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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: DieBerta
Wohnort: Göttingen
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 23 Bewertungen
Bewertung vom 10.05.2018
Wildkräuter aus Topf und Garten
Bergmann, Heide; Armbruster, Ulrike

Wildkräuter aus Topf und Garten


ausgezeichnet

Auf dem Titelblatt des Buches ist Feldthymian abgebildet. Der sieht so wunderschön aus, dass er sich auf der Terrasse auch zur Zierde wunderbar eignet. Weitere wunderschöne Illustrationen finden sich im Buch.
Am Anfang des Buches findet sich ein Inhaltsverzeichnis, ein Überblick über die Aufteilung des Buches.
Erst gibt es eine kleine allgemeine Einführung. Dann eine Anleitung, wie man Wildkräuter auch selbst in Töpfen anbauen kann, wenn man kein eigenes Grundstück hat, wo sie ja meist reichlich gedeihen.
Des Weiteren eine ausführliche Beschreibung einzelner Kräuter mit wunderschönen Bildern, die ja hier auch sehr hilfreich sein können, da sich nicht jeder in der Kräuterlandschaft auskennt. In diesem Abschnitt finden sich auch einige reich illustrierte Rezepte, die zum Ausprobieren einladen. Hier wird selbstverständlich auch auf die Jahreszeiten eingegangen, so dass der Leihe weiß, was wann (gepflanzt, gesät und) geerntet werden kann. Seitlich vom Text finden sich hier, sehr hilfreich, immer kleine Zusammenfassungen, so dass man bei der späteren Arbeit mit dem Buch nicht immer alles lesen muss.
Zum Schluss gibt es noch einige Serviceseiten, die hilfreich sein können, wenn man sich noch weiter mit dem Thema beschäftigen möchte und zu guter Letzt noch zwei umfangreiche alphabetische Inhaltsverzeichnisse einmal gegliedert nach Stichworten und das andere als Rezeptverzeichnis.
Alles in allem ein sehr schönes, hilfreiches, gut gegliedertes Buch für Kräuterfreunde und welche, die es werden möchten.

Bewertung vom 04.12.2017
Das Versprechen eines Sommers
Foley, Lucy

Das Versprechen eines Sommers


ausgezeichnet

Das Buch ist in einem angenehmen sehr bildhaften Schreistil verfasst. Es gliedert sich in 6 Teile mit 43 Kapiteln auf 450 Seiten, sodass die einzelnen Kapitel eine angenehme, jedoch oft recht unterschiedliche Länge haben. Die Titel der Kapitel bestehen aus Orts- und Zeitangaben, sodass man beim Lesen den Überblick behält, da der Leser immer wieder von der "Gegenwart 1953/54" in die "Vergangenheit 1937, 1948",manchmal sogar noch viel weiter zurück und im Epilog dann sogar noch ein bisschen in die Zukunft blicken darf. Durch die vielfältigen Charaktere, die auch verschiedene Lebensgeschichten erzählen und die Zeit- und Ortswechsel wird die Geschichte nicht langweilig.
Erzählt wird die Geschichte einerseits aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers und andererseits aus Stellas Sicht. Der Wechsel bringt Leben in die Geschichte. Im Verlauf der Handlung taucht noch ein Tagebuch auf, das von Hal gelesen wird und eine dritte Erzählperspektive liefert.
Das Buch beinhaltet eine sehr schön erzählte Geschichte, die den Leser durch ihre bildhaften Beschreibungen mitnimmt auf eine Mittelmeerkreuzfahrt, die durch die vielen Charaktere und Zeitsprünge nie langweilig wird - eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 01.12.2017
Momentaufnahmen 4
Opiolla, Mayk D.

Momentaufnahmen 4


ausgezeichnet

Taschenbuch: 184 Seiten
ISBN-10: 3743195615
ISBN-13: 978-3743195615
Größe: 12,7 x 1,1 x 20,3 cm

Band 4 der Reihe "Momentaufnahmen" bietet erneut einen bildgewaltigen Reigen an Naturbetrachtungen und feingeistigen Reflektionen über das Leben, stets getragen von einer Melodie sinnlich-melancholischer Heiterkeit.
Das Themenspektrum reicht von Krieg bis Kirche, von Depression bis Dekadenz, von Pleite bis Populismus. Die ostfriesische Insel Langeoog bildet dabei meist die Kulisse der kurzen tagebuchartigen Erzählungen - so der Klappentext.
Band 4 lässt schon darauf schließen, es gibt schon drei Vorgänger. Die habe ich allerdings noch nicht gelesen und ich habe festgestellt, dass man wohl auch jedes Buch gut für sich lesen kann. Allerdings hatte ich nach der Lektüre doch das Bedürfnis mir die anderen Bücher zu kaufen.
Ich habe dieses Buch in einer Leserunde gewonnen und hatte schon mit einem besonderen Buch gerechnet. Trotzdem war ich total überrascht über diesen Schatz. Schon die Widmung "Für meine Eltern und Dich" hat mich sehr angesprochen, wahrscheinlich ist mit "Dich" ja nicht unbedingt der Leser gemeint, aber ich hatte doch das Gefühl als wäre es wirklich ein Buch für mich. Erst dachte ich 184 Seiten sind schnell gelesen, aber das Buch hat es schon verdient, dass man sich ein bisschen Zeit nimmt. Die einzelnen Geschichten (32 an der Zahl), zu den verschiedensten Themen, in Ich-Form geschrieben, haben mich alle berührt und mir auch durch eine etwas traurige Zeit geholfen. Ich werde die Geschichten auf jeden Fall noch einmal oder mehrfach lesen. Ich denke in anderer Stimmung werden sie auch wieder ganz anders wirken. Sicherlich eigenen sich die Geschichten auch zum Vorlesen und werden dann zu einem Gespräch anregen - ich denke da an unseren Gemeindenachmittag oder zum Beispiel einen Lesekreis. Empfehlen kann ich es auch als Geschenk für einen lieben Freund, Freundin oder vielleicht auch für die Eltern ...

Bewertung vom 08.05.2016
Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden
Genovesi, Fabio

Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden


ausgezeichnet

Der Sommer, in dem wir das Leben neu erfanden von Fabio Genovesi

Klappentext:
Es gibt diese Wellen, die aus dem Nichts kommen und dein ganzes Leben durcheinanderwirbeln. Dies geschieht Luna, als ihrem Bruder Luca beim Surfen etwas Schreckliches zustößt. Doch da findet sie am Strand geheimnisvolle Botschaften, die offenbar von Luca stammen, und sie trotzt der Hoffnungslosigkeit: Mit der chaotischsten Mutter, dem trägsten Lehrer, dem altklügsten Jungen und dem garstigsten Opa der Welt stürzt sie sich in ein irrwitziges Abenteuer.
Die 568 Seiten des Romans sind in drei Teile aufgeteilt, die sich wiederum in kurze Kapitel aufteilen. Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich, aber angenehm zu lesen. Erzählt wird in der ersten Person aus Lunas Perspektive, dann wird in der dritten Person über die anderen Protagonisten insbesondere Sandro, den Hilfslehrer berichtet, der für einen 40jährigen schon ein recht ungewöhnliches Leben führt, weiterhin wird in der zweiten Person über Serena, die etwas chaotische, aber sehr liebenswerte Mutter erzählt.
In dem Buch geht es nicht nur um den Sommer und wie man das Leben neu erfinden kann, sondern auch um die Liebe zum Meer, die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern und umgekehrt, sowie um Trauer und das "ganz normale Leben". Fabio Genovesi nimmt den Leser mit in die Toskana, an den Strand von Forte dei Marmi und an das Ligurische Meer. Die Protagonisten sind alle recht ungewöhnlich, aber wer möchte schon gewöhnlich sein.
Ich bin mir sicher, dass dieses Buch die Leser in zwei Gruppen spalten wird. Die einen werden begeistert sein - ich gehöre dazu - und die anderen werden nicht viel mit der "Chaotentruppe" anfangen können.

Bewertung vom 24.01.2016
Von der Kunst, andere zu führen
Härry, Thomas

Von der Kunst, andere zu führen


ausgezeichnet

Das Buch gliedert sich in vier Teile, die jeweils in 6 - 11 Kapitel unterteilt sind. Am Anfang des Buches befindet sich eine 15-seitige Einführung, Orientierung zu dem Buch. Die einzelnen Teile - Selbst-bewusst führen - Menschenfreundlich führen - Wirkungsvoll führen - Gottgelassen führen - werden jeweils mit einer praktischen Lebens-Situation eingeleitet, die dann in den folgenden Kapiteln behandelt wird. Man findet immer wieder blau hervorgehobene Ratschläge, kleine Zusammenfassungen, die als besonders wichtig angesehen werden. Außerdem gibt es immer wieder blaue Überschriften zu den Unterkapiteln an denen man sich gut orientieren kann, wenn man das Buch noch einmal für den praktischen Gebrauch eventuell auch stellenweise durcharbeiten möchten. Am Ende der einzelnen Kapitel befindet sich eine Zusammenfassung und noch einige Fragen zur Vertiefung der eigenen Situation.
Der Aufbau - die Gliederung - des Buches gefällt mir sehr gut, da man sich im praktischen Einsatz sehr gut orientieren kann.
Inhaltlich richtet sich das Buch an Christen oder Menschen, die zumindest etwas mit dem christlichen Glauben anfangen können, sich also nicht an der christlichen Sichtweise stören, da sich immer wieder auf Jesus, Gott und die Bibel bezogen wird. Ich würde es also auch durchaus Menschen empfehlen, die nicht in kirchlichen Gremien tätig sind. Man kann die Ratschläge sehr breit einsetzen, wie auch im Klappentext schon beschrieben. Besonders würde ich es Kindergartenleiterinnen und -leitern oder Menschen mit ähnlichem Aufgabenfeld empfehlen. Aber auch für Kirchenvorstände, andere kirchliche Gruppen und nicht zu vergessen Familien ist es sehr gut geeignet. Für große Firmen kann ich mir einen Einsatz nicht vorstellen, wenn sie sich nicht gerade öffentlich zum christlichen Glauben bekennen, da es in den meisten Firmen so viele Menschen mit anderer religiöser Orientierung oder Atheisten in leitenden Positionen gibt, so dass es wohl nicht möglich ist mit Bibelzitaten oder Gebeten zu überzeugen. Allerdings ist es sicher nicht schädlich sich auch hier Orientierung zu holen, die man dann anderweitig umsetzen kann.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann viel für meine ehrenamtliche Arbeit und mein alltägliches Leben mitnehmen.

Bewertung vom 21.08.2015
Herzanzünder
Mitgutsch, Ali

Herzanzünder


ausgezeichnet

„Fast alles um mich herum war dazu geeignet, meine Phantasie zu beflügeln.
Eine Kindheit im alten Schwabing, das hört sich nach Idylle an. Die gab es auch: den Familienpfiff als Klingelersatz oder nächtliche Ausflüge für den Vater zur Bierschänke. Doch schon bald kam der Krieg, und mit ihm die Angst im Luftschutzkeller und riesige Trümmerlandschaften. Schon damals half Ali Mitgutsch seine Phantasie, um den Schrecken zu besiegen.
Ali Mitgutsch, Jahrgang 1935, ist ein Kriegskind. Damals hat ihm die Fantasie geholfen, später kam der Humor dazu. Wie in einem Wimmelbild sind in diesem unsentimentalen Lebensrückblick viele kleine traurige und komische Geschichten zu einem großen Bild vereint.

Dieses Buch eignet sich erst mal schon als „gute Laune Verbreiter“, wenn man es einfach so auf dem Tisch liegen lässt oder mit dem Titelbild nach vorn ins Regal stellt. Ali Mitgutsch lächelt dich freundlich an und automatisch hat man ein Grinsen auf den Lippen. Aber Spaß bei Seite – zum Inhalt.

Ingmar Gregorzewski schreibt im Namen von Ali Mitgutsch Geschichten aus seiner Jugend auf. Es handelt sich um die Zeit des zweiten Weltkrieges. Man kann sich schon denken, dass es keine leichte, unbeschwerte Kindheit war, die Ali Mitgutsch erlebt hat, aber wenn man denkt hier wird gejammert liegt man falsch. Man hat den Eindruck, dass Ali Mitgutsch trotz allem eine zufriedene, wenn nicht gar glückliche Kindheit erleben durfte.
Ingmar Gregorzewski hat hier sehr humorvoll Geschichten aus Mitgutschs Kindheit niedergeschrieben. Man wird selbst ins München der 40er Jahre versetzt und erfährt, dass man wohl auch in Nazideutschland nicht zwingend ein Nazi sein musste, um zu überleben.

Das Buch ist mit einigen Fotos, Karten, Zeichnungen und Dokumenten (leider nur en Wimmelbild) illustriert.

Alles in allem eine sehr schöne unterhaltsame und trotzdem lehrreiche Biographie.

Bewertung vom 19.08.2015
In jenen hellen Nächten
Jacobsen, Roy

In jenen hellen Nächten


ausgezeichnet

In jenen hellen Nächten von Roy Jacobsen


Klappentext:
Norwegen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf einer kleinen Insel wächst die kleine Ingrid auf, mit den Gezeiten und dem weiten Himmel über dem Meer. Sie liebt die Insel, aber wie ihr Vater träumt sie von einem leichteren Leben. Als jedoch auch hier neue Zeiten Einzug halten, sieht sich Ingrid vor eine schwere Entscheidung gestellt …
Eine berührende Familiengeschichte und ein Roman über einen fernen Ort, an dem das Leben eigenen Gesetzen gehorcht – an dem aber das Wunder der Natur wie nirgends sonst die Magie des Lebens heraufbeschwört.

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ein kleines Mädchen, wahrscheinlich Ingrid, geht mit ihrem Koffer über einen Bootssteg. Verlässt sie die Insel? Diese Frage zieht sich eigentlich durch den Roman. Wer viel mehr Handlung erwartet ist hier falsch. Es kommt keine große Spannung auf, aber der Leser darf für 269 Seiten mit auf der Insel leben.
Wer schon einmal in Norwegen war und das Glück hatte diese gewaltigen Landschaften kennenzulernen, wird sie in diesem Buch wiederfinden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat es keiner der Protagonisten leicht auf der kleinen Insel in Norwegen. Ingrid ist noch ein Kind, das trotzdem seine festen Aufgaben hat, die Frauen hatten nicht mal ihren eigenen Stuhl am Esstisch und auf der Insel herrscht eine Art Monarchie. Aber man hat nicht den Eindruck, dass jemand unglücklich ist mit der Situation. ‚Man erfährt viel über der Situation in Norwegen zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Das besondere an dem Buch ist aber die Schreibweise. Jeder Satz ist ein Gedicht – Poesie – wunderbar – ein Buch voller literarischer Kostbarkeiten. Das schönste Buch, dass ich in diesem Jahr gelesen habe, ich hoffe ich finde im nächsten Jahr wieder so ein wunderbares

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.08.2015
Böse Absichten
Higashino, Keigo

Böse Absichten


ausgezeichnet

Böse Absichten von Keigo Higashino

Broschiert: 255 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (23. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 360898027X
ISBN-13: 978-3608980271
Originaltitel: Akui
Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 2,7 x 22 cm

Klappentext:
Am Tatort erkennt Kommissar Kyochiro Kaga den besten Freund des Ermordeten wieder. Vor vielen Jahren unterrichteten er und Nonoguchi gemeinsam an einer öffentlichen Schule. Kaga ging in den Polizeidienst, während Nonoguchi den Lehrerberuf an den Nagel hängte, um sich mit mäßigem Erfolg dem Schreiben zu widmen. Im Laufe der Ermittlungen findet Kaga Hinweise, dass die Beziehung der beiden Schriftsteller alles andere als freundschaftlich war. Doch die eigentliche Frage ist nicht wer oder wie, sondern warum. Wenn Kaga kein Motiv für den Mord nachweisen kann, wird die Wahrheit nie ans Licht kommen. In einem brillanten Katz-und-Maus-Spiel kämpfen der Kommissar und der Killer um die Vergangenheit und den tatsächlichen Tathergang.

Ein Krimi aus der Ich-Perspektive. Wer schreibt hier? Der beste Freund des Toten, ein unbeteiligter Bekannter, ein neidischer Kollege oder gar der Mörder selbst? Als Mörder kommen aber auch die Ehefrau des Toten oder alte Bekannte in Frage. Aber wo liegt das Motiv und was hat die erste Frau des Toten mit dem Mord zu tun? Wenn dann noch alle Beteiligten ein Alibi haben steht der Kommissar Kaga, der nach 60 Seiten im Wechsel mit Nonoguchi über den Mord und die Ermittlungen berichtet, vor einer schwierigen Aufgabe.
Als Leser habe ich mich gefragt, ob der Kommissar auf dem Holzweg ist oder ich - und was wohl die Vergangenheit des Kommissars mit der ganzen Sache zu tun haben könnte. Ich glaube ich habe während des Lesens alle Beteiligten, einschließlich des Kommissars verdächtigt.
Ein aufregender, spannender, unblutiger Krimi, der mir sehr gefallen hat. Ich möchte das Buch hier nicht nur weiter empfehlen, sondern selbst mit den neu gewonnenen Erkenntnissen noch einmal lesen, obwohl ich eigentlich selten ein Buch zwei Mal lese.