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Benutzername: Katja E.
Wohnort: Dresden
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Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 9 Bewertungen
Bewertung vom 19.05.2014
Land in Sicht
Steffan, Kristina

Land in Sicht


ausgezeichnet

Endlich! Endlich gibt es wieder einen Roman aus der Feder von Kristina Steffan (Kristina Günak) und die Vorfreude war riesengroß.

Was soll ich sagen? Ich bin nicht enttäuscht wurden. Naja, ich nicht wirklich. Die einzige Enttäuschung war der Moment, als ich Lotta, Lea, Erik und all die Droggendieler verlassen musste. Verlassen, weil das Buch nach 330 Seiten leider beendet war.

Gleich von der ersten Seite an hat es die Autorin geschafft, mich mit ihrer Geschichte in ihren Bann zu ziehen. Vom ersten Moment habe ich den Ausflug nach Droggendiel genossen. Ich habe neue Freunde kennengelernt, die mich begeistert haben und die ich zu gern einmal zu Kaffee und Kuchen, aber auch gern zu Pralinen und einem Korn einladen würden.

Kristina Steffan schafft es mit ihrem amüsanten und lockeren Schreibstil, dem Aufbau der Geschichte und der Beschreibungen der Gegebenheiten, aber auch der Charakterisierung ihrer Figuren, Nähe aufzubauen. Eine Nähe, die zulässt, dass man sich vollkommen auf die Figuren einlassen kann. Eine Nähe, die einen mitnimmt, die den Leser in das Geschehen katapultiert.

Mit Lotta, der sympathischen aber auch leicht chaotischen Hauptfigur habe ich mich vollkommen identifizieren können. Ihre Art, Termine und das was sie tun muss, in Listen festzuhalten zum Beispiel. Ihre Panik davor, eine neue Beziehung zuzulassen. Ihre Gefühle und die tiefe Traurigkeit nach dem Tod der geliebten Oma. All das wird so beschrieben, dass es nachvollziehbar und glaubhaft ist.

Lea, die Schwester – die anscheinend nicht erwachsen wird und doch die eine oder andere Überraschung für Lotta bereithält.

Aber auch die anderen Figuren: Hildegard, die Nachbarin der Oma; die Mutter von Lotta und Lea, die einen starken esoterischen Hang hat; Erik, das Sahneschnittchen …. Alles Figuren, die mit ihrem Auftreten die Geschichte bereichern, erst richtig rund machen.

Auch die Geschichte an sich, die Story mit all ihren Höhen und Tiefen, könnte tatsächlich so oder so ähnlich irgendwo passieren.

Das ist genau das, was mich an den Büchern von Kristina Steffan so begeistert – man kann sich sowohl mit den Figuren als auch mit der Geschichte identifizieren und das macht ihre Bücher zu etwas besonderem.

Manche Gedanken könnten meinem Hirn entsprungen sein. Zum Beispiel »Es gibt blöde Tage und es gibt Tage, deren Streichung im Gesamtweltgeschehen absolut nicht auffallen würde, weil sie noch blöder als blöd sind. Blöd hoch zwölf, sozusagen.« (Zitat, Seite 103)

Für mich war das Buch eine wunderbare, herrlich entspannte Unterhaltung, obwohl das Buch nicht nur lustige Momente, sondern auch die stillen und leisen Augenblicke hat. Aber gerade diese Mischung ist es, hat das gewissen etwas, was einen traurig macht, wenn man das Buch aus der Hand legen muss.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.04.2013
Nicht die Bohne!
Steffan, Kristina

Nicht die Bohne!


ausgezeichnet

Mit „Nicht die Bohne“ hat die Autorin Kristina Steffan (eigentlich Kristina Günak) ein wunderbares, herrlich humorvolles Buch geschrieben, dass sich rasend schnell weglesen lässt. Eigentlich schade, weil das Lesevergnügen nur so kurz ist. Aber auf Grund des Schreibstils, der Charaktere und der Geschichte will man einfach weiterlesen und ja nicht aufhören müssen.

Fangen wir beim Schreibstil an. Der ist so unverwechselbar und typisch für die Autorin, dass man schon nach den ersten Sätzen weiß, wer hinter dem Pseudonym steckt. Vorausgesetzt natürlich, man kenne die Serie um die Hexe Eli. So ging es mir, als ich die ersten Sätze, die ersten Abschnitte gelesen habe. Obwohl es eine ganz andere Geschichte ist, eine ganz andere Gegend - ich hatte das Gefühl zu Hause zu sein.

Vom ersten Satz an vermittelt die Autorin das Gefühl, angekommen zu sein. Freunde zu treffen, obwohl man die eigentlich noch gar nicht kennt. Unverwechselbar leicht, locker und komisch geschrieben, ist man schneller drin in der Geschichte als man glaubt.

Bei einigen Beschreibungen wie dem „besoffenen Kolibri“ oder der „ungekrönten Excel-Listen-Queen“ oder die „sesselfurzenden Korinthenkacker“ hab ich nicht nur lachen müssen, sondern hatte auch irgendwie Kopfkino.

Kristina Steffan schafft es, glaubwürdige Charaktere entstehen zu lassen. Charaktere die es überall genau so geben kann. Ich denke da nur an den Chef von Paula. Oder die Freunde, die Eltern, die Öko-WG und natürlich Paula selbst. Menschen wie Du und ich, wie man selbst halt, mit denen man sich identifizieren kann.

Die Beschreibungen der akuten Kaffee-Abneigung - Kaffee der wie „Moppelkotze“ schmeckt; der Besuch beim Gynäkologen; die Gedanken als sie erfährt das sie schwanger ist - lebensnah würde ich sagen. Und daher auch wieder nachvollziehbar und glaubhaft. Ich wüsste gern mal wie viele eigene Erfahrungen hier eingeflossen sind. Denn man nimmt Paula jedes einzelne Erlebnis ab.

Ich hab beim Lesen des Buches sehr viel gelacht - mal nur leise geschmunzelt, mal lauthals, mal so sehr das ich Tränen in den Augen hatte. Vielleicht sollte man, wenn man schüchtern ist, das Buch NICHT in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder generell in der Öffentlichkeit lesen. Wenn man dann nämlich lachen muss, könnte es peinlich werden.

Bei allen witzigen Formulierungen und spaßigen Beschreibungen und obwohl das Buch ein lustiger Roman ist - hin und wieder klangen auch „ernstere“ Töne mit und unterschwellig wurde - zumindest in meinen Augen - auch vermittelt, das es immer irgendwie weitergeht. Das „frau“ stark genug ist, auch ungeplante / ungewollte Situation zu meistern. Vorausgesetzt man will das und man hat die richtigen Freunde um sich rum.

Ein Zitat ging mir ans Herz und hat mich letzte Nacht noch zum nachdenken gebracht.

»Von Dingen hören, das ist nicht genug. Du musst sie durchlebt und durchliebt und durchlitten haben. Erst dann weißt Du am Ende deiner Tage, dass Dir das Leben quer durchs Herz geflossen ist.«

Alles in allem ist dieses Buch für mich persönlich ein richtiges Wohlfühlbuch. Ich habe jede einzelne Seite genossen und hab es sehr gern gelesen.

Vielen Dank liebe Kristina, für dieses tolle Buch, die vergnüglichen Lesestunden und das Du mich aus vollen Halse hast lachen lassen.

Bewertung vom 24.02.2013
Jay - Explosive Wahrheit / Brüder DeGrasse Bd.2
Ross, Stefanie

Jay - Explosive Wahrheit / Brüder DeGrasse Bd.2


ausgezeichnet

Ich bin, nach dem ich das Buch beendet habe, hin und her gerissen. Und zwar von der Frage „Wen mag ich mehr?“ Luc de Grasse, der sich mit seinem Buch in mein Herz geschlichen hat oder Jay DeGrasse, den kleinen Bruder, dem dieser Band „gehört“.
Stefanie Ross gelingt es nach dem sensationellen ersten Band der Reihe, auch mit dem zweiten Band mich tief in die Welt der DeGrasse-Brüder hinein zu katapultieren. Schon mit den ersten Sätzen baut Stefanie Ross eine Spannung auf, die sich das ganze Buch über halten wird und die dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.
Wie auch im ersten Band halten sich Romantic und Action die Waage. Gepaart mit einer guten Portion Humor, hervorragend herausgearbeiteten Charakteren und mehreren interessanten Schauplätzen ist dieser Band eine weiteres Ass im Ärmel der sympathischen Autorin. Man lernt neue Charaktere kennen, trifft liebgewonnene „Freunde“ aus dem ersten Band und es tauen auch ein paar „Überraschungsgäste“ auf, die das ganze abrunden und perfekt machen.
Was mir ganz persönlich auch in diesem Buch gefällt ist die Sichtweise der Autorin auf Afghanistan und seine Menschen. Einmal mehr zeigt sie, dass nicht alles nur schwarz/weiß zu sehen ist, sondern dass es auch verschiedene Graustufen gibt und nicht jeder „Taliban“ automatisch ein Terrorist ist. Sie zeigt das menschliche, die Beweggründe ihrer fiktiven Charaktere auf, ohne jedoch zu moralisieren oder gar den Zeigefinger zu erhaben. Dabei greift sie, hier mit dem Drogenimport, aktuelle Themen auf, die bewegen und die auch in der „realen Welt“ existent sind.
Stefanie Ross hat mit den DeGrasse-Brüdern, ihren Angehörigen und Freunden Figuren geschaffen, die ich sehr gern einmal kennenlernen möchte.
Eine superspannende und sehr gut ausgearbeitete Geschichte … ich will definitiv mehr. Mehr von Stefanie Ross und mehr von den DeGrasse-Brüdern.

6 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.10.2012
Die Drachenbraut
Günak, Kristina

Die Drachenbraut


ausgezeichnet

Ich habe lange auf den Drachen von Kristina Günak gewartet und jetzt weiß ich, dass jede Sekunde des Wartens sich für mich persönlich mehr als nur gelohnt hat. Freitagnachmittag hab ich das Buch aus dem Briefkasten befreit und nur Stunden später (trotz Haushalt und anderer Ablenkungen) ausgelesen zur Seite gelegt.
Wie auch bei ihren Hexen-Bücher siedelt Kristina Günak die Geschichte in Deutschland an und kann damit bei mir schon punkten. Hamburg und Berlin sind zudem schon mal zwei Städte die ich sehr mag und in denen ich mich wohlfühle. Aber das ist nicht alles was den Wohlfühlcharakter des Buches bei mir ausmacht. Es sind auch die Figuren des Buches. Zum einen Josefine, mit der ich mich von Anfang an identifizieren konnte. Schon vom ersten Satz, von der ersten Seite an war ich mit ihr vertraut als ob sie meine beste Freundin wäre. Sie ist so authentisch und liebenswert beschrieben, so chaotisch wie ich es auch sein kann und dennoch so taff und beschützend ihren Freunden gegenüber.
Valentin ist aber auch ein wunderbar gezeichneter Charakter. Seine Zerrissenheit ob dem was er ist aber eigentlich auch nicht sein kann; sein Gefühlschaos als er merkt was Josefine für ihn ist – die Charakterzeichnungen sind Kristina Günak meiner Meinung nach wieder mehr als nur gelungen. Aber auch die Beschreibungen der Gegebenheiten, der Orte und der Geschehnisse fesseln und ziehen in den Bann.
Natürlich gibt es außer Josefine und Valentin noch einige andere Charaktere. Für die Geschichte sind sie alle wichtig, mir fällt kein einziger auf, der nicht da hingehört wo er ist. Ein paar gefallen mir sofort, ein paar sind mir suspekt und ich war gespannt wie sich die Geschichte um die Charaktere herum entwickeln würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich war begeistert davon das meine Wahrnehmung und meine Gedankengänge während des Lesens scheinbar von der Autorin vorhergesehen wurden sind.
Der Schreibstil der Autorin, die wunderbare Sprache, die Vergleiche und Wortspiele …. Ich kam aus dem Grinsen teilweise gar nicht mehr raus. Es gab Sätze, die sich in mein Gedächtnis gebrannt haben, Beschreibungen bei denen ich Gänsehaut bekommen habe weil ich genauso denken, fühlen und handeln würde.
Ein weiterer Pluspunkt: Man spürt zwar von Anfang an die Anziehung zwischen Josefine und Valentin – aber es brauchte fast bis zum Ende des Buches, ehe es zur Liebesszene kam. Und diese war so wunderbar behutsam geschrieben, mit viel Raum für die eigene Phantasie und nicht so ausufernd, dass es wirklich viel Spaß machte diese zu lesen.
Alles in allem ist dieses Buch wieder einmal ein absolutes Wohlfühlbuch aus der Feder von Kristina und wenn sie nicht schon zu meinen Lieblingsautorinnen zählen würde – mit dem Buch wäre sie es spätestens geworden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2012
Das Herz einer Löwin
Scholes, Katherine

Das Herz einer Löwin


gut

Es ist mein drittes Buch der Autorin. Das erste das ich gelesen hatte, bekam 5 Sterne, das zweite hab ich abgebrochen. Und das dritte jetzt? Das hat mir recht gut gefallen muss ich sagen.
Zum einen das Setting – Afrika – mein Traumland. Sprachlich so gut geschrieben, dass man die Landschaft vor sich sah. Dazu die Löwen. Ich liebe Löwen. Zum einen ist es mein Sternzeichen und zum anderen eines meiner Lieblingstiere.
Die Charaktere waren gut gezeichnet und sehr sympathisch. Nicht unbedingt immer glaubhaft, aber doch so das man sie gern mal kennen lernen würde. So ganz nebenbei erfuhr man auch ein bisschen was über das Leben der Massai.
Ein bisschen an den Haaren herbei gezogen und für mich unglaubwürdig war, dass eine Löwin ein kleines Mädchen „adoptiert“ und auch noch säugt. Das war für mich etwas zu Disneymäßig. Zudem war Angel mir etwas zu stark für ein kleines Mädchen, das so viel durchgemacht hat. Dafür hat sie zu taff und „erwachsen“ reagiert. Auch wenn sie schon so viel erlebt hat mit ihrer Mutter.
Aber ansonsten war es ein richtig guter Sommer-Schmöker und es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen. Man konnte herrlich dabei abschalten.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.