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Mops
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Chemnitz

Bewertungen

Insgesamt 71 Bewertungen
Bewertung vom 20.01.2026
Maura, Catharina

The Unwanted Marriage


gut

Wenn aus Ablehnung eine unendlich (und leider schwülstige) Liebe wird

"The unwanted marriage" war für mich ein Buch, was mich zwiespältig zurückgelassen hat. Der Schreibstil hat mich schon in seinen Bann gerissen und ich bin durch die Seiten nur geflogen. Und vor allem die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen. Das Aufeinanderzugehen zwischen Dion und Faye war interessant, genauso wie der Konflikt mit dem Vater. Die Cinderella-Vibes haben gut dazu gepasst.

Aber irgendwie war mir die zweite Hälfte dann zu schwülstig geworden. Die ständigen Liebesschwüre nur unterbrochen von Bettgeschichten, war einfach ermüdend. Es passierte einfach so gut wie nichts mehr. Ich hatte noch einen großen Showdown erwartet - evtl. mit dem Vater oder dem Ex-Freund - aber außer einer kleinen Beziehungspause passierte gar nichts. Und so richtig bin ich auch nicht durchgestiegen, was Dion beruflich macht. Vielleicht wird das in den ersten beiden Bänden deutlicher, aber für mich kamen nur Mafia-Vibes rüber, die ich aber nicht so einsortieren konnte. Zumal hatte ich mit dem Namen "Windsor" auch eher etwas adeliges erwartet, was ja auch nicht so ist. Warum also wurde explizit dieser Name gewählt? Für mich unklar.

Mein Fazit: Erste Hälfte hui, zweite Hälfte gähn.

Bewertung vom 11.01.2026
Hensley, Alta

He Sees You When You´re Sleeping (eBook, ePUB)


gut

Wenn der Stalker vorm Fenster dein Traummann ist

Da ist ein Mann vor deinem Schlafzimmer und beobachtet dich. Das könnte creepy sein, wenn es nicht deine geheime Fantasie wäre. So oder ähnlich könnte man den Inhalt dieses Buches zusammenfassen. Dieses Buch wird als Dark Romance verkauft (es hat sogar einen 18+Sticker), aber ich muss sagen, so richtig dark empfand ich es nicht.

Zum einen ist es echt langsam gestartet; man könnte es glatt in die Kategorie slow-burn einstufen kann. Und der Spice kam wirklich erst so ab der zweiten Hälfte auf. Der war nicht schlecht, aber da hat man in dem Genre echt schon viel härteres gelesen. Ein bißchen kinky, aber eben auch nicht der harte Stoff.

Beide Protas - Jack und Chloe - waren schon sehr interessant und symphatisch; zudem war auch ihre Entwicklung spannend. Aber bei Jack fand ich den Zwist zwischen Stalker und Vanillaboy nur so semi-authentisch.

Auch der Showdown hatte Potential, der nicht ganz ausgeschöpft wurde. Der Plot um Tyler war vorhersehbar und wurde für mich dann zu schnell abgehandelt. Da hätte ich mir mehr Action gewünscht.

Der Weihnachtsvibe kam aber echt gut rüber, so dass es gut in die jetzige Jahreszeit passt.

Mein Fazit: Nette Lovestory mit Kinky-Vibes, aber als Dark Romance würde ich es nicht bezeichnen.

Bewertung vom 08.01.2026
Neumeier, Moritz

Papa ist kaputt


sehr gut

Wie aus dem Elternalltag

Papa soll vorlesen, aber dann bewegt er sich nicht mehr? Was also tun, so dass Mama nicht schimpft, weil man Papa kaputt gemacht hat. Dann muss man ihn halt verstecken. So kann man grob diese Story zusammenfassen und ich finde die Idee hinter den Plot wirklich sehr witzig. Weil es nah am Elternalltag ist, denn der Papa ist ja nicht wirklich kaputt im wortwörtlichen Sinne...

Und die Ideen der Kinder, wo man den Papa alles verstecken sind witzig ausgedacht und auch toll illustriert. Vor allem das letzte Bild hat mich zum schmunzeln gebracht, wo man das ganze Chaos sieht, was die Kinder bei ihren Versteckversuchen veranstaltet haben.

Für mich hätte die Geschichte aber ruhig etwas länger sein können. Ingesamt besteht das Buch nur aus 14 Seiten und der Text dazu ist wirklich sehr, sehr kurz gehalten. Dafür dass das Buch erst für Kinder ab 3 sein soll, finde ich das zu wenig. Vom Format/Länge her wäre das eher was, was ich mit meinen Kindern im Alter von 1-2 gelesen hätte.

Mein Fazit: Ein echt witziges Kinderbuch, was ruhig etwas mehr Seiten hätte haben können. Ein paar Verstecke hätte es sicher noch gegeben.

Bewertung vom 03.01.2026
Visite

Gesund mit Visite - das Bauch-weg-Programm


sehr gut

Kampf der Plauze

Wie viele habe ich auch mit dem berühmten Rettungsring aka Plauze zu kämpfen. Ein bißchen habe ich schon mit Intervallfasten wegbekommen, aber eben noch nicht genug. Und ich muss sagen, dass Buch kann hier weiterhelfen - sowohl Einsteiger:innen als auch Fortgeschrittenen. Denn das Buch geht hier einen gesamtheitlichen Ansatz.

Man erfährt zum einen was Bauchfett ist, wo es herkommt und warum es so gefährlich ist. Bekommt Ernährungshinweise und gleich dazu passende Rezepte, die sich leicht nachkochen lassen. Zusätzlich gibt es noch ein paar Anleitungen für Sportübungen, die man auch einfach zuhause vor dem Fernseher nachmachen kann. Und zum Abschluss gibt es noch ein paar Informationen zum Mental Health in diesem Zusammenhang, die man auch mit beachten sollte.

Das Buch ist nicht allzu dick, so dass man schnell durchkommt und dann gleich mit dem Programm anfangen kann. Sicherlich, wenn man sich mit dem Thema schon ein wenig beschäftigt hat, erfährt man nicht allzu viel neues. Aber gerade die aufgeführten Sportübungen und Rezepte finde ich doch sehr praktisch und alltagstauglich.

Mein Fazit: Ein tolles Buch, zu dem ich jetzt sicher öfters greifen werde und welches mich für mein weiteres Abnehmprogramm stärken wird.

Bewertung vom 03.01.2026
Jimenez, Abby

The Friend Zone


ausgezeichnet

Ein schwieriges Thema auf humorvolle, leichte Art erzählt

Und wieder hat Abby Jimenez mich mit einem Buch total zerstört & traumatisiert. Dennoch konnte ich es nicht aus der Hand legen konnte. Das lag zum einen an der Story, die ein schwieriges Thema (Unfruchtbarkeit & Krankheit) aufgegriffen hat. Das wurde zwar sehr emotional erzählt, aber dennoch in einer Leichtigkeit mit einem Hauch Witz, so dass man nicht die ganze Zeit am Heulen war. Zwischendurch gibt es aber doch den einen oder anderen Plottwist, der einen innehalten und durchatmen lässt. Einfach weil man mit den Figuren so mitleidet.

Zum anderen sind mir Josh und Kristen so ans Herz gewachsen. Ja, Kristens Verhalten ist sicher für einige nicht nachvollziehbar (Warum redet sie nicht mit Josh Klartext?), aber da ich etwas ähnliches hinter mir habe, habe ich sie verstanden. Warum sie mit ihrem Körper so hadert und damit aber auch nicht hausieren geht. Aber ihre schnodderige Art und ihre Selbstständigkeit fand ich einfach klasse. Und Josh war einfach nur zum niederknutschen mit seiner Art. Ein echter Traummann.

Klar, war das Finale doch sehr vorhersehbar, aber ich hätte mir nichts anderes für die beiden gewünscht. Daher mein Fazit: Wieder ein sehr lesenswertes Buch von Jimenez.

Bewertung vom 30.12.2025
Sweeney, Melanie

Botanic Hearts


gut

Man will eigentlich auch sofort eine Bücherei im Botanischen Garten haben

Natur und Bücher - was will mensch mehr? Nach dem diesem Buch eigentlich nichts mehr. Diese Symbiose aus einer Bücherei im Botanischen Garten, die hier präsentiert wird, ist so idyllisch, dass man am liebsten auch dort leben will. Die Autorin hat es wirklich bestens geschafft, diese Welt einem direkt vor die Augen zu projizieren, dass man das Gefühl hatte mit in dem Park zu sein. Das gibt auf alle Fälle Pluspunkte.

Und auch Jack als Charakter hat mir gefallen. Zu einem der raue Naturtyp - love hard. Aber dann halt auch seine verletzliche Seite. Aber mir hat vor allem das mürrische gefallen, weil ich mich so in ihm wiedererkannt habe.

Tansy hingegen hat mir als Figur nicht so gefallen. Ich fand ihr Verhalten einfach komisch und nicht nachvollziehbar. Vor allem, dass sie Jack immer wieder weggestoßen hat, weil sie unabhängig bleiben will. Für mich war sie aber nicht unabhängig, sondern einfach nur stur. Das hat irgendwann genervt.

Und dann bin ich leider auch über Schreibweisen gestoßen. Ja, ich gendere auch und habe kein Problem mit : und * und _ Aber über die Pronomensache bin ich immer wieder gestolpert. Dey, demm, deren - das klingt für mich tatsächlich komisch und am Anfang dachte ich noch da hat sich ein Schreibfehler reingeschmuggelt. Und leider konnte ich mich auch bis zum Schluß des Buches nicht daran gewöhnen.

Mein Fazit: Nette Lovestory mit einem grandiosen Setting, aber leider auch einer nervigen Prota.

Bewertung vom 12.12.2025
Rayne, Piper

Midnight Whispers (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Dark Cinderella

Band 3 dieser Reihe ist da und wurde von mir sehnsüchtig erwartet. Wie immer wurde ein Märchen adaptiert - diesmal Aschenputtel. Und da dies mein Lieblingsmärchen ist, konnte es ja nicht schlecht werden. :)

Sowohl die Märchenadaption als auch die Story waren für mich überzeugend. Der Schreibstil mit dem abwechselnden Blickwinkel war authentisch und erzeugte gut Spannung. Beide Protas haben mir gefallen; ihre Verletztlichkeit als auch ihre Stärke, die sie gezeigt haben. Der Spice war diesmal wieder einen Zacken schärfer als in Band 2, was mich aber nicht gestört hat. Man wurde wieder ein wenig mit der Story um den Vater angefüttert und ich bin gespannt, ob wir in Band 4 endlich eine Auflösung um das große Geheimnis bekommen.

Mein Fazit: Ein rundrum gelungener Roman, der mich nur durch die Seiten rauschen ließ und mich gut unterhalten hat.

Bewertung vom 10.12.2025
Penner, Elina

Die Unbußfertigen


sehr gut

Ein Plädoyer zum abschalten der "sozialen" Internetplattformen

Hasskommentare, ungerechtfertigte schlechte Bewertungen, Content auf Kosten anderer, etc - Kommt uns allen sicherlich bekannt vor, weil wir es alle teilweise täglich erleben. Elisa Penner hat dies unter die Brennlupe genommen und einen Roman geschrieben, der all das Schlechte in all seinen Nuancen aufzeigt. Der Inhalt lässt sich schwer zusammenfassen, ohne zu spoilern, aber man lernt zehn Personen kennen, die alle das schlechte verkörpern, was das Internet hervorbringt. Diese zehn werden in einem Herrenhaus eingesperrt und man lernt sie dann durch die jeweiligen Dialoge besser kennen. Es geht vor allem darum, ob sie ihre Taten bereuen.

Und da muss ich sagen, definitiv nein. Die Geschichte erzählt es ein wenig anders, aber in meinen Augen hat vielleicht nur ein Drittel wirklich über seine Handlungen nachgedacht und reflektiert. Zumal man nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben erfährt (da ändert auch der Prolog mit einem Jahr später nichts daran). Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Ebenso beim Blick in das aktuelle Geschehen in Deutschland/Europa. Da wird zwar immer kurz angerissen, dass die Geschichte in einem Deutschland spielt, welches von einer rechtsextremen Partei regiert wird und im politischen und autokratischen Chaos versinkt. Aber man bekommt immer nur Bruchstücke davon, was es schwierig macht, das alles einzuordnen.

Dennoch hat das Buch seinen Reiz - wenn man die ersten langatmigen 40 Seiten durch hat. Denn die Gesellschaftskritik ist authentisch, berührt einen auf vielen Ebenen und regt zum nachdenken an. Die Figuren sind allesamt interessant gestaltet, bis auf Max der ein wenig blass blieb. Ich kann mir gut vorstellen, dass man das Buch verfilmt oder als Schullektüre benutzt. Den Diskussionsstoff hat man hier echt viel - über Moral und Doppelmoral und in was für einer Gesellschaft man leben möchte.

Mein Fazit: Ein Buch das zum nachdenken anregt, mit ein paar kleinen Schwächen.

Bewertung vom 30.11.2025
Baugstø, Line

Evil Grandma


gut

Über Erwartungen an ältere Frauen

Die Gesellschaft hat Erwartungen an Frauen: egal ob jung oder - wie hier besprochen - alt. Dass Frauen aber nicht immer Lust haben diese (überzogenen) Erwartungen zu erfüllen, davon handelt dieses Buch. Es geht um Mona. Kurz vor der Rente, alleinlebend, einsam. Dann erfährt sie, dass sie zum ersten Mal Oma wird. Nur leider hat sie keine Lust auf diese Rolle. In einer weinseligen Stimmung macht sie sich einen Social-Media-Account namens "EvilGrandma65" und das Geschehen nimmt seinen Lauf.

Mir hat das Buch vor allem gefallen, weil es einen Blick auf ältere Frauen wirft und zeigt, dass diese sehr wohl etwas zu sagen haben und eben auch noch eine eigene Wünsche. Und die bestehen nun mal nicht darin, die Kinder und Enkel durchzufüttern und dafür null Dank zu erhalten. Klar überzieht Mona ab und zu mit ihrem Verhalten, aber viel schlimmer finde ich ihre Kinder und leider auch ihre Freunde. Da ist null Dankbarkeit, nur Erwartungen, dass die Mutter alles stoisch mitmacht und sich auch noch darüber freut, dass die Wohnung okkupiert wird und ganz nach der Devise "Hotel Mama" lebt. Den Groll von Mona konnte ich wirklich gut nachvollziehen.

Leider konnte der Teil des Buches bzgl. des social-Media-Accounts nicht überzeugen. Einfach weil es eher nebensächlich behandelt wurde. Da hätte ich mir einen größeren Fokus gewünscht. Denn das hätte so viel Potential gehabt: von witzigen Postings bis hin zu einer feministischen Revolution. Das blieb aber eben aus, was ich schade fand.

Mein Fazit: Lesenswert, wobei die Story Ausbaupotential hatte.

Bewertung vom 25.11.2025
Hutter, Hans-Peter;Mazhar, Raoul

Parasiten - Meister der Manipulation


gut

Nach dem Buch, will man nur noch Urlaub auf Balkonien machen

Parasiten - jeder hat davon schonmal gehört, manche haben auch schon Bekanntschaft gemacht. Aber welche gibt es und was verursachen sie? Dies kann man in diesem Sachbuch nachlesen. Die Autoren bereiten den doch teils sehr wissenschaftlichen Stoff gut nachvollziehbar auf mit einer kleinen Prise Witz auf. Ein "Tinderbild" (dort genannt Para-Match) am Anfang jeden Kapitels führt in das jeweilige Kapitel humorvoll ein. So erfährt man etwas über bekannte Parasiten wie die Auslöser von Malaria oder Madenwürmer, aber auch über unbekannte Wesen, wie die Kusswanze und deren Bewohner, die die Chagas-Krankheit überträgt. Auf alle Fälle möchte man nach Beenden des Buches nicht so schnell Urlaub in exotischen Gefilden machen.

Ein paar Kritikpunkte habe ich aber: Zum einen war mir der metaphorische Schreibstil (vor allem in der Mitte des Buches) dann irgendwann zu viel. Es war dann einfach too much und irgendwie nur noch gewollt witzig. Zum anderen waren einige Kapitel arg aufgebläht, wo Nebensächlichkeiten episch ausgebreitet wurden, bevor man zum eigentlichen Thema kam. So kam mir der Parasit und seine Auswirkung auf Mensch und/oder Tier einfach oft zu kurz. Und dann gab es doch einige Stellen wo es sehr wissenschaftlich wurde und ausgiebig biochemische Prozesse erläutert wurden. Als ehemaliger Bio-Leistungskurs kam ich da noch einigermaßen mit, aber für Laien war es dann doch stellenweise sehr komplex.

Mein Fazit: Ein interessantes Sachbuch, was aber doch einige Schwächen hat.