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Benutzername: Hope
Danksagungen: 50 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 59 Bewertungen
Bewertung vom 29.10.2016
Mooresschwärze: Thriller
Shepherd, Catherine

Mooresschwärze: Thriller


sehr gut

Julia Schwarz ist Rechtsmedizinerin und geht ihrem Beruf, bedingt durch einen schrecklichen Schicksalsschlag, fast schon besessen nach.
Sie schaut auch über den Tellerrand hinaus und so nimmt sie auch Einfluss auf die Ermittlungen von Kriminalkommissar Florian Kessler.
Dieser sieht dies am Anfang mit gemischten Gefühlen, doch nach und nach lernt er
Ihr Wissen und ihr Engagement zu schätzen.
In dem neusten Fall handelt es sich um eine Moorleiche, die auf dem Weg zum Rechtsinstitut abhandenkommt.
Fieberhaft wird nach der verschwunden Leiche gesucht und dabei wird ein weiteres Opfer gefunden. Nun wird schnell klar, dass es sich um einen Serienkiller handelt und sie ihn schnellstens finden müssen.

Insgesamt fand ich den Krimi relativ gut. Es war jetzt nichts außergewöhnlich neues oder spannendes, das nicht schon in anderen Krimis an Themen aufgegriffen wurde, bis auf die Tatoos evtl.
Dennoch überzeugt der Krimi mit einem konstant gehaltenen Spannungsbogen und sympathischen Ermittlern.
An einigen Stellen war mir die Auflösung des Rätsels zwar etwas zu schnell. Allerdings hat dies der flüssige Schreibstil wieder gut gemacht.
Das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht, da es abrupt und ohne große Vorankündigung kam. Schwupps war der Mörder gefasst, obwohl er vorher so gar nicht im Buch erschienen ist.
Meiner Meinung nach ist an den vielleicht zukünftigen Fällen von Schwarz und Kessler noch etwas zu feilen. Das Ermittlerduo allerdings ist mir sehr sympathisch und wenn sie wieder auf die Jagd gehen sollten, bin ich gerne für eine weitere Chance mit dabei.

Bewertung vom 29.10.2016
Die Akte Zodiac Bd.1 (eBook, ePUB)
Geschke, Linus

Die Akte Zodiac Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die Story hat mich vom ersten Augenblick gefesselt.
Insbesondere, da er in Anlehnung an einen realen Fall aus dem Jahre 1969 in Kalifornien basiert.
Damals trieb der Massenmörder Zodiac die Ermittler zur Verzweiflung.

In Köln wird auf einem Parkplatz ein Liebespaar grausam getötet. Die Ermittler Eva Lendt und Oliver Lambrecht übernehmen den Fall. Da die Ermittlungen nicht schnell zur Aufklärung führen, wird der etwas exzentrische Fallanalytiker Marco Brock hinzugezogen. Schnell wird nun klar, dass sie es hier mit einem Serienkiller zu tun haben, der den Zodiac nachahmt.

Wie üblich, bleiben Reibereien innerhalb des Teams nicht aus. Doch gerade diese lockern die teilweise atemberaubende Spannung auf.
Die Ermittler werden sehr authentisch dargestellt, so dass ich sie mir bildlich sehr gut vorstellen konnte.
Die einzelnen grausamen Szenen werden so gut geschildert, dass Gänsehaut vorprogrammiert ist. Gerade in Verbindung mit der Tatsache, dass es diesen Täter tatsächlich gab, wenn hier auch die Story nicht authentisch ist. Dennoch hat es bei mir immer wieder ein beklemmendes Gefühl ausgelöst.
Wer ist dieser Irre, der Lust hat Liebespaare, insbesondere Frauen zu töten?
Lange Zeit war es nicht durchschaubar und der Spannungsbogen dementsprechend hoch.

Insgesamt habe ich die vier Teile regelrecht verschlungen.
Die Teile sind in sich nicht abgeschlossen, sondern führen quasi nahtlos von einem Teil zum nächsten.
Das ist auch das einzige Manko. Ich persönlich finde, man hätte die ganze Story auch komplett schreiben können und nicht in vier Teile aufteilen müssen.
Ansonsten gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 13.09.2016
Die Wahrheit
Raabe, Melanie

Die Wahrheit


gut

Auch der zweite Thriller von Melanie Raabe zog mich sofort in seinen Bann.
Die Sätze kurz und prägnant. Spannung und Verwirrung von Anfang an.
Protagonistin Sarah versucht nach 7 Jahren endlich ihre Vergangenheit und die Ungewissheit hinter sich zu lassen. Möchte sich wieder auf ihr eigenes Leben konzentrieren. Sich mit ihrem Sohn ein neues Leben, eine neue Normalität einrichten.
Genau in diesem Augenblick erhält sie die Mitteilung, dass ihr seit sieben Jahren verschwundener Ehemann wieder da ist.
Mit vollkommenen unterschiedlichen Gefühlen erwartet Sie ihren Ehemann……und steht einem Fremden gegenüber.

Die Autorin erzählt die Story aus der Sichtweise des Fremden und aus der Sichtweise von Sarah. Häppchenweise erfährt man, wie die Beziehung der beiden war, was in der Vergangenheit geschehen ist. Psychothrill vom Feinsten, bei dem man ständig in die Irre geführt wird. Gerade denkt man, dass ist jetzt die Wahrheit und schon kommt eine Kehrtwende und alles ist wieder in Frage gestellt.
Bis hier hin alles super spannend, doch dann kommt man so langsam der Wahrheit als Leser auf die Spur und fragt sich was den hier für eine Scharade gespielt wird, die doch eigentlich schon zu Beginn aufgelöst hätte werden können.
Das Ende war für mich leider absolut enttäuschend und in dieser Form eigentlich kaum nachvollziehbar. Leider kann ich nicht näher darauf eingehen, da ich sonst spoilern würde.
Von der Spannung, dem Tempo etc. alles Top. Doch das Ende…..darum nur 3 Sterne.

Bewertung vom 14.03.2016
Die Strömung / Olivia Rönning & Tom Stilton Bd.3
Börjlind, Rolf; Börjlind, Cilla

Die Strömung / Olivia Rönning & Tom Stilton Bd.3


sehr gut

Dies ist der 3. Band, doch für mich der erste aus der Reihe.
Auch wenn so einiges von den Ermittlern aus der Vergangenheit erzählt wurde, was sich wohl in Band 1 und 2 abgespielt hat, ist es für mich jetzt nicht schwierig gewesen einen Einstieg zu finden.
Vieles wurde zwar nicht im Detail, aber doch in groben Zügen erklärt, so dass sich für mich ein Bild ergab. Die Protagonisten Olivia, Mette, Tom usw. wurden sehr authentisch und glaubwürdig dargestellt. Durch die Einblicke in das Privatleben der Protagonisten wurde die Story mit ihrem sehr erschreckend aktuellen Hintergrund etwas aufgelockert.
Die Story an sich handelt von einem gerade in der heutigen Zeit sehr aktuellem Thema.
Von Rassismus, Nazismus, Fanatismus und der „Gehirnwäsche“ die in Sekten von statten geht.
Gerade weil es sich in diesem Fall um brutale Morde an unschuldigen farbigen Kleinkindern geht, geht es so richtig unter die Haut. Die Einblicke die uns die Autoren in die Welt dieser oben genannten Gruppierungen geben ist beängstigend. Viel Wahrheitsgehalt steckt darin und wer noch einigermaßen normal denkt, wird diese krankhafte Denkweise mit Entsetzen lesen.
Für mich eine absolut runde Story, die hervorragend recherchiert wurde und sich flüssig lesen lässt.
Ein Krimi der mich als Leser fasziniert hat und lange rätseln ließ, wer denn nun der Mörder war.
Ich vergebe fünf Sterne obwohl ich eine kleine Kritik anmerken muss. Im Klappentext steht, es gäbe einen ungeklärten Mord an einer hochwangeren Edelprostituierten. Diese Angabe ist falsch. Die Edelprostituierte war nicht hochschwanger. Erst zu einem späteren Zeitpunkt taucht in dem Krimi eine Hochschwangere auf. Dies sollte bei der nächsten Auflage geändert werden.

Bewertung vom 11.02.2016
Verletzung / Toni Stieglitz Bd.1
Obermeier, Manuela

Verletzung / Toni Stieglitz Bd.1


ausgezeichnet

Ein 1A Krimi-Debüt. Manuela Obermeier versteht es die Leser sofort in ihren Bann zu ziehen.
Die Protagonisten sind so wunderbar beschrieben, dass man augenblicklich eine Beziehung zu ihnen erstellen kann.
Mich hat der Krimi absolut überzeugt.
Toni Stieglitz, die taffe Hauptkommissarin, die Ecken und Kanten hat, oft bei Kollegen und Vorgesetzten aneckt und doch ist sie ein innerlich ein Nervenbündel. Von ihrem Freund Mike fürchterlich gedemütigt und geschlagen und doch ist ihre Angst so groß, dass sie es nicht wagt dies öffentlich zu machen.
Der Spagat zwischen Dienst und Privat wird eindrucksvoll beschrieben, die innerliche Zerissenheit, die Ängste und Zweifel werden so eindrucksvoll von der Autorin beschrieben, dass sich jede Frau die damit einmal in Berührung kam wahrscheinlich gut identifizieren kann.

Ebenfalls ein anderer Protagonist, von dem ich an dieser Stelle wegen spoilern nicht zu viel verraten möchte, wird detailliert gezeichnet. Seine Vergangenheit, die bis in die Gegenwart reicht wird authentisch beschrieben und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

Der Kriminalfall an sich ist entsetzlich für die Opfer, er wird eindringlich geschildert und kommt doch ohne viel Blutvergießen aus. Es wird nicht auf jeder Seite eine bestialisch zugerichtet Leiche gefunden und doch ist der Spannungsbogen hoch, so dass ich ständig mitfieberte wer denn nun das nächste Opfer und wer der Täter ist.
Hier verstand es die Autorin ebenfalls, mich als Leser schön an der Nase rumzuführen.

Fazit:

Ein rundum gelungener Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte und ich es kaum erwarten kann einen weiteren Band zu lesen!

Bewertung vom 02.02.2016
So wüst und schön sah ich noch keinen Tag
LaBan, Elizabeth

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag


ausgezeichnet

Duncan gehört zu den Abgängern der Irving School. Traditionell dürfen diese Schüler eigene Zimmer beziehen und müssen sich nicht mit mehreren einen Raum teilen .Er ist wahnsinnig gespannt, welches Zimmer er beziehen darf und wer dort vorher gelebt hatte. Als er sein Zimmer betritt erwartet ihn etwas, dass ihn die gesamte letzte Zeit seiner Schulzeit begleiten wird.
Tim kommt als Neuling an die Irving School. Er ist ein Albino. Er möchte nicht mehr angestarrt oder gemobbt werden. Darum ist sein einziges Ziel an der Schule, nicht aufzufallen. Doch als er Vanessa kennen lernt ändert sich sein Leben von Grund auf. Sie nimmt ihn wie er ist, er fühlt sich als Mensch wahrgenommen. Fühlt sich wohl in ihrer Nähe, aber er traut sich nicht ihr seine Gefühle wirklich zu offenbaren. Ein tragisches Unglück verändert alles noch einmal.
Mir gefiel dieser Jugendroman großartig.
Es erging mir beinahe wie Duncan. Nur noch eine Stelle, nur noch 10 Minuten……
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Tim erzählt Duncan seine Geschichte und die ist so faszinierend, erschütternd, tragisch und bewundernswert. Die Autorin versteht es die gesamte Bandbreite der Gefühle in diesem Buch zu vereinen. Ist die Geschichte eine Tragödie oder ein tragisches Ereignis?
Auf alle Fälle ist sie äußerst lehrreich ohne den erhobenen Zeigefinger zu zeigen. Vielleicht würde es uns allen gut tun ein wenig mehr zu unseren Gefühlen und Ansichten zu stehen, als nur darauf bedacht zu sein, was andere denken könnten und versuchen nicht aufzufallen.
Die Geschichte von Duncan und Daisy, Tim und Vanessa ist faszinierend, sehr feinfühlig und sensibel geschrieben. Die Charaktere der Protagonisten (bis auf Daisy) gut heraus gearbeitet. Wer das Buch beginnt, wird es am liebsten ohne Unterbrechung bis zum Ende lesen wollen.
Ich hoffe sehr, noch mehr von der Autorin zu hören bzw. zu lesen.

Bewertung vom 21.01.2016
Die Falle
Raabe, Melanie

Die Falle


ausgezeichnet

Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?


Linda hat sich mit ihrer eigenen Welt arrangiert. Sie lebt durch ihre Panikattacken seit Jahren in ihrem Haus und setzt keinen Schritt mehr vor die Tür. Teilweise hadert sie mit ihrem Schicksal, doch zu dem entscheidenden Schritt, sich professionelle Hilfe zu holen, kann sie sich nie entschließen.
Umso tragischer ist es für sie, als sie durch Zufall im Fernsehen glaubt, den Mörder ihrer Schwester zu erkennen. Was nun?
Sie ist in ihrer Welt gefangen und kann ihn nicht aufsuchen.
Da sie Schriftstellerin ist, schmiedet sie einen Plan um an den vermeintlichen Mörder zu kommen.
Sie schreibt einen Krimi in dem sie den Mord an ihrer Schwester unter fiktiven Namen und leichten Abwandlungen, jedoch die Tat authentisch, veröffentlicht. Für ein Exklusiv-Interview lockt sie ihn in ihr Haus.
Was nun geschieht, ist ein unglaubliches Verwirrspiel und eine atemberaubende Spannung.
Dramatische Szenen, Verzweiflung und Selbstzweifel bieten sich einen Wettlauf.
Bis zum finalen Ende an dem die Auflösung kommt, baut sich der Spannungsbogen nicht mehr ab. Wer nun der Mörder ist und warum?
Das muss schon selber gelesen werden. ;-)

Mir persönlich hat dieses Buch, das als Roman deklariert ist ausgezeichnet gefallen.
Sicher gab es auch kurzzeitige unnötige Längen, doch der insgesamt tolle Schreibstil und das spannungsreiche Tempo wogen dies wieder auf.
Die Auszüge ihres Krimis den Linda verfasst hat, hätte nicht ganz so lang sein müssen.
Gefallen hat mir die Tiefe der Gedankenwelt von Linda. Ihre Ängste und Panik wurden authentisch recherchiert. Hier konnte man sehr genau erkennen, dass die Autorin sich mit diesem Thema befasst hat.

Alles in allem für mich ein sehr lesenswerter Krimi/Thriller, der auch ohne viel Blutvergießen und mit nur wenigen Protagonisten vergnügliche und spannende Lesestunden bereitete und aus der üblichen Masse von Krimis positiv heraussticht.

Bewertung vom 07.01.2016
Ein anderes Paradies
Philpot, Chelsey

Ein anderes Paradies


gut

Charlotte, genannt Charlie, und Julia Buchanan sind zwei Freundinnen die vollkommen verschieden sind.
Sie lernen sich im Internat St. Anne´s kennen und nach ihrer ersten Begegnung hängen die zwei wie Zwillinge aneinander.
Während Julia aus einer angesehenen reichen Familie stammt und ziemlich egozentrisch wirkt, kommt Charlie aus einer Patchworkfamilie die in eher bescheidenen Verhältnissen lebt.
Doch die Fassade die Julia so wie ihre gesamte Familie versucht aufrecht zu erhalten trügt.
Charlie ist anfangs beeindruckt und fasziniert von den Buchanans doch nach und nach kommt sie hinter deren trauriges Geheimnis.
Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. ;-)

Ich bin mit meiner Meinung etwas zwiegespalten.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und liest sich sehr flüssig. Es hat mich ein wenig gestört, dass so oft französische Sätze vorkamen. Ich konnte mir den Sinn zwar zusammen reimen, doch es wäre nicht unbedingt nötig gewesen.
Das Buch plätschert ohne große Höhen und Tiefen dahin. Alles verläuft an der Oberfläche.
Selbst zum Ende hin, als es ein wenig spannend wurde, fehlte mir für einige Situationen und Verhaltensweisen einfach das Verständnis.

Als ich über das Buch nochmal aus der Distanz nachdachte, steht schon einiges zwischen den Zeilen, was wohl gerade die Jugendlichen Leser zum Nachdenken anregen soll.
Allerdings bezweifele ich, ob diese Botschaft wirklich bei jedem Leser ankommt.

Für mich insgesamt ein wenig enttäuschend.

Bewertung vom 20.12.2015
Sterbegeld / Emilia Capelli und Mai Zhou Bd.3
Winter, Judith

Sterbegeld / Emilia Capelli und Mai Zhou Bd.3


sehr gut

Der 3. Fall für Capelli und Zhou liest sich genauso spannend wie seine Vorgänger. Ich habe mich wieder ausgezeichnet unterhalten gefühlt.
Der sechsjährige Sohn der Familie Svensson setzt einen Notruf ab, doch als die Polizei eintrifft kommt sie zu spät. Jemand hat die vierköpfige Familie grausam ermordet.
Mit Hochdruck wird ermittelt und schnell wird ein Verdächtiger fest genommen. Doch ist er tatsächlich der Täter?
Als dann ihr Kollege Thomas Mohr getötet wird und es sich herausstellt, dass es einen Maulwurf in den eigenen Reihen geben muss, haben es die beiden plötzlich mit zwei Fällen zu tun.
Die Story beginnt von Anfang an spannend und lässt, bis auf einige kurze Momente, auch den Spannungsbogen nicht wirklich abfallen.
Gut gefallen hat mir die Recherche und dass Zusammenspiel der Ermittler. Trotz unterschiedlicher Charaktere harmonieren sie bestens zusammen. Die Dialoge tun ihr übriges dazu, mich als Leser gut zu unterhalten. Neben der Suche nach dem Maulwurf und dem Mörder von Familie Svensson wird auch über das Privatleben der Ermittlerinnen erzählt. Fand ich persönlich ebenfalls interessant, versteht man so einiges an Verhalten der beiden etwas besser.
Die Suche nach dem/den Mördern wird spannungsreich und aufregend beschrieben, so dass ich mitfiebern musste und gar nicht so schnell lesen konnte, wie ich wollte. ;-)
Insgesamt war auch dieser Fall für mich wieder ein kleines Highlight in diesem Jahr. Judith Winter versteht es mit einem flüssigen Schreibstil, zwei sympathischen Ermittlerinnen die sich noch ein wenig mehr annähern müssen, einem außergewöhnlichen Fall und einem guten Spannungsbogen den Leser über Stunden gut zu unterhalten.

Bewertung vom 01.12.2015
Meine amerikanische Freundin (eBook, ePUB)
Halberstadt, Michèle

Meine amerikanische Freundin (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Roman handelt von zwei Frauen, die auch über Entfernung eine jahrelange Freundschaft verbindet.
Die eine lebt in New York, die andere in Paris. Durch ihren Beruf sehen sie sich jedoch häufiger. Als Molly ins Koma fällt, beginnt ihre Freundin ihre gemeinsamen Erinnerungen und das derzeitige Alltagsgeschehen aufzuschreiben. Nachdem Molly aus dem Koma erwacht, wird die Freundschaft der beiden eine andere, doch nicht weniger innig.
Mich hat das Buch sehr berührt.
Zwei Frauen, die einen unterschiedlichen Lebensweg gehen und auch vom Charakter her ziemlich verschieden sind. Dennoch verbindet sie ihr Beruf, das Alter, die Religion und gerade ihre Gegensätze.
Der Roman ist in Ich-Perspektive geschrieben, so dass ich mich in die Schreiberin gut hineinversetzen konnte. Ihre Ängste um die Freundin, ihre Sorgen, Erinnerungen. Es ist eine Reise, die mich als Leserin sehr berührt hat.
Gerade die Zeit nach dem Koma von Molly wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.
Ein Roman der zum Nachdenken anregt und auf einfühlsame Weise zeigt, welche Prüfungen nicht nur der Kranke zu bewältigen hat.
Für mich klare 5 Sterne!

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