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Benutzername: Wuschel
Wohnort: Nußloch
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Danksagungen: 11 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 303 Bewertungen
Bewertung vom 16.06.2021
Das Lied der Nacht / Die Wayfarer-Saga Bd.1
Bernard, C. E.

Das Lied der Nacht / Die Wayfarer-Saga Bd.1


weniger gut

Trotz der vielen begeisterten Meinungen, die ich schon vor Beginn des Buches gelesen hatte, konnte ich mich leider so absolut nicht einfinden, weshalb ich das Buch bei etwa 216 Seiten abgebrochen habe. Am schlimmsten empfand ich die Wiederholungen und das Abgehackte. Lustigerweise habe ich relativ zeitnah ein Buch gelesen, das ebenfalls recht viele Wiederholungen beinhaltete, aber diese waren einfach anders, stimmiger. Teilweise verwendete C. E. Bernard ein und den selben Satz, auf der selben Seite und tauschte lediglich die Pronomen zu Anfang aus. Damit hätte ich in einem Einzelfall leben können, aber solche Dinge kamen gefühlt sehr oft vor. Zudem fand ich den Schreibstil als solches zwar sehr passend zu der Idee hinter der Geschichte, etwas mittelalterlich/ altertümlich, aber an sich klang alles so abhackt, besonders wenn versucht wurde mittels Absätze - mitten im Satz - eine gewisse Stimmung zu erzeugen. Das kann man machen, im Einzelfall, aber nicht durchgängig. Durch diese Stilmittel fühlte sich auch das Lesen sehr seltsam an. So angespannt, aggressiv, zuschnell für das eigentliche Erzähltempo der Geschichte. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Es fühlte sich schlichtweg unausgewogen an.

Auf jeden Fall finde ich die Idee hinter der Geschichte immer noch unglaublich toll. Ich hätte es furchtbar gerne gemocht, doch es sollte wohl nicht sein. Ich weiß gar nicht was ich noch groß dazu sagen soll, denn meist, wenn ich im Lesefluss war und gerade in Stimmung kam, gab es eben Passagen, die mich wieder raus rissen, weswegen für mich auch wenig Stimmung auf kam. Genauso wenig konnte ich die Atmosphäre genießen, wenngleich ich die Idee mit dem Tal und dem drumherum sehr spannend fand. Wie gesagt, das ist mein subjektiver Eindruck. Es freut mich auch sehr, wenn Leser mehrheitlich Gefallen an dem Buch finden, aber ich wurde leider nicht warm damit.

Fazit:

Interessante Idee, aber leider konnte ich mit dem Stil nicht warm werden.

Bewertung vom 11.06.2021
Villains: Cruella, die Teufelin, 1 MP3-CD
Valentino, Serena

Villains: Cruella, die Teufelin, 1 MP3-CD


ausgezeichnet

Dieser Band wurde zwar von einer anderen Sprecherin, Anja Stadtlober, eingelesen, aber das tut dem Vergnügen so gar keinen Abbruch. Ich fand es sogar sehr passend. Hingegen der anderen Bände, die bereits erschienen sind, baut dieser nicht zwingend auf den anderen auf. Es gibt durchaus Anspielungen, besonders auf Prinzessin Tulip und man könnte den Verdacht hegen, dass ein Geschenk von Cruellas Eltern eventuell verzaubert sei, aber aktuell ist das reine Spekulation meinerseits, besonders da ich die vorherigen Bände nicht kenne.

Sehr spannend fand ich, dass Cruella selbst erzählt. So bekommt man einiges an Gefühlen und Gedanken mit, zumindest mir ging es so. Bisher war dies der wohl emotionalste Band und ich bin wirklich eine heftige Achterbahn der Gefühle gefahren, schon allein weil ich mich so sehr in dieses Mädchen hinein versetzen konnte. Dieser Wunsch nach Liebe und Anerkennung. Sicher ist das bei Cruella ein klein wenig anders, intensiver, als vielleicht bei einem normal denkenden Mensch, aber ich denke auch, dass man sich selbst oft gar nicht im Klaren darüber ist wie viel man (von sich selbst) eigentlich für dieses Ziel bzw. diesen Wunsch aufopfert, weshalb ich diese überspitzte Art erst recht gut fand. Wie gesagt, könnte es auch andere Zusammenhänge geben, aber im Grunde fand ich die Message doch ganz gut: Bleib dir selbst treu. Um es mal grob zusammen zu fassen. Aktuell mein absoluter Lieblingsband, so viel steht fest.

Fazit:

Emotional, packend und großartig erzählt.

Bewertung vom 08.06.2021
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue (eBook, ePUB)
Schwab, V. E.

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue (eBook, ePUB)


sehr gut

Ich weiß nicht was ich groß sagen soll. Dieses Buch ist einfach eine Wucht! Zuerst stieg ich ins Hörbuch ein, einfach weil es sich ergab. Schon hier war ich sehr angetan und regelrecht verzaubert. Anfangs habe ich diese Zeitsprünge so gar nicht kapiert. Diesen Wechsel von 2014 zu 1714, von New York nach Frankreich. Sehr verwirrend und natürlich nicht mehr den Klappentext auf dem Schirm. Doch schnell ging mir ein Licht auf. Nach etwa 15% begann ich auch mit dem Lesen, der Zauber lies nicht nach. Lustigerweise las sich das Buch auch ungemein gut, aber trotzdem hatte ich stets das Gefühl, dass es nicht vorwärts geht. Dann las ich ein anderes Buch, weil ich nicht wollte das es endet. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, aber diese Geschichte ist einfach so unfassbar schön. Sehr ruhig, sehr bildgewaltig auf ihre Art, sehr mitreißend und bewegend. Eine Symphonie für den Geist.

Ich möchte es ehrlich gesagt auch gar nicht zerreden mit Worten, die meinen Empfindungen sowieso nicht gerecht werden. Es war einfach ein Erlebnis für sich. Man lese sich doch allein den Klappentext durch und versuche es dann zu fühlen. Allein auf der Welt zu sein, niemand erinnert sich an dich und nichtsdestotrotz streift man über dreihundert Jahr durch die Welt. Erlebt Kriege, Revolutionen, Erfindungen von denen man früher nicht einmal geträumt hat. Schon allein dies erzeugt ein sehr überwältigendes Gefühl und V. E. Schwab hat all diese Gedanken und Gefühle nieder geschrieben.

Fazit:

Eine Homage an das Leben und die Liebe, mit all seinen Tücken.

Bewertung vom 07.06.2021
Verreisen mit Urne
Schipper, Sandra

Verreisen mit Urne


ausgezeichnet

Ich muss gestehen, den Prolog fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber das lag vermutlich einfach an der Uhrzeit und der Tatsache, dass es ein Prolog war. Doch als ich mich dann mal eingefunden hatte, war alles kein Problem mehr, zudem flogen die Seiten dann auch nur so dahin. Ich fand es unglaublich toll, wie die Protagonisten selbst erst auf Schnupperkurs gingen. Also eher Louise, denn Rick war von Anfang an ein aufgeblasener Schnösel mit Millionärstourette (Bezeichnung der Autorin lediglich übernommen - so kreativ bin ich nicht). Doch schnell fand sie zu ihrer Schlagfertigkeit, wodurch die Dialoge nur umso spaßiger wurden.

Die Geschichte brachte mich wirklich zum Rotieren. Anfangs, so etwa bis zur Hälfte, hatte ich das Gefühl, dass es kein Drama mehr geben wird und es einfach nur unterhaltsam bleibt. Okay, wirklich Drama gibt es auch nicht, aber man bangt, kaut Nägel und möchte dem einen oder anderen ans Schienbein treten, erlebt einiges an Emotionen, durch all die Geschehnisse. Genau sowas liebe ich ja. Ein schnörkelloser Schreibstil, aber eine packende Geschichte. Von mir aus hätte die Reise länger andauern können, besonders, weil mir das Zusammenspiel von Rick und Louise so gut gefiel und ich sie nicht gehen lassen wollte. Doch im Großen und Ganzen war die Länge optimal. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas über's Knie gebrochen wird und genauso wenig langweilt man sich. Wer dieses Genre liebt, oder gerne lacht, der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen.

Fazit:

Unterhaltsamer Chick-lit Roman mit tollen Charakteren und einer gelungenen Storyline.

Bewertung vom 07.06.2021
Jonathan Strange & Mr. Norrell
Clarke, Susanna

Jonathan Strange & Mr. Norrell


sehr gut

Erst wollte ich das Buch lesen, dann sah ich die Serie und dann wollte ich UNBEDINGT das Buch lesen. Ich liebe es. Wirklich. Okay, manchmal ist es vielleicht etwas zäh, aber das war bei einem Vergleich mit Tolkien und der Seitenanzahl auch zu erwarten. Zudem wusste ich aus der Verfilmung schon, dass die Handlung mitunter recht ruhig ist. Im Buch holt die Autorin selbstverständlich noch weiter aus, was aber absolut großartig ist. Oftmals geschieht dies über Fußnoten - es sind über 180 im gesamten Buch. Hier möchte ich anmerken, dass ich phasenweise auch anfing das Buch zu hören, einfach weil ich wissen wollte wie es weiter geht als ich unterwegs war. Die Fußnoten sind einfach richtig gut integriert, sodass sie in der Vertonung oft gar nicht auffallen.

Wie so oft gibt es im Buch natürlich Dinge, die dort einfach viel besser zur Geltung kommen, wie beispielsweise die Beziehung zwischen dem Herrn mit Haar wie Distelwolle und dem Diener. (Keine Angst, das ist kein wirklicher Spoiler.) Oder auch die Spannungen zwischen Norrell und Strange. An sich fand ich allerdings, dass die Charaktere von Childermass und Drawlight in der Serie sogar fast besser rüber kamen. Egal wie, es mir ein absolutes Fest die Geschichte dieser zwei grundverschiedenen Zauberer zu lesen. So viel Emotionen, Atmosphäre und Zauber sind zwischen den Seiten zu finden. Die Autorin hat sich wirklich große Mühe gegeben jedem Protagonisten ein passendes Gesicht zu geben. Jedem einen einen Charakter anzudichten und sie greifbar zu machen. Zuerst hatte ich bedenken ob mir der Schreibstil zusagen würde, aber das war so gar kein Problem. Wenn ich nicht gerade zermürbt war von einem harten Geschäftstag, dann flog ich förmlich über die Seiten.

Eine besondere Form der Zauberei integriert in das alte England. Geschichten, die darum gesponnen werden und die "aktuelle" Zeit beeinflussen. Einzig den Schluss fand ich im geschriebenen Wort etwas verwirrend umgesetzt, aber vielleicht lag das auch an meiner Tagesverfassung. Auf der einen Seite würde ich unglaublich gerne noch mehr über diese grundverschiedenen Zauberer lesen, aber auf der anderen Seite rundet die Autorin die Geschichte so gut ab, dass man einfach nur das Buch zuschlagen möchte mit den Worten: "Und wenn sie nicht gestorben sind,....". Aus meiner Sicht ein Buch, mit dem man entweder nur wenig anfangen kann oder es schlicht und ergreifend liebt.

Fazit:

Eine zauberhafte Geschichte mit unfassbar viel Inhalt über zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber die dennoch durch eine große Leidenschaft miteinander verbunden sind.

Bewertung vom 07.06.2021
Die Krone der Drachen (eBook, ePUB)
Buchberger, Anne

Die Krone der Drachen (eBook, ePUB)


sehr gut

Den Einstieg fand ich richtig toll. Es ging relativ schnell mit allem zur Sache, man durfte seine Umgebung beim Lesen kennen lernen, wie auch die Protagonisten. Der Schreibstil war entsprechend gut zu lesen, die Beschreibungen detailliert, aber nicht ausschweifend. Etwas schade finde ich, dass der Klappentext so wenig preis gibt, denn Zina reist nicht alleine und gerade das finde ich auch das tolle an der Geschichte, denn sie wird begleitet von ihrem Freund Daniel, der sich nichts mehr wünscht als seine Flügel zurück und einem Adeligen. Auf diesen werde ich jetzt mal nicht im Detail eingehen. Auf jeden Fall sind alle Charaktere zwar sehr unterschiedlich, vertreten aber die selben Grundsätze, wodurch es eine schöne und abenteuerliche Reise wird, die man mit ihnen erlebt. Die Ideen, wie Anne Buchberger diese Welt gestaltet hat, fand ich einfach fantastisch und hätte zu gerne noch mehr darüber gelesen.

Was ich etwas schade fand, war, dass manche Dinge aus deren Vergangenheit wohl angeschnitten werden, wie der Verlust von Daniels Flügeln oder was im Palast geschah, aber nie ausgeführt, was ich für meinen Teil unglaublich schade fand, da sie die Charaktere einfach greifbarer gemacht hätte. So blieben diese teilweise etwas flach. Auch der Mittelteil zog sich meiner Meinung nach etwas, vergleichsweise zum temporeichen Anfang und dem Ende. Die Liebesgeschichte war zwar präsent, aber sehr erträglich. Genau so wie ich sie gerne mag.

Doch alles in allem war die Geschichte sehr schön zu lesen. Sie hätte, wie gesagt, einfach ein paar Seiten mehr haben und der Mittelteil etwas aufregender sein können, aber nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich finde besonders schön, dass sie zwar abgeschlossen ist, aber dennoch Potential für mehr bietet. Besonders aus dieser Welt würde ich unglaublich gerne noch weiter Geschichten lesen, weil ich sie so unfassbar schön finde - besonders den Part außerhalb des Palastes.

Fazit:

Eien unterhaltsame High-Fantasy Geschichte mit tollem Worldbuilding und der einen oder anderen Länge.

Bewertung vom 07.06.2021
Jenseits der Schwarzen Treppe / Cassardim Bd.2 (eBook, ePUB)
Dippel, Julia

Jenseits der Schwarzen Treppe / Cassardim Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Es gibt Bücher, über die man Abhandlungen schreiben kann. Was einem besonders gefällt, was einem gar nicht gefiel, warum man sie unbedingt lesen sollte oder auch nicht und noch ganz viel andere warum, wieso, weshalb. Dann gibt es Bücher, die man einfach in die Ecke pfeffern möchte, ohne je ein Wort darüber zu verlieren, in der Hoffnung, dass die Menschheit diese Bücher einfach vergisst, besonders man selbst. Und dann gibt es diese Bücher, die man gerne jedem einfach in die Hand drücken und die Person zwingen möchte es zu lesen. Genau so würde ich es gerne mit Cassardim machen. Einfach nur sagen: Lest die Bücher! Nicht mehr, nicht weniger. Das ganze würde euch weniger Zeit kosten, weil ihr weniger von meinem Palaver lesen müsstet und mir mehr Zeit geben um weitere Bücher zu lesen um euch voll palavern zu können.

Mal ganz im Ernst. Ich fand auch die Fortsetzung von Cassardim einfach unglaublich toll, sodass ich das Buch binnen weniger Tage inhaliert hatte. Der Stil der Autorin ist absolut meine Kragenweite. Selbst den Schluss mit diesem kleinen subtilen Cliffhanger fand ich toll, einfach weil's halt gepasst hat. Die Welt ist einfach super gezeichnet und hält immer wieder Überraschungen bereit, genauso wie die einzelnen Völker. Zwar ist "Cassardim" auch sehr Liebesgedöns lastig, aber auf eine angenehme Weise, weswegen selbst ich mich nicht daran störe. Es gibt neue Wesen zu entdecken sowie die Schattenwelt und ihre Eigenarten. Ich hab's geliebt!

Fazit:

Ein sehr schön geschriebene Jugendbuch Fortsetzung über eine fantastische Welt mit viel Herz, Intrigen und Witz.

Bewertung vom 11.05.2021
Tödliches Vergessen
Roters, Connie

Tödliches Vergessen


gut

Das Buch wurde mir als Thriller vorgestellt (nicht vom Verlag - nur damit keine Missverständnisse auftreten) und der Klappentext klang dezent nach Ritualmord, was mich direkt anfixte. Da konnte ich auch über meinen Schatten springen und, entgegen meiner Vorsätze, einen Thriller mit Ermittlern lesen. Tja, leider war es dann eben doch ein Krimi und die von mir interpretierten Ritualmorde waren einfach nur Morde, oder so, denn wirklich sicher ist man sich lange da auch nicht. Oder man nimmt es nicht ernst, denn normal wird in einem Krimi ermittelt. Irgendwie wird es das auch, aber nicht so richtig - vieles ist so halbherzig, Befragungen werden verschoben, Spannung kommt erst gar keine auf, die Charaktere wirken größtenteils unglaubwürdig. Das Setting, oder zumindest manche örtliche Gegebenheiten sollte man kennen - wie den ehemaligen Flughafen Tempelhof bzw. die liebevolle Umschreibung "Felder" -, denn sonst ist man - wie ich - eventuell dezent verwirrt. Besonders weil wir hier auf dem Land unsere Felder nicht abschließen, geschweige denn überhaupt einen Zaun und Tor drum rum bauen und ganz sicher keine Security Firma für deren Schutz beauftragen - Ausnahmen bestätigen sicher die Regel. Auf der anderen Seite bekommt man etliche Einblicke ins Berliner Straßennetz, denn hier wird mit Namen oftmals nur so um sich geworfen.

Das Dazwischen war einfach so abstrus, dass es mich so gar nicht stört, dass das Ende so offen ist. Ich kam mir beim Lesen wirklich ab und an vor wie in einem schlechten Film. Mir fehlen auch ehrlich gesagt etwas die Worte um das Erlebnis näher zu beschreiben. Ich würde das Buch jetzt aber auch nicht als durchweg schlecht beschreiben. Es war ganz nett und aufgrund der kompletten Unglaubwürdigkeit will man einfach weiter lesen in der Hoffnung, dass da noch was kommt. Etwas, das das ganze glaubhaft macht. Oder einen Moment wo eine Torte platz, jemand herausspringt und laut schreit "ÜBERRASCHUNG!", aber weit gefehlt. Geht es also jemandem beim Lesen jemandem ähnlich wie mir: Vergesst es. Das bleibt so. Die Charaktere der Obdachlosen gefielen mir tatsächlich am besten. Eigentlich gab es auch noch eine andere Charaktere, aber das war mir dann schlussendlich alles zu konstruiert und inszeniert. Lügen, Intrigen und das alles zuhauf.

Okay, eigentlich wollte ich was nettes schreiben, aber das klingt alles weniger nett. Der Schreibstil war gut zu lesen.Obwohl mich die Schriftart oftmals etwas irritierte, war er wirklich schön flüssig und angenehm. An sich hätte auch die Geschichte unfassbar viel Potential gehabt, wenn die Ermittler ihren Job gemacht hätten. Da ich aber auch schon viele - oder ausschließlich - gute Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, ist das - wie immer - auch nur mein persönlicher Eindruck. Das ich recht übersättigt bin, was das Thema angeht, dürfte ja inzwischen bekannt sein. Wobei ich unkonventionelle Ermittler mag, solange sie eben authentisch sind. Um ganz ehrlich zu sein: Wer Wert auf meine Meinung legt, der lässt die Finger von dem Buch. Wer genau das Gegenteil meiner Meinung denkt, der liest dieses Buch unbedingt. So einfach ist das. Glücklicherweise sind wir ja alle unterschiedlich.

Fazit:

Ein Buch von dem ich mir weit mehr erhofft hatte, als ständiges Rumgeeiere und unglaubwürdigen Ermittlern.

Bewertung vom 11.05.2021
Sulwe
Nyong'o, Lupita

Sulwe


sehr gut

Die Illustrationen sind zauberhaft, wie auch die Geschichte. Ich finde es unglaublich toll, wie die Autorin erklärt, dass jeder wichtig und besonders ist. Sicher, legt die Autorin in diesem Buch den Fokus auf Menschen von Farbe (wörtliche Übersetzung für People of Colour), aber nichtsdestotrotz finde ich die Geschichte allgemein sehr gut anwendbar, denn ohne Tag gäbe es keine Nacht, und ohne Nacht keinen Tag. Wir alle sind wichtig, für den einen mehr als vielleicht für den anderen, aber dennoch gehören wir in den Kreislauf der Dinge.

Im Klappentext stieß mir etwas auf, dass die Schönheit so hervor gehoben wird, denn Schönheit ist meines Erachtens relativ, wenn man Gleichheit anstrebt. Zudem ist Schönheit, wie wir das Wort nutzen, schlichtweg subjektiv.
Was mich jedoch tatsächlich und richtig störte, nicht weil es unangebracht war, sondern einfach weil es absolut unschön in dem Buch aussieht, dass gegendert wurde. Man hätte diese Stellen auch neutral umschiffen können, besonders wenn man mit einem Buch die Akzeptanz anderer und Gleichheit anstrebt (Stichwort: Nicht-binäre Menschen).

Fazit:

Die Geschichte von Sulwe berührt die Herzen. Steht ein für Menschen, die lange Zeit für Akzeptanz kämpfen mussten. Eine zauberhafte Geschichte, die aufzeigt, dass wir alle gleich sind, unser aller Blut rot ist.

Bewertung vom 28.04.2021
Mordsand / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.4 (eBook, ePUB)
Fölck, Romy

Mordsand / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.4 (eBook, ePUB)


gut

Ich habe diese Rezension nun eine ganze Weile vor mir her geschoben, weil es mir fast schwer fällt es zu schreiben, aber ich denke, dass dies vorerst(!) mein letzter Romy Fölck Krimi war. Für mich ist einfach die Zeit gekommen, mich von dem Genre, zumindest wenn die Geschichten in der aktuellen Zeit/ Epoche spielen, loszusagen, da sie mich schlicht weg nur wenig begeistern können. Zumeist langweilen sie mich und lassen mich ebenso oft mit den Augen rollen. Es gibt auffallende Schemata, denen gefolgt wird, wie beispielsweise eine typische Szene, dass ein Ermittler allein los zieht und dann passiert natürlich etwas ganz furchtbares, das entweder unfassbar wichtig für die Geschichte ist - oder dem Autor um die Geschichte in die richtige Richtung zu lenken - oder gerade so, mit ganz viel Drama, abgewendet werden kann. Auch in diesem Krimi war dies wieder einmal der Fall. Ich verallgemeinere es bewusst, denn dies ist etwas, das mich an dem Genre im Allgemeinen inzwischen stört, wie etliche kleine andere Dinge, es mir aber bei diesem Buch wieder sehr bewusst wurde, weil ich nun lange Zeit keinen Krimi mehr gelesen habe.

Es ist mir zuwider ein Buch schlecht zu machen, das meinen aktuellen Lesegewohnheiten widerspricht - um es mal auf den Punkt zu bringen -, deswegen möchte ich auf die Dinge eingehen, die mir gut gefallen haben. Richtig toll fand ich nämlich wieder den Lokalkolorit, weswegen ich unfassbar gerne mal eine Woche in den Norden reisen würde um auf den Wegen von Frida und Bjarne zu wandeln. Oder mir die Elbe näher anzuschauen mit seinen kleinen Inseln, die Romy in dem Buch so entzückend beschrieben hat. Auch die private Geschichte der Protagonisten gefiel mir in diesem Band sehr gut, da sie weitestgehend authentisch wirkte. Der Stil war wie gewohnt gut zu lesen. Die Rückblicke gefielen mir im übrigen am besten, da diese einfach unter die Haut gingen. Alles in allem würde ich das Buch als "ganz nett" bezeichnen, aber wie gesagt, das liegt an mir und nicht dem Buch. Ich denke, dass jeder Liebhaber der Autorin, auch an diesem Band wieder seine Freude haben wird.

Fazit:

Wer die Bücher von Romy Fölck mag, der bleibt auch bei diesem dabei.