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Lucialiest
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Wiesbaden

Bewertungen

Insgesamt 34 Bewertungen
Bewertung vom 11.01.2026
Collins, Tessa

Die Magnolientochter / Die Blumentöchter Bd.4


ausgezeichnet

Ich habe mich sehr auf diesen Band gefreut, denn „Die Magnolientochter“ ist bereits der vierte Teil der Blumentöchter Reihe.

Diesmal geht es um Magnolia, die in London lebt, sich stark für den Umweltschutz engagiert und für ihr eigenes Leben eigentlich einen klaren Plan hat. Doch als sie zufällig auf Hinweise aus der Vergangenheit stößt, beginnt sie, ihre Familiengeschichte zu hinterfragen. Besonders die Beziehung zu ihrer Mutter wirft viele Fragen auf und genau diese führen Magnolia schließlich auf eine Reise nach Neuseeland.

Der Schreibstil ist angenehm einfach und flüssig, sodass ich sehr schnell in der Geschichte angekommen bin. Man fliegt förmlich durch die Seiten und möchte immer weiterlesen. Besonders schön fand ich, wie bildhaft die Landschaft, Flora und Fauna Neuseelands beschrieben werden, das sorgt für echtes Fernweh und man fühlt sich beim Lesen direkt dorthin versetzt.

Auf ihrer Reise erfährt Magnolia nach und nach mehr über ihre familiären Wurzeln, alte Geheimnisse kommen ans Licht und sie beginnt, vieles aus der Vergangenheit besser zu verstehen. Dabei macht sie eine tolle persönliche Entwicklung durch, wird mutiger, selbstbewusster und wächst über sich hinaus. Diese Entwicklung mitzuerleben, hat mir besonders gut gefallen.

Für mich ist „Die Magnolientochter“ ein gefühlsvoller, emotionaler Familienroman, der Themen wie Herkunft, Identität, Familie und Liebe miteinander verbindet. Die Geschichte erinnert vom Aufbau her ein wenig an Die sieben Schwestern, hat aber dennoch ihren ganz eigenen Charme.

Ein wunderschönes Buch mit einer starken Hauptfigur, viel Gefühl und einer tollen Atmosphäre. Perfekt für alle, die Familiengeschichten lieben und beim Lesen gerne in ferne Länder eintauchen. Eine klare Leseempfehlung von mir 💕

Bewertung vom 29.12.2025
Thora, Sophia

Smart & Steady - Erfolgreich sein, ohne sich zu verbiegen


ausgezeichnet

Das Buch hat ein sehr modernes, cleanes und übersichtliches Design mit unterteilten Kapiteln und Farbverläufen die zusätzlich zum Inhalt Lust auf mehr machen.

Wie das Cover schon verrät, geht es inhaltlich darum, erfolgreich zu sein, ohne sich zu verbiegen und die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und bewusst zu setzen.

Die Autorin hat jahrelange Erfahrung als Live Coach und zeigt auf, wie wichtig es ist, sich in erster Linie mit sich selbst zu beschäftigen, um zu herauszufinden, welche individuellen Ziele zur eigenen Persönlichkeit passen.

Die Persönlichkeitsanalyse zeigt, welche Gewohnheiten einem am besten in die Karten spielen. Mit genügend Achtsamkeit und Mitgefühl kann man Bedürfnisse und Lebensziele herauskristallisieren und in kleinen Schritten angehen. In dem Buch werden tolle Werkzeuge mit an die Hand gegeben, um bei dieser Reise begleitet zu werden. Nach der Analyse werden gemeinsam Ziele gesetzt.

Mir gefällt der einfache Schreibstil und der Aufbau mit authentischen und persönlichen Beispielen. Der therapeutische Ansatz gepaart mit der Selbstreflektierenden Yoga Philosophie ist zeitgemäß, positiv und ansprechend. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen!

Bewertung vom 25.11.2025
Science Busters

Aus! Die Wissenschaft vom Ende


ausgezeichnet

Die Science Busters beschreiben in dem Buch unterschiedliche Facetten des Endes. Es geht um das Ende des Universums, das Ende des Lebens aber auch Dinge, die scheinbar nie aufhören wollen.

Es werden aktuelle Themen durchgesprochen, und Gesellschaftskritik reflektiert wie zum Beispiel die Klimakrise. Es gibt auch ein Kapitel zu Long Covid. Als Betroffene habe ich aus diesem Grund sofort Interesse gehabt und das Buch gelesen. Außerdem werden Verschwörungstheorien, Atommüll und andere aktuelle Trends thematisiert und sarkastisch und humoristisch aufgegriffen.

Das Buch liest sich wie ein wissenschaftliches Kabarett und es ist unglaublich unterhaltsam. Mich hat besonders die Leichtigkeit beeindruckt in der komplexe und existenzielle Fragen beantwortet werden. Gleichzeitig werden viele Denkanstöße und kritische Betrachtungen mitgegeben.

Ich finde das Buch sehr zeitgemäß und absolut lesenswert! Ich habe schon einige im Bekanntenkreis, die dieses Buch ebenfalls lesen dürfen. Es ist ist eine mutige, kluge und unterhaltsame Auseinandersetzung mit einem Thema, das uns alle betrifft.

Wenn ihr Lust auf Wissenschaft mit Witz habt und ein wenig philosophieren möchtet, seid ihr damit richtig.

Bewertung vom 16.10.2025
Becker, Boris

Inside


gut

Im Buch Inside gibt Boris Becker einen schonungslosen Einblick in eine der schwierigsten Phasen seines Lebens – seine Zeit im Gefängnis. Er schildert den Alltag hinter Gittern, die strengen Routinen, die Begegnungen mit Mithäftlingen und die psychischen Herausforderungen, die mit der plötzlichen Isolation einhergehen. Gleichzeitig blickt Becker auf seine Vergangenheit zurück: seine Erfolge als Tennisstar, die Fehler, die er gemacht hat, und die Umstände, die schließlich zu seiner Verurteilung führten. Das Buch ist geprägt von ehrlicher Selbstreflexion und dem Versuch, aus der Krise neue Stärke zu schöpfen. Es gibt auch einige Briefe, die er im Gefängnis erhalten hat und private Fotos von ihm und seiner Familie bzw. Freunden.

Ich fand das Buch sehr interessant, besonders wegen der ungefilterten Einblicke in das Gefängnisleben. Ebenso haben mich die persönlichen Reflektionen und Gedanken von Boris Becker abgeholt– man spürt, dass er sich intensiv mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Inside ist nicht nur ein Promi-Buch, sondern ein nachdenkliches und bewegendes Zeugnis über Demut und Neuanfang.

Bewertung vom 09.09.2025
Konishi, Masateru

Die Bibliothek meines Großvaters


ausgezeichnet

Das Cover wirkt ruhig und gleichzeitig geheimnisvoll – perfekt für die Geschichte, die sich darin verbirgt.

Im Mittelpunkt steht eine Frau, die an einer Grundschule arbeitet und regelmäßig ihren Großvater besucht. Dieser lebt zuhause, wird gepflegt und hat trotz seiner Demenz an manchen Tagen eine erstaunliche Klarheit. Besonders faszinierend ist seine Gabe, Puzzleteile und Rätsel zusammenzusetzen. So kommt es, dass die beiden sich ihre Treffen mit kleinen Aufgaben versüßen. Parallel dazu lernt sie durch einen Kollegen einen Freund kennen, der ungewöhnlich ist, aber vieles mit ihr gemeinsam hat.

Doch während die Frau im Alltag eigentlich Sicherheit sucht, taucht plötzlich ein Stalker auf. Mit Hilfe seiner besonderen Gabe erkennt der Großvater schließlich, wer wirklich dahintersteckt – kann er die Person aufhalten oder hindert ihn die Krankheit? Diese Kombination aus familiärer Wärme, alltäglicher Nähe und unterschwelliger Bedrohung hat mich von Anfang an gefesselt.

Besonders gelungen fand ich die Verbindung von Familiengeschichte und spannender Wendung. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, und die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater wirkt sehr authentisch und berührend. Gleichzeitig sorgt die Stalker-Handlung dafür, dass die Geschichte nicht nur ruhig, sondern auch packend bleibt.

Ein Buch, das Herz und Spannung vereint – für mich absolut empfehlenswert ❤️

Bewertung vom 11.08.2025
Runcie, Charlotte

Standing Ovations


sehr gut

Das Cover ist schlicht, aber wirkungsvoll und der Titel hat mich sofort neugierig gemacht. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und trotzdem tiefgründig, sodass ich schnell in die Geschichte eingetaucht bin.

Die Handlung dreht sich um Hayley, eine Künstlerin, die nach einer durchfeierten Nacht feststellt, dass der Mann, Alex, mit dem sie diese verbracht hat, ihre Show mit einer vernichtenden Kritik abgestraft hat. Statt sich davon unterkriegen zu lassen, macht Hayley daraus ein öffentliches Event und verändert ihre Show, so dass ihre Erfahrung mit Alex der neue Inhalt ist.

Besonders spannend fand ich die Themen, die der Roman aufgreift: Macht und Willkür in der Kunstszene, die Frage, wer eigentlich darüber bestimmt, was als „wertvoll“ gilt, und ob es gerecht ist, dass Kritiker so großen Einfluss haben, dass sie ganze Karrieren zerstören oder aufbauen können. Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und sind hervorragend herausgearbeitet. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Sophie, Alex’ Kollegin, die die Wochen nach dem Vorfall miterlebt. Sie beobachtet die Situation aufmerksam, fängt Alex in all seinen Menschlichkeiten ein und muss sich gleichzeitig mit ihren eigenen Unsicherheiten auseinandersetzen. Das verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe.

Allerdings hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass sich die Erzählung ein wenig im Beobachten verliert – ich hätte mir hier und da mehr direkte Spannung und Handlung gewünscht. Trotzdem hat mich die Mischung aus gesellschaftskritischem Blick und persönlicher Geschichte sehr gepackt.

Bewertung vom 16.07.2025
Myers, Benjamin

Strandgut


weniger gut

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, da ich schon so viel positives über den Autor gehört habe. Ich kann absolut bestätigen, dass sein poetischer Schreibstil und die Sprache wunderschön gewählt und fast meditativ ist. Es gibt viele Passagen, bei denen man kurz innehält und über die Worte nachdenkt.

Allerdings muss ich sagen, mich persönlich hat die Geschichte nicht wirklich mitgenommen. Es ist nicht wirklich viel passiert und die Geschichte hat sich sehr gezogen, was mir nicht gefallen hat. ich lese sehr gerne Bücher mit Tiefe. Allerdings war mir dieses ein bisschen zu langwierig.

Es geht um ein verwitwet Mann, Bucky, einen ehemaligen Soul Sänger aus Chicago, der sich an einen abgelegenen Ort zurückgezogen hat. Als er eine Einladung nach England zu einem Soul Festival erhält, ergreift die Chance und sein Abenteuer geht los.

Als er in England ankommt, trifft er Dinah. Sie ist eine Frau in den Fünfzigern, die in einen trostlosen Alltag als Supermarkt Kassiererin feststeckt. Die beiden fangen sich langsam an, auszutauschen und anzunähern. Zwei entfremdete Menschen, die ihre jeweiligen Verluste und Einsamkeiten teilen. Durch die Kraft der Musik, Gespräche und die salzige Brise finden sie zueinander. Auch das Meer und die Natur wird sehr eindrucksvoll beschrieben.

Strandgut ist ein ruhiger, feinfühliger Roman über Trauer, Sucht, Einsamkeit und die heilende Kraft von Musik und menschlicher Verbindung.

Bewertung vom 09.06.2025
Buck, Vera

Der dunkle Sommer


ausgezeichnet

Ich bin absolut begeistert!
Das zweite Buch, das ich von ihr gelesen habe und dieses habe ich ebenfalls verschlungen.

Der Erzählstil ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig und nicht alle finden ihn gut. Sie erzählt aus 3 verschiedenen Perspektiven, eine spielt in einer anderen Zeit, abwechselnd. Genau das finde ich richtig gut, weil parallel bei jedem so viel Spannung entsteht und es packend ist. Man kann sich in alle Personen hineinversetzen.

Es geht darum, dass eine Architektin in Sardinien ein Haus für ein Euro gekauft hat , um es zu renovieren. Nach und nach kommt, heraus, was für eine erschreckende Geschichte dieses Haus hat und was für kriminelle Machenschaften in der Vergangenheit in diesem Dorf stattgefunden haben. Ihr Bruder zieht zu ihr, und als sie ein paar Tage verreist, bricht ein Feuer aus. Als ihren Bruder nicht mehr finden konnte, ist die Spannung am Höhepunkt.

Bewertung vom 10.05.2025
Webb, Liz

Die Bucht


schlecht

Durch @vorablesen durfte ich das Buch „die Bucht“ von Liz Web lesen! Vielen Dank 😊

Das Cover und der Farbschnitt des Buches sind sehr schön und auch der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach gehalten.

Leider war ich insgesamt von dem Buch etwas enttäuscht. Das Pärchen Nancy und Calder ziehen aus London auf eine kleine Insel, auf der Calder aufgewachsen ist und ein Haus besitzt. Nach vergeblichen Versuchen ein Kind zu bekommen, möchten die beiden eine Neuanfang. Für diesen Neuanfang geben Sie einiges auf, und die Inselbewohner sind ziemlich merkwürdig.

Eine Lüge aus Calders Vergangenheit wird aufgedeckt und das Misstrauen zu ihm wächst. Eines Tages hat er einen schrecklichen Unfall wird von Nancy leblos aufgefunden. Sie rettet ihn und er kämpft ums Überleben. Nachdem er auf dem Koma aufwacht, ist er nicht mehr der selbe.

Die Idee für die Story ist richtig gut, allerdings habe ich mir an unzähligen Stellen zu viele Fragen gestellt. Ich konnte die Handlungsweisen kaum nachvollziehen. Besonders das Ende war für mich unverständlich. Ich möchte nicht so viel vorwegnehmen und weiß, dass das Buch bei einigen richtig gut angekommen ist. Mein Geschmack war es nicht. Leider habe ich es zum Lesen weitergegeben bevor ich ein Bild gemacht habe. 🙃 Aus diesem Grund weiß ich aber auch, dass es bei einer Freundin bisher super angekommen ist.

Bewertung vom 21.04.2025
Ben Saoud, Amira

Schweben


ausgezeichnet

In dem Buch geht es um verschiedene Menschen, die nach dem Klimawandel in verschiedenen Siedlungen leben. Speziell geht es um eine Frau, die ihr Geld damit verdient, andere Frauen zu imitieren. Die Angehörigen, die nicht mit dem Verlust der Geliebten, der Ehefrau oder der Tochter zurecht kommen, sind ihre Kunden. Während des neuen Auftrags erfährt sie einiges über die Siedlung, dass ihre Perspektive verändert.

Der Schreibstil ist flüssig, und das Buch lässt sich schnell durchlesen. Es war sehr futuristisch, gesellschaftskritisch und ist in Richtung Fantasy und Syfy gegangen. Die Figuren bleiben trotzdem oberflächlich und unpersönlich, so dass immer wieder das große Ganze hinterfragt wird. Alle fügen System System und bekämpfen sich gegenseitig, anstatt gemeinsam für eine bessere Zukunft zu sorgen. Die Autorin hat es geschafft, in einer anderen Welt unsere derzeitigen Probleme bildhaft darzustellen.

Für die vielen schweren Themen hätte ich mir ein bisschen mehr Persönlichkeit und Nahbarkeit der Protagonisten gewünscht. Vielleicht hat sie alles kompakt verpackt und in einer Fantasiewelt dargestellt, dass auch Menschen, die sich mit solchen Themen nicht gerne befassen, parallelen ziehen und einen Denkanstoß erhalten. Auch wenn Fantasy nicht meine Kategorie ist, hat mir das Buch sehr gut gefallen! Sehr gelungen und erfrischend anders!