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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Sandrina
Wohnort: Germersheim
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Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 44 Bewertungen
Bewertung vom 24.10.2021
Kindern mehr zutrauen
Doucleff, Michaeleen

Kindern mehr zutrauen


sehr gut

Heutzutage findet man tausende Erziehungsstile. Mir war von Anfang an klar, dass ich meine Kinder nicht so erziehen möchte, wie ich aufwuchs, daher sprach mich dieses Buch so sehr an.

Es geht um die Erziehungsstile der indigenen Völker und jedes hat seine eigenen Methoden, ähneln sich im Großen und Ganzen aber so, dass die Kinder schon früh viel selbstständig sind und keinen dauerhaften Input bekommen.

Jedem Volk hat die Autorin ein bestimmtes Merkmal zugeordnet und beschreibt den Stil und die Auswirkungen mit Beispielen und gibt auch interessante Hintergrundinformationen, wie und warum sich unsere westliche Erziehung in eine solche Richtung entwickelt hat, die kaum als gut beschrieben werden kann.

Ich werde das Buch allen meinen Freund:innen empfehlen und bin sicher, dass diese einige wertvolle Informationen und Tipps mitnehmen werden.

Bewertung vom 27.03.2020
Es beginnt / Beastmode Bd.1
Wekwerth, Rainer

Es beginnt / Beastmode Bd.1


sehr gut

Durch Vorschauen war mir dieses Buch schon bekannt, da ich aber momentan wenig Jugendbücher lese, hatte ich Beast Mode nicht mehr auf dem Schirm. Dank buchflüsterer konnte ich mich nun aber doch vom Buch überzeugen.

Die 5 Jugendlichen wurden vom Militär für eine geheime Mission rekrutiert. Sie sind völlig unterschiedlich und doch verbindet sie eine Sache: sie alle haben besondere Fähigkeiten. Amanda ist eine uralte Göttin. Malcolm hat einen Schutzengel. Wilbur kann die Zeit anhalten. Damon ist ein Dämon und Jenny ein Cyborg, ausgestattet mit unbekannter Technologie. Während der Mission entwickeln sich Freundschaften, erschreckende Erkenntnisse kommen ans Tageslicht und mehr als ein Mal haben die Jugendlich das Gefühl, die Mission hat etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun.

Die Geschichte entwickelt sich rasant, der Spannungsbogen steigt mehr und mehr. Stellenweise war es für meinen Geschmack etwas zu vorhersehbar und konstruiert, aber ich bin dennoch sehr interessiert an der Handlung und werde auch den zweiten Teil lesen.

Die Klappenbroschur ist hochwertig, der Rücken knickt nicht ein und das Cover ist ein Hingucker im Regal.

Bewertung vom 23.02.2020
Zuckerfrei von Anfang an
Falck, Marianne

Zuckerfrei von Anfang an


sehr gut

Ich selbst habe noch keine Kinder, plan aber bereits in diese Richtung und möchte mich nach und nach auch mit Themen wie Ernährung im Säuglingsalter auseinandersetzen. Nach dem Lesen kann ich sagen, dieses Buch ist auch für Erwachsene, die sich einfach für sich selbst für das Thema interessieren.

Die Autorin stellt die aktuellen wissenschaftlichen Informationen vor, verpackt mit eigenen Erfahrungen und ihrer eigenen Meinung, gibt uns Tipps an die Hand und erklärt die Thematik sehr simpel. Ich hatte bisher noch keine Berührung mit der Thematik zuckerfrei, aber seit dem Lesen fällt mir immer mehr und mehr auf, wo Zucker enthalten ist, was es mit mir anstellt, warum ich, und auch später meine Kinder, möglichst darauf verzichten sollten. Alle Quellenangaben findet man ebenfalls im Buch, sodass man bei weiterem Interesse selbst nach forschen kann.

Die Rezepte sind einfach und schlicht, ohne viel Schnickschnack. Da ich selbst zu 90% vegan, 10 % vegetarisch esse, war weniger für mich dabei. Ich persönlich würde meinen Kindern auch erstmal kein Fleisch geben, aber das ist wieder ein anderes Thema. Für Mischköstler sind viele Rezepte dabei, die sich schnell und einfach umsetzen lassen. Von Basics wie Ketchup, bis hin zu Schokolade.

Bewertung vom 17.02.2019
Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1
Wolf, Sara

Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1


sehr gut

Das Buch wurde mir im Rahmen der buchflüsterer von bücher.de zugeschickt. Zuerst war ich ein wenig skeptisch, da ich schon seit einiger Zeit keine große Lust mehr auf Jugendromane und auch Bücher im allgemeinen hatte. Ich kann nur sagen, dass ich sehr angetan war und seit Beenden des Buches wieder mehr Lust auf Lesen habe.

Zera ist eine Herzlose. Ihr Herz wurde von einer Hexe gestohlen. Sie altert nicht, kann nicht sterben, heilt sehr schnell. Und nun wird ihr eine große Aufgabe gestellt. Sie soll das Herz des Prinzen stehlen, um den nächsten großen Krieg zwischen den Menschen und Hexen zu vermeiden. Bei Hofe merkt sie schnell, der Prinz scheint eigentlich ein netter Kerl zu sein. Zum ersten Mal findet sie so etwas wie Freunde und gemeinsam kommen sie einer großen Verschwörung auf die Spur.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Zera geschrieben und man hat einen grandiosen Einblick in ihre Welt, ihre Gedanken, ihre Handlungsweisen. Als Herzlose wütet die rote Glut in ihrem Kopf, möchte töten, verstümmeln. Gleichzeitig möchte Zera endlich ihr Herz zurück und ein Mensch werden.

Der Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen, immer wieder gespickt mit den Gedanken der roten Glut. Aber immer wieder auch Sätze und Passagen, die zum Nachdenken anregen:

Eine Lady ist nicht nur Dekoration, sagt er und seine Stimme grollt wie Donner. Sie ist die Mutter unserer Zukunft, die Lehrerin unserer Nachkommen. Eine Lady muss ein Gehirn zwischen ihren Ohren haben, wie wir alle. Was nützt Schönheit ohne Geist ? Sie ist nichts mehr als eine Vase mit Blumen, die verwelken und dann weggeworfen werden. S. 11

Ein Hauch Gesellschaftskritik schwingt hier immer mit, ob beabsichtigt oder nicht. Zwischenzeitlich zieht sich die Geschichte ein wenig. Es tauchen immer wieder Wendungen und Irrungen auf, aber dran bleiben lohnt sich. Das Ende war fesselnd und leider mit Cliffhanger. Schon lange konnte mich ein Jugendbuch nicht mehr so begeistern. Auf den nächsten Teil warte ich schon sehnsüchtig.

Bewertung vom 17.02.2019
Ihr Körper und andere Teilhaber
Machado, Carmen Maria

Ihr Körper und andere Teilhaber


weniger gut

Kurzgeschichtensammlungen sind immer ein Fall für sich. Da kann eine Geschichte dein Bewusstsein erweitern, deine Meinung zu bestimmten Themen völlig auf den Kopf stellen und die nächste findest du so öde, dass du am liebsten das ganze Buch gegen die Wand pfeffern möchtest.

Auch hier war das der Fall. Besonders gut gefiel mir gleich die erste Kurzgeschichte: Der Extrastich. Die ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben. Was die Geschichte ausdrückten möchte ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Es gab noch andere gute Geschichten: Schwierig auf Partys, Acht Bissen, Inventur. Und dann die andere Fraktion: Die Bewohnerin habe ich mehr übersprungen als gelesen. Und was hat es mit dieser Zusammenfassung von Law & Order auf sich ?

Bewertung vom 08.11.2018
Die Prophezeiung des magischen Steins
Rother, Stephan M.

Die Prophezeiung des magischen Steins


gut

Die Geschichte braucht etwas bis sie in Fahrt kommt, aber auch im weiteren Verlauf ist es stockend. Obwohl die Charaktere gut beschrieben waren konnte ich ihre Gefühle und Handlung nicht immer zu 100€ nachvollziehen. Problematisch waren auch die vielen und exotischen Namen. Habe ich beim Lesen eine Pause von ein paar Tagen gemacht, musste ich erst wieder überlegen, wer nun wer ist und welche Rolle hat.

Bewertung vom 21.05.2017
Dark Canopy / Joy und Neél Bd.1
Benkau, Jennifer

Dark Canopy / Joy und Neél Bd.1


weniger gut

Es dauerte ein wenig bis man den Durchblick in der Geschichte hat, danach liest sich das Buch aber schnell weg.

Der Schreibstil Benkaus ist ein wenig ausschweifend, sie schildert genauestens die Situationen und das war mir manchmal zu viel. Das Worldbuilding war mir persönlich zu wenig ausgeprägt. Man erfährt nur das Nötigste von der Welt, keine Hintergründe werden erklärt.

Zudem entwickelte sich die Geschichte in eine Richtung, die mir nicht gefiel. Anfangs, nach Joys Gefangennahme, wird sie auf den Chivvy vorbereitet und man hofft eine Art Tribute von Panem, stattdessen werden Alltagsgeschehen aus Joys und Neels erzählt, extrem schleppend wird eine Rebellion gestartet und ab der Mitte ist es meist nur noch ein Geplänkel zwischen Joy und Neel, Ausflügen, immer mal wieder kleinere Spannungsmomente. Jedoch wurde die Spannung stark durch die langwierigen Erzählungen genommen.

Das Chivvy wurde zum Schluss auf gefühlten 5 Seiten abgehandelt, was sehr schade war. Ich hatte mich auf ein längeres Spektakel gefreut und wurde dementsprechend enttäuscht. Ab und an gibt es auch kurze Kapitel aus Matthials Sicht, die deutlich kürzer hätten sein können. Es spielt zum Schluss eine relativ wichtige Rolle, jedoch kamen für mich oft unnötige Informationen vor. Vielleicht ergeben einige Infos im Abschlussband der Dilogie noch mehr Sinn.

Positiv fand ich, dass Sex einen kleinen Anteil hat. Anfangs mit merkwürdiger Moral, später dann mit Liebe verbunden.

Joy ist natürlich wieder die Überfliegerin, weiß gar nicht wie toll sie ist, aber alle anderen Soldaten fürchten sich vor ihr, ebenso wie Cloud direkt weiß, dass sie mehr kann. Dann könnte ich noch tagelang die Augen verdrehen über die Sache mit Amber. Joy will die Retterin spielen, Neel fühlt sich verarscht und Amber spielt überhaupt keine zentrale Rolle. Ganz ehrlich, sie ist unnötig für den Verlauf der späteren Handlung. Sie ist nur da, damit Joy beim Leser für ihre Sorgen um sie Symphatiepunkte einheimsen kann.

Fazit: Das Augenmerk der Handlung lag auf den falschen Punkten.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.05.2017
Der Himmel über Appleton House
Durrant, S. E.

Der Himmel über Appleton House


gut

Das Frühjahrsprogramm des Königskinder Verlags lockte mich mit diesem Buch, gänzlich überzeugen konnte es mich leider nicht.

Die junge Miracle, genannt Ira, lebt mit ihrem Bruder Zac in Skilly, einem Waisenhaus in London. Sie verbringen dort lange Zeit, sehen neue Kinder kommen und gehen, aber selbst kommen sie dem Traum einer Familie nicht näher. Erst als sie Ferien auf dem Land machen dürfen und bei Martha wohnen, lernen sie, was Familie bedeutet.

Mal davon abgesehen, dass der Klappentext extrem spoilert, so kommen Zac und Ira erst im letzten Drittel des Buchs zu Martha. Ich persönlich habe mir eine andere Geschichte erhofft, eine, in der man die Geschwister trennen will, diese sich aber vehement wehren und daher keine Familie finden. Stattdessen erfährt man von solchen Situationen rein gar nichts. Es geht viel um das Leben im Kinderheim, die Tage bei Martha, was Familie bedeutet und wie sich Ira für Zac aufopfert.

Ich empfand die Spannung als extrem unterschwellig, es war eines der Königskinder, die mich zwar in ihren Bann zogen, aber nicht halten konnten. Immer wieder habe ich während des Lesens Pausen eingelegt, weil ich gelangweilt war von Iras Erzählungen.

Ein großes Problem war für mich, dass das Buch aus Iras Sicht erzählt wird. Dadurch ist die Sprache und der Schreibstil sehr kindlich und extrem einfach gehalten. Das ist nicht jedermanns Geschmack und in diesem Fall auch nicht meiner.

Die Kapitel sind immer kurz gehalten, manche gehen gerade mal eine oder zwei Seiten, mache auch etwas länger. Die Überschriften verraten uns oftmals schon, was darin passiert, somit wurde die Spannung gänzlich abgebaut.

Fazit: Die Sprache ist kindlich und sehr einfach und der Spannungsverlauf ging gegen Null.

Bewertung vom 21.05.2017
Selkie
Neumayer, Antonia

Selkie


weniger gut

Das Cover ist definitiv ein Blickfang, aber schon der Klapppentext war nicht mein Fall. Dennoch war meine Freude groß, als ich das Buch über buchflüsterer erhielt.

Leider war das Buch nicht mein Geschmack. Schon den Prolog fand ich schleppend und das geht auch während der kompletten Handlung nicht vorbei. Auf den letzten 50 Seiten wird es nochmal spannend, aber ich wurde von Kleinigkeiten abgelenkt und konnte kaum 15 Minuten am Ball bleiben.

Dazu kommen noch sehr stereotypische Charaktere. Kate ist für ihre 17 Jahre extrem naiv, und weder zu ihr, noch einem anderen Charakter konnte ich eine Bindung aufbauen.

Das Ende ist so aufbaut, dass man noch einen weiteren Band anfügen könnte, den werde ich aber so oder so nicht lesen.