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Benutzername: Sinsa
Wohnort: Bochum
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Bewertungen

Insgesamt 5 Bewertungen
Bewertung vom 16.09.2019
Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2
Raabe, Marc

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2


ausgezeichnet

Tom Babylon, Ermittler beim LKA Berlin, wird an seinem freien Tag zur Berlinale gerufen. Ein Snuff Film hat die Eröffnungsfeier gesprengt. Was zunächst wie ein schlechte Scherz einer Schauspielschülerin aussieht, entpuppt sich bald ein übler Mord. Und Tom Babylon sowie Sita Johanns, die Psychologin, hängen mittendrin in einem schwierigen Fall. Die Ermittlungen in diesem Fall werden nicht nur dadurch erschwert, dass aufgrund der Beteiligung des Berliner Bürgermeisters niemand den Mund aufmacht - am wenigsten der Bügermeister selbst - sondern auch, dass Sitas und Toms Geheimnisse eine große Rolle spielen.
Immer wieder erzählen Rückblicke von Sitas Jugend und man ahnt bald, dass Tom und Sita gemeinsame Bekannte haben - auch wenn sie selbst noch nichts davon wissen.
Was das alles mit der 19 zu tun hat, erfährt der Leser erst ziemlich zum Schluss, als alles auf einen rasanten Showdown zurast.
Man darf auf den nächsten Band gespannt sein, denn Toms Geschichte scheint gerade erst richtig Fahrt aufzunehmen.

Absolut spannend geschrieben - ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Leseempfehlung, insbesondere ein Muss, wenn man bereits "Schlüssel 17" gelesen hat.

Bewertung vom 18.08.2019
Eine Kiste voller Wünsche / Wunschbüro Edda Bd.1
Kolb, Suza

Eine Kiste voller Wünsche / Wunschbüro Edda Bd.1


ausgezeichnet

Das Buch ist ein Kinderbuch und für Kinder bis 10 Jahren gut geeignet. Ella, die Hauptperson, ist selbst 8 Jahre alt und schreibt aus ihrer Perspektive. Wenn man das Buch liest, hat man das Gefühl, Ella selbst sitzt neben einem und erzählt ihre Geschichte.
Die Buchstaben sind groß genug für Erstleser und die Kapitel nicht zu lang. Aufgelockert wird die Geschichte durch viele bunte Bilder, die perfekt zu der jeweiligen Stelle passen. Toll ist auch die Karte im Einband, anhand derer man die Schauplätze der Geschichte finden kann. Meine Tochter (10 J.) musste zwischendurch immer mal den Weg von Ella nachvollziehen und auf der Karte nachsehen, wo sie gerade ist und wie sie dahin gekommen ist.

Zum Inhalt: Ella hat einen Herzenswunsch: Ein Pony. Leider wollen die Eltern kein Pony im Vorgarten stehen haben. Eigentlich hat Ella auch noch einen anderen Wunsch, aber den gesteht sie sich selbst nicht so richtig ein. Auf ihren Wegen durch die Straßen ihres Viertels begegnet sie anderen Menschen und sie merkt, es gibt auch andere die geheime, unerfüllte Wünsche haben. So entsteht die Idee mit dem Wunschbüro und dank der ihr eigenen Kreativität kann Ella einige ungewöhnliche Wünsche erfüllen. Auch ihr eigener Wunsch wird erfüllt, nur das mit dem Pony, das klappt noch nicht so richtig, aber vielleicht beim nächsten Mal?

Ein wirklich gelungenes Buch für Erstleser.

Bewertung vom 12.03.2017
Das Herz der verlorenen Dinge
Williams, Tad

Das Herz der verlorenen Dinge


ausgezeichnet

Auch ich habe vor vielen Jahren die Saga um die großen Schwerter gelesen und damals Simeon Schneelocke begeistert begleitet.
Dieser Band beginnt direkt nach dem großen Krieg. Die Rimmersmänner sind eigentlich auf dem Heimweg nach Rimmersgard, aber bevor sie dort ankommen, treffen sie auf einen Trupp versprengter Nornen, die ebenfalls auf den Weg in den Norden sind, nach Nakkiga, dem heiligen Berg und letzter Zuflucht ihres Volkes. Da beide Gruppen verfeindet sind, kommt es zum Kampf. Die Nornen können flüchten, werden aber von den Rimmersmännern verfolgt, die logischerweise der Meinung sind, nur wenn alle Nornen tot sind, gibt es Frieden. Doch auch die Nornen sind der Meinung, dass ihr Volk nur dann in Frieden leben kann, wenn alle Menschen aus Osten Ard vertrieben sind.
Die Geschichte wird wechselnd aus beiden Perspektiven beschrieben, wobei immer wieder aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben wird. So begleiten wir einerseits den Herzog Isgrimnur, aber auch den einfachen Soldaten Porto. Bei denen Nornen begleitet man hauptsächlich die beiden Anführer der Bauleute. Man erfährt sehr viel über die Strukturen innerhalb der Nornen-Gesellschaft.
Beide Gruppen kämpfen für ihr Volk und die Gründe für einen Kampf sind aus beiden Sichtweisen gut nachvollziehbar. Mittlerweile sind die Fronten verhärtet, beide Seiten haben viele Verluste zu erleiden gehabt. Auch wenn der Sturmkönig Ineluki mittlerweile tot ist, der Krieg in Osten Ard ist noch nicht zu Ende.
Dieser Band soll zunächst nur als Zwischenstück zwischen den alten Osten-Ard-Bänden und den neuen dienen. Ich denke, diesen Zweck erfüllt das Buch. Am Ende weiß man, wieso die Nornen sich in den nächsten Jahren nicht hervor tun werden und wie die Völker in Osten Ard zur Ruhe kommen können - man weiß aber auch, dass es noch nicht zu Ende ist, zu Ende sein kann.
Das Buch macht Neugierig auf die Fortsetzung, die ganz sicher auf meine Wunschliste wandern wird.
Der Schreibstil von Tad Williams ist jedenfalls fesselnd und von der ersten bis zur letzten Seite spannend.

Bewertung vom 15.10.2014
Jet Bd.1 (eBook, ePUB)
Blake, Russell

Jet Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Inhalt:

Codename: Jet. Alter: 28 Jahre.
Jet war einst des Mossads tödlichste menschliche Waffe, bis sie ihren eigenen Tod vortäuschte, um diese Identität für immer zu begraben.
Aber die Geheimnisse der Vergangenheit lassen sich nicht einfach abschütteln. Als ihr neues Leben auf einer ruhigen Insel von einem brutalen Angriff bedroht wird, muss Jet zu ihrer geheimen Existenz zurückkehren, um die zu retten, die sie liebt. Eine wilde Achterbahnfahrt voller schockierender Wendungen beginnt …



Meine Meinung:

Die Geschichte um Jet beginnt gleich schon rasant. In ihrem neuen Leben hat sich Jet eine neue Identität aufgebaut, in der sie ein Internetcafé auf Trinidad betreibt. Dort wird sie während des Karnevals überfallen. Schnell ist klar, ihre Vergangenheit hat sie eingeholt. Doch wie kann das sein, weiß doch nur eine Person von ihrem Verschwinden – alle anderen halten sie für Tod.

Jet findet sich schnell wieder in ihre Rolle als Geheimagentin ein und kann so ihren Widersachen auf die Spur kommen.

Eine sehr rasante Geschichte und wer Waffen und Intrigen mag, der ist hier genau richtig. Die Geschichte um Jet ist eigentlich in kurzen Worten erzählt, aber die Geschichte, die Russel Blake daraus macht, kann mit jeder Fernsehserie mithalten. Man kann sich die ganze Geschichte auch gut verfilmt vorstellen. Die Jagd nach den Angreifern und ihrem Hintermann wird sehr anschaulich dargestellt auch die Tricks, die Jet anwendet um an diesen Hintermann heranzukommen sind filmreif. Es wird weder an Material noch an Ressourcen gespart um diese Geschichte in Szene zu setzen. Ich hab mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt und habe an der einen oder anderen Stelle auch mal die Luft angehalten.

Bewertung vom 22.02.2009
Licht am Ende des Tunnels
Wolf, Klaus-Peter

Licht am Ende des Tunnels


schlecht

Viele Fragen bleiben offen.

Robert Sonntag der Zweite ist die Hauptfigur dieses Romans. Er erlebt gleich zu Beginn die Beerdigung seines geliebten Großvaters. Der Mann, der im Gegensatz zu seinen Eltern immer Zeit für ihn hatte, ist gestorben. Doch das berührt Robert nicht wirklich. Er fühlt, dass sein Großvater noch immer bei ihm ist und mit ihm spricht.
Als Robert dann nach einem Reitunfall ins Koma fällt, ist es sein Großvater der ihn wieder zurückholt. Und auch später, als Robert vom Geschäftsführer der Firma seines Großvaters entführt wird, steht ihm sein Opa bei. Er macht ihm Mut, seinem Entführer zu entkommen und zu überleben.

Für einen Jugendthriller mag die Spannung genügen und auch die geringe Seitenzahl (184) ausreichen. Für mich aber blieben am Ende viel zu viele Fragen offen.
Vor allem hätte mich brennend interessiert, wie alt Robert eigentlich ist.
Bei Beginn des Buches führt Robert sich auf, wie ein altkluges Kind „Mir war Kaffee zu bitter. Ich bat um einen Kakao. Der schmeckte furchtbar, aber ich beschwerte mich nicht. Kinder die sich beschweren bekommen zu viel Aufmerksamkeit. Ich war froh, in Ruhe gelassen zu werden.“ Da hab ich mich schon gefragt, wie alt Robert ist, das man selbstverständlich annimmt, er trinke Kaffee. So auf 14 hätte ich ihn schon geschätzt.
Dann vergehen „einige Monate“ und Robert hat den Reitunfall, nach dem er ins Koma fällt.196 Tage liegt er im Koma. Das ist ein gutes halbes Jahr. Statt das dieses Ereignis die Eltern enger zusammen bringt, befinden sie sich in einem Scheidungskrieg. Dabei geht es auch um Opas Fabrik. Dabei besagt doch das Testament, dass Robert der Alleinerbe der Firma ist. Also ist diese Firma gar kein Bestandteil der Scheidungsmasse (s. S. 164). Komisch auch, dass der Opa bei der Hochzeit der Eltern nicht auf einem Ehevertrag bestanden hat – wo er doch seinen Schwiegersohn eher nicht leiden konnte.
Dafür, dass Robert ein halbes Jahr lang im Koma gelegen hat, geht es ihm dann recht schnell wieder gut und er kann sogar wieder an Sportunterricht teilnehmen. Der Scheidungskrieg seiner Eltern wird nicht weiter erwähnt.
Auch als seine Mutter einen anderen Mann kennen lernt, spielt das eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich insofern, als das dies der Grund dafür ist, Robert in ein Internat zu schicken. Gerade bangt man noch um das Leben seines Kindes und dann schiebt man es für einen anderen Mann in ein Internat ab? Sehr unglaubwürdig.
Als Robert dann von Freddy abgeholt wird, läuft er wie ein 10jähriger freudig durchs Internat und ruft sogar noch in die Sporthalle, dass er zu seinem Vater fährt. Gibt es in so einem exklusiven Internat eigentlich keine Sicherheitsvorkehrungen? Kann da jeder jederzeit hinkommen und Kinder abholen? Dafür, dass das Internat als ein exklusives Institut in der Schweiz beschrieben wird, in dem die Sprösslinge reicher Eltern ausgebildet werden, ist mir das ein bisschen zu einfach.
Auch das Robert einfach so naiv in das Auto steigt und mitfährt kommt mir etwas merkwürdig vor.
Dann würde mich interessieren, wieso Freddy überhaupt auf die Idee gekommen ist, Robert zu entführen. Irgendwie hätte ja so was banales, wie eine fristlose Entlassung dieses Rätsel schon gelöst. Wieso aber sollte ein hoch bezahltes Vorstandsmitglied solch ein Risiko eingehen und sich dabei noch so beschränkt aufführen, wie Freddy es in dem Buch tut?
Nach der Entführung sind sein Vater und seine Mutter plötzlich wieder ein Herz und eine Seele, und das obwohl die Mutter ja noch mit dem anderen Mann zusammen ist (zumindest kommt dieser nach der Entführung noch mit in die Schweiz) und sogar ein Kind von diesem bekommt. Doch nachdem die Familie wieder zu hause vereint ist, ist dieser Freund abgemeldet und der Vater freut sich sogar auf das „Kuckuckskind“. Hat die Scheidung jetzt, wo nichts mehr zu holen ist, keinen Reiz mehr?
Das Freddy Komplizen hatte, kommt in dem Buch deutlich zum Ausdruck – schließlich kann er ja nicht gleichzeitig in eine

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