Dies ist der dritte Band von Bodo Mansteins Hamburger-Krimi rund um Erik Van der Kolk.
Vor ab, ich habe die ersten beiden Teile nicht bzw besser gesagt noch nicht gelesen, daher fehlte mir zwischendurch vielleicht etwas Hintergrundwissen, allerdings konnte ich dem Krimi trotzdem folgen.
Zwei Morde, brutal und das Mitten in Hamburg. Erik von der Kolk wird schnell mit den Fällen betraut und Erik zieht Verbindungen zur italienischen Mafia und zu einem Cold Case der Erik seit Jahren beschäftigt.
Ich bin sehr gut in das Buch gestartet und der Schreibstil lässt sich hervorragend lesen, sehr flüssig und bildlich.
Auch die Protagonisten fand ich sehr interessant und abwechslungsreich beschrieben.
Der Fall war total spannend geschrieben immer wieder wurde die Spannung neu aufgebaut und zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Krimi.
Die anderen beiden Vorgängerbände werde ich auf jeden Fall auch noch lesen.
Die verlassene Tochter ist der sechste Teil von Soraya Lanes Serie, Der verlorenen Töchter.
In dieser Geschichte steht Rose im Vordergrund. In ihrer Box ist eine kleine Pferdefigur und ein Stück Seide.
Diese Hinweise führen Rose auf eine Poloranche nach Argentinien. Benjamin hilft Rose die Geschichte ihrer Urgroßmutter näher kennenzulernen.
Auch in diesem Roman gelingt es Soraya Lane wieder die Landschaft und argentinische Gegebenheiten einzufangen und wieder zu geben bzw. diese lebendig werden zu lassen.
Was mich etwas gestört hat, war der Klassiker Tochter aus Gutem Hause verliebt sich in Sohn des Stallknechts, die Geschichte wurde dann aber auch sehr bewegend erzählt. Beim Lesen musste ich feststellen, dass einige Zeitangaben nicht passen., so war Valentina auf einmal Volljährig, allerdings war man in Argentinien lange Zeit erst mit 21 Volljährig, das passte mit meinen Rechnungen nicht. Sowas finde ich tatsächlich immer total ärgerlich.
Ich frage mich, hat die Autorin schlecht recherchiert oder ist dies ein Übersetzungsfehler?
Trotzdem eine gute Fortsetzung und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.
Glimmende Himmel ist bereits zweite Band, der Reihe "Die Fasern der Welt" von Lisa Scott,
June ist in die Industriestadt Bradford gegangen,um dort in einer Spinnerei Geld für ihre kranke Schwester zu verdienen. Dort erlebt June die Realität,sie beginnt Aufklärungsartikel zur Vermeidung von Krankheiten zu schreiben.
Ich bin total in den Bann gezogen Lia Scott schreibst malerisch schön und bringt gleichzeitig die Realität knallhart auf dem Punkt.
Ich finde es total erschreckend, wie Elend und Fortschritt so dicht zusammen liegen.
Besonders beeindruckt bin ich von der Hauptprotagonistin der jungen June Barlow, sie ist ein bisschen wie Mutter Theresa. Denn am liebsten würde June jedem helfen.
So eine ganz klare Leseempfehlung von mir und zwar nicht nur für Liebhaber Historischer Romane, sondern man taucht als Leser auch tief ein, in eine Welt voller gesellschaftlicher Herausforderungen.
Imitten der Ruinen von Eimsbüttel findet sich eine ungewöhnliche Notgemeinschaft im Keller der ehemaligen Schauspielerin Friede Wahrlich.
Im Mittelpunkt steht die ehemalige Schauspielerin Friede Wahrlich, die ihren Keller zur Notunterkunft macht. Dort treffen zwei jugendliche Waisen aufeinander: die junge Gisela und der 16-jährige Gert, beide entwurzelt und traumatisiert. Zusammen mit Friede und ihrer Garderobiere Marta bilden sie eine unwahrscheinliche Notgemeinschaft.
Carmen Korn schildert meisterhaft, wie diese Gruppe von Fremden in der totalen Zerstörung eine Art Ersatzfamilie gründet. Die täglichen Kämpfe um Holz, Essen und Wohnraum sind realistisch dargestellt, doch die wahre Stärke des Buches liegt in der Menschlichkeit, die in dieser Extremsituation erblüht. Es ist die Geschichte von kleinen Siegen, leisen Freuden und der unglaublichen Fähigkeit, nach vorne zu blicken, selbst wenn die Vergangenheit schwer wiegt.
Der Stil ist typisch Korn: klar, flüssig und frei von unnötiger Sentimentalität. Sie schafft es, die Härten der Nachkriegszeit greifbar zu machen, ohne den Leser zu erdrücken. Die Charaktere sind liebevoll und authentisch gezeichnet; man fühlt sich sofort als Teil dieser Keller-Gemeinschaft.
"In den Scherben das Licht" ist ein emotionaler, hoffnungsvoller und tief menschlicher Roman, der das Herz wärmt. Er erinnert uns daran, dass wahre Familie oft dort entsteht, wo Menschen einander Halt geben, und dass selbst im tiefsten Winter das Licht eines neuen Anfangs wartet. Ein wunderschönes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte!
Aufgeben können die anderen von Lena Johannson gehört zu der neuen Reihe "Sternstunde der Frauen".
Lena Johannsen schreibt von Alice, sie lebt in Paris; 1918. Alice ist begeisterte Sportlerin. Sie will Frauen helfen Leistungssport zu betreiben. Dabei stößt Alice auf viele Kritiker, doch die junge Frau erhält auch Unterstützung. Sie gründet einen Frauensportverband und ihr Ziel ist 1920 die Olympischen Spiele für Frauen zu eröffnen.
Mich hat dieser Roman von Lena Johannson tief bewegt. Alice, die versucht ihren Weg zugehen, ohne sich dabei von den Urteilen anderer beeinflussen zu lassen.
Der Schreibstil ist fesselnd, ich war sehr schnell direkt in der Geschichte und konnte mich mit Alice identifizieren. Eine Mischung aus Selbstverwirklichung und Selbstzweifel machen nachdenklich, aber fesseln auch.
Mich hat dieser Roman sehr nachdenklich gestimmt und auch eine klare Botschaft gegeben, sich nicht immer von äußeren Druck und Erwartungen beeinflussen zu lassen, sondern eigene Wege zu gehen.
Lena Johannson hat es geschafft, in einer erzählerisch klaren, vielschichtigen Weise eine Geschichte zu schreiben,die zum Reflektieren und Umdenken einlädt.
Dies ist der zweite Teil der Lindt & Sprüngli Saga von Lisa Graf.
1863, Rudolphe Lindt wird fast von einer Kutsche überfahren, ein Blumenmädchen rettet ihn. Rudolophe Lindt bricht die Schule, sehr zu Leidwesen seines Vaters, den angesehenen Aoptheker. Rudolphe geht zu Verwandtschaft Kohler, die bereits Schokolade herstellen, den dies ist seiner größter Traum, selber Schokolade herzustellen.
Wieder zurück in Bern findet er eine geeignete Halle, um dort mit der Herstellung seiner Lindt Schokolade zu beginnen.
Auch dieser Roman wird wieder sehr detailreich und bildlich aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt. Wobei in diesem Band mehr Einblicke in die Familie Lindt gewährt werden.
Ich lese den Schreibstil von Lisa Graf sehr gerne, so ist es mir auch jedesmal schwer gefallen den Roman aus der Hand zu legen. Spannung zieht sich durch den gesamten Roman, so dass man unbedingt verfolgen will wie es Rudolophe klingt, auf schwierigen Weg seine Schokolade herzustellen.
Anfangs bin ich auch mit dem Charaktere Rudolophe nicht Recht warm geworden, doch dies wurde im Laufe der Geschichte immer besser, fast schon hätte ich gesagt, das Leben hat ihn geformt.
Ein toller Roman, eine ganz klare Leseempfehlung von mir. Nun heißt es warten auf den nächsten Herbst und somit auf den dritten Band.
Dieser Roman wird in zwei Zeitfomen erzählt. Zum einen 1936 Clara und Daniel sind ineinader verliebt. Spanien steht kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs. . Viele glauben nicht, dass ein Putschversuche etwas bringen wird. Clara ist in alarmbereitschaft, als Daniel spurlos verschwidnet.
2019 lernt der Leser die Marina kennen. Marina soll über die Exhumierung von Franco berichten. SIe ist Fernsehrreporterin. Marinas Großmutter Clara erfährt davon und erzählt die lang gehüttete Familiengeschichte.
Ich hatte bislang noch nichts über Spanien in dieser Zeitepoche gelesen und habe viel neues aus dieser Geschichte mitgenommen, für mich war es nochmal eine richtige Geschichtsstunde.
Eine zu tief bewegende Familien- und Liebesgeschichte ist es Astrid Töpfner gelungen zu schreiben.
Ich habe anfangs etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Es wurde dann immer besser, doch zeitweiße fehlt mir etwas der Lesefluss.
Auch die Protagonisten waren mir anfangs etwas schwer zugänglich. Aber auch dies wurde besser.
Dies ist der erste Band der "Die Fasern der Welt" Serie von Lia Scott.
1868, Yorkshire, June und ihre beiden SChwestern wachsen in Craven Dales auf. Die Mutter der drei Mädchen ist früh verstorben, der Vater, Pfarrer, hat sich jedoch nach dem Tot seiner Frau zurückgezogen. Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. June hilft ihrer Tante Elizam die als Heilerin und Hebamme den Menschen hilft. Doch als Junes SChwester an der Schwindsucht erkrankt. Zieht June nach Bradford, um dort in einer Spinnerei Geld zu verdienen. In der englischen Stadt trifft June auf Franky, einen Iren, den June aus ihrer Heimat kennt. Franky trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.
Ich habe mich auf diese neue Serie von Lia Scott sehr gefreut, ich lese den Schreibstil sehr gerne und auch diese Serie verspricht interessant zu werden, ich wurde also nicht enttäuscht.
Auch in diesem Roman beschreibt die Autorin die Landschaft wieder sehr ansehnlich, so dass ich ständig das Gefühl habe schon einmal dort gewesen zu sein. Auch die Personenbeschreibungen sind sehr detailliert. Ich konnte von der ersten Seite direkt in die Geschichte und das Leben von June und ihren Schwestern abtauchen. Interesant, spannend und mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Lia Scott die Geschichte von June.
Sehr gut haben mir auch die Schwestern mit den unterschiedlichen Charakteren gefallen. Die Erzählungen waren sehr detailliert alle, jedoch ohne ein unnützes "Geplänkel",sowie ich es bereits aus den anderen Romanen von Lia Scott kenne.
Mit Der Wind von Yorkshire ist Lia Scott wieder ein hervorragender Serien Auftakt gelungen. Ich bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Schon zu meiner Zeit war der Regenbogenfisch eines meiner Lieblingsbücher. Auch unser Sohn liebt die Bücher mittlerweile sehr. Ich finde es schön, wie es Marcus Pfister gelungen ist, diesen kleinen Fisch über Generationen weiter leben zu lassen.
Den in diesem neuen Abenteuer des Regenbogenfisch vermittelt Marcus Pfister sehr kindgerecht, spielerisch eine tiefgründige Botschaft. Den das sehr beschauliche Leben des kleinen Regenbogenfisch und seinem Schwarm nimmt ein abruptes Ende. Als auf einmal Unruhe im Meer entsteht, bleibt auch der Schwarm des Regenbogenfisch nicht verschont und wird von einem Netz gefangen. Doch als Schwarm, zusammen mit Hilfe, schaffen die Freunde es, sich aus den Fängen des Netzes zu befreien.
Zu diesem sehr sensibelen und vor allem auch aktuellen Thema, die hier sehr schön für die Kinder beschrieben werden und zusätzlich noch durch die wunderschönen Illustrationen dargestellt und vor allem verdeutlicht werden, werden die Kinder direkt spielerisch an die Achtsamkeit für die Natur und Umwelt rangeführt. Zudem vermittelt das Buch sehr schön, sich Herausforderungen zustellen und ganz wichtig, zusammen zuhalten, ein ander zu helfen, den so ist man Stärker.
Marcus Pfister gelingt es so über Generationen schon den Kleinen komplexe Themen möglichst gerecht, näher zu bringen. Ohne groß drum rum zu erzählen, so dass es langweilig wird. Nein, das Buch hat genau die Richtige Länge und bringt das Thema gut auf den Punkt.
Wir lieben das Buch und freuen uns auf ein weiteres Abenteuer von dem bekanntesten Fisch.
Zwei Schwestern, die Unterschiedlicher nicht sein können.
Jella ist aus Berlin nach Sylt zurückgekehrt, um den Wunsch ihrer totkranken Mutter zu folgen. Sie soll zusammen mit ihrer Schwester Clara ein Fest für das 50-jährige bestehen des Restaurants organisieren. Doch schon bei der Planung stoßen die Schwestern auf Differenzen.
Jella zog es nach Berlin dort arbeitet sie in Tänzerin und führt ein schillerndes Leben. Clara ist auf Sylt geblieben, sie will es ihrer Mutter und ihrem Ehemann, den Bürgermeister von Sylt recht machen. So kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden Schwestern.
Der Autorin ist hier eine tolle Geschichte gelungen, die Schilderungen wirken glaubwürdig, ohne besonders viel zu übertrieben Drama ist die Geschichte doch spannend und interessant geschrieben. Sie wirkte auf mich echt und authentisch ohne viel zu überziehen.
Auch Protagonisten machen einen authentischen und lebendigen Eindruck. Ein toller Auftakt.
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