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Hightower667
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Insgesamt 206 Bewertungen
Bewertung vom 29.12.2025
Carter, Aimée

Der verlorene Schatz der Delfine / Animox Origins Bd.1


sehr gut

Toller Einstieg in die Welt der Animox!

Mit „Animox Origins – Der verlorene Schatz der Delfine“ liefert Aimée Carter einen spannenden Auftakt zu einer neuen Prequel-Reihe, die den Ursprung und die Kindheit bekannter Figuren aus der beliebten Animox-Welt beleuchtet.

Diesmal steht Jam Fluke, der junge Sohn des Wasserwandler-Generals, im Mittelpunkt – ein sympathischer und mutiger Protagonist, der seinen Platz in der Unterwasserwelt erst noch finden muss.

Die Geschichte punktet mit einer gelungenen Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und Selbstfindung. Jams Reise vom unsicheren Außenseiter zum entschlossenen Helden ist mitreißend erzählt und bietet auch für jüngere Leser:innen viele Identifikationsmomente. Besonders schön ist die Dynamik zwischen Jam und der Schildkröte Beau, die für humorvolle und herzliche Momente sorgt.

Auch optisch überzeugt der Band: Das detailreiche Cover mit seinem glänzenden Delfin-Motiv ist ein echter Hingucker und entfaltet durch die haptische Gestaltung zusätzlichen Reiz. Das Buch ist somit nicht nur inhaltlich, sondern auch äußerlich ein gelungenes Highlight.

Carter bleibt ihrem klaren, flüssigen Erzählstil treu und treibt die Handlung mit viel Tempo voran. Trotz der rasanten Szenen nimmt sie sich genug Zeit, um die Unterwasserwelt facettenreich und bildstark zu beschreiben. Die Spannung bleibt dabei durchgehend hoch, ohne den jüngeren Leser:innen zu viel abzuverlangen.

Besonders positiv: Man muss die ursprüngliche Animox-Reihe nicht gelesen haben, um der Handlung folgen zu können. Gleichzeitig bietet das Buch langjährigen Fans zusätzliche Tiefe und neue Einblicke in die Hintergründe der bekannten Figuren.

Fazit: „Animox Origins – Der verlorene Schatz der Delfine“ ist ein gelungener Auftakt, der die Magie und Vielfalt der Animox-Welt aufgreift und sie um eine spannende Dimension erweitert. Ein Muss für alle Fans fantastischer Tiergeschichten – fesselnd, lebendig und mit ganz viel Herz erzählt!

Bewertung vom 21.12.2025
Nikoleit, Julia

Die Handball-Piraten (Band 3) - Volle Action im Feriencamp


sehr gut

Beachhandball im Feriencamp

Mit dem dritten Band ihrer beliebten Reihe rund um Teamkapitän Tim und seiner Freunde sorgt Julia Nikoleit erneut für echten Lesespaß. Diesmal zieht es die „Handball-Piraten“ an die Ostsee, wo sie eine spannende Woche in einem Feriencamp verbringen. Statt Sporthalle heißt es nun: Sand, Sonne und Beachhandball!

Doch der Urlaub am Meer entwickelt sich schnell zur Herausforderung. Ein neuer Betreuer entpuppt sich als unsympathischer Drill-Trainer einer gegnerischen Mannschaft, und einige andere Campteilnehmer nehmen es mit Fairness nicht allzu genau. Besonders die schwächeren Spielerinnen und Spieler des Teams müssen dabei einiges einstecken – bis Teamkapitän Tim versucht, die Stimmung wieder zu retten.
Schließlich winkt am Ende des Camps ein echtes Highlight: ein Treffen mit Handballprofis!

Wie schon in den Vorgängerbänden überzeugt Nikoleit mit einer klaren, kindgerechten Sprache, sympathischen Figuren und dezent eingesetzten Illustrationen. Neu ist diesmal nicht nur die sommerliche Strandkulisse, sondern auch die Integration realer Handballstars: Emily Bölk und Johannes Golla verleihen der Geschichte einen authentischen Bezug zur echten Handballwelt.

Eine besonders gelungene Idee ist zudem die Zeichnung eines Beachhandballfelds inklusive Maße – perfekt, um jungen Leserinnen und Lesern einen anschaulichen Einstieg in die Sportart zu geben.

Das Cover fügt sich stimmig in die Reihe ein und weckt sofort Lust auf Sonne, Teamgeist und sportliche Action. Auch Neueinsteiger können problemlos mit diesem Band beginnen, ohne die Vorgänger kennen zu müssen.

Fazit: „Die Handball-Piraten – Volle Action im Feriencamp“ ist erneut ein Volltreffer. Julia Nikoleit schafft es, Teamgeist, Fairplay und Abenteuer in einer kurzweiligen Sommergeschichte zu vereinen. Ein Buch, das gute Laune macht und mitten im Winter Lust auf Strand und Sport weckt – eine klare Leseempfehlung für junge Handballfans!

Bewertung vom 16.12.2025
Kinast, Florian

Mein Fußballheld Jamal Musiala - Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde


sehr gut

Jamal Musiala – Mein Fußball-Held

Die erfolgreiche Reihe „Mein Fußball-Held“ von Autor Florian Kinast und Illustrator Jon Davis hat Zuwachs bekommen – diesmal dreht sich alles um Nationalspieler und Bayern-Star Jamal Musiala!

Wie schon beim Band über Florian Wirtz erhalten die Leserinnen und Leser auch hier alle wichtigen Informationen über den Werdegang des jungen Fußballers. Von seiner Geburt in Stuttgart über die ersten sportlichen Erfolge beim TSV Lehnerz bis hin zum Umzug nach England im Alter von nur sieben Jahren wird Musialas Weg nachvollziehbar und spannend erzählt.

Auch dort fällt sein außergewöhnliches Talent schnell auf, und bald reißen sich mehrere Klubs um das Ausnahmetalent. Über den FC Chelsea führt ihn sein Weg schließlich zum FC Bayern München – jenem Verein, den er schon als Kind geliebt hat. Der Rest ist bekannte Fußballgeschichte.

Neben Erfolgen spart das Buch auch Rückschläge und verletzungsbedingte Pausen nicht aus. Besonders positiv fällt die Aktualität auf: Die Informationen reichen bis ins zweite Halbjahr 2025 – beeindruckend!

Der Text ist angenehm groß gesetzt, die Kapitel sind kurz und leicht verständlich – ideal für motivierte Erstleser und alle, die sonst eher weniger zum Buch greifen. Für Abwechslung sorgen zudem die liebevoll gestalteten Illustrationen von Jon Davis, die den Text wunderbar ergänzen.

Das Buch richtet sich zwar in erster Linie an Kinder, bietet aber auch für jung gebliebene Erwachsene interessante Einblicke und sympathische Details aus Musialas Leben.
Das farbenfrohe Cover zieht sofort die Blicke auf sich und macht Lust aufs Lesen.

Fazit: Auch der zweite Band der „Mein Fußball-Held“ -Reihe ist rundum gelungen. Sportliches und Privates werden auf unterhaltsame Weise vermittelt – leicht zugänglich, informativ und charmant illustriert. Ein tolles Geschenk, nicht nur für junge Fußballfans. Klare Leseempfehlung, besonders passend für den Platz unter dem Weihnachtsbaum!

Bewertung vom 11.12.2025
Chadda, Sarwat

Storm Singer. Die schwebende Stadt


sehr gut

Packendes Fantasy-Abenteuer

Sarwat Chadda – noch nie gehört? Dann wird es höchste Zeit! Der Autor hat mit „Storm Singer – Die schwebende Stadt“ den bildgewaltigen Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe geschaffen.

Im Mittelpunkt steht Nargis, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater lebt. Sie verfügt über eine außergewöhnliche Gabe: Mit ihrem Gesang kann sie Elementargeister beherrschen. Auf der Erde herrscht großer Wassermangel, und viele machen dafür das Luftvolk verantwortlich. Die geflügelten Wesen leben abgeschottet in ihrer schwebenden Stadt und scheinen die Menschen am Boden zu unterdrücken. Doch als eines Tages der Vogelmensch Mistral bei Nargis auftaucht, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Trotz anfänglichem Misstrauen hilft sie ihm im Kampf gegen einen gemeinsamen, gefährlichen Feind – und entdeckt dabei mehr über sich selbst, als sie je ahnte.

Storm Singer ist großes Kopfkino. Sarwat Chadda versteht es meisterhaft, eindrucksvolle Bilder zu erschaffen und Spannung klug aufzubauen. Actiongeladene Szenen und ruhigere Momente halten sich perfekt die Waage – ein echtes Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders gelungen sind die vielen indischen Einflüsse, die der Geschichte Tiefe und Exotik verleihen.

Auch die Charaktere überzeugen durch Vielschichtigkeit und Entwicklung. Die Beziehung zwischen Nargis und Mistral ist facettenreich, voller Widersprüche und Spannung. Obwohl das Buch in erster Linie Jugendliche anspricht, gibt es etliche düstere und mitunter brutale Szenen, die auch Erwachsene fesseln dürften – für empfindlichere Leser/innen aber etwas hart sein könnten.

Das Cover ist zudem ein echter Blickfang und weckt sofort Lust auf das Abenteuer.

Fazit: Ein mitreißender Reihenauftakt voller Magie, Emotion und Tempo. Storm Singer bietet farbenreiche Schauplätze, starke Figuren und eine Geschichte, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Eine klare Empfehlung – nicht nur für Jugendliche, sondern für alle, die epische Fantasy lieben!

Bewertung vom 07.12.2025
Kinast, Florian;Davis, Jon

Mein Fußballheld Florian Wirtz - Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde


sehr gut

Mein Fußball-Held: Florian Wirtz

In der Reihe Mein Fußball-Held dreht sich diesmal alles um den deutschen Nationalspieler und aktuellen FC-Liverpool-Profi Florian Wirtz. Autor Florian Kinast erzählt spannend und leicht verständlich von Wirtz’ Weg – von seiner Geburt 2003 in Brauweiler bei Köln bis hin zu seinem spektakulären Wechsel nach England.
Natürlich steht der Fußball im Mittelpunkt: Kinast beschreibt Wirtz’ sportliche Entwicklung von den Jugendmannschaften über Bayer Leverkusen bis zu seinen Erfolgen als Nationalspieler. Auch Verletzungen und Rückschläge werden nicht ausgespart, was das Buch besonders interessant macht.
Trotz der Fülle an Fakten bleibt alles leicht zu lesen. Kurze Kapitel, einfache Sprache und viele Zeichnungen des Illustrators Jon Davis sorgen dafür, dass selbst Lesemuffel Spaß haben. Die Schwarz-Weiß-Illustrationen passen perfekt zum Stil des Buches – das farbige Cover mit Wirtz’ Porträt ist ein echter Blickfang.

Besonders beeindruckend ist die Aktualität: Die Geschichte reicht bis August 2025, also nur wenige Monate zurück! So zeitnah sind Kinderbiografien selten.

Fazit: Ein rundum gelungenes, informatives und mitreißendes Buch über einen der größten deutschen Fußballstars. Ideal für junge Fans, die alles über Florian Wirtz erfahren möchten – und ein tolles Geschenk unter dem Weihnachtsbaum. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 27.11.2025
Seeberg, Helen

Dein Lesestart: Weißt du schon alles über das Weltall? Ab 1. Klasse


sehr gut

Ein super Buch für Erstleser/innen

Der Weltraum! Unendliche Weiten! Wer kennt ihn nicht, diesen ikonischen Satz aus der Serie „Raumschiff Enterprise“, die in den 70er Jahren erstmals in Deutschland ausgestrahlt wurde. Die jetzigen Erstleser/innen bestimmt nicht, aber vielleicht ihre Eltern.

„Weißt du schon alles über das Weltall?“ aus dem Duden Verlag erklärt das Weltall in kurzen Texten und mit nachvollziehbarem Satzbau. Farbig abgesetzte Silben erleichtern das Lesen und lassen selbst den größten Lesemuffel mit dem Lesen beginnen. So macht Lesen lernen Spaß und zeitgleich erfährt man noch viele spannende Dinge über unser Universum und den Weg dorthin.

Das Buch ist in fünf Kapitel aufgeteilt, welche sich jeweils thematisch mit dem Weltall beschäftigen. Dabei sind zum Beispiel Raumfahrt, der Planet Erde oder Leben im Weltall. Die Seiten haben wenig Text und es gibt viele interessante Bilder zu bestaunen. Somit wirken die Seiten nicht überfrachtet und die Leser/innen werden nicht überfordert. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es auch immer eine Doppelseite Rätselspaß, wo die gerade gelesenen Informationen auf kreative und unterhaltsame Weise abgefragt werden. Stark!

Fazit: Ein kurzweiliges Buch, welches nicht nur unterhält, sondern auch das Lesen und richtige Silbentrennung fördert. Ideal auch für den Sachunterricht in Grundschulen. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 18.11.2025
Petrowitz, Michael

Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber


gut

Von der Magie der Musik

Tristan verbringt seinen Urlaub zusammen mit seiner Mutter im Küstenstädtchen Glennyfey. Da seine Mutter die meiste Zeit trotz der gemeinsamen freien Zeit arbeitet, ist Tristan häufig allein am Tag. Mit der Zeit lernt er die wilde Mel kennen, ein Mädchen, dass ihn gleich als Gitarrist für ihre Band engagiert. Und das, obwohl Tristan noch nie zuvor ein Instrument in den Händen gehalten hat. Wie sich herausstellt, hat er sogar richtiges Talent für die Gitarre.
Als Tristan ein Missgeschick passiert, versucht er Mithilfe von Mel und einer geheimnisvollen Buchseite dieses Missgeschick rückgängig zu machen. Dies setzt eine Reihe von magischen Dingen in Gang, die für jede Menge Aufregung sorgen werden.

„Magic Music - Der rätselhafte Rückwärtszauber“ von Autor Michael Petrowitz ist der Beginn einer neuen Reihe für Kinder, bei denen Tristan und Mel die Hauptrollen übernehmen und musikalische, magische Abenteuer erleben. Das alles vor dem Hintergrund Irlands, dessen Kultur während der Geschichte immer mal wieder eingestreut wird.

Der Schreibstil ist flott, definitiv humorvoll geschrieben und leicht verständlich. Trotzdem nimmt sich der Autor die Zeit, die Charaktere gründlich einzuführen. So haben die Kinder das Gefühl, besser und tiefer in die Geschichte einzutauchen. Gerade auch in Bezug auf weitere Teile der Reihe, die bestimmt aufeinander aufbauen werden. Die Sätze sind nie zu lang, so dass die Motivation beim Lesen gewährleistet wird. Auch die Schriftgröße ist für Kinder schön groß.

Highlight bei der Aufmachung des Buches ist definitiv das bunte, farbenfrohe und mit viel magischem Glitzer ausgestattete Cover. Die Kinder werden es lieben und werden versuchen, die hier abgebildeten Töne mit dem Finger entlang zu fahren. Für das Cover und die vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen ist Hannah McCaffrey verantwortlich, die das Buch zusätzlich aufwerten.

Fazit: Ein Kinderbuch, welches sich mit Musik beschäftigt ist rar gesät und daher ist es um so schöner, dass „Magic Music“ auch noch so unterhaltsam geworden ist. Man kommt schnell rein und folgt der Geschichte gerne. Am Ende freut man sich auf weitere Abenteuer von Tristan und Mel. Leseempfehlung!

Bewertung vom 18.11.2025
Bjergfeldt, Annette

Mr. Saitos reisendes Kino


ausgezeichnet

Coming of Age auf der Insel und die Liebe zum Kino

Lita wurde in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires im Jahr 1927 geboren. Ihre Mutter Fabiola ist ein Lebemensch, wie er im Buche steht und ihre Liebe zu Schuhen und Tango sie schon häufig in arge Probleme bringen kann. Aus diesen Gründen müssen die beiden sehr spontan ihre Heimat verlassen und versuchen mit einem Schiff nach Europa überzusetzen. Doch statt nach Paris zu gelangen, landen sie in Kanada, genauer gesagt Upper Puffin Island, einer Insel vor der Küste Neufundlands. Und hier ist so ziemlich alles anders als bisher. Sie kommen unter im BETHLEHEM, einer Pension und Seemannsheim , welches die unterschiedlichsten Charaktere beherbergt. Was nur als kurzer Aufenthalt gedacht war, wird Litas Leben für immer verändern. Und ganz viel zu tun damit hat Mr.Saito, der mit seinem Wanderkino das Leben in bewegten Bildern auf die Insel bringt.

Was für ein Roman! Vielmehr soll an dieser Stelle von der Geschichte auch nicht erzählt werden. Dieses Buch muss man auf eigene Faust kennenlernen und erleben.

Die Geschichte ist rau, brutal, traurig, lustig und voller Liebe. Alle Aspekte des menschlichen Zusammenlebens werden auf dieser Insel intensiv erlebt. Die Geschichte beginnt 1927 in Südamerika, während das Inselabenteuer für Lita im Jahr 1937 beginnt. Das Leben das ihr hier begegnet ist so völlig anders als das Leben in ihrer Heimat. Während Litas Mutter Probleme mit dem Inselleben hat, so blüht Lita dank neuer Freundschaften nach kurzer Teit so richtig auf.

Nachrichten und Gerüchte gibt es vor allem über die vielen Seemänner, die regelmässig auf der Insel anlanden. Highlight und echte Nachrichten sind das jährliche Wanderkino von Mr. Saito, welcher von allen Inselbewohnern regelrecht herbeigesehnt wird.

Die dänische Autorin Annette Bjergfeldt hat mit „Mr. Saitos Reisendes Kino“ einen wahrhaft meisterlichen Roman geschrieben. Hier stimmt einfach alles und zum Ende des Jahres erscheint somit noch mal ein richtiger Pageturner im Handel. Die Sprache ist lebendig, poetisch, rau und die Sätze sind einfach nur ein Genuss zu lesen. Hier gibt es jede Menge zu entdecken und man wird als Leser/in auch ein Teil der Inselgemeinschaft.

Stark ist hierbei die rhetorische Vielfalt, welche die Autorin an den Tag legt. Nie wird es langweilig und die Geschichte baut sich richtig schön auf. Jeder Charakter hat eine Funktion und ist wichtig, auch wenn er vielleicht nur kurz im Buch vorkommt.

Ebenfalls stark ist die immer gleiche Beschreibung des Zyklus der Jahreszeiten oder der Papageientaucher. In diesem Zeitraum hat Lita aber viele Dinge erlebt und wird langsam erwachsen. Vieles bleibt gleich, doch gleichzeitig ändert sich alles.

Es ist so unglaublich schwer dieses Erlebnis zu beschreiben. Daher ein einfacher Tipp: Lesen! Man kann nichts falsch machen.

Fazit: Das vielleicht beste Buch des Herbstes! Ein Buch, dass noch lange nachhallen wird. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 12.11.2025
Siebold, Henrik

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln


sehr gut

Japanischer Krimi für Erstleser

Schon beim Anblick des farbenfrohen Buchcovers wird klar, dass hier gleich etwas passieren wird.

Der Autor der „Inspektor Takeda“- Krimis, Henrik Siebold, hat ein neues Kinderbuch für Erstleser der zweiten Stufe veröffentlicht. „Die Tokio-Detektive“, das sind Yoshi und Ben, die hier in ihrem ersten gemeinsamen Fall ermitteln.

Aber eigentlich kennen sich Yoshi und Ben zu Beginn des Buches noch gar nicht. Denn Ben zieht mit seinen Eltern nach Tokio und dort ist so ziemlich alles anders als zu Hause in Deutschland. Die Sprache, die Schrift, die Kultur und eigentlich alles andere auch. Und das alles kann einem auch schon mal ein wenig Angst machen.

Ben und Yoshi werden Freunde und verbringen viel Zeit miteinander. Als Yoshi Ben von den Obake, den bösen Geistern, erzählt, entdecken sie eine Höhle in der irgendwas vor sich geht. Der richtige Zeitpunkt für die beiden Hobby-Detektive, der Sache auf den Grund zu gehen!

Dieses Buch ist ein Geschenk für Erstleser. Die kurzen Sätze und die große Schrift sorgen für Wohlbefinden und Motivation beim Lesen. Selbst Lesemuffel werden dem Buch einiges abgewinnen können. Seien es die tollen Bilder, die spannende Geschichte oder so Grundbegriffe der japanischen Sprache, die man lernen kann. Hier ist für jeden etwas dabei.

Die Mischung aus Text und Manga ist wirklich innovativ und bringt frischen Wind in die Welt der Erstleser-Bücher. Gerade die tollen Zeichnungen von Inga Steinmetz setzen ein Zeichen und begeistern.

Fazit: Die „Tokio-Detektive“ begeistern auf Anhieb. Hier stimmt eigentlich alles. Nur schade, daß das Abenteuer schon nach kurzer Zeit vorbei ist. Hoffentlich gibt es bald schon Nachschub! Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 05.11.2025
Bertram, Rüdiger

Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt?


sehr gut

Spannendes Abenteuer mit viel Tempo und Witz

Wer kennt ihn nicht? Robin Hood. Die Legende aus dem Sherwood Forest. Der Mann, der die Reichen bestahl, um es den Armen und Bedürftigen zu geben.

Auch heute noch versucht Robin zu helfen. Natürlich nicht im Wald, sondern als Junge und Enkel in der mindestens 24. Generation nach dem Original. Gemäß der Familientradition: Erst nehmen, dann geben!

Immer an seiner Seite: Loretta! Aufpasserin und Mädchen für alles in der Zeit der Abwesenheit seiner Eltern, die den Spirit der Familie eher anders auslegen. Und natürlich gibt es noch Robin selber, der als Meisterdieb versucht spektakuläre Dinge zu entwenden. Zu einem guten Zweck natürlich. Als Nächstes möchte er einen seltenen Schmetterling in seinen Besitz bringen. Obwohl alle Ihm bekannten Menschen eine Falle wittern, möchte Robin den Job trotzdem durchziehen. Somit lernt er
Mary kennen, die von allen nur „die Hand“ genannt wird. Doch das ist nur der Beginn eines sehr viel größeren Abenteuers und einer Gefahr, die das Leben der Menschheit für immer verändern könnte.

Autor Rüdiger Bertram ist mit „Robin the Hood-Wie klaut man eine Stadt“ ein tolles Kinderbuch gelungen, welches auch jung gebliebene Erwachsene köstlich unterhält. Alleine schon die Vorstellung der einzelnen Charaktere ist ein Feuerwerk an Humor. Der Schreibstil ist flott, aber man kann ihm leicht folgen. Als Leser/in möchte man unbedingt wissen wie es weitergeht, so dass es schwer ist das Buch aus der Hand zu legen. Einflüsse von James Bond und Indiana Jones sind nicht zu übersehen und passen hervorragend zur Geschichte.

Das Cover fällt einem als Leser/in sofort ins Auge. Titel und Zeichnung sind zu gleichen Teilen dort aufgeteilt, was sehr gut passt und ein stimmiges Gesamtbild entstehen lässt. Dies ist dem Illustrator Horst Hellmeier zu verdanken, der das Buch und die Geschichte mit seinen teils überzogenen, comicartigen Illustrationen zusätzlich aufwertet. Wirklich gelungen und überhaupt nicht aufgesetzt.

Nach dem Lesen des Buches kann man sich vorstellen, dass Robin noch weitere Abenteuer erleben wird. Sehr zur Freude der Leser/innen natürlich.

Fazit: Der Auftakt ist gelungen. „Robin the Hood“ unterhält auf allen Ebenen und ist Lesespaß pur. Von vorne bis hinten. Negative Kritik ist hier nicht zu finden. Folgt Robin in seine Welt. Es lohnt sich!
Klare Leseempfehlung!