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Benutzername: 
Xanaka
Wohnort: 
Berlin

Bewertungen

Insgesamt 335 Bewertungen
Bewertung vom 22.06.2022
Todesbrandung / Emma Klar Bd.7
Peters, Katharina

Todesbrandung / Emma Klar Bd.7


ausgezeichnet

Als Emma Klar erfährt, dass die Journalistin Jana Kühn verschwunden ist, macht sie sich große Sorgen. Berechtigt, wie sich kurze Zeit später herausstellt, als die Journalistin tot in einem Ferienhaus in Rerik aufgefunden wird. Alles deutet auf Selbstmord hin. Es finden sich keine Spuren auf eine Fremdeinwirkung. Jedoch ist es für Emma klar, die um die persönliche Geschichte von Jana Kühn wusste, dass Jana sich auf keinen Fall selbst umgebracht hat. Zusätzlich weckt ein anonymer Anruf weitere Zweifel.

Da Emma als Privatdetektivin unterwegs ist, kann sie sich ihre Aufgaben weitestgehend selbst einteilen, auch wenn sie mit ihren Ermittlungen oftmals die örtliche Polizei unterstützt. Nach Abstimmung mit Kommissar Tambach begibt sie sich auf Spurensuche und findet dann doch gut versteckt erste Hinweise. Aber es sind nur winzige Hinweise auf mehrere Personen. Was bezweckte Jana mit den Hinweisen? Hatte sie versucht auf diese Weise Emma im Falle ihres Todes auf die richtige Spur zu bringen?

Die Ermittlungen erweisen sich als langwierig und auch schwierig, aber es kommt der Moment in dem Emma und den Ermittlern klar wird, dass sie doch auf der richtigen Spur sind.

Ich muss sagen, die Protagonistinnen bei Katharina Peters sind immer bewundernswerte Frauen. Alle stehen fest im Leben und haben oft auch ein schweres traumatisches Erlebnis überwunden. Aber vielleicht ist es auch das, was die Frauen dann zu dem gemacht hat, wie sie agieren. Auch Emma Klar ist so eine bewundernswerte Heldin, die sich einfach nicht aus dem Tritt bringen lässt und ihre Ziele beharrlich verfolgt.

Gerade in diesem Buch führt die Beharrlichkeit letztlich zum Erfolg. Und auch wenn es am Anfang alles so unklar war, baute sich doch relativ schnell eine Spannung auf, die einem beim Lesen mehr und mehr mitriss. Ich bin ob der Handlung wieder einmal fasziniert, wie es der Autorin gelungen ist, so einen spannenden Kriminalfall zu konstruieren und alle offenen Fäden dann am Ende auch aufzulösen.

Von mir gibt es erneut eine unbedingte Leseempfehlung, wie im Übrigen für alle Bücher von Katharina Peters, und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 10.06.2022
Faust / Geiger-Reihe Bd.2
Skördeman, Gustaf

Faust / Geiger-Reihe Bd.2


sehr gut

Spannende Fortsetzung

Bei ihrem letzten Einsatz hat Sara Nowak alles riskiert. Es ist ihr gelungen, das Stasinetzwerk und die ehemaligen versteckten Agenten der Stasi in Schweden zu enttarnen. Eine Rückkehr in den Polizeidienst scheint schwierig, zumal sie über ihren vorherigen Einsatz und den nachfolgenden Geschehnissen Stillschweigen bewahren musste. Aber sie bekommt die Chance in der Mordkommission weiter zu ermitteln.

Die aktuellen Mordfälle lassen vermuten, dass es sich um einen beginnenden Bandenkrieg handeln könnte. Dabei gab es gleich mehrere Tote an einem idyllisch gelegenen See in Schweden. Sara ist bereit sich dieses Mal richtig tief in die Mordermittlungen reinzuknien. Doch dann kommt diese Meldung über den toten Pfarrer, der sie wenige Tage zuvor mehrfach versucht hatte telefonisch zu erreichen. Hier deutet alles auf einen Selbstmord hin. Sara jedoch beschließt, sich das Haus des Opfers näher anzusehen. Für sie deutet alles darauf hin, dass der ermordete Pfarrer damals auch ein Mitglied der terroristischen Gruppe bei der Stasi war und dass er vermutlich ermordet wurde, weil er endlich mit ihr reden wollte.

Als die Fakten klar waren, floss das Buch fast unaufgeregt vor sich hin. Trotzdem passierte immer wieder etwas. Mit manchen Geschehnissen konnte man überhaupt nicht rechnen. Aber mir persönlich waren die Ereignisse und Fakten zumindest in dieser Phase zu viel vermischt. Die Mordfälle, die Stasi, die noch aktive ehemalige Terrorzelle und dann auch noch die RAF. Ich hatte zu tun, dass alles irgendwie gedanklich zu verarbeiten und musste mich gerade im Mittelteil zum Weiterlesen zwingen. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse, die Wolken lichteten sich und auch ich konnte vieles verstehen.

Völlig überraschend dann das Ende, das irgendwie alles rund und zu einem Abschluss gebracht hat. Von mir den Tipp den Vorgängerband „Geiger“ vielleicht doch vorher lesen, dann versteht man vieles an der Handlung besser.

Von mir gibt es dann doch die Leseempfehlung und auf Grund der Längen aber auch wegen des spektakulären Endes dann doch vier Lesesterne.

Bewertung vom 29.05.2022
Der Unbekannte / Milla Nova ermittelt Bd.4 (eBook, ePUB)
Brand, Christine

Der Unbekannte / Milla Nova ermittelt Bd.4 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Nathanael ist blind und das schon seit langer Zeit. Er kann sich kaum erinnern, wie es war, als er noch sehen konnte. Lediglich die Umstände, die dazu führten, dass er sein Augenlicht verlor, die sind nach wie vor für ihn ominös und er kann sich kaum erinnern. Die Polizei hat ihm damals erzählt, dass sein Vater die Familie, seine Mutter und seine Schwester erschossen hatte. Nur er ist durch einen Zufall davongekommen, aber hat dabei sein Augenlicht eingebüßt.

Gundula, seine Freundin, ermuntert ihn jetzt doch die Polizeiunterlagen einzusehen, um endlich selbst Klarheit zu bekommen, was damals passiert ist. Möglicherweise hilft ihm das auch sich endlich zu erinnern, was damals passiert ist.

Aber so einfach ist es dann doch nicht. Die Akten von damals sind verschwunden und der ermittelnde Polizist will nicht mit ihm reden.
Und plötzlich geht es Schlag auf Schlag. Die Ereignisse überschlagen sich und irgendwie überlegt man als Leser, was gewesen sein könnte. Selbst dann als ich dachte, jetzt habe ich die zündende Idee, war doch alles ganz anders.

Wieder ist es Christine Brand gelungen, nicht nur die persönlichen Geschichten der Protagonisten fortzuführen, sondern das Ganze auch noch spannend in einen Kriminalfall zu verpacken. Dabei gelang es ihr ganz wunderbar die Spannung aufzubauen und auch zu halten. Ach ja, der Epilog, da gab es den Moment, wo ich mir das Grinsen nicht verkneifen konnte.

Interessant fand ich im Nachwort den Hinweis auf tatsächliche Gruppierungen, die damals einen Anschlag auf den Schah von Persien geplant hatten. Die Autorin lies sich davon inspirieren.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 04.05.2022
Bornholmer Flucht / Sarah Pirohl ermittelt Bd.3
Peters, Katharina

Bornholmer Flucht / Sarah Pirohl ermittelt Bd.3


ausgezeichnet

Krimigenuss pur

Bei ihrer Rückkehr aus Deutschland findet Sarah Pirohl im Haus ihres Freundes eine merkwürdige Nachricht vor. Diese Nachricht ist insofern eigenartig, weil es genau dieselben Worte sind, die auch ihr Vater in Deutschland zu ihr gesagt hatte. In der Nachricht geht es um die ständig weiterlebende Idee und dass Sarah ihnen helfen würde. Von ihrem Freund Frederik, einem dänischen Journalisten der sich schon länger mit den Machenschaften und dem Netzwerk von Sarahs Vater auseinandersetzt, fehlt jede Spur. Warum ist er verschwunden? Wurde er möglicherweise entführt? Sarah ist aufgrund der Nachricht zutiefst besorgt und verunsichert.

Der Fund einer Leiche am nächsten Tag beunruhigt Sarah sehr. Es stellt sich zum Glück schnell heraus, dass es nicht Frederik ist. Aber wer ist der Tote dann? Wo ist Frederik? Hat er etwas damit zu tun?

Plötzlich ist Sarah unmittelbar betroffen und kann aufgrund dessen auch nur eingeschränkt ermitteln. Zu gerne würde sie helfend eingreifen, auch weil sie weiß, dass es sich um einen Angriff ihres Vaters handelt.
Dieser Krimi war bedingt durch die Extremsituation, in der sich Sarah befindet, schon irgendwie anders. Es gab diesen Toten, aber man wusste nicht, was passiert ist. Genau wie die ermittelnden Beamten überlegte ich beim Lesen mit, was nun genau geschehen ist. Dabei entwickelte sich die Handlung wirklich spannend und vor allem unvorhersehbar weiter.

Gut gefallen hat mir, dass auch Hannah Jacob wieder dabei war. Sie gefällt mir als Protagonistin genauso gut wie Sarah Pirohl.

Wie das Buch nun ausgegangen ist, das sollte jeder selbst lesen. Mich hat dieser Krimi wieder gut unterhalten und empfehle ihn zu gerne weiter. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 06.04.2022
Am roten Strand / Ben-Neven-Krimis Bd.2
Wagner, Jan Costin

Am roten Strand / Ben-Neven-Krimis Bd.2


ausgezeichnet

Es ist bereits geschehen. Der Ermittler Ben hat in seinem letzten Fall den pädophilen Täter erschossen. Ob es dabei mir rechten Dingen zuging, ob er gemäß den Richtlinien gehandelt hat und den Täter in Notwehr erschossen hat, dass wird von der internen Ermittlung geprüft.

Während Ben noch mit sich hadert und hofft, dass seinen Schilderungen der Ereignisse Glauben geschenkt wird, kommen die Ermittler mit ihren Recherchen im Netzwerk der Pädophilen weiter. Schnell können sie weitere Täter in Haft nehmen. Dann passiert das Unglaubliche. Ein Täter verstirbt in der Untersuchungshaft. Es stellt sich heraus, dass der Tatverdächtige durch einen Anschlag zu Tode kam. Auch ein weiterer Tatverdächtiger wird vor dem Zugriff durch die Polizei ermordet.

Interessant und aufschlussreich fand ich die Schreibweise des Autors. Alle Beteiligten kommen in jeweils mitunter sehr kurzen Abschnitten zu Wort. Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten damit zurecht zu kommen, da permanent neue Leute zu Wort kamen. Aber das gab sich relativ schnell. So gelang es mir aber auch recht schnell Zugang zu den Protagonisten zu bekommen und sehr viel tiefere Einblicke in ihr Seelenleben und ihre Gefühle zu erhalten.

Das Buch lebt aber auch von der Antipathie gegen die Opfer. Man ist schon geneigt zu hoffen, dass die Polizei die Täter nicht finden wird, da sie den damaligen Opfern durch deren Tod ja späte Genugtuung gegeben haben. Aber es weckt auch Bedenken gegen einzelne Ermittler, die selbst wohl doch nicht so immun gegenüber der Pädophilie sind. Das lässt vermuten, dass hier noch nicht alles zu Ende erzählt ist und das es ein weiteres Buch um das Team geben wird.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 01.04.2022
Schwarzlicht
Läckberg, Camilla;Fexeus, Henrik

Schwarzlicht


ausgezeichnet

Einfach nur magisch

Der Fund einer toten Frau in einer Art Zauberkiste gibt Schwedens Polizei Rätsel auf. Da die Frau von Schwertern durchbohrt ist, deutet alles auf einen missglückten Zaubertrick hin, oder war es doch eher ein brutaler Mord? Da die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommen, bitten sie den Mentalisten Vincent um Hilfe und Unterstützung. Er hat durch seine ihm eigene Art die Möglichkeit Dinge zu sehen und zu analysieren, wie andere Kollegen es nicht vermochten. Unterstützung erhält er dabei von der Polizistin Mina Dabiri. Zu Mina findet er schnell Zugang und fühlt sich sogar zu ihr hingezogen, denn Mina ist mit ihrem extremen Hang zur Sauberkeit auch anders. Beide kommen durch ihre Besonderheit am ehesten miteinander klar.

Als es einen weiteren Todesfall gibt, der auf ähnliche Art und Weise ums Leben gekommen ist, wird den Ermittlern klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss. Doch wer steckt dahinter, was ist das Ziel des Täters? Vincent und Mina nähern sich dem Täter und es gelingt ihnen durch ihr anderes Denken Schlussfolgerungen zu ziehen, auf die andere nie gekommen wären.

Dieser Krimi lebt durch die Besonderheiten der beiden Ermittler. Es ist faszinierend zu lesen, wie es beiden gelingt aus einzelnen Puzzlestücken eine brauchbare Spur zu finden. Dabei ist das Ganze auch so erzählt, dass es niemals langweilig wird. Beiden Erzählern gelingt es die Spannung auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten und Wendungen einzubauen, mit denen man niemals gerechnet hätte.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 01.04.2022
Violas Versteck / Tom Babylon Bd.4
Raabe, Marc

Violas Versteck / Tom Babylon Bd.4


ausgezeichnet

Unglaublich spannender Abschluss dieser Serie

Als Tom Babylon im Krankenhaus erwacht, kann er sich an gar nichts erinnern. Noch schlimmer, er ist in London in einem Krankenhaus. Wie kam er dorthin? Warum ist er überhaupt in London? Er kann sich lediglich an seinen Namen erinnern und das er bei der Mordkommission in Berlin arbeitet. Einige Details kann er mit Hilfe der behandelnden Ärztin sehr schnell klären. Sie ist auch bereit, in Berlin bei Toms Kollegen anzurufen. Aber deren Aussagen bringen ihn auch nicht weiter. Er hat gekündigt, er ist nicht mehr bei der Polizei. Seine Wohnung ist gekündigt, seine Frau mit dem Sohn weggezogen.

Wo und wie soll man da mit der Suche beginnen? Tom Babylon, der im Übrigen immer noch im Geist von der kindlichen Viola begleitet wird, begibt sich in London auf Spurensuche.

Aber auch Sita ist in Deutschland sehr aktiv. Sie fährt in die geschlossene Psychiatrie, weit in den Bergen, abgeschieden von jeglicher Menschlichkeit und will auf Veranlassung von Tom mit Bruckmann sprechen. Das gelingt ihr auch. Jedoch ist der Preis, den sie dafür bezahlt immens hoch. Ehe sie sich versieht ist sie selbst Insassin der geschlossenen Psychiatrie, ohne Chance jemals wieder herauszukommen.

Beide Tom und Sita sind an den jeweils verschiedenen Orten auf Spurensuche nach Viola, der vor vielen Jahren verschwundenen Schwester von Tom. Ein Foto was plötzlich auftauchte und die verschwundene Schwester im Erwachsenenalter zeigt, gibt Tom neue Hoffnung. Auch Sita ist bereit den Spuren zu glauben.

Dieser Thriller hatte es in sich. So rasant, wie er begann, gab es niemals einen Moment, der einem beim Lesen zur Ruhe kommen ließ. Dabei war es nicht nur bei Tom so extrem spannend, sondern auch die Erlebnisse von Sita in der Psychiatrie hatten es in sich. Angetrieben wurde ich beim Lesen natürlich auch von dem Gedanken, ob es ihm nun gelingen würde, Viola zu finden.

Lest selbst, wie sich alles zugetragen hat und vor allem, ob es wirklich geglückt ist. Von mir gibt es natürlich eine Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 10.03.2022
Mrs Agatha Christie / Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte Bd.3
Benedict, Marie

Mrs Agatha Christie / Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte Bd.3


ausgezeichnet

Interessant und lesenswert

Wer Agatha Christie kennt, weiß sie war eine begnadete Kriminalschriftstellerin ihrer Zeit und ihre Bücher werden heute noch gelesen und verkauft. Was die wenigsten wissen, dass sie im Dezember 1926 spurlos verschwand. Eine großangelegte Suchaktion, an der sich sogar Arthur Conan Doyle - der Erfinder von Sherlock Holmes beteiligte, führte nicht zum Erfolg. Erst zehn Tage nach ihrem Verschwinden tauchte sie in einem Hotel mit einem Gedächtnisverlauf wieder auf.

Aber was passierte damals wirklich? Warum verschwand sie spurlos? Über diese Zeit und was damals geschah hat Agatha Christie nie geredet. Das war ihr größtes Geheimnis, welches nie gelöst wurde.

Marie Benedict hat sich intensiv mit den Fakten von damals beschäftigt und mit diesem Buch versucht eine Aufklärung über die damaligen Ereignisse zu finden.

Interessant dabei fand ich, dass es ihr sehr gut gelungen ist das Frauenbild der damaligen Zeit in der Person von Agatha Christie darzustellen. Die Aufgabe der Frauen damals war, immer für den Ehemann da zu sein, in seinem Leben die Hauptrolle zu spielen und alles dafür zu tun, um den eigenen Mann glücklich zu machen. Agatha Christie wurde in ihrer Erziehung genau auf diese Aufgabe vorbereitet. Das hat mir beim Lesen oftmals sehr leidgetan, da sie so sehr um ihren Mann bemüht war und sich dabei selbst und ihre Ziele aufgegeben hatte. Selbst das Verhältnis zu ihrer Tochter Rosalind war schwierig, da der Ehemann Archie die wichtigste Person war. Aber Agatha Christie gelingt es, sich langsam aus dieser Rolle zu befreien. Mit ihrem Verschwinden, zumindest im Buch von ihr selbst initiiert, gelingt es ihr sich aus der Opferrolle zu befreien und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Ich könnte mir vorstellen, dass es so oder so ähnlich gewesen sein mag. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es lass sich richtig gut und es war sogar ein wenig Spannung dabei. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 10.03.2022
HOME - Haus der bösen Schatten
Sager, Riley

HOME - Haus der bösen Schatten


ausgezeichnet

Düster, geheimnisvoll und unheimlich

Nach dem Tod des Vaters erbt Maggie nicht nur erstaunlich viel Geld, sondern sie erbt auch Baneberry Hall. Sie hätte nie gedacht, dass ihr Vater noch im Besitz des Hauses ist. Als Maggie ein kleines Mädchen war, zog die Familie in dieses sehr große, alte Haus mit einer sehr düsteren Geschichte. Das man Baneberry Hall düstere Geschichten nachsagte, davon ließ sich die junge Familie nicht beeindrucken. Und doch kam es dann so, dass nach nicht einmal zwanzig Tagen die Familie fluchtartig das Haus verließ und nie wieder betrat. Die Erinnerung darüber, was in jener Nacht geschah, fehlt bei Maggie völlig. Es gibt lediglich dieses Buch ihres Vaters, dass er nach den damaligen Ereignissen über Baneberry Hall veröffentlich hatte und das ein Bestseller wurde.

Doch entsprach dieses Buch mit allen schrecklichen Geschehnissen, den bösen Gedanken, den auftauchenden Geistern früherer Bewohner wirklich der Wahrheit? Trotz der Warnungen ihrer Mutter begibt sich Maggie in das Haus und auf Spurensuche.

Die Spannung dieses Thrillers, und er ist wirklich durchweg spannend, entsteht durch die beiden verschiedenen Erzählstränge. Maggies Erlebnisse, die dieses ominöse Haus erneut kennenlernt und sich zum Teil auch mit den Vorurteilen der umliegenden Nachbarn auseinandersetzen muss und die Ereignisse von damals, die Maggies Vater Evan niederschrieb. Dieses Nebeneinander der beiden Erzählstränge und auch die zum Teil merkwürdigen Geschehnisse, die Maggie passieren, lassen einem kaum Zeit für eine Pause beim Lesen. Ich hatte die Befürchtung, dass das eine Gruselgeschichte mit einem offenen Ende wird. Weit gefehlt, zum Ende überschlugen sich die Ereignisse mit einem wirklich überraschenden Ausgang.

Ich bin hochzufrieden mit dem Ende und empfehle dieses Buch auf jeden Fall und sehr gerne weiter. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 07.03.2022
Nebelopfer / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.5
Fölck, Romy

Nebelopfer / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.5


ausgezeichnet

Im ersten Moment könnte der Tote, der am Galgenbaum zwischen den Dörfern der Geest hängt, ein Selbstmordopfer sein. Aber nach näherer Betrachtung und Begutachtung wird schnell klar, so war das nicht. Mit dem Schild um seinen Hals, auf dem das Opfer seine Falschaussage in einem früheren Mordfall gesteht, wird klar dass es sich um einen Mord handelt. Haverkorn kann sich an den Mordfall bei dem die Frau und zwei Söhne der Familie Johannsen ermordet wurden noch gut erinnern. Der Ehemann und Vater wurde damals wegen schweren Mordes verurteilt und sitzt seitdem im Gefängnis. Doch bereits kurze Zeit später gibt es ein weiteres Opfer, der ähnlich dem ersten auch seine Falschaussage in dem Mordprozess eingesteht. Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ermitteln in dem Fall. Schnell wird klar, dass es weitere bedrohte Personen gibt und Haverkorn könnte einer von ihnen sein.

Doch wer steckt dahinter? Kann es den beiden Kommissaren gelingen den Fall aufzuklären?

Wie schon in den vorangegangen Büchern spielt auch hier das Privatleben der Ermittler und ihrer unmittelbaren Umgebung eine große Rolle. Dieses Mal wir es noch persönlicher, weil Haverkorn plötzlich im Visier des Täters sein könnte. Dieses Familiengefühl das dadurch beim Lesen entsteht, dieses Teilhaben am Leben der Ermittler macht diesen Krimi unter anderem so lesenswert. Aber auch die Ereignisse, die sich plötzlich überschlagen und einem kaum Zeit um Luftholen lassen, tun ein Übriges.

Mir hat dieser erneute Elbmarschkrimi, es ist bereits der fünfte, wieder absolut gefallen und ich empfehle ihn zu gerne weiter. Von mir gibt es natürlich eine Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.