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Benutzername: Rini
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Bewertungen

Insgesamt 23 Bewertungen
Bewertung vom 13.05.2019
Der Wal und das Ende der Welt
Ironmonger, John

Der Wal und das Ende der Welt


ausgezeichnet

Ein philosophischer Roman

Ein junger Mann namens Joe fährt nachts in das Fischerdorf St. Piran, wo die Welt zu Ende scheint. Er geht zum Strand und zieht seine Kleidung aus. Dann geht er ins Wasser. Am nächsten Tag wird er am Strand von Dorfbewohnern gefunden, denn er ist ohnmächtig am Strand angespült worden. Der einzige Arzt des Dorfes, Dr. Books - der eigentlich schon im Ruhestand ist -, nimmt ihn bei sich auf. Am gleichen Tag etwas später strandet ein großer Finnwal am Strand und alle Dorfbewohner und auch Joe helfen dem Wal. Sie graben unter ihm den Sand weg und schaffen es, ihn mit der nächsten Flut wieder hinaus ins Meer zu bekommen. Erst später wird allen klar, dass der Wal Joe das Leben gerettet hat. Joe, der aus London kommt und Banker ist, möchte nicht mehr zurück in sein altes Leben. Durch seinen Job in London ist er verantwortlich für einen Kollaps, den er in Gang gesetzt hat. Kann es grenzenloses Wachstum geben? Wie geht der globale Wirtschaftskreislauf mit Krisen um? Welche Bedrohungen und welche Folgen können auftreten? Droht der Weltuntergang?

Es werden Themen wie Liebe, Freundschaft und Familie angesprochen, die den Leser sehr berühren können.

Bewertung vom 09.05.2019
Wenn du das hier liest
Adkins, Mary

Wenn du das hier liest


ausgezeichnet

Warmherzig geschrieben

Jades Schwester Iris ist an Lungenkrebs gestorben. Jades Ehe ist gescheitert. Eines Tages bekommt sie Post von Smith Simonyi, der ehemalige Chef und Freund ihrer Schwester Iris. Dieser vermisst Iris, seine ehemalige Assistentin so sehr, dass er ihr immer noch pro Tag eine E-Mail schreibt. Eines Tages hat er herausgefunden, dass Iris vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat. Diesen möchte er veröffentlichen und nimmt daher Kontakt zu Iris Schwester Jade auf. Es beginnt ein reger Austausch an E-Mails zwischen Jade und Smith.
Das Buch ist sehr herzergreifend geschrieben und doch muss man an vielen Stellen auch schmunzeln.

Bewertung vom 20.04.2019
Was uns erinnern lässt
Naumann, Kati

Was uns erinnern lässt


ausgezeichnet

Mitreißend geschrieben

Die Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeiten. In den 70iger Jahren spielt diese in dem Hotel Waldeshöh am Rennsteig im Thüringer Wald in der DDR nahe der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland.

In der Gegenwart findet eine Frau namens Milla bei einem ihrer Spaziergänge durch den Thüringer Wald einen alten überwucherten Keller. Sie findet darin die Geschichte des Hotels Waldeshöh. Dieser Ort zieht sie magisch an. Sie macht sich auf die Suche nach den ehemaligen Besitzern. Sie lernt eine Frau namens Christine kennen, die mehr weiß über das Hotel und dessen Vergangenheit. Beide Frauen lernen Erinnerungen anzunehmen, aber diese auch loszulassen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und mitreißend. Man kann sich sehr gut in Christine reinversetzen und ihre Erinnerungen an die damalige Zeit nachvollziehen. Es nimmt einen richtig mit, zu lesen was die Familie damals mitmachte und wie es dann dazu kam, dass sie ihre Heimat nach vielen Jahren verlassen mussten. Durch Milla wird diese ganze Zeit von damals aufgearbeitet und auch Milla lernt loszulassen.

Bewertung vom 20.04.2019
Sterne sieht man nur im Dunkeln
Werkmeister, Meike

Sterne sieht man nur im Dunkeln


ausgezeichnet

Sehr einfühlsam geschrieben

Thies und Anni sind schon lange ein Paar und leben zusammen in Bremen. Alle Freunde sind in ihrem Alter Mitte Dreißig und heiraten oder bekommen Kinder. Für Thies und Anni war das nie ein Thema. Dann macht Thies plötzlich Anni einen Heiratsantrag. Anni ist verwirrt. Gerade hat man ihr einen Job in Berlin angeboten, bei dem sie die Leitung einer neuen Niederlassung übernehmen kann. Sie entwickelt Computerspiele für Mädchen. Anni ist hin und her gerissen, ob sie nun den Job annehmen soll oder heiraten und dableiben. Dann schreibt ihr eine alte Schulfreundin, Marie - die früher ihre beste Freundin war - aus Norderney und sie lässt sich unbezahlten Urlaub geben und flüchtet auf die Nordseeinsel. Doch da kommt alles ganz anders als sie sich das gedacht hat…

Dieser Roman ist sehr einfühlsam und spannend geschrieben. Man möchte das Buch gar nicht mehr weglegen, weil man einfach weiterlesen will. Der Schreibstil ist flüssig und man kann sich sehr gut in die Hauptperson Anni hineinversetzen.

Bewertung vom 07.04.2019
Immer noch wir
Janus, Elja

Immer noch wir


ausgezeichnet

Carolina ist 35 Jahre jung und während sie mit zwei Freundinnen zum Ü30 Tanzen geht, trifft sie einen jungen Mann, den sie irgendwoher kennt. Dieser spricht sie an und auch er kennt sie, weiß aber nicht vorher. Ihre Begegnung liegt 20 Jahre zurück. Vier Wochen später geht sie mit ihren Freundinnen wieder zum Tanzen. Sie trifft ihn wieder und nimmt ihn mit nach Hause. Da sieht er ein altes Foto aus der Kindergartenzeit. Er und sie waren Kindergartenfreunde. Sie hat ihn immer beschützt. Zusammen haben sie nun eine stürmische Nacht zu zweit. Doch am anderen Morgen erklärt er ihr, dass es zwischen ihnen nur Freundschaft geben kann. Joe, so heißt er, ist damals mit 9 Jahren weggezogen, weil sein Vater beruflich woanders arbeiten musste. Mit 14 Jahren hat er seine Mutter kurz vor Heilig Abend verloren, sie ist an Krebs gestorben. Seitdem hat er Verlustängste und Bindungsangst. Caro oder wie er sie nennt, Lina, ist die erste Frau, für die er Gefühle hat. Aber er hat Angst. Er vermisst sie immer schrecklich, wenn sie nicht bei ihm ist, sind sie zusammen, möchte er am liebsten weglaufen. Dann verbringen sie Silvester zusammen und es ist ihm schon wieder zu eng, also sagt er ihr, er nimmt eine Stelle in Berlin an, weit weg von ihr. Wird es noch eine Chance für ihre gemeinsame Liebe geben?

Bewertung vom 05.04.2019
Mitternachtsmädchen / Nathalie Svensson Bd.3
Moström, Jonas

Mitternachtsmädchen / Nathalie Svensson Bd.3


ausgezeichnet

Spannend bis zum Schluss

Die Psychiaterin Nathalie Svensson ermittelt in einem Fall, in dem in der Universitätsstadt Uppsala im Hörsaal der Anatomie während der Walpurgisnacht eine Tote gefunden wurde.

Die Tote hat Würgemale am Hals. Bereits vor diesem Fund wurden weitere zwei Frauen vergewaltigt, die aber mit ihrem Leben davon kamen. Jedes Mal geschah es um Mitternacht und jedes Mal wurde den Opfern der linke Schuh entwendet.

Die Tote im Hörsaal ist Hanna, die Tochter von Cecilia, mit der Nathalie eng befreundet ist. Als Expertin für Täterprofile wird Nathalie gebeten, das Ermittlerteam zu unterstützen. Dadurch gerät sie natürlich nicht nur beruflich unter Druck, weil sie natürlich möchte, dass der Mörder von Hanna, die auch öfters auf Nathalies Kinder aufgepasst hat, so schnell wie möglich gefasst wird.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Erst erhält man den Eindruck, man hat den Täter gefasst, dann aber entwickelt sich alles ganz anders. Auch das Privatleben der Psychiaterin wird immer wieder beschrieben, denn sie ist mitten in einem Sorgerechtstreit mit ihrem Mann.

Bewertung vom 12.03.2019
Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1
Pohl, Alex

Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1


sehr gut

Ein Toter arbeitsloser Anwalt wird in seinem Auto mitten im Winter aufgefunden. Er starb durch eine Kugel in den Kopf, aber es ist kein Selbstmord. Die Ermittler Milo Novic und Hanna Seiler vermuten die Russenmafia dahinter. In den Unterlagen des toten Anwalts finden sie pornografische Fotos von Minderjährigen. Parallel dazu wird die Geschichte einer Dreizehnjährigen aus wohlhabendem Haus erzählt. In ihrer Freizeit zieht sie Kleidung aus dem Altcontainer an, um ihrem russischen Freund damit zu imponieren, der denkt, sie lebe auf der Straße. Dieser hat einen älteren Bruder, der junge Mädchen aus Deutschland nach Russland verkauft. So ergeht es dann auch der dreizehnjährigen Freundin seines kleinen Bruders. Zeitgleich verschwinden immer mehr junge Mädchen aus der Gegend um Leipzig.

Der Roman ist fesselnd geschrieben und gleichzeitig auch erschreckend wenn man das liest, was bei dem Mädchenhandel den jungen Mädchen passiert und was passiert, wenn sich Russen innerhalb des Clans/der Mafia auflehnen. Die persönlichen Geschichten der Ermittler werden ebenfalls immer wieder geschildert, aber nur so viel, dass man einen einigermaßen Einblick in deren Privatleben bekommt.

Bewertung vom 17.12.2018
Die Plotter
Kim, Un-Su

Die Plotter


sehr gut

Ein Plotter - zu deutsch der Zeichner - ist jemand, der die Aufträge zum Töten an seine Killer weiter gibt. Die Killer wiederum dürfen sich keine Fehler erlauben, denn sonst werden sie zu Opfern.
Dieser Roman hat eine sehr ungewöhnliche Geschichte über eine Organisation sogenannter Auftragskiller. Er spielt in Südkorea und die südkoreanischen Politiker scheinen die Dienste der Plotter gerne in Anspruch zu nehmen.
Der Protagonist Raseseng wurde als Neugeborenes in einer Mülltonne entsorgt. Von Old Raccon adoptiert und aufgenommen wurde er von ihm zu einem Killer erzogen.
Jetzt ist Raseseng 32 Jahre alt und er führt immer noch die Befehle aus, dabei beobachtet er seine Opfer, spricht mit ihnen, erfüllt ihnen ihre Wünsche und tötet sie kaltblütig. Er erfährt Lebensgeschichten, findet Freunde, sogar eine Frau und wirft alles weg, um weiter ein Plotter zu sein.

Un-Su Kim bedient sich manchmal einer poetischen und blumigen Sprache. Er beschreibt die verschiedenen Charaktere so anschaulich, als ob man diese Personen direkt vor sich sieht. Mörder werden einerseits eiskalt beschrieben, andererseits weckt es in einem, dass man Verständnis für sie entwickelt.

Bewertung vom 04.12.2018
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

In einem Wohnhaus auf einem ehemaligen Industriegelände wird die männliche Leiche des Besitzers Theo Reifenrath von einer Briefzustellerin entdeckt. Auf dem Gelände werden weitere weibliche Leichen entdeckt, die dort schon viele Jahre liegen. Pia Sanders, die Kommissarin und ihr Vorgesetzter Oliver von Bodenstein ermitteln. Theo Reifenrath hatte vor Jahren mit seiner Frau, die vor 20 Jahren spurlos verschwand, viele Kinder aufgenommen und diese vor einer Unterbringung in Heimen bewahrt. Bei den Ermittlungen und Recherchen kommt heraus, dass es sich hier um einen Serienmörder handelt, der immer um oder am Muttertag Frauen auf die gleiche Art und Weise ermordete. Diese Frauen haben alle etwas gemeinsam, sie haben ihre kleinen Kinder nach der Geburt weggegeben um ein schöneres sorgloseres Leben führen zu können. Und nun steht der nächste Muttertag kurz bevor.

Wer von den erwachsenen Kindern ist wie Theo Reifenrath in diese Mordfälle verwickelt?

Der Roman ist sehr spannend und detailliert geschrieben. Man möchte den Roman gar nicht mehr aus den Händen geben und einfach nur weiterlesen. Erst ziemlich zum Schluss wird klar, wer der eigentliche Mörder ist.

Bewertung vom 27.10.2018
Sieben Tage Wir
Hornak, Francesca

Sieben Tage Wir


ausgezeichnet

Das Buch fängt an, als Olivia und Sean am Strand im Wasser stehen und sich näher kommen. Sean kommt aus Afrika.
Dann beginnt die Weihnachtswoche. Olivia, ihre jüngere Schwester Phoebe und ihre Eltern wollen in dem von der Mutter geerbten Herrenhaus in Norfolk zusammen Weihnachten verbringen. Olivia arbeitet in Afrika als Ärztin und dort hat sie sich eine anstreckende Krankheit geholt, deshalb müssen alle vier Familienmitglieder in Quarantäne in diesem Haus für eine Woche bleiben. Dann geht das Buch auf die einzelnen Personen näher ein.
Phoebe ist frisch verlobt und freut sich auf die Hochzeit. Der Vater Andrew ist Reporter und testet Restaurants. Er erhält eine Mail, in dem steht, dass er ein uneheliches Kind hat. Die Begegnung und diese eine Nacht, in der das Kind gezeugt wurde, lag vor seiner jetzigen Frau Emma. Die Mutter des unehelichen Sohns Jesse ist gestorben, sie hatte ihren Sohn gleich nach der Geburt zur Adoption frei gegeben. Emma hat gerade die Diagnose bekommen, dass sie Krebs im Lymphdrüsengewebe hat. Das Ehepaar spricht nach 30 Ehejahren kaum noch miteinander und sagt sich eben auch nicht alles. Es beginnt die Weihnachtswoche, in der alle vier nicht das Haus verlassen dürfen und sich der uneheliche Sohn aufmacht, seinen Vater zu besuchen.

Ich finde dieses Buch sehr spannend und kurzweilig geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man erkennt sich das eine oder andere Mal in den beschriebenen Personen wieder.