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Aarany
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Passionierte Leseratte

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Insgesamt 148 Bewertungen
Bewertung vom 29.08.2025
O'Roark, Elizabeth

The Summer I Saved You (eBook, ePUB)


gut

Lord Devereaux und Lady Victoria


Cover & Klappentext
Das Cover ist passend zu Band eins gestaltet worden, damit man die Zugehörigkeit zur Summer-Reihe erkennt. Auch hier ist es sehr einfach gehalten, lenkt aber die Aufmerksamkeit aufgrund der Farbgebung auf sich. Allerdings entspricht es eher dem Titel als dem Inhalt.

Anhand des Klappentextes habe ich eine andere Story erwartet, denn er ist zu ungenau. Aber ich bin froh darum, denn sie birgt mehr, als ich angenommen habe.


Meinung
Lucie steckt mitten in der Trennung von ihrem egoistischen Ehemann, als sie mit ihren Zwillingen in das Haus ihrer verstorbenen Tante zieht, wo sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht hat. Von dort aus beobachtete sie immer den Nachbarsjungen Caleb, der ausgerechnet, viele Jahre später, ihr neuer Boss ist.
Jahrelang liebte sie ihn aus der Ferne und muss nun erkennen, dass sich an ihren Gefühlen nichts geändert hat. Aber er ist verheiratet und sie steckt mitten in der Scheidung. Es gibt also keine Chance für sie beide, oder?

Aus der Sicht von Lucie und Caleb wird man durch das Geschehen geführt.
Der Einstieg war kein Problem, obwohl auch hier der Schreibstil für ein paar Stolpersteine sorgte. Natürlich kann es auch an der Übersetzung liegen, was ich, wie schon in Band eins, nicht zu beurteilen vermag. Jedenfalls gibt es ungünstig formulierte Sätze und ungeschickt gewählte Worte, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Das hat es mir schwer gemacht, immer tief in die Story einzutauchen.

Im Fokus stehen Caleb und Lucie, die beide in ihrem Leben viel ertragen mussten, was sie entsprechend geprägt hat. Besonders viel Aufmerksamkeit wird auf Lucie verwendet, die gerade ihr ganzes Leben umkrempelt, aber mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen hat. Dafür wirkte sie auf mich etwas zu reduziert. Ihr Schicksal sorgt für Emotionen, keine Frage, doch es hätten mehr sein können.
So ähnlich ging es mir auch mit Caleb, wobei Männer erfahrungsgemäß gelegentlich ein wenig anders ticken, daher störte es mich bei ihm eher weniger.
Ich möchte hier auf die Triggerwarnung verweisen, denn es werden Themen angesprochen, die bei dem ein oder anderen Leser unter Umständen negative Erinnerungen wachrufen können.

Dieses Buch hat sich ganz der wahren Liebe verschrieben, der Selbstbestimmung, und dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern.
Lucie wollte immer ihr Märchen, bis ihr klar wird, dass andere Dinge wichtiger sind.

Die Idee hat mir insgesamt sehr gefallen. Trotz Lucies Vergangenheit, die ihre Spuren hinterlassen hat, bietet sie viel Kraft auf, um unabhängig zu sein; nicht nur für sich, sondern besonders für ihre Kinder. Sie stehen an erster Stelle. Sie sind Rettungsanker und Wegweiser zugleich, denn für sie muss sie kämpfen.
Caleb hat einen anderen Weg eingeschlagen. Er setzt auf Ablenkung.
Beide Hauptprotagonisten, deren Kindheit sie miteinander verbindet, sind sich viel ähnlicher als auf den ersten Blick ersichtlich. Doch es gibt auch ein paar Randfiguren, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Lucies beste Freundin Molly ist herrlich schräg, wenn auch etwas besessen. Sie ist definitiv ein Sympathieträger und hinterlässt Eindruck. Dann wäre da noch Jeremy, Lucies Noch-Mann. Er ist sehr auf sich fokussiert und konnte bei mir nur in einer Szene punkten.

Beide Männer, sowohl Caleb als auch Jeremy, sorgen in dieser Geschichte für viel Konfliktpotenzial, was anfangs gut ausgeschöpft wurde. Leider wurde es nicht durchgezogen, was mich zu dem größten Kritikpunkt führt.
Bei einer Romanze ist das Happy End quasi vorprogrammiert. Vorher müssen ein paar Hürden übersprungen werden, aber wenn man diese gemeistert hat, wird alles gut. Hier ist es ähnlich, nur hatte ich den Eindruck, es wurde zu schnell abgehandelt. Die Entwicklung war im Prinzip nicht vorhanden, was besonders bei Caleb zum Tragen kam. Als hätte er eine Offenbarung gehabt, hat er plötzlich klargesehen. Das wirkte auf mich etwas unglaubwürdig und auf seine Probleme bezogen weniger authentisch.


Fazit
Insgesamt wurde ich gut unterhalten, was nicht zuletzt an einigen zauberhaften Momenten lag, die mich sehr berührt haben. Dieser Roman setzt auf wichtige Aussagen, weshalb wohl jeder Leser für sich etwas mitnehmen kann.

Aufgrund der genannten Punkte vergebe ich drei von fünf Sternen, jedoch auch eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 29.08.2025
Golnik, Vanessa

Flammen - The Secrets of Dracon Rock (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Das Geheimnis der Drachen


Cover & Klappentext
Wie schon bei Band eins ist dieses Cover recht einfach gehalten, aber passend zur Trilogie. Simple, aber ansprechend.

Der Klappentext wiederum hat mich derart neugierig gemacht, dass ich es kaum erwarten konnte, mit dem Lesen zu beginnen.
Schon Band eins hat mich atemlos zurückgelassen.

Für alle, die jetzt erst auf die Reihe aufmerksam geworden sind: Es ist wichtig, mit dem ersten Teil zu beginnen, da die Geschichte aufeinander aufbaut.


Meinung
Nachdem Lysara, ehemals Alyssa, ihre Magie vor der Gilde offenbart hat, flüchtet sie mit den Rebellen, und ist zurück an den Ort zurückgekehrt, den sie vor fünfzehn Jahren notgedrungen verlassen hatte. Der einzige Hoffnungsschimmer ist Azura, ihr Drache, auf den sie so lange verzichten musste, denn die Rebellen stehen ihr skeptisch gegenüber. Auch ihr Vater wollte anscheinend nicht, dass sie sich ihnen wieder anschließt. Antworten erhofft sie, in seinen Tagebüchern zu finden.
Gleichzeitig vermisst sie Rowan, den sie die ganze Zeit belogen hat.
Kann er ihr verzeihen und gibt es einen Weg, Ignia auf den richtigen Weg zu führen, oder droht ihre Liebe, alles zu zerstören?

Auch im zweiten Band wird man von Lysara durch die Handlung geführt. Er knüpft nahtlos an den ersten an, aber aufgrund der kurzen Pause zwischen den Teilen musste ich mein Wissen nicht auffrischen.
Der Einstieg gelingt dank des geschmeidigen Schreibstils spielend leicht. Nicht zuletzt weil man sofort ins Geschehen geworfen wird.

Veriors Beschreibung von Lysara stimmt inzwischen nicht mehr ganz. Sie ist zwar immer noch intelligent und zielstrebig, aber furchtlos und unbeeindruckt eher weniger. Dafür gibt es inzwischen zu viel, was sie verlieren könnte.
Zudem musste sie im ersten Band ihr wahres Ich verbergen. Sie blieb sehr lange distanziert, selbst dann, als die Gefühle für Rowan immer mehr zunahmen. Doch jetzt ist sie viel greifbarer und zugänglicher, was, zusammen mit dem Setting-Wechsel, die Story in eine andere Richtung lenkt. Neue Charaktere kommen hinzu, wobei gerade Ash viel Spekulationsspielraum bietet. Seiner Entwicklung beziehungsweise Einsicht stehe ich noch sehr misstrauisch gegenüber.

Die Fortsetzung hat mich wie schon Band eins komplett in ihren Bann gezogen. Unter anderem weil ich mich Lysara näher fühlte und die Autorin es versteht, mit einer ausgewogenen Mischung der Tempi und unvorhergesehenen Wendungen den Leser durchgehend zu fesseln. Längen sind kaum vorhanden, obwohl es natürlich Szenen gibt, die vielleicht nicht allzu viel Kraft besitzen. Doch auch hier wurde immer für Ausgleich gesorgt. Sogar bei den Emotionen wurde das deutlich. Es war nicht nur die Spannung und ein drohender Schrecken, der einem den Atem stocken ließ, sondern auch positive Emotionen, die unter anderem bedingt durch Azura, Lysaras Drachen, deutlich wurden.

Allerdings gibt es einen Kritikpunkt, der mich gestört hat, sodass ich ihn nicht unerwähnt lassen möchte. Obwohl die Schlüsselszenen in der Regel gut ausformuliert wurden, um die Tragweite zu empfinden, war das in diesem Band nicht immer der Fall. Besonders bei einer fiel es ziemlich ins Gewicht.

Trotzdem ist diese Reihe eine der erwähnenswerten Drachen-Storys, bedenkt man, dass diese inzwischen recht weit verbreitet sind, auch wenn ich den letzten Band noch nicht kenne.


Fazit
Band zwei besticht durch deutlich mehr Emotionen und eine weiterhin spannende Handlung, die den Leser nur so mitreißt. Neben zusätzlichen Charakteren, die nicht alle auf den ersten Blick einschätzbar sind, entfaltet sich immer mehr die Handlung, wobei bei Weitem noch nicht alle Fragen geklärt sind. Doch das ist nicht allein der Grund, warum man die Fortsetzung kaum erwarten kann. Es ist die Entwicklung Lysaras, die zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die nach wie vor überraschende Tiefgründigkeit. Und nicht zuletzt Azura, die einfach nur zauberhaft ist.

Ich vergebe erneut viereinhalb Sterne, die ich auf fünf Sterne aufrunde, und eine unbedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 28.08.2025
Marie, Annette

Ein Cookie für den Dämon (eBook, ePUB)


sehr gut

Von Büchernerds, Backwaren und Dämonen

Cover & Klappentext
Das Cover erinnert stark an die Guild Codex – Spellbound-Reihe, nur die Farbgebung und die Details variieren. Damit ist gleich klar, dass beide Reihen zusammengehören, da es sich hier um ein Spin-off handelt.

Die Reihe um die drei Magier hat mich von Band eins an begeistert, weshalb ich auch hier nicht widerstehen konnte.
Laut Klappentext kann man diese Reihe unabhängig lesen, aber ich schlage vor, Spellbound nicht zu vernachlässigen.
Dieser Band folgt zeitlich nach Dämonenmagie und ein Martini.


Meinung
Als die Eltern von Robin Page sterben, kommt sie bei ihrem Onkel unter und erfährt, dass ihre Familie allesamt Beschwörer sind. Laut ihren Eltern sollte sie sich von Magie fernhalten, sodass sie sich auf die Theorie konzentriert hat. Doch Onkel Jack hält einen Dämon in der Bibliothek, der sich weigert, einen Vertrag einzugehen.
Da Robin die Bücher ausgehen, kann sie nicht anders, als die Bibliothek aufzusuchen, obwohl sie dort nichts verloren hat, und lernt den Dämon kennen. Ihre Neugierde ist geweckt.

Aus der Sicht von Robin wird der Leser durch die Geschichte geführt. Da ich die Spellbound-Reihe kenne, habe ich mich schon auf das Spin-off gefreut. Hier erfährt man, was es mit den Beschwörern, den Kontraktoren und Dämonen auf sich hat. Die Hintergründe, die in der Hauptreihe noch etwas nebulös blieben, sind sehr interessant.
Wie man sich denken kann, geht Robin einen Vertrag mit dem Dämon Zylas ein. Obwohl der Kontraktor seine Seele anbietet, läuft hier alles ein bisschen anders.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und flüssig. Das erleichterte den Einstieg ungemein. Aber auch Robin machte es einem einfach, schnell in die Handlung zu finden. Ich fühlte mich schnell mit ihr verbunden, weil ich ihre Unsicherheit gut nachvollziehen konnte.
Für jemanden, der ohnehin schon Schwierigkeiten hat, mit anderen normal zu interagieren, ist diese Situation eine Herausforderung, denn Robins Onkel ist alles andere als zugänglich. Dazu kommt noch sein seltsamer Partner, sein Stiefsohn und seine Tochter. Alle von ihnen meiden sie. Dabei will Robin gar nicht dort sein, aber solange das Erbe ihrer Eltern noch nicht geregelt ist, bleibt ihr nichts anderes übrig.
Aufgrund Robins Unsicherheit bietet sich hier eine grandiose Möglichkeit der Weiterentwicklung, die die Autorin auch genutzt hat. Mit Zylas an ihrer Seite hat Robin einen gewissen Rückhalt, auch wenn sie die Verantwortung für einen Dämon hat, die laut Literatur nur Töten und Verstümmeln im Kopf haben. Probleme sind also vorprogrammiert.

Zylas wiederum ist so ganz anders. Als Dämon kommt er aus einer anderen Welt und will dorthin zurück. Er versteht die Menschen nicht. Sie sind zu empfindlich und in seinen Augen dumm und nicht zuletzt machthungrig. Nur Robin scheint anders zu sein, was auch Zylas nach und nach aufgeht.
Die Autorin hat hier zwei völlig verschiedene Charaktere zusammengetan. Während Robin nach ihren Grundsätzen handelt, ist Zylas eher temperamentvoll und voreilig. Während Robin vieles hinterfragt, lässt sich Zylas von seinen Instinkten leiten. Trotzdem harmonieren sie miteinander.

Insgesamt wurde ich von der Story toll unterhalten, auch wenn passagenweise einige Längen vorkommen. Zwar hat die Autorin versucht, es zu vermeiden, indem sie diverse Spannungsspitzen einbaute, aber es ist ihr nicht immer gelungen. Erst zum Ende hin wurde es deutlich besser. Das Tempo zog deutlich an und man konnte sich der Story nicht mehr entziehen. Wegen der Hintergründe und der eigentümlichen Beziehung zwischen Robin und Zylas bleibe ich selbstverständlich an dem Spin-off dran.


Fazit
Das interessante Spin-off zur Spellbound-Reihe dürfte alle ansprechen, die die drei Magier bereits kennen, aber auch alle anderen sollten einen Blick riskieren. Mit dem locker-spritzigen Schreibstil schafft die Autorin es auch hier, den Leser größtenteils zu fesseln. Daher gibt es von mir vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 26.08.2025
Chipman, Jennifer

Spookily Yours (eBook, ePUB)


gut

Zwillingsflammen

Cover & Klappentext
Als Fan von Halloween hat mich dieses Cover sofort angesprochen. Es verspricht eine magische und unterhaltsame Story.
Der Klappentext steht dem in nichts nach, auch wenn er vielleicht ein wenig zu viel verrät.


Meinung
Willow lebt in dem kleinen Städtchen Pleasant Grove, wo Magiebegabte ihre Fähigkeiten frei entfalten können. Zusammen mit ihrer Schwester betreibt sie eine Bäckerei und das angrenzende Café. Trotzdem fehlt ihr was, besonders seit ihr Vertrauter Binx gestorben ist.
Da läuft ihr ein schwarzer Kater über den Weg, der diesen Platz womöglich ersetzen kann. Nur stellt sich heraus, dass Damien ein verzauberter Dämon ist. Trotzdem wagt sie es, ihn zurückzuverwandeln; immer im Hinterkopf, bloß keinen Pakt mit ihm einzugehen. Denn Dämonen sind böse, oder? Doch was, wenn er eine unmöglich zu ignorierende Anziehung ausübt?

Aus der Sicht von Willow und Damien wird man durch das Geschehen geführt, wobei der Einstieg etwas holprig wirkt. Das liegt in erster Linie an dem teilweise unbeholfenen Schreibstil mit einer gelegentlich ungünstigen Wortwahl.
Im Verlauf wird er etwas besser und flüssiger, dafür erscheint die Art, die Geschichte zu erzählen, etwas sprunghaft. Gerade anfangs fehlte es mir an geschmeidigen Übergängen, sodass ich das ein oder andere Mal etwas verwirrt zurückblieb. Dafür konzentrierte sich die Autorin viel auf die Beschreibung des Settings, obwohl die Beziehungsdynamik meines Erachtens nach wichtiger gewesen wäre.

Die Idee an sich hat mich sofort angesprochen, da ich Halloween liebe, wobei ich Kürbisse so gar nicht mag. Und die kommen in der Story zuhauf vor. Das ist einerseits witzig und andererseits schräg.
Das Setting ist gelungen. In dem kleinen Städtchen leben im Grunde nur Magiebegabte, die ihre Kräfte unbedarft ausüben können. Das ist mal etwas anderes und macht das Ganze etwas lockerer.
Mit dem Auftauchen von Damien kommt zusätzlich Schwung in die Handlung. Ich persönlich konnte mit ihm mehr anfangen als mit Willow. Wobei ich sie keineswegs als unsympathisch empfand. Sie war nur in allem so wenig entscheidungsfreudig. Im Gegenzug dazu schien ihre Schwester ihren Weg gefunden zu haben. Umso irritierter war ich über ihre Entwicklung.

Natürlich ist diese Geschichte in erster Linie zur netten Unterhaltung gedacht, aber in meinen Augen hätte man etwas mehr herausholen können. Mehr Emotionen, mehr Geschmeidigkeit, mehr Entwicklung, mehr ausformulierte Schlüsselszenen, mehr Tiefe …


Fazit
Eine süße Idee für die gruselige Zeit mit einer schönen Liebesgeschichte und vielen Kürbissen.
Von mir gibt es drei von fünf Sternen.

Bewertung vom 25.08.2025
Behrend, Bianka

Night Lake Academy - Die Magie der Nachtfalter (Night Lake Academy 1) (eBook, ePUB)


gut

Magische Tinte

Cover & Klappentext
Das Cover ist mir zuerst aufgefallen. Es ist einfach nur traumhaft und passt toll zur Story.
Der Klappentext hat letztlich den Ausschlag gegeben, das Buch zu lesen, denn er verspricht viel Magie, Spannung und ein wenig Romantik.


Meinung
Hannah, auf vielerlei Weise bekannt, hält sich lieber bedeckt an der Night Lake Academy, wo sie lernt, ihre Magie zu beherrschen.
Als eine junge Frau völlig verwahrlost mit drei unkontrollierbaren Gaben auf dem Gelände auftaucht, ist deren Schicksal eigentlich besiegelt, doch Hannah versucht alles, um ihr Leben zu retten. Davon bringt sie auch nicht Ian, Sohn des Princeps, ab, der eine unerwünschte Wirkung auf sie hat. Aber noch bevor sie sich über ihre Gefühle klar werden kann, steckt Hannah in einem gefährlichen Angriff, der ihr alles abverlangt.

Aus der Sicht von Hannah und Ian wird man durch die Geschichte geführt, wobei der Anfang von Hannah bestimmt wird.
Der Einstieg hat mir wirklich sehr gefallen, weil man im Prinzip ins Geschehen geworfen wurde und das Tempo entsprechend hoch war. Dieses erste Kapitel war energiereich und spannend. Ab diesem Moment, als die Geschichte auf Hannah schwenkt, wurde alles recht gemächlich. Die Autorin verliert sich in vielen Einzelheiten und Beschreibungen, was das Ganze etwas weitschweifig macht. Ich verstehe, dass das Leben an der Academy für ein besseres Verständnis wichtig ist, aber mir persönlich war es zu detailreich.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig und bringt eine schöne Geschmeidigkeit mit, die auch durch längere Sätze begünstigt wurde. Dabei wurde auf ein guter Ausgleich zwischen kurzen und Schachtel-Sätzen geachtet.

Hannah geht gerade am Anfang ein wenig unter, auch wenn sie den ersten Kapiteln ihre Stimme verleiht. Das ist recht ungewöhnlich. Das lag nicht zuletzt an ihrer Unsicherheit, sondern auch an den geheimnisvollen Andeutungen, die immer wieder eingestreut wurden. Auf mich hatte es nicht Effekt, den es wohl haben sollte, nämlich Neugier zu wecken. Auf mich wirkte es eher störend. Zudem waren sie nicht wichtig genug, um sie so lange zurückzuhalten.
Der Verlauf war deutlich besser. Hannah machte eine nachvollziehbare Entwicklung durch, aus der sie stärker hervorging. Zum Glück, denn bis dato wirkten selbst einige Nebencharaktere ausdrucksstärker als sie.

Mit dem Auftauchen von Ian kam Bewegung in die Geschichte. Schon allein, weil er eine starke Präsenz mitbrachte. Das sorgte schon allein aufgrund dessen für ein höheres Tempo. Ab diesem Moment geschah einiges, was aber für mich leider nicht hinsichtlich der möglichen Wirkung ausformuliert wurde. Ein langsamer Aufbau hätte mehr Emotionen transportiert. Stattdessen wurden kleine Spannungsspitzen in meinen Augen zu schnell abgehandelt. Hier wurde der Fokus mehr auf die zuvor erwähnten Beschreibungen gelegt. Schade.

Obwohl die Geschichte einiges an Potenzial mitbringt, wurde es nicht immer genutzt, dennoch gefällt mir die Idee. Da der erste Band in einem Cliffhanger endet, was der Story durchaus guttut, will man natürlich wissen, wie es weitergeht. Deswegen hoffe ich, dass die Autorin in der Fortsetzung zu überzeugen weiß.


Fazit
Eine interessante Idee mit durchaus schönen Momenten, einer großen Portion Magie und einer Romanze, die sich noch entwickelt. Natürlich bleiben im ersten Teil viele Fragen offen, die sicherlich in Band zwei beantwortet werden.
Ich vergebe drei von fünf Sternen.

Bewertung vom 25.08.2025
Skadi, Liz

A Monster's Heart / Realm of Myths and Magic Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Monster im Inneren

Cover & Klappentext
Das Cover ist toll gelungen. Von der Idee, über die Farbgebung und den Details, es hat mich sofort angesprochen.

Der Klappentext hat mich überzeugt, das Buch zu lesen. Er verspricht Spannung, Düsternis sowie eine gewisse Tiefgründigkeit.


Meinung
Die junge Waise Xena hält sich und ihre Freunde mit Diebstahl über Wasser. Als sie die Monsterjägerin Cassia Raven tot auffindet, nimmt sie ihre Identität an und schließt sich der königlichen Expedition auf die Monsterinsel Azythros an, auf der Suche nach einer speziellen Kreatur.
Unter ihnen befindet sich Ajax, ein Halbmonster, der durch seine Ausstrahlung Xena immer mehr in seinen Bann zieht, bis sie sich schließlich fragt, ob man ein Monster immer auf den ersten Blick erkennt.

Aus der Sicht von Xena/Cassia wird man durch das Geschehen geführt.
Der Einstieg ist mir sehr leichtgefallen, weil die Autorin eine außergewöhnliche Art hat, die Szenerie zu beschreiben. Ihre Wortwahl ist ungeschönt, direkt und plastisch, was mich anfangs erstaunt hat, aber im Verlauf seinen Reiz verliert. Es setzt quasi eine Gewohnheit ein. Allerdings für den Einstieg war es optimal.
Was mir weniger gefiel, waren die teilweise ungünstigen Formulierungen, die bei mir für eine gewisse Irritation sorgten.

Zu Beginn erhält man einen Eindruck von Xenas Leben, was von Entbehrungen geprägt ist, ihr jedoch eine notwendige Härte verleiht. Ihre ausdrucksstarke Art hat mich sofort überzeugt.
Als sie die Identität von Cassia Raven annimmt, die sie nie kennengelernt hat, wurde es teilweise etwas schwierig. Xena hat für sich ein Bild von Cassia kreiert und versucht, danach zu handeln, bis sie teilweise selbst vergaß, wer sie wirklich ist.
Die Frage ist, wie überzeugend ihr Spiel ist, denn schon auf dem Weg zur Insel läuft nicht alles glatt, was nicht zuletzt an den Expeditionsteilnehmern liegt.

Die verschiedenen Charaktere wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Das heißt natürlich nicht, dass man sie sofort einschätzen kann. Und genau das macht das Ganze interessant. Neben der spannenden und teilweise intensiven Handlung versucht man, sich ein Bild eines jeden Charakters zu machen. Hier wird deutlich, dass ein Monster nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Oftmals lauert es tief unter der Oberfläche.

Die Geschichte besticht durch spannende sowie mitreißende Szenen und einem angenehmen Tempo. Die Autorin reizt anscheinend gern ruhigere Momente aus, um den Leser dann eiskalt mit einem Twist zu überraschen.
Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto heftiger wird es. Wirklich erstaunlich.

Das Ende kam überraschend und hat mich etwas atemlos zurückgelassen, sodass ich es kaum erwarten kann, bis es weitergeht.


Fazit
Eine auf Unterhaltung und Spannung ausgelegte Story, die überraschend viel Tiefgang mitbringt und auf vielschichtige Charaktere setzt. Leider finden sich ein paar Schwächen und Ungenauigkeiten, aber wenn man diese außer Acht lässt, ist das Werk einfach nur erstaunlich.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 25.08.2025
Lionera, Asuka

Untamed Hearts / Honor & Claws Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Von Bestien und Jägern

Cover & Klappentext
Mir ist das Cover sofort aufgefallen, besonders wegen des Fuchswesens. Obwohl ich normalerweise mit konkreten optischen Vorgaben nicht viel anfangen kann, weil mein Kopfkino sich damit in der Regel nicht deckt, ist es hier ziemlich passend angelegt.

Der Klappentext hat sein Übriges getan, um mich neugierig zu machen.


Meinung
Nichts wünscht sich Reina mehr, als eine Jägerin zu werden, um jene Bestien zu töten, die ihre Familie auf dem Gewissen haben. Bei einer Probejagd trifft sie auf Gavin, einen ihr unbekannten jungen Mann, der die von ihr verfolgte Bestie beschützt. Als würde das nicht reichen, um Reinas Abneigung zu wecken, entpuppt er sich als ein Celester, Angehöriger jenes Sternenvolkes, die die Menschheit beinahe ausgerottet haben. Dennoch sind sie gezwungen, miteinander auszukommen, damit der immer noch schwelende Krieg nicht alles vernichtet, was sie ausmacht.

Aus der Sicht von Reina und Gavin wird man durch das Geschehen geführt, wobei insbesondere am Anfang der Fokus auf Reina liegt. Unter anderem wegen der Hauptprotagonistin, die ich zu Beginn lediglich als besserwisserisch, stur und von Rache getrieben, wahrgenommen habe, tat ich mich schwer, mich in der Story zu verankern. Kurzum, ich brauchte ein wenig, um mich in der Geschichte einzufinden. Ab diesem Moment konnte ich sie aber nicht mehr aus der Hand legen.

Obwohl Reina im ersten Augenblick nicht gerade einen sympathischen Eindruck vermittelte, ging es mir mit Gavin ganz anders. Seine Motive, seine Einstellung und sein Gebaren haben mich sofort angesprochen, sodass für mich die Seite schnell gewählt war. Doch auch in Reina steckte mehr als anfangs vermutet, und so konnte ich mich irgendwann mit ihr anfreunden, weil sie nicht nur stur und getrieben ist, sondern auch wissbegierig, lösungsorientiert, intelligent und durchsetzungsfähig. Diese Eigenschaften halfen ihr auf ihrem Weg, die Wahrheit zu entdecken.

Asuka Lionera ist für mich keine Unbekannte und Honor & Claws nicht das erste Buch, was ich von ihr gelesen habe. Für mich ist sie eine jener Autorinnen, die mich zwar ansprechen, aber nicht immer überzeugen können. Das liegt zum einen an dem Schreibstil und zum anderen an dem Aufbau ihrer Storys. Hier jedoch war meine Zurückhaltung unbegründet.

Der Schreibstil ist solide, kombiniert geschickt kurze mit Schachtelsätzen, sodass sich ein flüssigen Lesen ergibt. Es finden sich auch keine ungünstig gewählten Worte, die mich stocken ließen. Das Tempo wurde gekonnt eingesetzt und ist insgesamt etwas schneller. Allerdings ist das auch notwendig, weil es sehr viele Erklärungen und Wiederholungen gibt, die manchmal den Eindruck vermittelten, auf der Stelle zu stehen.

Die Entwicklung der Geschichte und der Protagonisten erfolgte nachvollziehbar. Einige Plot-Twists sorgten für zusätzliche Energie, die notwendig war, um bei dem hohen Level Abwechslung zu generieren. Auch die emotionale Tiefe ist gelungen. Gefühle wurden schön transportiert und die Empathie angeregt.

Auch wenn ich anfängliche Schwierigkeiten mit der Story hatte, konnte sie mich letztendlich überzeugen. Das Zusammenspiel der Charakteren, der Hintergründe, kombiniert mit Fantasy- und Science-Fiction-Elementen ergibt ein spannendes Lesevergnügen, das einen den zweiten Band herbeisehnen lässt.


Fazit
Ein vielschichtiger erster Teil mit einem gewissen Nachhall, der erstaunlicherweise gut in die heutige Zeit passt, zumindest was die Vorurteile, das Verschleiern der Geschichte und das Kriegstreiben anbelangt.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 14.08.2025
Cross, Juliette

Firebird (Flammensturm, Band 1) (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Juwel

Cover & Klappentext
Das Cover ist wunderschön, auch wenn ich es mit dem Inhalt eher weniger assoziiere. Aber um Aufmerksamkeit zu generieren, ist es toll geeignet.

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Fantasy mit dem historischen Rom zu verknüpfen ist eine interessante Idee.


Meinung
Seit Julian Malina das erste Mal gesehen hat, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf. Deshalb handelt er rein instinktiv, als er sie das zweite Mal auf dem Schlachtfeld entdeckt, und nimmt sie als Sklavin mit nach Rom.
Schnell erkennt die Dakerin, dass in Julian mehr steckt als ein römischer Feldherr, der sich durch sinnloses Gemetzel die Welt untertan machen möchte. Und so droht beide, der Strudel aus Verlangen und Intrigen zu verschlingen.

Zuerst einmal sollte wirklich auf die Altersfreigabe geachtet werden, denn die Geschichte ist keine leichte Kost.

Aus der Sicht von Malina und Julian wird der Leser durch das Geschehen geführt.
Der Einstieg hat mich sofort angesprochen, weil er im Gegensatz zum weiteren Verlauf etwas lockerer wirkte, was durchaus ein guter Schachzug war.
Die Story wird nach und nach aufgebaut. Während anfangs noch eine gewisse Leichtigkeit herrscht, wird es später deutlich schwermütiger. Dazu trägt auch der Schreibstil bei. Einerseits passt er gut zum Inhalt, andererseits stolpert man über einige Formulierungen, weil die Autorin sich an der damaligen Zeit orientiert hat.
Ich für meinen Teil habe mich daran gewöhnt, sodass ich mich intensiver mit den Protagonisten verbinden konnte. Besonders Malina hat es mir angetan. Trotz ihrer vermeintlich ausweglosen Situation verliert sie nie ihren Mut und ihren Widerstand. Dabei bleibt sie aber offen für das, was sie wahrnimmt. Und so erkennt sie auch, dass in Julian deutlich mehr steckt als zu Anfang angenommen.
Julian wiederum wirkt gerade zu Beginn eher abweisend. Doch aufgrund seiner Sichtweise versteht man ihn schlussendlich besser.

Besonders gefallen hat mir die langsame Annäherung der beiden. In der Position Dominus und Sklavin haben sie im Grunde keine Chance. Ja, Julian könnte sie für sein persönliches Vergnügen benutzen, aber sie bedeutet ihm deutlich mehr. Und Malina wiederum hätte keine Wahl, als Julian zu Diensten zu sein, wenn er darauf bestehen würde.
Gleichzeitig bringt Julian ihr so viel Vertrauen entgegen, dass er ihr seine wahren Pläne, was Rom angeht, anvertraut. Das bringt beide noch näher zusammen.

Insgesamt ist die Geschichte ziemlich gelungen, weil sie ein wenig Raffinesse mitbringt. Zudem werden Fantasy, die römischen Götter, Hexen und Drachen zu einem historischen Plot verwoben, der im alten Rom spielt. Das ist vermutlich noch nie versucht worden. Aber es hat geklappt.
Zwar finden sich ein paar Längen und einige Wiederholungen, doch hauptsächlich ist das Tempo genau richtig, sodass man das Buch phasenweise kaum aus der Hand legen kann.


Fazit
Römische Mythologie trifft auf Fantasy. Drachen treffen auf Hexen. Dunkelheit trifft auf Licht. Und Tod auf Liebe.

Obwohl die Geschichte in erster Linie düster und zeitweise brutal angelegt ist, findet sich viel Licht, nicht nur in Form von Hoffnung. Das Zusammenspiel der übertragenen Emotionen ist perfekt ausgewogen. Man nimmt sie intensiv wahr, wird aber nicht allzu übermäßig gequält. Das ist in dem Fall passend, da einige Szenen sonst schwer zu verdauen wären.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 13.08.2025
Marczak, Weronika Anna

Shine Bright, Little Pearl / The Monet Family Bd.4 (eBook, ePUB)


gut

Zusammenhalt

Cover & Klappentext
Wie die anderen Cover wurde auch dieses der Reihe entsprechend gestaltet. In erster Linie unterscheiden sie sich durch das florale Element voneinander. Trotz der Einfachheit gefällt es mir.

Da ich die anderen Bände bereits kenne, war für mich der Klappentext weniger relevant. Allerdings bin ich der Meinung, dass er etwas in die Irre führt, denn es verspricht mehr Spannung als tatsächlich vorhanden ist.


Meinung
Hailie genießt ihr neues Leben im Luxus, vergisst aber keineswegs ihre Wurzeln. Zunehmend werden ihr die Schwierigkeiten bewusst, die aufkommen, als Teil der Familie Monet, und sie erkennt, dass mit vielen Privilegien auch Einschränkungen ihren Alltag bestimmen.

Es ist wichtig, die anderen Teile zu kennen, da alle aufeinander aufbauen.

Inzwischen ist Hailie fast siebzehn und lebt nun etwa um die zwei Jahre bei den Monets.
Auch diesem Band leiht sie ihre Stimme und zeigt sich nach und nach weniger trotzig. Sie hat zwar noch immer ihre emotionalen Phasen, aber sie dominieren nicht mehr den Inhalt. Stattdessen passen sie nun besser zu den Situationen.

Mit jedem neuen Band integriert sich Hailie besser in die Familie und kommt auch ihren jüngeren Brüdern näher. Das macht auch das Besondere in den Geschichten aus. Es passiert nicht sonderlich viel, es wird eher Wert auf ihr neues Leben gelegt, sodass man meinen könnte, es kommen Längen auf. Doch das ist eher weniger der Fall.
Inzwischen haben ich mich so an die Art der Erzählung gewöhnt, dass ich mich regelrecht auf diesen Teil gefreut habe. Dabei sind die Kritikpunkte, die ich bei den anderen Bänden aufgeführt habe, nach wie vor vorhanden.

Von Buch zu Buch konnte ich mehr mit Hailie anfangen, was natürlich auch an ihrem steigenden Alter und der damit einhergehenden Entwicklung zu tun hat. Das ist tatsächlich sehr gut gelungen. Aber auch die jüngeren Brüder lernt man etwas besser kennen. Besonders Tony erhält hier mehr Aufmerksamkeit.

Der Schreibstil ist insgesamt weiterhin flüssig, aber nicht unbedingt geschmeidig. Einige Ungenauigkeiten störten für mich etwas den Lesefluss. Des Weiteren gab es unstimmige Sätze, wobei ich jedoch nicht weiß, ob es mit der Übersetzung zusammenhängt oder an der Autorin selbst liegt.
Kann man darüber hinwegsehen, wird die Geschichte dennoch gut erzählt, denn die Autorin schafft es, Hailies Leben aus allen Blickwinkeln zu beleuchten. Dafür fehlt ihr meines Erachtens nach etwas die Wortgewandtheit, bildgewaltig zu schreiben. Das ist mir nicht erst bei diesem Teil aufgefallen, aber da die Familie auch hier viel umherreist, finden viele Settingwechsel statt, die selbstverständlich auch beschrieben werden. Aber eben in meinen Augen nicht so inspiriert, dass sich die entsprechenden Szenen farbenfroh aufbauen.

In diesem Band haben mir die zwischenmenschlichen Aktionen mit ihren Brüdern besonders gefallen. Erstmals konnte ich richtig nachvollziehen, wie sich Hailie fühlt, warum sie wie reagiert. Und ich habe sie gefeiert, weil sie immer mehr Durchsetzungsvermögen an den Tag legt, auch wenn es ihr lieber ist, wenn Frieden herrscht.

Insgesamt unterhält auch dieser Band, obwohl ich mich immer noch frage, woran das genau liegt, denn diese Story brilliert nicht durch Spannung, eine intensive Romanze oder Plot-Twists. Es ist etwas, was ich nach wie vor nicht genau benennen kann, mich aber weiterhin fesselt. Aus diesem Grund wäre es auch nicht nötig gewesen, diesen Teil in einem Cliffhanger enden zu lassen.


Fazit
So mysteriös es auch ist, was diese Reihe an sich hat, sie vermag zu überzeugen und besitzt ihren eigenen Charme. Inzwischen habe ich jeden der Monets lieb gewonnen, sogar Dylan, und ich möchte gar nicht daran denken, dass ich mich irgendwann von allen verabschieden muss.
In Band vier erwarten den Leser eine erwachsenere, selbstbewusstere Hailie, die zwar immer noch nah am Wasser gebaut ist, aber ihren Platz in der Familie Monet findet, schöne Momente und viele Ausflüge, jedoch auch ein wenig Spannung.

Ich vergebe erneut drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.08.2025
February, Anna

The Hive - Wenn die Königin fällt (eBook, ePUB)


gut

Unser Leben für den Hive

Cover & Klappentext
So einfach das Cover auf den ersten Blick auch erscheinen mag, es passt perfekt zum Inhalt. Die klaren Strukturen sorgen für Aufmerksamkeit.

Der Klappentext dürfte all jene ansprechen, die dystopische Romane mögen. Ich stehe dem Genre etwas skeptisch gegenüber, aber trotzdem wurde ich neugierig.


Meinung
Arenite soll hingerichtet werden, weil sie noch am Leben ist, wohingegen ihr Schützling ihr Leben ließ. Ein Umstand, der eigentlich unmöglich sein müsste.
Nikolos, ein königlicher Außenseiter, soll mit ihrer Hilfe ihre Unschuld beweisen, nur haben sie dafür nur wenig Zeit.
Im Hive hat alles seine Ordnung. Es gibt keinen Platz für Fehler. Sollte dieses empfindliche Konstrukt ins Wanken geraten, könnte es das Ende des Hives bedeuten.

Dystopische Romane und Krimis üben normalerweise keinerlei Faszination auf mich aus. Die Mischung mit Fantasy-Elementen hat mich allerdings überraschend gefesselt, auch wenn mir das erst zum Ende des Buches klar geworden ist.

Der Einstieg ist ein wenig schwergängig. Unwissend landet der Leser im Geschehen und wird mit diversen Vorgängen und Namen konfrontiert, die er nicht zuordnen kann, obwohl der Aufbau der königlichen Familie beigefügt ist. Erst im weiteren Verlauf wird langsam klar, wie die Abläufe im Hive funktionieren. Das heißt, diese Lektüre fordert schon die gesamte Aufmerksamkeit, damit man folgen kann. Sie ist nichts für nebenbei. Das ist allerdings auch kein Problem. Ich mag es, meine Konzentration komplett auf eine Sache zu zentrieren. Erschwert wird das Ganze durch die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht man durch die Handlung geführt wird. Arenite wurde derart konditioniert, dass sie keine eigene Meinung mehr hat, denn sie steht ihr schlicht nicht zu. Damit kann man sich nur schwer in sie hineinversetzen. Niko ist im Gegensatz deutlich selbstbestimmter und bringt damit Leben in die Geschichte. Und durch ihn verändert sich auch Arenite. Ihre Entwicklung erfolgt nach und nach und wurde schön umgesetzt.

Die Story wird langsam aufgebaut. Je weiter man vorankommt, desto mehr begreift man. Umso interessanter ist die Idee, die überlebende Kolonie der Menschheit, da die Erde durch den Anstieg der Meeresspiegel im Grunde unbewohnbar geworden ist, in einer Art Bienenstock mit klaren Aufgaben und Strukturen hineinzuversetzen. Dabei wird die Bevölkerungszahl stark limitiert, dank Geburtenkontrolle und sogenannten Auslesen.
Die Umsetzung ist durchaus gelungen, allerdings hatte ich wie erwähnt Schwierigkeiten mit Arenite. Ich verstehe, warum sie so angelegt wurde, und es ist auch notwendig gewesen, aber ihre Konditionierung lässt nur wenig Emotionen zu, die dementsprechend auch nicht übertragen werden können. Dazu kommt ein Schreibstil, der zwar solide ist, aber nicht immer flüssig. Hin und wieder empfand ich ihn als etwas holprig.
Trotzdem wurde ich gut unterhalten.


Fazit
Ein interessanter dystopischer Roman mit Krimi- sowie Fantasy-Elementen, der erst zum Ende hin wirklich überzeugt. Die Autorin brilliert hier durch eine außergewöhnliche Idee, in der einiges an Spannung und auch der ein oder andere Plot-Twist zu finden ist, nicht zu vergessen der berühmt-berüchtigte Nachhall.

Ich vergebe drei von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.