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lisas_worldofbooks

Bewertungen

Insgesamt 65 Bewertungen
Bewertung vom 11.01.2026
Thao, Dustin

Finde mich, Oliver


ausgezeichnet

Eine Fortsetzung, die mich emotional sehr packen konnte

Obwohl Olivers bester Freund Sam vor über einem Jahr gestorben ist, schreibt Oliver ihm trotzdem immer noch Nachrichten. Als er Sams alte Nummer eines Tages versehentlich anruft, geht tatsächlich jemand hin. Es ist allerdings nicht Sam, sondern Ben, ein College-Student aus Seattle, der für Oliver jedoch nicht lange ein Fremder bleiben wird. Oliver weiß, dass er die Nummer nicht mehr anschreiben sollte, allerdings bekommt der Ben einfach nicht mehr aus dem Kopf …

Die Charaktere:

Oliver ist ein sehr sympathischer Protagonist, welcher sehr stark vom Verlust seines besten Freundes getroffen wurde und seitdem sehr struggled. Ich habe es sehr genossen über ihn zu lesen, da er sehr authentisch ist und eine tolle Entwicklung im Buch durchmach.
Ben ist ein bisschen ein kleines Mysterium und genau deshalb ist er so ein spannender Charakter.
Wieder von Julie zu lesen, war auch ganz schön, aber die Nebencharaktere haben eigentlich keine große Rolle im Buch gespielt.

Die Umsetzung:

Oliver tat mir tatsächlich schon in "Bleib bei mir; Sam" sehr leid und auch wenn die Geschichte rund um Julie und Sam nicht ganz mein Fall war, musste ich einfach wissen, wie es mit Oliver weitergeht. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm zu lesen, einfach gehalten und flüssig und zudem ist das Buch aus Oliver Sicht geschrieben.
Ich habe das Buch tatsächlich fast komplett in einem Rausch durchgelesen und war wie gefesselt. Wie in den anderen Geschichten des Autors, gibt es wieder eine nennen wir es mal Anomalie, welche zutage tritt, wenn sich die Protagonisten persönlich begegnen. Ich mochte dieses Detail an der Geschichte und wollte dadurch immer weiterlesen.
Die sich zwischen den Protagonisten entwickelnde Liebesgeschichte war sehr schön und man sollte sich auf jeden Fall darauf einstellen, dass es keine unbedingt glückliche, sondern eher eine generell etwas traurigere Geschichte ist.
Was vielleicht nicht für jeden etwas sein könnte, ist das Ende, allerdings fand ich dieses einfach unheimlich genial und ich wurde tatsächlich sogar etwas zu Tränen gerührt.

Mein Fazit:

Ich fand dieses Buch super emotional, unheimlich mitreißen und ich konnte es kaum zur Seite legen. Wer mal wieder Lust auf etwas ein bisschen Traurigeres hat, sollte sich das Buch unbedingt anschauen. Die Geschichte bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 11.01.2026
Bailey, Ada;Gold, Alessia;Knopf, Anna

Meet Me Under the Mistletoe


sehr gut

Viele richtig tolle Geschichten, mit ein paar Ausnahmen

Dieses Buch beinhaltet 24 weihnachtliche und romantische Geschichten und zudem noch eine Silvesterbonusgeschichte. Manche der Geschichten sorgen für Herzflattern, ein paar vielleicht auch für Unglauben aber alles in allem hat man vor allem viele schöne Geschichten um sich die Zeit bis Weihnachten zu überbrücken.

Die Umsetzung:

Ich hatte zuvor noch nie einen Adventskalender in Buchform und deshalb war ich besonders gespannt auf diesen hier. Ein paar der Autorinnen wie Valentina Fast, Sarah Saxx und Beril Kehribar kannte ich auf jeden Fall schon und war deshalb sehr gespannt auf die Kurzgeschichten.
Das Prinzip an sich finde ich echt super und jeden Tag nur um die 10–20 Seiten zu lesen, ist auch total machbar.
Bei Kurzgeschichtenbüchern ist es ja immer relativ schwer zu sagen, wie man das Buch generell fand, da es immer mal Geschichten gibt, die nicht so toll waren und dann auch welche, welche man richtig geliebt hat. Ich würde hier auf jeden Fall sagen, dass ich die meisten Geschichten echt toll fand. Die Geschichte Nummer 14 "Der goldene Totenkopf" von Regina Meissner passte allerdings meiner Meinung nach gar nicht in dieses Buch, da an der Geschichte nichts romantisch oder weihnachtlich war, was sehr schade war. Generell würde ich sagen, dass mir allerdings nur so 6 oder so der Geschichten nicht wirklich gefalle haben.
Besonders gefallen hat mir hingegen, dass auch Geschichten dabei waren, die in anderen Zeiten gespielt haben, was ich jedoch wieder nicht ganz so gut fand, waren die Geschichten, welche in Fantasywelten spielen, da man in den paar Seiten nicht genug Kontext geben kann, um die Geschichte ganz zu verstehen.

Mein Fazit:

Ich kann dieses Adventskalenderbuch jedem empfehlen, der viele schöne Weihnachtsgeschichten lesen möchte, welche nicht allzu lang sind und einem die Vorfreude auf Weihnachten versüßen, weshalb das Buch von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

Bewertung vom 11.01.2026
Muñoz, Lauren

Very Dangerous Things - Mord nach Plan


sehr gut

Trotz der Längen am Anfang ein guter Jugendthriller

Dulce besucht die J. Everett High, eine Schule an der die Schüler zu Kriminologen ausgebildet werden. Jedes Jahr findet dort einen Wettbewerb statt, in welchem die Schüler durch vorbereitete Autopsieberichte, Zeugenaussagen und Beweise ein inszeniertes Verbrechen aufklären müssen. Dulce möchte den Preis dieses Jahr unbedingt gewinnen und das zusammen mit ihrer besten Freundin Emi und ihrem neuen Forensik-Mitschüler Zane. Als das Spiel beginnt wird es jedoch zur grausamen Realität, denn einer ihrer Mitschüler wurde ermordet und die drei müssen all ihre Fähigkeiten darauf verwenden seinen Mörder zu finden.

Die Charaktere:

Ich mochte Dulce, da sie an sich sehr intelligent ist, eine schnelle Auffassungsgabe hat und ich sie sehr gut nachvollziehen konnte, allerdings trotz diesen ganzen Eigenschaften übersah sie mehrere Sachen, welche eigentlich relativ klar waren.
Ihre beiden Freunde mochte ich ebenfalls und vor allem die vielen Vergangenheitseinschübe mochte ich sehr, da diese eine gewisse emotionale Nähe aufgebaut haben.
Generell echt toll fand ich, dass die Nebencharaktere alle ihre eigenen einzigartigen Charaktereigenschaften und Geheimnisse hatten und man nie wusste, wer jetzt eigentlich gut oder böse ist.

Die Umsetzung:

Ich habe schon "Suddenly a Murder" von der Autorin gelesen und nachdem ich das Buch geliebt hatte, musste ich dieses einfach auch lesen und ich muss sagen, dass ich die Geschichte hier etwas schwächer fand. Der Schreibstil war hier wieder sehr gut, da er einfach zu lesen, flüssig und bildlich war, das Buch ist zudem aus der Sicht von Dulce geschrieben. Der Beginn war relativ zäh, da im ersten Drittel des Buches eigentlich nur thematisiert wurde, dass Dulce den wahren Grund des Todes ihrer Mutter aufklären wollte und die Leiche gefunden wurde. Als dieser Teil dann durch war, kam die Geschichte deutlich mehr in Fahrt und das raten, wer der Mörder ist, begann. Ich glaube, ich habe im Laufe des Buches so gut wie jeden verdächtigt und den Plot Twist am Ende habe ich auf keinen Fall kommen sehen und der hat die Geschichte noch mal etwas hochgezogen. Die Autorin führt zuerst auf mehrere Fährten und man denkt, man weiß, was abgeht, dann werden diese jedoch anders ausgelegt und die Auflösung am Schluss klärt alle noch offenen Fragen.

Mein Fazit:

Ich fand den Thriller trotz seiner Länge gut, meine Erwartung konnte das Buch nach "Suddenly a Murder" allerdings nicht ganz erfüllen. Trotz allem habe ich die Geschichte gerne gelesen und auch wegen des ziemlich guten Endes, gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 11.01.2026
Zett, Alicia

Zwischen uns die Wolken / Camp Rainbow Bd.2


ausgezeichnet

Ein unheimlich tolles Buch über Selbstliebe und Geschwisterliebe

Malin und ihre Zwillingsschwester Lila könnten nicht unterschiedlicher sein und als Lila ihre beste Freundin küsst und anschließend von ihren Freunden verstoßen wird, entschließt sie sich, mit ihrer Schwester ins Camp Rainbow zu gehen. Lila verabscheute das Camp lange Zeit und die Ankunft dort war für sie nicht einfach, allerdings fühlte sie sich nach und nach dort total verstanden und hätte damit absolut nicht gerechnet. Als Malin und Lila dann erfahren, dass das Camp geschlossen werden soll, geben sich beide so viel Mühe wie möglich, um diesen Ort zu retten und um sich wieder näher zu kommen.

Die Charaktere:

Wie schon im ersten Teil fand ich Malin richtig toll und ich habe mich unheimlich gefreut von ihr und allen anderen Campbewohnern wieder zu lesen. Lila war im ersten Teil sehr mies zu ihrer Schwester und dementsprechend fand ich sie auch nicht wirklich sympathisch, zu Beginn des Buches hielt diese Haltung auch noch an, allerdings änderte sich das dann nach Ankunft im Camp immer mehr. Lila hat eine richtig tolle Charakterentwicklung in diesem Buch durchgemacht und diese zu begleiten fand ich richtig toll, da ich sie oft einfach sehr gut nachvollziehen konnte.

Die Umsetzung:

Nach Band 1 war ich super gespannt auf Lilas Geschichte und ich bin total überrascht worden. Der Schreibstil war wieder super einfach zu lesen, sehr bildlich und flüssig und zudem ist die Geschichte aus der Sicht von Malin und Lila geschrieben. Zu Beginn merkte man direkt, wie sehr Lila damit kämpft queer zu sein und zudem auch noch in ihre beste Freundin verliebt zu sein. Sie versteckt sich hinter einer Fassade, welche sie mühevoll aufgebaut hat und welche komplett darauf ausgerichtet ist, den Menschen an ihrer Schule zu gefallen. Als der verhängnisvolle Kuss fällt und Lila ins Camp Rainbow geht, lässt sie sich auf absolut nichts ein und war wirklich etwas unsympathisch. Mit der Zeit konnte man allerdings immer besser verstehen, warum sie so handelt, wie sie nun mal handelt.
Ich fand die Themen, welche dieses Buch wieder aufgegriffen hat einfach toll und ich habe mich irgendwo auch bei manchen Problemen, welche Lila hat, verstanden gefühlt, auch wenn ich jetzt nicht die genau selben Probleme habe.
Ich finde es tatsächlich sehr schade, dass die Reihe inzwischen zu Ende ist, da das bis jetzt die besten Bücher waren, die ich von Alicia Zett gelesen habe und ich fand diesen Teil sogar besser als den ersten Teil der Reihe.

Mein Fazit:

Ich liebe die Reihe um das Camp Rainbow, Malin und Lila. Ich kann jedem die Dilogie ans Herz legen und am besten sollte man Band eins vor Band 2 lesen, man könnte sie allerdings auch unabhängig voneinander lesen. Die Reihe ist authentisch, behandelt wichtige Themen und konnte mich einfach total von sich überzeugen. Dieser Teil hier bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 11.01.2026
Odette, Tessonja

To Carve a Fae Heart - Fair Isle 1


ausgezeichnet

Fesselnde Romantasy-Story mit vielen spannenden Wendungen

Um den Frieden zwischen den Fae und den Menschen zu wahren, werden alle 100 Jahre zwei junge Frauen ausgewählt, um als Bräute in die Fae-Welt zu gehen. Evie ist genau zu diesem Zeitpunkt 18 geworden und ausgerechnet sie und ihre Schwester werden bei der Ernte ausgewählt, um den monströsen Fae-König und sein Bruder zu heiraten. Prinz Kobalt ist sehr zuvorkommend und aufgeschlossen den Mädchen gegenüber, König Espen ist jedoch das genaue Gegenteil von seinem Bruder. Evie kann ihn vom ersten Moment an nicht leiden, allerdings ist sie komischerweise auch fasziniert von ihm und sollte definitiv aufpassen …

Die Charaktere:

Evie ist die jüngere Schwester der beiden und hatte sich schon immer um ihre große Schwester gekümmert, sie kümmert sich generell gerne um die Menschen, welche sie liebt und beschützt diese. Ich mochte sie sehr, auch wenn ich ein paar einzelne Entscheidungen nicht ganz so sehr verstanden habe.
Ihre kleine Schwester mochte ich leider nicht, da sie absolut unselbstständig ist und das Einzige, was für sie zählt, ist materieller Natur.
Der Prinz war ein interessanter Charakter, da er vor allem zum König so unterschiedlich war und ich fand ihn sehr spannend.
Der König hingegen wirkte nicht ganz so freundlich, jedoch teilte er sich einfach ungern mit und umso mehr ich über ihn erfuhr, umso besser konnte ich ihn verstehen.
Insgesamt waren die Charaktere generell sehr spannend und ich hoffe, dass ich bald mir von ihnen lesen kann.

Die Umsetzung:

Die Aufmachung des Buches fand ich sehr hübsch und auch die Karte im Inneren des Buches mochte ich sehr. Der Schreibstil war einfach gehalten, flüssig zu lesen und sehr bildlich und zudem ist das Buch aus Sicht von Evie geschrieben.
Direkt zu Beginn des Buches war ich gefesselt von der Geschichte. Ich kam richtig gut in die Geschichte hinein und dieser Sog, welcher eintritt, wenn man eine sehr gute Romantasy-Geschichte liest, trat direkt ein. Ich mochte die Charaktere und die Idee der Geschichte sofort und konnte das Buch tatsächlich auch kaum zur Seite legen. Die Geschichte ist eine dieser Geschichten, welche man an einem Tag weglesen kann und auch wenn nicht alle Details so passend für die Geschichte waren, habe ich sie einfach sehr gerne gelesen. Die Gefühle zwischen unserem Protagonisten, hätten vielleicht ein bisschen mehr sein können, denn dass sich die beiden verliebten war irgendwie etwas unbegründet, jedoch fand ich die Spannungselemente ganz gut. Ich hatte ein paar der Sachen tatsächlich schon vermutet, wurde allerdings dennoch überrascht. Das Ende hat tatsächlich auch einen Cliffhanger, wobei ich den nicht als ganz so schlimm empfinde und ich bin super gespannt auf das, was in Teil 2 passieren wird.

Mein Fazit:

Ich habe die Geschichte unheimlich gerne gelesen und wer Romantasy liebt und Geschichten super findet, die man an einem Stück durchlesen kann, sollte sich das Buch auf jeden Fall mal anschauen. Ein sehr gutes Buch für zwischendurch. Die Geschichte bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 11.01.2026
Taylor, Madeline

Heir of Illusion


ausgezeichnet

Ein sehr gelungener und fesselnder Reihenauftakt

Offiziell ist Ivy das "Häschen" und die persönliche Assassine vom grausamen König Baylor, nachts verwandelt sie sich jedoch in das "Phantom", um Menschen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. Ihre eigentliche Aufgabe ist es jedoch eine magische Waffe zu finden, welchen den Halsring zerstören kann, mit dem der König sie beeinflussen kann. Eines Tages taucht Thorne, ein Seelenfänger, auf, denn er möchte die Waffe ebenfalls und demnach ist er eine Gefahr für Ivy, zugleich allerdings auch eine große Versuchung …

Die Charaktere:

Ivy war mir direkt sympathisch, sie ist stark, lässt sich von niemandem etwas bieten, weiß allerdings auch, wenn sie lieber nachgeben sollte, da gerade noch nicht der Zeitpunkt für Rache gekommen ist. Ich habe es geliebt ihre Sicht mitzuverfolgen und fand diese auch sehr nachvollziehbar.
Thorne ist sehr mysteriös, wirkt ziemlich gefährlich, es wirkt, hätte er einen äußerst großen Beschützerinstinkt und außerdem ist es einfach unheimlich toll zu sehen wie er mit Ivy interagiert.
Nebencharaktere waren ebenfalls gutgeschrieben und das, auch wenn man sie nicht unbedingt leiden kann.

Die Umsetzung:

Der Einstieg in das Buch war sehr packend und der Schreibstil hatte einiges dazu beigetragen, da er sehr schön zu lesen, einfach gehalten und sehr bildlich ist. Wie gesagt war der Anfang super spannend und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Irgendwann ab der Hälfte hatte ich mal eine kurze Pause eingelegt, aber danach konnte ich das Buch wieder nicht zur Seite legen, da es eine spannende Wendung nach der nächsten gab.
Die Anziehung zwischen den Protagonisten war von Anfang an definitiv vorhanden und ich habe es geliebt, wenn die beiden einander einen Schlagabtausch geliefert haben.
Wie sich die Storyline zudem entwickelt hatte, habe ich so nicht kommen sehen und es waren definitiv viele unerwartete, spannende und richtig gute Wendungen dabei.
Das Ende war dann auch sehr gelungen und vor allem die Kampfszenen fand ich sehr gut beschrieben. Das Buch endet auf jeden Fall mit einem ziemlich miesen Cliffhanger und ich bin super gespannt wie es weitergeht.
Für Band zwei hoffe ich, dass mehr auf das Magiesystem eingegangen wird und ich bin gespannt, ob alle Fragen beantwortet werden können.

Mein Fazit:

Ich habe dieses Buch unheimlich gerne gelesen und kann es jedem der gerne Romantasy liest nur ans Herz legen. Tolle Protagonisten, eine spannende Storyline und viel Potenzial für Band 2. Dieser Reihenauftakt bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 02.01.2026
Buckingham, Royce

Anwälte und andere Monster / Monsteranwalt Daniel Becker Bd.3


ausgezeichnet

Eine großartige Reihenfortsetzung mit viel Humor

Monsteranwalt Daniel Becker bekommt wieder viele neue Fälle, darunter ein Liebesgott, welchem droht nach Italien abgeschoben zu werden, ein kiffender Jungdrache, welcher aus dem Zoo ausbrechen muss und zudem hat Daniel selbst mit einer Klage zu kämpfen. Er begibt sich in brenzlige Situationen, versucht weiterhin herauszufinden, wer es auf ihn abgesehen hat und bekommt zudem Unterstützung von einem waschechten Vampir …

Die Charaktere:

Wie schon in den letzten Bänden fand ich die Charaktere wieder einmal total genial. Die Besatzung der Kanzlei ist einfach perfekt, und die neuen Klienten, die in diesem Teil hinzukommen, waren richtig gut geschrieben, skurril und nicht unbedingt die typischen Monster, die man erwartet. Auch die menschlichen Charaktere waren sehr interessant.

Die Umsetzung:

Ich habe mich sehr auf den Finalen Band gefreut, da nach dem letzten Band noch einige Fragen offen waren und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Generell kann man die Bücher der Reihe unabhängig voneinander lesen, ich würde jedoch davon abraten, da vor allem in diesem Band sehr viel auf die vorherigen Teile angespielt wird, ohne noch einmal viel zu erklären.
Die Fälle, die Daniel Becker diesmal gelöst hat, waren unglaublich abwechslungsreich: von einem relativ breiten und nackten Amor bis zu einem mysteriösen Auftrag für die Bürgermeisterin war alles dabei.
Der Humor dieser Bücher ist einfach großartig, und um mal richtig abzuschalten, sind sie einfach perfekt.
Dadurch, dass Daniel Becker nun von einem Dämon gejagt wird, enthält das Buch auch ziemlich viel Spannung, außerdem gefiel es mir super, alte Charaktere wiederzutreffen.
Was ich allerdings ein klein bisschen schade fand, war, dass sehr viele Charaktere gestorben sind. Ich möchte dazu nicht zu viel verraten, aber manche der Tode fand ich etwas unnötig. Wären diese nicht gewesen, wäre das Buch für mich ein absolutes Highlight geworden, so jedoch leider nicht ganz.

Mein Fazit:

Dieser Band hat die Reihe super abgeschlossen, und ich kann jedem, der humorvolle, skurrile und auch etwas dunklere Geschichten mag, die Reihe rund um den Monsteranwalt sehr empfehlen. Der Abschluss der Reihe bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 07.12.2025
Ahdieh, Renée

The Wrath and the Dawn (Deutsche Ausgabe)


sehr gut

Ein schöner Auftakt dieser sehr orientalischen Reihe

Jede Nacht heiratet der gefürchtete Kalif von Chorasan eine neue junge Frau aus seinem Volk und am Morgen darauf lässt er jede von ihnen hinrichten. Als Shahrzads beste Freundin eben dieses Schicksal erleidet, schwört sie Rache und meldet sich freiwillig als Braut. Sie erhofft sich dadurch die Schwachstellen des Kalifen zu finden und ihn anschließend zu töten. Durch einen Trick schafft sie es verschont zu werden, jedoch lernen sich die beiden immer besser kennen und Shahrzad fragt sich, ob mehr hinter der grausamen Fassade des Kalifen steckt …

Die Charaktere:

Shahrzad ist eine starke Protagonistin, welche alles opfern würde, um ihre Freundin zu rächen. Sie ist sympathisch und lässt sich von niemandem etwas vorschreiben. Ihre Überzeugungen kommen jedoch mit der Zeit ins Wanken und ich fand es sehr interessant, ihre Gedankengänge und Taten zu verfolgen.
Der Kalif war mir zu Beginn gänzlich unsympathisch, da man seine Beweggründe einfach nicht verstehen konnte. Umso mehr man erfuhr, umso nahbarer und verständlicher wirkte er allerdings. Er ist definitiv kein guter Mensch, allerdings hat jedes Problem seine Ursache und ich bin schon gespannt darauf, wie er sich im zweiten Band verhält.
Die Nebencharaktere fand ich eigentlich ganz interessant, vor allem den Chef der königlichen Garde und die Magd von Shahrzad mochte ich sehr.

Die Umsetzung:

Ich fand das Cover richtig toll, da ist direkt diesen 1001 Nacht-Vibe verströmt. Direkt zu Beginn habe ich gemerkt, dass das Buch aus der Erzählperspektive geschrieben ist und zudem der Schreibstil für mich persönlich etwas anstrengender zu folgen ist. Die Sätze sind etwas umständlich zu lesen, vor allem da sehr viele Begriffe fallen, welche man schlicht nicht kennt, da sie sehr spezifische Begriffe für Kleidung, etc. sind oder auch einfach eine andere Sprache. Für manche Begriffe gibt es im Glossar am Ende des Buches die Bedeutung, allerdings leider nicht für alle. Meinen Lesefluss hat das tatsächlich zwischendurch schon etwas gestört.
Die Geschichte an sich mochte ich tatsächlich deutlich mehr, als ich erwartet hatte. Der Anfang hat es mir ein bisschen schwer gemacht, in die Geschichte zu kommen, jedoch war ich spätestens als Shahrzad die erste Nacht beim Kalifen lebend überstanden hat, sehr gefesselt. Die Liebesgeschichte an sich gab mir schon ein bisschen das Gefühl von Stockholmsyndrom, allerdings muss ich sagen, dass ich sie einfach unheimlich gerne gelesen habe. Warum Shahrzad auf einmal so positive Gefühle für den Kalifen entwickelt hat, konnte ich teils nicht ganz nachvollziehen, da er ein ziemlicher Miesling war, unterhaltsam war die Geschichte allerdings trotz allem und auch die Atmosphäre im Buch gefiel mir sehr.

Mein Fazit:

Das Buch ist auf jeden Fall etwas komplizierter zu lesen und die Liebesgeschichte konnte manchmal schon nicht unbedingt ganz so nachvollziehbar sein, jedoch war das Buch, als ich erstmal in die Geschichte hereinkam, unheimlich unterhaltsam und ich freue mich schon auf Band 2. Das Buch bekommt 4 von 5 Sterne von mir.

Bewertung vom 30.11.2025
Shen, L. J.;Huntington, Parker S.

My Dark Prince / Dark Prince Road Bd.3


sehr gut

Ein Buch, das Lust auf die anderen Teile der Reihe macht

Briar und Oliver kennen sich schon ewig und waren auch für eine Weile ein Paar, bis Oliver Briar einfach ohne Erklärung alleine gelassen hat und jeden Kontaktversuch ihrerseits abgeblockt hatte. Nach 15 Jahren treffen sich die beiden wieder und durch viele unvorhergesehenen Zufälle kommt es dazu, dass die beiden verlobt sind, obwohl zumindest Briar Oliver eigentlich nicht mehr leiden kann, die Anziehung zwischen den beiden ist jedoch immer noch vorhanden …

Die Charaktere:

Briar ist eine sympathische junge Frau, die viel durchgemacht hat und auch aus den negativen Seiten ihres Lebens etwas Positives mitgenommen hat. Sie hätte etwas charakterstarker sein können, da sie sich öfters vorgenommen hatte bei Oliver nicht so schnell klein beizugeben, sich daran allerdings nicht immer gehalten hat.
Oliver mochte ich leider nicht ganz so sehr, vielleicht fände ich ihn sympathischer, hätte ich die anderen Bände gelesen, aber so mochte ich ihn nicht unbedingt. Er hatte ein paar echt süße Momente, aber im Großen und Ganzen hatte er sich oftmals echt mies Verhalten und dieses Benehmen kann man nicht so einfach entschuldigen. Er ist ein unheimlich reicher Mann, welcher sich nicht mit seinen Gefühlen auseinandersetzt und dann unüberlegt handelt. Er hatte zwar eine positive Charakterentwicklung, allerdings konnte diese den Großteil seines vorherigen Handelns nicht gänzlich besser machen.
Die Nebencharaktere fand ich allerdings echt lustig und freue mich schon sehr mehr über sie in Band 1 und 2 zu erfahren.

Die Umsetzung:

Ich hatte von jemandem gehört, dass dieses Buch unheimlich toll sein soll und ich habe es tatsächlich gelesen, ohne dass ich die vorherigen beiden Bände gelesen habe und vermutlich hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich das getan hätte. Der Schreibstil der Geschichte gefällt mir sehr, de er einfach und bildlich war und dass das Buch aus Briar und Olivers Sicht geschrieben ist, gefiel mir ebenfalls.
Was mir direkt zu Beginn aufgefallen ist, war, dass sich die Vorgeschichte sehr gezogen hat, denn es geht ziemlich viel über die Vergangenheit der beiden und wie sie sich kennengelernt haben, bzw. über ihre früheren Gefühle füreinander. An sich fand ich das gut, allerdings hätte man diesen Teil etwas kürzer halten können, da er nicht wirklich spannend war. Der fesselnde Teil kam erst ab circa der Hälfte der Geschichte.
Zu Beginn konnte ich nämlich absolut nicht verstehen, wie sich zwischen Briar und Oliver eine Liebesgeschichte entwickelt haben soll, da er echt ein A**** ist.
Der Klappentext spiegelte meiner Meinung nach den Inhalt der Geschichte übrigens echt schlecht wider, da die erwähnte Verlobung erst sehr spät kam und ich die ganze Zeit nur darauf gewartet hatte.
Wie gesagt war der Anfang sehr langatmig, die zweite Hälfte des Buches, fand ich allerdings ausgesprochen unterhaltsam und an sich mochte ich die Idee der Story, auch wenn eine etwas andere Umsetzung mir deutlich besser gefallen hätte.

Mein Fazit:

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, die ersten beiden Bände der Reihe zu lesen, sonst war das Buch bis auf den manchmal etwas unsympathischen männlichen Protagonisten und den etwas schleppend vorangehenden Anfang eigentlich ganz gut. Die Geschichte bekommt von mir 3,5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 30.11.2025
Craig, Erin A.

Das Dreizehnte Kind


sehr gut

Die Idee war super, jedoch hatte die Umsetzung ihre Längen

Hazel ist ein ungewolltes 13tes Kind. Da ihre Eltern nicht für sie sorgen wollten, haben sie ihre Tochter einem Gott versprochen, und zwar dem Tod höchstpersönlich, Merrick. An ihrem 12ten Geburtstag nimmt Merrick seine Patentochter zu sich und sorgt dafür, dass sie die größte Heilerin des ganzen Königreichs wird. Sie hilft allerdings nicht nur den Kranken, sondern sieht ebenfalls, wenn Menschen der Tod bevorsteht und sorgt dafür, dass dieser eintritt. Die Geister, jener geplanten Seelen verfolgen sie so sehr, dass sie aus ihrem Leben ausbrechen möchte. Dann wird sie allerdings vom Hofe des todkranken Königs beauftragt, ihn zu heilen. Sie ahnt, dass der Tod des Königs verheerende Folgen haben wird und setzt deshalb alles an seine Heilung. Am Hofe lernt sie zudem Prinz Leo können und gemeinsam versuchen sie den Tod zu überlisten...

Die Charaktere:

Hazel ist mit dem Gefühl aufgewachsen, dass niemand sie wirklich in ihrer Nähe haben möchte und sie von ihren Eltern nie gewollt war. Durch die ganze Ablehnung, welche sie in ihrem Leben erfahren hat, fand ich ihre Handlungen meist sehr nachvollziehbar und mir gefiel, wie sie trotz ihrer Erfahrungen nie zu einem schlechten Menschen wurde.
Leo war tatsächlich eher eine Nebenfigur und ein relativ blasser Charakter. Er kam nicht ganz so oft vor und anfangs war er auch echt nicht ganz so sympathisch, gegen Ende wurde er sympathischer, allerdings ging diese Wandlung ein bisschen zu schnell und wirkte dadurch nicht ganz so nachvollziehbar.
Die restlichen Nebencharaktere fand ich eigentlich echt cool und vor allem der König war ein sehr interessanter Charakter. Von Marrick dagegen hatte ich mir ein bisschen mehr erhofft.

Die Umsetzung:

Das Buch ist eine Märchenadaption, jedoch muss ich gestehen, dass ich das thematisierte Märchen nicht kenne, was allerdings nicht schlimm ist. Der Schreibstil war durchgehend flüssig, einfach zu lesen und sehr bildlich, zudem ist das Buch aus der Erzählperspektive geschrieben. Ich bin an sich ganz gut in die Geschichte hineingekommen, da man Hazel eigentlich von klein auf beim Aufwachsen zuschaut und hautnah miterlebt, wie ungewollt sie eigentlich in ihrer Familie ist. Der Anfang ist super traurig, da sich niemand wirklich für Hazel zu interessieren scheint und leider zog sich der Anfang auch ein kleines bisschen, da sehr lange einfach nur erzählen wurde, wie sie aufwuchs. Als sie dann vollständig als Heilerin ausgebildet ist, beginnt die Geschichte an Fahrt zuzunehmen.
Ab diesem Zeitpunkt gab es dann auch unheimlich viele spannende Wendungen, die ich so nicht kommen habe sehen. Die Liebesgeschichte ist bis zum Ende hin tatsächlich sehr nebensächlich und wurde sonst im Buch fast nicht erwähnt, also wer nur dafür ein Buch liest, sollte hiervon vermutlich die Finger lassen. Die Geschichte mit den rastlosen Seelen der Verstorbenen und dem todkranken König hingegen war super interessant. Das Ende der Geschichte kam für mich dann aber tatsächlich ein bisschen zu plötzlich und da hätte ich mir vielleicht ein bisschen etwas anderes gewünscht.

Mein Fazit:

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, auch wenn der Anfang relativ zäh war, wer jedoch Lust auf eine Geschichte über ein junges Mädchen, welches nach unheimlich viel Ablehnung endlich zu sich selbst findet, hat, ist hier genau richtig. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.