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Benutzername: Thommy28
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Danksagungen: 11 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 03.09.2018
Land im Sturm
Schiewe, Ulf

Land im Sturm


gut

Fünf historische Happen - als „Appetizer“ ganz nett

Einen kleinen Einblick in die Handlung (mit Schwerpunkt auf dem ersten Abschnitt des Buches) findet der Leser hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

Das gut 900 Seiten starke Buch in in 5 Abschnitte unterteilt. Die Abschnitte sind jeweils in 7 bis 9 kurze, knackige Kapitel unterteilt.

Die Abschnitte sind jeweils einem Zeitpunkt gewidmet, den der Autor für einen wesentlichen Zeitpunkt in der deutschen Geschichte erachtet. Es sind dies :

Abschnitt 1 angesiedelt im 10.Jahrhundert zur Zeit König Ottos und er Schlacht auf dem Lechfeld
Abschnitt 2 angesiedelt im 12. Jahrhundert zur Zeit des sogenannten „Kreuzzuges gegen die Wenden“
Abschnitt 3 angesiedelt im 17. Jahrhundert zur Zeit des „Dreißigjährigen Krieges“
Abschnitt 4 und 5 angesiedelt im 19. Jahrhundert zur Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon und der revolutionären deutschen Einheitsbewegung

In allen Abschnitten gibt der Autor einen sehr schönen und detaillierten Überblick über die jeweilige Zeit und das damalige Geschehen bevor die eigentliche Erzählung beginnt.

.Im Anschluss folgen recht kurze, fiktive Geschichten, die in dem jeweiligen Zeitraum spielen und das Leben und die Lebensumstände wunderbar darstellen. Dabei wechseln natürlich von Abschnitt zu Abschnitt die Protagonisten. Dabei handelt es sich überwiegend um fiktive Personen, gelegentlich werden aber auch für den jeweiligen Zeitraum wichtige tatsächliche Personen integriert - oder zumindest erzählerisch erwähnt. Eine Klammer zwischen den zeitlich doch sehr auseinander driftenden Abschnitten versucht der Autor durch ein Artefakt (einen Säbel) und durch Familienbande und Namensgleichheiten herzustellen. Das ist aus meiner Sicht - bis auf die letzten 2 Abschnitte - nicht gelungen. Ich habe sogar das Bemühen um Namensgleichheiten eher als hinderlich empfunden, weil ich für die Person ja ein Bild im Kopf hatte, das dann - hunderte Jahre später - erstmal wieder aus dem Kopf musste um einem neuen Bild und einer völlig neuen Person Platz zu machen.

Um das Buch nicht „ausufern“ zu lassen, mussten die einzelnen Geschichten natürlich ziemlich kurz gehalten werden und sie brechen leider immer sehr abrupt ab. Das hat bei mir ein Gefühl von Enttäuschung, hervorgerufen. Da hatte man sich gerade mit den Protagonisten angefreundet, der Funke war übergesprungen, die Flamme der Lesefreude begann aufzuflackern - da wurde sie auch schon ausgeblasen! Sehr schade!

Die kurzen Geschichten (im Schnitt „Heftchenformat“ von ca. 180 Seiten) waren von unterschiedlicher Qualität; mal mit viel Kampfgetümmel, mal mit leicht kitschiger Liebesgeschichte, mal mit einer Räubergeschichte usw.! Die Schreibweise war aber immer gut, leicht und flüssig zu lesen und vermittelte ein schönes Zeitgefühl. Die Verbindung bzw. schriftstellerische Ausprägung zwischen der fiktiven Erzählung und dem tatsächlichen, wichtigen historischen Ereignis war mal gut ausgeprägt (z.B. in dem letzten Abschnitt des Buches), mal wenig bis fast garnicht spürbar.

Das Gesamtkonzept des Buches einen Zeitraum von fast 1000 Jahren durch einzelne Kurzgeschichten abzuhandeln, hat mir nicht gefallen. Ich hätte es vorgezogen länger in der jeweiligen Zeit zu bleiben und den Werdegang der einzelnen Protagonisten weiter zu verfolgen. Eine Buchreihe wäre für meinen Geschmack die bessere Wahl gewesen.

Das Buch ist nicht schlecht, kann aber mit den übrigen Büchern des Autors - sicher auch konzeptionsbedingt - nicht mithalten.

Bewertung vom 09.07.2018
Fesselndes Verlangen - Forbidden Lovers (eBook, ePUB)
Bell, Shelly

Fesselndes Verlangen - Forbidden Lovers (eBook, ePUB)


gut

Durchschnittlicher, sinnlicher Soft-BDSM-Roman ohne herausragende Höhepunkte

Einen ersten Eindruck vom Geschehen kann sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite verschaffen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung.

Das Buch ist in 30 gut getaktete Kapitel sowie einen Prolog (der zeitlich 18 Monate vor dem Hauptgeschehen angesiedelt ist) und einen Epilog unterteilt.

Das Cover sieht zwar gut aus, lässt aber nicht erkennen in welches Genre das Buch einzuordnen ist. Letztendlich spiegelt es damit durchaus den Inhalt, denn auch wenn der Schwerpunkt des Romans sicher der erotischen Lektüre zuzuordnen ist, so sind doch ein paar Krimi-Elemente mit eingebaut.

Richtig gut gefallen haben mir nur die erotischen Passagen, die sich sprachlich gut, aber niemals ordinär, empfunden habe.

Die Schreibweise allgemein war gut, wenn auch nicht überragend und die Dialoge konnten nur teilweise überzeugen. Die Protagonisten sind für mich durchweg ziemlich „blass“ geblieben; dies gilt insbesondere für die Nebenfiguren. Weder ihr Handeln noch ihre Motivation konnte ich immer so recht nachvollziehen.

Das Buch hat gut begonnen, aber dann im Mittelteil merklich an „Fahrt“ verloren. Da gab es dann doch erhebliche Längen, die mich im Lesefluss gestört haben. Im Schlussdrittel hat die Autorin dann wieder an Tempo zugelegt und sogar hin und wieder etwas Spannung und auch ein paar Überraschungsmomente kreieren können.
Allerdings leider auch hier unterbrochen von deutlichen, ärgerlichen Längen. Da wurde auf der Gefühlswelle viel zu lange und ausführlich „herumgeritten“.

Manche Bücher aus dem erotischen Genre leiden sehr darunter, dass die marginale Handlung nur als Verbindung von einer Sex-Szene zur nächsten dient. Das ist hier eindeutig nicht der Fall, für meinen Geschmack gab es hinsichtlich, Sex bzw. Erotik eher zu wenig. Die BDSM Komponente war ebenfalls nicht übermäßig präsent. Wenn, dann nur so als Soft-BDSM. Aber, wie schon gesagt, dann aber schön und anregend beschrieben.

Das Finale konnte dann nicht mehr überraschen angesichts dessen, wie der Verlag die Autorin charakterisiert: Zitat „„Shelly Bell ist süchtig nach Happy Ends“

Mein Fazit: Das Buch kann gut unterhalten und bereitet dem Leser ein paar, ab und zu sinnlich-erotische Lesemomente. Mehr leider nicht….! Mit etwas Wohlwollen vergebe ich 3 Sterne.

Bewertung vom 22.12.2014
Entführung am Heiligabend (eBook, ePUB)
Feuerbach, Jana

Entführung am Heiligabend (eBook, ePUB)


gut

Der interessierte Leser kann sich hier auf der Buchseite kurz über den Inhalt informieren. Ich beschränke mich auf meine persönlichen Eindrücke:

Der Plot an sich ist in der Tat mal etwas Neues, das hat man inzwischen ja nicht mehr ganz so oft. Allerdings fand ich die Handlung denn doch recht einfach "gestrickt" und vor allen Dingen war sie sehr vorhersehbar und hatte auch so einige Längen. Dafür ging´s dann am Schluss für meinen Geschmack etwas zu kurz angebunden zu Ende. Schade - ich denke aus dem Plot wurde nicht das gesamte Potential herausgeholt.
Mit den Protagonisten bin ich zu keiner Zeit so richtig "warm" geworden. Es ist nicht gelungen diese in meinem Kopf zum Leben zu erwecken. Gerade beim erotischen Genre halte ich es für wichtig, für eine Identifikation mit den Protagonisten zu sorgen. Der Leser möchte ja "mitfühlen"......; oder?

Was mir sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil - der war locker, leicht und luftig. Zeitweilig waren echte Perlen der Fabulierkunst darunter, die mir viel Spass gemacht haben. Das hat insgesamt gesehen dem Buch einen dicken Extrapunkt eingebracht und dafür gesorgt, dass ich mit dem Leseerlebnis doch noch zufrieden sein konnte.

Bewertung vom 21.12.2014
Vergeltung - Das Mädchen / Hannah Jakob Bd.3.1 (eBook, ePUB)
Peters, Katharina

Vergeltung - Das Mädchen / Hannah Jakob Bd.3.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Wer sich einen kurzen Überblick zum Inhalt verschaffen möchte, kann dies gern hier auf der Buchseite tun. Ich beschränke mich auf meine persönlichen Eindrücke:

Der Text ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst und kann mit sehr gut gezeichneten Protagonisten überzeugen. Der Plot hat Potential und es besteht die grosse Hoffnung, dass sich dieser in den kommenden Bänden gut weiterentwickelt.

Leider ist dieser Band nicht wirklich ein Buch; für mich stellt es sich eher wie ein Kapitel aus einem Gesamtwerk dar. Sehr enttäuschend ist es, dass hier überhaupt nichts aufgeklärt oder auch nur ansatzweise zu Ende geführt wird. Das Buch bricht einfach mitten im Geschehen ab.

Es ist nicht so, dass ich nicht gerne wissen würde, wie es weitergeht. Aber ich werde auch nicht gerne manipuliert und quasi zum Kauf der Fortsetzung genötigt. Ohne den nächsten Band (oder die nächsten Bände) macht das Lesen dieses Bandes m.M. nach aber keinen Sinn. Ich kann daher nicht mehr als gut gemeinte 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 22.07.2014
Kiss and kill
Barton, Beverly

Kiss and kill


sehr gut

Zum Inhalt kann sich der Leser hier auf der Buchseite einen ersten Eindruck verschaffen.

Inhaltlich schliesst dieses Buch an "Killing Beauties" an. Die damaligen Haupt-Protagonisten spielen hier jedoch nur Nebenrollen - in vorliegendem Band spielen andere die Hauptrolle und natürlich geht es auch um einen anderen Sachverhalt.

Ansonsten ähnelt das Buch von Stil und Inhalt her doch sehr den übrigen Bänden der Reihe, die meines Wissens insgesamt 4 Bände umfasst. Alles in allem ist das Buch ein typischer Vertreter des "Romantic-Thrill" mit guter bis mässiger Spannung und ein paar erotischen Einsprengseln.

Mir hat es jedenfalls recht gut gefallen und mir ein paar Stunden gutes Lesevergnügen bereitet.

Meines Wissens ist dies die Reihenfolge der Bände:
1.) Killing her softly
2.) Killing Time
3.) Killing Beauties
4.) Kiss and kill

Bewertung vom 28.05.2014
Erwartung / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.5
Adler-Olsen, Jussi

Erwartung / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.5


gut

Zum Inhalt empfehle ich die Inhaltsangabe hier auf der Buchseite. Viel mehr sollte man vom Inhalt auch nicht verraten um die ohnehin nicht allzuhohe Spannung nicht noch weiter zu verringern.

Zugegebenermaßen hat der Autor mit diesem nun 5. Fall für das Sonderdezernat Q halbwegs wieder "zurück in die Spur" gefunden - nachdem der 4. Fall ja aus meiner Sicht ziemlich "in die Hose gegangen" war.

Spannungsmäßig war aber auch dieses Buch nicht gerade der Hit - aber doch ausreichend gut. Auch zum alten humorigen Part seiner Bücher hat der Autor recht gut zurückgefunden, ohne wie in den ersten Bänden brillieren zu können.

Der Handlungsbogen ist diesmal sehr weit gesteckt - Afrika über Dänemark bis hin nach Südamerika. Das ist zwar sehr schön, kann aber das Buch nicht über den Durchschnitt herausheben. Vielleicht hat er diesmal etwas zu viel die Gefühle der Leser zu stimulieren versucht, was zwar angenehm zu lesen war, mich aber nicht vollkommen überzeugen konnte. Einige Handlungsstränge sind auch diesmal wieder nicht zu Ende geführt worden - was ich nicht gut leiden kann. Andererseits ist damit sehr offensichtlich, dass der Autor beabsichtigt die Reihe fortzusetzen.

Es bleibt abzuwarten, ob er dann die alte Qualität zurückgewinnen kann. "Erwartung" ist jedenfalls ein erster Schritt in die richtige Richtung.

24 von 32 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.03.2014
Dreh dich nicht um / Grant County Bd.3
Slaughter, Karin

Dreh dich nicht um / Grant County Bd.3


gut

Grant-County Reihe Band 3:

Die Inhaltsangabe hier auf der Buchseite beschreibt den Inhalt der Geschichte nur sehr rudimentär. Es geht wieder einmal recht blutig zu.

Das 460-seitige Buch ist in 18 Kapitel unterteilt und liest sich ziemlich gut - wie von der Autorin nicht anders zu erwarten. Allerdings ist der Plot nicht so recht zufriedenstellend; vieles ist einfach nur zufallsbedingt. Ein richtiger "roter Faden" fehlt, dafür hat die Autorin so ziemlich alles von üblen Dingen in die Geschichte gepackt - von Neo-Nazis über Rassenprobleme, von häuslicher Gewalt bis hin zu Gewalt gegen Frauen einschliesslich Vergewaltigung. Aber Masse macht eben noch keine Klasse.

Die Geschichte holpert und stolpert so vor sich hin bis zum Schluss. Ein am Ende eingebauter Überraschungseffekt kann die an und für sich schwache Story auch nicht mehr retten. Für Leser, die die Bücher der Reihe in Reihenfolge gelesen haben, sind in vorliegendem Band sehr viele Wiederholungen enthalte, was die Spannung nicht gerade erhöht. Andererseits können sich Leser die diesen Band zuerst gelesen haben, die Vorgänger schon fast sparen, denn es wird für diese Leser viel zu viel verraten.


Insgesamt ist das Buch nur noch guter Durchschnitt und ich muss sagen, dass die Reihe seit Band 1 ("Belladonna"/5 Sterne) über "Vergiss mein nicht"/4 Sterne) bis zu diesem Band hin deutlich abbaut.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.03.2014
Verachtung / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.4
Adler-Olsen, Jussi

Verachtung / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.4


weniger gut

Das soll ein Thriller sein?

So knapp auch die Inhaltsangabe hier auf der Buchseite ist - mehr sollte dazu auch nicht gesagt werden. Nicht, dass es nicht mehr zu sagen gäbe, aber die Enttäuschung über dieses Buch, dem ich mit so viel Vorfreude entgegengesehen hatte, hat mir die Lust vergällt mich intensiver damit zu beschäftigen. Kein Vergleich zu den 3 Vorgängerbänden um das Sonderdezernat Q!

Weite Teile des fast 550-seitigen Buches beschäftigen sich mit den Leiden der Nete Hermansen und lesen sich nicht wie ein Thriller, sondern wie eine sozialkritische Schmonzette. Der Autor schwelgt hier in konsequenter schwarz-weiss Typologie. Die in den vergangenen Büchern so erfrischenden Passagen um das Ermittlerteam sind hier eher dünn gesät und diesen Passagen fehlt auch weitgehend die Spitzigkeit und der trockene Humor. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass hier nicht der Autor, sondern ein Ghostwriter am Werk war.

Spannung ist über das gesamte Buch hinweg praktisch nicht aufgekommen; lediglich kurz vor Schluss ist es dem Autor doch noch gelungen, einen einzigen überraschenden Moment einzubauen. Das kann aber meinen negativen Gesamteindruck auch nicht mehr wettmachen. Ich habe lange zwischen zwei und drei Sternen geschwankt und mich letztendlich für nur 2 Sterne entschlossen, weil ich mehrfach kurz davor gestanden habe abzubrechen.

12 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.