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Bewertungen

Insgesamt 5 Bewertungen
Bewertung vom 04.12.2017
Das Licht der Insel
Pendziwol, Jean E.

Das Licht der Insel


ausgezeichnet

Über den Inhalt :
Elizabeth und Emily sind Zwillingsschwestern, von denen eine nicht ohne die andere existieren kann. Beide so verschieden, wie man nur sein kann und doch so verbunden, dass sie sich perfekt ergänzen. Sie führen ein Leben außerhalb der Zivilisation, ein Leben im stürmischen und unbeugsamen Lake Superior in Porphyry. Doch ihr aufregendes Leben nimmt eine tragische Wendung.

Das Buch wirkt, als sei es mit eigenen Erinnerungen aufgefüllt worden. Es ist intensiv und ausgegliechen. Die Gefühle der Protagonisten springen unverzüglich auf den Leser über und fesseln ihn an deren Gedanken. Die Gesichte spielt in einer Zeit, in der Elizabeth schon sehr alt ist und fast erblindet. Eines Tages macht sie Bekanntschaft mit einer kleinen verspielten und gebranntmarkten Seele namens Morgan. Doch diese Bekanntschaft entwickelt sich zu einem intensiven Kennenlernen, bei dem Elizabeth aufgrund mehrerer Schicksalsschläge ihre Geschichte erzählt. Die Geschichte die sie geprägt hat und nun auch Morgan prägt. Die Geschichte ist so geschrieben, als wäre der Leser hautnah dabei. Der Schreibstil ist sehr detailliert, emotional und umfassend. Der Leser fühlt sich direkt in das Geschehen hinein geworfen.

Der Lesestil ist etwas eigen und man braucht einige Zeit, um hineinzukommen. Dennoch merkt man Seite für Seite, dass dies kein Buch eines ungeübten Autors ist. Jean Pendziwol hat nicht umsonst zahlreiche Auszeichungen für ihre zuvor herausgebrachten Kinderbücher erhalten. Auch wenn das hier ihr erster Roman ist und sie in ein bisher unbekanntes Genre tritt, schafft sie es, den Leser von Beginn an zu überzeugen.

Es ist schön zu lesen, wie zwei verschiedene Welten ineinander fließen und sich einander ergänzen. Die Welt, wie sie Elizabeth erlebt hat und die von Morgan.

Bewertung vom 03.10.2017
Eine von uns
Cummings, Harriet

Eine von uns


gut

Kurze Inhaltsangabe:

Ein kleines Dorf namens Heathcote wird von einer Person heimgesucht, die sich Zutritt zu den Häusern der Einwohner verschafft und das Leben dort auf einen Schlag verändert. Diese Person ist so leise und bedacht, dass sie der “Fox” genannt wird. Ihr Markenzeichen sind keine geklauten Gegenstände; ihr Markenzeichen sind durchsuchte Schränke, neu positionierte Gegenstände und der Geruch feuchter Erde. Es wird vermutet, dass sich diese Person im Wald aufhält, jedoch werden die Fälle nicht allzu ernst genommen. Eines Morgens jedoch wendet sich das Blatt, als eine Dorfbewohnerin namens Anna Blake verschwindet und es den Anschein nach einer Entführung hat. Nun rüstet das gesamte Dorf auf, um den vermeintlichen Einbrecher zu fassen. Recht bald stellt sich jedoch heraus, dass die Bewohner des Dorfes nicht die sind, die sie zu sein geglaubt haben.

Das Buch ist meiner Meinung nach sehr kritisch zu betrachten. Es werden verschiedene Akteure ins Spiel gebracht und die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. So bekommt fast jeder der Dorfbewohner seinen eigenen Platz in der Geschichte. Der Hauptcharakter der Geschichte ist Deloris. Sie ist erst vor kurzem in das Dorf gezogen und somit ein Neuling in Sachen Dorfgemeinschaft. Sie besitzt eine besondere Eigenschaft, welche auch ein anderer Dorfbewohner namens Stan besitzt, welcher zum Ende des Buches hin seine aufklärende Rolle bekommt. Beide setzen sich stark für das Dorf ein und betrachten den Fall der vermissten Anna eher aus neutraler Position.
Anfangs tat ich mich sehr schwer mit dem Buch, da viele Nebeninformationen fehlen und auch die Umgebung der Akteure nur schwammig beschrieben wird. So fällt es einem recht schwer, in die Geschichte hinein zu finden. Gegen Ende wird es jedoch deutlich lesenswerter, da nun zahlreiche Dorfbewohner näher beschrieben werden und auch vergangene Aktionen nochmals aufgerollt werden. Leider gehen viele Dorfbewohner stark unter, welche doch eine nicht ganz unwesentliche Rolle in dem Buch spielen. Die Story an sich ist wirklich super gewählt, hätte meiner Meinung nach aber besser geschmückt sein können. Bis zum Verschwinden von Anna wird über den Fox nur wenig bis gar nichts berichtet. Es dreht sich vielmehr um das Leben von Deloris und genau das störte mich an dem Buch. Man erwartet in eine kleine Welt eintauchen zu können, in eine intime Welt, die durch eine unbekannte Person gestört wird oder vielmehr durch einen Dorfbewohner unter der gleichen, dessen Identität doch nicht so bekannt war, wie alle vermuteten. Daher auch der Titel “Eine von uns”. Leider harpert es an der Umsetzung, weswegen die Geschichte eher langweilig wirkt, was sehr schade ist, da, wie bereits erwähnt, die eigentliche Idee nicht schlecht ist.

Bewertung vom 13.07.2017
Die Zitronenschwestern
Cebeni, Valentina

Die Zitronenschwestern


sehr gut

Der Roman als Genre reiht sich in meinen Vorlieben eher weiter unten an, aber die Zitronenschwestern konnten mich überzeugen.
Die Autorin Valentina Cebeni schaffte eine wunderbare Atmosphäre der (fiktiven) Isola del Titano.
Die Charaktere der Zitronenschwestern wurden von der Autorin mit sehr viel Liebe geschaffen, was beim Lesen sehr schnell auffällt.
Mein Lieblingscharakter ist natürlich Elettra, die wir auf ihrer Reise ins Ungewisse und zu sich selbst begleiten.
Die Zitronenschwestern ist ein ganz wunderbares Buch, nicht nur für den Urlaub. Es geht um alte Freund- und Feindschaften, eine spannende Reise in die Vergangenheit und nicht zu vergessen eine ganz große Liebe.
Und wen das nicht bereits überzeugt hat, der wird des Weiteren mit einigen Rezepten umgarnt, die auch ihren Platz in der Geschichte rund um die Frauen und das Kloster finden.
Die Geschichte der Zitronenschwestern handelt von starken Frauen und einer Reise in die Vergangenheit, eingebettet in eine schöne Landschaft einer Insel mit eigenen Regeln.
Wer solche Geschichten mag, sollte das Buch unbedingt lesen!

Bewertung vom 20.01.2017
Good as Gone
Gentry, Amy

Good as Gone


ausgezeichnet

Zunächst einmal ein ganz großes Lob an die Autorin Amy Gentry.
Sie hat etwas geschafft, bei dem viele Autoren in diesem Genre scheitern: Sie hat einen Thriller verfasst, der von Anfang bis Ende den Leser in eine Welt mitreist, die bis ins kleinste Detail erkundet werden will; in der die Spannung nicht nachzulassen scheint; in der alles möglich sein kann.
Selten habe ich einen Thriller in den Händen gehalten, bei dem ich es kaum erwarten konnte, das nächste Kapitel aufzuschlagen. Es ist eine Geschichte, von der man nachts noch träumt.

Nun zum Inhalt:

Julie Whitaker wird mit 13 Jahren aus ihrem Elternhaus auf eine furchtbare Art und Weise entführt. Ihre Familie bemüht sich ausgiebig, Julie wiederzufinden; vergebens. Während alle 8 Jahre lang versuchen, mit dieser Tragödie abzuschließen und die Grundmauern ihrer Familie intakt zu halten, taucht Julie Whitaker gegen alle Erwartungen plötzlich und scheinbar unversehrt vor der eigenen Haustüre wieder auf. Doch nichts ist mehr so, wie erhofft.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: Der Gegenwart und der Vergangenheit. Im Laufe der Erzählung werden Bruchstücke der Vergangenheit vermeintlich verschiedener Charaktere wiedergegeben und so ein Labyrinth erschaffen, das zunächst viele Aufklärungen parat hält. Zu Beginn des Buches lässt sich nicht feststellen, wohin diese Erzählung geht, da mit jedem Kapitel ein neues Segment geliefert wird, das die eigene Vermutung über den Haufen wirft. Erst gegen Ende des Buches wird deutlich, welches Ausmaß Julies Schicksal genommen hat und ihre Entführung wird in ein neues, unvorhergesehenes Licht geworfen.

Dieses Buch ist wahrlich eine Meisterleistung. Amy Gentry beschreibt die Figuren bis ins kleinste Detail sowie die Umgebung und Gedanken, sodass sich der Leser jeden Charakter bildhaft vorstellen kann und so in das Geschehen eintaucht. Auch den Titel des Buches finde ich (positiv) gewagt: Good as Gone – Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück. Der Titel greift direkt in die Psyche des Lesers ein, ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, was ihn erwartet.

Einige schreiben, dass sich dieses Buch leicht lesen lässt, doch meiner Meinung nach ist das mal mehr, mal weniger so. Zum Teil sind die Satzkonstruktionen derart lang gewählt, sodass sich einzelne Passagen sehr schwerfällig lesen lassen. Des Weiteren sind mir ein paar Rechtschreibfehler aufgefallen, die sich jedoch in Grenzen halten. Diese fallen nur beim genaueren Hinsehen auf.

Alles in Allem finde ich dieses Buch sehr gelungen und werde es auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Bewertung vom 25.07.2015
Das glücklichste Baby der Welt
Karp, Harvey

Das glücklichste Baby der Welt


ausgezeichnet

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für jede werdende Mami und jeden werdenden Papi! Für die Geburt unseres ersten Babys wollten mein Partner und ich ein Buch haben, welches all unsere Fragen abdeckt. Das Buch von Dr. Harvey Karp ist nicht nur sehr verständlich geschrieben, es beinhaltet auch alle Techniken, die es braucht, um ein außer sich geratenes Baby zu beruhigen. Mir persönlich war solch ein Buch sehr wichtig, da ich als Kind selbst ein Wirbelwind war. Ich würde dieses Buch jedem weiter empfehlen! Ich hoffe, dass ich, sobald unser kleiner Sonnenschein auf der Welt ist, diese Techniken anwenden kann, sofern dies notwendig ist. Auf jeden Fall bereue ich den Kauf nicht!

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