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Benutzername: Kugeni
Wohnort: Bergisch Gladbach
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 14 Bewertungen
12
Bewertung vom 29.12.2017
Die Optimierer
Hannig, Theresa

Die Optimierer


sehr gut

Beängstigend realistisch
Bei „Die Optimierer“ handelt es sich um den Debütroman der deutschen Schriftstellerin und Bloggerin Theresa Hannig. Das Thema und der Klappentext erinnerten mich stark an den mittlerweile mit Emma Watson in der Hauptrolle verfilmten Roman „The Circle“ von Dave Eggers. Dieses Buch hatte mir sehr gut gefallen weswegen ich gerne mehr aus dem Genre lesen wollte.

INHALT
Samson Freitag lebt in einem Europa der Zukunft im Jahre 2052. Die Gesellschaft und das Leben ist so ausgerichtet das jeder Bürger sicher und glücklich an dem für in perfekten Platz in der Gesellschaft lebt. In dieser „Optimlawohlökonomie“ werden Talente und Stärken des einzelnen zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt. Schwächen und stärken werden von Lebensberatern wie Samson ausgewertet um anschließend den bestgeeignetsten beruf für jeden zu ermitteln, oder aber um den Probanden auszusortieren und in die „Kontemplation“ zu schicken wo dieser der Gesellschaft nicht mehr schaden kann.

Das gesamte System ist ausgelegt auf die Totalüberwachung des Einzelnen, nichts bleibt dem Staat verborgen. Samson der eigentlich ein glühender Verfechter dieses Systems ist gerät plötzlich in den Fokus und wird als Bedrohung für das System eingestuft.


LESEEINDRUCK
Während man bei „The Circle“ die Protagonistin auf dem Weg in ein ganz neues Überwachungszeitalter begleitet ist dieses neue Zeitalter in „Die Optimierer“ bereits eingetreten. Man wird als Leser direkt in das Geschehen dieser totalitären Überwachungsgesellschaft gezogen. Schon nach den ersten Seiten konnte ich mich gut in der Welt der Optimlawohlökonomie zurechtfinden und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Art zu leben und den Staat zu organisieren wirkt so beängstigend schlüssig und realistisch das die Geschichte eine echte Sogwirkung entwickelt, man will wissen wie das Ganze für den Protagonisten Samson ausgeht und ob es einen weg, eine Möglichkeit des Entkommens aus der Überwachung gibt.

Beängstigend realistisch da der Roman durchaus im Bereich des Möglichen scheint und nicht bloß reine Science Fiction. Es gibt immer wieder Verweise auf unsere heutige Zeit und Erklärungen wie daraus das verbesserte Staatssystem entstanden ist in dem jeder glücklich und zufrieden leben kann. Dies war für mich einerseits erschreckend da die vorgestellten Lösungen natürlich weit übers Ziel hinausschießen. E wird ein Staat gezeigt in dem das Individuum mit seinen Bedürfnissen nichts mehr wert ist und alles Streben auf das Allgemeinwohl ausgerichtet ist. Andererseits wirken die gelieferten Erklärungen absolut schlüssig, so dass man als Leser befürchten muss das eines Tages selber in so einem System leben zu müssen.

Mein kleiner Kritikpunkt an dem Roman wäre, das gerade in der ersten Hälfte sehr lange, erklärende Abschnitte sind die fast wie eine Vorlesung an der Universität wirken. Einerseits sind diese Abschnitte wichtig um das Gesellschaftssystem verstehen zu können, ich hätte mir jedoch gewünscht dass dieses Wissen nicht in Form von langen, belehrenden Vorträgen seitens Samson geliefert wird.


FAZIT
Mir hat dieser dystopische Roman insgesamt sehr gut gefallen. Die Handlung ist sehr spannend und steigert sich in dieser Spannung kontinuierlich. Bis zum Ende hatte ich keine Idee, wie sich die Geschichte für Samson auflösen wird.

Ich würde den Roman dem Genre „Dystopie“ zuordnen, muss aber ganz klar sagen, dass er nichts mit beliebten romanreihen wie den „Hunger Games“ oder der „Bestimmung“-Reihe von Veronica Roth gemein hat. Leser die nach ähnlichem Lesestoff suchen werden von „Die Optimierer“ enttäuscht sein. Für Fans von Romanen wie „The Circle“ ist das Buch hingegen bestens geeignet.

Bewertung vom 05.11.2017
Bird and Sword / Bird & Sword Bd.1
Harmon, Amy

Bird and Sword / Bird & Sword Bd.1


sehr gut

Zauberhafte Wortmagie mit kleinen Schwachstellen

„Bird & Sword“ ist der erste Fantasyroman der amerikanischen Schriftstellerin Amy Harmon. Harmon hat zuvor bereits zahlreiche Liebesromane veröffentlicht. Für mich war „Bird & Sword“ der erste Roman der Autorin, der mich wegen des zauberhaften Covers und der ebenso zauberhaften Erzählweise in der Leseprobe angesprochen hat.

„Bird and Sword“ ist ein in sich abgeschlossener Roman einer 2teiligen Reihe.

INHALT

„Ich lachte stumm, während ich ihm zuschaute, wie er mein Zimmer mit Wörtern füllte“

Seit dem dramatischen Tod ihrer Mutter vor 13 Jahren kann die Halbwaise Lark nicht mehr Sprechen. Fortan lebt sie unter der Bewachung ihres kaltherzigen Vaters, bis zu dem Tag an dem der junge König Tiras auf der Burg ihres Vaters auftaucht und sie als Geisel mit in die Hauptstadt nimmt. Bald wird klar das die Schicksale der beiden miteinander verkettet sind.

LESEEINDRCK
An „Bird und Sword“ hat mich vor allem die zauberhafte Sprache angesprochen und gefangen genommen. Zwar verzichtet Harmon auf ausufernde Beschreibungen und andere literarische Kunststückchen, dennoch – oder gerade deswegen - mutet der ganze Erzählstil sehr märchenhaft an und hat mich so von der ersten Seiten an tief in die Geschichte hineingezogen. Nicht selten habe ich mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt, in der ich Märchen – vor allem die Geschichten der Gebrüder Grimm – geliebt und verschlungen habe.

Sprache – oder vielmehr Worte – sind tatsächlich auch ein wichtiger Bestandteil der Geschichte um die Halbwaise Lark. Denn Worte sind das was man ihr in ihrer Kindheit genommen hat. Nach dem Tod ihrer Mutter ging ihre Stimme verloren und somit ihre Fähigkeit sich auszudrücken und zu kommunizieren. Lark geht dennoch ihren Weg und erkämpft sich Stück für Stück eine Möglichkeit mit anderen zu kommuniziere. Diese Geschichte und die Wichtigkeit und auch Macht die den Worten hier beigemessen wird hat mich fasziniert und in ihren Bann gezogen.

Harmons Geschichte spielt in einer Fantasywelt, einem Königreich gebeutelt von inneren Konflikten und bedroht von einem äußeren Feind. Jedoch merkt man hier ganz klar, dass die Autorin normalerweise Liebesromane schreibt, denn der Schwerpunkt der Handlung liegt auf der sich langsam entspinnenden Liebesgeschichte zwischen Lark und ihrem Geiselnehmer dem König von Jeru. Die Liebesgeschichte ist wirklich bezaubernd erzählt und dargestellt, mit herrlich vielen Ups und Downs zum mitleiden.

Neben der Liebesgeschichte bindet die Autorin noch politische Verschwörungen und einen übermächtigen Feind von außerhalb des Reiches mit ein. Die verschiedenen handlungsstränge sind durchaus spannend, leider insgesamt aber zu wenig ausgebaut. Für 400 Seiten hat Harmon einfach zu viele Geschichten mit in ihren Roman packen wollen. 100 Seiten mehr oder einige Handlungsstränge weniger hätten der Geschichte sicherlich gutgetan. So werden die einzelnen Aspekte teilweise nur kurz angerissen da taucht bereits wieder etwas Neues auf.

FAZIT
„Bird and Sword“ ist nicht ganz das, was ich mir von dem Buch erwartet hatte, nichts desto trotz hat es mir sehr gut gefühlt. Die Liebesgeschichte ist wirklich schön und märchenhaft erzählt, Liebhaber des Genres Romantasy werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen. Für Fans klassischer High Fantasy ist der Roman nicht geeignet da die dafür typischen politischen Verwicklungen eher Nebenschauplätze darstellen.

Bewertung vom 04.11.2017
The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum
Reid, Iain

The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum


ausgezeichnet

Spannendes Spiel mit der Psyche

„The Ending“ ist der Romanerstling des kanadischen Schriftstellers Iain Reid. Zuvor hatte Reid bereits Kolumnen, Zeitungsartikel und Sachbücher veröffentlicht.

INHALT
Ein junges Paar fährt mit dem Auto durch eine winterliche Einöde um die Eltern des Mannes zu besuchen. Während der Fahrt denkt die Frau permanent darüber nach Schluß zu machen und sucht dafür nach schlüssigen Gründen da die Beziehung eigentlich gut läuft.

LESEEINDRUCK
„Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen warum.“
Dieser Zusatz auf dem Buchumschlag war es der mich dazu bewogen hat mich mit dem Buch zu beschäftigen und letztendlich es zu lesen. Dieses Versprechen beschreibt den mit 240 Seiten doch eher kurzen Psychothriller dann auch am Besten. Von Anfang an hat mich die in dem Auto unterschwellig herrschende Bedrohung gefangen genommen, die nie wirklich greifbar oder i Worte zu fassen war.

Die ganze Geschichte wird aus Sicht der Frau erzählt die zum ersten Mal die Eltern ihres Freundes Jake treffen soll. Die beiden diskutieren über allerhand Themen mit oft stark philosophischem Charakter. Diese Gespräche an sich sind bereits faszinierend und fesselnd. Daneben häufen sich die Merkwürdigkeiten im Verhalten der Protagonisten, das bedrückende Gefühl das die beiden in eine große Katastrophe hineinsteuern. Von Beginn an versuchte ich mir einen Reim auf alles zu machen. Die Tatsache dass die Frau einen Stalker vor ihrem Freund geheim hält. Das seltsame Verhalten des Freundes. Dazu Textabschnitte in Kursivschrift bei denen es sich um Vorausblenden handelt und die nur klarmachen dass etwas ganz und gar Unvorstellbares Geschehen ist. Ohne durchblicken zu lassen was dieses Geschehen mit der Autofahrt oder diesen beiden Personen in dem Auto zu tun hat.

Da ich das Rätsle um die beiden unbedingt lösen wollte habe ich das Büchlein recht zügig durchgelesen und wurde vom Ende nicht enttäuscht. Wenn man die Geschichte aufmerksam ließt ist es durchaus möglich selber auf einen Teil der Wahrheit zu kommen. Auch nach Beendigung der Lektüre abreitet die Geschichte noch lange nach, immer wieder wurden mir Dinge oder die Bedeutung von Dingen klar die im Laufe des Buches geschehen sind.


FAZIT
Wirklich ein Spannungsvergnügend er besonderen Art. Mir hat es gefallen mir kontinuierlich den Kopf darüber zerbrechen zu müssen was da eigentlich gerade passiert und somit nach und nach hinter das Offensichtliche blicken zu können. Wer Rätsel liebt wird dieses Buch lieben.

Wer Thriller liebt bei denen sich die Protagonisten offensichtlich in Gefahr befinden und diese Gefahr auch greifbar ist der wird von „The Ending“ enttäuscht sein.

Bewertung vom 08.10.2017
Die neun Prinzen von Amber / Die Chroniken von Amber Bd.1
Zelazny, Roger

Die neun Prinzen von Amber / Die Chroniken von Amber Bd.1


sehr gut

Klassiker in neuem Gewand


„Die neun Prinzen von Amber“ ist der erste Teil des Fantasyzyklus „Die Chroniken von Amber“ des 1995 verstorbenen, amerikanischen Autors Roger Zelazny. Das Buch erschien 1977 unter dem Titel „Corwin von Amber“ erstmals auf dem deutschen Markt und wurde nun vom Verlag Klett-Cotta neu verlegt. Zelazny galt zu seiner Zeit als einer der erfolgreichsten Autoren des Genres und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

INHALT
Eines Tages erwacht Corwin in einer seltsamen Klinik, ohne Erinnerung daran wie er dorthin gelangt ist oder wer er überhaupt ist. Er flieht aus der Klinik und findet nach und nach heraus, wer er ist und das er nicht etwas Bewohner der Welt Erde ist, sondern Mitglied der Königsfamilie in der Welt Amber.


LESEEINDRUCK
Das der Roman bereits einige Jahre auf dem Buckel hat erkennt man sofort an der Art und Weise des Erzählens. Dieses Phänomen ist mir bereits öfter aufgefallen, auch wenn ich es nicht direkt benennen kann. Der „Ton“ älterer Fantasyromane ist einfach anders als der der modernen. Die Sprache irgendwie einfacher, es wird nicht soviel Wert auf ausführliche Beschreibungen oder Details gelegt wie etwa bei modernen Klassikern wie „Das Lied von Eis und Feuer“. Die Erzählweise konzentriert sich mehr auf das unmittelbar wesentlich, schweift selten von der aktuellen Handlung ab und hält sich nicht mit ausführlichen Erklärungen darüber auf warum die Figuren tun was sie gerade tun. Das ist nicht schlecht, jedoch etwas befremdlich wenn man eher moderne Fantasy liest.

Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Corwin erzählt was bedeutet, dass der Leser zusammen mit dem Protagonisten nach und nach erfährt wer er ist. Der Beginn ist daher sehr spannend wenn auch manchmal ein bisschen konfus da Corwin wirklich gar nichts mehr über sich, sein Leben und die Personen mit denen er zu tun hat weiß und gleichzeitig nicht will dass dies jemand bemerkt.

Der ganze Roman liest sich auf Grund der Erzählperspektive ein wenig wie ein Reisebericht, die Reise selber hat etwas von einem surrealen Traum. Corwin macht sich aus unserer Welt auf in die einzig wahre Welt Amber, eine Reise die ähnlich skurril wirkt wie die Reise der Alice durchs Wunderland. Diese Art der Erzählung und die merkwürdige Landschaft durch die Corwin reist hat mich absolut in ihren Bann geschlagen. Auf Grund der Länge von 267 Seiten habe ich es deswegen ohne Probleme geschafft das Buch an einem Tag durchzulesen. Das Buch schafft es den Leser von Seite 1 an in seinen Bann zu ziehen da ohne Umschweife und große Einleitung mit der Handlung begonnen wird.


FAZIT
Ein Klassiker der Fantasyliteratur der es schafft mit Spannung und einer ungewöhnlichen Ausgangssituation zu überzeugen. Sprachlich könnte der Roman für Leser die ausschließlich neuere Fantasy lesen gewöhnungsbedürftig sein. Wer die Romane von Schriftstellern wie R. A. Salvatore oder Ramond Feist mag dem wird vermutlich auch diese Reihe gefallen.

Bewertung vom 06.10.2017
Hasse mich nicht! / Götterfunke Bd.2
Woolf, Marah

Hasse mich nicht! / Götterfunke Bd.2


ausgezeichnet

"Göttliche" Fortsetzung

Bei „Götterfunke – Hasse mich nicht“ handelt es sich um den 2ten Teil der Götterfunke-Trilogie der erfolgreichen deutschen Autorin Marah Woolf. Der erste Teil welcher Anfang des Jahres erschienen ist war für mich ein absolutes Lesehighlight 2017, weswegen ich der Fortsetzung bereits ungeduldig entgegengefiebert habe.


INHALT
Eigentlich will Jess nach dem Sommercamp nur eins: die Götter und vor allem Cayden vergessen und z ihrem gewohnten Alltag zurückkehren. Dies erweist sich jedoch als schwierig, da die Götter plötzlich an ihrer Schule auftauchen und ihr nicht mehr von der Seite weichen wollen. Was wollen sie in Jess‘ Heimatort und mehr noch, was wollen sie von Jess? So sehr sich Jess auch wehrt wird sie doch immer mehr in die Angelegenheiten der Götter hineingezogen und auch die Mauer die sie zwischen sich und Cayden hochgezogen hat beginnt zunehmend zu bröckeln.


LESEEINDRUCK
Wie bereits der Vorgängerband so ist auch „Hasse mich nicht“ optisch wieder ein absoluter Hingucker. Buchumschlag und Bucheinband sind optisch ähnlich wie „Liebe mich nicht“ gestaltet so dass die beiden Bücher sich nebeneinander im Regal gut machen. Innen im Buchdeckel gibt es statt einer Karte des Sommercamps eine Karte von Jess‘ Heimatort Monterey.

Die Handlung wird wie im ersten Band aus Jess‘ Sicht erzählt, unterbrochen von den „Aufzeichnungen des Hermes“. Die Aufzeichnungen erlauben einen Blick in die private Welt der Götter, geben kleine Details preis die die Spannung weiter ansteigen lassen, andererseits ist Hermes eine Frohnatur und sehr humorvoll weswegen die Handlung etwas aufgelockert wird.

Mit Jess konnte ich von Beginn an mitfiebern und mitleiden. Sie ist wütend, traurig und verletzt, da sie zum einen von ihrer besten Freundin und zum anderen ihrer ersten Liebe ganz furchtbar hintergangen wurde. Zurück in ihren Alltag zu finden fällt ihr sichtlich schwer.

Jess hat mir im 2ten band sehr gut gefallen, da sie den Göttern und vor allem Cayden nicht einfach verzeiht sondern ihn Paroli bietet. Dies führt gerade zwischen Cayden und ihr zu einigen, sehr unterhaltsamen Schlagabtauschen. Ihr Humor hat mir bereits im ersten Band sehr gut gefallen und auch hier im 2ten band bin ich wieder absolut auf meine Kosten gekommen.

Die Götter geben sich bedeckt und undurchsichtig wie gehabt. Sie sind ganz offensichtlich aus einem bestimmten Grund nach Monterey gekommen, halten ihre Gründe jedoch vor Jess verborgen. Einerseits scheinen sie um Jess‘ Sicherheit besorgt, andererseits scheinen sie etwas von ihr zu wollen.

Doch die Götter sind nicht Jess einziges Problem, da ist noch ihre alles andere als reumütige ehemalige Freundin Robyn, der mysteriöse Neue an der Schule sowie Familienprobleme.


FAZIT
Eine tolle Fortsetzung mit spannenden Charakteren die mühelos mit Band 1 mithalten kann, wenn sie nicht sogar noch besser ist. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit einem Finale voller Spannung und Wendungen die Lust auf den nächsten Teil machen. Ich hatte tolle lustige und romantische Momente als auch Momente in denen ich mit Jess mitgelitten und mitgefiebert hatte.

Fans von Romantasy kann ich die Reihe nur wärmstens ans Herz legen (bitte unbedingt mit em ersten Teil beginnen), Fans von Marah Woolf sowieso.

Bewertung vom 24.09.2017
Und es schmilzt
Spit, Lize

Und es schmilzt


sehr gut

Mit einem Wort: Erschütternd

„Und es schmilzt“ von Lize Spit war für mich dieses Jahr das eine Buch an dem ich einfach nicht vorbeigekommen bin. Zu keiner anderen Veröffentlichung habe ich im Vorfeld soviel Wirbel und Lobpreisungen. Auf der deutschen Verlagsseite heißt es „Das radikalste Update zu »Der Fänger im Roggen«“. Auf diversen Plattformen heißt es er wäre brutal, düster, erschreckend und eindringlich. Nie wird so ganz klar warum eigentlich und worum es genau geht, doch alle scheinen sich einig das es so etwas noch nie gab und man noch nie etwas so Erschütterndes gelesen hat.


INHALT
Zum ersten Mal kehrt Eva zurück in das Dorf in dem sie aufgewachsen ist. Vor 13 Jahren hat sie es sowie seine Bewohner verlassen, alle Brücken hinter sich abgebrochen. Auf eine Einladung hin tritt sie eine sprichwörtliche Reise in die Vergangenheit an, den Ort ihrer Herkunft sowie jenem Sommer der für sie alles veränderte. Im Kofferraum: Ein riesiger Eisblock.


LESEEINDRUCK
Vor Beginn der Lektüre bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei dem viel erwähnten Eisblock um eine Metapher handelt, doch gleich zu Beginn der Handlung erfährt man, dass es sich um einen äußerst stofflichen Eisblock handelt.

Der gesamt Roman findet auf 2 Zeitebenen statt. Aus der Ich-Perpektive erzählt die Protagonistin Eva das geschehen eines einzigen Tages in der Gegenwart, sowie die Ereignisse eines Sommers in ihrer Jugend im Jahre 2002. Ihre Sprache und Beschreibungen sind sehr lebhaft und eindringlich. Eva ist eine gute Beobachterin heute als auch als Teenagern. Ihr fallen viele Dinge auf, sie durchleuchtend die Menschen und deren Beweggründe um sich herum. Dadurch war ich sehr schnell im Geschehen und habe mitgefiebert, was es mit dem Eisblock auf sich hat und was in jenem längst vergangenen Sommer geschah das sich ihr Leben so radikal veränderte. Denn das etwas Schreckliches geschehen sein muss wird bereits auf den ersten Seiten klar.

„Und es schmilzt“ handelt vom Erwachsenwerden, vom Suchen und Finden der eigenen Identität, von Abgrenzung und Dazugehören. Eva durchleuchtet ihre Freundschaft mit Laurens und Pim, Kinderfreunde die sich die „Drei Musketiere“ nannten. Mit Eintritt der Pubertät wandelt sich diese Freundschaft langsam aber merklich, jeder versucht auf seine Weise in diesem neuen Gefüge klarzukommen.

Daneben gibt es Evas Familie mit al ihren Problemen und Geheimnissen die Familien gerne vor anderen Verbergen die alle Familienmitglieder jedoch nachhaltig prägen.

Die Erzählstränge der Gegenwart und der Vergangenheit wechseln sich das ganze Buch hindurch ab, näheren sich beide für sich dem unausweichlichen Ende, welches den Leser dann unvorbereitet trifft und auch bei mir jene Reaktionen hervorgerufen hat welche man überall im Internet nachlesen kann. Entsetzen, Erschütterung, Fassungslosigkeit, geschuldet der Tatsache das Lize Spit die Ereignisse schonungslos und ohne Zensur erzählt.

Mein einziger negativer Kritikpunkt sind die unterschiedlichen Zeitebenen. Spit grenz beide Erzählstränge klar durch Überschriften (Datum für die Vergangenheit; Uhrzeit für die Gegenwart) ab. In beide Erzählstränge webt sie jedoch weitere Geschehnisse aus ihrer Kindheit mit ein. Diese sind wichtig für die Geschichte, runden das Gesamtbild ab. Jedoch wusste ich manchmal nicht mehr i welcher Zeitebene ich mich gerade befand und ob der Rückblick zu jenem Sommer 2002 oder einer ganz anderen Zeit gehörte. Dafür der Stern Abzug.


FAZIT
Nach der Lektüre des Buches kann ich begreifen, warum es so schwer ist zu erklären warum es einen so tief bewegt und emotional erschüttert zurücklässt ohne zukünftigen Lesern zu verraten worum es geht, ohne das große Geheimnis bereits vorweg zu lüften. Auch ich kann letztendlich nur sagen das ich erschüttert und sprachlos bin und jedem die Lektüre des Buches nur empfehlen kann.

Bewertung vom 20.08.2017
Gegen alle Regeln
Levy, Ariel

Gegen alle Regeln


sehr gut

Eine bewegende Lebensgeschichte

In „Gegen alle Regeln“ erzählt die amerikanische Journalistin Ariel Levy ihre bedrückende Lebensgeschichte. Bevor ich auf dieses Buch aufmerksam wurde hatte ich von Levy noch nie etwas gehört. Levy scheint als Journalistin sehr erfolgreich zu sein, sie ist preisgekrönt und schreibt für den New Yorker.


Inhalt
Levy erzählt wie sie aufgewachsen ist, von ihrem beruflichen Werdegang und ihrer Ehe. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf einem Ereignis das ihr Leben komplett verändert hat, nämlich der Verlust ihrers Babys im 5ten Schwangerschaftsmonat. Für einige, kostbare Minuten durfte sie ihren Sohn in dem Armen halten bevor er stirbt.


Leseeindruck
Levy versucht aufzuarbeiten, wie sie zu der Frau wurde die sie geworden ist, was es in überhaupt bedeutet in unserer heutigen Zeit Frau zu sein und zeigt wie sie sich langsam auf diesen Monet zubewegt der alles verändert. Schließlich zeigt sie, wie sie mit diesem Ereignis lebt bzw. versucht weiterzuleben.

In ihrer Erzählung geht sie nicht chronologisch vor. Sie erzählt Passagen aus ihrer Gegenwart oder jüngeren Vergangenheit du nimmt diese als Anlass über etwas vollkommen anderes aus ihrer Kindheit zu erzählen. Dies ist auch mein großer du einziger Kritikpunkt an Levys Biographie. Das Buch wirkt durch das schnelle hin- und herspringen in den Zeitebenen etwas unstrukturiert und ziellos. Stellenweise war es mir nicht möglich in dem erzählten einen roten Faden zu erkennen oder nachzuvollziehen warum die Autorin auf von einem bestimmten Ereignis oder einer bestimmten Person aus ihrer Vergangenheit erzählt. Dies beziehe ich vor allem aus den Rückblenden in ihre Kindheit und Jugend. Die jüngeren Ereignissen, ihrer Ehe und Mutterschaft werden dafür sehr eindringlich porträtiert.

Levys Leben scheint zunächst perfekt. Sie sie will als Frau frei und unkonventionell sein, sich nicht an das gängige Geschlechterbild anpassen. Sie lernt ihre große Liebe Lucy kennen, zieht mit ihr zusammen und heiratet sie, bekommt einen Job beim renommierten Magazin New Yorker, bereist viele unterschiedliche Länder und trifft spannende Menschen und bekannte Persönlichkeiten. Levy hat das perfekte Leben. Bis sie anfängt Fehlentscheidungen zu treffen und offensichtliche Probleme in ihrer Ehe nicht wahrnehmen will. Am Ende steht sie mit nichts da.

Schonungslos ehrlich berichtet die Autorin von ihren Fehlern, was sie mit ihr und ihrer Partnerin gemacht haben. Sie schafft es ihre Gefühle in ihren Krisenzeiten eindringlich wiederzugeben. Am stärksten erzählt sie von der Geburt ihres Sohnes und der Zeit danach. Levy schafft es ein hohes Maß an Emotionalität über ihr Schreiben zu vermitteln das mich als Leserin stark packen und berühren konnte obwohl ich nie einen Schicksalsschlag wie den ihren durchleben musste.


Fazit
Eine bewegende und emotionale Lebensgeschichte über Erfolg, Verlust und Scheitern, und über die Zeit danach. Dem verzweifelten Versuch mit dem klarzukommen was vom Leben übrigbleibt.

Bewertung vom 19.07.2017
In der Liebe ist die Hölle los / Catalea Morgenstern Bd.1
Schröder, Benne

In der Liebe ist die Hölle los / Catalea Morgenstern Bd.1


ausgezeichnet

HÖLLISCHER SPAß

„Eine repräsentative Erhebung hat ergeben, dass 89 % aller Menschen in Ihrer Situation bei den folgenden Informationen erschrecken“
Aus: Ratgeber für die Toten. 783. Auflage
Verlag der Finsternis

„In der Liebe ist die Hölle los“ ist der Erstling des deutschen Autors und Radiomoderators Benne Schröder. Es handelt sich um den ersten Teil einer 2teiligen Romanreihe aus dem Bereich Urban Fantasy/ Romantasy.

INHALT
Catalea Morgenstern, Tochter des Teufel wird von ihrem Vater gezwungen in das Familienunternehmen „Die Firma“ einzusteigen und tote Seelen auf ihrem Weg in die Hölle zu begleiten. Die halbsterbliche Höllentochter ist von ihrem Erbe und der Firma jedoch alles andere als begeistert und hat massive Anpassungs- und Eingewöhnungsprobleme. Sehr schnell gerät sie in Schwierigkeiten und ist auf der Flucht vor den eigenen Leuten und ist damit plötzlich in der Situation das sie sich mit ihrem Erbe arrangieren muss, wenn sie überleben will. Unterstützt wird sie dabei von dem in Ungnade gefallenen Totenanwalt Timur.

LESEEINDRUCK
Der Roman lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Der Schreibstil ist locker, spritzig, humorvoll und sehr frech. Catalea ist eine junge Frau mit starker eigener Meinung die oft gegenteilig zu ihrem Umfeld ist. Sie flucht gerne, ist dickköpfig, intelligent und bodenständig. Mit ihr als Hauptfigur habe ich mich auf Anhieb angefreundet da sie sehr sympathisch ist.

Auch alle weiteren Figuren sind habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen (zumindest die „guten“ Bösen). Auf ihrem Weg trifft Catalea auf weitere Unterstützer die alle toll dargestellt werden. Durch die Bank weg handelt es sich um Figuren mit hohem Wiedererkennungswert die unterhaltsam und skurril sind und sich angenehm von den gängigen Sidekicks die man aus diesem Genre gewohnt ist abheben.

Der Großteil des Romans wird von Catalea aus der Ich-Perspektive geschildert. Die Kapitel werden immer wieder von kursiv gedruckten Einschüben unterbrochen bei denen es sich um Auszüge aus dem „Ratgeber für die Toten“ handelt. Einem Leitfaden für Tote die den Seelen dabei helfen soll sich in der Hölle einzuleben. Diese Auszüge allein sind absolute Lesehighlights mit extrem viel extrem dunklem Humor.

Für mich hat an keiner Stelle des Romans die Spannung bzw. der Lesespaß nachgelassen. Immer wieder hat der Autor mit neuen mit neuen Ideen aus dem Höllenkosmos überrascht. Auch Cataleas innerer Kampf gegen ihr Familienerbe sowie das Rätsel wer hinter der Verschwörung gegen sie steckt ist glaubhaft und spannend bis zum Schluss.

Neben der Flucht vor den Höllenwesen kommt natürlich auch die Liebe nicht zu kurz, auch hier fiebert man bis zum Ende mit ob alles gut ausgeht oder nicht. Mit Timur gibt es ein Love Interest der mindestens genauso dickköpfig ist wie Catalea weswegen die beiden sich immer wieder herrlich unterhaltsam in die Haare kriegen.


FAZIT
Mir hat diese Lektüre wirklich „höllischen Spaß“ bereitet und genau meinen Humor getroffen. Wer jedoch ein Problem mit dunklem Humor oder einer Protagonistin hat die gerne und oft Kraftausdrücke benutzt oder flucht, dem würde ich raten von diesem Roman Abstand zu nehmen. Alle anderen werden mit einer absolut kuriosen Tour de Force belohnt bei der man sich – Gott sei Dank ;-) – auf eine Fortsetzung freuen darf.

Bewertung vom 19.07.2017
Parablüh. Monologe mit Sylvia
Travnicek, Cornelia

Parablüh. Monologe mit Sylvia


ausgezeichnet

LYRIK INSPIRIERT LYRIK

„Parablüh – Monologe mit Sylvia“ ist ein Gedichtband der österreichischen Autorin und Lyrikerin Cornelia Travnicek. Inspiriert ist der Band von Sylvia Plaths „Der Koloss“. Zu jedem Gedicht gibt es in „Parablüh“ ein Gegenstück. Chronologisch sind alle Gedichte entsprechend dem „Koloss“ geordnet, so dass man beide Werke gut parallel lesen kann, so wie ich es gemacht habe.


LESEEINDRUCK
Travniceks „Parablüh“ ist keinesfalls eine „Neuauflage“ des „Koloss“ oder der Versuch einer Nachdichtung. Ganz im Gegenteil! Travnicek nutzt Plaths Originale als Inspirationsquelle aus der sie etwas ganz Neues, Eigenes erschafft. Manchmal greift sie dabei das Thema wieder auf oder auch nur ein einzelnes Element und bringt es in einen aktuellen Kontext oder nutzt es zum Ausdruck eigener Gedanken und Erfahrung. Beide Künstlerinnen drücken sich in ihren Werken ganz klar mit ihrer eigenen Stimme und Persönlichkeit aus. Plaths Gedichte sind durchzogen von den Depressionen, der inneren Zerrissenheit und der Todessehnsucht unter der die Lyrikerin Zeit ihres Lebens gelitten hat. Diese düstere Grundstimmung wird von Travniceks nicht aufgegriffen. Die Sprache ist leichter ohne dabei ein Ernsthaftigkeit zu verlieren. Die einzelnen Gedichte rühren auf, bewegen, regen zur Selbstreflektion an oder zaubern einfach mal ein Lächeln ins Gesicht.

Meine persönlichen Favoriten in „Parablüh“ waren „Bis dahin“ welches sich mit der eigenen Identität und Identitätsfindung beschäftigt und „Meine nachtwandernden Schwestern“ welches die Rolle der Frau aufgreift. Auch die Gedichte über den Herbst haben mir sehr gut gefallen welcher von Travnicek als golden, fruchtbar und Zeit des Wandels dargestellt wird. Ein weiteres Highlight dann der Abschluss des Bandes, der Zyklus über die Raunächte welcher mystisch, surreal und traumgleich anmutet.

FAZIT
Ich kann die Lektüre beider Gedichtbände in Kombination nur empfehlen. Die jeweiligen Gedichtpaare ergänzen sich untereinander sehr gut und lassen das jeweils andere Gedicht noch mal durch ganz neue Augen sehen und immer wieder neue Aspekte entdecken. Jedoch „Parablüh“ funktioniert auch eigenständig.

Beide Autorinnen haben ihre ganz eigene Erzähl- und Bildsprache in die ich mich mit jedem Gedicht etwas mehr hineinfühlen konnte und auch heimisch gefühlt habe.

Bewertung vom 19.03.2017
Die Autobiographie der Zeit
Lindner, Lilly

Die Autobiographie der Zeit


ausgezeichnet

Nach ihren beiden Autobiographien und dem Roman „Bevor ich falle“ ist „Die Autobiographie der Zeit“ bereits das vierte Werk das ich von Lilly Lindner gelesen habe. Ich liebe ihre Sprache, ihre ganz eigene Art des Erzählens.

Wer Lillys Bücher kennt weiß, dass sie es wie keine andere versteht, bedeutungsschwere Wortbilder zu malen die einem mit ihrer Schönheit verzaubern und gleichzeitig mit ihrer Schwermütigkeit und Melancholie nachdenklich stimmen. Ihre Texte sind voll von fantastischen Metaphern, Bildern und ungewöhnlichen vergleichen, nie sagt sie direkt was sie ausdrücken will sondern verpackt es in ein wunderschönes Wortgewand.

„Die Autobiographie der Zeit“ stellt hier keine Ausnahme da, ganz im Gegenteil ist sie das bisher wohl abstrakteste und experimentellste Buch das Lilly bisher geschrieben hat. Ein poetischer Roman mit wenig Worten und doch genau genug Worten. Die Kapitel sind nie länger als eine Seite, manchmal nur einen Satz lang, begleitet mit zahlreichen, wunderschönen Illustrationen.

Durchlesen kann man das Buch problemlos an einem Abend, jedoch ist es alles andere als eine nebenbei- oder Zwischendurchlektüre.
Anders als bei ihren anderen Büchern schreibt Lilly hier einen Fantasyroman. Die Geschichte von vier Teenagern auf dem Planeten Winter, die sterben müssen um in unserer Welt als die Supermächte „Abgrund“, „Raum“ , „Beständigkeit“ und „Zeit“ ewig zu Leben und zu walten. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der Zeit, die versucht die Menschen und ihr handeln zu verstehen. Sie grübelt darüber wie die Menschen in Beziehung zu sich selbst, zu anderen und vor allem zur Zeit stehen. Je älter sie wird umso melancholischer und verzweifelter wird sie darüber, wie die Menschen ihre Zeit vergeuden.

Unterbrochen wird dieses Erleben und diese Beobachtungen durch die Versuche der vier ihren Verpflichtungen als Supermächte möglichst gut Nachzukommen und den menschen und sich selbst ihre Zeit unter den Menschen die sie so wenig verstehen möglichst angenehm zu gestalten.
Die Beobachtungen der Zeit sind oft geradezu philosophischer Natur die eine tiefe Wahrheit enthalten.


Mich hat das Buch sehr berührt und etwas melancholisch zurückgelassen. Lilly Lindner scheint den Menschen und seine Beweggründe und sein handeln besser zu durchschauen als die meisten Menschen und regt mit diesem Buch zum nachdenken an. Ich werde das Buch sicherlich noch einige Male lesen und immer wieder etwas Neues, Besonderes und Wahres in ihren Worten finden das mir beim vorherigen lesen entgangen ist.

Wer auf der Suche nach einem Unterhaltungsroman ist in den man abtauchen und bei dem man abschalten kann, dem würde ich von diesem Buch stärksten abraten. Auch wer sich ein typisches Fantasybuch erhofft wird enttäuscht sein.
Wer jedoch bereit ist sich darauf einzulassen der wird nach der Lektüre des Romans innerlich sicher reicher sein als zuvor.
Von mir ganz klare 5 Sterne.

12