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KittysKiste

Bewertungen

Insgesamt 180 Bewertungen
Bewertung vom 11.01.2026
Szeker, Brandi Elise

The Pawn and The Puppet (The Pawn and The Puppet 1)


gut

Jetzt habe ich inzwischen schon so viel über dieses Buch gehört, dass ich es mir gleich zu Gemüte geführt habe, und ich muss sagen, dass ich etwas zwiegespalten bin, denn die Geschichte ist schon sehr komplex, mit relativ vielen Charakteren und einigen Irrungen und Wirrungen. Andererseits konnte ich es, nachdem ich einmal in der Geschichte drin war und sich auch Skylenna und Dessin endlich nähergekommen sind, kaum noch aus der Hand legen.

Dabei fand ich das Worldbuilding echt interessant und gut gemacht, ziemlich düster, aber auch vielschichtig. Ich mochte die Mischung aus Dark Romance und Fantasy, wobei das Fantastische noch nicht allzu sehr zum Tragen kam. Ebenfalls mochte ich die Chemie zwischen Skylenna und Dessin, die zwar anfangs noch nicht besonders prickelnd war und auch komplett ohne Sex auskam, aber vom Beschützerinstinkt der beiden für den jeweils anderen geprägt war. Erst später wurde die Beziehung der beiden immer inniger, und obwohl nicht von Liebe gesprochen wird, so wirkte ihr Umgang miteinander sehr liebevoll. Es gab aber auch einiges an Gewalt in diesem Buch, einmal in Form der wirklich grausamen Behandlungen, die in der Emerald Lake Anstalt angewandt werden und die kaum zu ertragen sind, dann durch die bösartigen Übergriffe auf Skylenna, aber auch ausgehend von Dessin, der viel mehr ist als einfach nur multipel. Und dann gibt es noch die Geschichte rund um Skylennas Schwester Scarlett, bei welcher die Ursachen für ihren Tod bis gegen Ende noch ungeklärt sind. Ein großes Problem war allerdings für mich, dass irgendwie keine Bilder vor meinem inneren Auge auftauchen wollten, womit die Geschichte ziemlich eindimensional blieb und was ich sehr schade fand.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese durchaus interessant. Vor allem Dessin ist eine extrem vielschichtige Figur, die mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten schwer zu greifen, aber auch sehr besonders ist. Dazu kommt, dass er recht mysteriös ist, aber trotz der vielen Gewalt, die von ihm ausgeht, irgendwie nicht wirklich böse. Skylenna fand ich liebenswert, aber im Gegensatz zu Dessin nicht wahnsinnig besonders. Dennoch hat sie ein gutes Herz, und schon allein dafür, dass sie so viel durchmachen musste und muss, aber auch so viel Mitgefühl hat, muss man sie einfach mögen.

Alles in allem muss ich sagen, passiert in diesem Buch ziemlich viel, was manchmal etwas überfordernd sein kann. Außerdem werden im Laufe der sehr düsteren, bedrückenden Geschichte viele Fragen aufgeworfen, die am Ende echt unerwartete Antworten bekamen. Auf jeden Fall sind die meisten Trigger hier tatsächlich ernst zu nehmen.

Bewertung vom 09.01.2026
Young, William P.

Die Hütte


sehr gut

„Ein Wochenende voller Fragen, voller Hoffnung
Manchmal genügt ein einziger Moment, um das Leben neu zu sehen. In der Stille der Hütte beginnt eine Suche nach Sinn, Trost und innerer Stärke.
Nach dem schmerzhaften Verlust seiner Tochter ist Mackenzie voller Trauer und Zweifel. Als er eine rätselhafte Einladung in eine abgelegene Hütte erhält, steht er vor der Entscheidung, sich seiner Vergangenheit und seinen Ängsten zu stellen. In der Stille des Waldes beginnt Mackenzie, neue Hoffnung zu schöpfen und entdeckt, was im Leben wirklich zählt. Schritt für Schritt findet er den Mut, sich dem Schmerz zu öffnen – und vielleicht einen Neuanfang zu wagen.“

- Beschreibung des Verlags -

Schon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.

So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt.

Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht.

Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.

Bewertung vom 07.01.2026
Meyer, Kai

Die Bibliothek im Nebel


sehr gut

Wie schon im ersten Band, war auch hier wieder der Schreibstil großartig, sehr bildlich und zum Teil sogar echt poetisch. Ebenfalls war die Atmosphäre wieder großartig, mystisch, spannend und ein Stück weit schaurig.

Die Geschichte hat mir dabei, bis auf ein paar Stellen, die ich etwas an den Haaren herbeigezogen fand, wirklich gut gefallen und ich wurde super unterhalten. Diese spielt wieder einmal in drei verschiedenen Zeitebenen, die allesamt ihren gewissen Reiz hatten. Es geht wieder um Okkultismus, um Familie und um die Liebe, vor allem aber um die Bücher und das Geschäft mit Büchern, wobei die Geschichte aber nur zu einem relativ kleinen Teil im graphischen Viertel spielt. Vielmehr findet man sich oftmals auch in Frankreich wieder, an der Côte d’Azur, oder auch auf einem Schiff von Russland nach Leipzig. Im Mittelpunkt steht dabei das Geheimnis rund um Mara, welches sich durch das ganze Buch hindurchzieht und damit den roten Faden bildet, um den noch weitere Handlungen gesponnen wurden, die allesamt mit dieser mysteriösen Frau zu tun haben. Auch gibt es hier ein paar Morde, ausreichend Dramatik und eine ganze Menge Detektivarbeit, welche ich echt spannend und interessant fand.

Was die Charaktere angeht, so sind die Protagonisten hier der junge Artur, den man immer wieder, auch in anderen Zeitebenen, antrifft, sowie Liette und Thomas Jansen, wobei es mir bei Thomas manchmal so vorkam, als wäre er mehr oder weniger nur Mittel zum Zweck. Wirklich tief ging dieser Charakter jedenfalls nicht. Dafür fand ich Artur richtig toll, sehr sympathisch und loyal. Liette hingegen fand ich sowohl als Kind als auch als Erwachsene echt super, selbstständig, schlau und unerschrocken. Richtig schön fand ich aber auch, dass es ein Wiedersehen mit Grigori aus Band eins gibt und man erfährt, wie er letztendlich im „Montecristo“ gelandet ist.

Alles in allem fand ich auch diesen Band wirklich großartig, spannend, mysteriös und auf recht bodenständige Art sogar romantisch und dramatisch. Jetzt fehlt mir nur noch der letzte Band und ich freue mich darauf, ihn demnächst zur Hand zu nehmen.

Bewertung vom 02.01.2026
Meyer, Kai

Die Bücher, der Junge und die Nacht


sehr gut

Und wieder einmal hat es mich mit Kai Meyer ins grafische Viertel der Vergangenheit von Leipzig verschlagen, wobei die Geschichte natürlich nicht nur dort spielt, sondern auch an anderen Orten. Auf jeden Fall war sie aber wieder richtig gut, spannend und sogar ein wenig mysteriös.

Erzählt wird die Geschichte in drei verschiedenen Zeitebenen, in denen es teilweise um verschiedene, aber teilweise auch um wiederkehrende Charaktere geht, und welche alle miteinander zusammenhängen. So begleitet man 1933 Jakob, 1941 den Jungen Robert, Jakobs Sohn, welcher mit dem etwas mysteriösen Mercurio auf der Jagd nach bestimmten Büchern ist, und 1971 ebenfalls Robert, der nach und nach mit der Geschichte der Familie Pallandt konfrontiert wird, die unmittelbar mit seiner eigenen Herkunft zusammenhängt. Die unterschiedlichen Zeitebenen haben dabei ihren ganz eigenen Charme, wobei ich gerade die Ereignisse 1933 am interessantesten fand und vor allem auch das Setting. Zudem spielt hier das Thema Okkultismus und der Nationalsozialismus erneut eine Rolle, aber mehr oder weniger im Hintergrund. Vor allem geht es natürlich um Bücher, aber auch um die Liebe und um Familiengeheimnisse. Das alles hat der Autor wieder super bildlich und flüssig zu Papier gebracht. Die Geschichte war echt packend und mitreißend, fühlte sich zudem sehr realistisch an und die Atmosphäre war einfach nur großartig. Zudem gab es einige Wendungen und am Ende war dann zwar einiges wie erwartet, aber manches auch komplett unerwartet.

Was die Charaktere angeht, so gibt es schon ziemlich viele Hauptfiguren, was etwas verwirrend für mich war. Die zahlreichen Nebenfiguren haben es mir dann aber teilweise wirklich schwer gemacht, alle auseinanderzuhalten, und vor allem war mir manchmal nicht ganz klar, wer nun eigentlich mehr und wer weniger wichtig für die Geschichte ist. Ansonsten sind aber auch diese super realistisch geschrieben und ich habe sie gern begleitet. Vor allem, denke ich, wird mir Grigori, mit seiner etwas frechen Art, im Gedächtnis bleiben.

Alles in allem empfand ich diesen Band der Reihe als wieder echt super, atmosphärisch und spannend. Es gibt einige Rätsel, Verschwörungen und sympathische Charaktere. Auf jeden Fall bin ich gespannt auf weitere Bände der Reihe.

Bewertung vom 31.12.2025
Haase, Maren Vivien

Songs for the Beautiful / Rise and Fall Bd.1


gut

Eigentlich mag ich ja Geschichten, in denen es um Musik geht und irgendwie konnte ich Sukis Reise in diesem Buch auch absolut nachvollziehen, egal ob die anfänglichen Zweifel am eigenen Talent, über die teilweise schon bösartigen und kompromisslosen Mittel der Musikbranche, bis hin zur letztendlichen Einsicht, und doch fand ich diesen Roman in großen Teilen einfach nur langweilig.

Vor allem finde ich, dass die Musikkarriere von Suki mit all ihren Pros und Contras viel zu sehr im Mittelpunkt stand und was sie in Bezug darauf erlebt, wurde mir persönlich auch zu sehr in die Länge gezogen. Dafür begann die Liebesgeschichte erst ziemlich spät an Fahrt aufzunehmen und es wurde auch lange nicht aufgelöst, warum sich Suki und River eigentlich nicht ausstehen können. Es gab zwar immer wieder Anspielungen, aber so richtig zum Punkt kam die Autorin erst gegen Ende der Geschichte. Überhaupt hat sich vieles am Ende gebündelt, während die Geschichte ungefähr die ersten dreihundert Seiten nur so vor sich hin plätscherte, zumal ziemlich schnell klar wurde, wie toxisch das Musik Label wirklich ist.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese im Großen und Ganzen wirklich in Ordnung und durchaus nett. Ich mochte zum Beispiel Suki ganz gern, obwohl sie schon recht naiv ist und sich ziemlich lange herumschubsen lässt. Andererseits konnte ich das aber auch verstehen, da man wohl nicht oft die Möglichkeit bekommt, im Musikbusiness groß rauszukommen und außerdem macht sie ihre kleinen Fehler auch irgendwie menschlich. River mochte ich ebenfalls ganz gern und fand ihn echt sympathisch. Allerdings hätte er auch hier und da ein paar Ecken haben können. Diese hatte hingegen Presley Wren, die ich von allen am interessantesten fand und auf deren Geschichte ich mich in Band zwei bereits freue.

Alles in allem war dieser Roman okay, hätte aber durchaus packender sein können. Mich hat er jedenfalls nicht mitgerissen, wenn die Geschichte auch viel Potential hatte und gerade das Thema Musikbranche größtenteils sicher ziemlich realistisch widerspiegelt. Dennoch bin ich gespannt auf Band zwei rund um Presley.

Bewertung vom 29.12.2025
Shen, L. J.;Huntington, Parker S.

My Dark Prince / Dark Prince Road Bd.3


gut

Also, irgendwie tut es mir leid, das zu sagen, aber dieser Band war mit Abstand schwächer als seine zwei echt genialen Vorgänger. Das soll zwar nicht heißen, dass er an sich schlecht war, aber dennoch konnte er einfach nicht mehr mit dem Witz und der spicy Atmosphäre von Band eins und zwei mithalten.

So war die Geschichte von Briar und Oliver zwar schon irgendwie unterhaltsam und im Grunde auch recht kreativ, aber so richtig packen konnte sie mich dennoch nicht. Außerdem hat mir hier der Witz gefehlt, der die beiden anderen Bände ausgemacht hat, ebenso die unterhaltsamen, echt tollen Schlagabtäusche. Dafür hatte ich das Gefühl, dass hier etwas mehr auf Drama gesetzt wurde. Zudem war dieser Roman bei weitem nicht mehr so prickelnd geschrieben. Allerdings muss ich auch sagen, fand ich die Geschichte von Olivers Bruder Sebastian echt interessant und fände einen Roman, der eine eventuelle Romanze von ihm thematisieren würde, echt cool.

Auch die Charaktere fand ich hier nicht mehr ganz so toll. Oliver mochte ich zwar sehr, obwohl er schon teilweise etwas skurrile Anwandlungen hatte, die ihn aber auch irgendwie sympathisch machten. Briar hingegen fand ich zum großen Teil aber einfach nur anstrengend. Ihre Aktionen gegen Oliver fand ich oftmals sogar noch nicht einmal mehr witzig, sondern vielmehr infantil und blöd. Das machte auch nicht besser, dass ihre Vergangenheit nicht gerade rosig war, schließlich hatte Oliver auch seine Dinge, die ihn belastet haben.

Alles in allem bin ich froh, dass wenigstens die ersten beiden Bände dieser Trilogie richtig toll waren, denn so konnte ich diesen Ausreißer hier dann doch etwas besser verkraften, schließlich war es auch wirklich schwer, Band eins und noch mehr Band zwei zu toppen. Und wie gesagt, wirklich schlecht war er ja dann auch nicht, konnte mich aber eben leider nicht mehr so sehr begeistern.

Bewertung vom 28.12.2025
Habekost, Britta

Der Untergang von Thornton Hall


sehr gut

Ich hätte es echt nicht gedacht, aber mit diesem Roman bekommt man eine wirklich schöne Geschichte, irgendwo zwischen History, Mystery und Romanze, geboten, die mich echt überzeugen konnte.

Zwar dachte ich, dass sich die Geschichte, aufgrund des Titels, mehr um Thornton Hall dreht, habe irgendwie auch zum Teil mit einer Spukhaus Geschichte gerechnet, doch das, was ich tatsächlich bekommen habe, war etwas ganz anderes, mehr wie der Klappentext verspricht, ein Abenteuer, eine Reise durch das alte Italien, ein Stück weit sogar ein Thriller, aber auch eine Liebesgeschichte und vor allem die Geschichte einer jungen Frau, die den Mut findet, aus alten Konventionen auszubrechen, um ihren Bruder zu suchen und sich dabei nach und nach selbst findet. In diesem Sinne ist der Roman auch super feministisch, aber auf eine Art, die ich wirklich mochte, nicht plakativ ins Gesicht geklatscht, sondern mit viel Feingefühl und nachvollziehbar, ohne übertriebenen Idealismus, aber dafür mit einer super starken Protagonistin. Außerdem mochte ich die sehr sanfte Liebesgeschichte, die zeigt, wie liebevoller Umgang miteinander wirklich aussehen kann. Und auch das Abenteuer selbst, rund um die Flucht vor Elindas Verlobten, sowie der Suche nach David, war durchaus spannend, wenn auch hier und da etwas lang. Das Ende war dann doch recht unerwartet, aber echt gut gelöst und wie die ganze Geschichte für Elinda ausgeht, fand ich großartig und hoffnungsvoll.

Sehr interessant fand ich hier auch die Charaktere. Elinda ist eine junge Frau, die nicht sein will, was sie ist und sich deshalb auch lieber wie ein Junge benimmt, frech, selbstbewusst und mit einer großen Sehnsucht nach Freiheit. Im Laufe der Geschichte lernt sie, dass man eine Frau und dennoch stark sein kann, dass man lieben kann und dennoch frei sein. Das alles bringt ihr zu großen Stücken Blake bei, der einen schlechten Ruf hat, aber ganz anders ist, als man anfangs noch denken könnte. Er beschützt Elinda und zeigt ihr eine Welt, die ihr bisher fremd war. Allerdings gibt es da auch noch den Earl Andrew Hydeworth, Elindas Verlobten, einen eingebildeten, bösartigen Schnösel, der ihr und Blake immer wieder viel zu nahe kommt.

Alles in allem mochte ich diesen historischen Roman wirklich sehr, denn dieser war echt gut geschrieben, relativ spannend und unterhaltsam. Auch konnte ich noch einiges über das alte Italien lernen. Und natürlich mochte ich Elinda als Protagonistin wirklich sehr, ebenso ist mir Blake Colbert von Seite zu Seite immer extremer ans Herz gewachsen.

Bewertung vom 26.12.2025
Shen, L. J.;Huntington, Parker S.

My Dark Desire / Dark Prince Road Bd.2


ausgezeichnet

Ähm ja, ich glaube, ich muss meine letzte Rezension noch einmal ein Stück weit revidieren, denn ich war doch tatsächlich der Meinung, dass es schwer wird, den ersten Band dieser Reihe noch zu toppen und was soll ich sagen, der zweite Band war doch tatsächlich noch ein Stück besser.

Was die Geschichte angeht, so war diese genauso witzig und unterhaltsam, wie die von Dallas und Romeo, trotzdem fand ich die Neckereien, den Spice, die teilweise echt skurrilen Szenen hier noch etwas genialer und das soll schon etwas heißen. Ebenfalls fand ich die Liebesgeschichte zwischen Farrow und Zach, die in diesem Fall eher an eine Neuerzählung von Cinderella erinnert, mindestens genauso großartig, wenn nicht sogar noch etwas origineller. Vor allem aber sind die Hintergrundgeschichten von Farrow, aber vor allem von Zach echt dramatisch. Ansonsten gibt es hier wieder super tolle, witzige und teilweise sehr freche Schlagabtäusche zwischen den beiden Protagonisten, viele prickelnde Szenen, obwohl es eine Weile dauert, bis es tatsächlich zum richtigen Akt kommt und richtig toll geschriebene, vielschichtige Charaktere.

So steht Farrow in ihrer Schlagfertigkeit Dallas in nichts nach, ist aber dennoch eine ganz andere Persönlichkeit, verantwortungsvoll und fleißig, super mutig und scheinbar ist ihr nichts wirklich peinlich. Irgendwie ist das aber auch kein Wunder, schließlich muss sie mit einer echt bösartigen Stiefmutter und faulen Stiefschwestern auskommen, Zach hingegen hat ganz andere Probleme, erträgt keine Berührungen und will auch keine Ehefrau. Nur ist da seine Mutter anderer Meinung. Am besten aber fand ich eine ganz besondere Sache, die ich ihm nicht zugetraut hätte, die aber logisch ist. Was genau, verrate ich aber nicht, denn ich will nicht spoilern. Schön fand ich außerdem, dass man auch die Charaktere aus Band eins weiter begleitet, wenn auch nun als Nebencharaktere.

Alles in allem war dieser Band der Trilogie einfach nur der Hammer, super unterhaltsam, witzig, frech, charmant, ein bisschen dramatisch, aber auch extrem sexy. Mir hat die Story wahnsinnig gut gefallen und die Charaktere habe ich geliebt. Mal sehen, ob der dritte Band das noch toppen kann.

Bewertung vom 21.12.2025
Shen, L. J.;Huntington, Parker S.

My Dark Romeo / Dark Prince Road Bd.1


ausgezeichnet

Oh man, was war das bitte für ein Wirbelsturm an Gefühlen, vor allem an Witz und Sarkasmus? Ich muss einfach sagen, ich habe dieses Buch geliebt, denn selten hat mich Dark Romance so sehr unterhalten und war gleichzeitig auch ein Stück weit spannend.

Nein, die Geschichte ist definitiv nicht perfekt und es gab hier und da Kleinigkeiten, die vielleicht nicht ganz realistisch wirkten, aber das hat der Unterhaltungsfaktor bei weitem wieder wettgemacht. Dallas und Romeo sind aber auch der Knaller, total unterschiedlich und doch zusammen ein Feuerwerk, bei welchem es dauerhaft kracht und die Funken fliegen, aber auf so witzige Weise, dass ich aus dem Lachen kaum noch heraus gekommen bin. Aber es gibt auch super viele, echt spicy Szenen, die teilweise schon sehr sexy und prickelnd sind. Ebenso mochte ich die Hintergrundgeschichte von Romeo, die ganze Konkurrenz- und Rachegeschichte sowie die Chats zwischen Romeo und seinen Kumpels Oli und Zach, die ebenfalls echt witzig sind. Außerdem wurde es gegen Ende der Geschichte noch einmal richtig spannend und sogar tragisch, aber ohne zu viel Kitsch, denn das hätte der Geschichte auch nicht unbedingt gutgetan.

Auch die Charaktere fand ich hier extrem genial geschrieben, total überzeichnet, aber dennoch einfach nur großartig und interessant. Romeo ist ein typischer Workaholic, der nichts anderes im Kopf hat, als die Arbeit und eigentlich hat er gar kein persönliches Interesse an Dallas, außer Rache. Er findet sie eher nervig, wobei er sehr streng und gefühlskalt wirkt. Allerdings hat sein Verhalten auch Gründe, die durchaus nachvollziehbar sind. Dallas hingegen ist ein verwöhntes Mädchen aus gutem Hause, eher konservativ erzogen, aber im Verhalten genau das Gegenteil. Sie hat absolut keinen Respekt vor niemandem und erst recht nicht vor Romeo. Vielmehr lässt sie sich so gar nichts von ihm bieten und stellt ihn immer wieder auf die Probe. Für mich ist sie eine richtig starke Frau, aber nicht unbedingt ein Vorbild.

Alles in allem bekommt man hier im weitesten Sinne eine sexy und witzige Nacherzählung von Romeo und Julia, aber auf sehr moderne Weise und ohne Tabus. Ich habe das Buch jedenfalls absolut gefeiert und bin mir ziemlich sicher, dass es für mich DAS Jahreshighlight sein wird. Nun freue ich mich auf den zweiten Band und hoffe, dass dieser mindestens genauso gut ist.

Bewertung vom 19.12.2025
Fitzek, Sebastian

Der Nachtwandler


ausgezeichnet

Dieses war nun mein inzwischen viertes Buch von Sebastian Fitzek und ich muss sagen, ich spiele mit dem Gedanken, noch viel mehr Bücher von ihm zu lesen, denn bisher hat mich noch keiner seiner Psychothriller enttäuscht. Auch dieser hier war wieder großartig, mit einem im Großen und Ganzen unerwarteten Ende.

Die Geschichte selbst fand ich dabei vielleicht nicht immer super realistisch, aber echt kreativ, mit einigen Überraschungen sowohl für den Protagonisten als auch für den Leser. Zwar hatte ich hier und da ein paar Vermutungen, was wohl die Auflösung des ganzen Rätsels rund um Leon und all die mysteriösen Dinge, die ihm geschehen, sein könnte, am Ende lag dann aber doch noch viel mehr dahinter und das war teilweise wirklich krass. Vor allem die vielen Irrungen und Wirrungen fand ich echt gelungen und haben mich oft auf eine falsche Spur gelenkt. Ansonsten war die Geschichte super spannend und mitreißend, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte, die Atmosphäre war ziemlich düster und extrem mysteriös. Auch das Setting des recht noblen, wenn auch alten Mehrfamilienhauses fand ich großartig, wobei die Geschichte sich wie eine Art Kammerspiel auf relativ kleinem Raum anfühlte und damit auch eine gewisse bedrückende Stimmung mit sich brachte.

Richtig toll, sehr realistisch und greifbar fand ich auch die Charaktere geschrieben, nicht zu überkandidelt und dennoch mit dem gewissen Etwas. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich Leon, der sich nach gewissen, verstörenden Ereignissen nicht mehr selbst trauen kann, aber dennoch den Mut aufbringt, dem ganzen auf die Spur zu gehen. Er ist aber trotzdem ein ganz normaler Mann, kein Held, unsicher, aber auf seine Art liebenswert. Auch recht interessant fand ich seine etwas schrullige Nachbarin Ivana Helsing und seine Frau Natalie hatte, obwohl sie keine allzu große Rolle spielte, einige Überraschungen zu bieten. Alle anderen Charaktere waren zwar wichtig für die Geschichte, traten aber nicht allzu sehr in den Mittelpunkt.

Alles in allem hat es der Autor mit diesem Psychothriller geschafft, mich wieder einmal grandios zu unterhalten und das so gut wie ohne Blut und nennenswerte Tote. Das muss man in diesem Genre erst einmal schaffen. Von daher kann ich dieses Buch, auch, wenn es schon etwas älter ist, durchaus weiterempfehlen.