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Benutzername: twinkle star
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Bewertungen

Insgesamt 15 Bewertungen
12
Bewertung vom 08.01.2020
Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre / Schokoladen-Saga Bd.2
Nikolai, Maria

Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre / Schokoladen-Saga Bd.2


ausgezeichnet

Für Serafina ändert sich ihr ganzes Leben, als ihr Vater stirbt, denn sie zieht zu ihrem Halbbruder Viktor nach Stuttgart. Das Haus, in dem Viktors Familie lebt, ist als Schokoladenvilla bekannt, denn die Familie besitzt eine bekannte Schokoladenfabrik. Immer wieder überraschen die Rothmanns ihre Käufer mit neuen Kreationen, wie z.B. einer funktionierenden Schokoladenschallplatte und immer neuen Pralinensorten. Doch der Erfolg der Firma wird immer wieder von einer Reihe unerklärlicher Störungen überschattet, die den Produktionsablauf hemmen und letztendlich sogar die Existenz der Schokoladenfabrik gefährden. Serafina dagegen hat ganz andere Probleme, denn sie wurde von einem Unbekannten in eine kompromittierende Situation gebracht und wird nun erpresst. Da sie neu in der Schokoladenvilla ist, wagt sie es zunächst nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Wie gut, dass sie im Zug die lebenslustige Lilou kennen lernt, der sie ihr Leid klagt und die sich schon bald mit Feuereifer an die Fersen des Übeltäters haftet.
Mit „Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre“, dem zweiten Band der Schokoladensaga, hat Maria Nikolai wiederholt einen Volltreffer gelandet. So lässt sie den Leser nicht nur am Schicksal der Familie Rothmann teilhaben, sondern ebenso am Leben der goldenen 20er Jahre und an der Entwicklung der köstlichsten Schokoladenkreationen, welche sogar schon die 10-jährige Tochter des Hauses voller Hingabe mit entwickelt. Der Roman ist spannend und anschaulich, die Charaktere werden lebendig beschrieben und natürlich findet auch die Liebe einen Platz in der Geschichte…

Bewertung vom 06.08.2019
Sieben Arten Dunkelheit
Aster, Christian von

Sieben Arten Dunkelheit


ausgezeichnet

„Hey, sag mal, hast du wirklich Angst im Dunkeln?“ , fragt die blinde Ayumi ihren neuen Banknachbarn, den 15-jährigen David. „Ja, leider,“ murmelt der. „Das ist klug, David, sehr klug…“ Ayumi muss es wissen, denn ihr Großvater ist einer von drei Nachtzähmern. Nur Nachtzähmer sind in der Lage, die 7 Arten Dunkelheit zu beherrschen, die es gibt und damit das Gleichgewicht von Hell und Dunkel zu bewahren. In jeder Dunkelheit hausen andere Wesen. Manche sind harmlos oder gar kuschelig, andere gefährlich und unberechenbar. Damit die Welt auch zukünftig sicher ist, bilden die Nachtzähmer Schüler aus, welche eines Tages ihr Erbe antreten sollen. Krigk ist einer dieser Schüler und er ist bereit für die dritte Prüfung. Doch während dieser geschieht plötzlich etwas, das es noch nie gab: Es zeigt sich ihm ein Wesen aus einer achten Art Dunkelheit. Einer Dunkelheit, die es eigentlich nicht geben dürfte.
Die neuen, gefährlichen Kreaturen sind selbst Ayumis Großvater nicht bekannt und drohen, die Welt in vollkommene Dunkelheit zu ziehen. Und nachdem Krigk und seine Schwester spurlos verschwinden, bekommen David und Ayumi Vielnachtamulette und David muss sich seinen Ängsten stellen. In einem Crash-Kurs lernt er nächtisch, studiert die Wesen der Dunkelheit und mit dem Verstehen der Dunkelheit verschwindet auch langsam die Angst, die ihn so lange im Griff hatte. Überraschende Unterstützung finden die beiden beim Hausmeister der Schule, der David schon des Öfteren Unterschlupf gewährt hat, wenn er von seinen Mitschülern drangsaliert wurde.
Sieben Arten Dunkelheit" ist ein wunderbarer Roman über Zwielicht, Finsternis und völlige Schwärze, über Krummschwanzfinsterlinge, Schattenbolge und Grantelschwänze. Die verschiedenen Erzählstränge, die anfangs lose nebeneinander herlaufen, verflechten sich im Laufe der Zeit zu einem großen Ganzen und David entwickelt sich vom gehänselten Feigling zum Helden. Das Buch handelt von Freundschaft & Vertrauen, von Ängsten & Eifersucht, von Entwicklung & Courage. Und es zeigt: Auch wenn so manche Angst berechtigt ist, kann sie sich verlieren, wenn man beginnt, die Dinge zu verstehen.

Bewertung vom 11.05.2019
Henry und Leander / Die Schule der magischen Tiere - Endlich Ferien Bd.3
Auer, Margit

Henry und Leander / Die Schule der magischen Tiere - Endlich Ferien Bd.3


ausgezeichnet

"Henry und Leander" gehört zur Buchreihe "Die Schule der magischen Tiere" und ist der dritte Band der „Endlich Ferien“-Serie. An der Schule der magischen Tiere bekommen alle Kinder aus Miss Cornfields Klasse nach einer Weile ein Stofftier, welches nur für das jeweilige Kind lebendig ist und das sich mit seinem Besitzer unterhalten kann. Der Junge Henry erhält von Mr Morrison beispielsweise den Leoparden Leander, mit dem er dann so manches Abenteuer erlebt. So auch im vorliegenden Buch:

Henry freut sich riesig auf die Ferien, die er mit seinem magischen Leopard Leander bei Oma & Opa auf deren Gruselschloss verbringen darf, in dem angeblich die grüne Dame ihr Unwesen treibt. Doch dann erfährt er, dass ihn die mürrische Haushälterin Frau Rettich begleitet. Als wäre das nicht schlimm genug, erwarten ihn im Schloss auch noch seine nervigen Cousinen, die Zwillinge Charlotte & Eva-Marie. Die beiden machen sich lustig darüber, dass Henry immer mit seinem Stofftier unterwegs ist und erpressen ihn. Da reicht es Henry. Er spielt den Mädchen als „grüne Dame“ einen Streich, damit sie in Zukunft netter zu ihm sind. Doch dann geschehen im Schloss immer mehr gruselige Dinge, bei denen Henry seine Finger nicht im Spiel hat und die Kinder begeben sich zusammen mit Leander auf Geisterjagd.

Ein tolles Buch, das unsere Tochter genau wie die anderen der Reihe sehr begeistert hat!

Bewertung vom 07.05.2019
Marina, Marina
Landau, Grit

Marina, Marina


gut

Marina Marina, Azzurro, Quando Quando Quando...- Die Lieder, welche die jeweiligen Abschnitte des Romans einleiten, begleiteten die Autorin auf ihren zahlreichen Italienreisen und man spürt durch das gesamte Buch die Begeisterung, die sie für das Land der Liebe hegt.
Der Roman fängt auf gelungene Weise die Atmosphäre der 60er und 70er Jahre ein und lässt den Leser in die Geschichten der Bewohner Sant‘Amatos eintauchen. Da gibt es zum Beispiel die verheiratete Marina, in welche sowohl der halbwüchsige Nino als auch dessen Vater verliebt sind. Auch Letzterer ist natürlich verheiratet. - Mit der bissigen Betschwester Nunziata, die eifersüchtig über ihre Familie wacht. Das italienische Städtchen, in dem die vier wohnen, ist voll von Schicksalen, von verbotenen und heimlichen, glücklichen und unglücklichen Liebesgeschichten, in die der Leser mit hineingenommen wird. Auch ein Blick in die Vergangenheit der älteren Paare fehlt nicht. So bekommt man ganz nebenbei einen Eindruck von den schrecklichen Dingen, die die Italiener während der deutschen Besatzungszeit erlebt haben und durch die viele Menschen damals entscheidend geprägt wurden.
Den Abschluss des Buches bilden die Rezepte der im Roman erwähnten italienischen Gerichte sowie ein Glossar, in dem jeder schmökern kann, der sich während der Lektüre nebenbei noch ein bisschen in italienischer Sprache weiterbilden will.
Fazit: Ich persönlich finde das Buch gut geschrieben. Die Anzahl der Hauptpersonen war mir jedoch etwas zu groß, ich musste häufig im Personenregister nachschlagen, um den Überblick zu behalten. Daher hätte ich lieber auf den einen oder anderen verzichtet, um stattdessen mehr über die Geschichte der „wirklichen“ Hauptpersonen zu erfahren. Alles in Allem kann ich mir jedoch vorstellen, dass die Schilderungen der italienischen Lebensweise gerade bei Italienfans großen Anklang finden.

Bewertung vom 16.01.2019
Das Ende ist erst der Anfang
Baker, Chandler

Das Ende ist erst der Anfang


ausgezeichnet

Lakes Welt unterscheidet sich nur durch eine einzige Sache von unserer: Dort, wo sie lebt, kann jeder an seinem 18. Geburtstag einen anderen Menschen wiederauferstehen lassen. Noch kurz vor ihrem großen Tag scheint alles ganz klar zu sein, denn längst hat ihre Familie beschlossen, dass Lakes querschnittsgelähmter Bruder Matt kurz vor ihrem Geburtstag das Zeitliche segnen wird, um dann mit Lakes Hilfe geheilt ins Leben zurückzukehren. Doch dann geschieht das Unfassbare: Lake wird zusammen mit ihrem Freund Will und Ihrer besten Freundin Penny in einen Unfall verwickelt, den nur sie überlebt. Dieser Unfall verändert alles, denn nun spürt sie eine riesige Verantwortung auf ihren Schultern. Jeder erwartet etwas anderes von ihr und sie weiß nicht, was das Richtige ist. Nur Ringo, ein etwas eigenartiger Junge, den sie bei ihrer Psychologin trifft, hat keine Erwartungen an sie. Zusammen mit ihm und ihrem Bruder Matt macht sie sich auf eine Spurensuche und findet dabei so manches über sich, Ihre Freunde und Ihren Bruder heraus, das ihre Sicht der Dinge verändert. Ist Blut tatsächlich dicker als Wasser? Wie entscheidet man, welches Leben lebenswerter ist? Und hat Lake überhaupt das Recht, mit einer sogenannten Resurrection ins Schicksal anderer Menschen einzugreifen?
Der Roman ist meiner Meinung nach sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene empfehlenswert, liest sich wunderbar und setzt sich ganz nebenbei auf unterhaltsame Weise mit diversen ethischen Fragen auseinander. Und wie der Buchtitel verspricht, ist das Ende erst der Anfang. Für wen, das erfährt der Leser erst am durchaus überraschenden Ende des Buches.

Bewertung vom 25.10.2018
Im Tal des Feuers / Arlo Finch Bd.1
August, John

Im Tal des Feuers / Arlo Finch Bd.1


ausgezeichnet

„Sieht aus, wie ein Mörderhaus“, stellt Arlos Schwester fest, als sie zum ersten Mal ihr neues Zuhause im abgelegenen Bergdorf Pine Mountain betreten. Es handelt sich um ein heruntergekommenes Haus, das Arlos Mutter gehört und in dem auch sein mürrischer Onkel Wade wohnt. Schon früher hat der 12-jährige Arlo hin und wieder Stimmen gehört. In Pine Mountain sieht er plötzlich auch Dinge, die andere nicht wahrnehmen. Zum Beispiel den Familienhund, der seit vielen Jahren tot ist und als Geist noch immer das Haus seiner Besitzer schützt. Auch ein vor Jahren in den Long Woods verschwundenes Mädchen erscheint Arlo ein paar Mal und warnt ihn, denn er ist genau wie sie etwas Besonderes.

Arlo lebt sich schnell in dem Bergdorf ein und findet Freunde, die ihn mit zu den Rangern nehmen. Bei den Rangern werden Werte wie Treue, Tapferkeit & Zusammenhalt großgeschrieben. Oft sind sie gemeinsam in den Wäldern unterwegs und zelten dort. Arlo stellt dabei fest, dass für die Ranger in den Long Woods magische Dinge möglich sind, die in der normalen Welt nicht funktionieren. Außerdem wird schon nach kurzer Zeit klar, dass irgendjemand aus der magischen Welt der Long Woods Arlo nach dem Leben trachtet. Er und seine Freunde versuchen, auf alles vorbereitet zu sein, doch dann werden sie in die geheimnisvollen Wälder gelockt und geraten dort in Lebensgefahr. Nun müssen die Kinder sich entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Ihre eigene Sicherheit oder ihre Freundschaft zu Arlo? Denn er ist es, auf den es die magischen Wesen abgesehen haben. Sind ihr Team und ihre Freundschaft stark genug, um der Gefahr zu entrinnen?

Das Buch ist packend und jungendgemäß geschrieben und liest sich wunderbar. Die Charaktere Sind liebenswert, von den Kindern angefangen bis hin zum mürrischen Onkel, der mehr zu wissen scheint, als er zugibt und sich über Arlos Geisterhund sowie angreifende Nachtmahre kein bisschen zu wundern scheint. Die Illustrationen sind ansprechend und im Anschluss an die Geschichte kann man noch einmal den Ranger-Eid lesen und erfährt, welche Ranger- Abzeichen es gibt sowie wie man sie sich verdienen kann.

Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Buch. – Meine 10-jährige Tochter hat es auch gleich verschlungen und freut sich schon auf Band 2, der im Herbst 2019 auf den Markt kommt.

Bewertung vom 19.09.2018
Goldener Zorn / Children of Blood and Bone Bd.1
Adeyemi, Tomi

Goldener Zorn / Children of Blood and Bone Bd.1


sehr gut

„Children of blood and bone“ ist ein wirklich gelungener Fantasy-Roman der Autorin Tomi Adeyemi. Die Geschichte spielt im Reich Orisha, in welchem neben Adligen und dem „normalen Volk“ die magisch begabten Maji leben. Bis vor einigen Jahren gab es unter ihnen zehn Clans mit unterschiedlichen Gaben. Flammentänzer, Geistwandler, Windflüsterer, Heiler und Seelenfänger konnten genau wie die Mitglieder der anderen 5 Clans atemberaubende Dinge bewirken. Doch der Adel fürchtete ihre Fähigkeiten und merzte die Maji und die Magie nahezu aus.

Die Charaktere dieser Geschichte sind wirklich liebenswert. Zelie ist eine junge Maji, die bei dem Massaker des Königs ihre Mutter verloren hat. Sie ist mutig, aufbrausend und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der sie und ihr Umfeld immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Während einem Markbesuch rettet sie ein verzweifeltes Mädchen vor deren Verfolgern. Nachdem die beiden unter größter Gefahr aus der Stadt geflohen sind, findet Zelie heraus, dass es sich bei dem Mädchen um Amari, die Tochter des grausamen Herrschers handelt. Sie floh vor ihrem Vater, nachdem sie mit ansehen musste, wie ihre geliebte Maji-Dienerin nur aufgrund ihrer Herkunft getötet wurde. Bei sich trägt sie ein verschollenes Maji-Artefakt, das den Majis, die es berühren, die Magie zurück bringt.

Mit dem Artefakt, einer alten Schriftrolle, begeben sich Zelie, ihr Bruder Tzain und Amari auf eine weite Reise. Ziel der Reise ist es, dem Volk der Maji durch ein heiliges Ritual die Magie zurückzubringen. Den ganzen Roman hindurch kann man die drei Weggefährten und ihrem größten Widersacher, Amaris Bruder Inan, bei ihren inneren und äußeren Kämpfen begleiten. - Dabei, wie sie einander gegen ihren Willen schätzen lernen, wie sie sich weiterentwickeln, wie sie gegen Vorurteile ankämpfen und herauszufinden versuchen, was richtig und was falsch ist. Wird Zelie es schaffen, ihrem Volk zusammen mit ihren Begleitern die Magie zurückzubringen? Und ist es überhaupt richtig, die magischen Kräfte wieder zu entfesseln?

Ganz nebenbei macht Tomi Adeyemi in ihrem Debütroman auf die Eigenart der Menschheit aufmerksam, Fremdes zu fürchten und zu verfolgen. Die Botschaft der Autorin liegt daher auf der Hand: Egal, ob magisch oder nicht-magisch, ob schwarz oder weiß – Letztendlich sind wir doch alle Kinder aus Blut und Knochen. Was wirklich zählt, ist das, was den Menschen im Inneren ausmacht. ,

Fazit: Ein gelungener Roman, ich freue mich schon auf Teil 2!

Bewertung vom 03.07.2018
Die geliehene Schuld
Winter, Claire

Die geliehene Schuld


ausgezeichnet

Romane der Kriegs- und Nachkriegszeit sind eigentlich nicht meine Favoriten, weshalb ich dieses Buch im Laden sicher nicht ausgewählt hätte. Überraschender Weise packte es mich trotzdem und ich las es letztendlich in einem Rutsch durch.

Jonathan ist Journalist und einer heißen Sache auf der Spur. Da er das Gefühl hat, aufgrund seiner Rechercheergebnisse verfolgt zu werden, schickt er einen Teil seiner Unterlagen an seine Jugendfreundin & Kollegin Vera, mit der Bitte, für ihn weiterzumachen, wenn ihm etwas zustoßen sollte. Kaum hat er das Paket mit den Papieren losgeschickt, kommt er bei einem „Unfall“ ums Leben. Vera, die im Krieg ihre gesamte Familie verloren hat, will den letzten Wunsch ihres Freundes erfüllen und vertieft sich in seine Unterlagen. Doch sobald das Paket in ihren Händen ist, wird in ihre Wohnung eingebrochen und sie wird verfolgt. Unter dem Vorwand einer anderweitigen Recherche begibt sie sich auf Jonathans Spuren. Doch die Leute, die Jonathan auf dem Gewissen haben, sind ihr dicht auf den Fersen. Wer ist Feind und wer ist Freund? Wird sie am Ende Jonathans Schicksal teilen?

Parallel wird die Geschichte von Jonathans Freundin Marie und der Jüdin Lina erzählt, die sich bei einem der Nürnberger Prozesse kennenlernen. Lina, die Jüdin, die ihre gesamte Familie im KZ verloren hat und Marie, die versucht, mit Jonathans Hilfe einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Schon bald verbindet die beiden Frauen eine tiefe Freundschaft, die gefährdet scheint, als Marie herausfindet, was ihr Vater im Krieg getan hat…

Claire Winters Roman ist packend erzählt, gut recherchiert und zeigt, wie Geheimdienste und Kirchen gesuchte Kriegsverbrecher in der Nachkriegszeit dabei unterstützten, unterzutauchen und neue Identitäten anzunehmen. Die schockierenden Fakten zum damaligen Umgang mit Kriegsverbrechern sind dabei absolut stimmig ins Romangeschehen eingearbeitet, so dass der Leser ganz nebenbei Dinge erfährt, die viele Jahrzehnte lang vertuscht wurden.

Fazit: Tolles Buch, absolute Kaufempfehlung.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.03.2018
17 Erkenntnisse über Leander Blum
Kramer, Irmgard

17 Erkenntnisse über Leander Blum


ausgezeichnet

Jonas & Leander wurden nicht nur am selben Tag geboren, sie sind auch beste Freunde und teilen miteinander die Leidenschaft fürs Malen. Während Ihnen in ihrer Kindheit noch Stifte und Papier genügten, entdecken sie eines Tages ihre Passion fürs Sprayen. Von da an verzieren sie die Tunnel und Wände Wiens als "Blux" mit atemberaubenden Motiven.
"17 Erkenntnisse über Leander Blum" ist sowohl die Geschichte einer Freundschaft als auch die einer Liebe. Abwechselnd taucht man in Leanders Vergangenheit und in Lilas Gegenwart ein. Lila muss mit Leander, dem Klassenneuling, im Unterricht zusammen sitzen. Sie fühlt sich von diesem stillen, krank wirkenden und ständig müden Jungen von Anfang an abgelehnt, kommt aber Stück für Stück hinter seine Geschichte. Dabei entwickelt sie ihm gegenüber eine immer größere Zuneigung. Doch kann Leander diese erwidern?
Während der Leser Lila durch ihre Gegenwart begleitet, wird Leanders Weg als Rückblick anhand von Gemälden beschrieben, mit deren Hilfe er einen tragischen Schicksalsschlag verarbeitet. Der Sinn der Gemäldebeschreibungen über Leanders Geschichte hat sich mir zwar erst nach einigen Kapiteln erschlossen, ist aber letztendlich ein guter Einstieg in die jeweils nachfolgende Station von Jonas' & Leanders Freundschaft, einer ganz besonderen Freundschaft, die sich wohl jeder in seinem Leben wünscht.

Irmgard Kramer hat mit der vorliegenden Geschichte wieder ein wirklich schönes Jugendbuch geschaffen, das man in einem Rutsch durchschmökern kann und das berührt. Die Charaktere sind - wenn auch nicht sofort zu durchschauen - liebenswert und gut herausgearbeitet. Auch für ein überraschendes Ende ist gesorgt.

Bewertung vom 02.01.2018
Before you go - Jeder letzte Tag mit dir
Swatman, Clare

Before you go - Jeder letzte Tag mit dir


sehr gut

Wer wünscht sich nicht hin und wieder, die Zeit zurückdrehen zu können, um manch eine Entscheidung anders zu treffen? Zoe bekommt diese Chance nach dem unerwarteten Unfalltod ihres Mannes Ed. Obwohl die Beiden sich sehr liebten, hatten sie es nicht immer leicht miteinander. Oft kämpften sie um einen gemeinsamen Nenner ihrer unterschiedlichen Lebensziele und auch ihre langwierige und kräftezehrende Kinderwunschbehandlung belastete das Paar sehr. So wie es in vielen längeren Beziehungen ist, sieht Zoe Ed irgendwann als selbstverständlichen Teil ihres Lebens und reagiert auch bei Kleinigkeiten unverhältnismäßig gereizt. Als Ed dann plötzlich tot ist, bereut Zoe ihr liebloses Verhalten in den letzten gemeinsamen Momenten. Doch dann rutscht sie nach der Gartenarbeit aus, verletzt sich am Kopf und erlebt von da an besondere und entscheidende Tage ihrer Beziehung noch einmal. Plötzlich nimmt Zoe Ed und verschiedene Situationen ganz anders wahr und versucht, den Dingen eine andere Wendung zu geben. Sie lebt ihr Leben viel bewußter, geht achtsamer mit den ihr noch einmal geschenkten Tagen um und verbringt mehr Zeit mit den Menschen, die sie liebt. Doch kann Zoe ihr Schicksal ändern? Wird es ihr möglich sein, den Tod ihres Mannes zu verhindern? Und wenn nicht, was ist dann der Sinn ihrer Reise in die Vergangenheit?
Ich habe das vorliegende Buch innerhalb von 3 Tagen gelesen. Die Situationen, mit denen das Paar zu kämpfen hat, sind realistisch herausgearbeitet und ich mag die Charaktere der Hauptpersonen. "Before you go" ist in meinen Augen ein wirklich gelungener und unterhaltsamer Debütoman, der eine wichtige Botschaft enthält: Versacke nicht im Alltag sondern lebe bewußt den Moment. Nimm die Menschen um dich herum nicht als selbstverständlich und lebe jeden Tag so, dass Du ihn nicht bereuen musst.

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