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Lil3610

Bewertungen

Insgesamt 116 Bewertungen
Bewertung vom 06.01.2026
Anderson, Laura Ellen

Marnie Mitternacht. Das gestohlene Zauberbuch (Band 2)


ausgezeichnet

Zauberchaos

Der zweite Band startet mit einem guten Einstieg. Man findet sich sofort wieder in der sympathische Minitier-Akademie zurecht. Die Geschichte wirkt von Anfang an stimmig und gut zusammengefügt.
Die neue Mond-AG und Krabbler-Contest sind die neuen Highlights in Marnies Schulleben. Während Marnie und ihre Freunde eifrig Sticker für den Contest sammelt, versucht der Schmetterling Veronika mithilfe des gestohlenen Mondzauberbuchs zu schummeln. Die Zaubersprüche gehen jedoch schief, sodass sie schließlich gemeinsam mit Marnies Team in einem unbekannten Teil des Gartens landet. Von dort aus müssen sie einen Weg zurückfinden, gar nicht so einfach…so voller Gefahren.
Das Trio aus Marnie, Stella und Flavio ist toll. Die Freunde sind hilfsbereit, motivierend, warmherzig und herrlich lustig (vor allem Stella!). Man merkt, wie gut sie als Team funktionieren und wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Besonders auffällig ist Marnies positive Art: Obwohl Veronika teilweise extrem gemein ist und Marnie wirklich hart zusetzt, bleibt sie freundlich und nett, manchmal schon fast schwer zu glauben.
Insgesamt ist es eine nette, spannende und liebevoll erzählte Geschichte, die sich auch sehr gut zum Vorlesen für Kinder im Alter von 6–7 Jahren eignet. Die Illustrationen passen auch sehr gut.

Bewertung vom 01.01.2026
Wood, Laura

Game of Scandal / Agency for Scandal Bd.3


sehr gut

Spiel mit hohem Einsatz


Nun rückt Felicity, die jüngere Schwester von Max und Schwägerin von Izzy, in den Mittelpunkt. Mit 18 Jahren ist sie mathematisch sehr begabt, beobachtet scharf, kombiniert schnell und lässt sich ungern bevormunden. Sie ist bewusst gegen die gesellschaftlichen Zwänge an junge Frauen ihrer Zeit (Ehe und Mutterschaft).
Ohne lange Ausbildung wird Felicity direkt in einen neuen Einsatz des Finkennests verwickelt. Als ausgezeichnete Kartenspielerin wird sie in geheimes, illegales Spiel eingeschleust. Doch das ist nur der Anfang. Aus dem zwielichtige Mitspieler entwickelt sich ein gefährlicher Verehrer und das ganze Ausmaß der Bedrohung wird deutlich.
Die Romantik hat auch hier ihren Platz, fand ich jedoch ein wenig blasser als in den Vorgängerbändern.
Auffällig, dass Felicitys Intelligenz und Genie häufig betont werden. Sie selbstsicher, entschlossen und mutig, das ja, aber es wirkt manchmal leicht arrogant.
Insgesamt ist Band 3 eine unterhaltsame, spannende und angenehm geschriebene Geschichte. Trotzdem haben mir Band 1 und 2 insgesamt etwas besser gefallen.

Bewertung vom 27.12.2025
Standish, Ali

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente: Das Zeichen der Fünf


sehr gut

Vergiftungen, Verdacht und Geheimnisse

Zu Beginn des neuen Schuljahres ist das Team um Arthur wieder vereint. Doch Irene und Jimmy wirken geheimnisvoll, da beide offensichtlich etwas verbergen. Gibt es einen Schurken oder Spion?
Kurz darauf häufen sich seltsame Vorfälle in Baskerville Hall. Mehrere Mitglieder des Lehrpersonals, darunter auch Professor Holmes, werden vergiftet. Die Spuren sind zunächst weit gestreut und lassen keine eindeutigen Schlüsse zu. Ein Inspektor taucht zur Unterstützung auf, auch ein Geist sorgt für Aufregung. Der grüne Ritter und die Unsterblichkeitsmaschine aus Band eins werden erneut aufgegriffen.
Arthur erweist sich erneut als fähiger Ermittler. Mit genauer Beobachtung und logischem Denken werden mehrere Handlungsstränge verfolgt. Die Geschichte lebt von klassischen Detektivelementen wie Spurensuche, Verdächtigungen und klugen Schlussfolgerungen. Schritt für Schritt fügt sich alles zusammen bis es schließlich zum Showdown kommt. Die Auflösung fand ich etwas überzogen.
Der Gesamteindruck ist es gut. Es ist sinnvoll Band eins zuerst zu lesen.

Bewertung vom 25.12.2025
Chadda, Sarwat

Storm Singer. Die schwebende Stadt


ausgezeichnet

Magie, Verrat und fliegende Städte


Eine magisch-orientalische Wüstenwelt mit Erdgebundenen (Menschen) und dem Himmelsvolk (Garudas, vogelähnliche Menschen mit Flügeln) geprägt von klaren Machthierarchien und festen Grenzen.
Im Mittelpunkt steht Nargis, die zwar ein ruhiges, aber eher benachteiligtes Leben mit ihrem Großvater führt. Zufällig findet sie einen verletzten Adler-Garuda, Mistral. Er ist auf der Flucht, denn seine Familie wurde vom Thron gestürzt. Sein Ziel ist klar: die Rückkehr an die Macht. Trotz aller Unterschiede begleitet Nargis ihn auf seinem gefährlichen Weg. Ihre Gabe durch den Gesang die Elementargeister zu beeinflussen scheint da sehr hilfreich zu sein.
Die Reise gestaltet sich spannend und sehr gefährlich, stellenweise auch ziemlich brutal. Auf der Flucht oder im Kampf, es gibt viele unterschiedliche Begegnungen: Garudas, Rochas, Himmelspiraten.
Nargis als Hauptfigur hat mir gut gefallen. Mistral wirkt zu Beginn noch etwas hölzern, fügt sich aber mit der Zeit gut ins Gesamtbild ein. Anfangs bilden die beiden ein klares „Team wider Willen“, geprägt von Misstrauen und Gegensätzen, nähern sich jedoch allmählich an.
Die fremdartigen Begriffe sind anfangs ein kleiner Stolperstein, lassen sich jedoch bald gut überlesen und tragen zur besonderen Atmosphäre der Welt bei.
Etwas ungewohnt und überhöht, aber passend zu der dramatischen Entwicklung, ist die starke Bedeutung von Wort und Ehre. Obwohl sich die Figuren nicht besonders mögen und einander misstrauen, halten sie ihre Versprechen und riskieren dafür sogar ihr Leben.

Bewertung vom 16.12.2025
Arcanjo, J. J.

Die schwarze Festung / Schule der Meisterdiebe Bd.4


sehr gut

Spannendes Ende

Neues Schuljahr, neue Abenteuer. Schon bald gibt es wieder einen neuen Einbruch als Prüfung, diesmal außerhalb des Schulgeländes. Das Geschehen wird genau beobachtet, analysiert und es werden Pläne geschmiedet. Aus den vorherigen Bänden kennt man diesen Verlauf bereits, sodass die Handlung stellenweise wiederholt wirkt. Jedoch gibt es hier und da einige Überraschungen und Entwicklungen. Die Namenlosen sind wieder frei und haben Rache geschworen. Die Gefahr nimmt zu…
Das Team ist wieder vollständig zusammen. Vilette ist nun auch am Start und hat eine besondere Präsenz und Eigenart. Es passt gut rein. Diesmal stehen auch die Zwillinge stärker im Vordergrund.
Gabriel behält wie gewohnt den Überblick, trägt aber innerlich eine große Last. Er scheint Geister zu sehen und ist voller Sorge.
Also, als Ganzes bleibt es unterhaltsam und spannend.

Bewertung vom 29.11.2025
Kloss, Victor

Die geheimnisvolle Legende / Royal Institute of Magic Bd.4


ausgezeichnet

Die Leere und Brustpanzer

Der Rhythmus bleibt gewohnt unterhaltsam und spannend. Irgendwie hat man die Befürchtung, dass es langsam eintönig wird: immer ein neues Rüstungsteil pro Band.
Aber im Gegenteil, jedes Band bringt etwas Neues, etwas Unerwartetes, und so bleibt die Geschichte weiterhin frisch und fesselnd.
Bevor die Suche nach dem Brustpanzer starten kann, müssen Ben und seine Freunde erst das Spiel Zauberattacke überstehen und anschließend die Prüfung zur dritten Klasse meistern.
Dabei ist Aaron ist so unerträglich arrogant und unsympathisch, dass man ihn einfach hassen muss. Seine Bosheit treibt die Spannung zusätzlich an und lässt die Konfrontationen besonders emotional wirken.
Ben entwickelt sich weiter. Er lässt sich nicht mehr so leicht provozieren und handelt deutlich weniger impulsiv.
In diesem Band erfährt man mehr über die unbekannte Leere und die Zwerge spielen eine wichtige Rolle. Auf die üblichen Drei ist Verlass, mit geeinigten Kräften kriegen sie vieles gut hin.
Im Vergleich zu den Vorgängern ist es diesmal jedoch teilweise düsterer und brutaler.

Bewertung vom 02.11.2025
McKenna, Skye

Der goldene Schlüssel / Cassandra Morgan Bd.1


ausgezeichnet

Magisch und mitreißend


Nach der Flucht aus dem verhassten Internat findet Cassie bei ihrer unbekannten, eher distanzierten und kühlen Tante ein neues Zuhause. Hier eröffnet sich Cassie eine vollkommen neue Welt voller Magie und Gefahren. Am Rande des Dorfes liegt der Hagwald, der als Übergangsort zwischen der menschlichen Welt und der magischen (nicht umbedingt freundlichen) Welt der Faerie dient. Cassies Tante ist die sog. Haghexe und wacht über das Grenzgebiet. Trotzdem gelingt es immer wieder, dass Goblins illegale Übertritte wagen und dabei alles Mögliche stehlen…sogar Kinder.
Cassie findet sich schnell in ihrem neuen Leben zurecht. Sie schließt Freundschaften und wird in den Hexenzirkel aufgenommen, wo junge Hexen ausgebildet werden. Doch ihre Neugier und Wunsch, ihre verschwundene Mutter zu finden, führen sie immer wieder in den verbotenen Wald. Dabei verstößt sie gegen die Warnungen ihrer Tante und gerät in gefährliche Abenteuer.
Die Geschichte ist spannend und fesselnd. Sie enthält viele typischen Elemente einer magischen Fantasy-Geschichte. An sich nicht Neues und dennoch sehr unterhaltsam. Cassie ist eine sympathische Heldin. Sie interagiert mit vielen interessanten Charakteren (z.B. die sprechende Katze oder die Rivalin Ivy, sie ist wirklich ein nettes Früchtchen) und es macht die Geschichte abwechslungsreich. Ihre Beziehung zur Tante ist angespannt, doch hinter der Strenge verbirgt sich echte Fürsorge.

Bewertung vom 25.10.2025
Morrisroe, Rachel

Geisterseher und Geheimagent / Felix Green Bd.1


sehr gut

Ein Blick in die Zukunft

Felix kann Unglücke vorhersehen. Doch statt dafür Anerkennung zu bekommen, erntet er Misstrauen und Probleme. Da kommt die Talentsucherin Lydia genau richtig. Sie spürt Menschen mit solchen Begabungen auf. Im Auftrag einer geheimen Regierungsabteilung soll Felix ausgebildet werden, um demnächst im Geheimdienst für Zukünftiges Katastrophen zu verhindern. Zur Ausbildung kommen alle Begabten auf die Schule in London, tief im Untergrund.
Es gibt drei Arten von Vorahnungen: mithilfe von Träumen, Geistern und Sternen. Felix schlägt sich gut im Unterricht und ist schon bald einem Dämon auf der Spur. Geister und Albträume geben ihm dabei die Vorahnungen, die alles ins Rollen bringen. Zu Seite stehen ihm sein magischer tierischer Begleiter aus Sternenstaub und treue Freunde.
Felix ist ein angenehmer und sympathischer Protagonist. Die Stimmung ist prima und reißt gut mit. Schritt für Schritt wird man in die magische Welt eingeführt. Das ist gut ausgearbeitet und erklärt, nimmt jedoch etwa zwei Drittel der Geschichte ein. Der Höhepunkt sowie die Auflösung wirken dadurch etwas abrupt und unvollständig.

Bewertung vom 11.10.2025
Hennig, Markus

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer


gut

Quatsch ohne Ende

Willi, der Waschbär, wohnt gemütlich im Schuhkarton im Park, umgeben von Freunden, Ideen und jeder Menge Quatsch. Mit ihm wird es garantiert nie langweilig: Es gibt Wettkämpfe, Partys, geniale Erfindungen und verrückte Einfälle am laufenden Band. Willi ist tollpatschig, spontan und ein bisschen verpeilt, aber immer liebenswert. Mangojoghurt ist bei ihm auf Vorrat in der Badewanne und Handstand gehört zum Alltag.
Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und eignen sich gut zum Vorlesen. Es wird viel gelacht, manches ist richtig schön schräg, manchmal aber auch schon ziemlich eklig (z. B. beim Popelmonster). Kaum hat man sich von einer verrückten Idee erholt, kommt schon die nächste um die Ecke. Das sorgt für jede Menge Spaß und Lachen, lässt aber kaum Zeit zum Durchatmen.
Inhaltlich steht der Quatsch ganz klar im Vordergrund: albern, fantasievoll und überdreht. Einen tieferen Mehrwert oder moralische Botschaft fehlt weitestgehend.
Für Kinder, die es verrückt und unsinnig mögen, passt es perfekt. Für ruhigere Zuhörer wird vielleicht Sinn und Struktur fehlen.

Bewertung vom 05.10.2025
Stein, Tina

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung


gut

Reiht sich passend ins Genre ein

Als ein sprechender Bär Ava in Not rettet und sie zu einer magischen Schule (Forest Academy) begleiten möchte, ist sie zunächst misstrauisch. Doch ihre Neugier siegt, denn sie hofft, dort endlich mehr über sich selbst und über ihre verschwundenen Eltern zu erfahren. Die Antworten lassen auf sich jedoch lange warten. Stattdessen gibt es nur Andeutungen und halbe Wahrheiten.
Während Ava nach und nach einige Fragen klären kann, bereitet sie sich gemeinsam mit ihren Mitschülern auf ihre magische Transformation vor und findet dabei ihr eigenes Seelentier. Es gibt treue Freundschaften (mit einem Hauch Romantik) und gemeine Mitschüler, die Ava das Leben schwer machen.
Die Handlung reiht sich in bekannte Muster des Fantasy-Academy-Genres ein: geheimnisvolle Schule, besondere Schülerin, verschollene Eltern. Es ist spannend und sympathisch erzählt, passend zur Zielgruppe. An manchen Stellen hat man jedoch das Gefühl, dass die Auflösungen bewusst hinausgezögert werden. Sobald Ava etwas wissen möchte, heißt es meist nur: „Warte ab, später.“
Der Schreibstil ist lebendig, flüssig und leicht zu lesen. Etwas störend wirkten allerdings einige jugendliche Ausdrücke wie „Digga“ oder „Alter“, die nicht ganz zur magischen Atmosphäre passen. 3,5 Sterne