Dieses Buch hat ein wirklich sehr ansprechendes Cover und auch der Klappentext verspricht eine spannende und rasante Geschichte. Leider hat dieses Buch aber meinen Vorstellungen überhaupt nicht entsprochen. Ich habe mich jetzt durch 200 Seiten mehr oder weniger gequält und werde jetzt nicht länger meine Zeit damit verschwenden.
Es geht wohl um Loyal, eine anscheinend übergewichtige Journalistin, die als Kind deswegen gemobbt wurde. Als sie wieder in ihre Heimat zurückkehrt, um sich um ihre verwirrte Mutter zu kümmern, möchte sie sich auch mit ihrer ehemals besten Freundin versöhnen, die wohl die einzige war, mit der sie als Kind Kontakt hatte und die sich nicht daran störte, wie sie aussah. Aber Cutter - sehr seltsamer Name - war wohl selbst Außenseiterin - sowie auch die ganze Familie. Leider ist Cutter inzwischen tot, ob ermordet oder Selbstmord steht noch nicht fest. Warum sich Loyal mit Cutter versöhnen möchte bzw. was der Anlass für einen Streit war, konnte ich bis jetzt auch noch nicht lesen. Loyal möchte sich auf jeden Fall an den Ermittlungen beteiligen, aber über ihre Bemühungen kann man nicht wirklich was lesen.
Dieses ganze Buch ist ein einziges Wirrwarr an Namen und Schauplätzen. Ich konnte mich überhaupt nicht in diese Geschichte einlesen. Es ist einfach nur gähnend langweilig. Mein Buch war das leider nicht.
Dieses Buch von Krisina Hauff hat mich in jeder Hinsicht überrascht:
Der Titel "schattengrünes Tal", das Cover mit den 2 Vögeln sowie auch die Beschreibung auf dem Klappentext mit dem Hinweis auf die Handlung im schattigen Tal des Schwarzwaldes im Hotel "Zum alten Forsthaus" ließen mich sehr an einen Heimatroman - wie es früher die alten Ganghofer-Romane waren - erinnern. Was ich nun gelesen habe, war eine moderne Geschichte über eine Familie mit Problemen, wie sie überall vorkommen können. Ein Hotelbesitzer, der nur mit Hilfe seiner Tochter und einer Angestellten über die Runden kommen kann. Eine Ehe, die ihre Probleme hat, wie sie überall vorkommen, bis diese aber dann von der Vergangenheit des Ehemannes eingeholt wird und zu allerlei Verirrungen und Verwirrungen sorgt. Alles in allem eine Geschichte, die sich sehr gut und auch spannend lesen lässt und für die ich mir durchaus eine Verfilmung vorstellen könnte - allerdings aber auch nichts Neues. Aber toll geschrieben!
Der neue Roman von Romy Hausmann gestaltet sich mit einem Cover passend zum Titel "Himmelerdenblau".
Das Buch erzählt die Geschichte der Familie Novak. Die Tochter Julie, die seit 20 Jahren verschwunden ist, wird immer noch von ihrem demenzkranken Vater Theo gesucht. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass sie noch lebt und wieder zurückkommt. Die Gedankengänge des Demenzkranken sind interessant dargestellt, und teilweise ließen mich seine Ausdrücke bzw. Bezeichnungen für manche Dinge dann doch schmunzeln. Natürlich ist es erschreckend, wenn ein so gebildeter Mann wie er, zu dem Mann wird, der er nun ist.
Als die Podcaster Liv und Phil das Thema aufgreifen, wird das ganze Drama erneut aufgewühlt. Liv verstrickt sich immer mehr in die Sache, was der Tochter von Theo und Schwester von Julie nicht so recht zu passen scheint. Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt. Es gibt Theo und Sophia und es gibt Liv und Phil, und dann ist da noch Daniel, der Exfreund von Julie. Hat er etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Die Geschichte ist teilweise sehr spannend, ab und zu auch etwas langatmig. Jeder der Protagonisten hat eine Vorgeschichte, die auch Erwähnung findet. Was sich mir allerdings selbst bis zum Ende des Buches nicht erschlossen hat: Wer ist Lara und der Teufel? Vielleicht findet ihr - die das Buch noch lest - dies heraus. Das Ende ist jedenfalls ganz anders als erwartet und wirklich bis auf die letzten Seiten nicht abzusehen. Von daher eine klare Kaufempfehlung.
Wie erwartet hat mich auch dieser Thriller von Andreas Winkelmann nicht enttäuscht. Das Cover mit grünem Seitenrand ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, tut aber dem Inhalt keinen Abbruch. Erzählt wird die Geschichte vom Polizisten Jonas, dessen damals 16jährige Tochter Isabell vor 7 Jahren nach einer Party spurlos verschwand und der Privatdetektivin Franca, die auf der Suche nach der Enkelin Silvia einer Bankerswitwe ist. Isabell und Silvia gingen in eine Klasse und haben sich angefreundet. In seiner Verzweiflung begeht Jonas einen verhängnisvollen Fehler, was ihn u. a. seinen Job kostet. Die Wege von Jonas und Franca kreuzen sich, und nach anfänglichen Schwierigkeiten stellen die beiden fest, dass sie in dieser Sache zusammenarbeiten müssen. Bald tun sich Abgründe auf, die so nicht zu erwarten waren. Der Thriller ist kurzweilig erzählt und ist schnell gelesen, da immer wieder neue Spannung aufkommt. Das Ende ganz anders, als man denkt. Eine klare Leseempfehlung!
Der Roman Zypressensommer von Teresa Simon erzählt abwechselnd im Jahr 1943 bis 1945 und zum anderen 1998. Das Cover ist sehr ansprechend und im ersten Moment denkt man doch eher an einen Liebesroman. Die Geschichte wechselt allerdings. Da ist einerseits Hitlers Krieg mit italienischen Gefangenen, die in Deutschland Zwangsarbeit leisten müssen und die Partisanen in Italien, die gegen die Deutschen kämpfen. Zum anderen ist im Jahr 1998 die Goldschmiedin Julia, die auf den Spuren ihres Großvaters nach Italien gereist ist, um sein Erbe anzutreten und seinen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben und liest sich flüssig, wenn auch durch die vielen Personen der italienischen Familie für mich etwas verwirrend. Was mich doch gestört hat, sind die vielen italienischen Sätze, die teilweise auch nicht übersetzt sind. Man kann nicht voraussetzen, dass jeder der italienischen Sprache mächtig ist. Sicher waren die Sätze nicht wichtig für die Handlung, aber dennoch hätte ich sie gerne verstanden. Am Schluss sind ein paar italienische Rezepte angehängt, was ich wiederum sehr gut fand, denn man ist so in diesem Buch drin, dass man sich so manches auch bildlich vorstellen kann. Ich dachte schon beim lesen, dass ich doch mal ein Cantuccini-Rezept suchen müsste und siehe da, es steht schon im Buch. Auch die verschiedenen Schauplätze sind sehr schön beschrieben. Ich fand das Buch sehr kurzweilig, habe es auch relativ schnell gelesen und schon auch etwas mit den Probanden mitgefiebert.
Dieses Buch von Julie Clark hat mich leider etwas enttäuscht, da ich von dieser Schriftstellerin bereits Besseres gelesen habe.
Die Geschichte zieht sich ziemlich lange hin. Es geht um die Ghostwriterin Olivia Dumont, die das neue Buch des Bestsellerautors Vincent Taylor schreiben soll. Dass Vincent ihr Vater ist, soll keiner wissen. Da 50 Jahre vorher die zwei Geschwister von Vincent brutal ermordet wurden, und dieser Fall nie aufgeklärt wurde, möchte Olivia nicht, dass ihre wahre Indendität bekannt wird, da sie schon als Kind unter dieser Geschichte gelitten hat. Da sie in Geldnöten ist, nimmt sie den Auftrag an, ohne zu wissen, dass ihr Vater nun bereit ist, über die Vergangenheit zu sprechen. Sie recherchiert und gerät immer tiefer in die Geheimnisse Ihrer Familie. Teilweise werden Passagen aus Sicht der drei Geschwister erzählt, was ich dann doch interessanter fand als den Rest. Ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf, aber bis dahin ist es doch recht zähflüssig zu lesen.
Vom Cover sowie Klappentext dieses Buches überzeugt, habe ich mir ein tolles Leseerlebnis versprochen. Leider habe ich mich sehr durch dieses Buch quälen müssen. Wer der französischen Sprach nicht mächtig ist, tut sich hier sehr schwer. Es ist schade, denn eigentlich ein tolles Thema. Leider ist es so ein Durcheinander, dass man ständig überlegt, von wem denn jetzt gerade geschrieben wird.
Drei Frauen in einer psychiatrischen Anstalt, die 12jährige Charlotte, eigentlich noch ein Kind, Pétronille, die ein riesiges Muttermal im Gesicht hat und Geneviève, die Engelmacherin. Alle zusammen werden mit anderen Frauen verschifft, um mit Männern der französichen Kolonie La Lousiane verheiratet zu werden und dort Kinder zu gebären, um den Fortbestand der Kolonie zu sichern. Warum die Frauen in der Anstalt waren, kommt nicht klar rüber, was sie auf dem Schiff erleben ebenfalls nur bruchstückhaft. Dieses ganze Buch muss man sehr konzentriert lesen, um überhaupt irgendwie mitzukommen.
Es enthält sehr viel Text, den keiner braucht und ist sehr in die Länge gezogen. Es ist schade. Ich habe mir viel mehr erwartet von diesem Buch. Immer, wenn man dachte, jetzt wird's interessant, kam ein neues Bruchstück. Die Geschichte hat durchaus Potential, aber meiner Meinung nach nicht besonders gut erzählt.
Das Buch "Das erste Licht des Sommers" von Daniela Raimondi hat mich aufgrund des tollen und farbenfrohen Covers sofort in den Bann gezogen und ich dachte "wow". Aufgrund der Beschreibung ging ich von einer Familiengeschichte aus, die mich fesseln würde. Leider war dem überhaupt nicht so. Ich habe mich jetzt fast 300 Seiten durchgekämpft, aber zu diesem Buch finde ich einfach keinen Draht. Dieses Familienepos - wenn es denn eines sein soll - dreht sich hauptsächlich um Norma und Elia, die sich schon aus Kindertagen kennen und dann wieder zusammenkommen, ein Liebespaar werden und heiraten. Der sehnliche Kinderwunsch bleibt unerfüllt - jedenfalls bis zu meinen 300 gelesenen Seiten. Den Sinn dieses Buches habe ich wohl nicht verstanden. Ich frage mich ständig, um was es eigentlich geht in diesem Buch und kann auch die vielen guten Bewertungen nicht verstehen. Aber jeder hat einen anderen Geschmack. Für mich allerdings das langweiligste Buch, was ich seit langem gelesen habe.
So richtig konnte ich mich mit dem Buch Weissglut von Tobias Quast nicht anfreunden. Die Geschichte beginnt sehr schleppend, und ich musste mich ehrlich gesagt etwas durchquälen. Da ich meistens im Bett lese, bin ich doch immer relativ schnell eingeschlafen. Für einen richtigen Thriller fehlte einfach die Spannung. Erst zwei seltsame alkoholisierte Typen in der Sauna, dann geht es um einen gewissen Onni, dann kommt Sarah Fuchs ins Spiel, die wohl der Münchner High Society zugeordnet werden kann. Der Zusammenhang zwischen den ganzen Handlungssträngen ist schwierig zu erkennen. Sarah flieht nach Finnland, da ihr zweiter Mann sie betrügt und bereits in der Boulevardpresse darüber berichtet wird. Ständig hat sie Angst, erkannt zu werden. Das Haus, das sie in Finnland gemietet hat, entspricht wohl nicht ihren Vorstellungen, und erst mal hat man den Eindruck, dass sie im falschen Haus gelandet ist. Als sie dann von Geräuschen aufwacht und im See eine Leiche entdeckt, hofft man, dass die Story nun endlich spannend wird. Für meine Begriffe leider nicht. Sarah wird von der Polizei verdächtigt, weshalb sie selbst mit Ermittlungen anfängt. Der zuständige Polizist ist eine eigenartige Person. Das Buch ist sehr langatmig, und die Geschichte wäre auch mit viel weniger Seiten erzählt gewesen. Die Beschreibung von Natur und Landschaft ist gelungen, aber auch hier wäre weniger mehr. Es ist kein Buch, das mich gefesselt hat, aber vom Schreibstil her einfach zu lesen.
Dieses Buch beginnt mit der Zeit des Krieges und mit dem Leid der Menschen. Rosa ist auf der Flucht mit ihren 3 kleinen Söhnen, als ein kleines Mädchen ausgesetzt wird. Um dieses Mädchen geht es dann im Großteil des Buches. Ein Buch, das sich zwar sehr flüssig lesen lässt, aber teilweise vom Schreibstil besonders im ersten Drittel sehr primitiv geschrieben ist. Es hat mich manchmal an einen Groschenroman erinnert vom Stil her. Wenn man sich allerdings etwas durchkämpft, lohnt es sich doch weiterzulesen. Es geht um die Zustände zwischen Ost- und Westdeutschland, um die Machenschaften der Stasi und für mich besonders schlimm die Beschreibung der Gefängnisse im Osten. Da es sich um einen Roman handelt, der nach Tatsachen geschrieben wurde, ist das alles besonders ergreifend und rührt einen sehr. Die Geschichte zieht sich durch mehrere Generationen und ist durchaus lesenswert.
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