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Lesebarbara

Bewertungen

Insgesamt 20 Bewertungen
Bewertung vom 20.01.2026
Fuchs, Birgit

SPUNKIFEX erfindet Tiere


sehr gut

Das farbenfrohe, verspielte Cover von „Spunkifex erfindet Tiere“ lädt sofort zum Entdecken und Mitmachen ein und weckt die Fantasie kleiner wie großer Leser. Die fröhlichen Illustrationen und leuchtenden Farben spiegeln den kreativen Grundton der Geschichte perfekt wider. Birgit Fuchs schreibt in einem klaren, kindgerechten und warmherzigen Stil, der leicht verständlich ist und dennoch viel Raum für eigene Ideen lässt. Die kurzen, lebendigen Sätze animieren zum Mitdenken, Weitererzählen und Erfinden. Ich habe das Buch meinem Enkel zum Geburtstag geschenkt und er war ganz begeistert und wollte sofort eigene Fantasietiere erfinden. Spunkifex wird schnell zu einer sympathischen Identifikationsfigur, die Neugier und Kreativität fördert. Eine liebevolle Geschichte, die Kreativität, Freude und gemeinsames Entdecken wunderbar verbindet.

Bewertung vom 19.01.2026
Schröder, Alena

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel


sehr gut

Schon das Cover von Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel zieht den Blick an: kräftige Farben, sichtbare Pinselstrukturen, ein zentrales Blau, das zugleich Ruhe und Tiefe ausstrahlt. Es wirkt wie ein offenes Gemälde – unvollendet, vieldeutig, genau wie die Lebensgeschichten im Roman. Alena Schröders Schreibstil ist feinfühlig und atmosphärisch, getragen von leisen Zwischentönen statt großer Dramatik. Auf zwei Zeitebenen verbindet sie die Schicksale von Marlen und Hannah und zeigt, wie Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt. Besonders eindrucksvoll ist die Art, wie Schuld, Schweigen und familiäre Bindungen erzählt werden: ehrlich, warm und ohne moralischen Zeigefinger. Die Leinwand wird zum Symbol für Erinnerung und Weitergabe – für das, was bleibt, auch wenn vieles unausgesprochen ist. Ein berührender, kluger Roman, der nachdenklich macht und lange im Gefühl nachklingt.

Bewertung vom 12.01.2026
Ware, Ruth

The Woman in Suite 11


sehr gut

Das Cover wirkt elegant und kühl, fast wie eine Postkarte aus dem Luxus – und genau dieser schöne Schein trügt. Ruth Wares Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und zieht einen langsam, aber unaufhaltsam in die Geschichte. Statt schneller Schockmomente baut sie Spannung über Misstrauen, Andeutungen und das ständige Gefühl auf, dass etwas nicht stimmt. Lo Blacklock ist erneut eine verletzliche, glaubwürdige Erzählerin, deren Unsicherheit die Bedrohung noch greifbarer macht. Besonders stark ist das Setting: das abgeschiedene Hotel, der See, die nächtlichen Gänge – alles wirkt gleichzeitig traumhaft und unheimlich. Die Handlung entfaltet sich wie ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem man nie sicher ist, wem man trauen kann. „The Woman in Suite 11“ ist kein reiner Action-Thriller, sondern ein spannungsgeladener, stilvoll erzählter Suspense-Roman, der von Atmosphäre, Geheimnissen und leiser, stetig wachsender Gefahr lebt.

Bewertung vom 11.12.2025
Suppiger, Tanja

Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum


ausgezeichnet

Die intensive Vorweihnachtszeit lässt unser Nervensystem oft an seine Grenzen stoßen: Termine häufen sich, Erwartungen steigen, und zwischen all dem Trubel bleibt kaum Raum für Ruhe. Gerade deshalb wirkt die Zeit der Rauhnächte wie eine wohltuende Gegenbewegung. Das Buch überzeugt mit einem einfühlsamen, klaren Schreibstil, der sofort spürbar entschleunigt. In einer warmen, fast meditativen Sprache führt die Autorin durch Reflexionen und leicht umsetzbare Übungen, die nicht nur beruhigen, sondern ein tieferes Verständnis für die eigenen Bedürfnisse öffnen. Komplexe Themen wie Stressregulation und innere Balance werden verständlich und alltagsnah vermittelt. Dadurch entsteht ein sanfter, aber wirkungsvoller Zugang zu mehr Achtsamkeit, Regeneration und persönlichem Wachstum – genau das, was diese besondere Zeit braucht und ein schönes Geschenk für die Vorweihnachtszeit!

Bewertung vom 10.12.2025
Henn, Carsten Sebastian

Sonnenaufgang Nr. 5


ausgezeichnet

„Sonnenaufgang Nr. 5“ besticht schon auf dem Cover: Die warmen, aufbrechenden Farben eines neuen Tages spiegeln genau das wider, was der Roman erzählt – einen Neuanfang, der weder laut noch makellos ist, sondern zart und verletzlich. Im Zentrum stehen Jonas, 19, orientierungslos und gezeichnet von seiner Vergangenheit, und die exzentrische Filmdiva Stella, die ihr Leben lieber in perfektem Licht zeigt, als sich den Schatten zu stellen. Was als Ghostwriting-Auftrag beginnt, wird zu einer ehrlichen Begegnung zweier Menschen, die lernen, dass Erinnern mehr ist als Schönfärben. Die direkte, klare Sprache, der feine Humor und die stille Tiefe der Dialoge machen den Roman ebenso zugänglich wie berührend. „Sonnenaufgang Nr. 5“ zeigt letztlich, dass wir unser Leben nicht neu schreiben müssen – sondern mutig genug sein sollten, es wirklich zu leben.

Bewertung vom 26.11.2025
Lillegraven, Ruth

Düsteres Tal


sehr gut

Düsteres Tal ist ein Thriller, der weniger durch laute Effekte als durch eine stetige, unterschwellige Bedrohung wirkt. Das Cover, mit seiner kargen, dunklen Landschaft, deutet bereits an, wie einsam und ausgesetzt Clara Lofthus in ihrer neuen Rolle wirklich ist. Lillegraven schreibt ruhig, aber eindringlich – jeder Satz sitzt, jede Wendung entfaltet ihre Wirkung ohne Hast. Clara erscheint als faszinierend vielschichtige Figur: mutig, verletzlich und gleichzeitig von einer Vergangenheit verfolgt, die sie nie ganz loslässt. Als eine Leiche auftaucht und ein Podcast beginnt, ihre Geschichte zu zerlegen, verwandelt sich Claras Macht in ein Gefängnis aus Misstrauen. Die Spannung entsteht weniger durch Brutalität, sondern durch psychologische Enge. Ein atmosphärisch dichter Thriller, der seine Dunkelheit elegant und unaufdringlich entfaltet.

Bewertung vom 21.11.2025
Sten, Viveca

Lügennebel / Hanna Ahlander Bd.4


ausgezeichnet

Die klirrend kalte Januarwoche im abgelegenen Bergdorf Åre erzeugt eine eindringliche, beinahe unheilvolle Atmosphäre, die schon das Cover – eisig, düster, vom Wind zerzaust – überzeugend widerspiegelt. Der mysteriöse Tod einer jungen Frau aus der Studentengruppe entfacht einen Strudel aus Misstrauen, angeschlagenem Vertrauen und wachsender Paranoia. Der Plot entfaltet sich geschickt in einem dichten Geflecht aus Lügen, gekränkten Gefühlen und dunklen Geheimnissen, das sowohl die Freunde als auch die Bewohner von Åre zunehmend verdächtig erscheinen lässt. Die Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog stehen vor einem ihrer komplexesten, emotional herausforderndsten Fälle und müssen sich mühsam durch widersprüchliche Aussagen kämpfen. Der Schreibstil ist klar, dynamisch, präzise und zugleich atmosphärisch dicht; er fängt die Kälte, die Einsamkeit und die psychologische Spannung meisterhaft ein. Ein fesselnder, vielschichtiger Krimi, der lange nachhallt und bis zur letzten Seite überzeugt.

Bewertung vom 11.11.2025
Tewes, Bernhard

Glimmer


sehr gut

Bernhard Tewes führt in Glimmer fundiert und zugleich leicht verständlich in die neue Psychologie der positiven Trigger ein. Mit wissenschaftlichem Hintergrund und vielen alltagsnahen Beispielen zeigt er, wie sich belastende Erfahrungen und negative Reaktionen in heilsame Impulse verwandeln lassen. Die vorgestellten Übungen sind praxisorientiert und helfen, Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit zu stärken. Besonders beeindruckend ist, wie Tewes komplexe psychologische Prozesse verständlich und motivierend erklärt. Das Cover, in sanften Türkis- und Goldtönen gestaltet, spiegelt die zentrale Botschaft des Buches perfekt wider: Licht im Dunkeln zu finden und das eigene Leben zum Leuchten zu bringen. Glimmer ist ein inspirierendes, stärkendes Buch, das Wege zu mehr innerer Balance und Lebensfreude aufzeigt.

Bewertung vom 04.11.2025
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


ausgezeichnet

Kai Meyer entführt die Leser in „Das Antiquariat am Alten Friedhof“ in eine geheimnisvolle, atmosphärisch dichte Welt, in der Bücher, Vergangenheit und Magie kunstvoll miteinander verwoben sind. Im Mittelpunkt stehen vier junge Männer, die sich in einem Antiquariat im Graphischen Viertel zusammenschließen und den „Club Casaubon“ gründen – eine Geheimgesellschaft von leidenschaftlichen Bücherliebhabern, die bald zu gewieften Bücherdieben werden. Meyer versteht es meisterhaft, Spannung mit Melancholie und feinem historischen Flair zu verbinden. Seine poetische, bildhafte Sprache lässt die Faszination alter Bücher, das Knistern vergilbter Seiten und die Macht des Wissens lebendig werden. Die Geschichte ist eine Hommage an Literatur, Freundschaft und die verführerische Grenze zwischen Idealismus und Obsession – mystisch, klug und fesselnd bis zur letzten Seite.

Bewertung vom 22.10.2025
Pflüger, Andreas

Kälter


ausgezeichnet

Das Cover mit dem Riesenrad unter dunklen Wolken weckt sofort Neugier auf die Geschichte. Der Thriller spielt im Jahr 1989, zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Luzy Morgenroth hat als Provinzpolizistin auf Amrum ein neues, ruhiges Leben begonnen und glaubt, ihrer Vergangenheit entkommen zu sein. Doch als der Bruder ihrer Freundin in einer stürmischen Nacht verschwindet, wird sie von alten Schatten eingeholt. Ein Killerkommando taucht auf, und Luzy muss die Insel verlassen, um sich ihrem Todfeind zu stellen. Die Charaktere sind lebendig und glaubwürdig gezeichnet, die Schauplätze atmosphärisch dicht beschrieben. Man spürt die bewegte Zeit der politischen Umbrüche hautnah. Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung baut sich stetig auf – bis zum packenden Finale. Ein fesselnder, tiefgründiger Thriller mit historischem Flair und emotionaler Wucht.