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meerblick

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Insgesamt 556 Bewertungen
Bewertung vom 13.01.2026
Kosert, Olaf

So schmeckt Brandenburg


ausgezeichnet

Regionale Vielfalt

Olaf Kosert besucht selbst regelmäßig Brandenburger Bauernhöfe, macht sich selbst vor Ort ein Bild von der Vielfalt heimischer, saisonaler Lebensmittel und präsentiert seine Arbeit regelmäßig im rbb Fernsehen. In seinem Buch ‘So schmeckt Brandenburg‘ macht uns der gelernte Koch mit achtzig zeitgemäßen, gesunden Landküchenrezepten bekannt, die detaillierte Angaben der Zutaten und zur Zubereitung enthalten und somit ein geling sicheres Nacharbeiten erleichtern. Wunderschöne Farbfotografien des fertigen Gerichts und der Nachspeisen geben einen Vorgeschmack darauf, auf was man sich letztendlich freuen kann. Das sind altbekannte Klassiker wie Königsberger Klopse oder die allseits beliebten Schmorgurken. Aber auch modern abgewandelte Rezepturen zeigen wie man neue Geschmacksrichtungen kreieren kann. Da ist schon mal für jeden etwas dabei, egal ob man konservativ oder kreativ unterwegs sein möchte.
Was mir besonders gut gefällt, sind die Hinweise mit Adresse, wo ich die Landwirtschaftlichen Höfe finde und wer sich dahinter verbirgt. Damit kann ich einen gelungenen Ausflug in die Umgebung mit dem Erwerb frischer Produkte erfolgreich verbinden.

Bewertung vom 13.01.2026
Leimstoll, Susanne

Berlins süße Seite


ausgezeichnet

Süße Verführungen

Ein süßes Erlebnis der besonderen Art präsentiert Susanne Leimstoll mit ihrem Buch ‘Berlins süße Seite – Die besten Patisserien, Konditoreien, Chocolaterien der Stadt‘, herausgegeben vom BeBra Verlag. Wer mag es nicht ab und zu durch diese kleinen verführerisch aussehenden und duftenden Köstlichkeiten verwöhnt zu werden, sich ganz besonderen Gaumenfreuden hinzugeben, um sich vom Alltagsgeschehen eine verdiente Pause zu gönnen? Balsam für die Seele und natürlich auch für den Bauch sind diese kleinen, genussreichen Köstlichkeiten, die hier vorgestellt werden. Es gibt zu jeder der insgesamt dreißig Leckereien ein Porträt des Erstellers, der Erstellerin und natürlich bekommen wir auch verraten, wo in der Stadt Berlin wird einkehren und uns selbst von der herausragenden Handwerkskunst überzeugen können. Aber das ist noch nicht alles, denn es gibt darüber hinaus genaue Rezepturen und Anleitungen zum Selbermachen dazu.
Ich probiere aus, besuche die Patisserien, Konditoreien und Chocolaterien an besonderen Tagen mit viel Freude und komme immer wieder auch beim Nachmachen ins Schwärmen.

Bewertung vom 13.01.2026
del Piero, Riccardo

Die Rückseite der Wahrheit


gut

Leben und Leiden eines jungen Arztes

Dr. Martin Kramer, der Protagonist in Riccardo del Pieros Roman ‘Die Rückseite der Wahrheit‘, ist ein junger Arzt, der seine Zukunft nicht in den Operationssälen eines Schweizer Krankenhauses sieht. Seine Begeisterung dafür hält sich in Grenzen. Dafür schwärmt er für die lebenslustige, bildschöne Krankenschwester Fabienne. Die wiederum zeigt weniger Interesse an einer romantischen Beziehung zum Doktor, weiß allerdings um die Zuneigung ihrer Freundin Sarah zu eben jenen jungen, wenn auch schüchternen Mann. Wie die Geschichte weitergeht, erzählt der Autor sehr ausführlich. Man erlebt den Alltag eines jungen Assistenzarztes, der noch seinen Weg in einen erfüllten Arbeitsalltag sucht und auf ein liebevolles Zusammenleben mit einer Frau hofft.
Wer Lust hat in die Gefühls- und Gedankenwelt des jungen Mediziners einzutauchen, der ist hier bestens aufgehoben, bekommt eine Geschichte in einer bildhaften Sprache mit authentischen Protagonisten präsentiert.

Bewertung vom 13.01.2026
Winter, Georg

Balanceübungen.


ausgezeichnet

Aus dem Leben gegriffen

In ‘Balanceübungen‘ hält Georg Winter seine Gedanken und Gefühle zu Ereignissen des Alltagsgeschehens fest und gleitet diese mal in erheiternde, mal in nachdenklich stimmende Worte, platziert sie wohldosiert und treffsicher in einer angenehm unterhaltenden Form. Seine Sprache ist leichtverständlicher Humor mit Tiefgang und bestechender Satire in den Themengebieten Kultur, Familie, Politik, Gesellschaft, um nur einige ausgewählte zu nennen. Beim Lesen entsteht das Verlangen nach mehr von diesen klugen Aphorismen, die impulsgebend in den Tag begleiten und Stück für Stück immer wieder aufs Neue mich begeistern.
Wunderschöne schwarz-weiß Illustrationen von Bettina Bick bereichern dieses künstlerische Kleinod, welches sich ideal als Geschenk für liebe Freunde und Verwandte aber natürlich auch zum Eigenverbrauch eignet.

Bewertung vom 08.01.2026
Stürickow, Regina

Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku'damm


ausgezeichnet

Spannender Kriminalfall im Berlin von 1936

Regina Stürickow hat mich mit ihrem großartigen Kriminalroman ‘Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm‘ in Atem gehalten durch ihre fesselnde Art eine Geschichte zu präsentieren, die einer historischen polizeilichen Akte entstammt und fiktional erzählt wird. Den Protagonisten, ein sympathischer, dem Zeitgeist entsprechend gezeichneter Kommissar, hat es tatsächlich gegeben. Auf seinen Spuren zu wandeln und dabei Einblicke in das historische Berlin zu bekommen, hat mir sehr großen Spaß gemacht. Immer wieder habe ich recherchiert, welche Veränderungen es zum heutigen Stadtbild gibt und wie es sich einst präsentiert hat. Auch die gesellschaftspolitischen Darstellungen ließen mich tief eintauchen in die Geschichte der Stadt Berlin, in der ich lebe.
Es ist eine Fortsetzungsreihe, die allerdings unabhängig voneinander gelesen werden kann. Es wird nicht mein letzter Roman aus dieser Serie sein, der mich in seinen Bann ziehen wird, denn ich bin neugierig geworden auf mehr.
Wer gern auf den Spuren vergangener Zeiten wandelt, spannende Unterhaltung zum Miträtseln sucht und dabei historisch fundierte Fakten schriftstellerisch gekonnt verarbeitet mag, ist hier bestens aufgehoben und erhält garantierten Lesegenuss.

Bewertung vom 08.01.2026
Dorweiler, Ralf H.

Die Farbe des Bösen / Rieker und Ahrens Bd.2


ausgezeichnet

Gefährliche Farben

Ralf H. Dorweiler hat mich mit seinem Kriminalroman ‘Die Farbe des Bösen‘ mächtig in Atem gehalten. Bereits im Prolog, in dem Bente um ihr Leben rennt und vor ihrem gewalttätigen Ehemann flüchtet, betritt ein fürchterlich zugerichtetes Opfer die Bühne des Geschehens. Hier beginnt das große Rätselraten um eine Serie von Morden, wobei es dem Autor vortrefflich gelingt, unverhoffte Details ins Spiel zu bringen, die mich immer wieder aufforderten, neu zu denken. Es ist eine atmosphärisch sehr dichte Geschichte, die in das politische und industrielle Geschehen Hamburgs im Jahre 1887 eintaucht. Sozialdemokratischen Bestrebungen in der Stadt werden verfolgt und unterdrückt, der Kampf um menschlichere Arbeits- und Lebensbedingungen im Keim erstickt. Doch das Volk begehrt auf und seine Forderungen nach rechtswirksamen Arbeitsverträgen bekommen einen unüberhörbaren Ton der Dringlichkeit.
Während Kommissar Hermann Rieker sich diesem Fall nur mit sehr deutlichen Worten gegenüber seinem Vorgesetzten annehmen darf, ermittelt die Tochter des Richters Johanna Ahrens in äußerst gefährlicher Mission und bringt dabei sich und andere in ungeahnte Gefahr, in eine brisante Lange, die scheinbar aussichtslos scheint.
Mir gefällt der lebendige Schreibstil mit einer unglaublichen Sogwirkung, der den Zeitgeist für mich sehr authentisch wiedergibt. Schon der Gebrauch und die Schreibweise der Berufsbezeichnungen führte mich automatisch in eine vergangene Welt, die in ihrer Komplexität der Alltagsgeschehnisse wirkungsvoll in Szene gesetzt ist. Es macht einfach Spaß den Protagonisten zu folgen, mit ihnen zu ermitteln und dabei in ein Wechselbad der Gefühle zu geraten.
Der Kriminalroman ist der zweite Teil einer Fortsetzungsreihe um Rieker und Ahrens, kann jedoch ohne Kenntnis der vorangegangenen Geschichte gelesen werden. Zum Schluss lässt es sich der Autor jedoch nicht nehmen, neugierig auf das weitere Geschehen zu machen durch Andeutungen, die spannende Entwicklungen um die Protagonisten versprechen.

Bewertung vom 29.12.2025
Edelmann, Max A.

Der unsichtbare Elefant (eBook, ePUB)


sehr gut

Suche nach der Wahrheit

Mich hat zunächst das auffallend minimalistische Cover angesprochen und die Leseprobe machte mich schließlich neugierig.
Mit dem Freitod des Anwalts einer renommierten international tätigen Kanzlei Thomas Siebenmorgen, der vor den Augen seiner schockierten Kollegin Maria geschieht, entwickelt sich mit der Untersuchung des tragischen Unglücksfalles durch Simon aus der Chefetage und Victor vom Kriseninterventionsteam eine vielschichtige Geschichte, die sich durch überraschende Wendungen, eine dynamische Erzählweise und einen sehr interessanten Hintergrund auszeichnet. Die Auswirkungen generationsübergreifender Geschehnisse, deren Ursprung in der Zeit des Nationalsozialismus zu finden ist, zeigen welche verheerenden Folgen sich daraus entwickeln können, die eine psychische Belastung nachfolgender Familienmitglieder hervorruft, unaushaltbar erscheinen lässt und welche ungeahnten persönlichen Zusammenhänge der Darsteller im Laufe der Ermittlungen ans Licht gebracht werden.
Die Charaktere der drei Protagonisten sind detailreich ausgearbeitet, der Schreibstil leicht und flüssig, so dass man eine regelrechte Sogwirkung beim Lesen des Romans ‘Der unsichtbare Elefant‘ von Max A. Edelmann verspürt und gern tiefer in die Erzählung hineintaucht. Es werden wichtige Themen wie Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, psychische Belastung, Darstellung menschlicher Abgründe und die Suche nach einer erklärenden Wahrheit aufgegriffen, unterhaltsam verarbeitet.

Bewertung vom 18.12.2025
Lane, Soraya

Die verlassene Tochter / Die verlorenen Töchter Bd.6


ausgezeichnet

Familienbande

Soraya Lane präsentiert mit ‘Die verlassene Tochter‘ einen weiteren berührenden, herzergreifenden Roman aus ihrer Bestseller-Serie ‘Die verlorenen Töchter‘. Ich konnte tief eintauchen in eine Geschichte, die über drei Generationen hinweg erzählt wird und mich in fesselnder Spannung gehalten hat. In zwei Erzählsträngen verfolgen wir die Schicksale der ihrer Familientradition verbundenen Valentina, die eine Ranch in Argentinien besitzt und von Rose, die gerade ihre Mutter verloren hatte, in London lebt und nun ein sonderbares Erbe antreten soll. Unsicher, ob sie diesem Angebot nachgehen soll, berät sich Rose zunächst mit ihrer besten Freundin und beschließt doch zu erkunden, was sie erwartet. In einer ihr völlig fremden Welt begegnet sie Benjamin, einem jungen attraktiven Mann, dessen Familie schon über Generationen auf der Farm als Verwalter lebt.
Es ist spannend und gleichzeitig sehr berührend mit den Protagonisten eine Familiengeschichte zu verfolgen, die ihre tragischen Zeiten überstehen musste und mit viel Mut und innerer Stärke ihre Rechte erkämpfte. Dabei werden gesellschaftliche Regeln in den Mittelpunkt der Handlung gestellt, die ein vielschichtiges Bild widerspiegeln.
Das Buch kann unabhängig von den anderen der Serie gelesen werden, da es in sich abgeschlossene Geschichten sind.

Bewertung vom 18.12.2025
Andeck, Mara

Das Schneeflockenmädchen


ausgezeichnet

Märchen, die verzaubern

Mara Andeck schafft in ihrem Roman ‘Das Schneeflockenmädchen‘ eine romantische Atmosphäre, die gerade in der Adventszeit eine bezaubernde Stimmung im Herzen erzeugt. Mich hat die Geschichte in ihren Bann gezogen mit ihren authentischen Charakteren, ihren spannenden Märchen, die den kleinen aber auch die großen Zuhörer in fantastische Welten entführen, ihnen Zeit zum Träumen schenkt und letztendlich glückliche Stunden beschert.
Es ist Vorweihnachtszeit im Jahr 1925 und die Märchenerzählerin Marie zieht mit ihrem Pferdewagen durch die Lande. In Rothenburg ob der Tauber trifft sie auf einem Weihnachtsmarkt auf den liebenswerten, gutaussehenden Carl, der Kinderherzen erstrahlen lässt mit seiner Zuckerwatte. Carl findet großen Gefallen an Marie und sucht stets ihre Nähe. Doch beide umgibt ein Geheimnis, weshalb sie auf Wanderschaft sind und kein Heim ihr Eigen nennen. Dazu taucht ein Notar auf, der sich in den Dörfern und Städten nach Marie erkundigt. Warum? Davon berichtet diese herzerwärmende Geschichte und außerdem erfährt der Leser auch, ob ihre Märchen vielleicht sogar eine viel tiefere Bedeutung besitzen.
Eine wärmende Empfehlung für kalte Wintertage!

Bewertung vom 28.11.2025
Schnalke, Christian

Ich bin der beste Freund des Menschen


ausgezeichnet

Zauberhafte Cartoons zum Verlieben

‘Ich bin der beste Freund des Menschen‘ von Christian Schnalke wird jeden Liebhaber des geschriebenen Wortes verzaubern. Der Autor widmet sich mit seinen wunderschönen, farbigen Cartoons dem Buch im Allgemeinen und im Besonderen. Er zeigt mal auf humorvolle, mal auf nachdenklich stimmende Weise, welche Wirkung Bücher auf uns Menschen ausüben, wie sie uns begleiten, verändern, verzaubern, Wissen schenken, Nächte durchwachen lassen, die Fantasie anregen, eine ungeahnte Sogwirkung ausüben oder durch ein anziehendes Cover neugierig machen.
Beim Betrachten der liebevoll gestalteten Bilder wurde mir nicht selten ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert, immer war ich begeistert und habe mich über jedes Weitere gefreut.
Dieses Buch ist eine originelle Geschenkidee zum Fest der Liebe für alle Menschen, die sich der Literatur innig verbunden fühlen.