all seine Verfehlungen vor und will ihm heraus bekommen was bei dem Dunklen Ritter alles schief gelaufen ist.

Über die letzten Jahre wurde Batman zu einer Figur die nahezu immer auf alles vorbereitet ist. Daher wirkt diese Geschichte fast schon archaisch, obwohl sie aus dem Jahr 2018 ist. Hier dreht es sich weder um Batman den Detektiv noch um den „Superheld ohne Kräfte“ der mit technischen Spielereien und viel Vorbereitung JEDEN besiegen kann, sondern um den Kämpfer für Gerechtigkeit wobei die Betonung auf Kämpfer liegt. Probleme werden mit Gewalt gelöst und das ist auch das Thema des Bandes ohne das hier besonders viel Anspruch zu sehen wäre.

Das alles ist auch nur die Basis für Kelley Jones total überzogenes Artwork. Der Meister der viel zu großen Bat-Ohren kann sich hier austoben, die Ängste von Batman in all ihrer grotesken Pracht werden ausgebreitet und natürlich auch die allgegenwärtige Brutalität. Batman stöhnt und keucht und prügelt sich durch eine ungewisse Mischung aus Visionen und Wirklichkeit.

Das sieht zweifelsohne brachial gut aus, lässt aber dennoch ein wenig Tiefe vermissen. Wer Action, überdrehte Zeichnungen und Viel Kampf sucht ist hier aber bestens aufgehoben.

Bewertung vom 01.08.2019
Dungeons & Dragons: Im Schatten des Vampirs
Zub, Jim; Daniel, Nelson

Dungeons & Dragons: Im Schatten des Vampirs


sehr gut

Minks, Boo und ihre neuen Freunde verschlägt es nach Ravenloft, dem Reich von Count Strahd von Zarovich der an Dracula angelehnt ist. Hier müssen sie nicht nur überleben und wieder nach Hause finden, sondern zunächst einmal verstehen wie diese Welt funktioniert.

Zub mischt wie üblich Humor mit Action und diesmal auch Horror mit Fantasy. Die Elemente aus Ravenloft sind gut getroffen bis hin zu den Versuchungen denen sich unsere Helden stellen müssen. Zudem bringt er mit Nerys der Kelemvor Priesterin eine neue Figur ins Spiel die nochmal eine tiefere Verbindung zu den Forgotten Realms herstellt. Als Anhängerin des Gotts der Toten muss sie immer wieder versichern das sie eben NICHTS mit Nekromantie am Hut hat.

Aber auch der Rest der bekannten Truppe macht wieder gehörig Spaß, allen voran natürlich der Waldläufer und sein Mini-Riesen-Weltraum Hamster.

Leider hat der Zeichner gewechselt und Dániel ist nicht ganz so gut wie Max Dunbar. Gerade die bekannte Mimik aus dem ersten Teil wird nicht so gut getroffen und Minsk ist stellenweise nur an seiner Gesichtsfarbe zu erkennen.

Bewertung vom 29.07.2019
Copycats / Catwoman 2. Serie Bd.1
Jones, Joëlle; Blanco, Fernando

Copycats / Catwoman 2. Serie Bd.1


sehr gut

Die Hochzeit mit Batman ist geplatzt und nun ist Selina Kyle wieder alleine unterwegs. Natürlich nicht in Gotham, weil sie dort auf Batman treffen könnte, sondern in Villa Hermosa, einer Stadt in Kalifornien, also auf der anderen Seite der USA.

Doch hier wird sie in die Machenschaften einer Politikerfamilie verstrickt die ein Nein nicht gelten lassen und zu sehr unschönen Machenschaften greifen. Aber Catwoman ist nicht alleine. Die gute Nachricht ist, dass sie Unterstützung von Carlos und Linda hat, den Betreibern eines „Selfstorage“ Lagerhauses, die schlechte das es eine Menge mehr Catwomen zu geben scheint die skrupellos vorgehen.

Was das ganze soll, wer die Fäden zieht und warum Selina überhaupt in Villa Hermosa ist wird im Laufe des Bandes aufgeklärt und wenn auch die Voraussetzungen eher bekannt erscheinen wird das ganze spannend und interessant erzählt. Vor allem die Entwicklung die Selina durch macht ist gut getroffen.

Zeichnerisch ist das ganze etwas zwiespältig zu betrachten. Jones kann die Action und Dynamik gut vermitteln und größtenteils sind Panels extrem gelungen, aber an einigen Stellen wirkt alles etwas überladen.

Bewertung vom 29.07.2019
Fantastic Four - Neustart
Slott, Dan; Pichelli, Sara; Caselli, Stefano; Leon, Nico; Bianchi, Simone; Young, Skottie

Fantastic Four - Neustart


sehr gut

Sie sind wieder da! Die Fantastischen Vier waren das Superhelden Team was den Erfolg von Marvel begründet hat. Für lange Zeit (genau genommen seit Secret Wars das vor 3 Jahren auf Deutsch erschienen ist) waren die FF nicht komplett. Reed, Sue und die Kinder reisten durch von Franklin und Molecule Man erschaffene Universen und nur Ben und Johnny waren um normalen Marvel Universum aktiv und mischten dort unter anderem bei den Avengers oder den Guardians of the Galaxy mit.

Doch Ben und Johnny waren in der letzten Zeit auf der Suche nach ihrer Familie, doch erfolglos und jeder von beiden geht unterschiedlich mir der Realisation um das die anderen wohl für immer verloren sind. Das ist der Startpunkt der neuen Serie der die Fantastischen Viel wieder vereint.

Das ganze startet langsam und interessant, doch die eigentliche Wiedervereinigung wirkt etwas gehetzt. Es gibt zweifelsohne einige nette Überraschungen, einige witzige Situationen und viele Anlehnungen an alte Geschichten doch eben auch Dinge die gezwungen wirken.

Das jedoch das Familienkonzept wieder da ist steht außer Frage. Gerade der Umgang der Kinder mit Ben und Johnny ist gut dargestellt.

Die Zeichnungen wirken zwar hier und da etwas inkonsistent, sind alles in allem aber gelungen und können gerade bei der Mimik überzeugen. Die eingeschobene Doom Geschichte sticht hier aber deutlich durch den wesentlich dunklen Stil heraus.

Bewertung vom 19.07.2019
Batman: Die Pforten von Gotham
Synder, Scott; Higgins, Kyle; McCarthy, Trevor

Batman: Die Pforten von Gotham


sehr gut

Eins vorweg: Das größte Problem mit diesem Band ist wohl der Titel. Dummerweise gibt es hierfür aber keine bessere Lösung und so muss der Deutschleser sich wohl oder übel damit abfinden das man nicht alles korrekt übersetzen kann.

Es ist zu einer Zeit als Bruce Wayne erst kürzlich von seinem „Tod“ zurück kehrte aber noch damit beschäftigt war international sein Batman Incorporated Imperium aufzubauen. Dick Grayson ist nun Batman und ist mit dem Team aus Damian Wayne, Tim Drake und Cassandra Cain auf der Jagd nach jemandem der die großen Familien von Gotham durch die „Pforten“ zerstören will.

Dabei gibt es immer mal wieder Rückblicke in die Zeit als sich aus einer eher beschaulichen Siedlung das Gotham von heute entwickelte. Bereits hier kann man sehen wie Snyder versucht die Historie der Stadt in seine Geschichten mit einzuarbeiten. Das erinnert ein wenig an James Robinsons Umgang mit Opal in „Starman“ wobei Snyder nicht ganz dessen Klasse erreicht. Da es um die Geschichte der einflussreichen Familien geht kommen natürlich auch Thomas „Hush“ Elliot und Oswald „Pinguin“ Cobblepot vor.

Trotzdem bekommt man eine spannende Story geliefert mit einigen interessanten Wendungen und einem Artwork das Steampunk Elemente mit modernen Superhelden verbindet.