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Benutzername: Melisande
Danksagungen: 7 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 174 Bewertungen
Bewertung vom 25.12.2018
Flammen und Seide
Schier, Petra

Flammen und Seide


ausgezeichnet

Inhaltsangabe:
Rheinbach, 1673: Madlen ist die Tochter eines erfolgreichen Tuchhändlers und führt das Gewerbe nach einem Unfall ihres Vaters hauptsächlich alleine weiter.
Auch privat ist alles bestens, sie liebt Peter Wendt, der ebenso wie sie aus einem reichen Haus kommt schon immer und jeder wartet eigentlich nur noch darauf, dass sich die beiden das Ja-Wort geben. Allerdings kommt Lucas, ein Jugendfreud, für den sie ebenfalls große Gefühle hatte, nach Rheinbach zurück. Lucas mußte den Heimatort verlassen, da er damals der Vergewaltigung angeklagt wurde.
Inzwischen ist er jedoch Hauptmann und soll in Rheinbach einen Verräter dingfest machen. Da flammen auch die Gefühle von Lucas und Madlen wieder auf.
Doch für wen wird Madlen sich entscheiden?

Meine Meinung:
Auch mit dieser Geschichte konnte mich Petra Schier von Anfang an packen. Die Autorin hat einen sehr schönen und flüssig zu lesenden Schreibstil, die Seiten fliegen nur so dahin.
Auch für ihre Protagonisten hat sie immer ein sehr glückliches Händchen.
Madlen mochte ich von Anfang an, sie hat das Herz einfach am richtigen Fleck und daher fiel es ihr auch so schwer, sich zwischen Lucas und Peter zu entscheiden. Was ich absolut nachempfinden kann, denn beide haben eine sehr ansprechende Art, obwohl sie sich charakterlich sehr unterscheiden.
Lucas kommt aus einer ärmeren Familie und ist eher der Rebell, während Peter Madlen ein sorgenfreies Leben bieten könnte. Sie macht sich die Entscheidung wirklich nicht einfach und ich konnte ihre Gefühle absolut spüren. Aber auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz, den Lucas ist auf der Suche nach dem Verräter und zudem herrscht auch noch Krieg. Die Autorin versteht es geschickt den Spannungsbogen das ganze Buch über zu halten.

Für mich hatte die Geschichte alles, was zu einem guten Buch gehört. Ein sehr schönes Cover, eine spannende Geschichte, die den Leser nicht mehr losläßt, tolle Protagonisten und ein sehr bildhafter Schreibstil.
Auch diese Geschichte bekommt von mir 5/5 Sterne, mehr geht leider nicht und eine unbedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 21.10.2018
Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder
Schier, Petra

Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Jedes Jahr freue ich mich schon riesig auf einen neuen Weihnachtsroman von Petra Schier. Auch diesmal konnte sie mich mit Lizzy wieder restlos begeistern.
Diesmal geht es um Laura, die Weihnachten richtiggehend hasst. Und ich kann sie sogar verstehen. Das Schicksal war wirklich sehr grausam zu ihr und zudem hat sie auch noch eine unschöne Trennung hinter sich, die sie auch gleich noch den Arbeitsplatz gekostet hat.
Sie sucht sich einen neuen Job und landet bei Justus und seiner Familie, die zwei Hotels besitzen und zu denen eine West-Highland-Terrierhündin namens Lizzy gehört.
Und hier wird Familie noch groß geschrieben. Doch ob und wie sie es schaffen, Laura umzustimmen, müßt Ihr selber lesen,

Die Autorin hat wieder wunderbare Charaktere erschaffen. Laura galt meine ganze Sympathie. Ich habe sie sehr bewundert, wie sie ihr Leben nach solch einem Schicksalsschlag gemeistert hat.
Auch Justus angenehme Art hat mir sehr gut gefallen. Sein Einfühlungsvermögen tut Laura einfach gut. Überhaupt möchte man sofort ein Teil dieser tollen Familie sein.
Aber wer wirklich jedes Herz zum Schmelzen bringt, ist die Hundedame Lizzy. Ich jedenfalls würde Lizzy sofort adoptieren, ihre Kommentare waren einfach so süß und immer passend.

Petra Schier hat mich schon richtig in Weihnachtsstimmung versetzt, die Geschichte verbreitet eine absolute Wohlfühlatmosphäre und ich habe mir beim Lesen extra Zeit gelassen, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte endet.
Ich vergebe 5/5 Sterne und möchte die Geschichte unbedingt weiter empfehlen.

Bewertung vom 13.08.2018
Die englische Hebamme
Gregson, Julia

Die englische Hebamme


gut

Normalerweise liebe ich Romane über Indien und deren Einwohner. Da ich selber noch nie dort war, lasse ich mich gerne dahin entführen.
Dies ist der Autorin auch durchaus gelungen, daher vergebe ich 3 Sterne. Julia Gregson beschreibt das Land und die Kultur so wunderbar, ich hatte die schönsten Bilder vor Augen.
Der Schreibstil ist flüssig, ich fühlte mich gut in die damalige Zeit versetzt und bewunderte Kits Mut, einen Inder zu heiraten, was ja damals eigentlich überhaupt nicht ging. Ebenso den Aufbau der Geburtsklinik fand ich sehr interessant.
Da das Buch aber über 600 Seiten hat, muß dem Leser schon einiges geboten werden, damit es nicht langatmig wirkt.
Das war dann bei mir leider der Fall und ich mußte mich echt zwingen, durchzuhalten. Ein Buch muß nicht immer spannend sein, ich mag es auch gerne, wenn es ruhiger zu geht. Aber hier plätschert die Handlung leider nur noch vor sich hin und dafür ist es eben zu dick.

Bewertung vom 10.08.2018
Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
Douglas, Claire

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit


ausgezeichnet

Inhaltsangabe:
Francesca und Sophie wachsen zusammen in einer Kleinstadt auf und sind unzertrennlich und beste Freundinnen. Doch eines Nachts verschwindet Sophie spurlos. Achtzehn Jahre später findet man aufeinmal Leichenteile einer Frau. Daniel, Sophies Bruder bittet Frankie, die inzwischen in London wohnt, zurückzukommen und ihm bei der Identifizierung beizustehen.
Beide glauben sie nicht an einen Unfall und beginnen zusammen nachzuforschen, was damals wirklich geschah.....

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich nicht so die Thriller Leserin. Doch hier hat mich der Klappentext auf Anhieb neugierig gemacht. Ich wurde auch nicht enttäuscht, im Gegenteil, die Geschichte konnte mich so packen, dass ich das Buch innerhalbe 3 Tagen verschlungen habe.
Und das obwohl mir Frankie nicht mal sympathisch war. Sie ist sehr egoistisch, besitzergreifend und will ständig im Mittelpunkt stehen.
Sophie, die wir in Rückblicken kennenlernen, mochte ich dagegen sehr. Sie tat mir leid, weil sie ständig im Schatten von Frankie stand. Frankie war schon immer sehr gutaussehend, weshalb sich die Jungs meistens in sie verliebten. Und gerade weil ich Sophie so mochte, war es natürlich umso interessanter, ob sie ermordet wurde und wer es war.
Ich hatte auch schon ziemlich schnell eine Vermutung, wie es gewesen sein könnte, womit ich auch teilweise recht hatte. Doch mit dem Schluß hätte ich so niemals gerechnet, die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu führen.
Ich fand die Nachforschungen von Frankie und Daniel jedenfalls ziemlich spannend und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Missing hat mir das Genre Thriller auf alle Fälle näher gebracht.

Für so eine spannungsgeladene Geschichte, mit tollen Charakteren und vielen unerwarteten Wendungen vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und empfehle das Buch weiter.

Bewertung vom 06.08.2018
Die Stunde des Schicksals / Die Lytton Saga Bd.3
Vincenzi, Penny

Die Stunde des Schicksals / Die Lytton Saga Bd.3


ausgezeichnet

Inhaltsangabe:
London 1953: Der zweite Weltkrieg ist vorbei und bei den Lyttons ist der normale Alltag wieder eingekehrt. Doch da verkündet Celia ein Jahr nach Oliver`s Tod, dass sie wieder heiraten wird und sich aus den Tagesgeschäften im Verlag zurückziehen wird.
Ein weiteres Jahr später, möchte sie dann ihre Anteile unter den Kindern verteilen.
Celias Kinder sind geschockt, sie sind nicht nur über die schnelle Heirat entsetzt sondern stehen nun auch vor der großen Herausforderung, wie im Verlag alles weitergehen soll.....

Meine Meinung:
Da die ersten beiden Bände 5 Sterne Bücher für mich waren, war ich natürlich sehr auf den Abschlußband gespannt. Und in diesem dritten Band hat es Penny Vincenzi nochmals geschafft, sich zu steigern.
Auf diesen 800 Seiten passiert soviel, dass ich gar nicht zuviel verraten möchte, um nicht zu spoilern. Aber die Seiten sind gespickt mit Machtkämpfen, Intrigen, aber auch mit Nächstenliebe und Verzeihen können.
Mir sind die Lyttons jedenfalls sehr ans Herz gewachsen, ich fand es sehr interessant, einiges über das Verlagswesen zu erfahren und besonders gefiel mir die Wandelbarkeit der Protagonisten.
Gerade Celia, die mir im ersten Band so sympathisch war, im zweiten war sie mir viel zu herrisch, doch in diesem Band konnte sie mich wieder absolut begeistern. Alle machen enorme Verwandlungen durch und dadurch wirkt die Geschichte auch so authentisch. Und ich finde es auch sehr bewundernswert, eine Trilogie zu schreiben, wo jeder Band nicht nur an die 800 Seiten hat sondern auch gleichbleibend stark ist.
Leider ist die Autorin Anfang dieses Jahres verstorben, ich hätte so gerne noch viel mehr von ihr gelesen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für die ganze Trilogie zumal auch noch die Cover wunderschön gestaltet sind und ein einheitliches Bild ergeben.

Bewertung vom 25.07.2018
Möwenherz
Bojsen, Karen

Möwenherz


ausgezeichnet

Inhaltsangabe:
Ebba ist die Managerin des Stargeigers Jona Bennett, der ein Burn-Out erleidet. Da Ebba gerade auf dem Weg an die Nordseeküste zur Beerdigung ihrer Großmutter ist, nimmt sie Jona kurzerhand mit.
Nach der Beerdigung erfährt Ebba, dass sie ein Kapitänshaus samt Museum geerbt hat.
Doch wie soll dieses Erbe in ihr unstetes Leben passen? Schließlich will sie weiter mit Jona auf Reisen gehen.
Doch Jona kann mit dem Museum durchaus was anfangen. Sofort fühlt er sich an der Nordseeküste sehr wohl und merkt erst dort, dass sein Burn-Out schlimmer als erwartet ist.
Doch dann begegnet Ebba Finn, ihrer großen Liebe aus Kindertagen.....

Meine Meinung:
Karen Bojsen hat einen wunderschönen, sehr flüssigen Schreibstil, der mich von Anfang an in der Geschichte versinken ließ.
Sie wird abwechselnd aus der Sicht von Ebba, Jona und Finn erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. So bleibt die Geschichte bis zum Schluß ohne Längen spannend und ich war gespannt, für wen sich Ebba entscheidet.
Ich mochte alle drei Hauptprotagonisten sehr gerne, obwohl mir Ebba manchmal sehr hartherzig und selbstmitleidig erschien.
Auch Finn erscheint zunächst als Frauenheld und Jona führt ein sehr ausschweifendes Leben im Luxus, doch haben sich für mich alle zu ihrem Vorteil weiterentwickelt.
Die Autorin scheint auch sehr Tierlieb zu sein, was bei mir immer einen Extrastern gibt. So hat der Hund Otto mein Herz im Sturm erobert und ich fand gut, dass Karen Bojsen als Hauptthema das weitverbreitete Walsterben behandelt.
Ich fühlte mich vom Anfang bis zum Schluß gut unterhalten, vergebe wohlverdiente 5 Sterne und möchte das Buch sehr gerne weiterempfehlen.

Bewertung vom 13.07.2018
Good as Gone
Gentry, Amy

Good as Gone


sehr gut

Inhalt:
Juli wurde im Alter von 13 Jahren direkt aus ihrem Elternhaus entführt. Die Suchaktionen der Polizei brachten leider keinerlei Hinweise, sodass der Fall irgendwann zu den Akten gelegt wurde.
Doch nach acht Jahren taucht Julie wieder auf und die Familie kann ihr Glück kaum fassen.
Julie lebt sich auch schnell wieder ein. Doch dann erhält ihre Mutter Anna geheime Informationen eines Privatdetektives über den Entführungsfall.....

Meine Meinung:
Zu Beginn der Geschichte ist man gleich mitten im Geschehen. Julie wird von zu Hause entführt und ihre Schwester Jane beobachtet alles vom Schrank aus indem sie sich versteckt. Ihre Schwester gibt ihr ein Zeichen, sich ruhig zu Verhalten.
Doch genau dieses Verhalten kreidet Anna Jane an und diese macht sich schwere Vorwürfe, warum sie nicht um Hilfe gerufen hat.
Es ist auch sehr interessant zu lesen, wie die Eltern damit umgehen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Mutter und Julie erzählt. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke mit anderen Personen, die leider den Lesefluß etwas stören.
Trotzdem habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, es ist sehr emotional zu lesen, wie jeder mit der Situation umgeht und sich viele Fragen stellt. Wer ist der oder die Entführer? Warum? Lebt Julie überhaupt noch?
Auch Julie stellt sich Fragen, warum sie ihre Eltern gefunden hat und nicht andersrum?
Ich möchte die Geschichte sehr gerne weiterempfehlen, sie ist durchweg spannend und man kann das Buch kaum zur Seite legen, will man doch wissen, wie sich alles aufklärt.

Bewertung vom 13.07.2018
Der kleine Brautladen am Strand / Brautladen Bd.1
Linfoot, Jane

Der kleine Brautladen am Strand / Brautladen Bd.1


gut

Inhalt:
Nach einer gescheiterten Beziehung, bietet Poppys Freundin ihr die Wohnung über ihrem Brautladen mietfrei an. Sie muß dazu nur ihre berühmten Torten backen und ab und zu im Laden aushelfen.
Zu allem Übel springt dann auch noch die Hochzeitsplanerin ihrer Freundin ab und Poppy stimmt zu, die ganze Hochzeit auszurichten.....

Meine Meinung:
Angesprochen haben mich hier das wunderschöne Cover und der Klappentext.
Leider muß ich sagen, dass ich hier doch etwas enttäuscht wurde, denn der Brautladen spielt nur eine nebengeordnete Rolle.
In der Hauptsache geht es um die Hochzeit, die auf dem Bauernhof des sehr mürrischen Farmers Rafe ausgerichtet werden soll. Und Rafe ist wirklich sehr wankelmütig, sodass ich am liebsten öfters ins Buch gesprungen wäre, um ihn mal richtig zu schütteln.
Bei Poppy war ich etwas zwiegespalten, einerseits mochte ich sie, denn sie tat mir sehr Leid, wie sie von ihrem Ex behandelt wurde, keinerlei Selbstbewußtsein mehr hatte und auch die Geschichte um ihr Brautkleid fand ich sehr traurig. Da war es schön zu lesen, wie sie nach und nach immer mehr aus ihrem Schneckenhaus herauskommt. Doch war sie mir aber auch oft zu mürrisch.
Aber insgesamt war die Geschichte schön zu lesen, der Schreibstil ist sehr locker und leicht und als leichte Lektüre für zwischendrin kann ich das Buch durchaus empfehlen.

Bewertung vom 13.07.2018
Ein Himmel voller Bücher
Meyerson, Amy

Ein Himmel voller Bücher


sehr gut

Inhalt:
Miranda und ihr Onkel Billy hatten schon immer ein sehr inniges Verhältnis. In den Ferien war sie oft in seiner Buchhandlung, er hat ihr viel vorgelesen und hat ihr schon immer gerne Rätsel aufgegeben.
Doch eines Tages, nach einem schlimmen Streit mit ihrer Mutter, verschwindet Billy spurlos.
16 Jahre später erfährt Miranda vom Tod ihres Onkels und dass er ihr die Buchhandlung vererbt hat. Dann erreicht sie auch noch ein neues Rätsel.....

Meine Meinung:
Mirandas Mutter hat um das Verschwinden ihres Bruders schon immer ein großes Geheimnis gemacht. Immer wenn Miranda darauf zu sprechen kam, blockten sie und auch ihr Vater sofort ab.
Daher hofft Miranda durch das neue Rätsel, welches sie nach Billys Tod erreicht hat, der Wahrheit auf den Grund zu kommen.
Doch sie versucht nicht nur hinter das Familiengeheimnis zu kommen, sie muß auch noch die Buchhandlung vor dem Ruin retten.
Als Kind liebte ich auch Schnitzeljagden und fand die Idee daher sehr toll. Es hat mir auch großen Spaß gemacht, mit Miranda die Rätsel nach und nach zu lösen, jedoch wurde die Geschichte mit der Zeit dann etwas langatmig für mich.
Allerdings hat mir dann wieder sehr gut gefallen, wie sie mit ihren Mitarbeitern alles versucht und um die Buchhandlung kämpft. Hier spürt man richtig die gemeinsame Buchliebe, die sie immer noch mit Billy verbindet.
Der Schreibstil ist sehr schön flüssig und einige in der Geschichte genannten Buchtitel werde ich mir bestimmt besorgen.
Auch das wunderschöne Cover möchte ich zum Schluß noch lobend erwähnen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Geschichte trotz einiger Längen sehr schön zu lesen ist und ich sie durchaus weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 03.07.2018
Die Lichter von Paris
Brown, Eleanor

Die Lichter von Paris


ausgezeichnet

Auf dieses Buch bin ich durch das wunderschöne melancholische Cover aufmerksam geworden. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wußte ich, ich muß das Buch lesen. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich liebe Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen.
Zum einen haben wir Madeleine, die mit einem sehr erfolgreichen Mann verheiratet ist, eigentlich alles hat, nicht arbeiten muß, aber trotzdem unglücklich ist. Was ich auch sehr gut nachempfinden konnte, denn sie lebt ihr Leben nur nach den Vorstellungen ihres Mannes. Der bestimmt, wie sie sich zu kleiden hat, was sie essen darf, welche Hobbies sie haben darf und bestimmt auch über die Einrichtung der Wohnung.
Hier läßt Madeleine sich wirklich viel gefallen und ich wäre oft am liebsten ins Buch gehüpft und hätte sie geschüttelt, dass sie sich doch bitte mal wehren soll.

Auf dem Dachboden im Haus ihrer Mutter findet sie Tagebücher ihrer Großmutter Margie und wundert sich, dass diese anscheinend mal eine lebenslustige und selbstbewußte Frau war. Auf Madeleine wirkte ihre Großmutter stets sehr kühl und reserviert.
Auch Margie war nicht immer glücklich, sie fühlte sich von ihren Eltern bevormundet und keiner brachte Verständnis dafür auf, dass sie leidenschaftlich gerne schreiben wollte. Sie möchte ihrem Elternhaus gerne entfliehen und reist daher mit ihrer Cousine durch Europa und erlebt einen wundervollen Sommer.

Was für eine tolle Geschichte, die mich von der ersten Zeile an gefesselt hat! Eleanor Brown hat einen sehr lockeren, flüssigen und bildhaften Schreibstil, der mir die Charaktere richtig nahe bringen konnte. Ich konnte mich nicht entscheiden, welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat. Voller Emotionen habe ich den Weg der beiden verfolgt und war natürlich gespannt, wie das Leben der beiden weiterverläuft und ob sie sich ihre Träume erfüllen konnten.

Ich kann die Geschichte nur jedem ans Herz legen, sie macht nachdenklich, zeigt aber auch, dass man nie aufgeben soll und an seinen Träumen festhalten sollte.