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Benutzername: elija
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Bewertungen

Insgesamt 28 Bewertungen
Bewertung vom 31.10.2017
Der Zerberus-Schlüssel
Schilddorfer, Gerd

Der Zerberus-Schlüssel


ausgezeichnet

Ein teuflischer Fall -
Lesegenuß mit hohem Suchtfaktor

Was haben eine geheimnisvolle Liste aus dem Reißwolf des untergehenden DDR-Regimes, ein verschwundener Reisebericht aus der österreichischen Kolonialzeit von 1874 und die Triaden mit einer Militärmission des Deutschen Reichs von 1940 zu tun ? Und was ist der plötzliche Auslöser für eine Mordserie, mit der es Thomas Calis von der Berliner Polizei zu tun bekommt ? Ganz zu schweigen von einem blutbefleckten Dolch, den Exagent Llewellyn Thomas plötzlich in Händen hält? Mitten drin ist wieder Flieger-Ass John Finch und Copilotin Amber Rains zu finden und auch zahlreiche weitere alte Bekannte aus den vergangenen 3 Bänden der Reihe ( 'Falsch', 'Heiss' und 'Der Nostradamus-Coup') geben sich ein Stelldichein. Und es wird äußerst spannend ...
Wieder einmal hat es Geschichtenerzähler Gerd Schilddorfer in seiner unnachahmlichen Art geschafft, mich so zu fesseln, dass ich für die reale Welt nicht mehr verfügbar war, bevor ich diese geniale Mischung aus Agententhriller, Abenteuergeschichten und Krimi ausgelesen hatte. Wie üblich sind historische Fakten in die Geschichten verwoben, die es tatsächlich gegeben hat. Und der hintergründige Humor des Autors lockert so manche blutige Ermittlungsszene etwas auf.
Klare Leseempfehlung ! Für Freunde gut recherchierter, spannender Abenteuerromane und Thriller ein Must-Have ! Aber Vorsicht: Suchtgefahr! Wegen eventuell auftauchender Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie den Klappentext oder fragen Sie Ihren Autor oder Buchhändler.

Bewertung vom 10.03.2014
Tödlicher Handel
Bender, Jochen

Tödlicher Handel


sehr gut

Tödlicher Handel - (K)ein Regionalkrimi

Zum Inhalt :
Im vornehmen Eulenrain in Stuttgart brennt ein Wohnhaus. Bei den Löscharbeiten findet die Feuerwehr deine männliche Leiche. Die Stuttgarter Kommissarin Anita Schenk und ihr Team entdecken, dass der Nachbar, der plötzlich verschwindet, noch eine Rechnung mit dem Toten offen hatte.Dubiose Gestalten einer Sicherheitsfirma beschatten die Ermittler, ein Arzt versucht, seine Kontakte zum Toten zu vertuschen und ein nicht ganz koscherer Psychologe spielt ein seltsames Spiel. Dann taucht auch noch die uneheliche Tochter des Verstorbenen auf ...

Die Suche nch der Wahrheit führt die Stuttgarter Kripo weit aus dem Ländle hinaus, bis in den hohen Norden. (aus dem Klappentext)

Der Autor:

Jochen Bender wurde 1965 in Stuttgart geboren. Seine Tätigkeit als Psychologe, besonders die am Kriminologischen Institut der Uni Tübingen und im Frauen-Knast in Schwäbisch Gmünd, liefert ihm Inspiration für seine Krimis. 2007 erschien sein erster Roman, dem 2011 sein erster Krimi mit den Kommissaren Anita Schenk und Roland Berger folgte. Aktuell ermittelt das Duo gemeinsam in seinem dritten Fall „Tödlicher Handel“. Die spannenden Krimis spielen Großteils in Jochen Benders Heimatstadt Stuttgart, führen aber auch weit über die Stadtgrenzen hinaus. Neben den Kommissaren bekommt in jedem Krimi ein Psychologe oder eine Psychologin eine bedeutsame Rolle... (Quelle: Lovelybooks)

Mein Leseeindruck:

Tödlicher Handel ist Jochen Benders dritter Kriminalroman um Anita Schenk und ihr Team, wobei ich Band 1 und 2 noch nicht gelesen habe. Warum Kriminalkommissar Roland Berger in der Vorgeschichte eine Auszeit gebraucht hat und nun wieder zurückkehrt habe ich einfach als gegeben hingenommen. Er ist eine innerlich zerrissene Figur, mit ihm konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Anders Anita Schenk, die relativ geradlinig ihre Ermittlungen vorantreibt.

Ich habe das Buch am Stück durchgelesen , es war spannend, obgleich ich manche Szenen im Mitteltteil, vor allem im Norden auch verwirrend fand und wieder zurückblättern musste.
Der Roman ist zwar kein Regionalkrimi im Sinne von humoristisch gefärbtem Heimatkrimi, Dialekt kommt überhaupt nicht vor, aber für mich war eine Menge Stuttgart drin in der Beschreibung der Strassen und Stadtviertel, dieses Wiedersehen hat mir gut gefallen.

Eigentlich las ich ganz gespannt und voll Interesse an dem Fall, manche Nebensächlichkeit war vielleicht ein bisschen zu ausführlich dargestellt, Schweden war ein wenig verwirrend, aber im großen und ganzen war es für mich gute Krimiunterhaltung.
Cover und Aufmachung des Buches gefielen mir , lediglich eine deutlichere Kapitelunterteilung , besonders bei den vielen Wechseln der Schauplätze wären für mich hilfreich gewesen.

Bewertung vom 03.03.2014
Hendlmord / Starnberger-See-Krimi Bd.1
Ding, Ida

Hendlmord / Starnberger-See-Krimi Bd.1


ausgezeichnet

Ganz schön schräger, humorvoller , liebevoll illustrierter , tierisch guter Starnberger-See-Krimi

Nicht nur der Hahn ist tot, muss Muck Halbritter, Schäfer, Lebenskünstler, Ehemann einer Kriminalpolizistin leider feststellen. Den Rest seiner Augsburger Hühner hat es auch noch erwischt und dann muss er auch einen noch grausameren Mord entdecken: er findet den Hendlwickerl von seinen eigenen Grillspiessen durchbohrt in seinem Wagen.

Da ist es um die idyllsche Ruhe von Pöcking am Starnberger See geschehen...

Aber das ist nur ein Teil der Geschichte, auch die rüstigen Senioren vom Verein „Gemeinsam Dabeisein“ mischen mit und haben ihre Geheimnisse, genauso wie Mucks Sohn Emil und weitere Dorfbewohner. Seine Tochter Emma ist dagegen mehr das ausgleichende Element in diesem turbulenten humorvollen Buch. Als Extra hat es noch von der Autorin, die gleichzeitig auch Grafikerin ist, liebevolle Schwarz-weiss-Vignetten. Ein Personenverzeichnis und ein Glossar mit bayrisch-französischem Vokabular runden das Buch ab.

Mir hat die Geschichte großen Spaß bereitet. Es ist schon mehr ein bayrisches Lustspiel als ein Krimi, aber die Auflösung der Kriminalfälle überrascht doch, sie ist absolut nicht vorhersehbar gewesen. Manche Personen sind liebevoll überzeichnet, das tut der Lesefreude aber keinen Abbruch. Lediglich ein windpockenkrankes Kind ins Krankenhaus mitzunehmen überstieg meine Vorstellung von Humor, das war aber mein einziger Kritikpunkt.

Ein offenes Ende verspricht hoffentlich noch eine Fortsetzung, denn ich möchte unbedingt wissen , wie die Familiengeschichte der Familie Halbritter geklärt wird und liebgewonnene Figuren, allen voran der Muck und seine Tochter Emma möchte ich sehr gerne in weiteren Geschichten erleben.


Fazit: Freude am Lesen (um mit dem Slogan einer Bayrischen Automobilmarke zu sprechen) ,

ganz klare Leseempfehlung für alle, denen ein bisschen bayrischer Humor im grauen Alltag gut tut.

Einfach griabig !

Bewertung vom 03.03.2014
Feentod
Breinl, Juliane

Feentod


ausgezeichnet

Feentod: Fesselnder Jugendthriller um die sechzehnjährige Sängerin einer Band

Die Autorin:

Juliane Breinl, geboren in den 70erJahren in Döbeln (Sachsen), lebt mit Mann, zwei Kindern und Familienkater im Landkreis Ebersberg vor den Toren Münchens und arbeitet als freie Autorin, Stimmbildnerin und als Dozentin für Schreibkurse. (Quelle: Lovelybooks)

Zum Inhalt:

Die 16jährige Noraya, Sängerin der Band Engelhauch, hat es geschafft, sie darf auf dem angesagtesten Musikfestival der Stadt auftreten. Allerdings darf ihr strenger tunesischstämmiger Vater von ihrem ersten Konzert nichts wissen. Der Auftritt ist sehr erfolgreich, sogar Faris, Mädchenschwarm und Sänger ist begeistert von Noraya. Allerdings beginnt in dieser Nacht ein Albtraum für die Jugendlichen: Faris stürzt einen Abhang hinunter und liegt im Koma, Noraya erhält am nächsten Tag einen Erpresserbrief und wird von einem unbekannten Stalker verfolgt.

Nebenher muss Noraya die ganzen Ereignisse vor ihrem strengen Vater verheimlichen ....

Mein Leseeindruck:

Absolut fesselnder Jugendthriller, leicht zu lesen, mit authentischen Figuren. Man merkt, dass sich die Autorin mit Gesangstechnik auskennt, die Gesangstunde und das Warm-up fürs Konzert sind sehr gut beschrieben. Der Migrationshintergrund der Familie Al Ibi ist gut dargestellt, der strenge Vater, der seine Familie liebt, kann aus traditionellen Gründen nicht anders als seine Töchter streng behüten, während die deutsche Mutter ihre Probleme mit den Erziehungsmethoden hat. Dadurch kommt es zu einer Ehekrise, das Ende dieser Geschichte bleibt offen, da kann man sich als Leser eigene Gedanken machen. Die Kriminalgeschichte um den Erpresser wird aufgelöst nach einem fesselnden Showdown.
Klare Leseempfehlung, vielleicht eine kleine Alterskorrektur (ab 13 oder 14 Jahre).

Bewertung vom 03.03.2014
Caddielove
Naber, Sabina

Caddielove


ausgezeichnet

Caddielove

Nach „Marathonduell“ folgt nun der zweite Fall von Mayer und Katz. In „Caddielove“ ermittelt das Team in der Welt des Golfsports, eines der ältesten Spiele der Welt, dem aber immer das Vorurteil des Sports der Schönen und Reichen anhaftet. Auf einem Wiener Golfplatz gibt es eine Explosion, bei der ein Golfer stirbt. Mayer und Katz beginnen zu ermitteln, können aber weitere Morde nicht verhindern. Dunkle Geheimnisse schlummern in der Vergangenheit der Mitglieder des Golfclubs,die es aufzudecken gilt ...

Nach einer Eingewöhnungsphase (der Spezialjargon der Golfer war etwas gewöhnungsbedürftig, dies wurde aber durch das ausgezeichnete Glossar im Anhang aufgefangen) begann ich mich in der Welt des Golfplatzes richtig heimisch zu fühlen und konnte den Ermittlungen von Mayer und Katz (dieser inkognito als Golfer unterwegs) gut folgen. In ständigen Perspektivewechseln (Stargolferin Stella -Mayer-Katz-Mörder) wurde die Handlung vorangetrieben, der Mörder war verwirrend, aber im Lauf der Zeit konnte man auch diesem mit viel Spannung folgen, auch mit dem Computertagebuch der 17jährigen Stargolferin Stella kam ich immer besser zurecht. Die Personen sind sehr fein gezeichnet, oft voll Humor , so richtig aus dem Leben gegriffen. Ein österreichischer Krimi zum Geniessen, humorvoll, manchmal sarkastisch, die Mordfälle spannend und verwirrend zugleich, es hat mir grossen Spass gemacht, zu lesen wie sich das ganze schließlich aufdröselt....

Neben dem unersetzlichen Glossar der Golfbegriffe, gibt es auch noch ein Verzeichnis Wiener und Spezialausdrücke und ein Personenverzeichnis, was ebenfalls sehr nützlich ist.

Dieser Krimi ist ein besonderes Lesevergnügen, bei dem man nebenbei auch noch einige Vorurteile dem Golfsport gegenüber verlieren kann, sehr empfehlenswerte gute Krimiunterhaltung .

Bewertung vom 03.03.2014
Schnurr mir das Lied vom Tod / Kater Serrano ermittelt Bd.3
Anlauff, Christine

Schnurr mir das Lied vom Tod / Kater Serrano ermittelt Bd.3


ausgezeichnet

Schnurr mir das Lied vom Tod – Kater Serrano ermittelt zum dritten Mal

Die Autorin:

Christine Anlauff, geb. 1971 in Potsdam, ist gelernte Buchhändlerin. Ihr erster Roman "Good morning, Lehnitz" erschien 2005. Sie lebt und arbeitet in Potsdam. Für den ersten Liebermann und Serrano Titel „Katzengold“ erhielt Christine Anlauff 2010 den ersten Deutschen Katzenkrimi-Preis. »Kein Rattenkratzen oder Mäuseschnaufen, nicht das leisteste Schaben von Mottenflügeln. Nur Asseln, das graue Volk, das niemand fressen wollte, weil es so dämlich war. Was nicht stimmte, aber so ist es nun mal mit dem Image: Was haftet, das wirkt.« aus: »Katzengold. Serrano ermittelt«(Quelle:Lovelybooks)

Der zweite Serrano Krimi „Katzenmond“ erschien 2012.

Zum Inhalt des dritten Bandes Schnurr mir das Lied vom Tod :

Es war Mord - behauptet der anonyme Anrufer. Doch statt einer Leiche findet Hauptkommissar Liebermann am Tatort nur einen unförmigen Schneemann. Erst als einer seiner Leute dagegen stößt, kommt unter dem Schnee plötzlich ein Toter zum Vorschein. Zum Glück kann sich Liebermann bei der rasanten Mörderjagd auf Kater Serrano verlassen, der ihn mithilfe seiner pelzigen Freunde (und Feinde) auf die heiße Spur des Täters bringt.(aus dem Klappentext)

Mein Leseeindruck:

Es ist mein erster Krimi mit gemischtem zwei- und vierbeinigem Ermittlerteam und ich habe mich königlich amüsiert, wie die Katzen Hauptkommissar Liebermann auf die Sprünge helfen wollen – und er ewig nichts kapiert. Ein unterhaltsamer Krimi voll Humor, aber auch wirklich einem ernsten Mordfall und einer Spur ins Kinderheim, wo einem dann das Lachen verging.

Der humorvolle Erzählstil wird nie aufdringlich, der Mordfall und die Begleitumstände wurden durchaus sachlich und ohne Verniedlichung erzählt, ich fand es eine gelungene Mischung der Genres Regionalkrimi (aus Potsdam) und Katzengeschichte.

Gute Unterhaltung ist garantiert, eine klare Leseempfehlung für Katzenfans, Krimiliebhaber mit Humor, Potsdamer (denn das Lokalkolorit kommt auch nicht zu kurz), auch als Urlaubslektüre zu empfehlen.

Bewertung vom 03.03.2014
Hochsommermord
Frech, Jochen

Hochsommermord


ausgezeichnet

Moritz Kepplingers erster Fall

Der Autor:

Jochen Frech, Jahrgang 1967, ist Polizeibeamter und studierter Diplom-Verwaltungswirt. Fünf Jahre lang war er beim Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei des Landes Baden-Württemberg. Nach einem anschließenden Studium an der Hochschule der Polizei und seiner Tätigkeit als Fachlehrer bei der Bereitschaftspolizei leitet Frech seit 2009 die Sportbildungsstätte der Polizei des Landes Baden-Württemberg. Seit einigen Jahren widmet er sich intensiv dem Schreiben. Sein Debütroman ‚Hochsommermord‘ erschien am 9. Dezember 2013 im btb-Verlag. (Quelle Lovelybooks)


Mein Leseeindruck:

Frisch von der Hochschule kommend wird Kriminalkommissar Moritz Kepplinger gleich ins kalte Wasser geworfen. Im schwäbischen Ort Süßen wird die 10jährige Manuela Jessen vermißt. Es finden sich weder Zeugen, die das Mädchen nach der Schule gesehen haben, noch Hinweise.Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, die üblichen Fahndungsmassnahmen greifen nicht, Kepplinger und seine aus dem Streifendienst dazugekommene Partnerin Lea stehen vor einem Rätsel....


Dieser gut geschriebene Debütroman läßt deutlich erkennen, dass der Autor „vom Fach“ ist, die Ermittlungsarbeit wirkt unheimlich realistisch. Fesselnd und atemberaubend spannend war für mich die Lektüre, trotz eifrigen „Mitermittelns“ war das Ende für mich doch noch überraschend – und verstörend. Das Team Moritz Kepplinger und Lea Thomann gefällt mir sehr gut, ich hoffe sehr, dass weitere Fälle aus Göppingen geben wird. Lesetipp für „Hobbykommissare“, die gerne realistische Polizeiermittlungen nachverfolgen, für schwäbische Krimileser (die allerdings keinen heimeligen humorvollen Heimatkrimi erwarten sollten) und für alle, die fesselnde Krimis mögen.

Bewertung vom 03.03.2014
Fluchtvögel
Bührig, Dieter

Fluchtvögel


ausgezeichnet

Fluchtvögel: Ein musikalischer Kriminalroman

Der Autor:

Dieter Bührig studierte an der Hochschule für Musik in Berlin. Mehrere Jahre war er als Tonmeister und Musikproduzent tätig. Dann absolvierte er ein Aufbaustudium für das Lehramt an Gymnasium und unterrichtet die Fächer Musik und Physik.1994 promovierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg über das Thema „Schule in der Musik“. Seit 2010 ist Dieter Bührig Autor von Kriminal- und anderen Romanen : Schattengold (2010) , Der Klang der Erde(2011), Schattenmenagerie (2012), Die verschollene Jungfrau (2012), Brüllbeton (2013)

(Quelle: Klappentext)



Zum Inhalt :

Was hat die Leiche eines Schwarzafrikaners in einem Kühlwagen zu tun mit der Insassin einer Pflegeanstalt für psychisch Kranke, die vor 25 Jahren nach einem schweren Unfall das Gedächtnis verlor? Auf den ersten Blick nichts. Doch als der Lübecker Kriminalhauptkommissar Kroll herausfindet, dass es in beiden Fällen um Fluchtversuche geht, wird er in einen Fall verwickelt, der ihn fast das Leben kostet.

(Quelle:Klappentext)


Mein Leseeindruck:


Ein musikalischer Kriminalroman – was hat das mit Flüchtlingen und Menschenhandel zu tun ? Dies fragte ich mich neugierig, als ich dieses Buch aufschlug. Ich kannte bereits einige von Dieter Bührigs Kriminalromanen mit stimmungsvollen musikalischen Bildern, konnte mir aber zu diesem Thema keine Musikrichtung vorstellen. Überrascht war ich dann von der Idee, einen jugendlichen mit dem Gesetz in Konflikt geratenen Außenseiter mit der Gitarre u.a. Songs von Bob Dylan spielen zu hören, das gibt gut die Stimmung zum Thema Flucht wieder und passt auch sowohl in die moderne Zeit als auch in die Zeit der Wende in der DDR 1989. Dazu kommt noch der Saeta-Gesang (Google: Flamenco-verwandter religiöser Bittgesang) der spanischen Kommissarin Chaveli Mendez-Ruiz, die Kommissar Michael Kroll als Amtshilfe der spanischen Behörden in dem Fall der zu Tode gekommenen Schwarzafrikaner unterstützen soll.

Fesselnd und spannend geschrieben ist dieser Krimi, meiner Meinung nach der bisher spannendste von Dieter Bührig, den ich gelesen habe. Die Überschriften: Oberstimme, Unterstimme, Engführung und Coda beziehen sich auf die musikalische Fuge ( Fuga =Flucht) und beim Kapitel Engführung verdichtet sich die Handlung, die Ereignisse überschlagen sich , bis sich bei der Coda der Kriminalfall auflöst mit halboffenen Ende, über das sich der Leser seine eigenen Gedanken machen kann.

Für Musiker ein sehr interessant angelegter stimmungsvoller Kriminalroman, auch für Dylan-Fans und für alle, die ungewöhnliche Krimis nicht scheuen ein Lesetipp !