Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: daneegold
Wohnort: Laupheim
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 18.06.2018
Das Paar aus Haus Nr. 9
Everett, Felicity

Das Paar aus Haus Nr. 9


sehr gut

Ich muss zugeben, dass ich eine ganz andere Art von Geschichte erwartet hatte. Ich bin aber keineswegs enttäuscht, denn ich fand diesen Roman unglaublich fesselnd und spannend, ganz ohne Mord und Totschlag. Es war wie ein Blick durchs Schlüsselloch – und wer würde nicht gern mal Mäuschen spielen bei den Nachbarn?

Sara findet ihre neuen Nachbarn vom ersten Augenblick an faszinierend, unkonventionell und spannend – und möchte unbedingt etwas von ihrem „Zauber“ abhaben, in ihre Welt eintauchen und ihrem eigenen offensichtlich vorhersehbaren und langweiligen Leben entfliehen. Wie weit sie dafür geht und was sie dabei sich und ihrer Familie zumutet, das darf der Leser hier verfolgen.

Den Schreibstil fand ich unheimlich gut, die Geschichte war super zu lesen. Die Charaktere werden schonungslos gezeichnet, nicht unbedingt darauf bedacht, einen Sympathieträger aufzubauen sondern eher Interesse oder sogar eine gewisse Faszination zu entwickeln. Die Themen Nachbarschaft und Freundschaft werden hier auf intensive Art und Weise beleuchtet.

Mein Fazit: Für mich spannend wie ein Thriller! Wer mal etwas anderes lesen und einen sprichwörtlichen Blick hinter die Fassade der Nachbarn werfen möchte, ist hier genau richtig.

Bewertung vom 02.06.2018
Mord an der Algarve / Anabela Silva ermittelt Bd.1
Conrad, Carolina

Mord an der Algarve / Anabela Silva ermittelt Bd.1


sehr gut

Anabela Silva reist nach Portugal, um ihre Eltern nach einem Sturz der Mutter zu unterstützen. Dort, im Hinterland der Algarve, wo ihre Eltern leben, häufen sich die Todesfälle: sieben Tote in vier Monaten, allein drei aus einer Familie, was die Journalistin in Anabela weckt – hat da jemand nachgeholfen? Bei ihren Nachforschungen kommt einiges ans Licht, was besser unentdeckt geblieben wäre und als dann auch noch ein Mord geschieht, an dem kein Zweifel besteht, überschlagen sich die Ereignisse.

Die Autorin Bettina Haskamp, die hier unter dem Pseudonym Carolina Conrad schreibt, hat mit Anabela Silva eine sympathische und bodenständige Hauptfigur geschaffen. Anfang 40, geboren und aufgewachsen in Deutschland mit portugiesischen Eltern und großem Familiensinn, kurz vor der Scheidung, als Kolumnistin mit finanzieller Unsicherheit immer unter Termindruck aber auch mit offenen Augen durchs Leben gehend, manchmal liebenswert ungeschickt. Eine Frau, mit der man sich durchaus identifizieren kann.

Der Krimi war für mich wunderbar zu lesen: ein toller Schreibstil mit trockenem Humor, den ich sehr mag. Viel Lokalkolorit (Landschaft, Leute, Essen, portugiesische Einwürfe), was mich beim Lesen gedanklich in die Algarve reisen ließ. Mal mehr mal weniger sympathische, aber immer interessante und lebendig gezeichnete Charaktere. Die Autorin reißt auch immer wieder die portugiesische Geschichte an, ohne zu sehr abzuschweifen. Diese Einblicke finde ich immer sehr spannend in einem Buch, vor allem wenn sie nicht in endlose Geschichtslektionen ausarten. Auch das war hier genau richtig dosiert.

Mein Fazit: Unterhaltsamer und spannender Krimi in schöner Umgebung, Urlaubsfeeling inklusive!

Bewertung vom 12.05.2018
Kluftinger / Kommissar Kluftinger Bd.10
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Kluftinger / Kommissar Kluftinger Bd.10


sehr gut

Bereits zum 10. Mal dürfen wir Kluftinger nun bei der Aufklärung eines neuen Falls über die Schulter schauen – und der hat es in sich!

Ein frisch aufgeschüttetes Grab mit einem Holzkreuz – mit Kluftingers Namen. Eine Todesanzeige für Kluftinger in der Zeitung. Makabre Scherze oder Drohungen? Kluftingers Umfeld steht Kopf, Kollegen und Familie sind gleichermaßen erschüttert und das, wo Kluftinger doch gerade ein kleines „Enkele“ beschert wurde.

Doch für Opa-Freuden hat Kluftinger nicht viel Zeit: er ist gezwungen, sich intensiv mit seiner Vergangenheit zu befassen. Dies geschieht in Rückblicken, die für Klufti-Fans besonders interessant sind, erfährt man hier doch das ein oder andere zu Kluftingers Leben und Werdegang bei der Polizei. Außerdem erwarten den Leser in diesem Jubiläumsband einige Schmankerl und Überraschungen, über die ich hier nicht zu viel verraten möchte.

Wie gewohnt punkten die Autoren mit unheimlich starker Situationskomik, die mir regelmäßig Lachanfälle beschert. Bei aller Komik besteht aber von der ersten Seite an eine Spannung und düstere Atmosphäre, die über der Geschichte schwebt – wirklich sehr gelungen! Der unerwartete Schluss sorgt dann gleich noch für gesteigerte Vorfreude auf den nächsten Band.

Mein Fazit: Ein Jubiläumsband der sich definitiv sehen lassen kann!! Nicht nur für Fans!

Bewertung vom 25.04.2018
Ich beobachte dich
Stevens, Chevy

Ich beobachte dich


sehr gut

Wie in bisher jedem Buch schafft Chevy Stevens von der ersten Zeile an eine düstere, beklemmende Atmosphäre. Im ersten Drittel ging mir die Geschichte extrem nah und ich konnte manchmal kaum weiterlesen, in schrecklicher Erwartung, was als nächstes passieren wird.

Durch die Erzählweise auf verschiedenen Zeitebenen erfährt der Leser häppchenweise, was in der Vergangenheit passiert ist und das ist in dieser Geschichte ein wirklich gelungenes Erzählelement. Auch wird nicht nur aus Sicht der Protagonistin Lindsey erzählt, sondern in weiten Teilen auch aus Sicht ihrer Tochter Sophie, was ebenfalls sehr viel zur Geschichte beiträgt.

Im Mittelteil des Buches verlor sich die Spannung leider etwas, was ich total schade fand und für einen Stern Abzug in meiner Bewertung sorgt. Auch dass manche Personen fast schon mit Gewalt in die Ecke „Verdächtiger“ gedrängt wurden fand ich übertrieben und unnötig.

Die ein oder andere überraschende Wendung steigert die Lesefreude allerdings wieder und zum Ende hin nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf und ich fieberte beim Showdown doch nochmal sehr mit.

Mein Fazit: Alles in allem wieder ein wirklich gutes Buch der Autorin Chevy Stevens, mit ein paar kleinen Abstrichen. Auf jeden Fall lesenswert!!

Bewertung vom 08.07.2017
Murder Park
Winner, Jonas

Murder Park


ausgezeichnet

Diese Geisterbahnfahrt wirst Du so schnell nicht vergessen!!

Allein beim Lesen des Klappentextes lief es mir schon kalt den Rücken herunter. Das Setting: ein alter Vergnügungspark mit düsterer Vergangenheit, auf einer Insel, von der man nicht so schnell wegkommt, ausgeliefert ist sozusagen, und das zusammen mit elf Personen, die man nicht kennt und von denen man nicht weiß, inwiefern man ihnen trauen kann – ganz mein Geschmack.

Von Anfang an gelingt es dem Autor, eine bedrohliche, düstere Atmosphäre zu schaffen. Dabei geht es dann auch ordentlich zur Sache, zimperlich sollte man beim Lesen wirklich nicht sein.

Genialer Schachzug: zwischen den Kapiteln sind immer wieder Interviews zu finden, die im Vorfeld mit den einzelnen Personen geführt wurden, und so lernt man die einzelnen Teilnehmer nach und nach besser kennen und es kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Wer hat was zu verbergen, wem kannst Du trauen?

Setting wie Aufbau des Buches finde ich wirklich extrem gut gelungen. Die einzelnen Charaktere sind allesamt gut und so geheimnisvoll gezeichnet, dass man über die jeweiligen Beweggründe vollkommen im Dunkeln tappt, was beim Lesen – zumindest bei mir – zu wilden Spekulationen führte, überraschendes Finale inklusive.

Mein Fazit: Origineller Gänsehaut-Thriller, der nachwirkt!

Bewertung vom 01.07.2015
Das Meer in deinem Namen / Ostsee-Trilogie Bd.1
Koelle, Patricia

Das Meer in deinem Namen / Ostsee-Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Eine Geschichte wie ein Sommernachmittag am Strand ---

Wo soll ich nur anfangen? Dieses Buch hat mich völlig be- und verzaubert. Hat mich an die Ostsee entführt, bis ich wirklich glaubte, die Seeluft pustet mir um die Nase. Hat mich lachen und weinen lassen und immer hab ich mich wohlgefühlt beim Lesen. Das passiert nicht so oft, dass man auf solch ein Buch trifft. Es ist eines dieser Bücher, bei dem man nie zum Ende kommen will, man möchte unbedingt weiter teilhaben an der Geschichte und hier kommt es ganz besonders gelegen, dass dieses Buch Teil 1 einer Trilogie darstellt :)

Die Protagonistin Carly, die bei ihrer Tante in Berlin aufwuchs, erhält die Aufgabe, ein altes Reetdachhaus an der Ostsee für den Verkauf vorzubereiten. Ausgerechnet an der Ostsee! Wo Carly doch eine diffuse Angst vor dem Meer hat, geschürt von ihrer Tante Alissa, die das Thema Meer (und alles was damit zu tun hat) sowie den Tod von Carlys Eltern aus ihrem Leben ausklammert. Nun hat Carly die einmalige Gelegenheit, sich ihrer Angst zu stellen. Doch das ist nicht das einzige Thema, dass sie in dem kleinen Ort Ahrenshoop umtreibt: Merkwürdigerweise fühlt Carly sich in dem Haus, das sie zum Verkauf vorbereiten soll, wie zuhause und angeblich sieht sie der Vorbesitzerin auch noch ähnlich!!

Die Autorin schreibt so liebevoll und detailreich, dass es eine Freude ist. Man kann so richtig in der bildreichen Sprache schwelgen. Dabei sind die Personen ebenso liebevoll gezeichnet wie die Umgebung. Die Geschichte ist voll von tiefen Gefühlen und Freundschaft, einigen Geheimnissen, gewürzt mit einem Tick Magie dann und wann und das Ganze vor traumhafter Kulisse. Tolles Extra: die Rezepte passend zu den jeweiligen Kapiteln, die Lust aufs Ausprobieren machen. Einfach ein Wohlfühlbuch durch und durch. Ich freu mich bereits jetzt riesig auf die Erscheinung des zweiten Teils!!

Mein Fazit: Wer sich gerne für einige Stunden entführen lassen und eine bewegende, bezaubernde Geschichte mit Wohlfühlgarantie mag, sollte hier unbedingt zugreifen.

Bewertung vom 23.06.2015
Heart. Beat. Love.
Patterson, James; Raymond, Emily

Heart. Beat. Love.


gut

Ich muss hier unbedingt zuerst das Cover erwähnen, denn das ist wirklich unglaublich toll! Die Schnappschüsse, die hier in Hochglanzdruck auf dem Cover zu sehen sind, fangen Momente ein, die einen sofort an Sommer, Sonne, Lässigkeit, Freiheit denken lassen. Im Buch setzen sich die Fotos fort. Immer wieder passend zur Geschichte eingefügt, konnte ich mich gar nicht sattsehen an den tollen Bildern. Das hat mir unheimlich gut gefallen.

Nun zum Inhalt: Der Autor James Patterson erzählt hier eine Geschichte basierend auf einer Begebenheit aus seiner eigenen Jugend. Wie er sich in die Gedankenwelt eines Teenie-Mädchens hineinversetzen kann, ist durchaus bemerkenswert.

Sprachlich passend für ein Jugendbuch wird hier der Roadtrip zweier Teenager erzählt, die diesen aus Gründen antreten, die erst im Laufe des Buches klar werden. Sehr schön beleuchtet der Autor die Beziehung der beiden zueinander, die Gefühle, die sie füreinander hegen, wie wichtig sie sich sind. Authentisch und ergreifend schildert er das Gefühlsleben der beiden Protagonisten Axi und Robinson.

Der Roadtrip an sich rückt dabei jedoch früh in den Hintergrund, die einzelnen Stationen werden viel zu schnell und oberflächlich abgehandelt, was ich äußerst schade fand. Zudem sind viele der „Abenteuer“ so abstrus, dass wohl keiner diese als realistisch bezeichnen kann. Und auch wenn viele der Leser darüber hinwegsehen, für mich war es ein echter Störfaktor. Auch dass die Reise, die doch einmal komplett durch die USA führt, gefühlt in Schallgeschwindigkeit durchgeführt wurde, fand ich irgendwie unbefriedigend.

Für mich stand eigentlich der Roadtrip im Vordergrund des Interesses, allerdings entwickelte sich die Geschichte ganz schnell eher zum Liebes-Drama.

Mein Fazit: Man sollte keine zu hohen Erwartungen an den Roadtrip haben. Wer gerne dramatische, bewegende Lovestorys liest, kommt aber auf jeden Fall auf seine Kosten.

Bewertung vom 22.04.2015
Der Sommer, in dem es zu schneien begann
Clarke, Lucy

Der Sommer, in dem es zu schneien begann


ausgezeichnet

Der Sommer, der alles verändert

In ihrem Roman „Der Sommer, in dem es zu schneien begann“ entführt uns die Autorin ins ferne Tasmanien, wo die Protagonistin Eva versucht, mehr über die Familie und die Vergangenheit ihres verunglückten Ehemannes Jackson zu erfahren.

Im Verlauf des Buches gelingt es Lucy Clarke zum einen, eine Spannung aufzubauen, die einen nicht mehr loslässt. Immer neue Fragen tauchen auf, die man als Leser unbedingt beantwortet haben möchte und die Seiten fliegen auf der Suche nach den Antworten nur so dahin. Zum anderen erhält man als Leser guten Einblick in die Gefühlswelt von Eva, man fühlt und leidet in jeder Szene mit ihr.

Außerdem schildert die Autorin das für die meisten von uns doch fremde Tasmanien so anschaulich und herrlich, dass man das Salz des Meeres regelrecht auf der Zunge schmeckt und einen das Fernweh packt.

Lucy Clarke vereint in ihrem Buch Liebesgeschichte, Drama, Spannung und Abenteuer und das vor einer herrlichen Kulisse und mit einem flüssigen, detailverliebten Schreibstil, dass es eine Freude ist. Überraschende Wendungen, versteckte Hinweise und jede Menge Emotionen: keine der knapp 400 Seiten ist zu viel, im Gegenteil: am Ende wünscht man sich, man müsste die kleine Insel Wattleboon noch nicht verlassen, könnte noch mindestens einen Tauchgang miterleben…

Mein Fazit: Ein wirklich spannender und emotionsgeladener Roman, der einen auch nach dem Lesen nicht loslässt.

Bewertung vom 22.06.2014
Mein Sommer am See
Hall, Emylia

Mein Sommer am See


gut

Mein Sommer am See – keine unbeschwerte Strandlektüre

Im Laufe des Buches erfährt der Leser alles über die Sommererlebnisse der Protagonistin Beth über mehrere Jahre ihrer Kindheit und Jugend hinweg. Sie verbrachte die Sommer in dieser Zeit in Ungarn und lässt diese Zeit nun Revue passieren aufgrund eines ihr zugesandten Erinnerungsbuches. Eines Tages enden ihre Aufenthalte in Ungarn abrupt aufgrund eines schrecklichen Ereignisses.

In ruhiger Art und Weise und mit vielen Metaphern ausgeschmückt erzählt die Autorin von den Erlebnissen und Gefühlen von Beth, die hin- und hergerissen ist zwischen zwei Welten: England, mit ihrem liebevollen aber unbeholfenen, traurig distanzierten Vater und die Sommer in Ungarn, voller Farben und Lebenslust und den ersten zärtlichen Gefühlen für einen Jungen, den gleichaltrigen Tamás.

Über den Sommererlebnissen, so farbenfroh und fröhlich auch erzählt, liegt ein Schatten, der mit jedem weiteren Sommer bedrohlicher erscheint. Die Charaktere sind gut beschrieben und auch in die Gefühlswelt von Beth lässt die Autorin tief blicken. Mit der Auflösung der Geschichte ist der Autorin außerdem eine echte Überraschung geglückt. Das Ende lässt den Leser einigermaßen versöhnt zurück.

Was mir persönlich nicht gefallen hat, waren Szenen, die einfach so im Raum stehen, ohne für den Fortgang der Geschichte von Bedeutung zu sein und ohne „aufgelöst“ zu werden. Das lässt mich irgendwie unzufrieden zurück. Auch waren einige (Re-)Aktionen der Protagonisten für mich absolut nicht nachvollziehbar. Gegen Ende des Buches gibt es außerdem Abschnitte, die mich beim Lesen gelangweilt haben.

Fazit: Die Geschichte ist eher still und traurig und stellenweise nicht nachvollziehbar. Wer eine fröhliche Strandlektüre erwartet, wird enttäuscht.

12