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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: katthi
Wohnort: Leipzig
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Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 12.11.2021
Drei Freundinnen fürs Glück
Sepulveda, Karyn

Drei Freundinnen fürs Glück


ausgezeichnet

Ein ganz wunderbarer Roman über starke Frauen, das Leben, das Schicksal und tiefe Freundschaft, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Jede der Protagonistinnen, zwischen denen sich eine vertrauensvolle Freundschaft entwickelt, hat ihr ganz eigenes Schicksal zu meistern und dem Leser wird vor Augen geführt, was im Leben wirklich zählt. Ein Roman, so zart wie das Cover, der zu herrlichen Schmökerstunden einlädt.

Bewertung vom 29.10.2021
F.A.C.E. the Challenge
Kiel, Tatjana;Klitschko, Wladimir

F.A.C.E. the Challenge


sehr gut

Auch ich muss zugeben, dass ich anfangs nicht so richtig an dieses Buch heran wollte. Ich sah keinen Anlass dafür, musste mich aber eines Bessern belehren lassen, denn Willenskraft zählt nicht nur bei den ganz großen Träumen, Vorhaben und Umbrüchen im Leben, sondern beginnt bereits im Kleinen. Der Leser erhält praktische Tipps, Struktur in sein Leben zu bringen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und an seinen Plänen festzuhalten. Die immer wieder herangezogenen Beispielpersonen machen das Buch gut lesbar und die Methoden verständlich.

Bewertung vom 28.07.2021
Der Junge, der das Universum verschlang
Dalton, Trent

Der Junge, der das Universum verschlang


weniger gut

Zum Inhalt wurde an dieser Stelle schon genug gesagt, deshalb möchte ich hier nur meine Eindrücke schildern. Ich muss zugeben, dass ich zunächst mit einer Geschichte ähnlich wie „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid“ von Fredrik Bachmann gerechnet habe – die grausame Realität, betrachtet durch die Augen eines Kindes, geschickt kombiniert mit einem Hauch von Magie … Diese Erwartung konnte Trent Dalton aber leider nicht erfüllen, der ganzen Geschichte fehlt es irgendwie am Zauber, stattdessen wird versucht, diesen auf den autistischen Bruder des Hauptprotangonisten zu laden, was aber nur mäßig gelingt. Auch bin ich mir nicht sicher, ob es sich hier um einen Roman für Jugendliche oder für Erwachsene handelt. Irgendwie lässt er sich keiner dieser Rubriken zuordnen und schaffte es auch nicht, mich in seinen Bann zu ziehen, sodass es mir im Laufe der ersten zwei Drittel sehr schwerfiel, mich auf die Geschichte einzulassen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.03.2021
Kein Entkommen / Trauma Bd.1
Wortberg, Christoph

Kein Entkommen / Trauma Bd.1


sehr gut

Ich muss zugeben, zuerst war ich skeptisch – ein Thriller eines deutschen Autors, der noch dazu in Deutschland spielt. Kann der mit den fesselnden amerikanischen Pendants mithalten, die ich so mag und die ich gewohnt bin? Durchaus, das kann er.

Die Handlung entspinnt sich parallel – einerseits das Trauma eines Kindes in der Vergangenheit, andererseits die Morde in der Gegenwart, die es von der Münchner Mordermittlerin Katja Sand aufzuklären gilt – trotz aller Hürden, die ihr dabei in den Weg gestellt werden ...

Etwas schade ist eigentlich nur, dass der Täter allzu schnell für den Leser ersichtlich wird. Ansonsten bietet der Romans ein recht packendes Lesevergnügen, wenn auch keinen blanken Nervenkitzel. Für meinen Geschmack ist es eher ein Krimi als ein Thriller.

Bewertung vom 30.11.2020
Das Flüstern der Bäume
Christie, Michael

Das Flüstern der Bäume


sehr gut

Das klassisch-elegant gestaltete Cover des zweiten Romans des kanadischen Schriftstellers Michael Christie hat mich neugierig gemacht und passt ganz wunderbar zur leisen, anrührenden und dennoch wachrüttelnden Geschichte, mit der der Autor Familiendrama und Umwelt-Appell geschickt miteinander verknüpft.

Aufgeteilt ist der Roman in 3 verschiedene Etappen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –, die ebenso miteinander verwoben sind wie sowohl die Protagonisten als auch die Bäume eines Waldes und zeigen, dass „Familie“ nicht unbedingt eine Frage der Blutsverwandschaft, geschweige denn des klassischen Vater-Mutter-Kind-Modells sein muss.

Da hier eher die Familiengeschichte im Vordergrund steht, verzichtet der Autor auf den streng erhobenen Zeigefinger, wie man ihn beispielsweise aus „Die Geschichte der Bienen“ kennt, und flicht seine Ermahnungen eher subtil in die Geschehnisse ein.

Eine wunderbare, fesselnde Geschichte, die uns zu mehr Toleranz ermahnt und uns die (bereits realen!) Folgen des Klimawandels gekonnt vor Augen führt.

Bewertung vom 28.08.2020
Das war die schönste Zeit
Sanderson, Jane

Das war die schönste Zeit


gut

Zu Beginn des Romans findet der Leser eine Playlist mit den Songs, die Alison und Dan mit ihrer Jugend im Sheffield der 1970er-Jahre und natürlich ihrer Liebe verbinden ... eine hübsche Idee der Autorin, nur leider bin ich etwas zu jung, um mit den Titeln wirklich etwas anfangen zu können.
Nachdem nun Alison aufgrund tragischer Verhältnisse ihr „altes“ Leben Hals über Kopf hinter sich lassen und somit auch Dan verlassen musste, „laufen“ sie sich über 30 Jahre später im Internet wieder über den Weg ...

Ich bin ein wenig hin und hergerissen. Kann eine alte Liebe nach so langer Zeit immer noch so präsent sein, bricht man wirklich alle Zelte hinter sich ab in der Illusion, der andere sei noch genau wie früher, nichts hätte sich verändert und die Schmetterlinge im Bauch bleiben für immer? Dass beide derart spontan bereit sind, ihre jeweiligen Ehepartner zu betrügen und ihr Leben eventuell komplett umzukrempeln, finde ich doch etwas unrealistisch. Auch wenn die Autorin versucht, die aktuellen Partner der beiden in ein schlechtes Licht zu rücken, so darf man doch nicht vergessen, dass all die Jahre weder Dan noch Ali je einen Versuch unternommen haben, den anderen ausfindig zu machen ... und nun, da die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, hat der eigentliche Ehepartner seine Schuldigkeit getan und für die beiden ist ihr bisheriges Leben plötzlich bedeutungslos ...

Bewertung vom 29.07.2020
Eine Liebe in Neapel
Goodrich, Heddi

Eine Liebe in Neapel


schlecht

Ich muss gestehen, dieses Buch war mir zu dröge. Es fehlt durchweg an Spannung, die Geschichte plätschert dahin – und auf den vermeintlichen Prinzen, wie er in jedem Liebesroman vorkommen sollte, wartet der Leser vergeblich. Stattdessen wird dieser hier immer weinerlicher und kann sich mit Mitte 20 nicht einmal wegen eines Welpen gegen seine Mutter durchsetzen. Sind die italienischen Männer denn wirklich so schwach? Zum Glück weiß ich es nicht, aber eins steht fest:
Zum einen wird der Leser einfach in die Geschichte hineingeworfen, ob es sich um eine Art Biografie der Autorin handelt, wird erst ganz am Schluss offengelegt, und dann folgen nach jedem Kapitel E-Mails aus neuerer Zeit, die mit der im Hintergrund laufenden Geschichte rein gar nichts zu tun haben. Auch ich musste mich zum Weiterlesen zwingen und in mir stiegen zunehmend das Unverständnis, was es diesem Mann hinterherzulaufen gibt, und die Wut darüber, dass eine promovierte, weltgewandte, gestandene Frau nichts Besseres mit ihrem (Berufs-)Leben anzufangen weiß, als allein in Neapel zu sitzen und Toiletten zu putzen, während sie auf ihren „Freund“ wartet, der ihr eine Reise um die Welt versprochen hat. Hingegen sitzt dieser aber wieder „auf Muttis Schoß“ und weiß ganz genau, dass er sich nie abnabeln und erwachsen werden kann.
Nichts für ungut, aber die Krönung ist dann noch das Tattoo, das er sich stechen lassen will ... da konnte ich das Buch nur kopfschüttelnd zur Seite legen und drei Kreuze machen, dass ich nie in die Verlegenheit gekommen bin, mich auf einen „feurigen Italiener“ einzulassen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.06.2020
Herzblitze
Valentin, Kristina

Herzblitze


sehr gut

Felicitas, kurz Feli, erwacht im Krankenhaus und erfährt, dass sie vom Blitz getroffen wurde! Als sie versucht, sich an den Abend vor dem Unfall zu erinnern, stellt sie fest, dass das gesamte letzte Jahr aus ihrem Gedächtnis verschwunden ist.
Sie tastet sich langsam zurück in den Alltag und muss feststellen, dass sie nicht nur äußerlich, sondern auch sonst nicht mehr der Frau entspricht, die sie zu sein glaubt. Warum hat sie sich so verändert? Was ist auf ihrer Geburtstagsfeier vor dem Unglück geschehen? Und was muss sich ändern, damit die Nachwirkungen des Blitzschlags endlich nachlassen?

Ein romantischer Schmöker mit einer Prise Humor, viel Gefühl und Protagonisten – allen voran Fridolin – die einem rasch ans Herz wachsen.

Bewertung vom 29.01.2020
Happy End für zwei
Winters, Rachel

Happy End für zwei


gut

Evie Summers glaubt an die „magischen Momente“, wie man sie aus den klassischen romantischen Komödien kennt, und möchte sich auf diesem Wege verlieben. Leider gestalten sich solche Situationen in der Realität aber meist anders als im Film, denn kaum jemand ist begeistert, wenn er mit einem Becher Saft bekleckert wird oder Ähnliches.
Um aber den renommierten Drehbuchautor und aktuell wichtigsten Kunden ihrer Filmagentur zum Schreiben eines neuen Drehbuchs zu bewegen, stellt dieser die Bedingung, sie solle beweisen, dass die romantische Liebe auf diesem Wege möglich ist. So muss sie also versuchen, über solch „schicksalhafte Begegnungen“ den Mann ihres Lebens zu finden, was sich im wahren Leben aber schwieriger gestaltet als gedacht. Ob Buchclub oder Roadtrip – sie lässt nichts unversucht, aber die wahre Liebe lässt sich leider nicht planen ...
Ein romantischer Schmöker mit witzigen Szenen. Genau das Richtige für junge Frauen, die an die romantische Liebe glauben.

Bewertung vom 20.08.2019
Das Erbe
Sandberg, Ellen

Das Erbe


ausgezeichnet

Ein sehr gutes Buch, das ich gerne weiterempfehle und das sich dank des wunderbaren Schreibstils der Autorin von Anfang bis Ende mühelos lesen lässt – trotz der „schweren Kost“, um die es sich dreht. Anfangs war ich unsicher, ob es gelingen kann, das derart tragische Thema der Enteignung zu Beginn und während des 2. Weltkriegs unterhaltsam zu verpacken. Aber der Autorin ist das so gut gelungen, dass der Leser fast schon vergisst, dass es sich um reale Gegebenheiten aus unserer Geschichte und nicht um reine Fiktion handelt. Neben einer gewissen Spannung waren auch die verschiedenen Erzählstränge gut getaktet, ohne zu verwirren. Fazit: Mir hat der Roman so gut gefallen, dass mittlerweile auch seine Vorgänger ganz oben auf meiner Wunschliste stehen.