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Benutzername: Sonea
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Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 07.07.2019
Sieben Arten Dunkelheit
Aster, Christian von

Sieben Arten Dunkelheit


sehr gut

Cover:
Gut gemacht, stimmig zum Inhalt, sehr ansprechend.
Selbiges gilt für die jeweiligen ersten Seiten eines neuen Kapitels. Die weiße Schrift auf dem grauen Hintergrund ist zwar etwas schwer zu lesen, passt aber perfekt zum Inhalt und dem Thema des Buches und ist daher sehr gelungen.

Schreibstil:
Der Schreibstil war flüssig, es war angenehm der Geschichte zu folgen. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich sonst dazu sagen soll, das Lesen lief so flüssig, dass es schwer in Worte zu fassen ist, wie der Schreibstil tatsächlich ist.

Protagonisten:
Krigk: ein junger Nachtzähmer in Ausbildung, sehr ehrgeizig (und ab und an schadet Ehrgeiz eben leider, wie der Junge schmerzlich feststellen muss)
R’hee: die kleine Schwester von Krigk, unbedarft, ein offenes und aufrichtiges Mädchen, nicht so leicht zu blenden, wie manch anderer
Dämmerflechter/Skadwa: einer der drei Meister der Dunkelheit
Schattenvater: einer der drei Meister der Dunkelheit, Ausbilder von Krigk, besorgt über die Veränderungen der Dunkelheit. Um die Geschwister Krigk und R’hee zu schützen, schickt er sie von der Insel fort. Geplante Ankunft: Düsseldorf bei Ayumis Großvater..aber..eben nur geplant.
Nachwahrer/Ayumis Großvater: der dritte Meister der Dunkelheit, in der „realen“ Welt zuhause
David: ein Jugendlicher, der eigentlich Angst im Dunkeln hat
Ayumi: ein blindes Mädchen, das trotz ihres Handicaps mehr sieht als man denkt
Menga: Vertrauter des Schattenvaters
Klandt der Hausmeister: eigentlich ein Normalsterblicher, trotzdem irgendwie etwas Besonderes

Insgesamt einfache, ganz normale, wenig herausstechende Persönlichkeiten, aber alles in allem und vor allem im Zusammenspiel doch jeder etwas besonderes

Geschichte:
Obwohl ich viel Fantasy lese/gelesen habe, war die Geschichte etwas Neues für mich. Besonders erfreulich war die Verknüpfung zwischen Fantasy-Welt und realer Welt, denn schon im zweiten Kapitel landet der Leser direkt von der Karibik-Insel und den Prüfungen der Dunkelheit in Düsseldorf bei David, einem ganz normalen Jugendlichen. Die Verflechtung der beiden Welten gelingt toll.
Das Buch ist ansprechend geschrieben, man möchte es in einem Rutsch durchlesen. Für den ein oder anderen Erwachsenen vielleicht vorhersehbar, ich hatte das Problem allerdings nicht, auch wenn man sagen muss, dass die Geschichte nicht „nägel-knabber-spannend“ war. Es war trotz allem nicht langweilig oder uninteressant, sondern einfach eine angenehme Dosis Spannung (eben genau die richtige Menge), ohne zu viel Aufregung zu lesen.


Fazit:
Eine wundervolle Geschichte über Zwielicht, Finsternis und völlige Schwärze (und eine neue Art von Dunkelheit, die abschließend betrachtet gar nicht so neu ist), über Krummschwanzfinsterlinge, Schattenbolge, Zwielichtwichtel und Schattenhamster sowie ganz normale & trotzdem besondere Menschen.
Leider gelingt es mir dieses Mal gar nicht richtig, dem Buch in meiner Rezesion gerecht zu werden, sie klingt einfach nicht gut genug. Das Lesen hat wirklich Freude gemacht, es war angenehm.

Minuspunkt: die Charaktere waren wenig vielschichtig, nachdem die Welt und die Geschichte aber irgendwie besonders waren ist das nicht sooo dramatisch.

Bewertung vom 23.03.2019
Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1
Wolf, Sara

Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1


sehr gut

Cover:
Mit einigen hervorgehobenen Elementen irgendwie schon was Besonderes, was das Bild an sich angeht, allerdings eher gewöhnlich (mal ehrlich, wie viele Fantasybücher mit einem Mädchen mit Tuch über den Kopf und diversen Schnörkeln drumherum hat man schon gesehen?).
Trotzdem hat mir das Cover ganz gut gefallen (vor allem steckt im Buch mehr, als das eher gewöhnliche Cover vermuten lässt).

Schreibstil:
Skeptisch bin ich an die Geschichte herangegangen, denn was mir bereits beim ersten Satz aufgefallen ist und mich doch ziemlich gestört hat: das ganze Buch ist im Gegenwartsstil geschrieben.
Das ist zum einen relativ ungewöhnlich und für mich persönlich auch nervig, weil mir das etwa bei jedem zweiten Satz durch den Kopf ging, dass es mir in der Vergangenheit besser gefallen würde.
Am Anfang ging das Lesen zwar noch etwas zäh, als würde man beim Lesen auf Widerstand (den Widerstand einer pubertierenden Jugendlichen^^) stoßen. Was ich auffällig fand, ist, dass in etwa ab dem Zeitpunkt, als Zera Ihre Gefühle langsam entdeckt, das Lesen deutlich angenehmer und leichter wird. Das hat mich zu dem Schluss geführt, dass dieser „Lese-Widerstand“ im ersten Teil und das darauffolgende „Locker werden“ von der Autorin gewollt war und bewusst so eingebaut wurde.
Anfangs war auch alles eher kühl gehalten, ohne viele Emotionen beschrieben und auch das ändert sich wie oben geschrieben und wird weicher & wärmer.
Einen Punkt muss ich noch ansprechen, darauf gebracht hat mich „meggie“, mir wäre es nämlich gar nicht aufgefallen: die Mischung aus Mittelalter und Moderne. Wenn man darüber nachdenkt, fällt es erst auf, das ist ein gewisser Kontrast, aber genau wie „meggie“ finde ich den nicht schlecht – im Gegenteil – es erfrischt das Ganze sehr angenehm.
Abgesehen von der „Zeitproblematik“ (das mit dem „Widerstand“ war für mich kein wirkliches Problem, sondern eher interessant zu beobachten) war der Schreibstil jedoch ein durchaus angenehmer, man konnte sich gut einfühlen.

Protagonisten:
Zera: willensstark, schlagfertig, clever & gewitzt. Sie redet zwar manchmal, bevor sie richtig nachgedacht hat (wer kennt das nicht), ist sarkastisch, hält sich ungern an Regeln. Zudem ist sie (wie viele mit Herz ausgestattete Mädchen in dem speziellen Alter) innerlich zerrissen, sie in Kombination mit den anderen Eigenschaften nochmals „echter“ macht.

Prinz Lucien: anfangs hochnäsig (was mich mehr störte war der Name, gefühlt heißen so viele seines Formats genauso). Im weiteren Verlauf wird er jedoch deutlich sympathischer.
Der Leibwächter Malachite war der, der einen zum Schmunzeln brachte. Eigentlich ein Diener, benimmt er sich eher wie ein Freund, sagt „seinem Prinzen“ auch mal die Meinung und das meist sehr direkt.
"Tante" Y´shennria: ebenfalls klasse, sehr vielschichtig (was man erst langsam bemerkt) und jemand, den man im Lauf des Buchs doch sehr ins Herz (oder Unherz) schließt.
Dazu kommen dann noch viele andre nette & weniger nette Personen, die alle aufzuführen würde den Rahmen etwas sprengen. So viel sei aber gesagt: jeder einzelne davon ist stimmig, gut herausgearbeitet und fügt sich sehr gut in die Geschichte ein.

Geschichte:
Trotz vieler Konkurrenz im Bereich Fantasy wirkt die Story in Heartless nicht abgekupfert. Auch die verschiedenen Rassen waren mir bis dato nicht bekannt (obwohl ich im Nachgang zum Lesen schon gehört habe, dass die eine oder andere in einer sehr ähnlichen Form in Computerspielen etc. existieren soll).
Die Handlung fand ich nicht vorhersehbar, der Cliffhanger ist sehr hinterhältig.

Fazit:
Ein angenehmes Buch, nicht unbedingt in der gleichen Schiene unterwegs, wie viele andere Bücher in dem Bereich. Sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Pluspunkt: nicht so kitschig, wie viele andere Bücher in dem Bereich.
Was man vielleicht etwas kenntlich machen könnte, ist, dass es sich um eine Triologie handelt, ich hab es nicht gewusst und es hat meine Elan doch etwas erlahmen lassen, als ich das mitten im Buch h

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Bewertung vom 25.11.2018
Das Geheimnis um Nebula / Explorer Academy Bd.1
Trueit, Trudi

Das Geheimnis um Nebula / Explorer Academy Bd.1


ausgezeichnet

1) Zuerst einmal möchte ich auf die Gestaltung eingehen

Das Cover ist sehr aufwändig gestaltet, es wirkt sowohl was die Farbwahl betrifft, als auch die Auswahl der weiteren Symbole und Figuren sehr ansprechend.
Wie der aufmerksame Leser im Lauf des Buches feststellen wird, stellt das Cover sogar eine Szene des Buches dar.

Das Buch ist auch innen sehr aufwändig grafisch gestaltet, am Anfang jedes Kapitels findet sich ein kleiner Ausschnitt einer Landkarte, im ganzen Buch sind immer wieder topografische Kartenelemente, Zeichnungen, Bilder eingearbeitet, welche nicht nur optisch ansprechend sind, sondern das Ganze auch etwas auflockern.

Auffällig und vor allem sehr angenehm fand ich das Papier, auf welches das Buch gedruckt wurde, es fühlt sich so ganz anders an, als normales Buchpapier.

Am Ende des Buches finden sich Kurzporträts tatsächlicher Erfindungen und Forscher, die allesamt auf irgendeine Art & Weise in Verbindung mit der Geschichte stehen und bisher darin vorgekommen sind.

2) Zum Schreibstil

Die Geschichte ist sehr angenehm zu lesen, es ist sehr leicht ihr zu folgen
Was mir sehr gefallen hat, ist dass es trotzdem auch für Erwachsene nicht zu leicht und damit langweilig geschrieben ist.

Meiner Meinung nach ist der Spannungsbogen nicht zu stark, allerdings beherrscht die Autorin die Kunst, trotz des nicht übermäßigen Spannungsbogens die Geschichte nicht vorhersehbar oder langweilig erscheinen zu lassen. Es war einfach durchweg sehr interessant (und auch lehrreich) geschrieben, nur eben so, dass nicht das ganze Buch über mit einem Puls von 240 an den Nägeln geknabbert werden muss.
Durch die ganze Geschichte zieht sich, angenehm zu folgend, ein roter Faden auch wenn man – zugegebenermaßen – manchmal nicht ganz weiß, wo der Faden hinführen wird.

Sehr schön fand ich zudem die – wie kvel schreibt- phantasieanregende Ausdrucksweise der Autorin. Man hat das ganze Buch über keine Mühe sich die ganze Landschaft & die Menschen & eben einfach alles ganz ohne Mühe auszumalen und alles wirkt daher sehr, sehr bunt und plastisch.

Die ganze Story liest sich sehr wissenschaftlich (ohne das ganze jetzt negativ zu meinen) und wirkt dadurch sehr interessant und lehrreich. An manchen Stellen kommt es einem (zumindest, wenn man im Normalfall wenig mit Wissenschaft zu tun hat) fast etwas wie Fantasy vor und gerade diese – wie mir scheint- Mischung macht das Buch auch so herausragend.

3) Geschichte

Den Klappentext wiederhole ich an dieser Stelle nicht, sondern komme gleich zum Wesentlichen.
Die Hauptfiguren sind allesamt sehr sympathisch, selbst die auftauchenden „Bösewichte“ sind nicht zu „unfreundlich“.
Alle Figuren greifen gut ineinander und es wird viel Wert auf Teamplay gelegt.

4) Fazit:

Ein sehr zu empfehlendes, spanendes, lehrreiches Kinder- & Jugendbuch, das allein durch die Optik schon mehr besticht, als viele andere Bücher durch Optik und Inhalt zusammen.

Ich muss mich allerdings outen, die prophezeiten Codes und Rätsel habe ich leider nicht gefunden, vielleicht gibt es da eine Altersgrenze des Lesers, ab welcher diese einfach verschwinden.
Was dies angeht, würde ich mich allerdings auch gern eines Besseren belehren lassen.

Bewertung vom 26.09.2018
Die Prophezeiung des magischen Steins
Rother, Stephan M.

Die Prophezeiung des magischen Steins


sehr gut

Zuerst mal kurz zum Äußeren des Buches (zwar heißt es „Don’t judge a book by it’s cover“, aber das wollen wir jetzt mal nicht so eng sehen):
Es ist eine ansprechende Gestaltung des Einbandes. Wie der Leser hinterher feststellen wird, sind der Hauptdarsteller Dafydd, sowie zwei weitere wichtige Charaktere abgebildet. Zudem stellt auch der Rest des Covers wichtige Szenen des Buches dar, was ich sehr gelungen finde.

Kommen wir zum Inhalt/Schreibstil des Schmuckstücks:
Die Handlung beginnt etwas schleppend, die ersten Seiten sind, was den Schreibstil anbelangt, ein wenig dünn und lesen sich fast wie in einem Kinderbuch (und ich meine wirklich: KINDERbuch!). Wer sich allerdings davon nicht abschrecken lässt, wird dafür den Rest des Buches mit einem angenehmen, leicht lesbaren, aber trotz allem Spannung schaffenden Leseerlebnis belohnt. Gelungen sind auch die regelmäßig stattfindenden Perspektivwechsel.

Wer „Herr der Ringe“ oder die „Baumlied-Reihe“ gelesen hat, wird an vielen Stellen Parallelen entdecken. Wen das nicht stört, der ist bei diesem Buch genau richtig. Man muss dazusagen, dass es dem Autor trotz Parallelen eigentlich durchgängig gelingt eine eigene Story zu schaffen und das ganz bequem und ohne unrund zu wirken auf kompakten 399 Seiten. Im Genre Fantasy ist es allerdings mittlerweile ja auch nicht mehr so einfach, das „Rad neu zu erfinden“ und das ist meiner Meinung nach auch gar nicht notwendig.
Die Charaktere betreffend ist auf „der Seite des Guten“ eine bunte Truppe zusammengekommen. Der Autor hat einen „Rundumschlag“ durch die Fantasywelt betrieben, es finden sich im Roman nicht nur Menschen, Elben und Zwerge, sondern auch Gnome, Hexen etc. tummeln sich dort. Trotzdem wirken die vielen verschiedenen Gruppierungen nicht übertrieben oder deplatziert, es ist dem Autor im Gegenteil sogar gelungen, dass sich alles sehr harmonisch (und zum Teil den Leser zum Schmunzeln veranlassend) zusammenfügt. Die Hauptfigur Dafydd betreffend hatte ich allerdings den Eindruck, dass dieser (wie übrigens in einigen anderen Fantasy-Werken auch) erst durch die anderen Charaktere/seine Freunde so richtig seinen Platz in der Geschichte findet; allein wäre er eher von geringerem Wiedererkennungswert.

Was die Beschreibung der Geschichte angeht, kann ich mich in diesem Fall nur „Wuschel aus Nußloch“ anschließen, besser könnte ich es auch nicht schreiben!

Fazit:
Ein angenehm zu lesender Roman, genau das richtige, wenn man etwas nicht zu Anspruchsvolles sucht (versteht mich bitte nicht falsch, ich finde es klasse, dass es sich so locker liest!).
Ich kann ihn vor allem empfehlen, wenn „Herr der Ringe“ oder die „Baumlied-Reihe“ entweder noch nicht gelesen wurden oder man mit gewissen Ähnlichkeiten kein Problem hat.