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Benutzername: Feelina666
Wohnort: Hamburg
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Danksagungen: 11 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 64 Bewertungen
Bewertung vom 29.09.2019
Unter einem guten Stern
Darke, Minnie

Unter einem guten Stern


sehr gut

Als Justine, Schütze und angehende Journalistin, ihrer Jugendliebe Nick, der im Sternkreiszeichen Wassermann geboren wurde und Theaterschauspieler ist, wieder begegnet, ist es wahrscheinlich Schicksal. Auch, das er sich stets ausgerechnet nach dem Horoskop der Zeitschrift richtet, für die Justin arbeitet, könnte Schicksal sein. Justin hat Nick aber schon immer geliebt und will sich auf keine höhere Macht verlassen. Heimlich nimmt sie kleine Änderungen am Wassermann-Horoskop vor, um ihm ein Zeichen zu senden. Doch Nick missversteht ihre Hinweise völlig, und er ist nicht der Einzige, der sich von den Sternen leiten lässt.

„Unter einem guten Stern“ von Minnie Darke hat ein wunderschönes Buchcover, welches sogar im Dunkeln leuchtet und wahnsinnig gut zu der Geschichte von Justin und Nick passt.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und leicht gehalten und es wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Die Geschichte an sich ist ebenfalls locker und flüssig und ist man erstmal in der Geschichte drin, fliegt man nur so durch die Seiten.
Die Geschichte ist abwechslungsreich und es wird einem eigentlich nie wirklich langweilig, man erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, man lacht staunt und weint auch ein bisschen. Trotz der guten Unterhaltung hat mir persönlich aber leider ein bisschen die Romantik gefehlt.

Eine wunderbare Liebeskomödie, die gut unterhält und den Leser oft zum Lachen bringt. Eine tolle Geschichte für gemütliche Stunden auf der Couch.

Bewertung vom 26.09.2019
Immer kommt mir das Leben dazwischen
Schrocke, Kathrin

Immer kommt mir das Leben dazwischen


sehr gut

Als dem 13 jährigen Karl im Traum sein Opa begegnet, der vor knapp einem Jahr verstorben ist, will er unbedingt YouTube Star werden. Seine Oma will in eine Hippie-WG ziehen und seine große Liebe Irina ist mit einem anderen zusammen. Als Karl dann auch noch Ärger mit der Polizei hat, ist das Chaos perfekt.

Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig und gespickt mit jugendsprachlichen Ausdrücken, was sehr passend ist für diese Geschichte. Zudem spricht die Autorin Themen, wie z. B. Trauerbewältigung und schwere Erkrankung an, was nicht gerade einfach ist, aber in der Geschichte gut umgesetzt wurde.
Ich war schnell in der Geschichte drin und konnte das Buch dann auch kaum aus der Hand legen. Die Kapitel sind kurz gehalten und man fliegt nur so durch die Seiten. Es gibt witzige Szenen und auch wieder sehr spannende Momente. Man langweilt sich eigentlich kein bisschen bei dieser Geschichte.

Ein wirklich lesenswertes Jugendbuch, mit viel Witz und Charme, aber auch mit einer ernsten Thematik als Hintergrund.

Bewertung vom 13.09.2019
Aufbruch und Entscheidung / Die Charité Bd.2
Schweikert, Ulrike

Aufbruch und Entscheidung / Die Charité Bd.2


ausgezeichnet

„Die Charité – Aufbruch und Entscheidung“ von Ulrike Schweikert ist der zweite Teil der Berliner Krankenhausreihe, kann aber durchaus unabhängig voneinander gelesen werden.

Im zweiten Teil geht es um die junge Ärztin Rahel Hirsch, die 1903 als erste Ärztin an der Charité anfängt. Sie ist eine leidenschaftliche Forscherin und lebt für die Medizin, doch unter ihren männlichen Kollegen ist sie nach wie vor eine absolute Ausnahme. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt des Kaiserreiches immer noch weit entfernt. Dies muss auch die junge Arbeiterin Barbara täglich erleben. Sie arbeitet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erleben, wenn Frauen von den Männern als Besitz angesehen werden. Die beiden Frauen werden Freundinnen und während Rahel sich gegen die Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in einen jungen Fliegerpiloten verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an und kämpft für das Frauenwahlrecht und für die Rechte der Arbeiterinnen. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und verändert nicht nur das Leben der beiden Frauen für immer…

Die Autorin hat es geschafft, aus vielen verschiedenen Quellen und Bereichen einen fantastischen Roman zu schreiben.
Da ich persönlich aus dem medizinischen Bereich komme, war ich vor allem auch an dem medizinischen Aspekt und Fortschritt der damaligen Zeit interessiert. Doch auch alle anderen Bereiche, die damals eine wichtige Rolle gespielt haben, wie z.B. die Frauenrechtsbewegung, spielen eine wichtige Rolle in diesem Roman und alles ist fantastisch beschrieben worden.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig gehalten und man fühlt sich regelrecht in die damalige Zeit hineinversetzt und hat das Gefühl mit Rahel und Barbara durch die Straßen von Berlin zu spazieren.
Einmal angefangen mit dem Buch, konnte ich kaum mehr aufhören mit lesen und habe mit den Protagonisten mit gefiebert, gehofft und gelitten.

„Die Charité“ ist eine fantastische Zeitreise, die uns nicht nur in die Welt der Medizin entführt sondern auch viele spannende Themen aufzeigt und das Leben von mutigen Frauen beschreibt, die sich trotz vieler Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, nicht aus der Bahn werfen lassen.
Einfach großartig!

Bewertung vom 01.09.2019
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
Turton, Stuart

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle


ausgezeichnet

Die Familie Hardcastle lädt zu einem Ball, auf ihr Anwesen Blackheath ein. Es wird gefeiert und getrunken, getuschelt und Gerüchte gehen um und verbreiten sich, bis ein Pistolenschuss die Feier beendet. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, hat sich erschossen. Doch hinter dem angeblichen Selbstmord steckt viel mehr, unter den Gästen befindet sich ein Mörder und Aiden Bishop hat den Auftrag bekommen, diesen zu finden. Hierfür hat er acht Tage Zeit ansonsten wiederholt sich dieser Tag immer wieder in Endlosschleife. Doch damit nicht genug, Aiden erwacht an jedem neuen Tag in einem anderen Körper eines Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Denn irgendjemand versucht ihn mit allen Mitteln davon abzuhalten Blackheath jemals wieder zu verlassen.

„Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ von Stuart Turton ist ein brillanter Krimi, der es immer wieder schafft den Leser zu überraschen und zu verwirren.

Das Buchcover ist ein wunderbare Aufmachung und hat mich persönlich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Alleine der Titel sagt einfach schon alles und man möchte einfach sofort wissen was da hinter steckt.
Im Buch selbst findet man eine Karte des Anwesens von Blackheath und eine gedruckte Einladung zu dem Ball mit einigen wichtigen Namen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen. Dies hat mir schon sehr geholfen in dieser verwirrenden Geschichte den Überblick zu behalten und die vielen Charaktere, die fantastisch beschrieben und ausgearbeitet wurden, auseinanderzuhalten.
Der Schreibstil ist anspruchsvoll und sehr bildhaft dargestellt. Dennoch habe ich etwas Zeit gebraucht, bis ich wirklich in der Geschichte drin war, denn der Anfang ist sehr verwirrend und es braucht seine Zeit, sich einen gewissen Überblick über das ganze zu verschaffen. Trotzdem war die Neugierde sofort geweckt und ich musste trotz dieser anfänglichen Schwierigkeiten einfach weiter lesen.
Die Tatsache, das unser Hauptprotagonist jeden Tag in einem anderen Körper erwacht und deren Leben leben muss und dennoch versucht seine eigenen Ziele zu erreichen ist brillant und hat mich persönlich sofort von diesem Buch überzeugt, den diese Idee hat der Autor sehr gut umgesetzt und er nimmt den Leser damit sofort mit, und ist man über die erste Hürde erstmal hinweg, so ist man selber total in der Geschichte gefangen. Man erkundet das Anwesen, sieht hinter jeder Person einen Verdächtigen und versucht verzweifelt den Mord aufzuklären. Und natürlich bleibt es nicht bei diesem einen Mord und der Spannungsbogen fällt in keiner Weise ab.
Und selbst nachdem man denkt endlich weiß ich wer der Mörder ist, kommt es doch ganz anders als man gedacht hat.

Ich habe diese Buch geliebt und jede einzelne Seite genossen zu lesen. So viele Irrungen und Wirrungen hatte ich selten in einem Kriminalroman und für mich ist dies das Buchhighlight des Jahres. Eine absolute Leseempfehlung, über eine Verfilmung sollte man definitiv einmal nachdenken.

Bewertung vom 12.08.2019
Perfectly Broken
Stankewitz, Sarah

Perfectly Broken


sehr gut

Brooklyn verlässt ihre Heimat Manchester um neu anzufangen. Zu viele Erinnerungen hängen mit dieser Stadt zusammen, mit denen sie endlich abschließen will. Denn hier starb ihre große Liebe bei einem schweren Verkehrsunfall. Die Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar über die Tür hinweg, die mit der Wohnung ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder hört sie von nebenan Gesprächsfetzen und Geräusche durch die verschlossen Tür. Brook fühlt sich auf unerklärliche Weise zu ihrem Nachbarn hingezogen und das obwohl sie ihm noch nie begegnet ist. Und dann fängt Chase an ihr zu schreiben und ihr auf dem Klavier vorzuspielen. Sie gerät in einen Strudel widersprüchlicher Gefühle, denn schließlich hat sie ihr Herz doch einem anderen versprochen.

„Perfectly Broken“ von Sarah Stankewitz stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste und was habe ich mich gefreut, als ich es endlich in meinen Händen hielt.
Ich habe es dann auch gleich an einem Tag durch gelesen, denn diese Geschichte ist so einfühlsam, ruhig und gefühlvoll, das man gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Die Charaktere sind allesamt so sympathisch und authentisch ausgearbeitet worden, dass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe. Ob es nun die ruhige und in sich gekehrte Brook ist oder die direkte und humorvolle Molly, alle Charaktere sind auf ihre Weise etwas Besonderes.
Die Annäherung von Brook und Chase ist eine so wundervolle Idee, das ich am liebsten dahin geschmolzen wäre. Man spürte sofort, das dort etwas ganz magisches entsteht.
Nur der Ausgang der Geschichte hat mich dann leider doch etwas ernüchtert, denn leider hatte ich so etwas einfach schon zu häufig gelesen, aber das ist meine Meinung und natürlich absolute Geschmackssache.

Dennoch habe ich jede einzelne Seite mehr als genossen zu lesen. Das Buch ist etwas ganz besonderes und berührt einen auf eine ganz sanfte Weise. Einfach magisch.

Bewertung vom 05.08.2019
Silberdrache
Sage, Angie

Silberdrache


sehr gut

Der Waisenjunge Joss traut seinen Augen nicht, als ihm plötzlich ein silbernes Drachenei vor die Füße fällt. Und dabei dachte er immer Silberdrachen seien längst ausgestorben. Bald schon schlüpft der Silberdrache Lysander aus dem Ei und Joss hat alle Hände voll zu tun, den kleinen Drachen zu verstecken, denn der skrupellose Clan der Lennix ist hinter dem Drachen her und sie Schrecken vor nichts zurück. In einer anderen Welt, zur selben Zeit lebt die elfjährige Sirin. Sie ist zwar mit den Erzählungen über Drachenreiter aufgewachsen, doch als ihre Mutter schwer erkrankt kann sie nicht mehr so recht an diese glauben, bis sie eines Abends einen Silberstreifen am Horizont sieht. Und schon bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen wollen und denjenigen, die sie zerstören wollen.

„Silberdrache“ von Angie Sage ist ein spannender Auftakt in eine Welt voller Magie, Drachen und Freundschaft.
Die Geschichte ist spannend geschrieben und die Beschreibungen der Drachen sind sehr gut gelungen, sodass man sie sich bildlich vorstellen konnte.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, die Kapitel sind kurz und schnell gelesen, sodass man gut in die Geschichte rein kommt.
Die Charaktere sind zahlreich und es wird immer mal wieder aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, was ich ganz angenehm fand, da man so von jedem einzelnen etwas erfuhr. Jedoch wirkten die Protagonisten etwas blass und mir fehlte der Zugang zu ihnen. Allerdings darf man auch nicht vergessen, das es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt und hier steht die Spannung und natürlich die Drachen im Mittelpunkt und davon gibt es in dieser Geschichte wahrlich genug.
Eine tolle, magische und spannende Geschichte, die bestimmt zahlreiche Kinderherzen höher schlagen lässt.

Bewertung vom 05.08.2019
Show me the Stars / Leuchtturm-Trilogie Bd.1
Mohn, Kira

Show me the Stars / Leuchtturm-Trilogie Bd.1


gut

Liv braucht dringend eine Auszeit. Nachdem sie aufgrund eines Fehlers bei einem Interview, ihren Job verloren hat und auch im Studium, nie wirklich Zeit für sich hatte, hört sich die Anzeige, in der ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer einsamen kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, genau richtig an. Liv bewirbt sich und nur wenige Wochen später steht sie vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz gehörig zum Klopfen bringt.

Schon alleine, weil die Geschichte in Irland spielt, musste ich sie unbedingt Lesen, liebe ich dieses wunderschöne und raue Land einfach so sehr. Und ich wurde auch nicht enttäuscht, denn was der Autorin wirklich wahnsinnig gut gelungen ist, sind die fantastischen Beschreibungen des Landschaftsbildes. Sehr oft kam es mir so vor, als währe ich mit Liv auf ihrer einsamen Insel und würde genau wie sie dem Meer und dem Wind lauschen.
Liv fand ich auf Anhieb sympathisch und ich konnte mich in vielen Situationen sehr gut in sie hineinversetzen. Überhaupt sind die Charaktere der Geschichte sehr sympathisch und authentisch dargestellt und ich habe jeden einzelnen sehr schnell in mein Herz geschlossen.
Liv lernt man im Laufe der Geschichte sehr gut kennen und genau das hätte ich mir auch sehr für Kjer gewünscht. Aufgrund seiner tragischen Vergangenheit, ist sein Verhalten absolut nachvollziehbar, aber dennoch fiel es sehr schwer diesen Charakter näher kennenzulernen oder sich in ihn hineinzuversetzen.
Zudem hatte die Geschichte leider einige Längen und mir fehlte zwischenzeitlich etwas die Spannung. Mir ist da einfach zu wenig passiert. Zudem gab es einfach zu wenige Situationen, die mich emotional wirklich mitgenommen oder mich berührt haben.

Trotzdem ist „Show me the Stars“ ein toller Auftakt der Reihe, mit wundervollen Landschaftsbeschreibungen und sympathischen Charakteren. Ich halte auf jeden Fall Ausschau nach dem zweiten Teil.

Bewertung vom 24.07.2019
Bis ihr sie findet / DCI Jonah Sheens Bd.1
Lodge, Gytha

Bis ihr sie findet / DCI Jonah Sheens Bd.1


ausgezeichnet

1983 geht Aurora mit ihrer älteren Schwester und deren Freunden zelten. Es wird getanzt und gelacht, es fließt Alkohol und Drogen sind ebenfalls im Spiel. Die Clique feiert ausgelassen, nur Aurora fühlt sich ausgeschlossen. Am nächsten Morgen ist Aurora verschwunden.
30 Jahre später wird durch Zufall eine Leiche entdeckt. Es handelt sich um die damals verschwundene Aurora. Detective Chief Inspektor Jonah Sheen und sein Team rollen den Fall neu auf, den es steht fest, Aurora ist ermordet worden. Und als Täter kommen nur Auroras Schwester und ihre Freunde in Frage. Doch die sechs Freunde sind mittlerweile jeder auf seine Weise beruflich erfolgreich geworden und halten an ihrer Unschuld fest.

Der Debüt-Roman „Bis ihr sie findet“ von Autorin Gytha Lodge hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und es fiel unglaublich schwer das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Die Geschichte ist komplex und bis zur letzten Seite äußerst spannend. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und die einzelnen Figuren wirken authentisch und sympathisch. Jonah Sheen und seine Kollegen haben zudem jeder für sich seine eigenen Dämonen, die sie mit sich führen, was eindeutig guten Stoff für eine Fortsetzung bietet.
Der Fall von Aurora ist sehr spannend aufgebaut und man wird durch Rückblenden zu jener Nacht im Jahre 1983 geführt und erfährt, was wirklich damals geschehen ist.

Ein wirklich sehr spannender Krimi, der bis zum Schluss spannend bleibt. Ein durch und durch gelungenes Debüt.

Bewertung vom 22.07.2019
Auris / Jula Ansorge Bd.1
Kliesch, Vincent

Auris / Jula Ansorge Bd.1


ausgezeichnet

Matthias Hegel ist akustischer Profiler. Er kann nur anhand der Stimme eines Täters seine Herkunft, das Aussehen und seine Psyche ermitteln. Zudem gelingt es ihm die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe überführt werden. Doch jetzt sitzt der renommierte Professor wegen eines Mordes in Haft, den er selbst gestanden hat. Die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge hat jedoch ernste Zweifel an seiner Schuld und will einen Justizirrtum aufklären. Jula hat sich der Aufklärung solcher Fälle verschrieben, ist ihr eigener Bruder doch solch einem Irrtum zum Opfer gefallen. Doch als sie zu tief in Hegels rätselhaften Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selber in Gefahr, sondern auch den Menschen, der ihr am wichtigsten ist.

“Auris” von Vincent Kliesch, nach einer Idee von Sebastian Fitzek ist ein hochbrisanter Thriller, welchen man nur sehr schwer wieder aus der Hand legen mag.

Schon alleine der Anfang der Geschichte sorgte bei mir für Gänsehaut und es folgten noch viele weitere solcher Situationen.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten, die Kapitel sind kurz, sodass es einem unmöglich ist mit dem Lesen aufzuhören.

Und obwohl der Täter bereits in Kapitel 70 entlarvt wird, bleiben ungereimtheiten, die das Buch bis zum Schluss wahnsinnig spannend machen. Das offene Ende sorgt dann am Ende dafür das man fieberhaft auf den nächsten Teil wartet.

Ein durch und durch gelungener Thriller, der für spannende Lesestunden sorgt und man wie gebannt jede einzelne Zeile verschlingt.

Bewertung vom 28.06.2019
Wind in deinen Segeln / Ready to be found Bd.1
Winter, Jessica

Wind in deinen Segeln / Ready to be found Bd.1


ausgezeichnet

Emerald hat ein Versprechen gegeben, welches sie auf keinen Fall brechen will. Doch dann gibt ihr Auto den Geist auf und zwingt sie ihre Reise in einer Kleinstadt zu unterbrechen. Dort trifft sie auf Gabriel, den Automechaniker, der aber ihr gegenüber absolut abweisend und unnahbar reagiert. Emerald ist mehr als frustriert wegen seines Verhaltens, rettet er sie doch in der einen Sekunde vor einem ungehobelten Typen und schmeißt sie im nächsten Moment aus seinem Auto. Erst als Gabriels Mauern um sich herum Risse bekommen, erkennt Emerald das sie nicht die einzige ist, die Hilfe braucht und die beiden kommen sich immer näher…

Die Geschichte von Emerald und Gabriel hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Autorin hat zwei wunderbare Charaktere geschaffen, die absolut authentisch dargestellt werden und mir sofort ans Herz gewachsen sind. Gerade Emerald, genannt Em, hat es mir besonders angetan. Denn trotz ihrer furchtbaren Vergangenheit hat diese Frau eine Stärke in sich, die absolut bemerkenswert ist und von der man sich wirklich eine Scheibe abschneiden kann.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig gehalten und es wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Somit kann man als Leser sehr gut beide Seiten kennen lernen.
Zudem spricht die Autorin Themen an, die durchaus auch in unserer Gesellschaft immer noch Tabuthemen sind und mich sehr zum Nachdenken angeregt haben.

Eine wirklich schöne und spannende Geschichte, die mein Herz berührt hat. Und nun warte ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil der Geschichte, denn der Cliffhanger ist so gewaltig, das ich es gar nicht mehr erwarten kann bis es endlich weitergeht.