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tstone
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Landau

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Insgesamt 97 Bewertungen
Bewertung vom 08.01.2026
Alvarenga, Daniel

Ruf der Leere


gut

Irgendwie merkwürdig..

Ein sehr vielversprechender Anfang, der eine spannende Variation des Themas „Gruppe auf einer einsamen Hütte“ verspricht. Auch die Fortsetzung mit der Verzweigung auf die Vergangenheit der Gruppenmitglieder ist noch spannend. Aber mit fortschreitender Handlung wird es zunehmend schwieriger, dem Ganzen zu folgen. Was ist Gegenwart, was ist Vergangenheit oder ist es vielleicht sogar noch eine weitere Dimension?? Und je weiter es dem Ende der Geschichte zugeht, desto verworrener und unklarer wird es. Gerade wenn man glaubt, es verstanden zu haben, nimmt es wieder eine andere Wendung. Vollends verloren hat mich der Autor mit dem Schluss der Geschichte. Ich habe nicht verstanden, was nun wirklich passiert sein soll und um was es die ganze Zeit wirklich ging. Ein offenes Ende mag ja ganz nett sein, aber so offen? Irgendwie schade, die Idee zur Story fand ich gut und auch geschrieben ist es eigentlich nicht schlecht.

Bewertung vom 27.11.2025
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


ausgezeichnet

Sehr stark!

Ich habe schon die ersten drei Romane über das graphische Viertel in Leipzig sehr genossen, und auch dieser vierte Band hat mich überzeugt. Bei Kai Meyer stimmt einfach alles: Die spannende Krimihandlung, die stimmigen Charaktere und der historische Hintergrund. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen ist ebenfalls sehr gut gelungen, als Leser hat man keine Mühe die jeweilige Handlung zu verfolgen und auch der Zusammenhang ist jederzeit klar. Historisch finde ich die Schilderung der unmittelbaren Nachkriegszeit besonders spannend, die Rolle der verschiedenen Geheimdienste ist so sicher nicht vielen Leuten bekannt. Das Buch ist „Pflichtlektüre“ für Krimileser, für Liebhaber historischer Romane und natürlich für Freunde historischer Bücher, auch darüber erfährt man wieder viel Interessantes.
Das Buch gehört definitiv unter viele Weihnachtsbäume!

Bewertung vom 13.11.2025
Gelfuso, Hayley

Das Buch der verlorenen Stunden


sehr gut

Zwischen den Welten

Ist die Zeit eine eigene Dimension? Gibt es deshalb verschiedene Realitäten, die nebeneinander existieren? Kann man sich zwischen diesen Realitäten und Ebenen bewegen und was passiert, wenn man auf einer dieser Ebenen den Lauf der Dinge verändert? Fragen, die den Menschen, den Leser und auch die Schriftsteller (wie z.B. H.G. Wells) schon immer fasziniert und beschäftigt haben. Das Buch greift alle diese Fragen in Gestalt der beiden Hauptpersonen auf, die beide zwar auf ganz unterschiedliche Weise davon betroffen sind, deren Schicksale aber dennoch eng miteinander verwoben sind. Die Geschichte weist zwar zwischendurch einige Länge auf, auch das Ende musste ich zweimal lesen, um es zu verstehen, aber insgesamt ist sie schlüssig und spannend erzählt und ich bin der Geschichte von Lisavet und Amelia sehr gerne gefolgt.

Bewertung vom 24.09.2025
Izquierdo, Andreas

Über die Toten nur Gutes / Ein Trauerredner ermittelt Bd.1


ausgezeichnet

Originell!

Ein Trauerredner als Detektiv und damit die Hauptfigur eines Kriminalromans, eine sehr originelle Idee!!

Neben Mads Madsen begegnen dem Leser im Verlauf der Geschichte noch viele andere liebevoll gezeichnete Charaktere (allen voran sein schrulliger Vater), irgendwie gewinnt man sie fast alle lieb (ausgenommen natürlich die „Bösen“ und allein deswegen macht das Buch sehr viel Vergnügen.

Aber auch die Story selber ist durchaus spannend erzählt und bietet einige Facetten, obwohl mit vielen Klischees gespielt wird und es dadurch manchmal dann doch ein wenig überzeichnet wirkt, aber das konnte ich sehr leicht verschmerzen.

Insgesamt also ein „etwas anderer“ Krimi, der bei der Lektüre sehr viel Freude bereitet. Von mir deswegen eine klare Leseempfehlung!
Und natürlich bin ich schon sehr gespannt auf den nächsten Fall, den Mads, Fiete, Fridtjof und der geheimnisvolle Herr Barnardy zusammen lösen….

Bewertung vom 03.09.2025
Voosen, Roman;Danielsson, Kerstin Signe

Schwüre, die wir brechen / Svea Karhuu & Jon Nordh Bd.2


gut

Ein bisschen viel..

Die Geschichte beginnt mit einem sehr lange zurückliegenden Vorfall. Dieser bleibt dann aber erstmal im Raum stehen und der Leser weiß nicht, was er damit anfangen soll. Das bleibt auch bis fast zum Ende des Buches so, erst dann erfolgt die Auflösung. Das ist so ein bisschen typisch für dieses Buch, die Autoren haben viele Ideen und basteln daraus jeweils einen Handlungsstrang. Das ist zwar alles durchaus spannend und vor allem die „Tierkopfmorde“ faszinieren, aber durch die vielen Zeit- und Gedankensprünge ist es für den Leser doch manchmal recht mühsam, den roten Faden zu erkennen. Ich musste des Öfteren zurückblättern, um wieder in die Geschichte hineinzufinden. Da wäre weniger sicher mehr gewesen. Auch das Ende finde ich nicht wirklich befriedigend, ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich es richtig verstanden habe. Fazit: Idee gut, Ausführung leider mit einigen Schwächen behaftet.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.08.2025
Collin, Philippe

Der Barmann des Ritz


ausgezeichnet

Lebendige Geschichte

Der Autor nimmt uns mit nach Paris in die Zeit des zweiten Weltkriegs. Fast alle Personen der Handlung haben wirklich gelebt, die historischen Fakten sind korrekt wiedergegeben, und das Buch schildert dann als Fiktion, wie die konkreten Begegnungen und Beziehung sich abgespielt haben könnten.

Diese Mischung ergibt eine faszinierende Geschichte mit faszinierenden Persönlichkeiten. Diese Persönlichkeiten werden dabei sehr differenziert dargestellt, die „Guten“ sind nicht nur gut und die „Bösen“ nicht nur böse.

Der Leser wird spannend unterhalten und fiebert insbesondere mit Frank Meier und Blanche Auzello mit. Die eigentliche Geschichte lässt ihr endgültiges Schicksal offen, der sehr gelungen kleine Dokumentarteil (mit Fotos) am Ende des Buches verrät dann mehr.

Fazit: Sowohl Literaturfreunde als auch geschichtlich Interessierte kommen hier auf ihre Kosten, klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 17.07.2025
Pötzsch, Oliver

Der Totengräber und die Pratermorde / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.4


ausgezeichnet

Im alten Wien

Der Autor entführt uns wieder in das Wien der späten 1890er Jahre. Diesmal steht der Prater im Mittelpunkt des Geschehen. Julia wird dort Zeugin eines spektakulären Todesfalls und sie, Leopold von Herzfeld und Augustin Rothmayer machen sich an die Lösung. Im Zuge dieser Ermittlungen stoßen sie auf einen weiteren, nicht minder rätselhaften Fall. Beide Erzählstränge bleiben jederzeit spannend, dazu kommen die liebevoll und schlüssig gezeichneten Charaktere. Dies gilt nicht nur für die drei Hauptpersonen, sondern auch und gerade für das bunte Völkchen im Wiener Prater. Die besondere Note erhält das Buch dann durch die detailreiche Schilderung des damaligen Wiens. Man taucht tief in diese Welt ein und erfährt sehr viel über das Leben und die Geschehnisse der damaligen Zeit. Insgesamt ein rundum gelungenes Buch, ganz klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 25.05.2025
Koppelstätter, Lenz

Was am Ufer lauert / Ermittlungen am Gardasee Bd.2


gut

Spannender Beginn

Das sehr schön gestaltete Cover vermittelt dem Leser sofort ein gewisses Urlaubsfeeling. Der Einstieg in die Geschichte ist dann sehr gelungen, spannend und vielversprechend. Leider kann das Buch dann die so geweckten Erwartungen nicht ganz erfüllen: Es werden mehrere Handlungsstränge über verschieden Zeitebenen und aus verschiedenen Erzählperspektiven aufgemacht. Dadurch wird das Ganze teilweise doch etwas zäh, und ich hatte zeitweise Mühe, der eigentlichen Handlung zu folgen. Auch die Logik kennt unterwegs manchmal ein bisschen verloren, das gilt ebenfalls für die Auflösung am Schluss, die zwar nicht wirklich unlogisch ist, aber doch etwas weit hergeholt wirkt.
Uneingeschränkt empfehlen würde ich das Buch insofern nur diejenigen Krimifreunden, die einen persönlichen Bezug zur Gegend rund um den Gardasee haben.

Bewertung vom 30.04.2025
Moriarty, Liane

Vorsehung


sehr gut

Spannendes Thema

Vorab: Sehr schönes Cover mit dem berühmten Schmetterling, der durch seinen Flügelschlag die Welt verändert.
Wie würden wir wohl damit umgehen, wenn uns Zeitpunkt und Art unseres Todes bekannt wären? Um diese Frage hat die Autorin die Geschichte des Buches entwickelt. Es beginnt spektakulär mit einer Reihe von Todesprophezeiungen an Bord eines australischen Flugzeugs.
Danach verfolgen wir dann immer abwechselnd über ein Kapitel die betroffenen Passagiere und erfahren etwas über den Lebensweg der „Prophetin“. Leider gelingt es der Autorin dabei nicht, den Spannungsbogen wirklich aufrecht zu erhalten, teilweise plätschert die Geschichte mehr oder weniger vor sich hin.
Ich habe das Buch trotzdem zu Ende gelesen und der Schluss ist dann auch wieder ganz nett, aber nach dem wirklich guten Beginn bleibt doch ein wenig Enttäuschung zurück.

Bewertung vom 04.11.2024
Renberg, Tore

Die Lungenschwimmprobe


sehr gut

Roman?

Das (nebenbei bemerkt wirklich großartige) Cover führt den Leser gleich zweifach zu einer falschen Erwartungshaltung: Die Lungenschwimmprobe spielt eigentlich nur in den ersten Kapiteln eine wesentliche Rolle, danach wird sie nur noch am Rande erwähnt. Und ein Roman ist das Buch auch nicht wirklich, es gibt zwar eine entsprechende Handlung, aber das Hauptaugenmerk des Autors liegt in der Schilderung der historischen Hintergründe. Da dieser "Sachbuchteil" aber sehr gut und liebevoll recherchiert ist und der flüssige Schreibstil des Autors das Ganze nicht zusätzlich verkompliziert, habe ich das Buch dennoch mit sehr viel Vergnügen gelesen. Trotzdem wäre weniger in diesem Fall vielleicht mehr gewesen und Leser, die einen klassische historischen Roman erwarten laufen Gefahr enttäuscht zu werden. Deswegen zwar "nur" vier Sterne aber dennoch eine klare Leseempfehlung.