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Benutzername: Cocky


Bewertungen

Insgesamt 7 Bewertungen
Bewertung vom 09.08.2015
Eine Eule auf der Wäscheleine / Strixi Bd.1
Fehér, Christine

Eine Eule auf der Wäscheleine / Strixi Bd.1


sehr gut

Emilia ist neu in der Klasse und hat bisher noch keine Freunde gefunden. Im Gegenteil: sie wird ständig von Melisande geärgert, weil sie nicht so mädchenhaft aussieht wie sie selbst.
Doch all dies wird auf den Kopf gestellt, als Emilia die Eule Strixi kennenlernt. Strixi wird ihre beste Freundin und versucht Emilia mit ihrer Situation in der Schule zu helfen.

"Strixi - Eine Eule auf der Wäscheleine" ist ein Buch, das sowohl inhaltlich als auch optisch überzeugen kann. Die Illustrationen sind sind super und lockern den Text etwas auf. Das Thema Mobbing kann man heutzutage leider gar nicht früh genug ansprechen und ich denke, dass dieses Buch in dieser Hinsicht sehr geeignet ist, um auf der einen Seite Mut zu machen und auf der anderen Seite die Gemeinheiten aufzuzeigen.

Die Protagonistin Emilia ist nicht nur neu in der Klasse, sie kleidet sich auch nicht so besonders mädchenhaft. Dadurch wird sie gehänselt und findet zunächst keinen Anschluss. Wichtig ist hier: sie lässt den Kopf nicht hängen. Die Situation gefällt ihr natürlich nicht, aber sie bleibt sich selbst treu und findet auch so nach und nach Freunde. Zur Seite steht ihr dabei die Eule Strixi, die selbst sehr außergewöhnliche Freunde (Wildschwein und Maus) hat. Ein perfektes Beispiel dafür, dass man befreundet sein kann, auch wenn man verschieden ist.

Es ist sehr interessant zu beobachten, dass die Autorin nicht nur darauf achtet, dass Emilia mutig sein muss. Denn es gehört auch immer sehr viel Mut dazu sich gegen jemanden zu stellen, der jemand anderen hänselt. Und das machen im Laufe der kurzen Geschichte beispiellos immer mehr Kinder.

Leider ist das Thema Mobbing nicht besonders leicht und gerade für Kinder sehr schwer zu verarbeiten. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch Kindern, die sich in ähnlichen Situationen befinden, helfen kann Mut zu finden. Vor allem wünsche ich mir, dass auch nicht Betroffene davon lernen und so vielleicht anderen helfen können.

Das Ende des ersten Bandes ist mir jedoch zu abrupt. Die Situation für Emilia hat sich erheblich gebessert, doch die Situation mit Melisande ist noch nicht wirklich geklärt. Hier hätte ich mir noch ein paar Konsequenzen gewünscht. Vielleicht erfährt man dazu ja etwas in dem zweiten Band.

Alles in allem kann ich dieses Buch sehr empfehlen, denn es macht Mut und erzählt von tollen Freundschaften. Gerade für Leseanfänger ist das Buch sehr geeignet, sowohl vom Inhalt als auch von dem Umfang des Textes her. Ich bin gespannt, welche Abenteuer der Leser noch mit Emilia und Strixi in Zukunft erleben darf.

Bewertung vom 07.09.2014
Wer weiß, was morgen mit uns ist
Brashares, Ann

Wer weiß, was morgen mit uns ist


gut

Die 17-jährige Prenna ist zusammen mit einigen Menschen einem Virus entkommen, das Millionen von Opfern gefordert hat. Und zwar als Zeitreisende in unsere Gegenwart. Ihre Herkunft muss geheim bleiben, dazu hat die Gemeinschaft 12 strenge Regeln aufgestellt, die es einzuhalten gilt. Dazu gehört auch möglichst keinen Kontakt zu haben. Doch Prenna fällt dies sehr schwer, denn es gibt da diesen Jungen aus der Schule, der ihr Herz höher schlagen lässt…

„Wer weiß, was morgen mit uns ist“ beginnt zwar recht interessant, aber ich war von der „Gemeinschaft“ zunächst auch ein wenig verwirrt und brauchte ein wenig Zeit, um mich in die Geschichte einzulesen. Schon gleich zu Beginn schwirrten in meinem Kopf zahlreiche Fragen, zu einigen habe ich im Buch leider keine Antwort gefunden. Außerdem war die Handlung eher einfach gehalten und meist vorhersehbar. Interessant sind die Ansätze aber allemal, nur leider fehlt das gewisse Etwas.

So verhält es sich auch bei der zu erwartenden Liebesgeschichte der Protagonisten. Beide haben Gefühle füreinander, aber das Knistern fehlt einfach. Auch hatte ich Schwierigkeiten mich in Prenna oder Ethan hineinzuversetzen. Sie bleiben größtenteils flach, ebenso die Nebencharaktere, an die ich mich wohl nicht mehr lange erinnern kann.

Allerdings ließ sich das Buch sehr gut lesen. Zwar kommt nicht besonders viel Spannung auf, aber da der Schreibstil schnörkellos ist, kann man die Geschichte von Prenna recht zügig lesen. Jedoch waren die - meiner Meinung nach - interessanten Stellen meist viel zu kurz.

„Wer weiß, was morgen mit uns ist“ kann mit einer interessanten Idee zwar punkten, die Ausarbeitung ist jedoch nur mäßig gelungen und die Geschichte ist vorhersehbar. Als langweilig würde ich das Buch nicht bezeichnen, aber da das gewisse Etwas fehlt, kann ich es höchstens als Lektüre für zwischendurch empfehlen, dabei sollte man wohl nicht mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangehen.

Bewertung vom 09.04.2014
Dem Spuk auf der Spur - Eisblau, eiskalt und unsichtbar / Grusel-Club Sammelbd.1
Brezina, Thomas

Dem Spuk auf der Spur - Eisblau, eiskalt und unsichtbar / Grusel-Club Sammelbd.1


sehr gut

Der Sammelband "Grusel-Club - Eisblau, eiskalt und unsichtbar" beinhaltet die ersten drei Bücher der Grusel-Club-Reihe, nämlich "13 Stunden in der Geisterbahn", "Der Mann mit den eisblauen Augen" und "Das unsichtbare Biest". Als ich das Buch zum Rezensieren bekommen habe, war es für mich eine Reise in die Vergangenheit. Ich habe früher nämlich die Tiger Team und Grusel-Club Reihen von Thomas C. Brezina verschlungen. Überraschend auch, an wie viel ich mich dann beim Lesen erinnern konnte.

Der erste Band beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Ursula in der Villa Schreistein. Das ruft die drei Mitglieder des Grusel-Clubs Jupiter, Nick und Vicky auf den Plan, die so einige Schrecken in der Villa durchmachen, bevor sie das Rätsel lösen können.
Im zweiten Band versuchen die drei dem Rätsel rund um den Kaltensee auf die Spur zu kommen und auch hier gibt es wieder zahlreiche unheimliche Situationen.
Im dritten Teil machen sie es sich zur Aufgabe herauszufinden, was für ein Biest sein Unwesen in einem Museum treibt und erleben dabei so einige schreckhafte Momente.

Mir hat dieser Sammelband vom "Grusel-Club" sehr gut gefallen, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr zu der Zielgruppe der Bücher gehöre. Der Autor schafft es ganz gezielt Spannung aufzubauen und dem ein oder anderen Leser auch einen gehörigen Schreck einzujagen. Die Sprache ist einfach und klar gehalten, sodass gerade die jüngeren Leser damit eigentlich keine Probleme haben dürften. Für ältere mögen die Bücher zu einfach gehalten sein.

Der "Grusel-Club" war für mich ein kurzweiliges Vergnügen, da ich mich an meine Kindheit erinnert fühlte und die Bücher mich damals sehr gut unterhalten haben. Daher kann ich dieses Buch jüngeren Lesern, die auf der Suche nach Spannung und Nervenkitzel sind, durchaus empfehlen.

Bewertung vom 28.02.2014
Wenn ihr uns findet
Murdoch, Emily

Wenn ihr uns findet


sehr gut

Carey und ihre kleine Schwester Jenessa wohnen in einem Wohnwagen, der tief versteckt inmitten eines Naturschutzgebietes liegt. Ihre Mutter ist süchtig nach Meth und verschwindet immer mal wieder wochenlang und überlässt die Kinder sich selbst. Dieses Leben ändert sich jedoch schlagartig, als die Mutter selbst die Behörden benachrichtigt und Careys Vater die beiden zu sich nach Hause in seine neue Familie holt. Das bedeutet nicht nur eine große Umstellung für die beiden Schwestern, sondern auch für die Familie.

„Wenn ihr uns findet“ konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Als Leser lernt man zunächst das isolierte Leben der beiden Schwestern kennen und auch nachdem sie aus dieser Umgebung gerissen wurden, erfährt man weitere Details über ihr Leben in dem Naturschutzgebiet. Dabei kommen immer mehr schlimme Dinge ans Licht und ein Geheimnis, das Carey sehr belastet.
Außerdem begleitet man Carey und Jenessa in ihr neues Leben, das für die beiden plötzlich der pure Luxus ist. Eine heiße Dusche, Kleidung und Essen im Überfluss – das alles ist für die beiden Mädchen neu. Auch technische Geräte sind den beiden unbekannt und sie entdecken ihre Welt ganz neu.

Die Protagonistin Carey übernimmt hierbei die Rolle der Erzählerin, sodass der Leser selbst tief in die Geschichte eintauchen und das Geschehen sehr gut nachvollziehen kann. Man merkt, dass sie früh erwachsen werden musste, um für sich und ihre Schwester zu sorgen. Anderen Menschen tritt sie skeptisch gegenüber und bleibt mit ihrem ständigen „Ma’am“ bzw. „Sir“ fast schon zwanghaft höflich. Dies hat mir auch im Laufe des Buches immer weniger gefallen, auch wenn ich gut nachvollziehen kann, warum die Autorin ihre Protagonistin gerade so geformt hat.

Emily Murdoch zeigt uns in „Wenn ihr uns findet“ die Dinge, zu denen Menschen in den schlimmsten Fällen fähig sind, aber auch den Luxus unserer heutigen Gesellschaft. Ihre versteckte Botschaft richtet sich mit Sicherheit vor allem an die jugendlichen Leser, die ihr alltägliches Leben nicht zu schätzen wissen. Mit großem Interesse verfolgt man als Leser das Geschehen in der Gegenwart und entdeckt die Geheimnisse der Vergangenheit. Dies hat die Autorin gut verknüpft, sodass die Spannung von Beginn an hoch ist und die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.

„Wenn ihr uns findet“ ist ein Buch, das schwierige Themen anspricht und den Leser selbst zum Nachdenken auffordert. Trotzdem ist es weder trocken noch langweilig. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.09.2013
Frankie - Fischig, fies und untot / Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch Bd.1
O'Hara, Mo

Frankie - Fischig, fies und untot / Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch Bd.1


ausgezeichnet

Tom's großer Bruder bekommt einen neuen Chemiebaukasten, den er gleich mal an einem Goldfisch ausprobieren will. Doch wer weiß, was bei diesem Experiment herauskommt?! Schnell steht für Tom fest: Er muss diesen Fisch retten! Schließlich muss er ihn sogar mit einer Batterie wieder ins Leben zurück holen - doch Frankie ist nun nicht mehr der Gleiche! Er entwickelt hypnotische Kräfte und will nur eins: Rache!

"Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch" ist ein Buch für Kinder ab 8 Jahren und ich kann mir vorstellen, dass es auch gerade bei Jungen sehr gut ankommen wird. Die Geschichte ist spannend, lustig und überrascht immer wieder. So kann der Leser dem Geschehen gut folgen und die 124 Seiten fliegen nur so dahin. Der Schreibstil ist einfach gehalten worden und der Sprache der Kinder angepasst, sodass kaum bis keine Verständnisschwierigkeiten aufkommen können. Ein großes Plus sind auch die Illustrationen, die an mancher Stelle auftauchen. So sind die Seiten nicht nur voll mit Text und erleichtern gerade Leseanfängern das Lesen. Selbst für mich als Erwachsene war der erste Teil dieser neuen Reihe sehr unterhaltsam und ich kann das Buch guten Gewissens an meine Schwester (8 Jahre) weitergeben. Ich bin mir sicher, dass auch ihr die Geschichte von Frankie sehr gut gefallen wird.

Von mir bekommt "Mein dicker fetter Zombie-Goldfisch" die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung! Gerade Kinder ab 8 Jahren, die auch "Gregs Tagebücher" verschlingen, dürfte diese Reihe sehr gefallen. Ich bin schon gespannt auf Band 2, der zeitgleich mit dem ersten erscheint!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.02.2013
Zurück nach Hollyhill / Hollyhill Bd.1
Pilz, Alexandra

Zurück nach Hollyhill / Hollyhill Bd.1


ausgezeichnet

Emily hat gerade die Schule abgeschlossen, da gibt ihr ihre Großmutter einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, welcher sehr geheimnisvoll klingt. Sie solle das Heimatdorf ihrer Mutter in Dartmoor besuchen, sie werde es schon finden, heißt es in dem Brief. Auch wenn das Dorf bei Google Maps und auf normalen Karten nicht auftaucht, macht sich Emily kurzerhand auf nach England. Auf der Suche nach dem Dorf trifft sie auf Matt, der ihr seine Hilfe anbietet und sie durch das Moor zu dem winzigen Dorf fährt. Doch die Menschen dort benehmen sich alle ein bisschen merkwürdig, sind jedoch sehr freundlich zu ihr. Einzig Matt bleibt distanziert und geht Emily aus dem Weg. Und während sie sich darüber noch den Kopf zerbricht, kommt es noch schlimmer. Erst wird sie entführt und nur wenig später befindet sie sich plötzlich in einer ganz anderen Zeit wieder…

Die Autorin Alexandra Pilz schickt in ihrem Debütroman nicht nur die Protagonisten auf Zeitreise, sondern auch den Leser. Das ist ihr unglaublich gut gelungen, auch wenn es schon zahlreiche andere Zeitreiseromane gibt, so ist „Zurück nach Hollyhill“ etwas ganz besonderes. Der Leser wird gleich mitten in das Geschehen hineingeworfen und macht sich schon wenig später mit Emily auf die Reise nach England. Was hat es mit dem mysteriösen Dorf auf sich? Der Leser deckt im weiteren Verlauf Stück für Stück zusammen mit Emily die Wahrheit auf. Schließlich verschlägt es sie in die 80er-Jahre, die dem Leser auf eine sehr eindrückliche Art und Weise näher gebracht werden.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht natürlich Emily. Emily ist ein Charakter, an dem man schnell seinen Gefallen findet. Sie ist alles andere als perfekt, aber das macht sie für den Leser nur umso sympathischer. Der gutaussehende Matt hat es ihr angetan und auch ich fand ihn unheimlich interessant. Er bleibt lange Zeit eher der Geheimnisvolle, aber man lernt ihn im Laufe des Geschehens immer besser kennen. In einigen Gesprächen zwischen Emily und Matt blitzt immer wieder Humor auf und ich habe mich an einigen Stellen köstlich amüsiert.

Die anderen Bewohner von Hollyhill sind ein gut bunt gemischter Haufen von Charakteren, jeder einzelne etwas ganz besonderes. Sie haben die unterschiedlichsten Charakterzüge und ergeben ein klasse Gesamtbild. Es ist wirklich alles dabei, sei es die gute, alte Seele oder die besonders schillernde Persönlichkeit. Zudem besitzen die einzelnen Figuren auch noch außergewöhnliche Talente, die den Aspekt des Zeitreisens besonders interessant machen.

Der Schreibstil ist eher locker und man kann das Buch sehr flüssig lesen. Schnell befindet man sich mitten im Geschehen, ich habe kaum gemerkt wie schnell die ersten 100 Seiten verflogen sind. Ich war zu dem Zeitpunkt doch sehr überrascht von dem Buch, einzig ein paar mehr spannende Momente habe ich mir noch gewünscht – die ich dann auch prompt bekommen habe. Als Leser bekommt man auch nicht wenige unterhaltsame Momente geboten. Insgesamt hat mich das Buch so sehr gefangenen genommen, dass ich mit den Charakteren mitgefühlt habe und kaum aufhören konnte zu lesen.

„Zurück nach Hollyhill“ ist ein ganz besonderer Zeitreiseroman, der sich deutlich von anderen Büchern dieser Gattung abhebt. Ich bin von dem Buch ziemlich überrascht worden, da die Geschichte unglaublich unterhaltsam und spannend war, sodass ich mit dem Lesen nicht aufhören konnte. Es vereint neben dem Zeitreiseaspekt auch noch Elemente von Krimi und Liebesroman in sich und gerade diese Mischung macht den Roman in meinen Augen so gelungen. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir! Ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.02.2012
Weil ich euch liebte
Barclay, Linwood

Weil ich euch liebte


gut

Klappentext:
Glens Familie stürzt jäh ins Unglück, als seine Frau Sheila bei einem Unfall ums Leben kommt. Sie soll volltrunken gefahren sein und zwei Unschuldige mit in den Tod gerissen haben! Die Polizei ist sich ihrer Sache sicher – doch Glen kann es einfach nicht fassen. Kurze Zeit später ertrinkt eine gute Freundin von Sheila auf mysteriöse Weise. Und als Glen bald darauf erfährt, dass Sheila 62.000 Dollar veruntreut haben soll, bringt ihn das vollends aus dem Gleichgewicht. Beweise für ein Verbrechen hat er allerdings keine...

Meine Meinung:
Die Geschichte rund um Glen wirkte für mich ab den ersten Seiten recht künstlich. Das Buch konnte mich mit dieser Geschichte nicht wirklich überzeugen, denn beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, dass es der Autor hier ein bisschen zu gut gemeint hat mit all den Problemen, die die Leute haben. Dass so ziemlich jeder Bewohner der Stadt Geldsorgen hat und sich auf falsche Geschäfte einlässt, langweilte mich nach einiger Zeit nur noch.
Auch mit dem Protagonisten Glen konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Dass er alles hinterfragt ist ja schön und gut, aber die Art und Weise wie er es tut und wie er den anderen Menschen misstraut ist für mich zu viel des Guten.
Außerdem weist die Geschichte sehr viele Längen auf, die es mir nicht möglich gemacht haben das Buch beim Lesen zu genießen. Erst das letzte Viertel konnte mich so richtig packen. Endlich tauchte die Spannung auf, die ich im Rest des Buches vermisste.
Mit dem Ende des Buches konnte ich mich sehr gut anfreunden, denn es war ein runder und stimmiger Abschluss, der mich zunächst erstaunt hat, bei genauerer Überlegung jedoch logisch war (an dieser Stelle will ich nun nichts weiter verraten).
Das letzte Viertel des Buches hat mich auf jeden Fall überzeugt, wäre es vorher schon in dieser Art und Weise geschrieben, dann hätte dieses Buch sich noch ein paar mehr Pluspunkte verdienen können.
Zuletzt möchte ich noch darauf eingehen, dass ich zwischen dem Cover, dem Titel und der Genrebezeichnung keine Verbindung zum Buch herstellen kann. Das Cover passt sicher zu einem Thriller, allerdings hat es meiner Meinung nach nicht sonderlich viel mit der Geschichte zu tun.
Den Titel „Weil ich euch liebte“ kann ich nicht in Verbindung mit der Geschichte setzten. Im Original lautet er „The Accident“, was auch viel mehr passt. Das Buch wird als Thriller bezeichnet, ich tendiere eher zu der Bezeichnung Krimi, aber ich denke die Grenzen sind da fließend.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch an vielen Stellen zu langatmig ist und oftmals zu viel des Guten gewollt worden ist. Erst zum Ende kann das Buch mit einem runden Abschluss überzeugen.