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wonderland09

Bewertungen

Insgesamt 98 Bewertungen
Bewertung vom 29.12.2025
Lees, Jordan

Whisperwicks - Die Suche nach den Flüsterflammen


sehr gut

Düsteres Fantasyabenteuer

Gestaltung:
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Optisch ist das Buch klasse! Das Hardcover ist sehr wertig, es fehlt nur ein Lesebändchen. Das Titelbild ist düster, aber geheimnisvoll, da die Titelschrift in goldenen Lettern gestaltet ist und zwischen den dunklen Tönen die hellen Lichter hervorleuchten. Auch das Innere kann mit einer Übersichtskarte sowie liebevollen Schwarz-Weiß-Illustrationen überzeugen.

Inhalt:
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Benjamiah, auch Ben genannt, hilft in der Secondhand-Buchhandlung seiner Oma aus. Er hat keine Freunde und die Buchhandlung ist für ihn ein idealer Rückzugsort, zumal er an Wissenschaft glaubt und viele Sachbücher liest. Seine Eltern sind beruflich viel unterwegs und streiten immer häufiger. Eines Tages erhält er eine Puppe per Post, mit der seltsame Dinge vorgehen. Als er ihr eines Nachts in den Keller folgt, findet er sich plötzlich in einer anderen Welt wieder: Whisperwicks. Dort nimmt ihn Hansel zunächst unter seine Fittiche. Sein Sohn Edwid ist vor einiger Zeit verschwunden. Seitdem hat sich dessen Zwillingsschwester Elizabella in sich zurückgezogen. Auch Ben gegenüber verhält sie sich zunächst ablehnend. Das ändert sich jedoch mit der Zeit, als er sie überzeugt, ihr bei der Suche nach ihrem Bruder zu helfen.
Gemeinsam wagen sie die gefährliche Suche nach den Flüsterflammen, die wie eine Schnitzeljagd nach und nach Hinweise auf Edwids Verbleiben enthalten. Werden sie ihn finden und heil wieder zu Hause ankommen?

Mein Eindruck:
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»Wie Halfpenny gesagt hat, jeder Mensch hat eine Seelenpuppe, jede Seelenpuppe einen Menschen. Wir gehen nirgends ohne sie hin. Wenn wir sterben, dann sterben auch unsere Seelenpuppen. Umgekehrt genauso, wenn unsere Seelenpuppen im Kampf sterben, sterben wir mit ihnen. Eine Nadel durch das Herz unserer Seelenpuppe würde uns auch töten.« [...]
»Aber was ist eine Seelenpuppe?«, fragte Benjamiah. »Hat sie einen Mechanismus wie die mechanischen Tiere? Oder ... oder ...«
Ihm fiel keine andere rationale Erklärung ein. Und er wusste ganz genau, dass die Stoffpuppen nicht mechanisch waren. Die in seiner Hand bestand aus Stoff und Watte, Knöpfen und Fäden, und sie war leichter als eine Packung Zucker.
»Nein, keinen Mechanismus«, sagte Hansel. »Sie sind unsere Freunde. Und eine Möglichkeit, Magie zu wirken. [ ...] «(S. 114f)

Das Buch beginnt mit einem Prolog und einem Cliffhanger, der einen direkt in die Handlung hineinkatapultiert. Unmittelbar danach folgt ein Sprung in Bens Leben in der Buchhandlung, und man fragt sich sofort, welchen Zusammenhang sein Leben zu der ersten Szene im Roman hat. Das allein lässt einen das Buch schon nicht aus der Hand legen.
Das weitere Rätsel ist die Seelenpuppe, die Ben zugesendet bekommt. Erst nach und nach versteht man, was es damit auf sich hat und weshalb Ben sie erhalten hat.
Die magische Welt, die der Autor entwirft, ist sehr interessant, aber auch sehr düster. Auf der einen Seite ähnelt sie der realen Welt, auf der anderen Seite spielt er mit Sitten und Gebräuchen und verwandelt sie ins Gegenteil. So sind Farben (wie z. B. Augenfarben) sehr wertvoll, d. h. ärmere Menschen laufen ggf. irgendwann nur noch grau durch die Gegend, während Reiche sich alle Farben leisten können und diese sammeln und abwechselnd tragen können. Jemandem eine Münze zu geben, bedeutet ein Versprechen, das nicht gebrochen werden darf, sonst kann man nie wieder ein Versprechen geben und wird von der Gemeinschaft ausgestoßen.
Zwischen den Zeilen gab es Vieles, woran man merkte, dass der Autor sich viele Gedanken über menschliche Gefühle und Beziehungen gemacht hat.
Dafür empfand ich das Abenteuer durch die magische Welt etwas unausgegoren. Manche Szenen waren recht gruselig und die Kämpfe mit bösen Kreaturen etwas grausam für die Zielgruppe von 11 Jahren. Meine 12-jährige Tochter wollte das Buch nach dem ersten Kapitel gar nicht mehr weiterlesen, weil sie es zu unheimlich fand. So habe ich es alleine zu Ende gelesen.
Insgesamt habe ich mitgefiebert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfach so spannend war. Allerdings gab es für mich auch einige Logikfehler, besonders die Seelenpuppen betreffend. Das Ende ist zwar abgeschlossen, bietet aber Potenzial für die Fortsetzung, die hoffentlich bald ins Deutsche übersetzt wird!

Fazit:
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Spannendes Abenteuer in interessantem Fantasy-Setting, das allerdings ein paar Logikfehler aufweist und für die Zielgruppe zu gruselig ist.

Bewertung vom 29.12.2025
Winkelmann, Andreas

Entführung im Himmelreich / Mord auf Achse Bd.2


ausgezeichnet

Was geschah mit dem Bäcker vom Campingplatz?

Gestaltung:
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Vom Cover her sieht das Titelbild sehr idyllisch aus. Nur der Blutfleck auf dem Schuh deutet auf ein mögliches Verbrechen hin. Eindeutig passend für einen Cosy Crime.

Mein Eindruck:
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Björn Kupernikus ist ein ehemaliger Schauspieler, der nun als Dauercamper auf dem Campingplatz "Himmelreich" wohnt. Ebenso wie seine Bekannte Annabelle Schäfer.
Als der Bäcker nicht wie gewohnt seine Brötchen ausliefert, entsteht Unruhe unter den Campern. Als Kupernikus später im Wald den Bäckerwagen findet und die Schuhe des Bäckers am See, fragt sich jeder: Wo ist er und was ist mit ihm geschehen?
Teils aus Neugier, teils weil Kupernikus scheinbar immer dort auftaucht, wo etwas Verdächtiges passiert, beginnt er mit Annabelle zu ermitteln und kreuzt dabei häufig die Wege des ermittelnden Kommissars Fass, der davon wenig angetan ist.

Für mich war dieser Band der erste Fall im Himmelreich. Zwar konnte ich mich zurechtfinden, aber die Andeutungen auf den ersten Teil machen einen neugierig und vermutlich kann man die Beziehungsebenen der Charaktere mit Vorkenntnissen besser nachvollziehen.
Der Fall ist sehr spannend aufgebaut. Jedes Mal, wenn man einer Sache auf die Spur gekommen ist, ergibt sich eine neue Ungereimtheit. Erst gegen Ende versteht man den gesamten Zusammenhang. Es macht Spaß, den beiden Hobbydetektiven zu folgen. Sie meistern ihre Nachforschungen mit Witz, Charme und einem klugen Geist. Zwischendurch gibt es auch etwas zu lernen, da Annabelle als ehemalige Lehrerin immer wieder Funfacts verteilt. Und der "Fun" kommt ebenfalls nicht zu kurz, dafür sorgen bereits die etwas schrulligen Charaktere sowie einige Situationskomik.
Am Ende des Buches gibt es sogar die Rezepte aus dem Roman. Das fand ich als Abschluss besonders gelungen.
Ich habe diesen Fall sehr genossen und werde nun definitiv Band 1 bald nachholen und hoffe auf weitere Folgen mit den beiden.

Fazit:
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Kupernikus und Annabelle sind ein sympathisches Hobbydetektiv-Duo mit Charme und Humor, die hier einen spannenden Fall lösen: Klasse!

Bewertung vom 26.12.2025
Sosalla, Ulrike;Sembach, Britta

Ausgesorgt


gut

Umfassender als erwartet

Gestaltung:
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Das Titelbild ist sehr schlicht, aber mit dynamischen Farben in roten, gelben und rosa Tönen. Dazu ein kleines Foto der Autorin sowie der Titel und das Logo der Stiftung Warentest. Dadurch sieht man gleich, worum es sich handelt. Gute Grafiken in den gleichen Farben wie das Titelbild veranschaulichen das Erklärte optimal.

Mein Eindruck:
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Frauen und Geld ist scheinbar immer ein schwieriges Thema gewesen. Sei es, dass die Frau wegen Care-Arbeit nicht arbeitet oder für ihre Arbeit weniger Lohn erhält als ein Mann. Oder weil Frauen weniger Risiken eingehen beim Thema Geldanlage oder sich mit steuerlichen Tricks nicht so gut auskennen oder, oder, oder ....
All diese Facetten werden hier behandelt.
Dabei bot das Buch mehr, als ich erwartet hatte. Ich hatte vor allem mit Geldanlagetipps gerechnet. Dass hier aber auch Ratschläge zum Sparen, Haushaltsbuchführen oder die Wahl der richtigen Steuerklasse enthalten sind, hat mich überrascht. Die meisten Tipps waren für mich nicht neu und werden schon immer so umgesetzt. Ich hätte auch gedacht, dass man mit gesundem Menschenverstand selbst darauf kommen könnte. Aber die Informationen zu Fonds und Aktien konnte ich gut gebrauchen.
Wie bei allen Werken von Stiftung Warentest wird man immer wieder auf das entsprechende Internetangebot hingewiesen, das in den meisten Fällen leider kostenpflichtig ist. Natürlich kann man bei Vergleichen zu aktuellen Konditionen diese nicht in ein Buch direkt einarbeiten, da diese Informationen schnell veralten. Aber man hätte auf andere, kostenlose Vergleichsportale hinweisen können.
Um in die Tiefe zu gehen, gibt es leider zu wenige Seiten. Aber für Neueinsteiger in Sachen Finanzen oder Menschen, die es nicht gewohnt sind, sich mit dem Thema Geld zu beschäftigen, ist dieses Buch ein guter Einstieg.

Fazit:
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Guter Rundum-Ersteinstieg rund um das Thema Geldumgang und Finanzen, aber leider nicht so sehr in die Tiefe gehend wie erhofft.

Bewertung vom 18.12.2025
Mirow, Benedict

Joshua Jackelby


ausgezeichnet

Spannendes Abenteuer im alten London

Gestaltung:
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Optisch ist das Buch klasse! Die Schrift ist golden schimmernd, auf dem Titelbild die Clique von Josh und eine Skizze des Himmelsseglers. Im Innenteil befindet sich eine Karte des alten London um 1851 und die Seiten wirken durch leichte Grauschleier an den Rändern historisch alt. Dazu das passend grüne Lesebändchen und das Ganze als Hardcover: ein Schmuckstück im Bücherregal!

Inhalt:
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Der Waise Joshua "Josh "Jackelby ist einer der "Waterloo Boys" und hat keine feste Bleibe. Er übernachtet mit den anderen im Londoner Bahnhof und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Tageszeitungen. Dabei träumt er davon, eines Tages genug Geld zu haben, um sich ein Pferd zu kaufen oder zumindest als Bote der Königin auf einem reiten zu können. Eines Tages beobachtet er, wie ein Welpe geschlagen, in einen Sack gesteckt und in der Themse ersäuft werden soll. Ohne nachzudenken stürzt er dem Sack hinterher und rettet den Hund. Von nun an wird die Hündin "Hazel" zu seiner treuen Freundin und Begleiterin.
Als er zusammen mit seinen Freunden Charlotte und Leroy Kohle ausliefert, finden sie einen überfallenen Professor, dem seine neue Erfindung, ein Fluggerät namens Himmelssegler gestohlen wurde. Sie helfen ihm und versuchen zusammen mit Joshs Freund, dem Arzt Doktor Snow, die Verbrecher zu finden. Doch sie ahnen nicht, wie mächtig und gefährlich diese sind und befinden sich zunehmend in Lebensgefahr.

Mein Eindruck:
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Ich habe das Buch mit meiner 12-jährigen Tochter gemeinsam gelesen. Durch die Karte erhielten wir direkt einen Überblick über das alte London und tauchten auch sofort in der Handlung in dieses ein. Jedes Kapitel beginnt mit den "Extrablatt"-Ausrufen mit den Schlagzeilen des Tages von den Zeitungsjungen. Das versetzte einen direkt in die Zeit, man konnte historische Bezüge herstellen und war neugierig auf den darauf folgenden Inhalt.
Die Geschichte ist sehr spannend erzählt. Es gibt immer wieder neue Spuren und Verdächtige, und erst am Ende wird klar, wie alles zusammenhängt. Zudem erhält man einen sehr tiefen und realistischen Einblick in das Alltagsleben der damaligen Zeit. Vor allem die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden immer wieder deutlich. Vielen Kindern ging es damals nicht so gut und Kinderrechte, wie wir sie heute kennen, waren gänzlich unbekannt. Der Autor bemüht sich, die Umstände nicht zu brutal zu schildern, aber er zeigt auch die nicht so schönen Seiten auf, wie z. B. den Einsatz von Messern bei Bandenkämpfen oder die teils brutale Behandlung der Polizei von Kindern. Für uns war das Maß an Details genau richtig. Ich finde es auch wichtig, Kindern der heutigen Zeit das damalige Leben vor Augen zu führen und dass viele Dinge, die heute selbstverständlich sind, es nicht immer waren.
Ebenso werden die Seiten von Sklaverei und Kolonialismus aufgezeigt, als Josh sich mit einer Inderin anfreundet, die gemeinsam mit ihrem Bruder vor ihrem "Herrn" geflohen ist.

Josh war uns sehr sympathisch. Trotz seiner Armut hat er sein Herz am rechten Fleck und setzt sich so weit möglich für andere ein. So rettet er die Hündin vor dem Ertrinken, hilft Verletzten und arbeitet nebenher als Patientenbetreuer für Doktor Snow. Außerdem findet er, dass man Gewalt nicht mit Gegengewalt beantworten darf.
Auch seine Freunde Charlotte und Leroy waren uns sympathisch, ebenso wie Doktor Snow, der seinen Reichtum und Einfluss zugunsten anderer nutzt, denen es nicht so gut geht. So gibt er Josh einen Nebenjob und lässt ihn manchmal auch bei ihm übernachten, und er versorgt Patienten ohne Bezahlung.
Über all dem schwebt der Geist eines neuen Zeitalters. Der Professor hat ein Fluggerät erfunden, eine damals unvorstellbare Maschine. Die Beschreibung der Technik und der ersten Flüge war interessant und abenteuerlich zu lesen.

Bei allem Abenteuer und Spannung blieb aber auch der Humor nicht auf der Strecke. Gerade in sehr actionreichen Szenen sorgte Charlottes oder Leroys trockener Humor immer wieder für auflockernde Lacher bei uns. Generell ist dem Autor eine gute Balance zwischen den drei Elementen gelungen. Auch das Ende fanden wir überzeugend.
Allein die vielen Druckfehler/Wortfehler haben uns manchmal das Lesen verleidet. Hier war das Lektorat leider nicht gründlich.
Im aufschlussreichen Nachwort erfährt man noch etwas über die historischen Hintergründe und dass Doktor Snow auf einer real existierenden Person beruht.

Insgesamt haben wir es jedoch sehr bedauert, von Josh und seinen Freunden Abschied nehmen zu müssen. Auch wenn die Story abgeschlossen ist, würden wir uns auf ein Wiedersehen sehr freuen!

Fazit:
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Gelungene Mischung aus Abenteuer, Spannung, Freundschaftsgeschichte, historischen Fakten und Humor im London des 19. Jahrhunderts

Bewertung vom 08.12.2025

QUID+ Ich will aber!


sehr gut

Hilfestellung für Eltern auf Wut-Probleme

Mein Eindruck:
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Die "Quid+"-Reihe ist folgendermaßen aufgebaut: Erst folgt eine kurze Vorlesegeschichte zu einem bestimmten Thema, dann eine konkrete Antwort für das Kind und anschließend ein passender Tipp für die Eltern, um diese Aufgabenstellung kindgerecht einzuordnen und entsprechend zu handeln.
Dabei sind alle Geschichten von bunten Illustrationen begleitet. Diese gefielen mir nicht so gut, vor allem die Augen der Menschen waren mir zu übertrieben dargestellt.
Im Anhang folgt eine Erläuterung zum Inhalt dieser Reihe sowie pädagogische Hinweise zum Thema des Bandes.

Ich habe beide "Quid+"-Bände gelesen, obwohl meine Tochter lange aus dem Zielgruppenalter raus ist. Wenn ich den Geschichten Glauben schenken darf, habe ich ohne diesen Ratgeber schon einiges intuitiv richtig gemacht. Ich vermute, das wird vielen Eltern so gehen, aber durch die wissenschaftlich fundierten und systematischen Erläuterungen wird man im eigenen Handeln noch bestärkt.

In diesem Buch werden viele typische Probleme aus dem Alltag von Kindergartenkindern mit dem Thema Wut erzählt. Beispiele: Wut durch Tränen, durch Schreien, durch Beißen uvm.

Da ich das Buch ohne Kind gelesen habe, kann ich nicht final beurteilen, wie es auf Kinder wirkt, aber ich empfand viele Handlungen als konstruiert und nicht immer aus dem Alltag gegriffen. Außerdem wirkten sie wie Lehrgeschichten mit einem moralischen Fingerzeig.
Auch die Lösungen waren nicht immer zufriedenstellend und überzeugend, denn rückwirkend haben die meisten Dinge bei uns damals nicht so schnell und einfach funktioniert.
Hilfreich waren jedoch die pädagogischen Tipps, wie z. B. die Ruhe-Ecke, das Wut-Thermometer oder die Atemübung. Aber auch die weiteren Tipps im Anhang sind hilfreich, nicht nur für Kinder!
Daher hat mir dieser Band besser gefallen als der "Warum"-Titel.
Somit ist auch dieser Ratgeber ein guter erster Ansatz, um Erwachsene, die sich noch nie mit den Bedürfnissen von Kleinkindern auseinandergesetzt haben, auf solche Gefühlsausbrüche vorzubereiten. Aber letztendlich kann dieser Ratgeber nur Impulse geben, um die Themen, die bei den eigenen Kindern relevant sind, mithilfe von eigener Kreativität und Empathie zu lösen. Finale Lösungen kann das Buch nicht bieten.

Fazit:
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Typische Wut-Probleme in Form von Geschichten mit hilfreichen pädagogischen Erläuterungen. Die Lösungen konnten nicht immer überzeugen.

Bewertung vom 08.12.2025

QUID+ Aber warum?


gut

Hilfestellung für Eltern auf typische "Warum?"-Fragen

Mein Eindruck:
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Die "Quid+"-Reihe ist folgendermaßen aufgebaut: Erst folgt eine kurze Vorlesegeschichte zu einem bestimmten Thema, dann eine konkrete Antwort für das Kind und anschließend ein passender Tipp für die Eltern, um diese Aufgabenstellung kindgerecht einzuordnen und entsprechend zu handeln.
Dabei sind alle Geschichten von bunten Illustrationen begleitet. Diese gefielen mir nicht so gut, vor allem die Augen der Menschen waren mir zu übertrieben dargestellt.
Im Anhang folgt eine Erläuterung zum Inhalt dieser Reihe sowie pädagogische Hinweise zum Thema des Bandes.

Ich habe beide "Quid+"-Bände gelesen, obwohl meine Tochter lange aus dem Zielgruppenalter raus ist. Wenn ich den Geschichten Glauben schenken darf, habe ich ohne diesen Ratgeber schon einiges intuitiv richtig gemacht. Ich vermute, das wird vielen Eltern so gehen, aber durch die wissenschaftlich fundierten und systematischen Erläuterungen wird man im eigenen Handeln noch bestärkt.

In diesem Buch werden viele typische Fragen von Kindern im Kindergartenalter gestellt. Beispiele: "Warum ist meine Hautfarbe anders als Deine?", "Warum bekomme ich Fieber, wenn ich kran bin?", "Warum trennen sich Mama und Papa?" uvm.

Da ich das Buch ohne Kind gelesen habe, kann ich nicht final beurteilen, wie es auf Kinder wirkt, aber ich empfand viele Handlungen als konstruiert und nicht immer aus dem Alltag gegriffen. Außerdem wirkten sie wie Lehrgeschichten mit einem moralischen Fingerzeig.

Außerdem waren die Lösungen nicht immer zufriedenstellend und überzeugend. Besonders bei der Geschichte, bei der es um das Thema Streit ging, habe ich mich ebenso schwergetan wie einige andere. Die Behauptung, dass Kinder, indem sie Frühstück machen, den Streit der Eltern beilegen können, ist etwas zu einfach und verlagert die Verantwortung für den Streit der Eltern fälschlicherweise auf die Kinder. Bei einigen anderen Beispielen wären die Antworten für meine Tochter damals sicher nicht ausreichend gewesen.
Auch die Auswahl der Fragen folgte in meinen Augen keinem roten Faden. So folgt auf die Frage "Warum küssen sich zwei Menschen" gleich die Frage nach dem Fieber.
Es ist ein guter, erster Ansatz, um Erwachsene, die sich noch nie mit den Bedürfnissen von Kleinkindern auseinandergesetzt haben, auf solche Fragen vorzubereiten. Aber letztendlich kann dieser Ratgeber nur Impulse geben, um die Themen, die bei den eigenen Kindern relevant sind, mithilfe von eigener Kreativität und Empathie zu lösen. Finale Lösungen bietet das Buch jedoch nicht.

Fazit:
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Typische Warum-Fragen in Form von Geschichten mit hilfreichen pädagogischen Erläuterungen. Die Lösungen konnten nicht immer überzeugen.

Bewertung vom 19.11.2025
Elvarsdóttir, Lou;Dibbern, Julia

Lasst uns reden


sehr gut

Familienkonferenz in der Praxis

Inhalt:
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Die Familienkonferenz ist ein gutes Werkzeug, um in Familien im Gespräch zu bleiben, Lösungen für das Zusammenleben zu entwickeln und das Thema Demokratie und Wertschätzung im Alltag umzusetzen. Der amerikanische Psychologe Thomas Gordon hat bereits in den 1970ern Abhandlungen zum Thema gewaltfreie Kommunikation (GfK) und Familienkonferenz veröffentlicht. Die Suche nach einem praxisnahen Werk aus dem deutschsprachigen Raum suchte man bisher vergebens. Daher hat die Diplompsychologin Lou Elvarsdóttir mit der Fachjournalistin Julia Dibbern gemeinsam ein Buch geschrieben, um diese Lücke zu füllen.

Mein Eindruck:
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Die Themen gewaltfreie Kommunikation sowie Familienkonferenz waren mir bereits aus diversen Kommunikationsseminaren sowie aus der Klasse meiner Tochter im Groben bekannt. Was mir bisher jedoch fehlte, waren praxisnahe Tipps zur Umsetzung. An dieser Stelle setzen die Autorinnen an.
Es beginnt mit einem kurzen Vorwort zur Entstehung des Buches, geht auf die Möglichkeiten ein, die eine Familienkonferenz leisten kann (und welche ggf. nicht) und leitet dann konkret über in die ersten Vorbereitungsschritte. Dabei werden auch Details besprochen wie Protokollführung, Visualisierung, einleitende Worte etc.
Besonders der zweite Teil, der jede Menge Arbeitsblätter zur Visualisierung und Ausarbeitung bestimmter Themen- und Gefühlswelten enthält, empfand ich als sehr hilfreich.
Im letzten Part werden viele Bereiche zum Thema Kommunikation und Wertschätzung behandelt, wie z. B. Selbstwert und Selbstvertrauen, Feedback, Lob und Belohnung und verschiedene Formen der Kommunikation. Besonders dieser letzte Bereich war für mich eine Wiederholung, dennoch fand ich es gut auf den Punkt gebracht und wichtig, dass es in Erinnerung gerufen wurde.
Gut gefallen hat mir die Betonung, dass es hier nur um Vorschläge geht: Alles kann, nichts muss! Jeder soll zum Ausprobieren animiert werden und selber entscheiden, was passt.

Wer sich mit GfK und der Familienkonferenz bereits auseinandergesetzt hat, erhält hier Wiederholungen von wesentlichen Punkten gepaart mit vielen Tipps für die Praxis.
Für Neulinge auf diesem Gebiet ist es eine gute Einführung, die Spaß aufs Ausprobieren macht.

Fazit:
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Gute praxisnahe Einführung in das Thema Familienkonferenz und gewaltfreie Kommunikation mit vielen Tipps, aber auch einigen Wiederholungen.

Bewertung vom 19.11.2025
Lühmann, Hannah

Heimat


weniger gut

Erwartungen nicht erfüllt

Gestaltung:
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Das Titelbild zeigt eine Naturlandschaft, die Schrift ist rosa. Es wirkt wie ein erzwungenes Idyll, das durch die düsteren Farben im Hintergrund jedoch gleich zunichtegemacht wird. Es baut sich eine unheilvolle Atmosphäre beim Betrachten auf. Gleichzeitig zieht es den Leser in seinen Bann und macht neugierig.
Unterstützt wird dieser Sog durch die Gestaltung im Innenteil: Es gibt keine festen Kapiteleinteilungen, der Text ist nur in kleinere, durch Sternchen geteilte Abschnitte eingeteilt. Diese sind so kurz gehalten, dass man das Buch automatisch in einem verschlingen will.

Inhalt:
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Jana erwartet ihr drittes Kind. Da es in der Stadt mit der Familie zu eng geworden ist und zudem günstiger, zieht sie mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann Noah aufs Land. Gleichzeitig mit dem Umzug kündigt sie auch ihre Stelle und fühlt sich zunächst festgesetzt und gelangweilt auf dem Land.
Zufällig begegnet sie in einem Café der mehrfachen Mutter und Influencerin Karolin. Diese übt von Beginn an eine große Faszination auf Jana aus und nimmt sie in ihren Freundeskreis auf. Diese neue Form von Heimat, die ihr die Frauen bieten, wirkt sich mehr und mehr auf Jana, ihre Ehe und ihre gesamte Familie aus.

Mein Eindruck:
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"Am nächsten Morgen kam eine Nachricht von Karolin: Ob sie Lust habe, mit ihr, Verena und Nina zu filzen? Jana hatte noch nie gern Handarbeit gemacht, aber sie sagte zu.
Auch wenn sie in ihrem früheren Leben in der Stadt wohl mit keiner der Frauen eine Freundschaft geschlossen hätte, erweckten die Zusammenkünfte die Siedlung für sie
zum Leben. Die briefmarkenhaften Gartenstücke, die Lastenfahrräder und SUVs, die ganze unerträgliche Neuheit dieses bis ins Kleinste durchgeplanten Ortes —
für Jana war es, als hätte ihre neue Heimat dank Karolin und ihren Freundinnen ein geheimes Eigenleben, eine verborgene zweite Ordnung eingeschrieben bekommen."
(S. 51f)

Der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht. Ich bin tatsächlich durch meine Teenagertochter auf das Thema Tradwifes aufmerksam geworden, da sie es in ihrer Klasse ausgiebig diskutiert haben. Dies kombiniert mit dem Thema des Rechtsrucks, den unser Land aktuell erfährt, empfand ich als Grund genug, mir diesen Roman zu Gemüte zu führen.
Anfangs konnte ich mich auch noch sehr gut einfühlen. Jana war vorher eine Karrierefrau, die dank umfassender Kitabetreuung Beruf und Familie gut unter einen Hut gebracht hat. Erst mit dem Umzug und der Kündigung aufgrund ihrer dritten Schwangerschaft ändert sich dies. Dabei fiel es mir jedoch zunehmend schwer, Empathie zu empfinden.
Zu Beginn gehen ihr noch einige kritische Äußerungen durch den Kopf, sie stellt zaghaft Rückfragen, wenn andere Mütter ihre Kinder nicht so lange in die Kita geben, sie keinen Job ausüben oder bestimmte Bücher zum Thema Kindererziehung im Lesekreis gelesen werden. Aber der Kritiker in ihr verstummt sehr schnell und sie folgt Karolin ständig auf ihren Social-Media-Kanälen und versucht fast fanatisch, alles zu befolgen und in sich aufzusaugen von Karolin. Der Begriff "Tradwife" fällt dabei nicht, aber aufgrund der Werte, die Karolin propagiert, ist klar, dass sie eine solche verkörpert.
Janas Ehe mit Noah ist überhaupt nicht greifbar. Sie reden so gut wie gar nicht miteinander, jeder macht sein Ding, bis es zum Unvermeidlichen kommt. Empathie der Freundinnen oder gar ein Bedauern seitens Jana? Fehlanzeige.
Es ist klar, dass man auf 176 Seiten keine tiefgreifenden Abhandlungen schreiben kann. Aber dann hätte man sich vielleicht ein weniger komplexes Thema nehmen sollen oder dem Roman doch mehr Seiten spendieren sollen. Im Endeffekt verliert sich die Erzählung in vielen Andeutungen, bleibt aber zu stark an der Oberfläche. Dass mit Karolins Ehe etwas nicht stimmt, erahnt der Leser schnell, dass der Einfluss von Karolin auf Jana kein guter ist auch und man fiebert eine gewisse Zeit auf eine Auflösung hin, die dann aber leider ausbleibt bzw. enttäuscht und einen mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt.
Schade, man hätte so viel mehr rausholen können. Aber bei einer oberflächlichen Handlung, blassen Charakteren und einem verwirrenden Ende kann ich diesen Roman leider nur sehr eingeschränkt empfehlen.

Fazit:
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Verspricht mehr als er hält: Rechtsruck, Tradwifes, blasse Charaktere und ein verwirrendes Ende konnten mich nicht überzeugen

Bewertung vom 14.11.2025
Mikail, Nadia

Katzen, die wir auf unserem Weg trafen (eBook, ePUB)


weniger gut

Was würdest Du tun, wenn die Welt bald endet?

Gestaltung:
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Das Titelbild ist mit sehr bunten Farben versehen. Es erinnert mich ein wenig an Bollywood. Insgesamt erweckt es einen fröhlichen Eindruck.

Inhalt:
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Ein Meteorit ist auf dem Weg zur Erde, um sie zu zerstören. In neun Monaten soll es so weit sein. Die siebzehnjährige Aisha und ihre alleinerziehende Mutter nehmen dies zum Anlass, um sich im Wohnmobil auf die Suche nach Aishas älterer Schwester June zu machen. Sie zog ein paar Jahre nach dem Tod des Vaters aus und hat sich seitdem nicht mehr gemeldet. Begleitet werden die beiden von Aishas Freund Walter und dessen Eltern, die den Trip nutzen wollen, um wichtige Lebenssituationen zu besuchen. Außerdem an Bord: Ein zugelaufener Kater, den Aisha auf den Namen "Flohsack" tauft. Werden sie June noch rechtzeitig finden und wie wird die Begegnung werden?

Mein Eindruck:
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"Die Zeit verging und die Dinge änderten sich. Es gab immer noch Gründe, vorsichtig zu sein. Die Menschen waren immer noch wütend und voller Schmerz. Doch der größte Teil der Bevölkerung wagte sich hinaus. Sie fingen an, Vorräte anzulegen, Lebensmittel anzubauen und zusammenzuarbeiten, um Dinge zu tauschen. Gemeinschaften entstanden, in denen Menschen zusammenarbeiteten, um in der ihnen noch verbleibenden Zeit zu überleben. Es beruhigte sich, weil die Menschen begriffen, was wichtig war: Gesundheit, kein Hunger und die Rückkehr zur Familie. Die Leute arbeiteten auf freiwilliger Basis in diesen Jobs, um ihren Teil beizutragen. Leute sorgten dafür, dass es genügend Leitungen gab, damit Menschen ihre weit entfernt lebenden Familien anrufen konnten. Leute sorgten dafür, dass genug Medizin, Essen und Möglichkeiten existierten, Angehörige zu besuchen. Auch wenn es weiter gelegentlich Schmerz und Gewalt gab, hielt die Gemeinschaft doch so gut wie möglich zusammen, um sich gegenseitig zu schützen und zu verteidigen. Alle wussten, dass die Welt bald untergehen würde. Diese Tatsache hätte alle zur Verzweiflung treiben können, und tatsächlich waren einige in Hoffnungslosigkeit versunken, und ihr Wille weiterzumachen erlosch wie eine Kerze in einer unbarmherzigen Windbö. Aber viele taten weiter, was sie konnten, solange sie noch da waren, solange das Leben noch währte. Sie wussten, was wichtig war. Sie wussten, dass sie dies einer für den anderen taten." (E-Book, S. 20f)

Was mir gefiel, war der ruhige Ton dieser Erzählung. Die Charaktere und ihre Gefühle werden einfühlsam beschrieben und die Grundidee fand ich faszinierend.
Leider war die Umsetzung insgesamt nicht mein Geschmack. Die aktuelle Situation wird in vielen Rückblenden mit Zeitsprüngen erzählt. Obwohl diese durch Überschriften gekennzeichnet werden, so fehlte mir zum einen der rote Faden, zum anderen musste man sich stark beim Lesen konzentrieren, um weiter folgen zu können.
Aisha und ihre Familie mussten durch den frühen Tod des Vaters, aber auch den Tod weiterer Angehöriger viel Trauer ertragen, viele Gefühle haben sie voreinander nicht ausgesprochen. Dies hat die Beziehungen der Schwestern, aber auch die zur Mutter sehr belastet. Aisha trägt viel Unausgesprochenes mit sich herum, was sich im Laufe der Reise erst Bahn bricht.
Die Entwicklung von Aisha empfand ich als positiv, aber die Dialoge der Protagonisten irritierten mich häufig, was zum einen an der anderen Kultur lag, aber auch an den vielen malaysischen Ausdrücken, die meist ohne Erklärung eingestreut waren. Hier wäre ein Glossar oder jeweils eine Fußnote hilfreich gewesen. Zudem passiert nicht wirklich viel, es geht nur um Erinnerungen und die emotionale Ebene der Personen.
Der Titel ist sehr irritierend, denn es gibt nur eine Katze, die immer wieder ihren kleinen Auftritt hat, aber nicht mehrere und auch die Rolle der Katze war m. E. nicht notwendig. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Wenn ich als Erwachsene schon wenig mit dem Buch anfangen konnte, dann frage ich mich, ob die Zielgruppe ab 12 Jahren dieses Werk versteht. Mir ist unverständlich, warum hierfür ein Kinderliteraturpreis vergeben wurde.

Fazit:
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Intension und Grundidee sind gut, der Titel jedoch irreführend und die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.

Bewertung vom 13.11.2025
Pfister, Marcus

Der Regenbogenfisch in Gefahr


gut

Der Regenbogenfisch und das Schleppnetz

Kurzmeinung:
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"Der Regenbogenfisch und sein Schwarm lebten hier wie im Paradies - bis jetzt.
Hin und wieder hatten sie von vorbeiziehenden Fischen auch anderes gehört. Ganze Fischschwärme, die plötzlich verschwanden und nie mehr auftauchten, Arten, welche vom Aussterben bedroht waren, und ähnliche Gruselgeschichte. Für den Regenbogenfisch und seine Freunde gehörten diese Erzählungen ins Reich der Sagen und Märchen."

Wie jedes wunderbare Buch der Regenbogenfisch-Reihe ist auch dieses wieder als sehr wertiges Hardcover gestaltet. Die bunten, liebevollen Illustrationen erstrecken sich über die gesamten Doppelseiten und diese bestehen aus dickerem Papier. So sind sie perfekt geeignet für die Zielgruppe von Kindern ab 4 Jahren, um sie öfter durchzublättern.
Das Highlight ist wie immer die Glitzerflosse beim Regenbogenfisch und dessen Schwarm.

Auf kindgerechte Art wird in jedem Band ein konkretes Thema nahegebracht. Während es bisher schon soziale Aspekte wie Freundschaft oder Mut gab, geht es diesmal um ein spezielles Umweltthema: Überfischung durch Schleppnetze.

Diese Geschichte wird spannend erzählt und natürlich kann sich der Regenbogenfisch mithilfe von seinen Freunden befreien.
Die Länge der Erzählung ist für die Aufmerksamkeitsspanne von jüngeren Kindern gut geeignet. Allerdings steht dadurch auch nur das Thema der akuten Gefahr durch die Netze im Mittelpunkt. Die Gründe, warum diese Methode genutzt wird, was dies für unsere Ernährung bedeuten kann und vieles mehr, gerät dadurch in den Hintergrund.
Es ist sehr gut zum Vorlesen geeignet, um mit Kindern darüber ins Gespräch zu kommen.
Als Erwachsener hätte ich mir aber noch ein paar Seiten mehr mit weiterführenden Infos hierzu vorstellen können. Außerdem finde ich die Rettung hier zu einfach und schnell gelungen. Dadurch wird der Anschein erweckt, dass die Netze einfach zu durchtrennen sind und sich theoretisch die Fische selber befreien können. Aber dem ist leider nicht so.

Ich mag diese Reihe sehr gerne, schon wegen der Intension und den wunderschönen Bildern, aber ich finde, dass das Thema hier etwas zu oberflächlich transportiert wird. Man hätte die Thematik besser umsetzen können.

Fazit:
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Wie immer tolle Bilder und eine spannende Thematik, die für meinen Geschmack jedoch etwas zu einfach und oberflächlich umgesetzt wurde.