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Benutzername: Xanaka
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Danksagungen: 10 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 268 Bewertungen
Bewertung vom 14.07.2020
Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3
Winkelmann, Andreas

Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3


ausgezeichnet

#findemich

Die Geburtstagsfeier für Jens Kerner sollte eine echte Überraschung werden. So hat es sich zumindest Becca für ihn überlegt. Alle Kollegen machten mit. Das Zusammentreffen mit seinem Bruder Karsten als eine Art Versöhnung nach vielen Jahren sollte sozusagen das Highlight werden. Doch irgendwie ging alles nach hinten los. Keine Versöhnung mit dem Bruder und Jens haut einfach ab. Auf der Fahrt durch Hamburg sieht er seine Kollegin Carina, die an einem auffälligen Auto mit offenen Türen, jedoch ohne Fahrer, steht. Das auffälligste ist der Schriftzug mit Leuchtfarben am Auto #findemich. Die Halterabfrage geht schnell. Es ist eine junge Frau, von der offensichtlich jeden Spur fehlt. Dann überprüft Carina deren Instagramprofil und ist vor Schreck wie erstarrt. Die Drohung des Täters, dass die Polizei nur 24 Stunden Zeit hat um ihn und die junge Frau lebend zu finden, alarmiert die Polizei.

Dieses Versteckspiel auf der Suche nach dem Täter und seinem Opfer entwickelt sich schnell, fast rasant zu einem Verwirrspiel. Die kurzen Kapitel, die oft mit einem Cliffhanger enden, geben dem Thriller das Tempo. Nicht jedem mag es gefallen, dass auf etwas Schlimmes gewiesen wird und dann bleibt es in dem Kapitel offen. Die Lösung kommt dann eben ein paar Seiten später. Mir hat das gut gefallen, denn es gab mir die Möglichkeit selbst über die Lösungsvarianten nachzudenken.

Die Protagonisten des Buches sind schon sehr speziell. Jens Kerner, als ein ziemlich abgebrühter Kommissar, der schon viele Fälle gelöst hat. Aber darunter haben auch seine Beziehungen gelitten. Nun hätte er die Chance, aber kann er sie nutzen? Belastet wird er auch noch durch die fast persönliche Beziehung zu diesem Fall. Will sich jemand an ihm persönlich rächen? Wer treibt hier sein Spiel mit ihm und der Polizei? Seine Chefin Mareike Baumgärtner ist auf dem Weg nach oben und gibt sich strenge, unnachgiebige Vorgesetzte. Doch ist das die richtige Strategie für diesen Fall?

Lest diesen turbulenten Krimi selbst und macht euch ein Bild. Ich fand ihn toll und empfehle ihn sehr gerne weiter. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 01.07.2020
Schatten und Licht / Fräulein Gold Bd.1
Stern, Anne

Schatten und Licht / Fräulein Gold Bd.1


sehr gut

Hulda Gold zwischen Licht und Schatten

Die Zeiten in Deutschland im Mai 1922 sind hart. Die Wirtschaft hat sich noch nicht von den Auswirkungen des letzten Krieges erholt. Auch die Menschen kämpfen mit den Folgen und den Auswirkungen. In Berlin, einer Stadt die immer größer wird, sind diese Spuren immer deutliche zu spüren. Die Armut der Bevölkerung, die Arbeitslosigkeit und der Hunger nehmen immer mehr zu. Auch die medizinische Versorgung ist schwach. Aber es gibt im Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel, Hulda Gold eine junge Hebamme. Sie ist engagiert, gewitzt und in ihrem Viertel nicht nur gut bekannt, sondern auch sehr beliebt. Sie kümmert sich rührend und mit viel Liebe um die Schwangeren und lässt auch die späteren Mütter in der Anfangsphase nicht im Stich.

Ihre ganz besondere Sorge gilt im Moment Lilo. Ihre Geburt steht unmittelbar bevor. Ihre Sorge um ihr Baby ist groß. Unterstützung in dieser schweren Zeit hatte sie auch durch ihre Nachbarin, aber diese hat man gerade tot aus dem Landwehrkanal gefischt. Alle gehen von einem tragischen Unfall aus. Lilo kann sich das nicht vorstellen und bezieht Hulda in ihre Überlegungen mit ein. Hulda, die sich in ihrem Viertel sehr gut auskennt, versucht Hinweise und Spuren zu finden, die gegen einen Selbstmord oder Unfall sprechen. Dabei trifft sie auch auf Karl North, dem undurchsichtigen Kriminalkommissar, der den Fall untersucht.

Die Autorin gelingt hier ein gutes Bild der damaligen Zeit. Ihre anschaulichen Beschreibungen der Zustände in den Straßen, Wohnungen und bei den Familien lassen nur ungefähr ahnen, wie schlimm und entbehrungsreich diese Zeit damals gewesen ist. Ihre Protagonistin Hulda Gold ist in dieser Zeit schon etwas Besonderes. Sie trägt ihr Herz auf dem rechten Fleck und kann gut mit den Leuten umgehen. Obwohl sie selbst sehr bescheiden wohnt, hat sie zumindest ein regelmäßiges Einkommen. Trotzdem ist sie immer bereit die Hilfsbedürftigen zu unterstützen.

Was mir aber an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die Darstellung des Milieus zur damaligen Zeit verpackt in eine spannende Geschichte um eine Berliner Hebamme. Auch die Einbeziehung eines Mordfalls gibt der Geschichte zusätzliche Spannung. Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist die echt häufige Wiederholung der besonderen Augen von Hulda. In dem Fall wäre weniger einfach mehr gewesen.

Gespannt bin ich auf den nächsten Teil, denn es soll ja insgesamt drei Bücher über "Fräulein Gold" geben. Von mir gibt es natürlich eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

Bewertung vom 01.07.2020
Die Schwestern von Marienfehn
Steinbach, Jan

Die Schwestern von Marienfehn


ausgezeichnet

Schwestern für immer

Das Leben von Hanna ist war nicht einfach. Sie ist, statt des erwarteten Sohns und Hoferben, nur die dritte Tochter. Geboren während des 2. Weltkriegs. Schon der "Makel" der dritten Tochter, die man wahrscheinlich nicht einmal richtig verheiraten kann, haftet ihr ewig an. Lediglich Carl, mit dem sie stundenlang reden kann, versteht sie. Gemeinsam schmieden sie Pläne für die Zukunft. Journalismus studieren - das ist es, was beide wollen. Aber die Familie von Hanna hat andere Vorstellungen.

Hanna lässt uns rückblickend an ihrem Erinnerungen teilhaben. Aber wir erfahren auch, wie es ihr heute geht. Während des Lebens wurde mir bewusst, wie schwer es Hanna damals hatte. Ihren Lebenswunsch durchzusetzen, war einfach nicht möglich. Als sie dann die Chance hatte, mit Carl - der Liebe ihres Lebens endlich ein neues Leben zu beginnen, blieb sie bei ihrem Vater auf dem Hof und tat einfach ihre Pflicht. Aber sie bemerkte auch selbst, dass das Leben auf dem Hof irgendwann dann doch mehr als nur Pflicht war, dass sie es liebte. Um den Hof zu retten, erinnerte sie sich an die alten Traditionen des Urgroßvaters und begann wieder auf althergebrachte Weise den Korn zu brauen.

Einen großen Teil des Buches nimmt aber auch das Verhältnis zu Rosie, ihrer Schwester und Freundin auf Lebenszeit ein. Beide stehen sie sehr nahe, ihr Verhältnis ist eng. Aber trotzdem verletzen sie sich in ihren Gefühlen mehrfach gegenseitig. Es kommt der Moment, da das zum Abbruch der Beziehung der beiden führt. Und doch nimmt Rosie immer noch einen wichtigen Platz im Leben von Hanna ein.

Es gab Momente in diesem Buch, da war ich einfach nur wütend! Wütend darüber, wie Hanna von ihrer Familie behandelt wurde. Wütend darüber, wie sich Rosie gegenüber Hanna benommen hat. Ich habe mich aber auch über Hanna geärgert. Sie, die später als die eiserne Lady bezeichnet wurde, ist nicht in der Lage über ihre Gefühle zu sprechen geschweige denn dazu zu stehen. Es gab so viele Momente der Missverständnisse in dieser Geschichte, dass es mir einfach nur für Hanna leid tat. Aber Hanna wäre sicher nicht die große Schnapsbrennerin geworden, wenn ihr Leben anders verlaufen wäre.

Mir hat dieses Buch absolut gut gefallen. Das war eines der Bücher, die man ungern aus der Hand legte, weil man einfach wissen wollte, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.06.2020
Ich bin dein Tod / Kommissar Dühnfort Bd.9
Löhnig, Inge

Ich bin dein Tod / Kommissar Dühnfort Bd.9


ausgezeichnet

Gerechtigkeit um jeden Preis?

Kommissar Dühnfort hat eine neue Stelle bei der Münchener Kriminalpolizei. Er ist jetzt in der operativen Fallanalyse (OFA) und hat es anfänglich schwer sich in dem neuen Team zu integrieren. Schnell bemerkt er auch den Unterschied zu seinen bisherigen Fällen. Viel von dem was passiert, bekommt er hier gar nicht mehr mit. Die OFA wird nur noch gerufen, wenn die ermittelnden Kollegen nicht mehr weiter wissen.

Doch es dauert gar nicht solange, da wird die Hilfe von Dühnfort benötigt. In der Stadt gibt es mehrere Todesfälle. Scheinbar haben alle nichts miteinander zu tun. Aber es gibt auch überhaupt keine Spuren zum Täter. Selbst die Suche nach einem Motiv erweist sich in allen Fällen als extrem schwierig, fast aussichtslos. Ob Dühnfort und sein Team mit ihren Erfahrungen mehr Chancen als die Kollegen haben, lest es selbst.

Bei diesem Fall, es ist schon das 9. Buch mit Kommissar Dühnfort, war es ein wenig anders. Anders deshalb, weil es sich ja nicht nur um einen, sondern um mehrere Fälle handelte. Ähnlich wie Dühnfort bekamen wir nur Stück für Stück serviert und hatten dabei immer die Möglichkeit selbst zu grübeln, was ist nun der Hintergrund für die Taten? Wer ist die Verfasserin des Videotagebuches? Gibt es jemanden, der hier Rache übt? Interessant fand ich auch, dass sich bei mir während des Lesens eine Sympathie für den Täter einstellte, dass ich verstehen konnte, warum er das alles tut. Und im Grunde habe ich mir fast gewünscht, dass er nicht gefasst wird.

Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und es konnte und wollte mir nur wenige Pausen gönnen. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 26.06.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2


ausgezeichnet

Spannend geht es weiter

Nachdem der erste Teil der Trilogie fast mit einem Paukenschlag endete, geht es jetzt zum Glück nahtlos weiter. Sophia, ist ohne Job und auf dem Weg nach Paris. Zu sehr hat sie der anonyme Brief erschüttert, dass ihr Sohn Louis noch leben könnte. Sie will nach Spuren suchen und hofft im günstigsten Fall Louis wieder zu finden. In Paris nimmt sie Kontakt zu ihren alten Freunden und Bekannten auf, die sie bei der Suche unterstützen wollen. Aber alles hat sich verändert. Ihre gute Freundin Henny, mit der sie damals von Deutschland nach Paris ging, hat sich sehr verändert. Auch die Suche nach Spuren von Louis gestaltet sich schwierig. Ein Privatdetektiv, den sie zufällig kennenlernt, will ihr bei der Spurensuche helfen.

Zurück in New York und auf Jobsuche fällt Sophia das Angebot von Elisabeth Arden ein. Diese ist froh, dass sich Sophia bei ihr meldet und bietet ihr auch sofort einen Job an. Damit ist Sophia schon fast wieder ein fester Bestandteil des Puderkriegs. Interessant fand ich auch, dass Elisabeth Arden in Sophia sehr viel mehr sah, als Helena Rubinstein. Sie ging bei der Weiterentwicklung von Sophia gänzlich andere Wege, als ihre Vorgängerin. Auch die Möglichkeiten und Chancen, die sich Sophia nun boten, waren ganz anders.

Auch persönlich entwickelt sich Sophia weiter und wird zu einer gut ausgebildeten Kosmetikerin. Die Chance, die sie dann von Elisabeth Arden erhält, ist enorm. Aber mit der Rückkehr von Helena Rubinstein ist Sophia erneut im Puderkrieg der beiden erfolgreichen Unternehmerinnen.

Interessant fand ich in diesem Teil die Einbindung historischer Ereignisse in die Handlung. Der Zeitraum, in dem das Buch spielt, umfasst immerhin die Zeit von 1929 bis 1934. So ist Sophia bei einem Besuch in Deutschland über die Veränderungen erschüttert. Hier wird sehr deutlich, wie wenig Informationen die Amerikaner im Allgemeinen über die Weltereignisse haben. Sophia war bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht über die Veränderungen in Deutschland informiert.

Oft ist bei einem Dreiteiler der Mittelteil der schwächste Teil. In diesem Fall gar nicht. Das Buch liest sich leicht, man will wissen, wie es weitergeht und auch die Ereignisse sind schlüssig in historische Ereignisse eingebunden.

Ich bin jetzt schon auf den dritten Teil gespannt und hoffe, es dauert nicht mehr allzu lange. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

Bewertung vom 25.06.2020
Ein Wort, um dich zu retten
Musso, Guillaume

Ein Wort, um dich zu retten


ausgezeichnet

Geheimnisvoll

Wer die Bücher von Guillaume Musso kennt, weiß sie sind immer etwas Besonderes und vor allem anders. Man weiß nie bei ihm nie worauf man sich einlässt und auch nie wo einen die Geschichten hinführen werden. Ich bin auf jeden Fall jedes Mal überrascht worden und war deshalb sehr neugierig auf dieses neue Buch von ihm.

Doch worum geht es eigentlich? Wohin will er uns dieses Mal entführen? Es geht um Nathan Fawles. Dieser ist ein begnadeter Schriftsteller mit drei Bestsellern. Aber das ist eigentlich Geschichte, denn der Autor hat vor vielen Jahren einfach mit dem Schreiben aufgehört und lebt nun einsam und völlig zurückgezogen auf der kleinen Insel Île Beaumont. Warum er nicht mehr schreibt und wie er lebt, das will die Journalistin Mathilde Monney unbedingt herausfinden. Noch mehr, sie will sein Geheimnis, die Ursache für die Schreibverweigerung, lüften. Doch dann geschieht ein Mord auf der Insel, wo sich jeder kennt, wo niemand seinen Haustüren verschließt. Für eine effektive Suche nach dem Mörder riegelt man die Insel komplett ab.

Mathilde nutzt die Zeit um mehr über Nathan zu erfahren. In ihren Diskussionen gelingt es ihr immer dichter an sein Geheimnis zu kommen.

Warum Nathan aufgehört hat zu schreiben, welches sein Geheimnis ist, lest es selbst! Und da gibt es ja auch noch diesen Mordfall!

Wie eingangs geschrieben hat mich der Autor erneut überrascht und begeistert. Anfänglich wusste ich nicht, wo mich die Geschichte hinführt. Dabei war sie niemals nur ansatzweise langweilig. Mit fortschreitender Handlung wollte ich einfach mehr und mehr erfahren. Der Bann, der beim Lesen entsteht, ließ mich einfach nicht mehr los.
Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 25.06.2020
Der Bodyguard
Rüther, Sonja

Der Bodyguard


ausgezeichnet

Liebesgeschichte und Thriller - geht das? Oh ja!

Wer glaubt heutzutage noch an die Liebe auf den ersten Blick? So richtig niemand. Und doch passiert das genau Maik Thomer. Er ist neu im Team der Personenschützer für Peter van Holland. Er soll Lynn, die Tochter von Peter van Holland beschützen. Das erste Zusammentreffen der beiden ist ein riesiger Zufall und führt zu einigen Missverständnissen. Aber das ist auch der Moment in dem er sich in Lynn verliebt. Das Lynn seine Gefühle erwidert, kann er kaum glauben.

Maik ist sehr bodenständig, hat ein großes Ziel vor Augen. Ein Verhältnis mit Lynn, die aus einer sehr wohlhabenden Familie kommt, kann er sich nicht vorstellen. Und doch sind die Signale, die Lynn ihm sendet eindeutig. Alles wäre gut. Aber dann passiert das Unerwartete. Lynn wird auf brutale Art und Weise entführt. Maik riskiert sein Leben, versucht alles um die Entführung von Lynn zu verhindern, ohne Chance. Für ihn beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Er muss Lynn finden und befreien.

Die Spannung des Thrillers, die sich mit dem Entführungsfall extrem steigert, rührt zum Teil aber auch daher, weil der Leser genauer über die Entführer informiert wird. Schnell wird klar, dass die Entführer es ernst meinen und es wird auch deutlich, dass sehr viel mehr Mittäter gibt, als ursprünglich angenommen. Doch wer treibt hier sein boshaftes Spiel mit dem van Hollands? Warum sind sie so grausam? Was haben sie noch geplant?

Die Autorin ist ein guter Mix mit ihrem Thriller und der darin integrierten Liebesgeschichte geschaffen. Beim Lesen ist man hin- und hergerissen. Auf der einen Seite will man wissen, wie es mit dem Thriller weitergeht. Auf der anderen Seite haben die Protagonisten mein vollstes Mitgefühl und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass es gut ausgeht.

Wie es letztlich endet, lest doch einfach selbst. Ich habe diesen Thriller quasi verschlungen und empfehle diesen nur zu gerne weiter. Von mir gibt es für dieses spannende Buch verdiente fünf Lesesterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.06.2020
Mordssand
Busch, Ulrike

Mordssand


ausgezeichnet

Wieder absolut lesenswert

Die Sandskulpturenwerkstatt in Westerheve ist eine Attraktion an der Nordsee. Friso Wiborg macht hier mit seinem Team einen Workshop und plant sich selbst mit einer Sandskulptur ein Denkmal zu setzen. Doch es kommt alles anders, als von ihm geplant oder gedacht. Es ist schon echt makaber, als die Leiche von Friso Wiborg als Sandskulptur nach dem ersten Tag des Workshops gefunden wird.

Tammo Anders und Fenna Stern bemerken schnell, dass es in diesem Mordfall sehr viel schwieriger ist zu ermitteln. Friso Wiborg hatte viele Feinde. Durch sein überhebliches Auftreten und auch durch seinen Plan sich selbst mit dem Friso-Tower ein überdimensionales Denkmal in St. Peter Ording zu setzen hat er sich die örtlichen Umweltaktivisten zu Feinden gemacht. Aber auch in seiner eigenen Firma gibt es Mitarbeiter, die ihm nicht wohlgesonnen waren. Selbst in der Familie Frisos läuft es nicht unbedingt harmonisch. Doch wer könnte ihm so feindlich gesonnen sein, dass er ihn sogar umbringt?

Je mehr die beiden Kommissare herausfinden, umso merkwürdiger wird der Fall. Und genau das ist es, was diesen Fall so interessant und das Buch so lesenswert macht. Die beiden Kommissare, deren Werdegang ich von Anfang an verfolge, haben dieses Mal mit so manchem Rätsel zu kämpfen. Aber auch beiden läuft es familiär nicht ganz so rund, denn plötzlich ist die eigene Tochter im Fall involviert. Oh Mann, diese Ermittlungen und die Verwicklung der eigenen Familie, das ist für beide Ermittler wirklich heftig.

Ulrike Busch lässt sich in ihren Krimis immer wieder etwas Neues einfallen. Es sind nicht nur ihre Kriminalfälle die die Bücher so spannend und lesenswert machen. Dieses Mal ist es die Sandskulpturenwerkstatt in Westerheve. Alles was ich darüber gelesen habe, macht mich neugierig und ich könnte mir vorstellen, diese selbst einmal aufzusuchen, um mir irgendwann einmal alles selbst anzusehen.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

Bewertung vom 07.06.2020
Hopelessly in Love / Weston High Bd.2
Winter, Emma

Hopelessly in Love / Weston High Bd.2


gut

Unterhaltsam, aber schwächer als der erste Teil

Die Geschichte von Sasha und Ben geht nahtlos weiter. Das ist auf jeden Fall gut so, denn das Ende des ersten Buches war ja sehr heftig gewesen. Auf der einen Seite wäre es natürlich schön, wenn jetzt alles gut laufen würde für beide. Aber wir sind ja erst im zweiten Teil der Geschichte und damit ist klar, es gibt auf jeden Fall noch genug Konfliktpotential. Ben und Sasha kämpfen beide um ein Stipendium für Yale. Sasha benötigt das Stipendium dringend, da sie es sich ansonsten finanziell nicht leisten kann. Leider ist ihr größter Konkurrent um das begehrte Stipendium leider Ben. Dessen Familie hätte zwar das Geld um sein Journalistikstudium zu bezahlen. Nur Ben hat sich wieder einmal ernsthaft mit seinem Vater überworfen, der ihm daraufhin jegliche finanzielle Unterstützung gestrichen hat. Ihr seht also es ist kompliziert für beide.

Aber in diesem Teil wird auch June, der Freundin von Sasha, sehr viel mehr Platz eingeräumt. Auch June kommt aus einem Haushalt der High Society, das Jurastudium ist für ihre Eltern fest eingeplant. Aber auch June kämpft um ein eigenes Leben und versucht ihre eigenen Wünsche durchzusetzen. Dass dabei das Jurastudium eher an zweiter Stelle ist klar. June singt und hat mit ihrer Band die ersten Erfolge. Zusätzliches Glück erhält sie durch die Beziehung zu Jess ihrem Bandkollegen. Aber auch hier ist es wieder sehr viel komplizierter, als anfänglich gedacht.

Gut gefallen hat mir in diesem Teil, dass wir von einzelnen Protagonisten, die eigentlich eher eine Nebenrolle spielen, mehr erfahren haben. Auch das Verknüpfen der verschiedenen Geschichten ist der Autorin gut gelungen. Es machte beim Lesen Spaß und ich wollte schon wissen, wie es bei allen Beteiligten weiter geht. Was mir nicht so gut gefallen hat, dass das Buch manchmal beim Nachdenken über die jeweilige Situation unnötige Längen hat. Aber das ist natürlich meine Meinung. Genial, genau wie beim ersten Teil, ist der Schluss. Hier hat die Autorin alle Register gezogen und ich will jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Ich hoffe, ich muss nicht zu lange warten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und auf Grund der unnötigen Längen nur drei Lesesterne.

Bewertung vom 07.06.2020
Das schwarze Band / August Emmerich Bd.4
Beer, Alex

Das schwarze Band / August Emmerich Bd.4


ausgezeichnet

Krimi aus einer längst vergangen Zeit

Es ist einer der heißesten Sommer in Wien im Juli 1921. Alle stöhnen unter der Hitze. Die Armut und Not der meisten Menschen in Wien ist groß. Selbst Wasser ist rationiert, der Gestank macht allen zu schaffen. Kriminalkommissar August Emmerich wird in eines der ärmeren Viertel zu einem Mordfall gerufen. Zwei ermordete Tänzerinnen aus dem Nachtclub Belle. Vom Täter fehlt jede Spur. Emmerich setzt alles die Ermittlungen voranzutreiben. Da wird er auch schon wieder abberufen. Er wird verpflichtet sich in einer Kadettenanstalt einem Benimmkurs zu unterziehen. Das Schlimme daran ist, dass er nun in diesem Mordfall nicht mehr weiterermitteln kann. Emmerichs Assistent Winter, der noch sehr unerfahren ist, muss nun in diesem Fall allein tätig werden. Dann geschieht ein weiterer Mord vor den Augen Emmerichs.

Das ist schon der 4. Fall über Kriminalinspektor Emmerich. Ich kannte die ersten Fälle bisher nicht, aber das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch. Inspektor Emmerich ist schon ein besonderer Fall. Er trägt sein Herz auf der Zunge. Er scheut sich vor Nichts und Niemandem. Wenn er der Meinung ist, dass der neue Bundeskanzler völlig fehl am Platze ist, hält er nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg. Auch wenn er damit immer wieder ins Fettnäpfchen tritt. Zusätzlich tritt er auch für die Rechte der armen Bevölkerung ein. Ein begnadeter Ermittler ist er außerdem, das rettet ihn vor so manchem Ungemach und wirkt respekteinflößend sowohl bei Politikern, als auch in der Unterwelt.

Die Autorin hat diesen Krimi so flüssig geschrieben, dass es ein leichtes war, diesen in einem Rutsch durchzulesen. Auch die historischen Begebenheiten lassen einen beim Lesen ahnen, wie anstrengend das Leben damals für arme Bevölkerung war.

Mir hat dieser Kriminalfall aus einer längst vergangenen Zeit ungemein gut gefallen. Nicht nur der Kriminalfall, auch die Geschehnisse zu dieser Zeit und die Beschreibung der Lebensumstände der Bevölkerung machen diesen Krimi so lesenswert.